Episode 26: Tim Burton’s The Nightmare Before Christmas, Duck You, Sucker! / Todesmelodie

Wir erfüllen wieder einmal Publikumswünsche: In diesem Fall wurde uns der Italowestern Duck You, Sucker! aus dem Jahr 1971 ans Herz gelegt; und eine Zuschauerin wollte unbedingt, dass wir ihr an dem Animationsfilm The Nightmare Before Christmas erklären, was denn nun so toll an Tim Burton ist. Ironie der Geschichte, obwohl von Burton produziert und mit allen Trademarks des Gothic-Fantasy-Veteranen ausgestattet, stammt der Film gar nicht von Burton selbst.

Außerdem sprechen wir ausführlich über die Mexikanische Revolution, werfen dabei auch gleich einen Blick auf unsere liebsten Revolutionsfilme und überlegen, welche Feiertagsfilme uns am meisten begeistert haben.

Sollen wir auch mal einen Filmvorschlag von euch besprechen? Dann schreibt uns an johannes@mussmansehen.de oder florian@mussmansehen.de

Duck You, Sucker! [Sergio Leone]

(Italien 1971)

Mensch, mensch, mensch… ich habe Dank dieser Episode unseres Podcasts eine Menge über die Mexikanische Revolution gelernt… UND… Trommelwirbel, für Duck, You Sucker von Sergio Leone aus dem Jahr 1971 ist das völlig egal. Mehr noch, wie einem seiner Protagonisten ist Todesmelodie selbst die Revolution auch ziemlich wumpe. Der Film, dessen Anzahl an Alternativtiteln (unter anderem „Once Upon a Time … the Revolution“ oder A fistful of dynamite) mit seinem Bodycount korreliert, nutzt die Unruhen in Mexiko aus den Jahren nach 1910 um einen traditionellen Italowestern beziehungsweise Spaghettiwestern im klassischen Leone-Stil zu erzählen.

Im Mittelpunkt steht der mexikanische Ganove Juan, der auf den ehemaligen IRA-Sprengmeister Sean trifft und beschließt, mit diesem gemeinsam die Bank von Masa Verde auszurauben, während die Stadt von Unruhen und revolutionären Kämpfen heimgesucht wird. Sean, der eng mit den Guerillakämpfern und Revolutionären der Region verbunden ist, nutzt Juans Habgier wiederum, um diesen zum ahnungslosen Verbündeten der Revolution zu machen. Die Rechnung geht auf: Der Juan wird zum Revolutionsheld wider Willen und zwischen Juan und Sean entwickelt sich eine Hassliebe, irgendwo zwischen gegenseitigem Austricksen und enger Männerfreundschaft.

Johannes, als bekennender Italowestern-Fan: Kann der Film mit “Spiel mir das Lied vom Tod” und “Zwei glorreiche Halunken” mithalten? Oder spielt er trotz Leone eher in der Liga der plumpen Diango B-Movies? Was denkst du?

Tim Burton’s The Nightmare Before Christmas [Henry Selick]

(USA 1993)

Der Alptraum vor Weihnachten – ein Wunschfilm aus der Zuhörerschaft. Mit der Frage „Was ist denn jetzt eigentlich so toll an Tim Burton’s ‚The Nightmare Before Christmas?'“

Der Wunsch wird gern angenommen und ab an die Recherche – und gleich der erste Schock!
„Tim Burton’s The Nightmare Before Christmas“ ist gar nicht Tim Burton’s „The Nightmare Before Christmas“ sondern Henry Selicks „The Nightmare Before Christmas“. Oder vielleicht doch nicht? Oder doch? Oder was oder wie? Ah! Nach einer literarischen Vorlage von Tim Burton. Und Tim Burton hat produziert, aber nicht Regie geführt. Was für ein Glück dass Henry Selick sowieso einen recht ähnlichen Stil hat, was ihn irgendwie zum Quasi Ghostregisseur macht. Klingt irgendwie traurig.

Aber worum geht’s? In Halloween Town – einer Stadt die von Monstern bevölkert wird, deren wichtigster Feiertag (überraschenderweise) Halloween ist, lebt Jack, der skelettöse Lebemann und Kopf der jährlichen Feierlichkeiten. Jack steckt in einer Sinnkrise. Es muss doch noch mehr geben. Bei seiner Sinnsuche, stößt er auf eine Tür die nach Christmas-Town stößt, in das er nun all seine Sehnsüchte hineinprojiziert. Er will auch Weihnachten feiern. Er lässt Santa Claws entführen und übernimmt seine Tour um es ordentlich zu vermasseln und am Ende doch den Geist der Weihnacht zu entdecken. BUÄRKS.

Ein recht einfach gestricktes Märchen, das eigentlich die ganze Zeit gesungen und getanzt wird.
Plor, bist du der Antwort auf die Frage was an diesem Film denn nun so toll sein soll, näher gekommen?