Episode 22: Batman – The Dark Knight, Yesterday
In unserer zweiundzwanzigsten Episode treten nicht nur Großbritannien und USA gegeneinander an, sondern auch zwei sehr unterschiedliche Blockbustersparten. Yesterday von Danny Boyle ist der Inbegriff eines RomCom-Märchens mit Feel Good Garantie. The Dark Knight ist der Inbegriff des düsteren, realistischen und dennoch mainstreamtauglichen Superheldenfilms. Aber beide Filme können auch mehr. Yesterday ist eben nicht nur romantische Komödie sondern auch tiefe Verbeugung vor der Musik und Songwriterkunst der Beatles. The Dark Knight ist nicht nur Superheldenepos sondern auch ein psychologisch extrem tiefgründiges Thrillerdrama mit einem der faszinierendsten Schurken der Filmgeschichte. Genug Redestoff geben sie allemal beide her.
Und dann sind da natürlich noch unsere Toplisten. In dieser Episode tauschen wir uns über unsere liebsten Superhelden und Superheldenfilme aus und werfen einen Blick auf die faszinierendsten alternativen Realitäten im Kino.
Yesterday [Danny Boyle]
(Großbritannien 2019)
Yesterday von Danny Boyle und Richard Curtis aus dem Jahr 2019 gehört zu der Art High Concept Filme, bei denen ein Satz reicht, um zu verstehen, worum es geht und um Neugierde zu wecken: Erfolgloser Musiker wacht nach einem Unfall in einer alternativen Realität auf, in der die Beatles nie existiert haben. Da er sich sehr gut an deren Songs erinnert, nutzt er dieses Wissen, um seiner eigenen Karriere neuen Schwung zu geben und die Welt mit allen Hits der Fab Four von “I saw her standing” bis “Let it be” zu versorgen… Okay… das waren zwei Sätze. Und um noch einen dritten hinterherzuschieben: Boyle und Curtis packen dieses Märchen in eine traditionelle britische Romcom, deren Liebesgeschichte relativ brav daherkommt und auch nicht groß zu überraschen vermag.
Das ist aber gar nicht so wichtig. Denn neben seinem Auftreten als märchenhafte Liebeskomödie ist Yesterday vor allem ein wundervolles Tribut an Songwriting, britische Popmusik und die zeitlosen Songs der Fabulous Four. Mit einigen wunderschönen Interpretationen, die die Faszination der Beatles-Musik perfekt einfangen, einem sympathischen und selbstironischen Ed Sheeran Cameo und vielen skurrilen Haupt- und Nebenfiguren. Yesterday macht einfach Spaß und vermittelt perfekt, warum die Songs von Lennon und McCartney auch heute noch relevant sind. Vielleicht der am meisten unterschätzte Film des Jahres 2019. Was denkst du, Johannes?
The Dark Knight [Christopher Nolan]
(USA 2008)
Der 2008 erschienene “Dark Knight” ist der zweite Teil der sogenannten Dark Knight Trilogie – und einer der besten DC Superheldenfilme überhaupt. Mit acht Oscar-Nominierungen und viel Lob von der Kritik, ist er Teil der Nolanisierung des Superhelden Genres. Düster, psychologisch hintergründig mit damals ungewohntem Realismus.
Bruce Wayne bekommt es in diesem Film vor allem mit dem Joker zu tun, der es auf Batman abgesehen hat. Der Überfall auf eine Bank? Das Geld interessiert ihn eigentlich nicht. Morde an ranghohen Politikern? Es geht nicht um die Politik. Es geht um Batman. Er will, dass Batman seine Identität offenlegt. Er will mit ihm spielen.
Ein spannendes hin und her, Katz und Maus… oder auch Schachspiel bei dem Batman geradeaus und diagonal ziehen darf und der Joker wild übers Brett fegt und irre lacht. Der Joker ist die eigentliche Hauptfigur des Films, Batman fast nur Stichwortgeber.
Nicht umsonst hat Heath Ledger posthumen den Oscar gewonnen.
Zurecht? Plor, was sagst du?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 22: Batman – The Dark Knight, Yesterday Publishing Date: 2021-06-02T14:37:47+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2021/06/02/episode-22-batman-the-dark-knight-yesterday/
Florian Bayer: Johannes, du glaubst wirklich, die Welt braucht einen weiteren Podcast? Nein, eigentlich nicht, aber ich. Aber wenn wir einen Podcast machen zusammen, dann brauchen wir irgendwas Cooles, worüber wir reden können. Wie wäre es mit Filmen? Du liebst Filme, ich liebe Filme, ist doch eine gute Idee. Ja, aber wir lieben überhaupt nicht die gleichen Filme. Das heißt so Musicals aus den 50ern? Und koreanische Filme? Mit russischen Untertiteln, von mir, für dich. Oh Gott, okay. Aber du weißt, dass das für eine Menge Streit sorgen kann. Äh, definitiv, das wird lustig. Herzlich willkommen zu unserer neuen Folge, Johannes, du musst die Ukulele abnehmen. Vom Muss-man-sehen-Podcast. Mit voller Absicht. Ich wollte dich im Bademantel sehen. Ist dir nicht gelungen. Hat leider nicht geklappt. Die beiden Songs, die ihr gerade gehört habt, geben schon einen kleinen Hinweis, welche Filme wir heute besprechen werden. Ich habe es mir verkniffen, zu Blackbird zu singen, weil ich zum einen den Text nicht sicher kann und zum zweiten überhaupt nicht singen kann. Keine Sorge, das wird nicht passieren. Aber dafür habe ich das Batman einmal reingerufen und wir überlegen noch, ob wir es drin lassen oder rausschneiden. Es bleibt gefälligst drin, Plor. Während ihr das hört, ist die Entscheidung gefallen und ich sitze entweder da mit Schamesröte und Johannes sagt, sorry, das kann ich nicht mehr schneiden, es ist zu spät. Das ist jetzt so. Ja. Es machte gerade Pling irgendwo. Mein MacBook hat gerade Pling gemacht und jetzt habe ich Slack gesagt, dass es die Schnauze halten soll und Slack ist ruhig. Haben wir gerade Werbung gemacht? Was ist Slack? Slack ist so ein großartiges Kommunikationstool für Teams. Okay. Also so ein bisschen eine Mischung aus Discord und Twitter für den professionellen Bereich. Um den Horizont zu erweitern, den filmischen Horizont. Und diese Woche hat Johannes The Dark Knight vorgeschlagen. Ja, ich kenne den Film, aber ich hatte ihn tatsächlich vor dieser Folge sehr lange nicht gesehen. Deswegen vielleicht nicht den Horizont erweitert, aber nochmal eine neue Perspektive eröffnet. Einfach, weil es ein Film ist, den ich total liebe und den wir beide lieben. Ja. Und der für mich, ich habe es letzte Woche im Outro gesagt, zu den besten Actionfilmen des 21. Jahrhunderts gehört, kann aber natürlich sein, dass sich meine Meinung jetzt auch geändert hat. Weil, ich meine, es ist viel Zeit vergangen, seitdem dieser Film gemacht wurde. Es ist über zehn Jahre her und wer weiß, ob er noch funktioniert. Das werden wir jetzt im Gespräch herausfinden. Das versuchst du jetzt gerade noch so unterzuschieben, obwohl, ich höre schon raus, dass es nicht so ist. Ich habe Johannes Yesterday gegeben von mit und ohne die Beatles. Rom-Com aus dem Jahr 2019. Also ein ganz frischer Film. Vollkommen zurecht. Und es ist eine absolute Schande, dass es so lange gedauert hat, bis von den Academy Awards Superheldenfilme und auch Actionfilme in der Form gewürdigt wurden. Es gibt eine krasse Oscar-Formel und es wird sich viel drüber lustig gemacht, aber halt auch zurecht. Du hast einen historischen Stoff mit viel humanistischer Botschaft und irgendwie so ein bisschen politisch. Aber nicht zu viel. Nicht bloß, nicht zu viel. Und auch bloß nicht zu viel Pessimismus, sondern so einen gewissen Optimismus. Also so ein klassischer Oscar-Film ist zum Beispiel Das Leben ist schön von Roberto Bellino. Ja, ja. So ein Film, der sagt, hey, es passieren schlimme Sachen auf der Welt, aber alles wird gut. Forrest Gump ist so ein Oscar-Film. Schindlers Liste ist so ein Oscar-Film. Das ist ein bisschen gemein. Also die Filme sind wirklich alle gut, ne? Ja, definitiv. Es gibt gute Oscar-Bate-Filme. Das Wort Oscar-Bate ist auch nicht zu Unrecht aufgekommen. Weil es gibt wirklich... Es ist ein eigenes Genre, ne? Weil der Oscar war einfach mal sehr, sehr, sehr, sehr lange eine weiße Veranstaltung. Sehr weiß. Ich kann es nicht anders sagen. Eine weiße und männliche Veranstaltung. Ja. Wenn man sich anschaut, wie die beste Regie-Nominierungen aussahen lange Zeit, da war nicht viel Platz für Diversität. Ja. Und auch teilweise sogar so, dass man nicht einfach nur abstrakt sagen kann, ey, warum nominiert ihr nicht mal ein paar Schwarze oder ein paar Frauen, sondern wo man sagen kann, hey, in diesem Jahr gab es gute Leistungen von Schwarzen und Frauen und die wurden komplett ignoriert. Oscar ist auch, glaube ich, einfach kein Benchmark für gute Filme, sondern ein Benchmark für Filme aus einer bestimmten Richtung. Und natürlich auch, also tatsächlich gelingt es in Academy Awards immer, mich auf Filme neugierig zu machen, von denen ich vorher, in dem Jahr davor nicht gehört habe oder die so ein bisschen unterm Radar geflogen sind. Und dafür haben sie auf jeden Fall ihre Berechtigung. Dass mein Mikro falsch hängt. Auch ganz wichtig, um gleich einer Urban Legend vorzubeugen, er ist nicht an der Rolle des Jokers zugrunde gegangen. Nein. Es war kein radikales Method-Acting, das ihn total fertig gemacht hat, weil das ist natürlich so ein schönes Narrativ, das große Meisterwerk und er hat sich komplett verausgabt. Nein, er war einfach ein guter Schauspieler. Genau. Und er hat das gemacht, was er machen sollte in diesem Film und hat es wirklich perfekt gemacht. Ja. Aber die Rolle hat ihn nicht vernichtet. Nein.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Rain-Man? Es gibt einfach so diese Hollywood-Mythologie von dem Schauspieler, der sich selbst leiden lässt, um die beste Performance zu machen. Ich glaub, das ist noch ganz stark verwoben mit diesem grundsätzlichen Genie- und Künstlergedanken, den man irgendwie aus dem 18. und 19. Jahrhundert denkt, kennt. Einfach der Mensch, der sich komplett verausgabt und an seiner Kunst zugrunde geht, weil er sich zu sehr mit seiner Kunst identifiziert. Ja. Ja, äh, viel Mythologie, um eigentlich eine, ähm, gute und interessante Herangehensweise anzuschauspielern, was man definitiv auch machen kann. Wir wollten eigentlich über einen Film reden. Wir wollten über einen Film reden und du hast, du hast mich so etwas ängstlich angeguckt, als ich vorhin gesagt habe, oh, mal schauen. Deswegen muss ich dir mal kurz ein paar Sachen klarstellen. Okay. Ich halte The Dark Knight nach wie vor für einen der besten Actionfilme des 21. Jahrhunderts. Ich glaub, der ist in der Liste immer noch ganz weit oben, wenn ich so zurückdenke an die letzten 20 Jahre, wahrscheinlich sogar auch immer noch auf Platz 1. Ja, das kann gut sein. Es sind mir definitiv mehr Schwächen aufgefallen als vor 10 Jahren. Mhm. Ja. Oder vor 5 Jahren, ich weiß gar nicht genau, wann ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Es waren auf jeden Fall so mit der Konzentration auf die Geschichte und auf das, was passiert, ist mir aufgefallen, dass es definitiv Momente gibt, die nicht so stark sind. Ja. Und das Beste an dem Film ist einfach nicht nur Heath Ledger's Performance, sondern die gesamte Storyline um den Joker. Aber wirklich. Und um diese herum wird sehr viel gebaut, wovon einiges auch so ein bisschen vernachlässigenswert ist. Auch einiges hätte weggekürzt werden können. Der Film ist sehr lang, muss man schon sagen. Und es ist so ein bisschen so ein Nullenfetisch, Filme sehr lang zu machen und sehr ausschweifend nochmal so kleine Subplots einzufügen, die eine gewisse Dynamik erzeugen sollen. Was ihm auch oft gelingt, was ihm auch in diesem Film gelingt, es gibt viele Momente, die einfach nur für eine bestimmte Dynamik und für eine bestimmte Monumentalität da sind. In anderen Filmen, gerade jüngeren Datums, gelingt es ihm weniger und man merkt halt auch, dass seine Art Filme zu machen so ein bisschen schematisch geworden ist. Es gibt so eine Nolan-Mixtur, die man in diesem Film ganz stark findet. Vielleicht ist es sogar der erste Film, der die wirklich so krass hatte. Und um das vielleicht mal zusammenzufassen, also zum einen total kalte und sterile Action Sequenzen, bei denen der Score wie so ein Teppich drüber liegt, wenig Excitement und mehr so getragen und permanent angespannt. Zum Zweiten trotzdem dieser Pathos, der aber nicht aus so einer persönlichen Ecke kommt, sondern der Pathos ist meistens so ein gesamtgesellschaftlicher Pathos. Es geht nicht darum, wie Batman sich fühlt oder wie der Joker sich fühlt, sondern eher, was das für die gesamte Gesellschaft bedeutet, dass es so einen dunklen Ritter gibt, der selbst Justiz verübt, der irgendwie kritisch gesehen wird und gleichzeitig geliebt wird. Und es geht weniger um die psychischen Abgründe. Was aber durch das MCU ja wieder komplett über Bord geworfen wurde. Und das MCU ist ja der dominierende Faktor im Superheldenkino. Und DC hat das weitergemacht, DC hat das weitergetragen, diese düstere Note und hat versucht, das sogar zu kopieren. Also gerade der erste Superman-Film, neueren Daten von Man of Steel, war total der Versuch, diesen Nolan-Rezeptur neu anzurühren. Und meiner Meinung nach ist das auch ziemlich gescheitert. Okay. Also Man of Steel war eigentlich ganz gut. Ich glaube auch, dass Batman vs. Superman besser ist als sein Ruf. Mhm. Aber das sind beides keine grandiosen Filme. Und das Lustige ist, genau, es gab diese Nolanisierung, wie du sie genannt hast, Superheldenkinos. Und gleichzeitig hat die angefangen und wurde aber auch schon wieder beerdigt, weil 2008 kam der erste große MCU-Film mit Iron Man heraus, im selben Jahr wie The Dark Knight. Und dann hat MCU einmal komplettes Popcorn- und Blockbuster-Kino übernommen. Und wenn man heute an Superheldenfilme denkt, dann Marvel. Avengers, Marvel, Spider-Man. Guardians of the Galaxy. Genau. Ja. Und mit Ausnahme von ein, zwei etwas düsteren Filmen aus der Reihe, sind die ja schon der komplette Gegenentwurf zu dem, was wir hier sehen. Ja. Fantastisch, bunt, spaßig, wirklich Comic-Book-Kubbies. Eher weniger. Also ich bin, ich habe als Kind Comics gelesen, aber es waren selten Superhelden-Comics. Meine Comics als Kind waren tatsächlich eher so die gutbürgerlichen Dinger, die man in der Bücherei gefunden hat. Das heißt Asterix. Ja. Und Gaston. Aber Superhelden-Comics habe ich als Kind praktisch so gut wie gar nicht gelesen. Vielleicht so ein Spider-Man-Heftchen mal hier oder dort. Und als junger Erwachsener habe ich dann angefangen so ein paar mehr Sachen zu lesen, die dann halt auch alle schon 10, 20 Jahre auf dem Buckel haben. Ja. Und ich mag total Superhelden-Comics. Ich mag aber eher Superhelden-Comics, die so ein bisschen ausbrechen aus dem klassischen Prinzip. Und da hat Marvel tatsächlich ganz tolle Sachen gemacht in den letzten Jahrzehnten. Zum Beispiel einfach mal eine schwangere Spider-Woman. Ich glaube, es war eine schwangere Spider-Woman. Oder ein Captain Marvel, die einen Migrationshintergrund hat und Moslem ist. Und das finde ich tatsächlich spannend, wenn so Grundprinzipien der Superhelden-Comics ein bisschen aufgelöst werden. Ja, das ist eine gute Frage. Ich habe natürlich auch die klassischen Dinger gelesen. Ich glaube, ich bin dann einfach auch zu sehr verseucht, dass ich die ganzen Filme davon gesehen habe, die ja teilweise auch sehr nah dran sind. Und ich kannte das Schema halt. Also ich habe als Kind total gerne Superhelden-Serien und Superhelden-Filme gesehen. Ich mochte total die Batman-Serie aus den 90ern, die Animated-Serie. Die war großartig. Die finde ich immer noch super. Ich mochte die Batman-Filme von Tim Burton. Ich mochte die alten Superman-Filme aus den 80ern. So trashig und kitschig, die heute rüberkommen. Ich habe die geliebt als Kind. Das war ja wirklich meine Zeit. Christopher Reeves, ne? Christopher Reeves. Ja, ich fand den cool irgendwie. Ich bin mit Superhelden über das Medium Film in Kontakt gekommen zuerst und die Comics kamen dann eher danach. Wie war es denn bei dir? Hat die Superhelden Comics gelesen? Sie hat die Filme einfach geliebt. Stimmt, die Spider-Man-Filme, die waren ja Anfang der 2000er total populär. Das war ja das erste Mal, dass Superhelden-Filme wieder gut waren. Es gab ja wirklich eine ganz lange Dürreperiode in den 90ern, wo diese wirklich schrägen Joel-Schumacher-Batmans rausgekommen sind. Batman & Robin und Batman Forever, die einen unglaublich schlechten Ruf haben und auch wirklich trashige Filme sind und auch wirklich merkwürdige Filme sind. Und dann waren, also die 90er waren keine gute Zeit dann für Superhelden-Filme. Und als Sam Raimi Anfang der 2000er Spider-Man verfilmt hat, 2001 oder so kam der ja ins Kino oder 2002 glaube ich. Ich kann mal gucken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es irgendwie so in dem Zeitraum war, weil ich weiß, dass sie eine Szene rausgeschnitten haben, wo die World Trade Center vorkommen. Oh, oh ja. Und dann war plötzlich, ja 2002, und dann hat man plötzlich festgestellt, oh Superhelden-Filme können ja gut sein, Superhelden-Filme können auch einen gewissen Anspruch haben in der Geschichte und in der Charakterzeichnung. Das hat Sam Raimi damals ja auch schon hingekriegt. Und ja genau, 2002 der erste Spider-Man-Film, dann kamen die anderen beiden Spider-Man relativ schnell dahinter und dann kamen die X-Men-Filme und dann war eigentlich schon dieses Ding Nolan Batman und die Anfänge des MCU und plötzlich waren Superhelden-Filme der heißeste Scheiß. Ja, total krass. Und das hat sich dann in den letzten zehn Jahren ja ganz krass aufs Popcorn-Kino ausgewirkt, dass wenn man sich die Blockbuster, die Sommer-Blockbuster, die großen Action-Filme der letzten zehn Jahre anschaut, ist es total Superhelden-Verseucht. Du findest keinen großen Blockbuster daneben, der von ein paar Ausnahmen abgesehen, aber eigentlich war das letzte Jahrzehnt, das letzte Blockbuster-Jahrzehnt war einfach ein Superhelden-Jahrzehnt. Ja. Was schade für all die ist, die jetzt nicht so Superhelden-Fans sind oder denen, die die Marvel-Ästhetik bis hier stehen. Ich bin ganz bei dir. Thor Ragnarok war meiner Meinung nach auch der beste Film aus dem MCU. Wollen wir unsere Top 3 schnell noch machen? Oh ja. Lass uns die Top 3 schnell machen. Top 3 Superhelden. Jingle. Jingle. Ich war unsicher, aber ich dachte, wir machen nicht Top 3 Superhelden-Filme, sondern Top 3 Superhelden, oder? Die habe ich nämlich jetzt. Das ist meine Top 3. Ah, fuck. Ich habe mich echt schwer damit getan, weil es tatsächlich, bei den Superhelden-Filmen sind es gar nicht so, die Persönlichkeiten der Superhelden, die ich so mitreißend finde, sondern ich mache einfach die Action und den Spaß und zu sagen, diesen Superhelden finde ich total cool, fällt mir schwer. Und ich habe gemerkt, wenn ich jetzt anfange, mich zu, was ich gleich machen werde, mich zu rechtfertigen, warum die und die Person auf dem und dem Platz ist, wird das alles so ein bisschen verquast sein. Aber ich versuche es trotzdem. Ich habe einen Honorable Mention trotzdem. Okay, okay. Und das ist The Crimson Bolt aus dem Film Super von 2010, der sowas wie ein Anti-Superheld ist. Ein ziemlich einfacher Normalo, der leichte Wahrnehmungsstörungen hat, wird von seiner Freundin verlassen, die ihn für irgendeinen Gangster sitzen lässt. Und er hat das Gefühl, sie wurde von diesem Gangster entführt und beschließt deswegen auch in Verbindung mit einer merkwürdigen göttlichen Vision, die er hat, zum großen Superhelden zu werden. Der dann fortan als Crimson Bolt durch die Nachbarschaft zieht und dort für Ordnung sorgt. Dieser Typ, muss dazu gesagt werden, hat keinerlei Superfähigkeiten. Deswegen kriegt er auch ordentlich auf die Schnauze. Und er hat ein sehr abgefucktes Verständnis von Moral, was dazu führt, dass er im Superhelden-Kostüm wirklich übel einen Normalo verprügelt, weil der sich in der Schlange vorgedrängelt hat. Nein! Ein wirklich dreckiger, hässlicher und bösartiger und sarkastischer Film. Okay. Der so ein bisschen untergegangen ist in der Rezeption, der aber eine fantastische Satire ist auf das Superhelden-Prinzip und wirklich, wirklich, wirklich böse. Mit großartigen Szenen, viel derber Gewalt, viel derben Humor. Okay. Sollte man gesehen haben. Super aus dem Jahr 2010 von James Gunn, der dann später Guardians of the Galaxy gedreht hat. Ah, okay. Mein Platz 3 hingegen ist eine Superheldin, die ich sehr mag. Erst seit jüngerer Zeit. Ladybug von der Serie Miraculous. Eine französisch-japanische Koproduktions-Animationsserie für Kinder. Okay. Mit einer riesigen, epischen Story, die immer größer wird. Und wie es sich für eine Kinderserie gehört, eigentlich immer denselben Geschichten. Aber diese Ladybug ist so eine tolle Superheldin, weil ihre Superfähigkeiten bestehen darin, zum einen mit ihrem Jojo einen Glücksbringer zu rufen. Okay. Was dann immer ein Gegenstand ist, der ihr in der entscheidenden Situation hilft. Auch wenn sie es auf den ersten Blick nicht versteht, weil sie kriegt dann halt zum Beispiel einen Stuhlbein hin. Und da muss sie erstmal die Umgebung checken, um zu gucken, wie dieses Stuhlbein ihr jetzt helfen könnte. Oh, wie geil. Und die zum Zweiten dazu in der Lage ist, Böses wieder gut zu machen. Und der Mainplot von Miraculous ist, dass es diesen wirklich, wirklich bösen, finsteren Oberschurken gibt. Der seine schwarzen Schmetterlinge losschickt, die negative Gefühle ausnutzen, um Menschen zu verzaubern. Das heißt, jemand ist traurig, weil er beim Sport verloren hat. Dann kommt so ein schwarzer Schmetterling und verwandelt ihn in einen super Bösewicht. Und Ladybug versucht ihn dann wieder zurückzuverwandeln, indem sie diesen Schmetterling aus ihm rauskriegt. Zusammen mit ihrem Gehilfen Kettnor. Großartige Serie. Zielpublikum sind, glaube ich, so neun- bis zehnjährige Mädchen. Okay. Denen es am besten gefällt, sind, glaube ich, eher so fünfjährige Jungs. Der Grund, warum ich das sehr viel geguckt habe. Verstehe, verstehe. Tolle Serie, tolle Superheldin. Unbedingt sehenswert. Findet man auf Netflix, soweit ich weiß. Okay. Fuck, ich muss an Sailor Moon denken. Ja, es ist ein bisschen Sailor Moon fürs 21. Jahrhundert. Total süß, total schön. Bisschen Teenie-Herz-Schmerz dabei. Toll. Jetzt bin ich fast traurig, dass ich Sailor Moon nicht in meiner Liste habe. Habe ich nie geguckt. Ganz toll. Ja, ich habe es geliebt. Es war wirklich toll. Deine Honorable Mention. Sag was zu Sailor Moon. Ich kenne die nämlich so gut wie gar nicht. Ich weiß nur, wie sie aussieht. Das passt so zu Maya, dass sie Sailor Moon liebt. Ja. Und das sage ich mit größtem Respekt für sie. Danke. Aber seine Quasi-Fortsetzung und die Quasi-Fortsetzung von Split, Klaas, war eine Katastrophe. Und da wirst du mich auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Was für ein bescheuerter Film. Vielleicht gucken wir, vielleicht müssen wir den einfach nochmal gucken. Nee, ich tue mir das nicht an. Und in der Theorie sogar gut. Und ich war gehypt auf den Film. Ich habe mich gefreut. Ja? Obwohl ich Split auch eher lame fand. Ich habe mich wirklich darauf gefreut, weil ich dachte so, geil, er versucht jetzt wirklich in dem Universum aufzubauen. Ja. Und wenn man schon so oft fehlt als Regisseur, dann wenigstens in großem Maße. Aber der war einfach nur langweilig. Oh, okay. Also der hat mir wirklich, der war so nichts sagen. Und aus dem Grundkonzept hat er so wenig rausgeholt. Auch wenn er in einigen Szenen Mut bewiesen hat. Ja. Ohne zu viel zu spoilern. Aber nee. Psychologie. Ja, okay. So die gespaltene Persönlichkeit. Ja, ja, ja. Alle zwei Minuten mit einer neuen Verkleidung ankommt. Ich meine, gut gespielt natürlich von, wie heißt er, McElroy oder so? Ich glaube so. James McElroy. McElroy. Genau. Toller Schauspieler. Gut gespielt. Aber der Film, die Story war so gar gescheuert. Und ich meine. Split ist ja durchaus ganz gut angekommen bei der Kritik. Ich glaube, dann Guilty Pleasure musste ihr sowas nennen wie The Happening. Ja, okay. Okay, gut. Gut. Ich habe einen Guilty Pleasure. Fehlt mir nur noch eins. Sehr schön. Mein Platz zwei. Ähm, einfach wegen dem Style-Faktor. Und weil ich den Film wirklich mochte. Äh, Spider-Man-Noah aus dem Film Spider-Man Into the Spider-Wars aus dem Jahr 2018. Animationsfilm. Der in einer parallelen Welt spielt, in der diverse Peter Parkers slash Spider-Mans aufeinandertreffen. Stimmt. Und der coolste von ihnen war einfach mal Spider-Man-Noah, der halt angezogen war wie ein Detektiv aus den 40er, 50er Jahren aus dem Film-Noah. Und der auch entsprechend nur in Schwarz-Weiß rumgelaufen ist die ganze Zeit. Wirklich, wirklich geiler Superhelden-Film. So gar einer der besten Superhelden-Filme der letzten Jahre. Der irgendwie so ein bisschen außerhalb des MCUs stattfindet. Ja. Aber mit vielen von den MCU-Filmen einfach mal den Boden aufwischt. Auf jeden Fall der beste, der beste Spider-Man. Okay. So, der beste Spider-Man-Film. Spider-Man Into the Spider-Wars. Ah. Genau. Nimm den einzigen weißen. Gut gemacht, Johannes. Ja, toller Film. Ja. Toller Film. Fantastischer Film. Gehört für mich auf jeden Fall auch in die, oh, das MCU ist so groß und es gibt so viele Filme darin, die man einfach vergisst. Ich kriege die auch teilweise nicht mehr sortiert. Wer war da jetzt der Schurke? Wer war da der Sidekick? Ja. Aber der gehört tatsächlich zu den MCU-Filmen, neben deinem Platz 1 wahrscheinlich, den man nicht so schnell vergisst. Der einfach im Gedächtnis bleibt, weil er einfach so viel doch halt anders macht. Ja. Toller MCU-Film, auch für Leute, die das MCU nicht so geil finden. Wahrscheinlich, ja. Ja, ja. Mein Platz 1 kommt aus dem MCU. Aber es ist ein Superheld. Es ist nicht der Film, aber den Film mag ich auch. Es ist tatsächlich Iron Man. Und jetzt kommen wir zu meiner verquasten Erklärung, warum. Okay. Was ich an Iron Man total cool finde, ist, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Superhelden, wenn er nicht gerade gegen den Oberschurken kämpft, das macht, was Superhelden eigentlich tun sollten. Er fliegt in Krisengebiete und hilft da der zivilen Bevölkerung. Also er ist so ein bisschen ein UNO oder NATO mit Flügeln und im Superanzug. Ja. Aber er fliegt nicht rum wie Superman und rettet Katzen aus dem Baum. Und er schwingt sich nicht durch die Stadt wie Spider-Man, um Bankräuber festzunehmen, was auch die Polizei hinkriegt. Nein, er macht das, woran halt irgendwie die Zivilgesellschaft tatsächlich scheitert und wo das Militär halt auch dran scheitert. Er geht in die Krisengebiete rein. Und deswegen ist es einfach für mich ein plausibler Superheld. Weil natürlich, wenn du so Superkräfte hättest oder was entwickeln würdest, was dir diese Superkräfte verleiht, dann würdest du doch gucken, wo muss ich helfen? Und das ist vielleicht nicht unbedingt die New Yorker Nachbarschaft. Und das ist nicht unbedingt der Stadtpark von Metropolis, auch wenn da Verbrechen geschehen. Sondern es sind Orte, an denen wirklich Chaos herrscht und an denen wirklich Menschen leiden. Deswegen Iron Man. Vor allem war er ja vorher wirklich auch so als Charakterdarsteller und Exzentriker eigentlich eher besetzt. Und dann plötzlich zum Actionhelden zu werden, aber dieses Exzentrische gleichzeitig mitzubringen und diesen übersteigerten Millionär zu verkörpern, der halt sich einen Superheldenanzug anzieht und dann durch die Welt fliegt. Toll. Iron Man, erster Film, 2008, selbes Jahr wie Dark Knight. Genau. Die Initialzündung für das MCU einfach durch seinen Erfolg und durch seine Geschichte, auch wenn es, nee, es war eigentlich, eigentlich war es der erste, es war der erste MCU-Film. Das wäre wahrscheinlich bei meinen liebsten Superhelden zumindest auch in der Top drei. Platz eins wäre wahrscheinlich Dark Knight, wenn ich die besten Superhelden-Filme nennen müsste. Und dann Thor Ragnarok vielleicht auf zwei oder drei. Und der Trailer, der die ganze Zeit hinter der Maske verborgen war. Was ich an Deadpool tatsächlich cool finde, ist so ein bisschen der Bruch mit der vierten Wand, der immer mal wieder stattfindet. Das find ich super witzig. Ich mag einfach Selbstreferenzialität. Aber ansonsten fand ich den Film wirklich doof. Und also vor allem, weil er mir, glaube ich, zu bemüht, so edgy war vom Humor. So, wir wollen jetzt bösen, derben Humor haben. Ja. Und das hat teilweise so forciert gewirkt, dass es... Den hab ich nicht gesehen, sonst wäre er vielleicht mit drin gelandet. Der Film war eigentlich nicht gut. Aber die erste halbe Stunde, ganz kurz, ich muss einmal kurz googeln, weil das hab ich mir jetzt nicht zurechtgelegt. Moment. Wie jetzt? Du legst dir vorher was zurecht? Hancock aus dem Jahr 2008. 2008 war ein großes Jahr für Superheldenfilme anscheinend. Krass. Aber Hancock ist bei der Kritik auch nicht so gut angekommen. Was daran liegt, dass die zweite Hälfte komplett für den Arsch ist, weil sie wirklich eine merkwürdige, pathetische Story um Superhelden-Geschwisterpaare bauen. Der dann zumindest Charlize Theron auch echt noch eine geile Rolle spielen darf. Aber das ist alles so pathetisch und verquast. Aber die erste halbe Stunde, in der Will Smith ein obdachloser, abgefuckter Held ist, der von allen genervt ist und der auch allen auf die Nerven geht. Und sich dann am Schluss dieser halben Stunde einen Berater sucht, der ihm so ein bisschen hilft, sein Image aufzupolieren. Toll. Also erste halbe Stunde von Hancock unbedingt gucken, wirklich sauwitzig, tolle Ideen und dann ausmachen. Okay. Und das bleibt ein netter Kurzfilm in Erinnerung. Ja. Aber wir sind wieder im Jahr 2008 gelandet und wir sind wieder bei The Dark Knight. Was für eine Überleitung, Flo. Ich bin ganz begeistert. Um vielleicht ganz, wirklich mal reinzugehen in den Film. Was mich an Dark Knight wieder total beeindruckt hat, ist, wie dieser Film einen ins Geschehen wirft. Und das ist so ein Trend, für den Chris Nolan auch stark mitverantwortlich ist, was so in den 2000ern angefangen hat, direkt in den Film reinzustarten. Es gibt kein Intro, es gibt keine Credits, nichts. Und bei diesem Film funktioniert das so gut, weil es wirklich schwindelerregend ist, wie wir in diesen ersten Banküberfall vom Joker und seiner Crew eingeführt werden. Und wir lernen diesen Charakter einfach dadurch kennen, wie andere Charaktere interagieren und über ihn reden. Und er muss gar nicht zu sehen sein. Und wir merken schon, das ist eine andere Art von Superschurke. Ja. Und dann in diesem tollen Finale, wo er seine Maske abzieht, also sie sind alle als Clowns verkleidet. Und der letzte Überlebende der Clowns, weil sie werden, die Einbrecher werden einer nach dem anderen niedergemäht. Weil sie offensichtlich Geld gekriegt haben, um sich gegenseitig umzubringen. Und der letzte zieht dann seine Clown-Maske ab und darunter ist halt das nächste Clown-Gesicht, nämlich der echte Joker.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Und der den total berühmt gewordenen Spruch bringt, der aber auch einfach toll ist. What doesn't kill you simply makes you stranger. So eine schöne Verbeihornung des Zitats, makes you stronger. Ja. Und es ist einfach eine fantastische Eröffnungssequenz. Und wir wissen direkt, dieser Film gehört dem Joker. Auch, weil die zweite Eröffnungssequenz, die danach folgt, wo wir Batman kennenlernen, ziemlich lame ist. Ja. Die Frage ist halt immer, wie willst du Batman anlegen? Und ich bin in den 90ern groß geworden und ich bin deswegen mit Michael Keaton sozialisiert als Batman. Und der ist meiner Meinung nach bis zum heutigen Tag der beste Batman-Darsteller. Weil er es geschafft hat, dieses düstere und verzweifelte von Batman überzeugend zu verkörpern. Das ist die eine Herangehensweise. Und das ist, ich glaube, ich sehe, was du meinst, dass es im Film davor besser war. Weil das ist ein Batman-Beginns auch zu spüren, dieses düstere, verzweifelte. Und bei The Dark Knight ist Bruce, es geht eigentlich eher um Bruce Wayne. Ist Bruce Wayne so, der ist der Sunny-Boy-Millionär. Was ja auch eine total wichtige Rolle von Batman ist, so als Gegenpart. Ja. Dass der Batman, wenn er nicht inkognito unterwegs ist, halt eben diesen Millionär mimt. Und das ist, ja, das ist eher wahrscheinlich einfach zu viel in diesem Film. Ja, es gibt halt diese Szenen, wo er dann so zu der Party kommt mit mehreren Frauen unterm Arm. Wo auch klar ist, dass er diese Rolle nur spielt, um zu verdecken, dass er eigentlich Batman ist und eigentlich leidet. Aber ja, es ist jetzt, ich finde tatsächlich, Christian Bale stört mich nicht in diesem Film. Was mich tatsächlich mehr gestört hat, ist, dass der zweite große Schurke, der Gott sei Dank nur die letzte halbe Stunde wirklich als Schurkenzeit bekommt, Aaron Eckhart als Harvey Dent, auch extrem plass ist. Und auch eigentlich ist diese Rolle des Two-Face total spannend. Aber sie hätten, ich finde diese ganze Two-Face-Storyline von der Idee gut und auch, wie sie es storytechnisch eingebaut haben, dass er vom Joker quasi verführt wird, zu lernen, dass das Chaos das ist, was gerecht ist. Ja. Er adaptiert dann ja irgendwie das vom Joker, indem er diesen Münzwurf zu seinem Markenzeichen macht. Ja. Das ist eigentlich gut von der Story. Es hat aber nicht funktioniert, weil es ein bisschen zu schnell ging. Ja. Sie hätten wahrscheinlich, sie hätten ihm mehr Zeit geben müssen eigentlich. Sie hätten eine halbe Stunde vorher, hätten sie den Two-Face-Storyline schon stärker einsetzen müssen. Ja, genau. Und zum Zweiten fand ich tatsächlich, Aaron Eckhart irgendwie, hat es nicht so geschafft, diese Zerrissenheit gut zu spielen. Nee. Als Strahlemann Harvey Dent, hat er irgendwie funktioniert. Ja, genau. Als dieser Weiße Ritter, der Gegenentwurf zu Batman. Mhm. Genau. Der mit seinem Gesicht für Gerechtigkeit steht und die Leute vor Gericht zerrt. Ja. Ja. Es ist tatsächlich spannend, wie der Film mit dem Thema Selbstjustiz umgeht. Also ich finde, gerade so im Mittelteil, nachdem vermeintlich, ähm, Gordon, der übrigens toll gespielt ist, wie im Film davor und im Film danach. Ja. Oh, toller Schauspieler, Oldman, Gary Oldman. Gary Oldman. Und dann, nachdem der vermeintlich gestorben ist, und dann haben wir so zwei Szenen, zum einen wie Batman jemanden verhört und dann wie Harvey Dent jemanden verhört. Mhm. Und da wird dieses Selbstjustiz-Thema ja sehr stark gemacht und da sehen wir zuerst diese dunkle Seite von Harvey Dent, nämlich mit diesem Münzwurf. Ja. Auch wenn klar ist, er wird ihn verschonen, aber allein schon, dass er eben diese Angst macht, also was eine Art von Folter ist. Mhm. Und Batman redet ihm ja ins Gewissen und sagt, das dürfte niemand gesehen, wenn das jemand gesehen hätte, das wäre total schrecklich. Ja. Und da finde ich es toll, dass dieses Thema Selbstjustiz überhaupt aufgemacht wird und dass das auch ganz aktiv bei diesem Thema auch Batman immer mal wieder in Frage gestellt wird. Ja. Nicht zu radikal, aber es kommt vor, es gibt diese, diese kritischen Zwischentöne. Ja. Aber tatsächlich finde ich, also das spannendste Moment bei Selbstjustiz ist halt tatsächlich, wo Batman aktiv hinterfragt wird von Lucius, von seinem Gehilfen. Also er sagt, hey und übrigens, ich habe hier diese Überwachungsmaschinerie aufgebaut und Lucius sagt dann, fuck, ich will das Ding nicht bedienen. Ja. Und Batman sagt, du musst das jetzt bedienen, wir müssen diesen Joker fangen, wir müssen die, und er sagt, okay, aber danach höre ich auf. Und das ist wirklich ein spannender Moment. Mhm. Und es wird vielleicht ein bisschen seicht aufgelöst, dass Batman von vornherein gesagt hat, das Ding wird zerstört, sobald wir einen Joker haben. Ja, genau. Man hätte das noch, man hätte das noch mehr ausreizen können, so, wie werden hier, ähm, wie wird hier der Boden des legitimen Handelns verlassen und wie zwingt auch Joker dazu, Batman diesen Boden zu verlassen? Und was, was macht dieser Joker mit Batman? Das, das wurde alles, das hätte man noch, noch stärker heraus hervorheben können. Das ist so ein cooles Gadget. Und seine Augen leuchten. Toll. Aber es ist cool, dass sie es wenigstens thematisieren, ne? Ja. Also ein anderer Film hätte da wahrscheinlich einfach drüber gebüsten, dieser geiles Gadget, das setzt der jetzt ein. Und der Film sagt einmal, ey, was du da gerade machst, ist eine Massenüberwachung. Aber es ist auch gut eingebettet. Wie gesagt, es könnte stärker eingebettet sein. Aber ich finde es grundsätzlich begrüßenswert, wenn Superheldenfilme selbst Justiz thematisieren und auch kritisch hinterfragen. Und sie können das natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt machen, weil irgendwie funktionieren sie dann ja doch nach dem Prinzip, wir haben nie unseren Helden und dem gelten unsere Sympathien. Mhm. Aber man sollte es zumindest zu dem Punkt machen, dass einfach die Frage im Raum steht. Mhm. Und das gelingt ihm. Er stellt die Frage in den Raum. Er löst sie zu leicht auf, aber die Frage ist da. Wir müssen ausführlich über Heath Ledger reden. Ja. Ich weiß nicht, warum ich die ganzen, die anderen Schauspielleistungen jetzt abgehackt habe. Dieser Film gehört dem Joker und dieser Film gehört Heath Ledger. Ah. Ja. Die Maske ist halt auch wirklich fantastisch und das Kostüm. Also irgendwie so eine Mischung aus Punkrock, Zirkusunterhalter und dann wirklich abgefuckt wirkendem Bösewicht. Er hat sich offensichtlich auch an dem Alex aus Clockwork Orange. Das merkt man auch so dieser Spaß an der Bösartigkeit. Und das Krasse ist ja wirklich, dass diese Figur durch ihre Manierismen so die ganze Zeit unberechenbar wirkt. Ganz toll auch dazu, dass er zwei Origin-Stories erzählt.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Die natürlich so kompletter Gegensatz sind. Einmal die Geschichte, dass sein Vater das gemacht hätte. Mit den Worten, why are you so serious? Und zum Zweiten, dass er es selbst gemacht hätte, um eine Frau, die glücksspielsüchtig war und die Schulden hatte und deswegen verletzt wurde auf diese Weise, um ihr zu zeigen, dass es ihr egal ist und sie verlässt ihn dann. Also er erzählt zwei Origin-Stories und es ist ziemlich sicher, klar, beide stimmen nicht. Ja. Und das ist dann auch die Frage, die irgendwann komplett in den Hintergrund tritt, weil der Joker eine Verkörperung von etwas ist, was keine Origin-Stories braucht. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, keine Origin-Story haben darf. Ja, absolut. Und das ist ganz toll, dass er das macht. Dass der Film das macht, dass er bewusst darauf verzichtet und der Joker einfach zur Verkörperung des Chaos wird. Er will die Welt einfach brennen sehen. Genau. Das wollte ich jetzt auch zitieren. Und dann hat Heath Thatcher zu ihm irgendwie so am Ende der Szene gesagt, that is what acting is all about. Ja, er hat seinen Arm ruckartig bewegt und Heath Thatcher hat direkt aufgegriffen, diese Bewegung. Genau. Und der Actor von Harvey Dent muss dann wohl gesagt haben, ey, das war voll gruselig, dieser Moment und ich hatte wirklich Sorge, was ist das für ein Typ, was macht der da, das ist ja total krass. Und am Ende der Szene muss dann Heath Thatcher aber doch aus der Rolle komplett rausgesprungen sein, einfach gesagt haben, ey, und deswegen, das ist, worum es geht beim Schauspielern, oder? Das war doch eine geile Szene, die wir gerade hatten. Es ist auch keine Rolle, die man psychologisch tief ergründen muss, weil diese Rolle so parabolisch ist, weil diese Rolle steht für Chaos, diese Rolle steht für das extreme Gegenbild von Batman. Und das ist so beeindruckend. Und es gelingt, er ist so präsent in jeder Szene, in der er ist und alles, was er sagt, egal wie albern es ist, egal wie konfuz es ist, es kriegt alles so ein unglaubliches Gewicht. Ja. Also vor allem diese Szene, wenn sie ihn dann zum ersten Mal festgenommen haben und seine Sachen durchspült haben und dann sitzt er im Knast und dann wird er verhört und wie er dann mit Batman redet und wie er sagt, naja, ich bin das, was entstanden ist, weil du da bist. Ich bin quasi dein Sohn. Ja. So, hallo, Papa. Und du merkst schon, diese Figur ist einfach mal mehr als nur so ein Psychogramm von irgendeinem psychisch gestörten Täter. Es ist wirklich, es ist das, was Comics ganz oft machen sollten eigentlich. Es ist eine Projektion, es ist ein Entwurf. Es soll keine tiefere Erklärung kriegen, sondern das ist Chaos. Ja. Und es gibt so viele Szenen, in denen das so stark ist. Ja. Wenn er auf der Straße steht und Batman fährt auf ihn zu und er steht da und sagt, hit me, hit me und bleibt einfach stehen. Batman schreit und wir wissen genau, Batman wird ausweichen. Ja. Der Joker weiß es nicht. Nein. Der Joker spekuliert darauf, dass Batman nicht ausweicht. Ja. Und wie abgefuckt dieser, und wenn er den Geldhaufen verbrennt. Er ist richtig enttäuscht, als er ausweicht. Es ist, Wahnsinn. Wenn er als Nurse verkleidet aus dem Krankenhaus kommt und die Bombe nicht hochgeht, die Explosion.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Fun Fact. Was für eine Szene. Und dann auch dieses erschreckte Zurückzücken, wenn es dann wirklich explodiert und zur Seite bringt. Das ist so super. Das passt so perfekt. 100% der Joker. Ja. Wahnsinn. Und das Großartige ist ja, so chaotisch er ist und man hat das Gefühl, er selbst weiß nicht genau, was er als nächstes tun wird. Er hat immer die Kontrolle. Ja. Wenn sie ihn im Gefängnis haben und er sitzt da und er ist gefesselt und sie haben ihn. Und er sitzt da total zufrieden und man weiß, er hat immer noch die Kontrolle. You're a freak like me. Ja. Und das trifft so gut. Er hat fast so eine Liebesbeziehung zu Batman. Ja. Also das ist super. Ja. Was für eine fantastische Rolle und was für eine tolle Rolle, weil sie eben nicht versucht, ihn psychologisch zu ergründen, sondern irgendwie als was anderes. Es ist für mich die beste Joker, nicht nur die beste Joker-Darstellung von einem Schauspieler, sondern auch die beste Joker-Erklärung. Ja. Weil das ist das, wofür der Joker eigentlich steht. Und wenn du dann sagst, okay, er wurde, er ist das geworden, was er ist, weil er in einen Säure-Tank gefallen ist und sein Gesicht verätzt wurde. Oder er ist das, was er ist, weil er ein erfolgloser Comedian war, der irgendwann Amok gelaufen ist. Dann ist das alles schwach. Ja. Dann macht das die Figur kleiner. Mhm. Und diese Figur funktioniert einfach so gut, weil es für sie keine Erklärung gibt, weil sie einfach da ist. Und auch ganz zentral dabei, du hast es vorhin schon erwähnt, wenn Alfred mit Bruce Wayne redet und ihm diese Geschichte erzählt von dem Diamantenraub. Mhm. Und dann haben sie die Diamanten irgendwann wiedergefunden und ein Kind hat damit gespielt. Die Bösewichter waren gar nicht interessiert an die Diamanten. Sie wollten die Welt einfach brennen sehen. Ja. Und dann nochmal aufgegriffen gegen Ende, wenn Bruce Wayne fragt, und wie habt ihr die dann letzten Endes gekriegt? Und dann meint er, wir haben den Wald niedergebrannt. Das war die einzige Möglichkeit, diesem Chaos Herr zu werden. Ja. Auch schöne Szenen, um das noch zu vervollkommen. Und schöne Szenen mit dem Joker, wenn er aus dem Gefängnis geflohen ist und dann diesem Polizeiauto sitzt und seinen Kopf aus dem Fenster hält. Ja. Und so total zufrieden aussieht und glücklich wie so ein Hund, der rausguckt aus dem Autofenster. Und einfach nur die Zugluft genießt. Fantastisch. Ähm, ich glaube auch tatsächlich, also wie gesagt, fantastische Leistung von Heath Ledger, aber ich glaube, man darf auch nicht unterschätzen, wie Christopher Nolan die Figur angelegt hat.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Wie er sie gedacht hat und wie er auch sie im Gesamtkonzept des Films gedacht hat, gerade mit diesen Spielen dann und diesem, diesem krassen, also es gibt ja zwei große Spiele, die Joker mit Batman spielt. Zum einen, dass er sagt, dass Rachel und Harvey an verschiedenen Orten sind. Das ist hart, das ist richtig hart. Ja, der kann nur einen retten. Das ist übrigens so ein netter Rückgriff, das ist, der Riddler war eigentlich für mich immer dieser Rätselsteller, der genau dasselbe in diesem absurden Batman Forever macht. Stimmt. Von Jim Carrey gespielt, wo genau dasselbe da ist und Batman schafft es beide zu retten. Ja. Und das wird hier umgedreht, hier ist Batman wirklich ohnmächtig. Und umso bösartiger, dass er die Orte vertauscht, wenn er erst Batman sagt, weil Bruce Wayne natürlich direkt zu seiner Frau rennt und die retten will, ohne zu zögern. Und dann das zweite Spiel, was eigentlich noch krasser ist, was wirklich ein interessanter Experimentaufbau ist, also mal abgesehen davon, dass viele Menschenleben auf dem Spiel stehen, wenn er das Häftlingsschiff und das normale Passagierschiff mit Bomben ausstattet und dann sagt, eines von diesen beiden Schiffen wird explodieren. Ihr habt den Auslöser für das jeweils andere Schiff und mal schauen, wer zuerst den Knopf drückt und denkt daran, die anderen werden auch darüber diskutieren, ob sie den Knopf drücken sollen. Der Film hat so ein typisches Nolan-Problem, was sich vor allem in den jüngeren Actionfilmen immer mal wieder gezeigt hat, also insbesondere in Tenant, sein letzter Film. Ja, den habe ich ja noch nicht gesehen. Dass er Ereignisse sehr schnell abhandelt, ohne sie vernünftig einzuordnen. Ich habe das Gefühl, Nolan kann das nicht so gut, uns zu erklären, warum macht ein Akteur gerade das? Und das hat er zum Beispiel bei Inception hat er das aufgefangen, indem er am Anfang einfach mal so eine 20-Minuten-Talk hat, wo alles erklärt wird, was sie machen. Wirklich einfach gesagt, Leute, ey, hier kriegt ihr eure Erklärung und jetzt genießt die Action. Bei Tenant hat er darauf verzichtet, was auch ganz gut ist, weil dadurch ist diese Länge nicht da. Aber oft ist es so, dass man dann in diesen Filmen, wenn die fehlt, ein bisschen verloren ist. Zum Beispiel reist ja Batman nach, jetzt weiß ich nicht mal, welches Land das ist, nach Asien, um diesen Laut zu entführen, der das Geld von den Verbrechern hortet. Und der deswegen ein wichtiger Zeuge für sie ist und er weiß, wenn er den hat, dann kommt Harvey Dent an die Verbrecher heran. Und das wird alles so sehr schnell abgehandelt, da wird nicht viel erklärt, sondern das wird gemacht und das wird zwischendurch ein bisschen geredet. Meistens ist es auch so ein Musikteppich im Hintergrund. Und bei Nolan-Filmen fühlt man sich oft so ein bisschen verloren, weil man denkt, okay, so das ein oder andere Erklärungspiece, das hättest du ruhig im Raum stehen lassen können und hättest es nicht so in diesen Fluss einbauen müssen. Die Ermittlungsarbeiten, die du jetzt angesprochen hast, ist genau dasselbe. Es passiert alles so schnell und so im Fluss, dass vieles verloren geht. Und wenn man dann genauer drauf guckt, merkt man auch, dass es teilweise nicht 100% plausibel ist. Also zum Beispiel, dass Gordon seinen Tod vortäuschen muss, das ist einfach nur ein Gimmick, um einen Plottwist zu haben. Vielleicht ist Nolan sogar ein bisschen inspiriert vom sehr klassischen Actionkino aus den 60er und 70er Jahren, wo das viel gemacht wurde, wo es viele Ortswechsel gab, in schneller Reihenfolge, ohne große Erklärung. Und das moderne Actionkino ist da eigentlich so ein bisschen erzählfreudiger und baut mehr Erzählung um die Action herum. Ja, ja. Und zwar teilweise so, dass es das Publikum für dumm verkauft und man das Gefühl hat, okay, das ist zu viel davon. Also jetzt nicht um zu sagen, Nolan ist ein schlechter Actionrichter, weil vieles, was er macht, ist richtig. Und es ist gut, dass er mehr Show, weniger Tell hat. Das ist schon gut und das passt auch zu dem Genre. Und er verkauft sein Publikum definitiv nicht für dumm. Seine Actionfilme haben vollkommen zurecht den Ruf, eher intellektuelle Actionfilme zu sein. Aber es kann ermüden und es kann auch so ein bisschen den Fluss stören, weil man sich dann doch manchmal fragt, Moment, wie konnte Joker jetzt einfach so simpel aus dem Gefängnis fliehen? Ja, okay, er hat diesen einen Korb reingelegt und ihm ein Messer an den Hals gehalten. Ja. Aber wie konnte er so schnell entkommen? Und ach, egal, coole Action-Szene. Was aber vielleicht auch daran liegt, dass Moonwrecker mehr mit Humor gearbeitet hat und Christopher Nolan. Also, wenn man Christopher Nolan etwas vorwerfen kann, Humor kann er nicht. Und dieser Film hat ein, zwei Momente, wo er versucht, witzig zu sein, aber Christopher Nolan ist nicht witzig. Okay. Und es ist fast so, dass man dann sagen würde, hey, dann hättest du auf die ein, zwei One-Liner auch verzichten können. Weil du bist ein toternster Film. Du nimmst diesen Film toternst und dann ziehst auch durch und lass die Gags. Das sind ja wirklich nicht viele Gags. Aber wenn Gags kommen, sind sie fast so ein bisschen cringeworthy, weil sie diesen gewaltigen Pathos kaputt machen ein bisschen. Ja, das stimmt. Weil Joker ist halt auch nicht lustig in dem Film. Also, Joker ist einfach erschreckend. Er macht, Jokers Witz funktionieren, weil sie nicht für das Publikum als witzig gedacht sind, sondern nur für ihn. Und das Publikum Angst davor haben sollen, das funktioniert. Das funktioniert, ja, genau. Aber wenn Batman dann sowas sagt, wie wenn Joker sagt, ah, du bist widerspenstig, das gefällt mir. Und dann hört man von Batman, dann wirst du mich lieben. Und er kriegt einmal eine auf die Schnauze. Das soll ein witziger One-Liner sein, aber es ist einfach nur so deplatziert in diesem ansonsten sehr ernsten und sehr düsteren Film. Ja. Ja, glaube ich auch. Bin ich ganz bei dir. Nee, hätte einfach nicht sein müssen. Ja. Ich sehe, was er damit machen wollte. Er will diesen Batman, also er will diesen Batman so inszenieren, dass er sich wirklich als der Schrecken der Unterwelt versteht. Das heißt, dass er Angst verbreitet. Und das offensichtlich denken sowohl dieser Batman als auch Nolan, dass eine tiefe Stimme, eine tiefe rührende, du hast gerülpst gesagt, das trifft es. Ja. Stimme, Angst verbreitet, aber tatsächlich sorgt eher für so ein bisschen unfreiwillige Komik. Ja. Keine gute Entscheidung. Nee, keine gute Entscheidung. No, no, no. Und es ist ja auch, das Problem ist halt auch, man sieht es und man sieht schon die Karikatur drin. Man weiß, das wird, das ist perfekt, um parodiert zu werden. Und natürlich, dass wenn jemand Batman parodiert, macht er das mit dieser Stimme, weil das so albern ist eigentlich. Ja. Ich bin Batman. Ich finde die Action-Szenen beeindruckend, weil sie so kalt und steril sind und weil fast komplett der Pathos-Score fehlt. Es gibt manchmal diesen Klangteppich, aber manchmal setzt die Musik auch einfach komplett aus. Zum Beispiel in der einen großen Verfolgungsjagd, wenn sie mit dem Gefängniswagen fahren, wenn Gordon heimlich da sitzt und Joker das überfällt und dann Batman mitfährt. Und dann fahren sie alle durch diese Tunnels und es kommt noch ein LKW dazu, der versucht, den Gefangentransport entgleisen zu lassen. Und dann setzt die Musik einfach aus und wir haben wirklich einfach nur diese ziemlich rohe und kalte Action. Das ist teilweise fast wie in einem Kriegsfilm. Okay. Und das habe ich nicht mehr so in Erinnerung, aber ja. Und das macht die Action irgendwie spannend und intensiver, als man es oft kennt vom Action-Kino, weil sie einfach so einen gewissen Ernst mit sich bringt. Und es ist ja tatsächlich, es gibt keine krassen, sensationalistischen Action-Szenen. Es ist nicht Spektakel, sondern es ist eher so Thrill-Action. Ich fand die Szene sehr stark am Schluss, wenn er in dieses, wenn Batman in das Gebäude eindringt, in dem der Joker die Geiseln als Clowns verkleidet hat und ihnen die Waffen an die Hände gebunden hat und er dann die Geiseln rettet vor den Scharfschützen von der Polizei. Das ist eine ziemlich spannende Szene, aber auch das ist, es ist eine Szene, die intensiv dadurch wird, dass sie sich zu einem gewissen Realismus wahrt. Das ist ja auch dieses Nolan-Action-Prinzip, alles ist realistischer, alles ist hässlicher und klobiger. Das Batman-Auto ist nicht das, was man als Batcar liebt, nicht schlank, nicht schnell, sondern es ist einfach mal so ein Panzer, der umgebaut wurde. Das finde ich gut, das ist ein schönes Konzept für einen Superheldenfilm und ich glaube, viele DC-Filme in der Folge waren so schlecht, weil sie das Konzept nicht so ganz verstanden haben und einfach versucht haben, das Düstere davon zu kopieren und dann irgendwie bei Superman is Jesus angekommen sind. Aber das kann man diesem Film nicht vorwerfen. Ja. Und dabei kommt es gar nicht so drauf an, weil der Film letzten Endes ein Joker-Film ist. He, he, Und dann, was wirklich düster und abgefuckt ist, dass er den als erstes Opfer des Joker, diesen falschen Batman, dass er den jagt und den gefangen nimmt und dann vom Haus baumeln lässt und mit der Nachricht würde sich der richtige Batman bitte melden und dieses Video, dieses rougher Video, wo er ihn gefangen genommen hat und umbringt, hat ja auch mittlerweile so eine gewisse Ikonität entwickelt, also immer wenn irgendwie der Joker thematisiert wird oder parodiert wird, wird ja diese Szene auch wieder parodiert, weil die auch wirklich eine intensive und starke Szene ist und auch nichts verloren hat von ihrer Intensität Ja, also ich kann dir nur zustimmen, es gibt viele Themen, das Selbstjustizthema haben wir schon relativ lange abgehandelt, es gibt das Außenseiterthema, die sich auch vermeintlich brauchen, also zumindest die Ansicht des Jokers, sie sind beide Freaks, sie brauchen sich Ja Wunderbar schattiert Ja, ja, ja, genau Kein bunter Film Kein bunter Film, nee, nee Auch verantwortlich für dieses, mitverantwortlich für dieses, für diese Critty Color Correction, die im Nachfolgenden viele, viele Actionfilme gemacht haben Ja, ja, ja, ja Also tatsächlich, wenn man dem Film was vorwerfen will, dann, dass viele ihn auf ganz miserable Weise imitiert haben oder versucht haben, ihn zu imitieren und dass dieser Look sich teilweise so festgefressen hat dann in der Zeit im Actionkino und auch wirklich genervt hat und irgendwann hat man das Gefühl, Leute, ich will wieder Farben sehen Ja, danke Marvel Ja, genau Ja, ich finde nach wie vor die Frage spannend, funktioniert er auch heute noch? Ja Weil, mittlerweile über zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, für mich ist die Antwort ganz klar ja Ja, für mich auch Ich glaube auch, dass dieser Film den Test der Zeit auch länger bestehen wird und einfach, mittlerweile kann man ihn einfach zu den großen Klassikern des Action-Kinos rechnen Ja Schön Danke, Plur, dass wir ihn nochmal geguckt haben Ja, vielen Dank, also es hat mich total gefreut, dass die Erinnerungen an den Film wieder aufzufrischen und ich fand's toll, dass ich ihn immer noch mochte Schön Sehr schön
Johannes Franke: So
Florian Bayer: Ne, Plur sagt das Gleiche Okay Wir reden zu oft zu synchron Wir haben auch ein paar Mal, wo wir ein Ciao gleichzeitig sagen, das ist nicht abgesprochen Wir wollen nicht wie ein Chor klingen Das passiert manchmal einfach Tu's nicht, die Beatles Wie kannst du diesen Film nicht mögen? Das ist ja schrecklich Okay Vielleicht finden wir einen Punkt zu streiten, aber ich hab so ein bisschen die Befürchtung, den finden wir nicht, wenn wir über den Film reden Plur, führ doch einmal in den Film ein Yesterday von Danny Boyle und Richard Curtis aus dem Jahr 2019 Gehört zu derart High-Concept-Filmen Bei denen ein Satz reicht, um zu verstehen, worum es geht und um Neugierde zu wecken Erfolgloser Musiker wacht nach einem Unfall in einer alternativen Realität auf, in der die Beatles nie existiert haben Da er sich sehr gut an deren Songs erinnert, nutzt er dieses Wissen, um seiner eigenen Karriere neuen Schwung zu geben Und die Welt mit allen Hits der Fab Four von I Saw Her Standing bis Let It Be zu versorgen Okay, das waren zwei Sätze Und um noch einen dritten hinterherzuschieben Boyle und Curtis packen dieses Märchen in eine traditionelle britische Rom-Com Deren Liebesgeschichte relativ brav daherkommt und auch nicht groß zu überraschen vermag Das ist aber gar nicht so wichtig Denn neben seinem Auftreten als märchenhafte Liebeskomödie Ist Yesterday vor allem ein wundervolles Tribut an Songwriting, britische Popmusik Und die zeitlosen Songs der Fabulous Four Mit einigen wunderschönen Interpretationen, die die Faszination der Beatles-Musik perfekt einfangen Einem sympathischen und selbstironischen Ed Sheeran Camillo Und vielen skurrilen Haupt- und Nebenfiguren Yesterday macht einfach Spaß Und vermittelt perfekt, warum die Songs von Lennon und McCartney auch heute noch relevant sind Vielleicht sogar der am meisten unterschätzte Film des Jahres 2019 Was denkst du, Johannes? Nee, Boyle hat ja was draus gemacht Boyle war ja Regisseur Autor draus gemacht hätte Genau Und da gab es ja durchaus auch Gewisse Widerrede und auch gewisse Unzufriedenheit damit, was daraus geworden ist Jack Bart Bart, genau Cover Version ist das Original Screenplay Und Bart wollte diese Geschichte jahrzehntelang erzählen Und wollte daraus einen Film machen Und Er hatte das auch angefangen zu schreiben Und sein Drehbuchentwurf war mit Sicherheit düsterer und tragischer Als das, was letzten Endes rausgekommen ist Ja Und zwar geht es nämlich im Original Drehbuch darum Dass Jack, unser Protagonist Keinen Erfolg hat mit den Beatles Songs Dass er es nicht schafft Dass diese Leidenschaft erneut zu entfachen Und dass es einfach so ein bisschen eine gescheiterte Künstlerbiografie ist Von einem Künstler, der sich durch Imitationen erhofft Ruhm zu erlangen Ja Oder vielleicht auch der Welt die Musik zu geben, die sie verdient hat Und der daran aber scheitert Und Viele Jahre nachdem Bart das angefangen hat Dieses Drehbuch, was so halb fertig war Hat sich das Richard Curtis geschnappt Und Für ihn war klar Ich will daraus eine Rom-Com machen Dazu muss man sagen Richard Curtis ist auch tatsächlich ein totaler Rom-Com-Mensch Ja Der hat einfach in seiner Filmografie Mit so die großen britischen Rom-Coms der 90er Jahre stehen Also Vierortz, ein Todesfall Notting Hill Und Bridget Jones Sind so die drei großen Rom-Coms, die er gemacht hat Und Er hat nicht nur Rom-Coms gemacht Nee, er hat nicht nur Rom-Coms gemacht Aber er ist schon Er kann Rom-Coms Und ich muss sagen In dem Fall Und bei diesem Thema Bin ich auch sehr glücklich darüber Dass daraus dieser positive Film geworden ist Was zum einen daran liegt Dass ich totaler Beatles-Fan bin Ja Und dass ich es schön finde Wenn sich vor der Musik der Beatles verbeugt wird Aber auch tatsächlich zum anderen Weil ich finde Dass das wirklich sehr gut Harmonisch miteinander funktioniert Die hat so eine romantische Komödie Die vielleicht auch ein bisschen seicht ist Definitiv Kann man ihr vorwerfen Mhm In Verbindung mit dieser Liebe zur Musik Und jetzt lass uns streiten Los, streit lustig Los, auf Schaffen boxen Was du meinst Du stolperst dadurch Gegen These Ja Der Film ist in einem Rhythmus Und zwar in einem sehr britischen Rhythmus Und auch tatsächlich in einem sehr beatlesken Rhythmus Das Dieses Du sagst du stolperst dadurch Ich glaube Das ist teilweise auch was Was man bei vielen Beatles Songs hat Die ja auch manchmal einfach abweichen Von der klassischen Harmonie Die ja auch manchmal abweichen Von dem klassischen Songarrangement Und eben nicht einfach Strophe Raffra Strophe Raffra Sondern irgendwie so ein bisschen austicken Und ein bisschen ungewöhnlich werden Und trotzdem Gewissen Pop-Appeal haben Vielleicht ist es das Vielleicht ist es Weil ich hab tatsächlich Wenn ich diesen Film sehe Ich hab das Gefühl Der atmet die ganze Zeit Die Beatles Und zwar was Was diesen britischen Charme betrifft Aber auch was dieses Balancieren Zwischen Pop Und zwischen Besonderem betrifft Ja Und ja Es ist definitiv ein Film Der auch ganz stark von seinen Szenen lebt Also wenn man Wenn man ihm was vorwerfen kann Auf jeden Fall Dass er manchmal ein bisschen zu Szenengeil ist Dass er wirklich eine wunderschöne Szene hat Und dass es klar ist Die Story drumherum Dient irgendwie Um zu dieser Szene zu kommen Um diese Szene sich entfalten zu lassen Und wir stolpern zu dieser Szene Und dann haben wir wirklich Einen schönen emotionalen Moment Aber was sind das für tolle Szenen Die hat er gesagt Was sind das für großartige Szenen Der Anfang ist ja Tatsächlich relativ kurz Also bis zu diesem Unfall Keine Ahnung Der hat 15 Minuten Vielleicht maxi Sehr diesen Zusammenschnitt Am Anfang Wenn man einfach sieht Das ist ein erfolgloser Musiker Und das wird schnell erzählt Und wir haben einfach So ein Schnittfest Wie er auf der Straße steht Und musiziert Und kein Publikum hat Und wie er in der Bar steht Und musiziert Und kein Publikum hat Die Barszene fand ich auch ganz cool Und wie einer von seinen Freunden Rein ruft Summer Song Weil das offensichtlich Sein Hit ist Und das wird auch so Zum Running Gag Dass immer wieder Dieser Summer Song verlangt wird Der so Sein großer Hit ist Der aber im Vergleich Zu den Beatles Komplett abstinkt Und alle sagen dann nachher so Den hättest du dir Echt schenken können Und ja Und dann Dann gibt es Dieses Festival Wo er Was auch toll geschnitten ist Wenn man dieses große Festival sieht Und ganz viele Leute Machen Party Und alles Total viel Action Und dann steht er In diesem kleinen Zelt Wo drei Kinder spielen Auf dem Boden Ja Ich weiß nicht Klar natürlich Das ist so Hopp hopp hopp Es ist Ich sehe was du da meinst Aber ich finde das einfach Sympathisch und schön Das ist halt Es wird besser Nach seinem Unfall Wenn die Beatles reinkommen Wo er erfolgreich wird Was ist denn mit dieser Ersten Szene Wenn er Yesterday spielt Was die anderen nicht kennen Die ist wirklich schön Das ist so eine tolle Szene Das ist wirklich Eine ganz tolle Szene Da gibt es einen ganz kleinen Schnitt auf den Park Also er sitzt da Mit seinen Freunden Auf der Bank Und Ellie Seine Managerin Schenkt ihm eine Gitarre Und er sagt Für diese Gitarre Brauche ich einen großen Song Dann spielt er Yesterday Und er spielt es wirklich gut Und dann sehen wir So ein paar Bilder Wie sie da sitzen Und dann wird kurz geschnitten In den Park Irgendwie so Kinder Die mit ihrem Vater Und einem Hund spielen So ganz ganz einfache Sachen Ein paar Boote Die vorbeifahren Während dieses Lied erklingt Und dann wieder ein Schnitt Auf ihre Gesichter Wie sie darauf reagieren Auf diesen Song Und er fasst so gut Dieses Gefühl von dem Song Was dieser Song Immer noch vermitteln kann Ja So gut in einfache Subtile Bilder Ja Das stimmt Absolut Also diese kleinen Diese kleinen subtilen Momente Ich finde das ist Ich glaube Da hat er mich auch irgendwie Weil ich sage Hey ich liebe die Beatles Ja Und ja er spielt die Hits Der Film Ja Konzentriert sich auf die Hits Der Beatles Ja Auf das was in der One ist Und das ist aber total okay Weil es ist Es ist vielleicht auch so ein bisschen Einstieg in die Beatles Musik Aber ich als Beatles Fan Hm Der von den Beatles auch tendenziell Eher die Nicht die Hits Oder Popsongs mag Sondern eher die experimentellen Sachen Sage Das ist wundervoll Ich bin total verliebt da drin Und ich fühle meine Begeisterung für die Beatles Finde ich da perfekt Eingefangen und aufgefangen Ich glaube ich sehe Wo du herkommst Und ja Das kann man ihm vorwerfen Also es ist Es ist durchaus berechtigt Das zu sagen Weil er hat zum Beispiel Er ist kein Meisterwerk Des Storytellings Ich meine Da haben wir diese Liebesgeschichte Die ja wirklich so ein bisschen Halbgar erzählt ist Es ist auch so eine Liebesgeschichte Die Liebesgeschichte Die voll von Rom-Com-Klischees ist Also wir haben Natürlich die Frau Die den Künstler anhimmelt Ja genau Und sie ist eigentlich nur da Um ihn zu unterstützen Und sie kriegt zwar Einen Charakter Aber der wird jetzt nicht Perfekt ausgearbeitet Es ist Es ist kein perfekt Erzählter Film Aber er schafft es Von Szene zu Szene zu kommen Von Episode zu Episode Und irgendwie Er entwickelt dabei Ein Ich finde Wirklich verführerischen Rhythmus Gerade in In diesem Beatles-Kontext Dass wir Wundervolle Momente haben Und dass es auch Irgendwie plausibel ist Wie er von einem Moment Zum anderen kommt Also zum Beispiel auch Wie er dann seinen Erfolg Entwickelt Wenn er seine ersten Erfolglosen Auftritte hatte Fast verzweifelt Und dann kommt dieser Tolle Gavin Dieser Musikproduzent Der ihn in sein Studio lässt Wo sie dann Neben den Schienen Die Beatles-Songs aufnehmen Und sie nehmen dann ja auch Wirklich die ältesten Beatles-Songs auf Also die Anfang der 60er Und machen dann halt So eine EP Mit den großen Pop-Hits der Beatles Irgendwie fünf oder sechs Songs Und das ist einfach Eine tolle Szene Und der Film Führt mich aber auch Natürlich dahin Es ist eben nicht gleich Das große Musikstudio Sondern es ist halt Erstmal so An dieser Bahnstrecke Und Zug fährt vorbei Und dann wird kurz pausiert Und dann stehen sie da Mit den Handschuhen Und klatschen Um Um diesen Sound zu erzeugen Weißt du Jack Malick Himmash Patel Ein toller Schauspieler Ja super Der es auch gut schafft Diese Balance Zwischen Comedy Und ein bisschen Ernstere Dramatischere Szenen Und er kann toll singen Und er kann fantastisch singen Ich hab dir letzte Woche Nicht Auf dem Band Aber ich glaube Ich hab dir so Off record Hab ich dir gesagt Dass der Film Zwei Songs hat Ja Die ich besser finde Als die Originalen Weil sie Nicht unbedingt besser Aber die tatsächlich Also der eine Tatsächlich besser Eine Coverversion Und das zweite Den Geist des Originals Perfekt eingefangen Und nochmal ein bisschen Stärker hervorgehoben Welche zwei sind das Für dich Also das erste ist Long and Winding Road Und zwar nach dem Konzert Mit Ed Sheeran Ja Jack zum Gesangswettbewerb raus Und Ed Sheeran spielt einen Song von sich Und danach kommt Jack mit schlechtem Gewissen Und spielt natürlich keinen Schnell dahingeschriebenen Song Sondern Long and Winding Road Übrigens angemerkt Offensichtlich waren Sowohl Danny Boyle Als auch Richard Curtis Eher McCartney Fans Weil alle Songs Die abgefeiert werden Sind McCartney Songs Yesterday Long and Winding Road Let it be Und Ja Genau Irgendwie mehr McCartney Als Lennon Offensichtlich Ich vermisse Blackbird Ja stimmt Blackbird kommt nicht vor Wirklich Aber dafür hast du es gerade Sehr schön gespielt Ja danke Immer ein kleines Denkmal gesetzt Auf jeden Fall spielt er dann Long and Winding Road Und Long and Winding Road Ist kein Song Den ich unbedingt mochte Weil der auf dem Album Auf dem er ist Let it be Komplett zugekleistert ist Mit Orchester Und mit Kitsch Und Theatralik Und diesen wundervollen Simplen McCartney Song Einfach nur auf dem Piano In einer Bar Wiedergegeben zu hören War es so toll Das stimmt Es hat mir mehr Freude gemacht Den Song so zu hören Als auf dem Album Es war wirklich Eine tolle Darbietung Und ich finde halt auch Diese ganze Szene schön Weil Ed Sheeran Der übrigens großartig ist In dem ganzen Film Und ich bin kein Ed Sheeran Fan Aber ich mag ihn total In dem Film Ich finde den so sympathisch Und so witzig Auf jeden Fall Ed Sheeran verbeugt sich Vor den Beatles Indem er einfach nur Da steht Mit runtergeklappter Kinnlade Während Jack halt Dieses Long Unwinding Road spielt Und es ist so eindeutig Okay ich hab keine Chance Gegen diese Art von Songwriting Also es ist Wundervolle Szene Das Original ist totproduziert Setzt an wie in dieser Bar Wirklich Piano Und einfach nur Stimme Ja genau Long Unwinding Road Und dann Zieht das Orchester aus Und du denkst Wow Wer hat das da Zur Show eingeladen Das hat hier nichts verloren Okay Ed Sheeran ist auch bei Konzerten Immer so Ich finde dieser Typ Der hat immer so Der hat so eine Schüchterne Steife Verlegen Und gleichzeitig Selbstverliebter Art Ich finde das Unglaublich charmant Ne Überhaupt nicht Er spielt sich übrigens selbst Also tatsächlich kommt Jack Malicks Erfolg Dann letzten Endes daher Dass diese EP Die er aufgenommen hat Im örtlichen Radio Ein bisschen gespielt wird Und durch Zufall Hört sie Ed Sheeran Und er ist total begeistert Eine Vorband von ihm Ist abgesprungen Und er fragt dann Ja das ist alles Ein bisschen märchenhaft Er fragt dann Jack Ob er einspringen will Und fliegt mit ihm Nach Russland Wo er auch dann Back in the USSR spielt Und genau Und alle sind total Hin und weg Von seinem Songwriter Talent Und deswegen Fordert Ed Sheeran Ihm zu dem Gesangswettbewerb auf Wo sie dann ihre Songs spielen Ja Und Ed Sheeran kann nur sagen Oh Gott Ich bin Salieri Und du bist Mozart Was ganz tolle Referenz ist Ja Ich hab mich so gefreut Über diese Referenz Das war ganz toll Wobei man mal dazu sagen muss Also es ist schon Sehr selbstverliebt Von Ed Sheeran In diesem Film Dass er sich die ganze Zeit Mit den Songs der Beatles misst Und so ganz klar ist Bei diesem Wettbewerb Geht es darum Wer der beste Songwriter ist Es gibt keine andere Wahl Entweder McCartney Oder Sheeran Ja Nein Einspruch Ich glaub dass du das klassische Urteil Über Ed Sheeran Musik Die ist ja okay Ich find glaube ich Ein paar Songs ganz gut Ich könnte nicht sagen welche Genau Also so geht's mir mit ihm auch Ich find ihn einfach Sehr seicht Und nichtsagend Ja Ich mag ihn tatsächlich Als Charakter Ich find auch immer Wenn ich ihn auf einer Bühne sehe Es ist bei mir so ein Widerstreit Weil ich denke Wow Wie kann jemand Den ich so sympathisch finden Über so langweilige Belanglose Musik machen Ich mag ihn wirklich Ich find der hat irgendwie Eine Ausstrahlung Die mir extrem sympathisch ist Im Film Hab ich gar nicht so krass wahrgenommen Ich fand das war wirklich Ein süßer Camille Und ich fand ihn Sympathisch Ja es war keine große Schauspielleistung Aber Er musste ja auch tatsächlich Nicht viel machen Außer da rumstehen Und ab und zu mal was sagen Und ab und zu mal Jack bewundern Und ab und zu darauf hinweisen McKinnon ist Die Stepra Die Produzentin von Ed Sheeran Die dann Jack auch unter ihre Fittiche nimmt Und sagt Hey komm nach Kalifornien Wir machen Verflucht viel Geld mit dir Die wirklich genau solche Sachen sagt Ist so eine verflucht Witzige Schauspielerin Sie ist so gut Wenn man die sieht Das ist egal in welchem Film Das ist schon so ein Instant Win Finde ich Ja Ist so sau witzig Und so Expressiv Und die Rolle ist natürlich schon Auch so ein bisschen Auf sie drauf Geschneidert Oder sie hat noch drin rumgeschneidert Die sehr wahrscheinlich noch mit drum rumgeschneidert So dieser Dieser arrogante Arschige Habitus So Ey Ich interessiere mich nicht für Menschen Ich interessiere mich nur für die Knete Und die werde ich von dir kriegen Wundervoll Und sie spielt das Sie spielt das wirklich so toll überzeichnet Und jedes Mal wenn sie vorkommt Ist du weißt Du kriegst so eine Menge Zynismus in die Fresse Ja Und es ist einfach nur geil Und dann auch natürlich Im Zusammenspiel mit Jack Der da sitzt So wie so Eingeschüchter Ja Und sich dann erstmal anhören muss Dass sein Gesicht ein bisschen zu rund ist Und dass sein Körper ein bisschen zu dünn ist
Johannes Franke: Das ist gemein Das ist so geil
Florian Bayer: Sie haut dann immer noch so einen raus Wo du denkst Ah okay Ja das hat noch gefehlt Toll Fuck man Ja Diese Überzeichnung Es passt halt auch Der zweite Song Ah ja der zweite Song Der zweite fantastische Song Interpretation Und zwar das Release Konzert von seiner CD Wenn er auf dem Dach von dem Auf der Dachterrasse von dem Hotel steht Und Help singt Ja Und Help Wird so gerne als dieser klassische Beatles Popsong interpretiert Aber Help steckt voller Verzweiflung Voller Zorn Voller Angst Und er haut dann so eine Mischung aus Punkrock Ja großartig Abgefucktem Crunch raus Und schreit dann auch noch wirklich ins Mikro Und es ist so eine tolle Interpretation Ja On point Ja Und das was der Song auch für mich aussagt Was halt meistens untergeht Weil man sagt hey das Ding ist tanzbar Und das Ding macht Spaß Aber das ist Help Ja das ist Help Das ist so gut auf den Punkt gebracht Genau Der Russe Dass du das machst Es ist ein schöner Moment Weil es auch zeigt Weil es eigentlich auch Also dass er die Songs schreibt Ich meine Es steht offensichtlich das Interesse dahinter Er will Erfolg haben mit den Songs Ja Er macht Er macht das nicht Er macht das nicht uneigennützig Aber in dieser Szene Wird natürlich nochmal so schön verdeutlicht Warum das so wichtig ist Dass es die Songs gibt Und sie sagen Ey es ist uns doch scheißegal Dass du damit Geld verdienst Du kriegst diese Songs wieder ans Licht Wir hätten nie gedacht Dass wir nochmal Yesterday hören können Oder nochmal Let It Be Und jetzt Hast du diese Songs wieder in die Welt gebracht Und das ist Was ganz großartiges Ja Das ist so geil Ich finde die Idee so geil Aber es tut so weh Jude ist so altbacken Nimm einen anderen Namen Wie wär's mit Hey Dude Oh ja Hey Dude ist super Und er komplett hilflos Und ich glaube jeder der Kunst macht Und man in so einem Irgendwie in so einem Rahmen Wo Produktion auf einen einredet Weiß wie man sich in diesem Moment fühlt Ja Und manchmal schafft man es einfach Kein Widerstand Schafft man es nicht mehr Widerstand zu leisten Und beugt sich dem Und das Ergebnis ist dann Dass der Song nicht mehr Hey Jude heißt Sondern Hey Dude
Johannes Franke: Und es ist so Aua Es tut so tolle weh Aua
Florian Bayer: Das ist auch sehr schön Wenn er mit ihnen redet Und sie dann nochmal Und er sagt Ey Können die mir kurz helfen Ich glaube ich habe so einige Arrangements Etwas durcheinander gebracht Ja alles ist durcheinander Du hast die Texte nicht mehr richtig drauf gehabt Du hast die Bridge falsch gesetzt Schön Und das finde ich auch schön Weil es die Komplexität von Beatles Songs Nochmal auf den Punkt bringt Ja Gerade auch diese Szene Wenn er Elner Rigby spielen will Ja wie viele Songs von dieser Band Also er muss der größte Beatles Fan Auf diesem Planeten gewesen sein Ja Weil das sind wirklich komplizierte Songs Und schwierige Songs Wahnsinn Aber ich finde es geil Dass es diese eine Szene gibt Wo er dann überlegt Wie Elner Rigby wie der Text ist Und dann sieht man auch Wie er sich das vorstellt Und so Ach fuck Was macht die nochmal in der Kirche Und das ist genau Das sind so viele Beatles Songs Und so Ey fuck Wie war das nochmal in dem Text Weil das so surreal ist Was da passiert Ja genau Gerade wenn sie zum Geschichtenerzählen ausholen Und dann weißt du nur noch Ja ja Lonely People Aber was passiert dazwischen Da war eine Kirche Und da waren Leute Und was machen die da Oh Das Gespräch ist auch Wirklich schön Auch wirklich diese Freude darüber Okay du hattest ein schönes Leben Und vielleicht ist es gar nicht so wichtig Dass du der Autor Dieser Songs bist Sondern du hattest Du hattest ein schönes Leben Du hattest ein erfülltes Leben Du hattest ein längeres Leben Ja Und ja toll besetzt Also Robert Carlyle Ist ja wirklich ein Urgestein Britischer Schauspieler Der schon zig Sachen gemacht hat Und ich finde es krass Weil ich liebe diesen Schauspieler Und ich habe ihn nicht erkannt Weil er so in dieser Maske untergeht Ja Und weil er einfach zu John Lennon wirkt Und so kurz Weil er zu John Lennon wirkt Und so kurz diese Szene ist Sie ist toll Ganz ganz ganz toll Schönen runden Abschluss Um kurz nochmal Zu Richard Curtis Zurück zu kommen Und zu seiner Art Rom-Coms zu schreiben Ich bin großer Fan Von seinen Rom-Coms Ja ich auch Also vier Hochzeiten Und ein Todesfall Dürfte wahrscheinlich Auf Platz 1 Meiner liebsten Romantischen Komödien sein Okay Und Notting Hill Kann ich auch sehr viel abgewinnen Und was ich an seinen Filmen Schätze ist Dass sie Bei allem Märchenhaften Was einfach eine Rom-Com Mit sich bringt Mhm Immer eine gewisse Erdenheit haben Das ist zum Beispiel Bei vier Hochzeiten Ein Todesfall Ist das ganz krass Dass die Liebesgeschichte Die da erzählt wird Ja Zwischen Hugh Grant Und Andy McDowell Dass die aufgebaut wird Anhand von One-Night-Stands Dass es nicht so Dieses Dieses Klischee ist Wie man es von den Von sowas wie Schlaflos in Seattle kennt Dass sie Dass sie sich groß verlieben Und hinterher schmachten Und dass das nichts Physisches hat Nora Ephron ist Die Die Regisseurin Für diese romantischen Komedien Mhm Sondern dass es irgendwie So ein bisschen Crittier ist zu viel gesagt Aber dass es zumindest So ein bisschen mehr In der Realität verwurzelt ist Mhm Und so ein bisschen Weniger unschuldig Naiv Und ein bisschen mehr Menschlichkeit dadurch Einfach transportiert Weil sie haben halt Sex Erstmal Es geht nicht um Sex Und sie haben zweimal Sex Und Einmal haben sie sogar Sex Während sie verlobt ist Und Deswegen mochte ich Für Hochzeiten Deinen Todesfall immer Das ist das eine Mhm Und das zweite ist Dass es Dass er immer Superschräge Nebenfiguren hat Die trotzdem sympathisch sind Also Rom-Coms haben das ja eigentlich immer Es gibt immer die besten Freunde Der Protagonist sind Des Protagonisten Die irgendwie komisch sind Die Irgendwie verrückt sind Und irgendwie Aus der Reihe tanzen Curtis schafft es in seinen Filmen Diese schrägen Protagonisten Wirklich sympathisch zu machen Und denen wirklich auch so ein bisschen Mehr Persönlichkeit mitzugeben Als bloße Projektion Der Protagonisten Oder Protagonistin Ja Und das dritte ist Und das dritte ist Dass Richard Curtis Ein wirklich gutes Gespür hat Für so kleine Subtile Spitzen Die er einbaut Und ich finde Das trifft er in Yesterday auch Und deswegen mag ich auch Tatsächlich Den Rom-Com Aspekt Von Yesterday Ja Um mal so eine typische Richard Curtis Szene Zu nennen Jack war in London Und war in Liverpool Um sich inspirieren zu lassen Für seine Songs Und hatte über den Zufall Ellie wieder gesprochen Sie hätten wieder getroffen Sie hätten fast Ein One Night Stand gehabt Aber sie hat dann gesagt Ne ich will nicht Und dann sitzen sie Am Flughafen Und die Entscheidung Fliegt er jetzt wieder nach L.A. Nimmt sein Album auf Oder bleibt bei ihr Und dann reden sie da drüber Und zum einen Wie sie mit ihm drüber redet Nämlich sie sagt Hey du triffst hier jetzt Eine Entscheidung Das ist einfach ein Für Rom-Com Verhältnisse Einigermaßen realistisches Gespräch Aber dann gibt es dann Diesen tollen Moment Wo Jacks Bekloppte Freund An ihm steht Und immer wieder In ihre Chips reingreift Und während sie so sagt Und ich bin so verzweifelt Ich habe mein Leben lang Darauf gewartet Von dir was zu kriegen Und es kam einfach nichts von dir Sieht sie so aus den Augenwinkeln Wie dieser Typ Die ganze Zeit ihre Chips greift Und sie sagt Not all the crunches Schreit sie ihn einfach mal So zwischendurch Und es ist so eine Tolle menschliche Szene Weil es einfach Diese Alltäglichkeit kriegt Und das hat Richard Curtis einfach drauf Ich liebe solche Momente Und solche Momente Machen für mich Eine Rom-Com besonders Weil Viele Rom-Coms Verzichten darauf Weil sie einfach Den Fokus so krass Auf die Liebesgeschichte Lenken Dass sie keine Zeit haben Für so Ich weiß gar nicht Wie ich es nennen soll Für so Einfache, simple Menschliche Momente Für Hochzeiten Ein Todesfall steckt voll davon Notting Hill steckt voll davon Und Yesterday steckt auch voll davon Allen Menschen Und das ist das In dieser Realität bleibt Genau Beatles Coca-Cola Und Harry Potter Nicht existieren Weil man wartet eigentlich Die ganze Zeit drauf Dass es irgendeine Auflösung gibt Aber nein Er bleibt in diesem Märchenhaften Setup Das ist die Welt In der dieser Film spielt Es gibt keine Änderung mehr Ich liebe den Satz Von McKinnon am Ende
Johannes Franke: Stop in the name of money Ja
Florian Bayer: Noch einmal ein großer Auftritt Wenn sie ihn jagt Wenn er mit Ellie Einfach nur abhaut Ein wunderschöner Zeitraffer nochmal In dem wir noch einmal Eines der größten Beatles Pop Lieder hören dürfen Obladi Oblada Dass er vor der Schule singt Und dann dieser tolle Zusammenschnitt Wo sie eine Familie gründen Und irgendwie Ey der Film ist natürlich Ein totaler Feelgood-Movie Ja Es ist absolut Optimismus Und Happy End Und er kommt dann Eben doch mit der Frau zusammen Wo so oft was im Weg stand Sie werden übrigens auch Eine schöne Szene Wenn sie geflohen sind Vom Konzert Und sie fährt Und er liegt eigentlich Nur auf dem Beifahrersitz Und schläft Und sie kümmert sich um ihn Das ist irgendwie süß Weil das auch so ein bisschen Ein bisschen die Rollen vertauscht ist Weil sie ihn gerade In dem Moment irgendwie rettet Also es gibt so einen Rettungsmoment von ihr Von den Beatles? Wenn ich eine Topliste mache Mit meinen liebsten Songs aller Zeiten Und sage Ich packe von jeder Band Nur einen Song rein Ja Dann landet von den Beatles Mit hoher Wahrscheinlichkeit A Day in a Life Drinnen Weil ich das einfach Als Komposition Die Eine Geschichte erzählt Und Und so einen Stimmungswechsel hat Zwischen Zwischen Komik Und Tragik Weil ich das einfach großartig finde Auch wie Wie über den Pop hinausgewachsen wird In diesem Song Übrigens Das Dieses Crescendo aus dem Song Wird angespielt Kurz bevor Jack seinen Unfall hat Mit dem Fahrrad Da gibt es So ganz subtile Im Hintergrund zu hören Das wäre wahrscheinlich Der Song Den ich als Am ehesten nennen würde Aber ich finde es so schwer Von den Beatles Ein Lieblingssong Oder ein Lieblingsalbum zu nennen Die so unterschiedlich sind Und weil es Wirklich krass Auf meine Stimmung ankommt Ja Also Ja die Beatles hatten so viele tolle Songs Ich meine
Johannes Franke: Hast du einen
Florian Bayer: Ich will jetzt nicht Revolution 9 nennen Weil das ist irgendwie Da haben sie halt rumgespielt Und da sind sie ausgefreakt Gibt es einen Least Favorite Song Von den Beatles Ist es vielleicht Ne es ist nicht Ein Least Favorite Song Aber es gibt Songs Von den Beatles Wo ich nicht verstehe Warum sie von den Warum sie so beliebt sind Ja Also Let It Be Ist zum Beispiel Nicht mein Least Favorite Song Von den Beatles Aber es ist jetzt kein Song Wo ich sagen würde Das ist für mich ein Beatles Meisterwerk Und Ja So schwierig Ja wahrscheinlich Wäre es Let It Be Einfach Einfach weil ich sage Ja Das ganze Album Ist jetzt auch nicht so Meins Ich finde Yellow Submarine Tatsächlich nicht so geil Aber das ist zu gut Ein Song da drauf Der auf jeden Kindergeburtstag passt Ja Und das ist so geil Weil sie Einfach Ein astrein Popsong Ich würde sagen Opla Die Opla Da Ist einer der besten Popsongs Die je geschrieben wurden
Johannes Franke: Was
Florian Bayer: Und die Beatles Ich finde übrigens Dass die Hälfte der Menschheit Dezimiert werden sollte Woher kommt das Vergleichst du mich gerade Ja wie kannst Wie kannst du Also weißt du Du redest wie ein vernünftiger Mensch Und dann sagst du Opla Die Opla Da Ist ein scheiß Song Das Das geht nicht in meinen Kopf rein Was für ein Gedanke Steckt dahinter Dann wäre das wohl sowas Okay Aber ich glaube tatsächlich Ich weiß gar nicht Ob Opla Die Opla Da So ein beliebter Song ist Aber ich mag ihn Okay Aber wenn ich Let it be Und was habe ich gesagt Und Yellow Submarine Da ist es glaube ich Auch unpopular Opinion oder Geht auch Wahrscheinlich ja Ja Ja Leute ihr hört mehr Beatles Es gibt so viele tolle Beatles Alben Definitiv Also Ganz toll Um ganz kurz Werbung Für die Beatles zu machen Das White Album Ist total großartig Ist eigentlich mein Lieblings Beatle Album Kann ich verstehen Dass das viele Zu anstrengend finden Oder zu Zu experimentell Mein liebstes Pop Album Von Beatles Ist wahrscheinlich Help Toll Soundtrack Und das erste Mal Dass sie wirklich Auf Albenformat zu hören waren Und wirklich die Songs Irgendwie so ein bisschen Arrangiert waren Dass sie ein Gesamtkonzept ergeben Und nach Help Kann man nichts falsch machen Alles was nach Help kam Ist großartig Rubber Soul Revolver Ich hänge kurz Ich habe glaube ich Ganz lange Probleme mit den Beatles Weil ich die falschen Songs gehört habe Und oft waren die Beatles für mich so Nette Gitarrenmusik Die halt jemand am Lagerfeuer spielt Also Yesterday und Ja ja ja genau Entschuldigung Blackbird Ich mag den Song auch Aber das war irgendwie so Das was ich mit den Beatles interpretiert habe Und dann Eigentlich eher so Anfang meiner 20er Habe ich angefangen die Beatles wirklich zu hören Und habe festgestellt Shit haben die krasse Sachen gemacht Ja Und auch so wegweisende Sachen Haben die viel experimentiert Und haben die Songs genommen Und zertrümmert Und man findet bei den Beatles Metal Proto-Metal Man findet bei den Beatles Proto-Prock-Rock Und Psychedelic Und Ja Dann dazwischen aber auch immer wieder Diese tollen Pop-Songs Und die Beatles konnten sowohl Sau gut Songs schreiben Sowohl McCartney als auch Len Ja Und sie konnten sowohl Diese eingängigen Songs schreiben Die direkt ins Ohr gehen Als auch die emotionalen Die dich einfach direkt bewegen Mhm Und sie konnten aber auch Diese wirklich schrägen Songs schreiben Die irgendwie die Die Hörgewohnheiten herausfordern Und wirklich neue Horizonte eröffnen Mhm Ich höre die Beatles viel und oft Und quäle auch manchmal meine Familie damit Weil ich die gerne zum Frühstück höre So haben wir sich ja auch schon missverstanden Ja, wir waren auch die neue Generation Als wir geboren wurden War das letzte Beatle-Album 20 Jahre alt oder so Genau Ja, über 20 Jahre alt Ja, ich liebe die Beatles Und ich finde Yesterday Ist tatsächlich Ein guter Einstiegsfilm Auch für die Beatles Weil er tatsächlich verschiedene Songs Gut nach vorne bringt Was an ihnen toll ist Er hätte vielleicht den ein oder anderen Experimentellen Track noch reinbringen können Es wäre nicht verkehrt gewesen Nochmal so auf Einen Song vom Keine Ahnung Aus der Sgt. Pepper Zeit zu referieren Nochmal ein bisschen stärker Ja Aber seine Songmischung ist eigentlich gut Und ja, es ist so ein bisschen Best-of Was gespielt wird Und es sind auch eher die bekannteren Songs Ja Aber dafür wird gut herausgekehrt Warum die Songs so toll sind Warum ist Yesterday so bewegend Ja Und dazu reicht halt diese Szene auch einfach Wo man an ihren Blicken Und an ihren Schnitten sieht Ja Das bewegt Warum ist Long and Winding Road so bewegend Vor allem wenn auf das Orchester verzichtet wird Warum ist Help so krass wütend verzweifelt Definitiv, voll Team Beatles Aber es liegt auch einfach daran, dass ich Ich kenne mich mit den Rolling Stones nicht aus Und ich habe die nie viel gehört Ich könne bei den Rolling Stones gar nicht Alben unterscheiden Und für mich waren die Rolling Stones immer so als Herrenrock Und ich weiß, dass ich ihnen damit auch Unrecht tue Absolut Unrecht tust Wirklich Ich liebe die Stones Vielleicht einfach, weil sie beide erfolgreiche Rockbands zur selben Zeit waren Keine Ahnung Also ich bin tatsächlich Ich mag Ich bin kein Rolling Stones Fan Aber nicht wegen der Beatles Weil ich sage, die Beatles sind die Besseren Und deswegen will ich keine Rolling Stones hören Sondern einfach Mir sind die Rolling Stones oft zu blues und zu rock'n'roll lastig Vielleicht ist es das Das liebe ich Ich wüsste jetzt nicht Also ich glaube Ja und ich nehme gerne eine Rolling Stones Empfehlung ab Ja Ich kenne von den Rolling Stones auch wie gesagt nicht viel Ich weiß jetzt nicht mal wie das eine Album heißt Aber das ist das, was ich ein bisschen gehört habe Um zu verstehen, warum die Rolling Stones so toll sein sollen Dass das immer am meisten gelobt wird Und dass ich nicht mal Dass ich jetzt nicht mal auf den Namen komme Sondern gerade wie Johannes so gerne sagt Google anwerfen muss Um einmal den Albumtitel hier reinzuwerfen Dass ihr mir dieses Album nicht empfehlen müsst Weil Das hat es nicht geschafft Mir die Faszination Ah Moment Das Dieses Album hat es nicht geschafft Mir die Faszination An den Rolling Stones klar zu machen Das ist das, was immer oft genannt wird Dass man es unbedingt hören sollte Und zwar Excel on Main Street Von 1972 Das ist ein tolles Album Das ist floor Prostetics, Prostetics, Prostetics Lass mich mal überlegen Wer wäre ein guter Schauspieler Für Mick Jagger Jeder muss jetzt einen raushauen Wir haben ja noch eine Top 3 Was war denn unsere Top 3 Wir haben noch eine Top 3 Jingle Jingle Liste Unsere Top 3 Ich habe tatsächlich vergessen Ah alternative Realität Damit habe ich mich schwer getan Es gibt wenig gute Filme Mit alternativen Realitäten Es ist Und tatsächlich Ist auch keiner Da drin Der in diese Richtung fällt Bei mir Ich hätte ein paar Honorable Mentions Ich Ja Mach mal Also Nicht als Müsst ihr sehen erwähnt Aber einfach erwähnt Soll die Serie Sliders werden Aus den 90er Jahren Die so in der Zeit Des großen Mystery Booms Mit Acti X Und Outer Limits Entstanden ist Okay Und in der es um eine Gruppe Von Leuten geht Die durch Dimensionen reisen Und zwar Der Leader der Gruppe Hat tatsächlich so eine Art Dimensionsmaschine entwickelt In der er Portale aufmachen kann Ja Und dann reisen sie durch Dimensionen Zum Beispiel in denen Die Deutschen Den Zweiten Weltkrieg Geworden haben Oder in denen Die Kommunisten Amerika beherrschen Oder in denen Alle Frauen Bärte tragen Es ist so eine sehr bunte Mischung Aus verschiedenen Dimensionen Aus In der Theorie klingt es super In der Praxis ist es teilweise Nicht so gelungen Die erste Staffel ist Sehenswert Okay Und unterhaltsam Und ja Irgendwie so zwischen Mystery, Science Fiction Und Comedy Und sie stolpern halt Durch diese verschiedenen Dimensionen Die teilweise echt merkwürdig sind Und macht Spaß Spider-Man New Universe Also Into the Spider-Wires Habe ich schon erwähnt Ja, ja, ja Da geht es auch um Dimensionen Und Mal Holland Drive Noch von David Lynch Zumindest einmal kurz erwähnt Als so ein Film Der zwei Realitätsebenen Nebeneinander stellt Und wo oft Die Interpretation gebracht wird Dass ein davon einfach ein Traum ist Aber der sehr gut funktioniert Als Film Der zwei Realitätsebenen erzählt Die sehr unterschiedlich verlaufen Aber die ständig Bezüge zueinander haben Ich hätte auch eine Honorable Mention Du musst sowieso mit dem Platz 3 loslegst Ach verdammt Ich hab mich voll vorgedrängelt Schön Ja Filme die ich sehr mag Auch aus den Gründen Warum ich zum Beispiel The Fall mag Den wir in einer vergangenen Episode Behandelt haben Dass er Dieses Erzählungen Versus Realität Aufmacht Und das sehr schön Miteinander spiegelt Weil es kommen dann natürlich so Dinge ans Tageslicht Was Wie der Vater Einfach Geschichten ausgeschmückt hat Der Riese Den sehen wir dann nachher Und das ist einfach Ein besonders großer Mensch Zum Beispiel Ja Und die Siehmäßigen Zwillinge Mit denen er Zusammen war Sind dann halt einfach Zwillinge Ja Und solche Geschichten Und das ist Das ist sehr schön Ja Es ist auch so ein bisschen Oder ans Geschichten erzählen Ja Ja Totales Märchen Von Quentin Tarantino Der einfach mal Hollywood abfeiert Durch die rosa-rote Brille Ja Und dabei einen wunderschönen Romantisierenden Weit weg von der Realität Geschehenden Film Aufs Parkett legt Ja Super ist Es ist ein reingewaschenes Hollywood Es ist ein Hollywood-Märchen Ich finde es Ich finde es ist okay Weil es irgendwie Aus der Feder von Quentin Tarantino Kommt der sowieso Immer Märchenonkel ist Der immer glorifiziert Und romantisiert Ja Sei es Gewalt Sei es Selbstjustiz Oder sei es das Gangsterleben Und Das Ja Ja Ja Der ist so schön Ja Das ist so lange her Dass ich den gesehen habe Fuck den muss ich unbedingt Mal wieder sehen Ja unbedingt In der Anstalt Wo sie Sie glaubt sie werden Roboter Genau Genau Und sie verliebt sich Oh Johannes Das ist glaube ich ein koreanischer Film Ja Das ist von Wong Kar Wai Ist es Hong Kong oder Ich glaube es ist Hong Kong Aber es ist auf jeden Fall ein asiatischer Film Oh großartig Doch es ist koreanisch Es ist nicht Es ist nicht Wong Kar Wai Weißt du von Warte mal Es ist nicht Wong Kar Wai Weißt du von wem das ist Das ist von Park Chan Wook Das ist der Regisseur von Ah Ja oh man Den muss ich unbedingt mal wieder sehen Das ist Ja das ist so lange Den habe ich ja nur einmal gesehen Und genau von Park Chan Wook Dem Regisseur von Oldboy Drei Jahre nach Oldboy Entstanden Nachdem er seine Rache Trilogie abgeschlossen hat Hat er den Film gedreht Über Oldboy haben wir auch gesprochen In einer Episode Dein Platz 2 Cooler Platz 2 Ja Mein Platz 2 Ist ein deutscher Film Und zwar Lola rennt Aus dem Jahr 1998 Von Tom Tykwer Lola die Durch Berlin rennt Und dabei Dreimal Die selbe Geschichte erlebt Ist das geil Nach dem Butterfly Effekt Mit kleinen Änderungen Große Große Veränderungen Erzeugt Und dadurch immer So ein bisschen Was gerade biegen kann Weil eigentlich geht es darum Dass sie ihrem Freund Helfen will Der eine Der als Kleinganova Einen Geld Überbringungsjob Vermasselt hat Und das Geld verloren hat Unterwegs Und sie muss das Geld Auftreiben Und rennt dafür Quer durch Berlin Und toll erzählt Experimentell Mit viel elektronischer Musik Und einer großartigen Franka Potente Ja Übrigens auch ein Film Der So High Concept Man hört einen Satz Und man weiß genau Worum es geht Und ein Film Der sein Märchen Fantasy Setup Benutzt Um eine Rom-Com zu erzählen Ja
Johannes Franke: Toller Film Und ich liebe Diesen Wecker Am Anfang Mit dem Song Und
Florian Bayer: I got you babe Immer und immer wieder Sunny und Cher Ich liebe diesen Song Okay Mein Platz 1 Mein Platz 1 Donnie Darko Aus dem Jahr 2001 Von Richard Kelly Ja Mystery Satire Fantasy Mischmasch Wo alles so ein bisschen Drin ist Ein bisschen Ein bisschen 80er Comedy Ein bisschen David Lynch Ein bisschen Science Fiction Und am Schluss geht es auch irgendwie Um Paralleldimensionen Und Weltportale Und Total drüber Du bist verstört Und weißt nicht mehr Was eigentlich was ist Aber Sau unterhaltsam Und Für einen Film Der mit dem Surrealismus Flirt Extrem gut konsumierbar Und extrem spaßig Okay Du musst Ich bin verwirrt Du musst Du musst eine Zahl von 1 bis 10 sagen Wie viele Punkte von 10 gibst du dem Weil ich Ich hatte nicht ganz verstanden Also ich habe verstanden Dass du ihn Wirklich anstrengend fandst Was den Rhythmus betrifft Das Narrativ Ja Und dass dich Achieven genervt hat Und dann hast du trotzdem In einigen Szenen Begeisterung geäußert Mach mal was Was wir sonst nie machen Sag mal eins Von Wie viele Punkte von 10 gibst du diesem Film Nee ich würde Ich würde Von 100 Punkten geben 90 plus 20 30 plus 30 Sind 120 Das heißt du gibst ihn Insgesamt 60 von 100 Punkten Okay Mathematik ist toll Ja schade Also ich Ich liebe diesen Film Ich finde er ist so Er ist ja auch tatsächlich Bei der Kritik Eher so Verhalten wahrgenommen worden Also er hat irgendwie so So ein 60er Wertung Bei Rotten Tomatoes Was immer Er gegen einen Film spricht Hey 60er Wertung Das ist doch genau das Was ich Genau Wow Okay Critical Consence Aber Kritiker sind ja auch dumm Das haben wir doch schon öfter Verdammt Ich finde das ist ein ganz toller Film Einer der besten Rom-Coms Der letzten Jahre Und ein wirklich schöner Film Mit viel Liebe zur Musik Mit tollen Szenen Tollen Charakteren Und bei mir auf jeden Fall In der Liste der besten Filme 2019 Relativ weit oben Autsch Das tut im Herzen weh Aber du hast ja keine Zeit Wenn ihr mir zustimmen Und Johannes Hass-Mails schreiben wollt Dann macht das unter Johannes At muss man sehen De Und Wenn ihr wissen wollt Was nächste Woche Drankommt Johannes Ja Da wäre noch was Da wäre noch was Was hast du nächste Woche für mich? Also ich wollte in den 2000ern bleiben Weil ich habe Ein Film Ich glaube wir haben So oft Off record drüber gesprochen Ja Einer Ja meiner liebsten Kinderfilme überhaupt Aus dem Jahr 2009 Wo die wilden Kerle wohnen Where the wild things are Ah ok Von Spike Chauncey Es geht Es ist eine Auseinandersetzung Mit dem Inneren Eines Kindes Ok Und ich liebe diesen Film Und der bringt mich auch Regelmäßig zum Weinen Ganz toller Film 40er Buster Keaton kenne ich Und wir haben vor kurzem festgestellt Dass ich Buster Keaton immer für den gehalten habe Der an der Uhr hängt Was Harold Lloyd ist Ja Also mein Filmwissen was Slapstick betrifft Ist nicht stark ausgeprägt Und ja Buster Keaton Ich meine ich kenne ihn Also ich kenne sein Gesicht Ja Und ich weiß Dass mal so eine Hausfassade Auf ihn drauf gefallen ist Ja Und ich weiß Dass er viele Filme gemacht hat Und neben Chaplin Der ist der immer genannt wird The General Okay Kenne ich nicht Ich bin voll gespannt Aber Slapstick Chameleon Give it to me Okay Bis dann
