Episode 54: Boyhood
Zu Beginn von Boyhood sehen wir den sechsjährigen Mason im Gras liegen und in den Himmel schauen, während Yellow von Coldplay erklingt. Dieses Bild repräsentiert wohl wie kein zweites die Haltung von Richard Linklaters Film. Es ist das Bild, das alle Kinoplakate schmückt, das jede Rezension, jede Kritik, jeden längeren Bericht begleitet; und tatsächlich ist es auch das Bild, das sich dem Zuschauer am stärksten einprägt. Und doch ist es innerhalb weniger Sekunden vorbei. Ein flüchtiger Moment, ein Augenblick, der keinen großen Pathos, keinen wahnwitzigen Symbolgehalt nach sich trägt; nur ein Augenblick im Leben eines Kindes, ein Augenblick, auf den in diesem Film noch viele weitere wunderschöne, erinnerungswürdige, banale und tiefgründige Augenblicke folgen werden.
Zwölf Jahre lang hat Richard Linklater an diesem Projekt gearbeitet, hat seinen Hauptdarsteller Ellar Coltrane einmal im Jahr aufgesucht, um gemeinsam mit ihm ein Stück Kindheit – später ein Stück Jugend und Adoleszenz – für die Leinwand zu erzählen. Nicht weniger als ein Mammutprojekt, das im Jahr 2002 seinen Anfang nahm und Ende 2013 rechtzeitig für den Kinostart in diesem Jahr abgeschlossen wurde. Eine gesamte Dekade auf Zelluloid gebannt, aber weder ein Jahrzehnt der Politik, noch eines der Gesellschaft oder der Kultur, sondern nur die Zeit eines Jungen, der durch Irrungen und Wirrungen des Lebens langsam zum Mann heranreift.
Ein Gimmickfilm also… und auch irgendwie ein größenwahnsinniges Projekt für eine einfache Coming of Age Geschichte. Zahlt sich ihr Größenwahn denn aus, Johannes?
Transkript
Um den Zugang für Menschen mit Behinderungen zu erleichtern und um eine Volltextsuche nach Themen zu ermöglichen, haben wir beschlossen unsere Gespräche auch als Transkription zur Verfügung zu stellen.
Allerdings muss man dazu sagen, dass die heutigen Techniken automatisiert Transkriptionen herzustellen, doch immer wieder an ihre Grenzen stoßen und streckenweise unlesbare Texte hervorbringen. Eine händische Korrektur der Texte, ist ein Aufwand, der die Möglichkeiten dieses Podcasts bei weitem übersteigt. Trotz dieser Nachteile, überwiegen für uns die Vorteile einer (wenn auch fehlerhaften) Verschriftlichung.

Sie können das Transkript aktivieren und mitlesen, indem sie oben im Player auf dieses Symbol klicken.
: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 54: Boyhood Publishing Date: 2022-01-12T09:16:05+01:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2022/01/12/episode-54-boyhood/ Herzlich willkommen! Herzlich willkommen, liebes Publikum, bei einer neuen Folge vom Muss-Man-Sehen-Podcast mit dem bezaubernden Johannes Franke. Oh bezaubernd, oh Flora, das ist das schönste, was du hier zu mir gesagt hast. Ich nenne dich doch ständig bezaubernd. Aber nicht on Mike. Ja, herzlich willkommen zum Muss-Man-Sehen-Podcast mit dem wunderbaren, ganz großartigen Flora, Florian Flora Bayer. Ich habe dich in meinem Telefonbuch gespeichert unter Johannes in Klammern bezaubernd, damit ich dich von den anderen Johannissen unterscheiden kann. Ja, ja, ja. Oh Gott, die armen anderen Johannisse, die jetzt zuhören und denken, oh nein, ich bin nicht bezaubernd. Da stehen andere nette Dinge drin. Okay, gut, okay. Aber bezaubernd bist nur du. Ach, wenn ja die Schleimspur kurz wegwischen wollt, bitte. Also folgendes, wir machen diesen Podcast, um jeweils den Horizont des anderen zu erweitern. Wir geben uns gegenseitig Filme auf, wer das Konzept dieses Podcasts, das noch nicht verstanden hat oder das erste Mal einschaltet oder so. Ja, jede Woche ist ein anderer Film dran und ein Vorschlag und diese Woche ist mein Vorschlag dran. Ich habe Johannes als Hausaufgabe Boyhood aus dem Jahr 2014 von Richard Linklater aufgegeben. Was ein ganz großartiger Vorschlag war, weil sonst kommen immer nur so komische Sachen wie japanische und durchsichtige Filme, von denen man nicht weiß, worum es geht, auch nach zweieinhalb Stunden nicht. Aber das war ein kleines bisschen eine erholsame Woche dieses Mal. Ja, ich hatte bei der Auswahl schon das Gefühl, dass ich diese Woche im Gegensatz zu den B-Movies und schrägen Trash-Pallen, die ich sonst empfehle, deinen Geschmack eher getroffen habe. Aber wollen wir mal schauen und wollen wir diskutieren. Ich hoffe, wir finden Themen zum diskutieren, weil ich glaube, der Film gibt einiges her, was das betrifft. Der Film gibt einiges her. Ich hatte kurz Angst, dass wir uns gegenseitig nur bestätigen werden, aber ich kann mir vorstellen, dass es doch durch auch einiges gibt, worüber wir einfach reden können und den Diskurs hochhaben. Zur Not streiten wir über die Schönheit und über die Schlechtigkeit der Jugend oder so etwas. Oh, das ist sehr gut, ja. Und wie immer starten wir mit einem kleinen Einleitungstext und den will ich mal vorlegen. Führe uns ein. Zu Beginn von Boyhood sehen wir den sechsjährigen Mason im Gras liegen und in den Himmel schauen, während Yellow von Coldplay erklingt. Dieses Bild repräsentiert wohl wie kein zweites die Haltung von Richard Linklaters Film aus dem Jahre 2014. Es ist das Bild, das alle Kinoplakate schmückt, das jede Rezension und jede Kritik jeden längeren Bericht begleitet. Und tatsächlich ist es auch das Bild, das sich für den Zuschauer am stärksten einprägt. Und doch ist es innerhalb weniger Sekunden vorbei. Ein flüchtiger Moment. Ein Augenblick, der keinen großen Pathos, keine wahnwitzigen Symbolgehalt nach sich trägt. Nur ein Augenblick im Leben eines Kindes. Ein Augenblick, auf den in diesem Film noch viele weitere wunderschöne, erinnerungswürdige, banale und tiefgründige Augenblicke folgen werden. Zwölf Jahre lang hat Richard Linklater an diesem Projekt gearbeitet. Hat seinen Hauptdarsteller, Ella Coltrane, einmal im Jahr aufgesucht, um gemeinsam mit ihm ein Stück Kindheit und später ein Stück Jugend und Adoleszenz für die Leinwand zu erzählen. Nicht weniger als ein Mammutprojekt, das im Jahr 2002 seinen Anfang nahm und Ende 2013 rechtzeitig für den Kinostart in diesem Jahr, in dem Jahr 2014 abgeschlossen wurde. Eine gesamte Dekade auf Celluloid gebannt. Aber weder ein Jahrzehnt der Politik, noch eines der Gesellschaft oder der Kultur, sondern nur die Zeit eines Jungen, der durch Irrungen und Wirrungen des Lebens langsam zum Mann heranreift. Ein Gimmickfilm also. Und auch irgendwie ein Größenwahnsinniges Projekt für so eine einfache Coming-of-Edge-Geschichte. Zahlt sich der Größenwahn denn aus, Johannes? Das ist eine ganz hervorragende Frage, aber auch eine sehr leichte Frage. Natürlich zahlt es sich aus, aber volle Kanne. Es ist wirklich einfach nicht genug zu loben, dass man sich sowas aufgibt und sagt, ich mache jetzt zwölf Jahre lang an so einem Projekt herum, ohne zu wissen, ob mir irgendjemand wegstirbt, ob ich wegsterbe, ob irgendwelche Umstände sich so ändern. Ich habe gelesen, dass du keine Verträge machen kannst, die länger sind als sieben Jahre. Das heißt, er konnte nicht mit denen vereinbaren, okay, du bist am Ende des Projekts noch dabei, ja, sondern er musste einfach darauf vertrauen, dass die alle noch sagen, ja klar, ich bin nicht noch zwölf Jahren noch dabei. Und er hat ja auch ein bisschen vorgesorgt, er hat ja zu Ethan Hawke gesagt, der den Mason Senior spielt, den Vater unseres Protagonisten. Zudem hat er gesagt, du Ethan, falls ich crepiere in den nächsten Jahren, bitte, bitte, bitte bringen dieses Projekt zu Ende. Ja, es ist auch echt ein bisschen hart, diese Vorstellung und dann dieses Gespräch. Ich denke mir, als du Ethan Hawke, du stehst da vor diesem Regisseur, der Blüte seines Lebens, ich auch. Also ich meine, Ethan Hawke ist ja nicht so viel jünger als er, oder? Also die sind doch eigentlich... Also Richard Linklater ist 1960 geboren, das heißt, als er angefangen hat mit dem Film, war er irgendwie so knapp über 50, das ist jetzt nicht unbedingt das Alter, wo man schon über Sterben nachdenkt. Und Ethan Hawke ist tatsächlich doch zehn Jahre jünger, der ist 1970 geboren. Ja gut, okay, aber... Aber trotzdem ist es eigentlich nicht der erste Gedanke, den man hat. Wenn man einen 50-jährigen Mann sieht, denkt man nicht daran, dass der in den nächsten zehn Jahren sterben könnte. Nein. Aber es ist natürlich verständlich, dass man vorsagen möchte, wenn man so ein langes Projekt macht. Seine Tochter hat sich ja auch nicht unbedingt durchgängig dafür begeistern können. Die größten Probleme auf dem Weg scheinen mir tatsächlich mit Richard Linklaters Tochter zusammen zu hängen, die er in der Rolle der Samantha besetzt hat, die die Schwester von unserem Protagonisten spielt. Das ist schon so auch ein komisches Ding, so was zu machen, so seine Tochter dafür zu besetzen, aber die wollte halt unbedingt. Ja, es war tatsächlich das Ding, sie hat gerne getanzt, sie hat gerne zu Britney getanzt und ist damit allen auf die Nerven gegangen und deswegen ist auch tatsächlich eine der ersten Szenen des Films, ist sie, wie sie morgens aufsteht und Mason, also unseren Protagonisten, nervt, indem sie Oops, I Did It Again singt. Und es ist so schön. Es macht so viel Spaß. Und es ist so eine klassische Geschwister-Situation, weil er ist total genervt und sagt, hör auf, hör auf, dann kommt die Mutter rein und fragt, was denn hier los, und Samantha fängt auf der Stelle an zu weinen. Mason hat mich gehauen. Das ist so super. Und als jemand, der eine jüngere Schwester hat, kann ich dieses Problem durchaus nachvollziehen. Dass es überhaupt schafft, der Film, ist es erst in den ersten Minuten schon, einem so viele nostalgische Momente um die Ohr zu hornen und einem so viel Gefühl dafür zu geben, was Kindheit bedeutet. Und es ist vollkommen egal, ob es Amerika ist oder Deutschland. Das ist alles universell, was er erzählt. Und es ist so toll. Aber es ist nicht unsere Nostalgie eigentlich, weil der Film startet in einer Zeit, in der wir Erwachsene waren. Das ist das Krasse, dass wir hier eine Nostalgie in die 2000er rein sehen. Und dann denke ich, was habe ich in der Zeit gemacht? Nee, ich war kein Kind. Ich war mitten im Studium. Ich war das, was er am Ende des Films ist. Genau. Und das ist schon krass. Das ist so ein bisschen misplaced, weil ich oft nicht weiß, wann sind wir denn eigentlich. Da gibt es einmal die Szene, wo sie Obama-Plakate in Vorgärten verteilen. Da weiß ich dann, ah ja, okay, das ist die Zeit. Aber eigentlich, und es ist ja auch intendiert von ihm anscheinend, ist es sehr zeitlos. Ja, diese Sprünge zwischen den einzelnen Jahren geschehen sehr schnell. Also es gibt nicht irgendwie einen Anhaltspunkt für den Zuschauer, jetzt sind wir ein Jahr weiter gesprungen, sondern die Geschichte scheint sich permanent in einem Fluss zu befinden, was ja durchaus auch ihrer Art zu drehen entspricht. Sie haben das wirklich so gedreht. Sie haben sich einmal im Jahr getroffen. Sie haben dann irgendwie so zwei Wochen Vorbereitung gehabt, wo sie überlegt haben, wie sie schreiben, was sie machen. Richard Linklater hat natürlich das Skript geschrieben, aber hat sich wohl sehr stark beeinflussen lassen von dem, was sein Hauptdarsteller Ella auch erlebt hat. Er hat auch in einem Gespräch gesagt, ihm war es ganz wichtig, dass er Ella nichts zumuten will, was er nicht selbst erlebt hat. Das heißt, er will ihn immer irgendwie da abholen, wo er sich gerade in seinem Leben befindet. Und wenn er jetzt, keine Ahnung, mit dem 13-, 14-jährigen Ella dreht und der hat zum Beispiel so was wie Alkohol noch nicht erfahren, dann will er das auch nicht einbauen, weil er will, dass es authentisch ist und er will halt auch, dass sein Hauptdarsteller sich wohlfühlt mit dem, was er spielt und das spielen kann. Naja, und dann haben sie sich auf jeden Fall immer zusammengesessen, haben ein bisschen gescriptet und haben darüber geredet. Wahrscheinlich war es wirklich am Anfang immer so ein Gespräch, hey, wie geht es dir, was hast du die letzten Monate gemacht? Erzähl mal ein bisschen aus deinem Leben. Und dann ist eben das Skript entstanden und dann haben sie gedreht und tatsächlich auch jetzt nicht total lange. Sie haben halt so eine 15-10-15-Minuten-Sequenz gemacht pro Jahr und das, was da vorgedreht war, war alles schon fertig geschnitten. Danach haben sie das einfach genommen und haben das da dran gepackt. Das heißt, sie sind wirklich episodenhaft vorgegangen und am Schluss war der Film quasi fertig, weil sie haben dann die letzten 15 Minuten gedreht im Jahr 2013 und konnten den letzten Teil dran packen und sagen so, fertig, abgeschlossen. Und die Schnitte zwischen den einzelnen Episoden wirken auch so. Es gibt keine Blenden, es gibt keine Jahreseinblendung. Natürlich gibt es so Sachen, woran man das erkennen kann. Teilweise ändert er sich krass, teilweise denkt man, wow, was in so einem Jahr alles geschieht mit dem menschlichen Körper. Aber es ist halt auch manchmal so, dass man denkt, wo sind wir, ist schon ein Jahr wieder vergangen? Wo ist er gerade in der Zeit? Und das finde ich toll. Das ist ein tolles Gefühl, was dadurch erzeugt wird. Du versuchst ja als Linklater die ganzen kulturellen Stichworte der Jahre irgendwie auftauchen zu lassen, wie so ein iPod oder so. Du weißt aber nicht, was ist denn das, woran sich die Leute erinnern werden in zehn Jahren? Total krass. Du hast ja gar keine Ahnung, was muss ich denn auftauchen lassen, damit das irgendwie Resonanz findet später. Aber irgendwie echt gut gemacht. Dafür ist er echt treffsicher. Ich finde, er ist sogar so treffsicher, dass man das Gefühl hat, wenn jemand jetzt einen Film über die 2000er und frühen 2010er machen würde, dann wären das in den meisten Fällen auch die Gadgets, die er platzieren würde. Also was wir haben ist genau das iPhone, der iPod am Anfang. Dann irgendwann wird das iPhone eingeführt. Wir haben eine Harry Potter Buchpremiere, den sechsten Teil, glaube ich, der Halbblutprinz. Keine Ahnung, wo übrigens Link Letters Tochter auch etwas spröde war als Darstellerin. Sie wollte sich nämlich auf Teufel kommen, raus nicht verkleiden. Weil als das gedreht wurde, war sie halt so 13, 14. Also quasi der Übergang von Kindheit zu Pubertät. Und da gibt es ja viele Sachen, die man uncool findet. Und sie fand es halt total uncool, im Harry Potter-Kostüm da aufzulaufen. Deswegen haben wir diese Szene, wo alle kostümiert sind. Und sie aber nicht. Sie ist halt so normal angezogen. Das war ihr wirklich wichtig, dass sie da nicht als Harry Potter-Fangirl rumlaufen muss. Aber es ist wiederum authentisch. Das finde ich halt spannend, weil tatsächlich all diese Entscheidungen, die von den Schauspielern kommen, irgendwie natürlich zur Authentizität beitragen. Das ist großartig. Und auch was die anderen Schauspieler, also Ethan Hawke und so weiter, der bestimmt kein Problem damit hat, sich in, was weiß ich, vielleicht ein Dino-Kostüm zu stellen. Aber es ging darum, dass auch er Sachen mit einbringt, die er irgendwie aus seinem Umfeld, Linklater und Ethan Hawke haben ja selber so Väter, die bestimmte Sachen durchmachen gemacht haben, was wiederum die Figur von Ethan Hawke irgendwie beeinflusst hat. Was ich spannend finde. Ja, total. Also man merkt dem Film einfach an, dass Linklater es sehr wichtig war, Dinge aus dem Leben zu greifen und dabei auch nie zu sehr zu übertreiben. Das ist die größte Story eigentlich von seiner Tochter, die wollte sterben. Ja, genau. Lass meine Rolle bitte sterben. Und Linklater hat gesagt, das passt nicht. Wir erzählen hier Alltag. Wir können nicht so ein großes Melodramen damit einbauen. Ich will alltägliche Dinge erzählen. Und das ist ja auch die Haltung des Films. Er erzählt ganz oft Banalitäten und kleine Geschichten aus dem Leben, die auch wirklich so en passant einfach passieren. Dann sitzt er halt mal mit seinen Kumpels und trinkt ein Bier und sie unterhalten sich und machen Witze. Dann ist er halt auf einer Party und lernt da irgendwie ein Mädchen kennen. Und dann im nächsten Jahr erfahren wir erst, dass er jetzt mit ihr zusammen ist offensichtlich schon. Ja, genau. Es passieren einfach so kleine Dinge und der Film lebt natürlich von diesen kleinen Dingen, von diesen Alltäglichkeiten. Es ist wirklich toll, wie nebenbei Sachen erzählt werden. Selbst die großen Sachen. Selbst wenn der betrunkener Stiefvater dann irgendwann auftaucht und das Ganze irgendwie problematisch wird. Selbst das ist nicht im großen Hollywood Melodramen gemacht, sondern immer noch toned down. Was ich irgendwie sehr spannend finde. Weil sie natürlich im richtigen Moment sagt, ja jetzt hauen wir ab. Also ein Hollywood Film würde sagen, sie versucht es noch und so und dann kommt ein großes und dann bringt er so fast um und große Gewalt und so. Aber natürlich im wahren Leben, wenn du einigermaßen 50 bist als Frau sagst du, der hat mir gerade mehrere Gläser an die Wand geworfen. Ich verschwinde. Ja. Und das finde ich hat so viel Stärke dadurch. Ja. Das ist super. Ja, er will einfach keine übertriebenen Geschichten erzählen, sondern er will und er will auch erzählen, dass es irgendwie anfängt und dass es weitergeht. Das ist halt das ganz banal ausgedrückt, das ist das Leben. Es gibt kein großes Intro und kein großes Outro, sondern wir wissen, er greift sich irgendwie so einen Moment aus diesem Leben und erzählt und er startet auch mitten rein. Sechs Jahre ist er alt, als der Film anfängt. Wir erfahren nicht, woher er kommt und was passiert ist und quasi so in der Geschichte, die dann langsam sich so aufbaut, erfahren wir, was los ist. Nämlich, dass er eben mit seiner Mutter und seiner Schwester zusammenlebt in Texas, irgendwo im kleinen Ort und dass seine Mutter von seinem Vater getrennt ist. Weil es beginnt damit, dass sein Vater ihn abholt und das muss nicht groß vorbereitet werden. Wir wissen genau, davor ist ganz viel passiert offensichtlich. Vater und Mutter haben sich gestritten, haben sich entfremdet, haben sich getrennt, die Kinder hängen noch am Vater und so weiter. Es ist eigentlich egal, der Film steigt halt ein in diese Geschichte mitten im Leben und er endet auch so. Der Film endet halt an einem ganz stinknormalen, schönen College-Tag, wenn das College angefangen hat. Es gibt da kein Ziel, worauf es hinsteuert, wo man sagt, okay, das muss jetzt, naja, bis auf, er geht halt aufs College. Aber du hast dann wiederum einen Szenenausblick in, okay, so geht es weiter und das wird jetzt irgendwie genau so weitergehen, wie wir die letzten zweieinhalb Stunden oder wie lang der Film ist, uns das angeschaut haben. Und das finde ich in diesem Falle, für manche Filme stört es mich manchmal ein bisschen, aber in diesem Fall, weil es ja auch Konzept ist und so und ich da mich voll reingeben kann, finde ich es total gut. Was natürlich spannend ist, ist, dass wir hier so eine komprimierte Zeit vor uns haben und dieses, man kann es gimmicky finden, dass an dem einen Darsteller festgehalten wurde. Aber ich finde, es gibt diese Momente, wo das saugut funktioniert, wenn du den etwas älteren jugendlichen Mason dann siehst und du siehst dann trotz, es gibt einfach diese Momente, wo du sein Gesicht siehst und die Kamera fängt gerne sein Gesicht ein und hält einfach auch mal drauf, wenn er nachdenkt und du merkst, du siehst das Gesicht des Kindes da drin wieder und das ist natürlich auch, wo so ein Gedankenstrom aktiviert wird. Du einfach übernachdenkst, wow krass, was aus diesem Kind geworden ist und wie er sich entwickelt hat und wir sehen ihn ganz am Anfang als unschuldiges Kind, dass ich einfach nur wünsche, dass Papa und Mama wieder zusammen sind und dann sehen wir, wie er sich über die Zeit entwickelt hat, aber wir sehen immer noch Spuren dieses Kindes in seinem Blick, in seinem Gesicht und deswegen, also es ist wirklich stark, es ist mehr als nur ein Gimmick, es ist wirklich toll, dass wir einen Darsteller haben und dass wir immer wieder diese Spuren von dem Kind in einem jungen Erwachsenen sehen. Ich finde es aber gar nicht mal so wichtig, dass der Film Boyhood heißt, was ja Licklater auch noch mal gesagt hat, der Film könnte auch Fatherhood oder Motherhood heißen, halt die Entwicklung, es ist halt einfach eine Zeit und erzählt, wie bestimmte Dinge funktionieren in der Entwicklung und nicht nur im Moment. Deswegen finde ich auch ebenso wahnsinnig spannend, wie sie sich entwickelt, die Mutter sich entwickelt, wie die Tochter sich entwickelt, wie der Typ sich entwickelt, mit dem sie zusammenkommt, der Professor, das sind ja Sachen, die auch durch die Jahre hinweg eben auch eine spannende sich auch im Gesicht widerspiegeln und so, was ja alles in Entwicklung macht. Das ist schon toll. Man merkt, dass Licklater ein Gespür hat für seine Figuren und seine Figuren auch alle respektiert, auch wenn der Film sehr radikal die Perspektive Masons einnimmt. Also es gibt so einige Momente, die wirklich sehr radikal aus der Perspektive Masons erzählt werden. Am stärksten finde ich, das in der Szene, in der Olivia, seine Mutter, mit diesem Alkoholiker-Arschloch feiratet ist, dieser Bill Welbrook und sie kommen halt irgendwann nach Hause und sehen, die Garage ist halb geöffnet und sie liegt auf dem Boden und sie rennen hin und fragen Mama, alles okay? Und dann sehen sie halt im Hintergrund, dass dieser Bill da steht und sagt, ja, alles in Ordnung, deine Mutter macht nur so ein großes Drama, sie ist hingefallen. Und wir wissen natürlich genau, was da passiert ist, dass das eine abusive relationship ist. Aber wir sehen es halt aus seiner Perspektive, und er ist immer noch ein Kind, er versteht es wahrscheinlich, weil er ist ja so neun Jahre alt oder zehn Jahre alt, aber es wird trotzdem sehr radikal aus seiner Perspektive erzählt. Das heißt, es gibt kein Vorher und es gibt kein Nachher, kein Richtiges. Es gibt keine ordentliche Auflösung oder eine Erzählung, wie Mutter und Stiefvater sich irgendwie, weiß ich nicht, das verhandeln oder sowas. Und das finde ich sehr stark in dem Moment, weil du weißt, das passiert alles nur in deinem Kopf, die Ergänzung der Situation. Und trotzdem bringt ja unglaublich viel Empathie eben für diese vermeintlichen lieben Figuren mit. Olivia zum Beispiel, die auch, also Darsteller wurden sowieso perfekt getroffen, von Patricia Cat großartig gespielt wird und als starke Mutter, die auch, die trotzdem immer noch eigene Ziele hat und auch für diese eigenen Ziele kämpft, weil das ist eigentlich so ein bisschen der Aufhänger der Geschichte, dass sie nach Houston ziehen, nachdem sie halt in diesem kleinen Ort gelebt haben und sie ziehen dahin, weil sie studieren will. Sie will einfach, sie will irgendwie raus aus dem, aus der Tretenmilieu, in der sie gerade ist, wo sie nicht genug Geld hat für ihre Familie und ständig irgendwie am Existenzminimum knabbert. Es ist auch eine Geschichte aus einer einfachen Arbeiter-Schicht, aus einem einfachen Arbeiter-Milieu. Und dann wird eben auch erzählt parallel, nicht nur wie Mason erwachsen wird, sondern wie sie versucht, sich irgendwie ihren Platz im Leben zu erarbeiten. Sie hat offensichtlich viel Pech mit den Männern. Es gibt zwei große Beziehungen, die erzählt werden, neben der Beziehung zu Masons Vater. Und das ist eben dieser Bill, der ganz zentral ist, wo sie eine Zeit lang bei diesem Professor dann im Haus leben mit seinen Kindern. Mit seinen Kindern zusammen, die einem dann sehr leid tun. Ja und er ist Alkoholiker und extrem gewalttätig. Und das ist einfach krass. Und die zweite Beziehung wird deutlich unaufgeregter, erzählt ich. Es kommt auch relativ zum Ende, als Mason schon Jugendlicher ist. Und da erfahren wir gar nicht, ob es zu direkter Gewalt in der Beziehung kommt. Es gibt eigentlich nur diesen einen harten Moment, wo Mason nach Hause kommt, so als 14-, 15-Jähriger. Und sein Stiefvater Jim dann zu ihm sagt, es ist mein Haus, meine Regeln. Und er ist mittlerweile schon älter und kann eigentlich ziemlich cool entgegengesetzen, du hast mir nichts zu sagen, du bist nicht mein Vater. Ja und im nächsten Umschnitt, wenn das Jahr wieder vorbei ist, sehen wir, dass sie sich getrennt haben. Die Beziehung ist einfach vorbei. Die Beziehung ist einfach vorbei. Und das finde ich auch wundervoll, ganz starker Moment. Vielleicht sollte man das echt öfter machen, auch wenn man keine, nicht so ein Gimmickfilm macht, sondern dass man wirklich einfach, wenn man inszenatorisch, dass man so ein paar Sachen Mut hat zu überspringen und zu sagen, so den Rest füllt bitte selbst auf, liebes Publikum. Ihr wisst, der rastet aus dem Sohn gegenüber, also wird das wohl keine besonders gute Beziehung geworden sein. Und es gibt Gründe, warum die sich trennen und jetzt ein Jahr später, die haben sich getrennt. So, muss ich nicht erzählen. Und Olivia kriegt dann ja auch ihren wirklich starken Moment ganz am Schluss, also auch einen sehr traurigen Moment, wenn Mason auszieht und sie sitzt da und er freut sich halt aufs College zu gehen. Und sie fängt dann bitterlich an zu weinen und er fragt, was los ist. Und sie meint, für mich ist das der schlimmste Moment überhaupt. Und ich weiß nicht, wo ich hin soll und ich hätte mir eigentlich mehr erhofft. Und jetzt bin ich 40 und jetzt sind die Kinder aus dem Haus und als nächstes sterbe ich. Aber Mason dann halt auch als junger Erwachsener schon als genauer Beobachter sagt, naja überspringst du dann nicht ein bisschen. 40 Jahre oder so? Ja, genau. Das ist ein ganz toller Moment, weil man natürlich auch merkt, wie diese Frau, die halt wirklich gekämpft hat und die wirklich ein hartes, anstrengendes Leben hat, jetzt irgendwie auch so ein bisschen verzweifelt ist, weil für sie wahrscheinlich auch nochmal ein neuer Lebensabschnitt beginnt und sie da einfach nicht genau weiß, wie sie damit umgehen soll. Ja, so dieser Satz, ich dachte, da wäre mehr. Ja, das ist so ein trauriger Satz. Aber andererseits, so wie wir sie kennengelernt haben, wissen wir, da ist auch mehr. Ja, genau. Es ist jetzt nicht so, dass man den Film schaut und sich dann Gedanken macht und denkt, oh Gott, das ist jetzt total tragisch, sondern das ist auch so eine Momentaufnahme. Und ich glaube, so wie sie uns präsentiert wird, sie ist halt wirklich ein starker Mensch und sie ist wirklich durch schwere Zeiten gegangen und hat immer geschafft, ihre Familie zusammenzuhalten. Ich gehe davon aus, dass sie einfach, dass es genauso wie bei allen anderen, die in diesem Film vorkommen, ihr Leben weitergehen wird und sie auch was findet für sich. Ja, genau. Ja, es ist spannend. Also ich finde es gerade bei ihr auch die Entwicklung. Bei ihm ist natürlich klar, von kleiner Junge bis 18-Jähriger, also ich meine, das ist natürlich eine große Entwicklung im Körper allein. Aber auch bei ihr, ich finde gerade bei ihr, dass sie es gleich an zweiter Stelle, was die Entwicklung und die Veränderung im Körper und im Gesicht und in der Art und Weise die Welt zu sehen und so betrifft, das ist schon wirklich gut gemacht. Es gibt tatsächlich einen Moment dabei, wo ich denke, der Film macht es ihr eigentlich schwer. Der Film macht es ihr so ein bisschen schwer. Und zwar gibt es das Problem, dass wir haben dieses übergreifende Thema. Es geht um Eltern, die getrennt sind und wir haben einen klassischen Wochenendvater, der alle zwei Wochenenden da ist, dann vielleicht mal jedes Wochenende, aber der nicht wirklich präsent ist. Und es gibt sehr oft diese Kontrastierung von dem harten Alltag, den sie haben, mit zum Beispiel den Stiefeltern, die Arschlöcher sind, mit den Geldsorgen und so weiter. Und dann diese krasse Romantisierung von der Zeit mit ihrem Vater. Es gibt ganz viele Szenen, die wirklich wunderschön gemacht sind, mit toller Musik, die dann spielt und super Kamera, wo wir einfach sehen, wie sie unbeschwerte Momente mit ihrem Vater haben. Und der Film hinterfragt dabei natürlich ein bisschen wenig, dass es eigentlich eine echt scheiß Situation für die Mutter ist, dieser Wochenendvater, der den Spaß mit den Kindern hat und wo alles schön und romantisch ist, natürlich, weil er hat keinen Alltag mit den Kindern. Er hat keine Verantwortung in der Form. Er hat keine Verantwortung in der Form. Und es gibt die Momente, wo das thematisiert wird, dass es halt wirklich scheiße ist, wie er seine Familie im Stich gelassen hat und eigentlich immer noch im Stich lässt. Und wie er auch so auf dem Ego-Trip ist dabei. Aber es wird vor allem auch romantisiert, weil es eben Masons Perspektive ist. Und für ihn sind diese Wochenenden mit dem Vater, sind so eine total Erholung vom Alltag und so ein Rausreißen aus diesem teilweise schlimmen Alltag, teilweise langweiligen Alltag, wo er einfach nur er selbst sein kann. Das erzählt der Film ja ganz oft. Ja, das ist schon toll. Aber ich kann schon am Anfang zumindest, wenn der da sein Songwriter-Ding durchzieht, kann ich als Zuschauer sehr gut aus dieser Perspektive des Jungen wieder rausgehen und sage, ach du Scheiße. Die Nummer zieht er also durch. Oh mein Gott, nein, tu es nicht. Schrecklich. Aber er fängt sich ja dann auch. Und das finde ich ganz toll, dass der Film das macht. Aber wie er es macht, ist auch nochmal spannend. Er macht ja eigentlich die krasseste Entwicklung durch, weil er am Anfang halt so dieser Songwriter ist, der nebenbei ein bisschen politisches Engagement hat und seine Kinder halt immer zu dem Zeug mitnimmt, was er gerade macht. Sie müssen für ihn die Obama-Plakate aufstellen. Ich finde, das ist eine super Szene. Das ist großartig. Eine sehr lustige Szene, wo Mason dann so ganz unbedarft ans Haus von jemanden mit einer konfederierten Flagge geht und der meint, ich kann dich erschießen, wenn ich will. Das ist so krass. Und dann kommt der Vater, kommt Ethan Hawke und sagt, los schnell, nimm das McCain-Ding da weg und komm links her. Klauen die dieses McCain-Ding. Das ist geil. Und dann schleppt er sie in die WG, wo er mit diesem Kumpel lebt, wo sie halt wirklich so voll die Chaos-WG haben, wo noch Drogen offen rumliegen und wirklich nichts aufgeräumt ist. Ja, und das ist ja der Moment, wo ich denke, oh mein Gott, das könnte jetzt in eine ganz schlechte, ungute Richtung gehen. Aber auch das vermeidet der Film, das zu sehr zu übertreiben und zu sehr da reinzugehen, dass das jetzt irgendwie, dass er die Kinder zu versaut oder so, sondern das ist schon irgendwie, dass er doch genug Verantwortungsbewusstsein für den Moment hat, das irgendwie hinzukriegen. Aber eben struggled und das finde ich gut, wird erzählt. Und dann wandelt er sich, indem er irgendwann Annie kennenlernt, mit der er heiratet, seine neue Frau, mit der er auch ein Kind kriegt, dass es als Mason so 15, 16 ist. Was aber ganz schwer zu glauben ist, weil die irgendwie bisher, was ich das Bild von ihm habe, passen die nicht zusammen. Sie kommt aus einem offensichtlich sehr konservativen, ländlichen Raum und sie nehmen sie auch, sie nehmen die Kids mit zu ihren Eltern, was total schräg ist, weil ihre Eltern spielen so super Großeltern, auch für die Kinder, die gar nicht mit ihnen verwandt sind. Und dann schenken sie ihm ein Gewehr und machen mit ihnen Schießübung und eine Bibel kriegt er auch noch. Und eine Bibel, er kriegt erst die Bibel und dann das Gewehr. Und man denkt sich die ganze Zeit, ach du Scheiße, wie war es das an der Wahrheit in Texas dran? Das ist schon echt hart. Das ist glaube ich ziemlich klassisch texanisches Hinterland. Das ist hart. Ja, das ist aber genau so wie viele da leben. Und der Film macht es tatsächlich, das finde ich super, auch wenn es überhaupt nicht meine Lebenswelt widerspiegelt. Ich finde, der Film macht das sehr wertneutral. Er zeigt sie, er zeigt sie als, nicht als Rednecks, also es sind offensichtlich auch gebildete und sehr konservative Menschen. Und er zeigt sie nicht so als Totalausfall, sondern das ist einfach die Lebensrealität von denen. Das ist der Totalausfall. Schießen und Beten. Beten. Die beiden Extreme sind der Totalausfall von diesem Landstrich. Das ist unglaublich. Aber das stimmt, wenn du als Texaner das anschaust und für dich das Lebensrealität ist, siehst du da keine Kritik. Ja. Weil das nicht, weil da nicht so draufgedrückt wird und das nicht als Problem dargestellt wird. Ich finde es gut, dass er das wertneutral macht. Ich finde es gut, dass er das auch nicht als Problem darstellt, weil es sind, weißt du, es sind keine schlechten Menschen, die wir präsentieren. Ja, ja. Es sind keine schlechten Menschen. Und dann gibt es dieses Gespräch von Mason mit seinem Vater und Mason fragt ihn dann so, aber du wirst jetzt nicht so einer von diesen komischen Konservativen, weil Mason Senior war halt davor wirklich so der Rebell. Der Songwriter, der politische Aktivist, der halt irgendwie in den Tag gelebt hat und plötzlich hat er eine Frau und hat ein Baby. Und dann hat er diese Schwiegereltern, die wirklich ganz traditionell konservativ leben, die mit Sicherheit auch nicht wollen würden, dass man ein Obama-Plakat bei ihnen aufstellt. Genau. Ja, das ist krass. Also ich finde es schon, das wird auch gar nicht so genauer auseinandergenommen. Es gibt nur einmal dieses Gespräch am See, wo er dann auch Steine schmeißt und so, wo er eben seinen Vater fragt, wie ist das jetzt mit Gott und so? Bist du jetzt so einer von denen? Und er das natürlich irgendwie verneint, aber diese Ambiguitätstoleranz ist das tolle Wort dafür. Ja, Ambiguitätstoleranz hat der Film drauf, finde ich. Er verurteilt seine Figuren nicht, auch die, die ein bisschen schräger drauf sind. Also so richtig schräge Figuren gibt es halt nicht, das ist wirklich aus dem Leben gegriffen. Aber er hält sich sehr mit dem Urteil zurück. Also natürlich hassen wir irgendwann Jim, weil er seine Frau schlägt und weil er seine Kinder bedroht und weil er eine Amokfahrt macht mit dem Auto. Aber auch das ist alles jetzt nicht so dramatisch erzählt, wie es klingt, wenn ich es wiedergebe, sondern es wird halt einfach erzählt, wie es passiert. Und wir kriegen halt auch erzählt, dass das ein Mann ist mit Problemen, mit Alkoholproblemen, ganz banal. Genau. Und das ist spannenderweise nicht weniger wirkungsvoll, nur weil es nicht so dramatisch krass erzählt ist und die ganze Zeit irgendwie jemand entgegenschreit oder plarrt oder du irgendwie ständig eine Knarre in der Fresse hast als Zuschauer im Kino, ist es nicht weniger wirkungsvoll, ganz im Gegenteil streckenweise. Streckenweise würde der Vater viel realistisch gruseliger, also der Stiefvater, als es wäre, wenn er dieses große Drama machen würde, was in Hollywood teilweise gemacht wird. Ja, definitiv. Das finde ich schon beeindruckend und da kann man sich oft ein Beispiel dran nehmen, wie Filmemacher ist. Der Film schafft es halt auch, diese beklemmenden, subtilen Momente einzufangen, zum Beispiel ganz am Anfang, als sie gerade geheiratet haben und dann sitzen sie alle zusammen im Restaurant und Olivia und Bill erzählen von ihrem Urlaub in Europa und der Sohn von Bill spielt an Messenger und dann sagt Bill einfach nur, habe ich dir nicht gesagt, du sollst das wegnehmen. Man merkt, dass da so eine Dynamik zwischen Vater und Sohn ist, die von Angst geprägt ist und das ist so ein, wenn man den Rest noch nicht gesehen hat, das ist wirklich nur so ganz kurz und auch subtil und man kann es auch irgendwie verpassen. Man sieht halt, dass der Sohn offensichtlich sehr viel Respekt und auch Angst vor seinem Vater hat, aber das war es dann auch. Dann ist die Situation vorbei und dann später, wenn wir die anderen Momente sehen, wo er so ausrastet, wo er sie anpöbelt, weil sie nicht genug im Garten gearbeitet haben, wo man merkt, dass er, dass es ihm um Kontrolle und Macht geht, da denkt man noch mal an diesen Moment und stellt sich fest, es ergibt so ein Gesamtbild, das irgendwie sinnig ist und offensichtlich ist sein Verhalten wird schlimmer, wenn er alkoholisiert ist und dann erleben wir auch das Krasseste überhaupt. Die Kids sagen dann auch, also Mason fragt seinen Stiefbruder, ist er schon mal so ausgerastet und der sagt dann, nee so krass noch nicht. Also das war jetzt wirklich das härteste, was wir bis jetzt von ihm erlebt haben. Man weiß aber genau, es kann auch schlimmer kommen. Ja krass man. Ja ich finde, dass bei der ersten Einführung dieser neuen Kinder, die dann in die Familie kommen durch den Stiefvater, merkt man das einfach wirklich. Der Kontrast im Spiel zwischen den Kindern, die bei der Mutter aufgewachsen sind und den Kindern, die bei dem Stiefvater aufgewachsen sind, du merkst welche drunter liegende Emotionen, entweder Angst oder eben einigermaßen Vertrauen. Das sind so die beiden Extreme, die da aufeinander treffen und das wird einem nicht sehr ausführlich erzählt, aber du hast es sofort, du spürst das sofort und das ist echt eine gute Regiearbeit dann einfach für die Kinder. Die Kinder da irgendwie hinzukriegen, genau das zu spielen, das ist schon toll. Ich finde es krass, wie es Linklater geschafft hat, mit den Kids zusammen zu arbeiten, auch mit seiner Tochter Laura Life, die wirklich große Momente in dem Film hat. Also man kann zuerst mal drüber lächeln, dass sie, dass er seine eigene Tochter besetzt hat und ihr erster Auftritt ist halt auch wirklich dieses Ops I did it again, was wirklich albern ist, aber sie spielt auch total überzeugend, wie sie vom jungen Mädchen zur erwachsenen Frau wird. Sie soll ja die ältere Schwester sein von Mason und sie ist nur ein paar Monate älter. Sie ist nur ein paar Monate älter, sie soll ein Jahr älter sein. Aber auch sie macht eine Entwicklung durch und es gibt wirklich ein paar ganz schöne Momente mit ihr, zum Beispiel ganz toll, wenn sie mit ihrem Vater zusammen über Verhütung reden. Das ist so großartig. Mason Senior fragt sie, hey, ich habe mitgekriegt, du hast einen Freund und jetzt müssen wir mal reden und dann ist es dieser awkward Moment, wo er versucht, sie über Verhütung aufzuklären und wissen will, ob sie verstanden hat, dass sie verhüten soll, wenn sie Sex hat, weil er ist jung Vater geworden und ist schiefgegangen und er will das verhindern. Und sie ist so gut. Ich habe das Gefühl, eigentlich habe ich das Gefühl, einer Szene dabei zu wohnen, die improvisiert und völlig frisch auf diese Schauspielerin trifft. Aber es ist ja nicht so, es ist ja alles gescriptet, sie hat alles vorher und es ist wirklich richtig gut, authentisch bis ins letzte, es ist so gut. Ethan Hawke, wie der das macht, ist auch so authentisch, es ist unglaublich gut gemacht. Hier gibt es tatsächlich einen der wenigen Momente, der nicht gescriptet ist, der drin gelassen wurde, der aber auch nicht improvisiert ist, sondern der einfach entstanden ist nach dem Gespräch, finden sie das beide so cringe-worthy, dass sie beide lachen müssen und zwar nicht mehr in ihren Rollen, sondern sowohl Lorelei als auch Ethan müssen einfach kichern, weil das so ein unangenehmes Gespräch war, weil das so unfreiwillig komisch war auch ein bisschen und das haben sie drin gelassen. Das wird wirklich eine Zeit lang gehalten, wie sie da sitzen und einfach darüber lachen, dass das so eine absurde Situation ist. Es ist so süß. Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, will Linklater hier dem Film überlassen, seine Tochter aufzuklären über Verdufung? Also wenn er das ernst genommen hat, was er gesagt hat, dann offensichtlich nicht, sondern vielleicht hatte er ein halbes Jahr vorher genau dieses unangenehme Gespräch mit ihr und hat das verarbeitet. Linklater hatte ja tatsächlich den Plan Mason eher so auch auf die musikalische Schiene zu bringen und dann hat Ella irgendwann angefangen Interesse an Fotografie zu entwickeln und dann hat er gesagt, okay dann machen wir Fotografie das Steckenpferd von Mason, weil da kennst du dich aus, das kannst du spielen. Also ich glaube ihm war das schon sehr wichtig, dass die seine jungen Schauspieler an der Hand genommen werden und das auch machen können, was sie tatsächlich begeistert und was sie tatsächlich bewegt. Ah, wundervoll. Das ist auch so ein ganz unangenehm gutes, schlechtes, schrägstrich schwieriges Gespräch mit dem Lehrer, der da in der Dunkelkammer dann sagt, alter ich mag deine Fotos, aber du musst mehr Ambitionen an den Tag legen, sonst wird das nicht. Und er oscilliert so zwischen ganz unangenehmer Ansprache und aber natürlich hat er recht und es ist so, ich kann das ganz lange nicht einsortieren, das Gespräch, weil ich nicht genau weiß, ob der Lehrer jetzt über die Linie hinausgeht oder ob er an der richtigen Stelle abbiegt und sagt, du musst einfach ein bisschen arbeiten und der biegt an der richtigen Stelle ab, aber es ist so, da kommen so ein paar Sprüche, wo man denkt, nein, nicht in die Richtung, bitte. Ich glaube, es ist auch so ein bisschen das, was zwischen Lehrern und Schülern immer passiert. Das ist halt auch so ein klassisches Alltagserlebnis, ein Lehrer, der einen Schüler sieht und das Gefühl hat, das ist ein Schüler, der was kann und der nutzt sein Potenzial nicht und ich bringe den jetzt mal auf die richtige Bahn, dem müssen nur die richtigen Worte gesagt werden, dann wird das schon was und dann aber dann dann dann ist es halt ist halt nicht so einfach und dann dann fangen sie an zu struggle und dann irgendwie reinzukommen und der Schauspieler macht das auch wirklich gut also dieser struggle ist einfach irgendwie ersichtlich dann weil er versucht nach Worten zu finden zu suchen und das Richtige zu finden, wo er dann mal landen kann, wo er dann in ihm sieht, in dem Jungen sieht, aha, okay, er weiß, was ich meine und hier bitte nur mach was draus. Vielleicht noch mal zu sagen zu den Dialogen, es ist eigentlich in ganz vielen Momenten ein klassischer Linklater Film. Linklater dreht Talkmovies. Linklater Film wird geredet und zwar ununterbrochen und viel und es wird über Banalitäten geredet, über alltägliches aber auch es wird philosophiert und es gibt auch diese Momente immer mal wieder, wo man das Gefühl hat, okay, jetzt kommt doch so ein bisschen einfach der klassische Linklater durch und wo es auch so ein bisschen, also um mal so eine kleine Kritik reinzubringen, wo es so ein bisschen Labamovie wird und zwar von sich selbst als sehr künstlerisch und sehr intellektuell und besonders haltenden Männern, die Frauen vor Labern und die Frauen nicken und sagen, oh ja, ja, das sind interessante Gedankengänge und das ist natürlich vor allem die Szene, in der Mason dann China kennenlernt, die seine Freundin wird. Sie lernen sich halt auf so einer Party kennen und da hält er so einen wirklich sehr langen philosophischen Monolog und sie ist einfach nur angetan, sagt dann irgendwann noch, du bist schräg, aber irgendwie ist das ja auch cool. Das ist schon so typisch Linklater und Linklater lässt gerne mal sein Philosophie-Dozier-Tum raushängen in Filmen. Das ist bei Before Sunrise und bei den anderen Before-Filmen gibt es auch diese Momente, wo man das Gefühl hat, er lässt Ethan Hawke ein bisschen zu viel Palawan und Julie Dalby ein bisschen zu viel zuhören und ist da auch so ein bisschen selbstverliebt in diese philosophischen Monologe. Ja, ich finde aber, dass er es schafft, die richtigen philosophischen Themen zu nehmen für so einen 14-, 15-, 16-jährigen. Dieses Gespräch, was sie ganz am Schluss haben, du sollst nicht den Moment ergreifen, sondern der Moment ergreift dich. Das ist so ein Erstsemestergespräch, so eine Philosophie, guck mal, ich habe guten Gedanken. Das sagt Mason und sie sagt, yeah. Das ist so gut, ich finde das super. Das ist so ein Moment von, ja, okay, gut, entwickelt mal den Gedanken weiter. Ich weiß halt nicht, wie sehr manchmal da tatsächlich dargestellt werden soll, das ist jetzt so diese, diese Allwissenheit der Jugend oder ob es tatsächlich einfach Linklater ist, der es cool findet, so einen Monolog mit einzubauen. Ich weiß nicht, keine Ahnung. Die Wirkung ist da, egal wo es her kommt. Ich finde es super süß. Ja und auch in dem anderen Gespräch, was du vorhin angedeutet hast, wo sie es das erste Mal kennenlernen, da irgendwie sitzen und er so philosophiert, es wäre natürlich schön gewesen, wenn es mehr Gespräch gewesen wäre statt Monolog. Da hast du natürlich recht, ja. Also er texte sich schon ziemlich zu. Und das ist halt auch so ein Bild, es ist natürlich so ein Klischeebild, was oft Filme vermitteln. Zusammenhängt so dieses Manic Pixie Dreamgirl, dass der Nerd, der ein bisschen verrückt ist, einfach nur die Frau finden muss, die sich von ihm zulawern lässt und dann wird alles gut. Ja, das stimmt, ist ein bisschen, aber jetzt während des Films nicht so gestört, aber natürlich in Retrospective jetzt betrachtet das natürlich recht, da hätte er vielleicht ein bisschen mehr den Frauen Raum geben können, auch was blicken zu lassen und nicht nur einfach da zu sitzen und zu staunen. Er hält sich tatsächlich relativ zurück, was das betrifft. Es gibt Linklater-Filme, die deutlich extremer sind, auch mit dem bemüht philosophischen Monologisieren. Ich mag Linklater total, ich finde das ein ganz großartiger Regisseur. Also Leute, nimmt das auch als Empfehlung für andere Richard-Linklater-Filme, natürlich die Before-Trilogie, die auch irgendwie so ein bisschen so ein Projekt ist, das sich über einen großen Zeitraum streckt, wo er einfach mal in Before Sunrise, Before Sunset und Before Midnight erzählt, wie zwei Leute, Ethan Hawke und Julie Derpy, sich in verschiedenen Lebensabschnitten begegnen und miteinander reden und halt auch einfach nur unterwegs sind und sich zusammen unterhalten. Tolle Filme, aber da ist es deutlich stärker als in Boyhood, dass sie einfach über Philosophie und über Politik und über Religion, über große Themen reden wollen. Weil sie im Grunde nur langlaufen. Sie laufen ja wirklich nur den Fluss entlang oder durch die Stadt. Da passiert ja auch nicht viel. Da passiert ja richtig viel in diesem Film im Vergleich zur Before-Trilogie. Noch krasser ist zum Beispiel in Waking Life, der einfach nur eineinhalb Stunden philosophisches Monologisieren ist. Auch ganz großartiger Film, aber da merkt man, da werden nur die großen Themen behandelt. Und jede Szene strotzt nur so vor philosophischem Gehalt. Ja, das ist was, was mir so oft fehlt, wenn ich so Dialoge schreibe. Ich mache da immer mal wieder für verschiedene Sachen und ich habe das Gefühl, ich könnte das viel mehr einsetzen, aber ich habe da schon Respekt vor. Weil mir fällt das nicht leicht und ich habe das Gefühl, dass es schon eine ganz eigene Fähigkeit ist, so wirklich philosophische Gespräche zu schreiben. Es ist auch super schwierig, weil es so schnell prätentiös ist und so schnell wie einfach ein Text aus dem Drehbuch wirkt. Wenn du Leute über Alltäglichkeiten reden lässt, ein bisschen stottern lässt, ein bisschen stolpern lässt in ihren Gedanken, dann wirkt das halt authentisch. Aber wenn sie anfangen, ein großes metaphysisches Konzept zu entwickeln, dann bist du als Zuschauer ganz schnell da und denkst so, okay, ja genau, doziere noch ein bisschen mehr. Das könnte ich auch nach Vorlesung haben. Ja, deswegen. Und auch gemeinsam überhaupt auf den Gedanken zu kommen, auf so einen großen, weißt du, dass man nicht den Monolog hat, sondern einen Dialog, der philosophisch sich aufbaut. Das finde ich schon spannend. Das passiert ja auch selten. Meistens ist es wahrscheinlich auch in der Realität so, dass einer sehr viel redet und der andere sehr viel zuhört, weil Gesprächsdynamiken halt oft so sind, dass wenn einer glaubt, die Welt jetzt erklären zu müssen, dass der andere irgendwann nur noch am Matte da sitzt und sagt, ja, ja, du hast recht. Interessant. Okay, sehe ich vielleicht anders. Vielleicht sollten wir unsere Dialoge mal analysieren. Daraufhin untersuchen. Ich glaube, es ist so eine Krankheit von Anfang 20-Jährigen, egal, ob sie Philosophie studieren oder nicht. Ja, das stimmt. Dass sie glauben, die Welt erklären zu können und das dann auch sehr ausschweifend machen beim Bier. Das habe ich auch gemacht, ganz viel. Ich auch, auf jeden Fall. Ich glaube, da sind wir alle schuldig. Männer wahrscheinlich mehr als Frauen. Ich würde gerne auf die Kamera kurz eingehen, weil es ist ja auch so, dass Linklater, er hätte sich auch in den Fettnapf begeben können, zu sagen, jedes Jahr, was gibt es denn Neues an Technik? Was nehmen wir denn dieses Jahr für eine Kamera? Und ich habe es ein bisschen erwartet, ehrlich gesagt. Ich habe erwartet, dass man im Bild sieht, dass jetzt das digitale Zeitalter beginnt, dass jetzt die Entwicklung, aber es hat er alles nicht gemacht. Er hat einfach gesagt, ich gehe konstant auf 35 mm Kodak und habe da einen ganz bestimmten Stock, den ich benutze, damit alles im gleichen Spektrum, in den Farben und in der Wiedergabe und so weiter ist. Gott sei Dank. Ja, man muss sagen, Gott sei Dank. Aber mir hat es auch ein bisschen gefehlt, die Entwicklung dahintengehend ein kleines bisschen wenigstens sehen zu können. Obwohl ich mir einbilde, dass man es ein bisschen sieht sogar. Aber vielleicht ist das nur die Ausstattung und so, die das wirklich einfach, weil die Mode natürlich andere Farben nach vorne bringt und andere Art und Weise auszustatten und so. Insofern gab es die Entwicklung schon, aber ich wollte visuell noch mehr einen Impact haben, was die Zeit betrifft. Aber ich gebe ihm vollkommen recht, wenn er jetzt angefangen hätte, mit einer Digitalkamera die ersten Digitalkameras zu benutzen, das wäre Katastrophe geworden. Ja, und es war wohl ein bisschen auch ein Struggle beim Drehen, weil sie haben halt zehn Jahre, zwölf Jahre gedreht und sie hatten halt irgendwann total veraltete Technik, was kein Mensch mehr eingesetzt hat. Aber ich glaube, es ist gut, dass sie das so gemacht haben. Ich glaube auch, es ist gut, dass sie es nicht übertrieben haben mit den Referenzen auf die Zeiten, in denen sie sich gerade befinden. Konnten sie wahrscheinlich auch gar nicht so, weil, wie gesagt, keiner wusste genau, was jetzt tatsächlich bleibt. Und uns fallen vor allem die Sachen auf, die geblieben sind. Wahrscheinlich gibt es noch mehr so kleine Spots, aber uns fällt natürlich das erste iPhone auf, uns fällt der iPod auf. Wir merken, ah ja, Harry Potter stimmt, das war eine große Sache. Und bestimmte Musik-Einlagen. Ganz toll gewählt. Weil sie ja wirklich immer in diesem Jahr nur das benutzen, was in diesem Jahr oder kurz davor rausgekommen ist und das irgendwie dann einfach das markiert. Natürlich habe ich nicht im Kopf, wann welcher Song genau rausgekommen ist, aber es gibt ein Gefühl für die Sachen, das finde ich toll. Und es ist so eine tolle Song-Auswahl. Also wir haben Coldplay, Da Hive, Splink 182, Flaming Lips, Narls Barclay, die man heute zum Beispiel kaum noch kennt, Wilco, Lady Gaga, Foo Fighters, Akad Fire, Pharrell Williams. Man merkt schon, es gibt, es ist auch so ein kleiner Sprung über die Pop und Indie-Pop-Geschichte von den 2000ern bis in die 2010er rein. Und ach, es wärmt so mein Herz, weil so viel tolle Musik in dem Film ist und auch ganz oft so passende Musik. Also in meinem Einleitungstext habe ich ja schon diese Eröffnungsszene erwähnt, wo dann Yellow von Coldplay läuft und es ist einfach so ein toller, berührender Moment. Absolut, ja. Aber wenn wir uns in die Kritik noch mal ganz kurz zurückziehen. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, weil es spielt ja nur so in Texas und so ein bisschen in die Grenze ist nicht weit nach unten zum Nachbarland. Mexiko. Wo man eigentlich doch ein bisschen erwarten würde, dass ein paar mehrfarbige Menschen auftauchen. Es ist ein sehr, sehr weißer Film, das stimmt. Und es gibt auch, und das Schreckliche ist, die einzige Geschichte, die in diesem Kontext da erzählt wird, ist so eine sehr merkwürdige, reingepanchte Geschichte, die man fast, die fast zu prätentiös wirkt und so draufgesetzt und draufgestülpt und man weiß gar nicht so genau, was man damit anfangen soll. Ich finde sie tatsächlich eher so die schwächere Szene des Films. Und zwar gibt es diesen Typen, der irgendwann am Anfang bei Olivia das Haus sauber macht. Es ist nicht am Anfang. Es ist schon relativ fortgeschritten der Film. Er macht das Plumbing für sie. Genau. Er hat verlegte Rohre außerhalb des Hauses und sagt, ja guck mal, das ist ziemlich verrottet und das sieht nicht mehr gut aus und so. Und sie ist schon Professorin geworden und dann sagt sie ihm, du solltest dringend irgendwie die Bildung besorgen und vermittelt ihm irgendwie Zeug. Ja, weil er auch irgendwie cool ist. Sie sagt auch, du bist irgendwie nett und intelligent und versuch, versuch was, du schaffst das. Und dann haben wir eben ganz am Ende, wenn Mason gerade seinen Highschool Abschluss hat und zum College gehen will, sind sie im Restaurant und essen da und dann kommt dieser Typ noch mal im Anzug und sagt so, hey, ich weiß nicht, ob sie sich an mich erinnern, aber wir hatten damals dieses Gespräch und das hat mich wirklich bewegt und deswegen habe ich was gemacht und jetzt schmeiße ich diesen Laden hier. Also ich finde an sich den Gedanken, jemanden wieder auftauchen zu lassen Jahre später, zu sagen schon 2005 zu denken, ah ja cool, wir etablieren jetzt diesen einen Typen hier und dann kommt er am Ende wieder vor und sagt, ich habe folgendes gehört. Aber es ist ausgerechnet Mexikaner ist, zumindest sieht es so aus, der dann irgendwie auch, der hat ja auch ein Akzent, der dann sich bei der weißen Frau bedankt, dass sie ihm geholfen hat. Ich weiß nicht. Ich finde es echt ein bisschen flach. Ich finde es ist auch so, es ist so eine filmische Dramaturgie und ich glaube es soll natürlich auch vorbereiten darauf, dass sie dann nachher so verzweifelt ist, weil sie sieht halt diesen Typen, der dann sagt, ich habe es geschafft und er hat es wirklich weit gebracht. In diesem kurzen Zeitraum verstärkt ihr Gefühl stehen geblieben zu sein in ihrer Welt, soll vielleicht auch dazu dienen, eigentlich ist das ein zu billiges Mittel, dramaturgisches Mittel für einen so guten Film. Spannend wäre gewesen, wenn sie diese Figur einfach als Freund von ihr etabliert hätten, wenn er öfter vorgekommen wäre. Man hätte ja durchaus immer mal wieder so einbauen können, dass sie, wenn sie nur kurz über ihn redet oder so und dann sagen sie am Schluss, hey wir gehen in sein Lokal essen und es wäre direkt besser gewesen. Es gibt nicht diesen Ex Machina Moment, dass da plötzlich die Figur steht, die wir vor zehn Jahren gesehen haben. Obwohl es für mich ein schöner Moment war, wo ich ihn gesehen habe und gedacht habe, ah den kenne ich doch. Vor allem, weil man im Film, während man da mitgeht und man eigentlich nur zweieinhalb Stunden vor dem Fernseher sitzt, hat man das Gefühl wirklich was mit zu erleben und wenn er dann wieder auftaucht, hat man das Gefühl einer weit entfernten Erinnerung, die wieder hochkommt. Was natürlich völliger Blödsinn ist, weil ich habe ihn dann nur zehn Minuten vorher gesehen. Aber so das Gefühl, was es mitträgt, ist irgendwie geil. Das ist krass, wie der Film mit Zeit spielt und wie er Zeiträume erzählt. Das ist total faszinierend. Es ist auch wirklich ein kurzweiliger Film, obwohl es so ein Talkmovie ist, obwohl die ganze Zeit eigentlich nur geredet wird und er steckt halt auch voller schöner Momente. Also es ist schon auch ein viel gut Movie. Man fühlt sich die ganze Zeit wohl, auch wenn schlimme Dinge passiert sind. Es gibt so viele Momente und auch ganz viele kleine Momente, die einfach so dieses Wohlfühlen auslösen. Zum Beispiel, wenn sie umgezogen sind und nach der Trennung und Mason kommt auf eine neue Schule und weiß überhaupt nicht, wo er hin soll und was er machen soll, dann kommt er in den Klassenraum rein und die Lehrerin sagt, setz dich mal hin, da der Typ da, der kann dir helfen und dieser Typ sagt einfach nur hey dude, welcome to the sucks. Und es ist einfach so ein schöner Moment, weil man merkt, er findet irgendwie Leute, er findet Freunde. Und diese kleinen Momente, der Film steckt voll davon, auch wenn Mason von seinem Arschlochstiefvater unfreiwillig die Haare abgeschnitten kriegt und dann wirklich frustriert in der Klasse sitzt und irgendein Mädchen vorne lässt ihm dann einen Brief zukommen, wo drin steht, hey, ich finde deine Frisur süß. Das sind einfach so kleine Momente, die ständig diese Feel-Good-Movie-Vibes versprühen. Und eben nicht immer auf was kann am schlimmsten jetzt noch passieren, sondern eben was sind das für schöne Momente, die zwischendurch irgendwie das Leben noch mal lebenswert machen und dich von einem Moment zum nächsten tragen und natürlich passieren auch schlimme Dinge, aber aber wohl dosiert und so dosiert, wie es im Leben nun mal ist, wenn du nicht gerade wirklich richtig Pech hast. Ich finde es tatsächlich schön, was Ethan Hawke zu dem Film gesagt hat. Das würde ich gerne mal vorlesen. It's Tolstoyesque in Scope. I thought before sunrise was the most unique thing I would ever be a part of, but Rick has engaged me in something even more strange. Doing a scene with a young boy at the age of seven when he talks about why do raccoons die and at the age of 12 when he talks about video games and 17 when he when he asks me about girls and have it be the same actor. To watch this voice and body morph, it's a little bit like time-lapse photography of a human being. Ja, das hat er toll gesagt. Oh wow, ja genau. Ja, es muss ein ganz eindrucksvolles Erlebnis gewesen sein. Ja und das überträgt sich auch tatsächlich aufs Publikum. Also ich weiß nicht wie es dir ging, aber ich hatte immer wieder diese Momente, wo ich gedacht habe, ach ja und vor einer halben Stunde habe ich ihn so klein gesehen. Ja und jetzt ist er so ein Teenager mit Emo-Frisur. Es gibt auch diese eine Szene, wo man denkt, oh die Pubertät meint es aber nicht gut mit ihm. Dann denkt man eine Szene später, ach Gott sei Dank, es ist besser geworden. Es ist so geil, weil man wirklich voll mit ihm mitgeht, aber man geht auch mit der Mutter mit und so. Ich finde es wirklich wichtig, dass der Film nicht nur Boyhood heißt, sondern eigentlich auch Motherhood und Fatherhood heißen kann, weil das wirklich einen großen Teil ausmacht. Fun fact, er wollte ihn eigentlich Twelve Years nennen. Oh Gott ja. Und dann ein Jahr bevor er rausgekommen ist, kam Twelve Years a Slave und hat voll abgeräumt bei den Oscars und dann war klar, okay das kann ich nicht mehr machen. Nein, das geht nicht. Ja und zum Thema prophetische Gabe dieses Films und Improvisation. Ja. Der einzige wirklich improvisierte Moment war auch Ethan Hawke, der, wo sie darüber diskutieren oder philosophieren, ob es wohl einen neuen Star Wars Film geben könnte. Nachdem der Film rein, ja nachdem der Film rauskam, oder? Gab es einen neuen Star Wars Film oder was? Ich sehe genau, es war auf jeden Fall, als der Film gedreht wurde, war nichts davon abzusehen und dann ist ja Star Wars explodiert kurz darauf. Ganz, ganz wundervoll süßen und aber auch so einen schwierigen Moment, wo das Kind dann irgendwann fragt, es gibt keine Magie, oder? Auf der Welt. Ja. Und jetzt in dem Moment gibt es keine Elfen, richtig? Und der Vater versucht immer irgendwie die Magie oben zu halten und irgendwie zu sagen, naja, nee, gibt es nicht, aber hier, das ist doch, guck mal, so ein Wal ist doch besonnen, auch was ist weniger magisch an einem großen Wal, der so und so aufgebaut ist. Der singen kann und der sich verständigt und da tief im Ozean lebt. Ja und versucht ihm die Magie zu erhalten, ohne zu sagen, ja es gibt Elfen, weil es gibt halt keine Elfen und das finde ich eine ganz, ganz tolle Szene. Ja. Es ist so großartig. Ach, die ganz simple Szene, wo ganz am Anfang, wenn Mason Senior die beiden Kinder, obwohl es nicht so abgesprochen war, zu ihr nach Hause bringt und dann Olivia und Mason im Garten stehen und diskutieren und die beiden Kinder gucken durchs Fenster und hören kein Wort und sehen aber nur, dass sie diskutieren und Mason fragt, so ein bisschen verzweifelt, wohlwissend, glaubst du, Dad wird heute Abend hier übernachten und ich schon etwas abgeklärtere Samantha sagt dann, nee du, ich glaube nicht, dass der heute Nacht hier übernachten wird. Die hat sowieso einen guten Humor, ne? Ja. Die Tochter hat wirklich einen guten Humor bekommen, finde ich ganz toll. Und sie bringt ihn auch gut rüber, also. Ich glaube, man merkt auch so zwischendurch, dass sie sich schafft oder Linklater hat es ganz gut geschafft, ihr genervt sein, wahrscheinlich von dem Projekt in ihre Rolle zu schreiben, weil sie ist so in der Mitte des Films, dass sie oft einfach nur die genervte, die einfach keinen Bock hat und abgetan ist und es passt natürlich auch zur Pubertät, absolut, dass man keine Lust hat auf die Erwachsenen, keine Lust auf die Gespräche und so weiter. Ja, ganz liebevoll auf diese ganzen Situationen, die man einfach erlebt, wenn man aufwechselt und was Eltern mit ihren Kindern erleben, wenn sie aufwachsen, das ist wirklich ganz liebevoll erzählt, ich mag es total. Eigentlich könnten wir schon mal zu unserem Top 3 rüber schwenken, oder? Das passt ganz gut aufs Stichwort. Spielst du unseren Jingle ein? Ich spiele mal unseren Jingle ein. Moment. Unserer Top 3. Top 3 Coming of Age. Ja, Coming of Age ist natürlich ein Genre, was schon seit Ewigkeiten bedient wird in der Filmwelt, weil es einfach auch eine der spannendsten Themen ist, die man so einem Film geben kann. Die Entwicklung von einem Kind zum Erwachsenen oder zum jungen Erwachsen. Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, es gibt so viele Kinderfilme und Teenagerfilme da draußen. Ich glaube, man darf nicht den Fehler machen, alles was ein Teenagerfilm ist zu Coming of Age zu zählen. Das stimmt, ja. Weil das Wesentliche beim Coming of Age Film ist natürlich, wie jemand erwachsen wird. Das heißt, jemand wächst an den Dingen, die er erlebt und das kann auf vielfältige Weise passieren. Das kann einen großen Zeitraum fassen. Das kann so ein Film sein wie Boyhood, der das einfach mal in zwei Stunden über zwölf Jahre erzählt. Das kann aber auch ein Film sein, der sich tatsächlich nur mit einem Abend beschäftigt oder einem Tag. Das kann auch funktionieren. Wichtig ist aber trotzdem, dass man das Gefühl hat, dass der Protagonist oder die Protagonistin an dem reift, was da geschieht in der Handlung. Und ich habe wieder so viele Filme, dass ich mich nicht entscheiden kann. Ich habe auch ganz viele. Das ist nämlich auch so ein Ding. Bei Coming of Age Filmen ist die Bandbreite sehr groß und Coming of Age Film kann mit einem siebenjährigen Protagonisten sein, genauso wie mit einer zwanzigjährigen Protagonistin. Das ist beides möglich. Also es geht einfach ums Erwachsenen werden und natürlich wird man permanent erwachsen. Das heißt, man kann auch wirklich sehr jung sein, um erwachsen zu werden. Deswegen würde ich gerne einen Film von My Honorable Mentions schon mal vorziehen, der tatsächlich sehr junge Kinder hat, aber das Erwachsenen werden von sehr jungen Kindern thematisiert. Und es ist ja wirklich wunderschöne Film My Girl aus dem Jahr 1991 mit Anna Klamsky und einem sehr jungen Macaulay Culkin. Und Anna Klamsky spielt die Tochter von einem Bestatter und sie hat furchtbare Angst vor den Leichen, die er im Keller hat und die er schminkt und die er zurecht macht. Und sie hat eine Freundschaft mit dem Jungen, der von Macaulay Culkin gespielt wird. Sie ist in ihren Lehrer verliebt und es spielt in einem Sommer und sie wird in diesem Sommer definitiv irgendwie erwachsener, weil es geschehen einfach krasse Dinge, die ihr Leben beeinflussen. Es ist so eine halb Liebesgeschichte, halb Tragikomödie, vor allem aber Coming of Age. Ich erinnere mich nur daran, dass der streckenweise sehr traurig war. Der ist sehr traurig streckenweise, ja. Also streckenweise auch ein bisschen albern, bisschen kindig. Man merkt schon den Stempel der Zeiten, der er gemacht wurde, aber es ist ein sehr schöner Film, der glaube ich auch so ein bisschen untergegangen ist in der Rezeption, den man mal wieder hervorheben kann. Naja, der wurde damals von Kids gefeiert. Ich kenne kaum jemanden, der den nicht kennt. In unserem Alter vielleicht. Frag mal jemand, der 20 ist. Ja, okay. Oder 30. Oder ist der Film einfach zu alt. Aber hast du Filme, die jetzt in den letzten zehn Jahren oder so rausgekommen sind in deiner Liste? Ja. Weil ich habe gemerkt, ich habe fast nur 80er, 90er Jahre. Krass. Ich habe tatsächlich relativ viele, also relativ viele neue. Ich habe, ich hätte bei meinen Honorable Mansions könnte ich noch zwei neue nennen. Und zwar hätte ich da zum einen, ich hoffe ich nehme dir keinen weg, aber wenn du sagst, du hast nur 80er, 90er, dann lass nicht passieren. Lady Bird aus dem Jahr 2017. Ja, da habe ich nämlich nicht gesehen. Von Greta Gerwig, die eine ganz tolle Indie-Regisseurin ist, die wunderbare Tragikomödien macht. Und Lady Bird handelt von der Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter. Und zwar mit Zoas Ronan, deren Namen ich bestimmt jetzt falsch ausgesprochen habe, großartige Darstellerin. Und als ihre Mutter noch besser eigentlich Laurie Metcalf, die ältere Leute aus Rosanne kennen, jüngere Leute aus Big Bang Theory als die Mutter von Sheridan. Und sie spielen so eine Hassliebe zwischen Mutter und Tochter, die ganz großartig insiniert ist. Und in dieser sehr schwierigen Beziehung erleben wir halt, wie unsere Protagonistin, die 17 ist, langsam erwachsen wird. Und bei meinen Honorable Mansions noch einen relativ jungen Film Jahrhundertfrauen, auch von einem tollen Indie-Regisseur. Und zwar aus dem Jahr 2016 von Mike Mills, der glaube ich gar nicht, doch, doch, der ist relativ Indie. Er erzählt von einem Jungen, der in den 70ern großgezogen wird von einer alleinziehenden Mutter und ihren Freundinnen. Also er wird einfach von vielen Frauen großgezogen. Und es ist ein sehr schöner und sehr berührender Film. Ich weiß noch nicht, was ich als Honorable Mansion machen will. Ich glaube, wir müssen mal in die Top 3 reingehen. Ich zeig irgendwie mit Wild mit Fingern auf irgendwas und dann sag ich danach, was ich noch hatte. Dann bring mal deinen Platz 3. Mein Platz 3 wäre in diesem Fall, ich sage mal, ich sage Billy Elliot. Oh ja. Das ist der neueste von denen, die ich jetzt auf der Liste habe. Oh krass, das ist 90er, oder? Oder ist es schon 2000? Das ist 2000, glaube ich, oder sowas. Also ganz knapp. Billy Elliot. 2000, tatsächlich. Punkt 2000. Hätte ich in die 90er gepackt, ist aber, ja, genau. Ganz, ganz großartiger Film. Von jemandem, einem kleinen Jungen, der in England irgendwo in einer Arbeiterstadt, die irgendwie Kohletagebau oder sowas betreiben, der will Balletttänzer werden. Und die Familie hat damit gar nichts zu tun, weiß gar nicht, wie sie damit umgehen soll, dass er das will. Und zählt auch die ganzen Struggles der Familie natürlich irgendwie, weil da auch ein Streik organisiert wird, der irgendwie durchgezogen werden soll oder auch nicht. Und der kann sich das leisten, so einen Streik durchzuziehen und dann auch noch ein Kind Ballett tanzen zu lassen, was ja auch durchaus Geld kostet und was schwierig ist. Und das ist also ganz großartiger, sehr tränenrühriger Film auch und ganz, ganz wundervoll. Ja, toller Film, auf jeden Fall. Schöne Wahl. Schöner Platz drei. Mein Platz drei ist auch ein relativ junger Film, der jetzt wieder über einen längeren Zeitraum geht, über einen sehr langen Zeitraum sogar und bei der Kindheit anfängt und bei dem Erwachsensein endet und zwar Moonlight aus dem Jahr 2016 von Barry Jenkins. Oscar prämiert, der erste Film mit dem LGBTQ-Hintergrund und einem komplett schwarzen Cast, der als bester Film bei der Oscar-Verleihung ausgezeichnet wurde, 2017. Hab ich gar nicht gesehen. Erzählt die Geschichte von dem jungen Chiron, beginnt als er neun ist und er hat es ziemlich schwer, wird auch gemobbt, weil er halt so eher sensibel ist und er lebt in einem schwierigen Elternhaus und es kümmert sich dann einen Drogenhändler um ihn. Da wird so eine Art Ersatzvater für ihn und die haben so eine sehr enge Beziehung. Das ist einfach ein wunderschöner Film. Ich glaube, den muss ich mal auf die Liste setzen. Vielleicht nicht beim nächsten Mal. Es ist ein wunderschöner Film, hat ganz tolle Bilder. Du wärst total in die Bilder verliebt, wenn du die sehen würdest und er erzählt ganz großartig, wie aus diesem sensiblen Jungen schließlich irgendwie so Mitte 20 ein Gangster wird, so ein klassischer Pimp, der aber trotzdem irgendwie noch diese Sehnsucht in sich hat, aber den hat ein Kerl markiert. Dazwischen steht die Liebesgeschichte mit einem Klassenkameraden, dem er dann später wieder begegnet und das ist so schwer zu erklären, weil es ist einfach ein wunderschöner Film, der verschiedene Themen ums Heranwachsen aufwirft und die ganz toll zu einem poetischen Gemälde verbindet. Mein Platz zwei wäre dann jetzt blind einfach reingeworfen, Hethers. Oh, schon wieder? Den hatten wir doch schon mal. Oh, das ist ein böser Blick auf das Erwachsenen. Ich finde es großartig. Worum geht es denn in Hethers? Erzähl mal. In Hethers geht es um einen Typen, der irgendwo in der Highschool von gespielt hat. Wie heißt er? Ich habe den Namen gerade nicht parat. Christian Slater. Und Winona Ryder. Die zusammen irgendwie kommen in einer Highschool und er ist halt wirklich so ein abgefuckter Typ, der auch von allen immer sehr gemieden wird, weil er so so so einen irren Blick drauf hat auch und irgendwie sie ist nicht ganz einverstanden, aber irgendwie kann es sich eben auch nicht entziehen und dann bringen die irgendwie Schüler um. Sie killen dann irgendwann die beliebten Schüler, die Cheerleader und die die Footballer und so weiter. Und lassen es wie ein Selbstmord aussehen, schreiben irgendwelche Abschiedsbriefe, die die dann irgendwie hinterlassen. Also es ist echt ein bisschen, und sie weigert sich dann zwischendurch dann doch noch mitzumachen, weil es schon einfach ihr eine Spur zu krass wird und er will aber irgendwie und das also das zu sehen. Ein sehr harmer Kamerafilm. Es lohnt sich echt. Es ist unglaublich, was sie da spielen. Es ist unglaublich. Also gerade Christian Slater ist wirklich so ein... Okay. Echt macht Spaß. Aber es ist weird, also man denkt sich dann oft, oh Gott, was will der Film ja eigentlich sagen? Wozu starrt mich dieser Film gerade auf? Wir müssen mal wirklich ausgiebig darüber diskutieren, was Filme sagen wollen. Filme wollen nichts sagen. Filme wollen ja nichts sagen. Filme sind kein Psychotherapeut, der dich in den Raum nimmt und sagt, soll Johannes... Was ja auch Psychotherapeuten nicht machen. Filme sind keine Lehrer, die sagen, soll Johannes, ich erzähle dir jetzt was über die Welt und das merkst du dir gefälligst. Diese Diskussion haben wir jetzt fast jedes Mal. Deswegen, wir müssen mal eine extra Folge darüber machen. Was wollen Filme bzw. wollen Filme nicht? Was sind Kunstwerke? Haben Kunstwerke Intentionen? Sind die Intentionen des Künstlers oder der Künstlerin wichtig? Warum hast du Schubeck-Gewürze? Sexgewürz gemacht. Ich habe Sexgewürz von Schubeck und ich bin auf vielen Ebenen verstört davon. Ja, also wenn ich an einen Promi denke, der für einen Gewürz wirbt, das Sexgewürz heißt, wäre Alfons Schubeck die letzte Person, auf die ich kommen würde. Absolut die Letzte. Willst du mal ein Finger reinstecken? Also, ich lese mal ganz kurz vor, was da drin ist. Zutaten. Kurkuma, Paprika, Zimt, Knoblauch. Das ist einfach indisches Gewürz. Cardamom, Chili, Ingwer, Koriander, Rosenblüte, Vanille. Das heißt, alles, was du im indischen Restaurant isst, ist Sexgewürz. Er hat immerhin keine französische Mischung draus gemacht. Oh, noch besser. Es gibt eine TV-Gewürzmischung. Die ist sogar noch zu. Darin sind wahrscheinlich Bildschirmpartikel. Oh, exotisch. Pfefferschwarz. Kümmel, Fenchel, Zimt und Koriander zum Grillen für Steaks, Rind, Schwein, Kalb, Lahm, Gemüsespieße. Kunstwerke haben keine Intention. Was will uns der Film damit sagen? Nächster Platz. Platz 2 und ich gehe auch jetzt so ein bisschen mehr Richtung Hollywood und in die 80er. Und noch krasser, Stephen King. Und zwar die beste Stephen-King-Verfilmung überhaupt. Weit oben. Stand by me, das Geheimnis eines Sommers. Eine Gruppe von Jungs erfährt, von jungen 10 oder so sind sie ungefähr, sie erfahren, dass irgendwo eine Leiche liegen soll von einem Kind, das vom Zug erfasst wurde. Und sie machen sich dann auf, diese Leiche zu suchen und gehen dann die Bahnschienen entlang, weil sie die Leiche finden wollen, um berühmt zu werden. Weil sie wollen halt die Leiche ans Radio melden und dann als die großen Helden darstellen. Und du kennst den Film offensichtlich nicht. Nee, ich glaube nicht. Oh, den musst du sehen. Es ist so ein wunderschöner Film übers Heranwachsen. Kinder, die unterwegs sind, Star besetzt. Will Wheaton spielt die Hauptrolle, den man aus Star Trek kennt. Wow. River Phoenix, Corey Feldman, Kiefer Sutherland spielt einen jugendlichen Bulli, der sie irgendwann ärgert. Ganz, ganz großartiger Film von Rob Reiner, der wirklich gute Filme gemacht hat, auch wenn man sich über ihn lustig machen kann. Wow. Okay, ja gut, dann musst du das irgendwann auf die Liste setzen. Mein Platz eins ist Harold und Mord. Also viel besser wird es, glaube ich, nicht. Da wird jemand sehr erwachsen. Ich finde es unglaublich gut, diesen Film, der ist wirklich toll. Und wie alt ist Harold am Anfang dieses Films? Ist er schon Student oder ist er noch ein Jugendlicher? Er ist schon, also ich glaube, er ist irgendwo auf der, weiß nicht. 20 Jahre alt, sagt Wikipedia. Echt 20. Ich hätte ihn so ein bisschen jünger noch eingeschätzt. Er wirkt so merkwürdig wie ein altes Kind, ne? Ja, genau. Aber das liegt vor allem daran, dass sie ihn so inszenieren, dass er so lebensmüde ist und überhaupt gar keine Lust auf irgendwas mehr. Aber nicht im Sinne von ich bin jugendlich und habe ganz viel Energie, habe aber null Bockstimmung, sondern eher so dieses, was man einem alten Mann andichten würde, so ein lebensmüder Blick, der eigentlich sagt, ich habe alles gesehen, ich habe keine Lust mehr drauf, will das weg. Und dann trifft er auf diese großartige Mord, die viel älter ist als er und die das Leben in vollen Zügen genießt. Ja, 80 wird und sich dann aber am Ende des Films umbringt, weil sie sagt, mit 80 ist doch eine gute Zahl. Warum soll ich denn jetzt noch, bevor ich irgendwie mich nicht mehr bewegen kann oder irgendwas ist, ist 80 eine Runde gute Zahl, hat ein gutes Leben und dann räume ich mich jetzt weg. Und das ist für ihn natürlich die Hölle. Wahnsinnig schwierig. Das ist eine unglaubliche Liebe zwischen einem 20-Jährigen und einer fast 80-Jährigen. Das ist so toll. Das ist einfach ein wunderschöner Film. Ein kleines Post-Hippie-Märchen oder so. Ja, genau. Das ist total cool, dass du den nennst, weil ich bin fast in derselben Zeit und ich glaube, so ein Film, der sogar ein bisschen Inspirationsquelle für Harold und Mord war, einen großen Klassiker des New Hollywood. Die Reife Prüfung mit Dustin Hoffman von Mike Nichols. Dustin Hoffman als 21 Jahre alter Student, der eine Affäre mit seiner Nachbarin Miss Robinson beginnt und sich dann in ihre Tochter verliebt und ein wunderbar tragisch komischer Blick aufs Erwachsenwerden mit ganz viel satirischen Momenten, großen Emotionen, kleinen Emotionen und einem schönen ambivalenten Ende, wo man nicht genau weiß, wo die Reise hingeht, im wahrsten Sinne des Wortes. Okay, ich kann mich auch nicht erinnern. Ich glaube, den Film gesehen zu haben, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Hast du noch ein paar honorable mentions? Ich habe jetzt The Breakfast Club weggenommen, der aber trotzdem auch verdammt cool ist. Ja, und geht auch als Coming-of-Age-Film durch. Find ich auch. Es ist eine Teenie-Komödie, aber trotzdem merkt man, dass alle Figuren reifen während des Films. Genau, aneinander und nicht, also das ist einer der Filme, wo ich nicht so viel habe, dass ich an Erwachsenen hochgezogen wird, sondern dass sich untereinander, miteinander, dass man sich miteinander reifen lässt. Ja. Das finde ich toll. Dead Poets Society habe ich noch. Auf jeden Fall, ja. Das ist wiederum einer, wo man eher dann nochmal die Erwachsenenwelt ran hat, wo die schon sich irgendwo mit hochziehen. Und 10 Things I Hate About You, den ich in keiner Liste fehlen darf. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Den, den... Ja doch, doch, doch, doch, doch, doch. Das passt, das passt, das passt voll ins Thema. Du hättest noch St. Elmo's Fire reinwerfen können, über den wir irgendwann mal geredet haben. Aber der war ja nicht wirklich gut. Wo die ganzen Snops alt werden. Ja. Ich nenne den Namen jetzt vor allem deswegen auch, weil ich einen Darsteller aus diesem Film habe, auch in einem, ich weiß gar nicht, ob der als Prattpack-Film gilt, der hat vorher, Moment, ich muss einmal ganz kurz gucken, genau vorher, im selben Jahr, wie St. Elmo's Fire rausgekommen hat, er gespielt, den wirklich tollen Film Die Himmelsstürmer, Heaven Help Us, wo er an einer konservativen, religiösen Schule Probleme hat, daran reift und dann gibt es einen Lehrer, der anders ist als die anderen Lehrer. Man merkt schon, dass es sehr nah dran ist an Club der Toten Dichter. Ja. Aber ich finde, so ein bisschen untergegangener Film, der ganz viel richtig macht, was Club der Toten Dichter falsch gemacht hat. Und auch vieles, also es ist schwierig, ihn auf eine Stufe mit Club der Toten Dichter zu stellen. Aber es ist wirklich ein schöner, ergreifender Film, der ein ganz ähnliches Thema hat, der auch in der Schule spielt, wo es auch geht um Konservatismus gegen das Progressive, auch in den 60er Jahren beheimatet und wirklich toll besetzt. Ich finde, Kaffee ist ein toller Schauspieler und spielt diese Rolle ganz schön. Okay. Ich hätte noch einen jüngeren Film von 2012, Ginger und Rosa, von Sally Potter. Auch ein toller Film über zwei Mädchen, die in den 60er Jahren auch zusammen groß werden und so durch eine wilde Zeit gehen mit Studentenprotesten und mit politischem Aufbruch und gleichzeitig eben auch das Konservative, das ständig präsent ist. Er lebt vor allem von einem großartigen Spiel von Alice Englert und Al Fenning, die beweisen, dass auch Teenager wirklich fantastisch spielen können, die damals, als sie den Film gespielt haben, sehr jung waren. Okay. Aus der Reihe Obskures hätte ich dann doch noch gerne den französischen Film Leolo aus dem Jahr 1992 genannt über einen 14-jährigen Jungen, der in einer sehr merkwürdigen Fantasiewelt lebt und in dieser Fantasiewelt aber langsam zum Erwachsenen reift und wirklich sehr schräge Träumer und sehr schräge Vorstellungen hat. Da fällt mir Paper House ein. Oh, Paper House ist auch ein interessanter Coming-of-Age-Beitrag, definitiv. Weil den hatten wir auch schon. Wer die Episode mal hören möchte, Paper House war eine gute Folge. Wir haben die, glaube ich, zusammen mit Manchem übrigens heiß gehabt. Gut, kann das sein. Ja. Das ist eine sehr, sehr schöne... Ach, hört's euch an. Ich muss jetzt nicht nochmal die ganze Rezension hinterher schieben. Paper House ist eine Kombination aus Fantasy, Grusel und Coming-of-Age und das funktioniert meiner Meinung nach hervorragend zusammen. Schön. Ja, wollen wir zurück zu unserem Film und ein bisschen Faziten? Weil mehr haben wir gar nicht mehr zu erzählen, oder? Ich glaube, wir können Faziten. Das war unsere Top 3. Also meiner Meinung nach ist Boyhood der beste Film von Richard Linklater. Oh. Und ich kann jeden Moment an diesem Film schätzen. Und ich kann auch dieses Ambitionierte an dem Film schätzen. Ich glaube, es ist einfach voll aufgegangen. Es funktioniert einfach. Und wenn man das hört, denkt man, oh, ob er sich da nicht zu viel vorgenommen hat. Und oh, ist das nicht vielleicht zu sehr auf dieses Gimmick ausgelegt? Und wenn man ihn dann sieht, dann ist man einfach total begeistert. Und weil es einfach funktioniert. Natürlich hat er manchmal so was Manipulatives, weil er so krass Emotionen forciert, so mit der Musik und diese schönen Sequenzen. Wenn sie mit ihrem Vater zusammen sind, so weiter. Aber er kriegt mich darin auch einfach. Er schafft es einfach zu bewegen. Und das ist von vorne bis hinten ein emotional sehr sehr aufwühlendes Erlebnis. Viel kann man nicht dazu sagen. Ich finde einfach, dass so 80 Prozent der Szenen, die da drin sind, so unglaublich liebevoll geschrieben sind und so unglaublich liebevoll gespielt sind. Die Vater-Kinder-Geschichten natürlich besonders dolle, weil die eben so diese Oase für die Kinder auch darstellt und entsprechend inszeniert sind. Wenn ich an dieses Gespräch im Auto denke, wenn der Vater fragt, und wie geht es euch? Und die Tochter so ganz halbherzig antwortet, ja, geht schon, so und so. Und er fährt dann rechts ran und sagt, nee, so eine Familie sind wir nicht. Wir machen jetzt Folgendes. Ich frage euch Folgendes und ihr antwortet, oh ja, ich habe dieses Projekt in der Schule gehabt. Weil ich habe mich entschieden, das so zu machen und das so zu machen, weil. Und dann, ich finde dieses Gespräch so wundervoll. Und weil die Tochter auch richtig gut reagiert und der Sohn auch richtig gut reagiert. Und das Ganze dann irgendwie so ein Bonding-Moment ist, den ich ganz ganz ganz toll finde. Und das ist ganz oft in dem Film so. Und ich liebe es. Es ist wirklich schön, sehr liebevoll und sehr gut beobachtet. Der Film steckt voll mit solchen schönen Momenten. Man kann sie gar nicht alle aufzählen. Es gibt einfach so viele und ja. Schön. Vielen vielen Dank, Flor, dass du mir diesen Film gezeigt hast. Gerne. Danke, dass du ihn geschaut hast. Und ich glaube, ein Film, wo wir wirklich auch mal ausnahmsweise komplett einer Meinung sind. Und sagen, den muss man sehen. Den muss man wirklich sehen. Der passt in die Liste. Wenn ihr wissen wollt, was nächste Woche kommt, ob das wieder ein Film wird, den man unbedingt sehen muss. Oder ob Johannes mir wieder irgendwelchen Murks vor die Füße setzt. Was heißt wieder? Das wäre das erste Mal, Flor. Bleibt dran. Ich wünsche euch eine schöne Woche. Wir sehen uns. Wir hören uns. Es muss mir irgendwelchen Murks ausdenken. Okay. Dann vielen Dank, dass ihr dabei wart. Und wir sehen uns oder hören uns. Flor, du hast mich angestreckt. Wir hören uns nächste Woche. Bis dann. Ciao. Und es geht weiter, Flor. Nach so viel jugendlicher Leichtigkeit brauchen wir ein Kontrastprogramm, oder? Ein Kontrastprogramm. Ich hatte schon ein bisschen überlegt und ich war auch schon so ein bisschen... Vorher hatte ich mir schon überlegt, was ich machen will. Und zwar schon etwas Schwieriges und ein bisschen... Also nicht schwieriger, sondern schwerer. Einfach mit Gravitas ein bisschen was. Und die großen Themen auch. Wie auch in diesem Film ja die großen Themen. Aber mit weniger Leichtigkeit erzählt vielleicht. Aber umso beeindruckender finde ich. Und zwar hätte ich den Film Birdman für dich. Hast du Birdman schon gesehen? Hab ich gesehen? Haben wir den nicht sogar zusammen im Kino gesehen? Haben wir den zusammen im Kino? Ach du Scheiße. Ich weiß, dass ich den im Kino gesehen habe. Ja? Und es fühlt sich so an, als ob das so in der Social Bubble mit dir gewesen sein könnte. Aber ich bin mir nicht sicher. Okay. Du hast noch eine andere Social Bubble als du auslernst. Du sollst keine anderen Social Bubbles neben mir haben, proah. Okay. Die aus Menschen besteht die Filme wie Evil Dead zu schätzen wissen. Okay, die darfst du haben. Dann muss ich das nicht erledigen. Aber cool. Also spannend. Das lange, der ich ihn gesehen habe. Ich habe ihn einmal gesehen im Kino. Okay. Okay, dann erzähl mir nicht, was du davon gehalten hast damals. Mach ich nicht. Ich bin sehr gespannt, wie du ihn jetzt beim zweiten Mal gucken finden wirst. Nächste Woche hört ihr mir darüber. Okay. Dann bis dann. Bis dann. Bis nächste Woche. Tschüss.
