Episode 296: Swiss Army Man – Incels, Fart Jokes and the Meaning of Life
Hank ist gestrandet, er ist am Ende, er kann nicht mehr. Auf seiner einsamen Insel, die aussieht, als wäre sie von einem 4-Jährigen erdacht, beschließt er, sich umzubringen. Aber halt, da ist doch was! Was liegt denn da am Strand? Ein Mensch? Ach shit, der Typ ist tot. Eine angespülte Leiche. Der kann ihm nicht weiterhelfen. Oder etwa doch?
Die Leiche hat Blähungen, irgendwo müssen die Zersetzungsgase im Körper ja hin. Der Furz, der dann kommt, ist so massiv, dass Hank das Potential endlich sieht: er schiebt die Leiche ins Wasser, setzt sich darauf und nutzt die entweichenden Gase als Bootsantrieb. Uuund schon sind wir im Bereich des Fantastischen und das nutzt der Film schamlos aus. Nicht nur Furzt die Leiche, wann immer es nützlich ist, sie kann auch Trinkwasser speien, als Rasierapparat herhalten, Dinge in hohem Tempo aus seinem Mund schießen, den Weg mit seinem Peniskompass weisen und mit der Zeit… wieder reden. Da kommt wieder Leben in den Körper und wir sehen dabei zu, wie sich eine Freundschaft zwischen Hank und der Leiche Manny entwickelt. Da Manny sein Gedächtnis verloren hat, muss Hank ihm erklären, was das Leben so lebenswert macht. Gemeinsam suchen sie den Weg nach Hause, zurück in die Zivilisation, die, wie sich herausstellt, nur um die Ecke, eine Böschung entfernt auf sie wartet.
Ein massiv absurder, weirder Roadmovie, voller Jokes unter der Gürtellinie, aber auch viel Liebe für das Leben. Es geht um Scham, Außenseiterdasein und gesellschaftliche Normen.
Die Regisseure, die Daniels, haben den Film damals folgendermaßen verkauft: “Wir wollen einen Film machen, in dem der erste Furz dich zum Lachen bringt und der letzte zum weinen.” – Plor, hat das bei dir funktioniert?
