Episode 118: Russ Meyers Beyond the Valley of the Dolls – Sex and Drugs and Rock and Soap and Breasts and Trash and…
Once upon a time in Hollywood…. Kelly, Petronella und Casey, die zusammen die Band The Kelly Affair bilden, fahren zusammen mit ihrem Manager – Entschuldigung, Groupie – Harris nach Hollywood, um dort den großen Erfolg zu finden. Dank Kellys Tante Susan kommen sie in Kontakt mit dem exzentrischen Musikproduzenten Ronni Z-Man, der ihnen nicht nur zu einem Plattendeal und Ruhm verhilft, sondern sie auch in die dekadente Partyszene L.A.s einführt. Und da wir die Swinging Sixties haben, bedeutet das vor allem Sex & Drugs & Rock N Roll and Soap.
Beyond the Valley of the Dolls aus dem Jahr 1970 ist ohne jeden Zweifel ein Film. Er hat einen Anfang und ein Ende. Und dazwischen geschehen Dinge. Viel zu viele, oder viel zu wenige, wahrscheinlich je nach Standpunkt. Russ Meyer hat ne Menge Filme gedreht, den hier kannte ich noch nicht. Ich war nie ein großer Fan von Meyer, aber der hier soll laut Eigenaussage sein definitivster Film sein. Also gehört er ja wohl irgendwie in den Kanon. Immerhin hat Roger Ebert das Drehbuch geschrieben. Und außerdem gibt es am Schluss einen vierfach Ritualmord und eine Dreifachhochzeit. Also gehört er ja wohl irgendwie in den Kanon… Ach verdammt, Johannes. Sag du doch auch mal was.
Transkript
Um den Zugang für Menschen mit Behinderungen zu erleichtern und um eine Volltextsuche nach Themen zu ermöglichen, haben wir beschlossen unsere Gespräche auch als Transkription zur Verfügung zu stellen.
Allerdings muss man dazu sagen, dass die heutigen Techniken automatisiert Transkriptionen herzustellen, doch immer wieder an ihre Grenzen stoßen und streckenweise unlesbare Texte hervorbringen. Eine händische Korrektur der Texte, ist ein Aufwand, der die Möglichkeiten dieses Podcasts bei weitem übersteigt. Trotz dieser Nachteile, überwiegen für uns die Vorteile einer (wenn auch fehlerhaften) Verschriftlichung.

Sie können das Transkript aktivieren und mitlesen, indem sie oben im Player auf dieses Symbol klicken.
: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 118: Russ Meyers Beyond the Valley of the Dolls – Sex and Drugs and Rock and Soap and Breasts and Trash and… Publishing Date: 2023-04-05T07:30:15+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2023/04/05/episode-118-russ-meyers-beyond-the-valley-of-the-dolls-sex-and-drugs-and-rock-and-soap-and-breasts-and-trash-and/
Johannes Franke: Das ist schon, definitiv, das ist schon, Floor, ich nehm dir dein Mikro. So, jetzt hab ich hier beide Mikros. Floor, du hast keine Chance.
Florian Bayer: Oh Mann, herzlich willkommen, liebes Publikum zum Muss-Man-Sehen-Podcast, muss ich sogar die Begrüßung machen. Johannes, sag mal wenigstens, worum es geht. Wenn du schon nichts leisten willst während dieser Episode. Also, um Johannes' Worte zu übersetzen. Bei diesem Podcast reden wir über Filme und zwar nach dem Prinzip, einer schlägt dem anderen einen Film vor. Warum hab ich das gemacht? Als Hausaufgabe und die Woche darauf reden wir über diesen Film. Diese Woche, für diese Episode, die ihr jetzt hört, war ich dran mit meinem Vorschlag. Und ich habe Johannes einen Film vorgeschlagen, den ich selbst auch noch nicht kannte. Und zwar den Klassiker von Russ Meyer. Beyond the Valley of the Dolls. Blumen ohne Duft heißt er im Deutschen. Aber ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die ihn gesehen haben, eher im englischen Original geguckt haben. Und unter dem Titel ist er auch, glaube ich, einfach bekannter. Also Beyond the Valley of the Dolls, einer der mittleren Schaffensphase zuzurechnenden Russ Meyer-Filme. Johannes kannte Russ Meyer gar nicht, was mich voll überrascht hat. Ich dachte, den Namen hätte er zumindest gehört. Du dachtest, Johannes Franke, der berühmte Sexist, muss doch eigentlich Russ Meyer kennen. Russ Meyer ist ein Name, den jeder kennt, dachte ich. Weil das ist einfach so der Schmuddelfilm-König der 50er und 60er und frühen 70er Jahre in Hollywood. Oh, das ist sehr freundlich von dir. Aber schauen wir mal, wo es uns hinführt. Johannes hat schon gesagt, sein Gehirn hat ausgeschaltet. Euer Gehirn vielleicht auch, falls ihr den Film gesehen habt. Meins auch partiell. Danke. Ich würde einfach mal loslegen und es ist toll, dass du sagst, ich muss die Episode rocken, weil das ist so schön, passt so gut zu meinen Einleitungsworten, die ich geschrieben habe. Okay. Und danach geht es in die Diskussion. Okay. Once upon a time in Hollywood. Kelly, Petronella und Casey, die zusammen die Band The Kelly Affair bilden, fahren zusammen mit ihrem Manager, Entschuldigung, Kruppi, Paris nach Hollywood, um dort den großen Erfolg zu finden. Dank Kellys Tante Susan kommen sie in Kontakt mit dem exzentrischen Musikproduzenten Ronnie Seaman, der ihnen nicht nur zu einem Plattendeal und Ruhnfall hilft, sondern sie auch in die dekadente Party-Szene L.A.s einführt. Und da wir die Swinging Sixties haben, bedeutet das vor allem Sex and Trucks and Rock'n'Roll and Soap Opera. Beyond the Valley of the Dolls aus dem Jahr 1970 ist ohne jeden Zweifel ein Film. Er hat einen Anfang und ein Ende. Und dazwischen geschehen Dinge. Viel zu viele. Oder viel zu wenige. Wahrscheinlich je nach Standpunkt. Russ Meyer hat eine Menge Filme gedreht. Den hier kannte ich noch nicht. Ich war nie ein großer Fan von Meyer, aber der hier soll laut Eigenaussage sein definitiver Film sein. Also gehört er ja wohl irgendwie in den Kanon. Immerhin hat Roger Ebert das Drehbuch geschrieben. Und außerdem gibt es am Schluss einen Vierfach-Ritualmord und eine Dreifach-Hochzeit. Also gehört er ja wohl irgendwie in den Kanon. Das passt voll gut zu den Top 3, die ich dir gegeben habe. Aber dazu kommen wir später. Ich bin so ein bisschen ratlos noch. Du bist ganz ehrlich sagen? Was? Und das ist nie gut, wenn man als Kritiker irgendwie ratlos ist. Ich glaube, wir versuchen mal das, was wir bei Theorema auch versucht haben. Wir versuchen uns ohne Urteils zu dem Film zu nähern und werden dabei komplett scheitern. Du hast also versucht, dir den Film quasi mit akademischem Filmwissen schön zu saufen und es hat nicht funktioniert. Und es hat nicht funktioniert, nein. Ja, okay. Was total nachvollziehbar ist. Also ich glaube, der Film ist auch nicht unumstritten. Ja, er gilt mittlerweile als Kultklassiker. Aber ich finde, man findet auch noch dafür, dass er so als Kultklassiker gilt, findet man auch noch sehr viel die Stimmen da draußen, die sagen, Gott, ist das ein Schrott. Was natürlich daran liegt, dass es auch so ein bisschen so ein Feuilleton-Film ist, unabhängig davon, dass er komplettes Schmuddelkino ist. Na, ich glaube, weil es ein Film ist, der eigentlich, der erst dadurch interessant wird, dass Roger Eberding geschrieben hat. Dass Roger Eberding geschrieben hat, dass Menschen, die sich mit Kultur beschäftigen, mit Kulturgeschichte darüber debattieren und schauen, was für Motive sind da drin. Und dass FilmemacherInnen sagen, ey, ich habe den Film gesehen und habe mich inspirieren lassen. Ich hatte sehr viele, grundsätzlich während dieses Films, sehr viele Tarantino-Vibes. Und es war wieder so ein Moment, den ich oft habe, wenn ich entsprechende Blue-Movies aus den 60ern und 70ern sehe oder Midnight-Movies aus den 60ern und 70ern sehe, dass ich denke, ah, genau, da hat sich der Herr Tarantino inspirieren lassen. Und das hatte ich bei diesem Film auch oft. Also es war so ganz klar, okay, der gehört irgendwie zum Tarantino-Kanon. Und Tarantino hat diverse Elemente, visuelle Spielereien, Story-Quirks und so weiter in seinen Filmen verarbeitet. Also Once Upon a Time in Hollywood ist, glaube ich, so das Offensichtlichste. Ja. Ja, das ist das, womit Tarantino sozialisiert wurde. Ja. Und das ist das, was man gemeinhin Midnight Movie nennt in den USA in den 60er und 70er Jahren. Und das waren im Allgemeinen Filme, die nicht Mainstream-tauglich genug waren, um das Publikum, um ein Mainstream-Publikum zu erreichen und die deswegen halt einfach nachts gezeigt wurden. Deswegen Midnight Movies, weil die einfach gezeigt wurden, wenn das Kino sowieso nicht viele Leute erwartet hat. Also es ist vielleicht auch so, dass Nostalgie spielt eine große Rolle dabei. Und wir haben ja schon über Teenager-Filme geredet. Und ich glaube, bei deinen Best-of-Teenager-Filmen waren auch sehr viele aus den 80ern dabei, wo vielleicht auch so ein bisschen Nostalgie da ist, wo du heute drauf guckst und denkst, oh ja, da wurden ganz schön viele Rape-Jokes gemacht oder so. Auch sowas wie, keine Ahnung, nimm den Breakfast Club. Ja, Breakfast Club. Da ist sexueller Missbrochen-Gag. Ja, das stimmt. Ja, und es spielt natürlich die Sozialisierung eine total große Rolle. Und bei der Sorte Film ist es natürlich besonders krass, weil wir hier halt einfach die Exploitation-Filme haben. Das steckt schon im Titel. Es geht um die Ausbeutung von allem, was irgendwie spektakulär ist. Es geht um ... Nee, nicht alles. Na, Exploitation ist nicht spezifisch auf dieses Thema Sex aus. Deswegen gibt es ja nochmal das Subgenre Sexploitation. Und wir bewegen uns hier definitiv im Sexploitation-Subgenre. Und das ist auch das, wo sich Russ Meyer während seiner gesamten Karriere bewegt hat. Okay, wir müssen versuchen, das kurz zu ordnen. Kommen wir mal ganz kurz zu Russ Meyer, um hier einmal zu sagen, wo ist unser Rahmen? Wer ist dieser Mann, der diesen Film gemacht hat? Das muss man sehen. Lexikon. Der hat für den Playboy gearbeitet, irgendwie so nach dem Zweiten Weltkrieg. Und hat dann in den 50ern mit seiner Frau eine eigene Produktionsfirma gegründet, um einfach die Filme machen zu können, auf die er Bock hat. Und das waren die sogenannten Nudie Cuties. Ein Begriff, den ich auch zum ersten Mal gehört habe. Wenn der schon an sich schon richtig furchtbar klingt. Wobei Paedo bei Russ Meyer keine Rolle gespielt hat. Es gibt die Leute, die diese Filme gedreht haben, die dann nochmal spezifisch irgendwie so dieses Jungfrauen-Schema hatten. Russ Meyer war ja immer eher so der Typ, der die etwas üppigeren und großbrüstigeren Frauen hatte. Aber was die Filme sind, die Russ Meyer gedreht hatten, und das ist auch das, was er offensichtlich den Großteil seiner Karriere gemacht hat, sind eigentlich Soft-Erotik-Komödien, Tragikomödien, die so ein bisschen albern sind, so ein bisschen verspielt, oft noch so ein bisschen Soap haben. Das werden wir auch in diesem Film begegnen. Und die halt irgendwie das Ganze garnieren mit sehr vielen Nacktszenen. Und zwar im Soft-Erotik-Bereich. Wir befinden uns noch vor dem Golden Age of Porn. Das heißt, es war noch nicht so, dass das Pornografie das große war. Und wir haben hier so eine sehr verschämte Darstellung von Nacktheit. Es gibt halt sehr viele Full-Frontal-Szenen, wo man aber meistens nur Brüste sieht und manchmal vielleicht so ein bisschen Schamhaare auffallen. Aber das war's. Bieder, würde ich sagen. Es ist auf jeden Fall, ich finde, Russ Meyer, und das sieht man auch in diesem Film, hat immer in seiner Inszenierung von Erotik, so sehr das darauf aus ist, nicht zu schocken, sondern irgendwie auch zu erregen, hat es immer so was Biederes und Spießbürgerliches. Es ist so der alte Typ, der durch das Schlüsselloch guckt, um seine Nachbarin nackt zu sehen. Und es hat immer so was Biederes, finde ich. Es ist der Blick des Konservativen, der das Treiben verurteilt und gleichzeitig geil findet. Genau, ganz schrecklich. Diese Teenager können nur kiffen und Sex haben. Und Russ Meyer hatte aber auch so eine etwas düsterere Phase, die als seine Gothic-Period bezeichnet wird. Und daher kommt auch der Film von ihm, den ich wirklich komplett gesehen habe und den ich noch am ehesten in Erinnerung habe, nämlich Pussycat Kill Kill aus dem Jahr 1965, der heute gerne herangezogen wird als feministischer Film von Russ Meyer, wo es um so eine Gruppe von Gangsterinnen gilt, kann man sagen, die auf den Bauernhof kommen und da die Familie mehr oder weniger als Geißel nehmen. Ich habe den damals auch nicht feministisch gelesen. Ich habe es schon in der Einleitung gesagt. Ich bin kein großer Russ Meyer-Fan. Ich habe mir dann auch so, ich habe so Einzelzähne von ihm gesehen. Ich habe bestimmt auch mal irgendwann nochmal einen Film angefangen. Ich glaube, Wixen habe ich zumindest angefangen. Und ich habe nie so ganz verstanden, was an Russ Meyer Kult sein soll. Faster Pussycat Kill Kill ist halt irgendwie dann doch so ein sehr dreckiger, rougher, schwarz-weiß, Gangster, Thriller mit Frauen mit großen Brüsten und so einer sehr komisch aufgepfropften Moral, der wir in diesem Film auch wieder begegnen werden. Ja, das ist so die Frage. Was bei Russ Meyer ironische Überhöhung ist und was von ihm ernst gemeint ist, finde ich es super schwer auseinander zu klamüstern. Ja, lass uns dann kurz mit Russ Meyer weitermachen und dann kommt der Herr Ebert dazu. Und was bei Russ Meyer wirklich immer da war, waren die Frauen mit der großen Oberweite. Er selbst hat zu sich gesagt, über sich gesagt, hätte ich mich nicht so sehr für Titten interessiert, wäre aus mir vielleicht ein großer Filmemacher geworden. Und das ist ja auch das, was man oft so im Feuilleton über ihn liest, dass man in seinen Filmen ein wirklich großes Talent sieht, was Bildmontage betrifft, was den Umgang mit Schnitt und mit Kamera betrifft, dass er da irgendwie ein Gespür dafür hat, welche Bilder spannend sind und interessant sind. Ja, ja. Und dann hat er das alles ignoriert, was er als Gespür hatte. Ah, ich finde, das sieht man auch in diesem Film. Ja. Ich finde, da kommt teilweise großes filmemacherisches Talent so hinterrücks zum Vorschein. Naja, da müssen wir mal genauer reingucken. Da kannst du noch so sehr die Augen zusammenkneifen. Und ja, und gleichzeitig sind es halt Schmuddelfilme, die er macht. New Hollywood. Wir haben wieder einen Filmemacher, der vom New Hollywood getroffen wurde. Diesmal so ein bisschen aus einer anderen Richtung. Die Anfang der 70er Jahre oder Ende der 60er Jahre und jetzt sind wir kurz davor, bevor Beyond the Valley of the Dolls gedreht wird, merken die Studios, dass es so nicht weitergeht. Ihre Filme kosten zu viel Geld und spielen zu wenig Geld ein. Monumentalfilme, große Ebenen, die als Blockbuster gedacht sind. Die Leute ignorieren sie und gehen lieber in Low-Budget-Filme wie Bonnie und Clyde und haben da Spaß. Und das sind die Filme, die plötzlich viel Geld bringen. Also versuchen die großen Studios alle so ein bisschen umzudenken und versuchen so den nächsten Easy Rider zu machen. Und eines dieser Studios ist 20th Century Fox, die dann sagen, okay, wir müssen irgendwie was machen. Hey, wir hatten doch im Jahr 1969 sehr viel Erfolg mit dem Film Wally of the Dolls. Mittlerweile wurde unsere Hauptdarstellerin von der Manson Family umgebracht aus diesem Film. Aber okay, wisst ihr was? Wir holen uns einfach Russ Meyer, der hat doch irgendwie so ganz echt extrem viel Erfolg mit seinem günstigen Film. Wir holen uns den, der soll uns einen Low-Budget-Film machen und am besten macht er noch eine Fortsetzung von Wally of the Dolls. Das wird ein Instant-Hit, das wird einfach funktionieren. Und dann schaffen wir es damit, mit einem günstigen Film was Großes zu schaffen. Einfach verdammt viel Geld zu machen, lasst uns alle reich werden, indem wir mit Russ Meyer Komplett. Wally of the Dolls ist bei der Kritik komplett durchgefallen. Ah ja, okay. Und das Publikum hat ihn geliebt. Wie bei diesem Film. Ja, es ist sehr ähnlich. Und Wally of the Dolls ist von Mark Robson. Den kennt man wahrscheinlich am ehesten von dem Katastrophenfilm Earthquake. Eine Katastrophe. Wally of the Dolls selbst habe ich nicht gesehen. Basiert auf einem Bestseller-Roman von Jacqueline Susan und behandelt halt auch das Thema Hollywood. Der Sündenfuhl Hollywood, was Drogen, Sex und so weiter mit unseren armen jungen Frauen einrichten. Und der war ein riesiger Publikumserfolg und die Kritiker haben ihn gehasst. Und ja, ich glaube, wenn es ums Geld geht, wird halt auch von den Studios relativ wenig drauf geguckt, was die Kritik sagt. Jeder wusste, wir kriegen mit diesem Film keinen Oscar. Aber lasst uns doch irgendwie wenigstens ordentlich Geld in die Kasse spülen. Vor allem mit minimalem Aufwand. Sie haben ja wirklich wenig Geld reingeworfen. Genau. Und Jacqueline Susan hatte zumindest einen Titel geschrieben. Ach nee, genau, sie hat ein zweites Buch geschrieben. Dann hat Fox zu ihr gesagt, kannst du uns vielleicht helfen? Wir wollen hier irgendwie einen zweiten Teil von deinem Film machen. Dann haben sie die Drehbuchautorin vom ersten Teil genommen, Dorothy Kingsley. Und die hatte aber keine Zeit. Dann haben sie mit den Darstellerinnen gesprochen. Und dann hatten sowohl Patty Duke als auch Sharon Tate gesagt, nee, wir wollen keinen Bock mehr. Der Film, der war so schlecht. Wir wollen davon keine Fortsetzung geben. Ja. Also bringt es das nicht. Und dann gab es wirklich so einen kleinen Bruch. Und was da so dazwischen passiert ist, also ich habe es nicht so ganz herausgefunden. Auf jeden Fall hat Fox dann gesagt, so, wir machen den Film jetzt mit Russ Meyer. New Hollywood, wir brauchen was. Der hat mit Wichsen extrem viel Erfolg gehabt, obwohl er kein Geld rein investiert hat. Lasst uns damit auch großen Erfolg haben. Und dann kam auch ziemlich schnell Roger Ebert. Ich bin immer so kurz in Versuchung, Sir Roger Ebert zu sagen. Was? Einfach, weil der so eine Legende ist unter den Filmkritikern. War er damals noch nicht, ne? Der war noch ziemlich jung damals. 28. Ja, genau. Und er hatte schon Erfolg als Kritiker. Für die Chicago Sun-Times hat er geschrieben. Genau.
Johannes Franke: ist. Und hast mir angeboten, das aus dem Podcast rauszuschneiden. Good old times.
Florian Bayer: Das vielleicht ganz kurz, weil dieser Podcast muss man sehen heißt, um eine Sehempfehlung in dieser Episode aussprechen zu können. Siskel und Ebert findet man auch teilweise auf YouTube in ziemlich mieser Qualität auf Zins zu VHS-Rips. Ja. Es ist eine wirklich tolle Sendung mit kurzen Filmkritiken, wo die beiden sich gegenüber sitzen und sich duellieren um die Filme. Und ich glaube, als wir uns gegenseitig das Ding gepitcht haben, was wir hier machen wollen, muss man sehen, Podcast, hatte ich auch immer so ein Bild von uns als Siskel und Ebert, die sich gegenseitig anmaulen und fertig machen für ihren Filmgeschmack jeweils. Wir gehen uns auch nicht so persönlich an. Siskel und Ebert hatten vor allem auch so viel Spaß gemacht, weil die sich doch des öfteren mal wirklich so wie so ein altes Ehepaar gegenseitig angemault haben. Und das war einfach spaßig. Und dann auch so Sachen vorgehalten haben, die sie vor zehn Jahren gesagt haben. Dann sagt Siskel so, und dieser Film war langweilig. Und dann sagt Ebert, ey, Moment, vor zehn Jahren hast du zu dem Film gesagt, der war doch total gut. Obwohl der genauso war. Du bist ein Heuchler. Das Krasse ist ja, bis zuletzt war er stolz auf diesen Film. Er ist, Ebert hat immer wieder so von dem Film erzählt und wenn man, also ich finde, man hat immer das Gefühl, er ist irgendwie stolz darauf, was da passiert ist. Das stimmt, aber ich glaube, das ist eine Flucht nach vorne. Ich glaube, was man zu Roger Ebert sagen kann, so grundsätzlich, was seinen Zugang zu Filmen betrifft. Der ist ja, er ist halt ein Filmkritiker und der ist auch eher so ein Snob, aber er hat immer, er hat immer so einen Blick für, er hatte immer so einen Blick für besondere Filme, die noch nicht groß waren. Ja. Roger Ebert war der Erste, der erkannt hat, dass New Hollywood ein Ding ist. Das war eigentlich der Erste, der gesagt hat, hey, hier, Bonnie und Clyde, das wird ein, das ist ein Meisterwerk, das ist eine ganz neue Art von Film und das war eigentlich einer, eine der Triebfedern des New Hollywood und er war der Typ, der während die anderen gesagt haben, schund, Mist, viel zu brutal, viel zu realistisch, der immer gesagt hat, nee Leute, guckt mal auf die jungen Filmmacher, was die da machen, da passieren gute Sachen. Und Roger Ebert war aber auch einer, der immer so einen Softspot hatte für unterhaltsamen Trash und es gibt ganz oft Momente in seinen Rezensionen und auch bei Siskel und Ebert, wo man denkt so, was, diesen Film feierst du gerade? Ja, ja. Und du kannst es dir nicht erklären und er sagt einfach, ich hatte Spaß an diesem Film. Und was macht dieser Film zur Hölle? Dieser Film hat sehr kluge und sehr eloquente und sehr und sehr logisch handelnde Charaktere, muss ich jetzt mal sagen. Und dann, erstaunlicherweise, Russ Meyer, Roger Ebert, sie kriegen Zeit für nochmal so für ein Pitching und sie machen das und sie haben das Buch nicht gelesen, sie haben den Film nicht gesehen und schreiben dann innerhalb von 10 Tagen 130 Seiten. Und der Richard Zanuck, der Chef von Fox, sagt, gut, nehmen wir. Und dann haben sie sich auch tatsächlich nochmal den Film angeguckt, den Originalen, haben schnell festgestellt, naja, okay, es geht halt irgendwie so um drei junge Mädchen, die nach Hollywood kommen und die da irgendwie mit Sex und Gewalt und Drogen und okay, lass uns mal die Idee nehmen und lass uns aber daraus mal irgendwie so einen anderen neuen Film machen. Und das ist aber, irgendwie hat es dieselben Vibes, aber wir wollen das Ganze auch ein bisschen witziger machen. Jetzt komme ich schon ins Straucheln. Ja, wollte ich gerade sagen. Das, was du gerade gesagt hast, echt unterstreicht, auch wenn es mich schmerzt, ich unterstreiche den Punkt, ich gebe dir vollkommen recht, du schaust diesen Film und du hast ganz oft das Gefühl, haben die den Tommy Wiseau-Move durchgezogen? Haben die im Nachhinein gesagt, hey, das war alles als Komödie gedacht, hey, wir wussten von Anfang an, das soll lustig werden, das soll albern werden? Meier selbst hat dazu gesagt, er dachte, als er das gedreht hat, hatte er als Intention, der Film sollte gleichzeitig sein. Eine Satire, ein ernsthaftes Melodram, ein Rockmusical, eine Komödie und natürlich ein gewalttätiger Exploitation-Film. Und das, was ich halt immer mache, noch so ein bisschen nackter Haut. Und dann sollte es aber auch so ein bisschen moralisch werden, weil ich meine, hey, wir hatten Sharon Tate, das können wir nicht ignorieren, da ist was passiert, da ist Gewalt in Hollywood passiert. Bad Taste ist an diesem Film sehr vieles. Und du bist noch unentschlossen, was ist los, Flo? Ich bin noch unentschlossen, ich werde gleich dazu kommen. Ich glaube, ich bin unentschlossen, weil ich da Sachen sehe in dem Film, die mich rätseln lassen. Dieser Film lässt mich rätseln und erstmal ist es nichts Schlechtes, wenn mich ein Film rätseln lässt. Nein, das nicht. Die Brüste sind kleiner als bei anderen Ross-Meyer-Filmen. Was? Ach du Scheiße. Und wenn man liest, was so die Ross-Meyer-Fanbase sagt, ist offensichtlich auch insgesamt der Sex-Anteil und der nackte Haut-Anteil deutlich zurückgestellt. Viele sagen, das ist der mainstreamigste Film von Ross-Meyers. Der, der am ehesten an Mass Audience anknüpfen kann. Oh Gott, ich glaube nicht. Viele sagen, er ist zu brav für einen Ross-Meyer. Ich werde gleich hysterisch vor. Ich kann nicht mehr. Okay, sie haben das Ding dann auf jeden Fall wirklich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Hinterhöfen von Fox gedreht. Sie haben halt irgendwie alles genutzt, was sie da hatten und das waren offensichtlich Partykulissen. Wir haben hier sehr viele Anknüpfungspunkte an Citizen Kane. Denkt nur an die Suicide-Scene, die auch überhaupt nicht geschmacklos ist. An diesem Film ist nichts geschmacklos. Roger Ebert hat dazu gesagt, like a movie that got made by accident, when the lunatics took over the asylum. Was ist auch ganz gut drin. Ja, aber er meint das ja positiv. Ja, natürlich, er ist stolz drauf. Und wer wäre das nicht auf diesen Film? Okay, bevor wir so ein bisschen in die Story und die Charaktere einsteigen. Ich kann dir ja mal meine Fragen, meine Ratlosigkeit mit auf den Weg gehen. Ja, mach das mal bitte. Und ich glaube, es hängt ganz viel damit zusammen, dass es ein total widersprüchlicher Film ist, der in sich diese Widersprüche trägt. Und zwar ist er voll schmuddelig. Und wirklich bad taste, wie du sagst. Und gibt sich gleichzeitig so hypermoralisch. Also es gibt ganz viele Momente, wo er so supermoralisch ist. Und dann hast du permanent das Gefühl, es ist wie so ein kleiner Troll. Will er dich verarschen damit mit dieser Moral? Weil du weißt es nicht, du bist dir unsicher, weil es so ernst rüberkommt. Genau. Er zeigt ein total hedonistisches, promiskuitives Milieu. Aber immer wenn es das Drama benötigt, kommt er mit so ultra-heteronormativen Monogamie-Geschichten, um irgendwie diesen Soap-Aspekt weiter voranzutragen. Er hat einen sehr diversen Cast, was ich wirklich interessant finde. Das stimmt, ja. Allerdings teilen alle Schauspielerinnen eine gewisse Eigenschaft. Also die Diversität hört bei der Oberweite auf. Ja. Mit Ausnahme von Siemen. Ja, stimmt. Stimmt. Wo ich auch so irritiert war. Okay, jetzt, Ross, das ist dein Moment, wo sie rausspringen müssen. Und dann ist er einerseits, es gibt Momente, wo er was unfassbar fast schon niedlich, unschuldig Naives hat, wie so ein kleines Kind sich, sagen wir nicht kleines Kind, so ein mittelaltes Kind sich irgendwie so eine Sex- und Gewaltwelt vorstellt. Ein mittelaltes Kind, meinst du so zehn bis zwölf? Ja, so kurz vor der Pubertät, in die Pubertät reinkommt, so kichernd und guck mal, da sind nochmal Brüste und es hat wirklich was Niedliches. Und dann gibt es aber plötzlich diese krass unangenehmen Sexploitation-Momente. Also es fängt an mit wirklich einer oralen Vergewaltigung mit einer Pistole. Das haben wir in den ersten Sekunden. Und das ist nicht das Einzige. Wir haben einige von diesen wirklich unangenehmen Sexploitation-Momenten, die ich glaube, du nicht nur als ZuschauerInnen aus dem Jahre 2023 schwierig findest, sondern die auch damals schon schwierig waren. Und das sind so viele Sachen, die nicht so zusammengehen. Und dann ist er teilweise technisch wirklich extrem gut gemacht, finde ich. Es gibt hinter diesem Film eine Technik, die eigentlich viel zu gut ist für diesen Film. Sowohl was Schnitt betrifft, als auch was Musik betrifft. Der hat einen guten Kameramann gehabt an sich. Gute Kamera, aber auch die Montage und auch die experimentellen Ideen. Du hast gelacht mit dem Citizen Kane-Vergleich. Aber Russ Meyer hat dazwischen immer wieder Bildideen, die deutlich über alles hinausgehen, was du im Exploitation kennst. Das ist der Kameramann. Nein, das ist nicht nur der Kameramann. Das sind nämlich Sachen, die auch einen narrativen Sinn verfolgen. Der trifft nicht immer. Aber du merkst, da will jemand experimentieren. Da will jemand irgendwie, ich glaube, es ist ganz wie Roger Ebert. Weil Roger Ebert war ein 27-jähriger Filmwissenschaftler, Filmkritiker. Und was ein 27-jähriger Filmkritiker macht, wenn er einen Film drehen will, ist zu sagen, ich habe hier meine Liste von 30 Filmen, die alle interessante Sachen gemacht haben. Lass uns 100 interessante Sachen machen. Und lass uns 30 davon aus diesem Film nehmen. Aber lass uns auch ein paar nehmen, die nicht in diesen Filmen sind, damit wir auch was Neues gemacht haben. Das ist natürlich ein totaler Overkill an Ideen. Aber die Ideen sind da. Weißt du, du hast die ganze Zeit das Gefühl, da ist so ein Backbone von einem wirklich guten, experimentellen Film drin. Das ist nicht Mangel an Handwerk, sondern ich finde es tatsächlich, und das ist auch so ein Widerspruch, zu dem ich gleich komme, das gibt dem Film teilweise eine krasse Dynamik. Und ich mag diese Dynamik. Du hast manchmal das Gefühl, es macht so bäb, bäb, bäb, bäb, bäb, von Szene zu Szene, von Geschichte zu Geschichte und auch von Stimmung zu Stimmung. Du bist so total aufgedreht und aufgekratzt, weil da einfach so viel gleichzeitig passiert. Und dann gibt's aber die Momente, die voll langweilig sind, ne? Ja, der Film geht fast zwei Stunden und dem hätte es echt gut getan, gekürzt zu werden. Ja, viel, aber auch so, ja, die sind dann vom Pacing, sind die eigentlich auch okay, aber es ist dann so merkwürdig, abgebremst und dann passiert auch wirklich gar nichts. Und du denkst so, oh, komm, komm zur Sache. Vielleicht gerade, weil du so gehypt bist von dem, was vorher passiert ist. Aber ich finde den Schnitt zum Beispiel bei diesen Partys, natürlich, das wird alles sowas von so einem schlechten Drogentrip, ne? Du wirst natürlich eine Person hin und her geworfen, dann ist es noch unfassbar bunt. Die Farben sind großartig. Der Film hat echt eine starke, starke, starke Farbbildsprache. Es geht gar nicht so sehr, nicht mal aus Inhalt, sie sieht einfach gut aus, es ist bunt. Ja, es ist bunt. Und du wirst so hin und her geschleudert zwischen den Leuten und es hat ganz oft was von einem, ja, von so einem Drogentrip. Mal so ein schönerer Drogentrip, mal ein schlechterer Drogentrip, mal wirklich so ein Bad Trip. Aber das hat eine, na, das erzeugt schon so eine Atmosphäre, die was hat. Und wie gesagt, ich beurteile es erstmal nur aus dem technischen Standpunkt, aber ich würde sagen, dieser Film ist technisch high-nudge. Der ist besser als vieles, was wir auch, nicht nur aus dem Exploitation, vieles, was wir im New Hollywood sehen. Wenn wir uns die New Hollywood Low-Budget- oder Mid-Budget-Filme angucken, kommen die sehr rough rüber teilweise. Alles so ein bisschen so ungeschliffene Diamanten, weil die einfach nicht diese technische Finesse haben. Und dann haben wir hier Russ Meyer, der wirklich einen Schmuddelt-Film macht, der inhaltlich bei weitem nicht mit sowas wie Taxi-Driver mithalten kann, der aber technisch auf höherem Niveau ist. tu es nicht, tu es nicht. Also für die Kamera war Fred J. Koehnkamp verantwortlich. Der war für den Oscar-Nominierten. Ja, ja, genau. Und der kommt, glaube ich, eher so aus dem Studiosystem. Also er hat für RKO-Pictures gearbeitet und hat an verschiedenen 3D-Filmen gearbeitet. Also er hat technisch da auf jeden Fall einiges gemacht. Also wenn es bei Faster Pussycat Kill, es gibt tatsächlich ein zweites Kill in diesem Titel, der Titel ist so geil. Ross Meyer-Filmtitel sind sowieso immer besonders. Wenn es da drin etwas gab, was gut war, dann war es auch die Kamera. Okay. Ich glaube, es ist mehr Ross Meyer. Und ich glaube, in dem Fall ist es nicht nur mehr Ross Meyer, sondern auch Roger Ebert, was Kamera und Schnitt. Wenn ich zehn von anderen Ross Meyer-Filmen sehe, dann sehe ich das eher nicht. Dann sehe ich da auf jeden Fall ein Talent. Aber es schwingen immer so Vibes mit, da will jemand schnell seinen Film fertig kriegen. Naja. Wie es halt ist im Low-Budget-Bereich. Genau. Du hast keine Zeit und kein Geld. Und das habe ich in diesem Film nicht. Und das ist so merkwürdig, wenn man sich auch die Produktionsgeschichte vorliest. Der hatte ja wirklich Druck auch dahinter, weil Grace Kelly, die zum Board of Directors bei Fox gehört hat, die war so wütend, dass Ross Meyer diesen Zuschlag gekriegt hat. Ich bin voll bei ihr. Und die hat gesagt, schmeiß diesen Typen raus, der hat hier nichts verloren. Nicht in meinem Fox. Und dann manche sagen, also offensichtlich schwankt das. Manche sagen auch so zwei Millionen hat es gekostet insgesamt dann am Schluss. Keiner weiß, wie viel das Ding gekostet hat. Also ich finde, alles technischer, schreit so High Value an diesem Film. Das verstört mich total. Weil es wirklich, also ja, natürlich so die Schauspielregie ist teilweise, ist nicht besonders gut, was aber auch daran liegt, dass es so teilweise Amateurschauspieler sind. Die Schauspielqualität schwankt sehr in diesem Film. Es gibt welche, die machen das wirklich gut. Es gibt welche, die sind nicht vorhanden. Dann nennen wir Leute, die es wirklich gut machen. Patronella, die Darstellerin von Patronella, die tatsächlich nur ein Fotomodel ist. Ich finde die wirklich überzeugend. Ich fand, Moment, dann lass mich wenigstens die Namen sagen. Okay, okay, okay. Marcia McBroom, die wenigste Schauspielerfahrung hat wahrscheinlich von allem. Als Patronella macht das total gut. Die hat Energie und die wirkt glaubwürdig. Was wirklich schwierig ist bei diesen ganzen Soap-Geschichten, die da rumlaufen. Ich fand Michael Blodgett, den Darsteller von Lance Rocks, fand ich auch überzeugend. Er hat halt nicht viel gemacht, außer wirklich schmierig und irgendwie suspekt und gleichzeitig so ein bisschen sexy zu wirken. Lance Rocks ist der, der Kelly verführt und ihr sagt, ey, du musst das ganze Geld von deiner Tante holen. Und der am Schluss von Seaman gefesselt und erschossen wird. Ja, das alles passiert in diesem Film. Und lass mich nichts Falsches sagen. Ich fand diesen ganzen Plot, in diesem ganzen Plot um Patronella, Emerson und Randy fand ich die Schauspieler. Also Randy jetzt nicht, aber Harrison Page, Emerson. Fand ich auch überzeugend. Fand ich okay. Also war kein großartiges Spiel, aber war so solide, hat das gespielt, was er spielen sollte. Okay. Jetzt habe ich schon drei genannt. Rechnet das? Ja, du meinst die beiden. Also, also Kelly. Und unsere Bandleader. Und auch tatsächlich Protagonistin der Geschichte am ehesten nicht. Stimmt eigentlich auch nicht. Diese Geschichte hat keine wirklichen Protagonisten. Dolly Reed. Aber schon, schon sie. Sie ist diejenige, der ich am meisten folgen will. Ja, sie sieht einfach, also grundsätzlich haben wir in diesem Film, und das betrifft sowohl Männer als auch Frauen, haben wir sehr viel gut aussehende Menschen. Ja. Und was auch ist, was ich erstmal zu Ross Meyer auf der Arben-Seite verorten würde, Ross Meyer ergötzt sich nicht nur an den Frauenkörpern, sondern auch sehr viel an den Männerkörpern. Also ich finde, er macht da keinen großen Unterschied. Es gibt keine Penisse, aber ein Penis ist auch nicht schön. Ja, aber gut, das ist jetzt persönlicher Geschmack. Aber wir sehen nackte Oberkörper von Männern. Und wir sehen sexy Männer, die schick angezogen sind. Und wir sehen Männer, die, naja gut, sich an Männer ranschmeißen, ist vielleicht ein bisschen viel gesagt. Ja, doch, ja, sehen wir auch. Wir haben auf jeden Fall, wir haben auf jeden Fall in diesen Orgien-Bildern vor allem, haben wir auch einen Blick auf den männlichen Körper. Ich relativiere das nochmal ein bisschen, nicht so viel wie auf den weiblichen. Ross Meyer hat einen ganz eindeutigen Brustfetig, das kann man nicht anders sagen. Ross Meyer steht auf dicke Titten, um es einmal gesagt zu haben. Und die sieht man sehr viel in diesem Film. Und die sieht man auch sehr überflüssig in diesem Film. Ja, was auch total nachvollziehbar ist. Es ist auch ablenkend, ne? Das ist ein Film für eine bestimmte Situation. Nein, es ist nicht. Es ist ein Film aus dem Jahr 1969, die Leute hatten damals nicht viel. Also ich meine, ja, dann kam halt, dann kam Blue Movie, über den wir auch geredet haben, von Andy Warhol. Und dann kam plötzlich so das Golden Age of Porn. Aber der Film schreit noch so ein bisschen nach dieser Zeit, in der das Ding war, um Brüste zu sehen, um Nacktheit zu sehen. Ja, so verdeckt ja auch nicht. Nee, so verdeckt auch nicht. Okay, wir müssen das irgendwie sortieren. Das Problem ist wirklich, dieser Film hat so mehrere Geschichten, die erzählt werden und die auch so durcheinander erzählt werden und die sich alle sehr um Soap-Themen drehen. Und das fand ich tatsächlich schockierend, dass wir irgendwie so diese Verheißung haben des wilden Hollywoods, dieses dekadenten Sumpfes. Und dann kommen wir da rein und dann haben wir eigentlich nur Geschichten, wo Frauen Sex mit Männern haben und ihre Freunde deswegen eifersüchtig sind und die Frauen dann ein schlechtes Gewissen haben und die Freunde zu den Frauen zurückkehren. Und die Lesben werden getötet am Ende. Und da haben wir natürlich drei. Wir haben unsere Band Kelly Affair. Wir haben Kelly, Casey und Petronella. Kelly, die mit Harris zusammen ist? Keine Ahnung. Ja, aber sie scheint ja so voll auf diesem casual Sex-Trip zu sein. Also einfach so, hey, wir sind in Hollywood und da hat einfach mal jeder mit jedem Sex, womit sie auch irgendwie recht hat. Ja. Fandst du Harris auch nervig? Er ist von Anfang an gegen Hollywood, was wir in einer, ich wette mit dir, dass du sie scheiße findest, was wir in einer wilden Montage, in einer Diskussion zwischen ihm und Kelly sehen, die sich fast wie so ein Gedicht oder ein Battle-Rap vorträgt, wenn sie nach und nach, wenn sie sagen, hey, lass uns nach Hollywood gehen. Oh ja, oh nein, die dreckige Stadt, aber die Partys, aber das, aber das und dann haben wir so eine Karte und sie fahren mit dem Auto und sie diskutieren darüber, was an Hollywood gut ist und was an Hollywood schlecht ist. Sie sagt die guten Sachen, er sagt die schlechten Sachen und so im Stakkato aufeinander folgen. Ich find's toll. weil ich nicht weiß, wo ich bin in dem Moment. Man fragt sich in diesem Film ganz oft, Alter, wie viele Blenden kann man in einer Szene übereinander legen? Es gibt diese krassen Montagen, wo gezeigt wird, wo die Kelly Affair Erfolg hat. Ja, aber er hat dann die Band, auf dieser Band jeweils Blende eingeblendet, weißt du, so halbtransparent, die Sängerin, groß, dann ein Schallplattenspieler, der sich dreht, dann charts die ablaufenden, wir haben zehn Blenden auf einem Bild. Das ist das, wie Pink Floyd Musik gemacht haben. So, hey, wir legen mal zehn Spuren übereinander, es wird schon geil klingen. Und du guckst da drauf und du siehst einfach nur so Datenmüll. Ich bin ja nicht generell gegen Blenden, aber Blenden haben oft was Kitschiges und Blenden wirken oft so, als ob die Person, die im Schnitt säße, sich nicht traut, die Szene zu wechseln. Ja, genau. Also Kelly und Harris streiten sich, wollen nicht nach L.A. Und es ist klar, warum, weil Harris hat Angst, Kelly zu verlieren, weil in L.A. wartet der Erfolg auf sie, dann ist er nicht mehr notwendig, weil er ist offensichtlich Manager, auch wenn er nichts managt. Er merkt schon nichts, außer seine Feelings. Und die ist schlecht. Ja, definitiv. Und er hat ja auch vollkommen recht. Ich meine, sie kommen nach L.A., sie trifft ihre Tante Susan und die sagt gleich, hey, ich habe hier Geld geerbt, du kriegst die Hälfte. Susan ist großartig, allein deswegen. Die ist nämlich die netteste Person überhaupt. Und der Film fragt am Schluss, vielleicht ist das gar nicht so gut, dass sie so nett ist. In der Moralpredigt. Aber sie ist einfach cool die ganze Zeit. Ja. Sie ist so, hey, ich kenne dich nicht und ich hatte Streit mit deiner Mutter, aber ich habe hier gerade eine Million geerbt und du solltest auch 300.000 haben. Welcher Mensch macht das? Nicht mal fucking Gandhi macht das. Weil sie allen glaubt. Vor allem ihrem Anwalt, dem Porter, der eine Wunder... Also, das ist so ein Moment, wo du das Gefühl hast, ja, der Film nimmt sich nicht ernst. Der spielt nämlich wunderbar diesen schmierigen Typen, der auch, was ich großartig finde, wie so ganz viele andere Figuren, gar keinen Hill daraus macht, was er vorhat. Ja, ja, klar. Der redet mit Kelly und sagt, ey, und übrigens, die Schlampe will ich loswerden. Du hast hier nichts verloren. Ja. Und so einfach so... So straightforward. Ich finde es ganz gut als Entscheidung für eine Figur, klar. Es ist halt komisch, wenn man niemanden als Intriganten inszeniert. Ja, ja. Und er dann sagt, übrigens, ich bin ein Intrigant und ich werde dich fertig machen. Na, ich weiß nicht, ob Intriganten so arbeiten. Casey? Petronella? Ashley? Harris? Emerson? Randy? Lance? Fuck, hat dieser Film viele Personen. Kelly? Ich lese da den Namen Kelly und frage mich kurz, wer ist denn noch mal Kelly? Ah, ja, stimmt. Ich habe einmal deinen leeren Gesichtsausdruck gesehen und dachte so, okay, ich mache jetzt nicht weiter. Ja. Ich fand es bei den Partys geil, weil es da irgendwie zur Atmosphäre gepasst hat. Also wir haben am Anfang, es gibt eigentlich, dreht sich dieser Film nur um die Partys. Wir haben drei große Partys und die sind immer irgendwie relativ lange und da passieren eigentlich alle Sachen. Und bei den Partys haben wir gerade am Anfang, das sind immer die Partys, die dieser Siemens schmeißt, der große Plattenproduzent, auf den sie treffen. Und dann haben wir immer so Schnitte zu einzelnen Leuten, die auch meistens gar nicht groß eine Rolle spielen in dem Film, die sich einfach unterhalten und die sich gegenseitig so Dialogfetzen an den Kopf werfen, wo es meistens um Drogen und um Alkohol geht oder um Lästereien über andere Leute. Und es ist total schwer am Anfang auszumachen, welche von diesen Figuren ist gerade wichtig für die Handlung des Films und welche wird einfach nur in so einer. in so ein Panorama kurz gezeigt, damit wir einen Eindruck für dieses Partyleben haben. Ja. Ja, ich fand es teilweise auch schwer. Genau, ich habe dann auch nochmal im Skript nachgelesen, was sagen sie gerade und dann war es meistens, ah ja, was Triviales. Roger Ebert hat gesagt, der Film sollte eigentlich allen gefallen, die unter 30 sind. Das heißt, coole Sprüche, das heißt viel Sex, das heißt irgendwie so Teenager und Jugendliche abholen. Es sollte ja eigentlich, sie haben ja, deswegen hat Russ Meyer die Nacktheit so ein bisschen zurückgedreht, sie wollten ja eigentlich ein bisschen besseres Rating haben, als sie später gekriegt haben. all die ganzen komischen Jokes noch. Aber ja, wir haben viele triviale Dialoge dann auf diesen Partys und die Geschichte von Kelly ist dann halt so zum einen, dass sie mit Seaman Erfolg hat, mit ihrer Band, und der sie einfach mal umbenennt. Ihr seid jetzt nicht mehr die Kelly Affair, ihr seid jetzt die Carrie Nation. Okay. Aber du hast gesagt, die Musik ist geil. Ja, ich fand tatsächlich die Musik ganz gut. Und das ist so voll Tarantino, oder? Das stimmt. Jedes Mal, wenn man eine Band sieht von Tarantino, muss man, also ich werde jetzt jedes Mal an diesen Film denken müssen. Ja, ja, ja. Weil so wie er das inszeniert, wie sie da auf der Bühne stehen und singen, sie singen natürlich nicht die Schauspielerin, sondern das wurde mal. Ja, eine wirklich geile Stimme. So ein bisschen, ja genau, soulig. Welchen Namen wollte ich jetzt sagen? Jetzt fällt mir der Name nicht ein. Janis Joplin. Sie klingt sehr nach Janis Joplin. Das stimmt. Ja. Also daran musste ich auf jeden Fall denken und ich dachte so, wow, das ist echt gut. Das ist guter, so fast schon so Proto-Punkrock, was die da spielen. Also wirklich mit Energie. Ja, total gut. Und man sieht direkt, dass sie das nicht sind. Also Pat Ronella finde ich noch an den Drums irgendwie ganz okay. Das stimmt. Also das wirkt irgendwie echt. Keine Ahnung, ob die Drums spielen kann. Ja. Sie war auch, sie war eigentlich nur Fotomodel. Ich glaube, sie wurde auch vor allem wegen ihrem Aussehen gewählt, weil sie auch tatsächlich einfach, also. Sie sieht auch recht verdammt aus. Ja, sie ist eigentlich die beste Aussehendste von den drei. Also es ist halt eine Geschmackssache, aber fand ich jetzt. Ja, genau. Die Musik ist echt geil und man kann, also das ist zumindest glaubwürdig, dass sie mit dem, was sie da machen an Musik, dass sie damit dann Erfolg haben. Ja. Und Harris kommt darauf gar nicht klar, auch weil Kelly dann eben mit diesem Lance Rock zusammenkommt, der übrigens auch, genauso wie Porter, von Anfang an sagt, was er macht. Der ist so bei Kelly und sagt so, ey, übrigens mein Job ist es, Frauen auszunehmen, die viel Geld haben. Und du solltest übrigens deine Tante ausnehmen, damit ich danach dich ausnehmen kann. Ja. Das ist so die Ehrlichkeit. Er sagt so von Anfang an, ey, ich bin hinter deinem Geld her übrigens. Und besorg aber jetzt erstmal Geld. Das stimmt nicht. Was stimmt nicht mit den Leuten? auch nicht. Und sie hat nicht nur mit ihm Sex, sondern sie verführt dann auch Porter, was überhaupt keinen Sinn ergibt. Warum? Er ist ihr Feind. Ja, sie will ihn irgendwie dazu bringen, dass er irgendwas nicht macht. Ja, genau. Ja, aber Sex dauert jetzt nicht so lange. Das ist halt das Ding. Und Harris, Rasen vor Eifersucht, hat zuerst Sex mit Ashley, einer Pornodarstellerin. Die, also, sie macht sich zuerst mal an ihn ran und man fragt sich am so einem gewissen Punkt, ey, wie schwer ist es ein Nein zu verstehen? Ja, auf jeden Fall. Er mag diese, er mag definitiv diese dominanten Frauen. Ja. Und das sind, in diesem Film haben wir eigentlich so zwei, die Ashley und die Roxanne, die Casey verführt später. Die hat auch sowas so sehr Starkes und sehr Dominantes. Oh mein Gott, was ist das für eine Musik? Was war das? Wo sind wir? Ich glaube, wir wurden rausgerissen. Aber, aber, aber, wohin? Oh mein Gott, Johannes. Ja? Ich befürchte, wir befinden uns in einer Self-Promo. Oh nein! Shit! Ganz schnell, ganz schnell, damit wir zurück zum Gespräch können. Was müssen wir machen? Was müssen wir sagen? iTunes, Beam, whatever, was ihr auch benutzt. Und wenn ihr uns Feedback geben wollt, wir freuen uns total über jeden Kommentar an johannes-at-mussmann-sehen.de oder florian-at-mussmann-sehen.de. Genau, schickt uns Filmvorschläge und so weiter. Boah, das, oh, wir sind schnell durchgekommen. Ja, jetzt schnell raus, schnell wieder zurück ins Gespräch. Harris hat Sex mit Ashley. Ashley macht sich über ihn lustig, weil er da nicht kann am Strand. Harris ist total fertig mit den Nerven und hat da nochmal Sex mit Casey. Harris vergewaltigt Casey, oder? Was passiert da? Also, es ist die einzige Sexszene, die nicht gezeigt wird in diesem Film, aber sie sagt am nächsten Morgen, was hast du getan? Und es klingt so ein bisschen wie, als ob sie unter Drogen wäre und eingeschlafen ist und er hat sich an ihr vergangen. Es passt halt so schön zu dem Harris-Berg, du baust so langsam so ein Bild von Harris auf und es kommt immer mehr Scheiße drauf und dann irgendwann denkst du, oh Mann, yes, spring! Entschuldigung. Harris ist dann wirklich total fertig mit den Nerven und dann beschließt er sich umzubringen bei einem Live-Auftritt der Band im Studio. Ja, Petra Miller sagte, hey, wir sollten das Lied von ihm spielen, was voll niedlich ist. Wie vieles in diesem Film. Und er sitzt dann im Rollstuhl. Und darf Kelly am Ende heiraten. Und man sitzt da so ein bisschen fassungslos davor. Warum? Das ist der letzte Typ, dem ich ein Happy End gegeben hätte. Keiner von denen. Casey. Und Petra Miller habe ich das Happy End auch gegönnt. Doch, Harris. Ja, ich bin auch kein schlechter Mensch. Aber Harris hat ein schlechtes Ende. Das ist die Geschichte von Kelly und Harris in a nutshell. Wir haben sehr viel Sex. Wir haben sehr viel Eifersucht. Wir haben sehr viel Drama. Und um das vielleicht so abzukürzen. Das ist die Geschichte von Petra Miller. Wir haben sehr viel Sex. Wir haben sehr viel Eifersucht. Wir haben sehr viel Drama. Petra Miller lernt diesen Studenten Emerson kennen. Und es gibt wirklich eine wunderschöne, unschuldige Romanze zwischen den beiden. Inklusive Sex auf dem Heuboden. Im Weichzeichner-Look. Und wir denken so, ey, hier wird gerade eine richtige Liebesgeschichte erzählt. Nein. Und dann hat Petra Miller, die auch irgendwie die ganze Zeit kiffen will. Also Petra Miller's Dialoge sind so 80 Prozent. Oh, krass. Ja, kann ich haben. Wer hat krass gesagt? Es gibt mehrmals in diesem Fünsel Dialoge, wo irgendwo in der Ecke Weed gesagt wird. Und da steht Petra Miller auf und sagt, oh ja, Weed. Let's go. Petra Miller schmeißt sich dann an den Boxer ran. Muhammad Ali. Nee, Entschuldigung. Wie heißt der? Randy. Na, hallo. Und dann hat sie auch, also er redet ein bisschen mit ihr und sagt so, hey Baby, jetzt ist der Moment, um Spaß zu haben. Du solltest dein Leben genießen. Und dann sagt sie, okay, lass uns Sex haben. Und du denkst dir, what the fuck is going on? Das war eigentlich so, man hatte so das Gefühl, hier soll im Film der Gegenentwurf gezeichnet werden zu diesen dekadenten, promiskuitiven Hollywood-Leuten. Hier haben wir eine echte Romanze, ein Student und eine Sängerin, die einfach nur sich ineinander verlieben. Und dann, naja, sie hat dann Sex mit Randy, natürlich erwischt sie Emerson. Es gibt einen großen Streit, große Action-Szene wie Emerson, sich auf das Auto von Randy wird und dann verprügelt wird. Und aber am Schluss versöhnen sie sich wieder, ich weiß gar nicht mehr warum. Aber es gibt keine Versöhnungsserie. Nee, aber sie versöhnen sich wieder. Und dann die dritte im Bunde, Casey, die irgendwie eine merkwürdige Geschichte noch kriegt, ne? Na, Casey kommt in Hollywood offensichtlich überhaupt nicht klar. Die wird von Porter angemacht, findet das total widerlich. Sie rennt eigentlich die ganze Zeit vor Männern weg, von denen sie angemacht wird. Und dann landet sie zum einen, nee, nicht nur von Männern, sondern auch, sie rennt auch vor Roxanne weg, die Interesse an ihr hat. Dann wird sie von Harris vergewaltigt und ist schwanger und geht zu Roxanne und Roxanne sagt, hey Baby, lass uns abtreiben. Und Casey sagt, ach nee, vielleicht wird's ja doch irgendwie was mit Harris so. Ja, und wait, what? Sofort sagt, du musst es sofort abtreiben. Sie will das Kind behalten, weil sie sagt, dann hat sie noch was von Harris, weil das war gerade unmittelbar, nachdem er sich runtergestürzt hat. Und Roxanne sagt, nee, Abtreibung, dann haben wir diese Horror-Szene von der Abtreibung. So, ja, so sieht eine Abtreibung aus, genau. Und die ist auch schnell vorbei und dann wird Pfannkuchen gemacht. Das ist dann Roxanne und Casey fangen dann tatsächlich eine romantische Affäre an. Wir haben hier auch wieder so plötzlich so kurz den Moment, wo wir denken, hey, nach dem ganzen Zeug, den er da über Casey erzählt hat, plötzlich scheint sie so Liebe zu finden. Wirkliche Liebe. Und das ist cool. Ja, genau. Das ist wirklich, dass neben der Szene von Petronella und Emerson die einzige Sexszene, die romantisch inszeniert ist, wo man das Gefühl hat, hier wird Liebe gezeigt. Das Problem ist halt, dass in der nächsten Szene dann der wahnsinnig gewordene Z-Man mit einer Pistole zu, äh, zu, äh, nicht Ashley, nicht Casey, sondern zu Roxanne geht, ihr die Pistole in den Mund steckt. Und wir als Publikum dem genussvoll zugucken sollen, wie er mit dem Lauf der Pistole in ihrem Mund rumfummelt. Es ist so ekelhaft. Um sie dann zu erschießen und kurz darauf dann auch noch Casey mit dem Kopfschuss zu töten, inklusive Gore-Effekten. Ja. Und... nicht andeutet. Nee, überhaupt nicht. Das ist wahrscheinlich neben den drei Frauen? Nicht die interessanteste, aber die, nee, nicht die, die, die, einfach die Person, über die man reden muss, ist dieser Ronnie Seaman, der ja am Schluss für den, für den Slasher-Horror-Teil verantwortlich ist des Films. Ja. Da auch wieder. Ich glaub, Roger Ebert hat sich total von den, von den Cialo-Filmen aus Italien inspirieren lassen, weil Slasher gab's damals noch nicht. Und wenn man sich das jetzt anschaut, ist es schon so, das ist verdammt dicht dran an dem, was der Slasher-Film erst zehn Jahre später macht. Ja. Das macht der schon da und das ist halt vielleicht so ein bisschen Cialo, aber auch ein bisschen mehr als Cialo. Ich rede nicht über die Sinnhaftigkeit dieser Szenen. Okay, gut, gut, gut. Ähm, aber ja, er macht am Schluss, gibt's einfach diesen 180-Grad-Turn des Films, der nochmal zum Horrorfilm wird und zwar, weil Seaman, ähm, der versucht, den Lance Rock, unseren, unseren, äh, unseren Betrüger, zu verführen und Lance ist eher so, nee, lass mal, ich steh jetzt nicht so auf dich. Auch relativ zivil das Ganze, ne? Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Also es gibt diese absolut krasse Drogenparty bei Seaman, wo wir zuerst auch so eine Montage haben, wo alle auf Drogen sind und Sex haben und Seaman versucht die ganze Zeit Lance zu verführen und Lance sagt so, nee, will nicht. Und dann ist Seaman offensichtlich irgendwann genervt davon, dass Lance nicht will und schlägt ihn K.O. und wir haben Lance dann gefesselt und Seaman steht vor ihm und fuchtelt so ein bisschen mit dem Schwert rum und bedroht ihn und sagt dann so, ach ja, und was ich dir noch zeigen wollte und macht sein Hemd auf und Big Reveal, I don't know, hat Brüste und Lance macht sich über ihn lustig, ah, du warst ne Frau und ne hässliche Frau bist du, a broad, a ugly broad und dann rastet Seaman aus und köpft ihn. Sein Diener, der als Nazi verkleidet ist, sieht das.
Johannes Franke: Was zur Hölle ist das?
Florian Bayer: Es gibt eine Anspielung in dem Film, er sagt irgendwann ganz am Anfang, sagt Seaman über diesen Typen hier erinnert, der dich nicht an einen Bohrmann und es soll glaube ich so eine Anspielung drauf sein, das soll ein Nazi sein, der nach Amerika geflohen ist und deswegen findet Seaman das lustig, ihn bei der Party als Nazi zu verkleiden, Seaman selbst als Wonder Woman und dann, warte mal, die Casey als Robin und die andere, Roxanne, als Catwurm und sonst ist keiner zu der Party eingeladen von unseren Protagonistinnen, was auch so merkwürdig ist. Aber die dürfen dann nachher in diesem tollen Scooby-Doo-Moment hinein zur Party. Zum Scooby-Doo-Mobil! Auf jeden Fall erschießt er dann, ersticht er dann noch den Typen, den Nazi-Diener am Strand und erschießt Casey und Roxanne, bevor er gestellt werden kann. Was ist los? Was ist das? Also bitte, sag du's mir. Ich hab jetzt ganz viel geredet, du musst das sagen. Das ist genau die Frage. Aber er liebt das ja, also dann wäre es eher ein Transmann, oder? Weil er, es ist einfach sein Leben. Nein, über seine Identität wird nichts gesagt. Genau, aber was denkst du? Was denke ich? Ich finde ja tatsächlich, diese Abschlussszene, auch wenn sie ganz merkwürdig reingepfropft ist am Schluss, ich finde, die ist schon irgendwie ganz geil gemacht. Also, alles. Und zwar nicht die Morde. Moment, Moment, Moment, was? Dieser Drogenrausch, diese Party, diese Sexparty, die wir dann haben, wo das Ganze wie so ein mittelalterliches Hexenritual inszeniert wird. Und Seaman wirkt dann auch wie so ein Merlin, wie so ein Zauberer. Ja, da bin ich, einständiger Kurzfilmer. Und dann ist er so, und dann ist alles so drüber, ne? Dann haben wir sie da liegen und wir haben diese Montagen von ihnen, wie es wieder so mehrere Blenden übereinander, wie sie Sex haben und Drogen nehmen. Und es wirkt aber nicht wie so ein 70er-Drogenfilm, sondern eher wie so ein, ja, wie so ein mittelalterlicher, wie so ein Sorten-Sorcery-Film fast schon. Auch weil sie so verkleidet sind. Und dann redet Seaman. Weil das Setting ja so ist. Ja. Und Seaman redet ja auch so komisch dann. Der redet ja sowieso die ganze Zeit so komisch. Und dann, ähm. So ein bisschen Shakespearean. Total. Ja, im Reimen irgendwie, ne? Und so. Also du hast immer das Gefühl, alles, was er sagt, ist Poesie. Und dann sagt er, you will drink the black sperm of my vengeance. Und das ist so großer Pathos. Und das ist irgendwie krass, diese Eskalation. Und es ist irgendwie so, wir nehmen teil an diesem schlechten Drogentrip von Seaman. Und sind Opfer und Täter zugleich. Ich finde, das hat was total Faszinierendes. Also ich meine, das ist auch meine Faszination an Horrorfilmen. Und natürlich dieser Exploitation-Moment mit der Waffe im Mund, das ist echt eklig. Das ist auch so, ah, nee, das muss echt nicht sein. Aber das ist dann so komplett eskaliert und der Lance köpft und den, äh, und seinen Diener erschießt, der noch als Nazi verkleidet ist. Das ist so drüber, dass ich denke, okay, das ist irgendwie geil. Aber es ist ein Anfang für einen Film, oder? Es ist ja auch ein Anfang vom Film. Naja. Also man sieht nichts davon, weil die Credits verkehrt herum drüber laufen die ganze Zeit. Ja, vielleicht, weiß nicht. Also ich finde, das ist ein tolles Finale. Ich, ich verstehe nicht so ganz, warum sie das an den Anfang noch gepackt haben. Also, was soll dieses Foreshadowing? Ich hab's schon gesehen. Das Geile ist ja, dass dieses ganze Hollywood-Verruchte, der Film erzählt uns ja, dass dieses Hollywood-Verruchte, dass das alles gut endet. Also, wäre nicht, wäre nicht der Verrückte da, der auf einem schlechten Drogentrip Leute umbringt. Würde das ja alles gut enden, ne? Ah, Alter. Raus aus meinem Kopf. Johannes hat gerade den Film gerettet, mit einer Menge Symbolismus. Seaman ist nicht einfach nur ein wahnsinniger Musikproduzent, sondern er ist ein Symbol für das verruchte Hollywood-Shit. Das dich einerseits feiert, dich einerseits verführt, dich andererseits hypnotisiert und dann am Ende umbringt. Gnadenlos. Uiuiui. Geil. Ich steh voll drauf, Johannes. Das macht den Film für mich gut.
Johannes Franke: Nein, Flo, fuck, ich bin nicht dafür verantwortlich. Nein, Flo, ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass du diesen Film gut verpasst.
Florian Bayer: Ich glaube, ja, Beyond the Welly of the Doors ist wirklich eine tiefgehende Parabel auf Hollywood als Täter und Opfer. Und Hollywood auf einem schlechten Drogentrip könnte natürlich auch ein Kommentar dazu sein. Ja, aber das Witzige ist ja, was Hollywood alles mit denen macht, ist alles nicht so schlimm, weil am Schluss heiraten sie. Harris kann wieder gehen. Ich stimmt. Sie haben die wahre Liebe gefunden. Sie haben Erfolg als Musikerin. Und wäre diese Seaman-Geschichte am Ende nicht, wäre das alles gut. Oder? Also jetzt mal ganz ehrlich. Und Petronella und Emerson kommen auch wieder zusammen. Ja, es gibt Verwirrungen und es gibt... Gott, es ist so eine Soap. Du hast gesagt, dass das ein für sich stehender Kurzfilm ist. Kann ich zurückspulen. Protokollantin, lesen Sie bitte die... Ich schneide das raus vor. Nee, es wirkt aber halt auch... Es wirkt ja so dran gepfropft, als... Man hat so das Gefühl, Russ, Maya und Roger Ebert dachten am Schluss, oh, dem Film fehlt noch so ein bisschen Gewalt. Ja, natürlich haben sie das. Es passt auch total, weil vor dieser Party haben wir Kelly und Harris, wie sie Schach spielen und er im Rollstuhl sitzt und sie sich wieder versöhnen und dann denkt man so, okay. Und dann schnittst du sieben, wenn der sagt, hey, lass uns eine Party schmeißen, jetzt geht's ab. Und dann geht's auch wirklich ab. Dann haben wir einfach die letzten 20 Minuten nur noch Sex, Drogen und Gewalt. What the fuck? Aber er ist ja auch so proaktiv, er sagt, wir müssen sie retten. Und dann müssen sie erst mal den Rollstuhl zusammenbrauchen. Ja, auf jeden Fall. Es ist schon schön, aber... Es ist auch cool, dass der Film uns das alles zeigt, wie der Rollstuhl reingepackt wird ins Auto, wie er reingesetzt wird und so. Auf jeden Fall. Und das ist so Scooby-Doo, oder? Die sind voll die Teenager drüber, die sagt, rette den Tag, Sieben ist verrückt geworden. Kein Mensch braucht die Polizei. Dann wäre der Film wenigstens noch egaler gewesen. Aber er hätte weniger Spaß gemacht. Ich meine, ey, wir haben... Ja, es ist ja auch nicht das Finale, ne? Danach haben wir ja nochmal die Hochzeit und da ist alles schön. Ja, die Hochzeite sind zwei Sekunden, das ist ja nicht viel. Sie rennen über das Feld. Harris kann wieder gehen, also auf Prüden, aber er kann wieder gehen. Und dann haben wir noch so ein komplett Out-of-Place-Comedy-Moment, wenn Porter durchs Fenster guckt noch einmal, der komische Anwalt, der intrigante Typ, und reinguckt und sie sagen, nee, du darfst nicht mehr rein, dann machen sie eine Rollladen zu.
Johannes Franke: Der will unbedingt Teil der ganzen Sache sein.
Florian Bayer: Susan, übrigens, Susan heiratet auch noch. Das ist noch eine Geschichte, die einfach so zwischendurch passiert. Susan trifft ihre alte liebe Baxter, der mit seiner Verlobten da ist auf der Party. Susan sagt, ich hab dich vermisst. Baxter sagt, ich bin zwar verlobt, aber ich hab dich auch vermisst. Und ich lass jetzt meine Verlobte einfach stehen auf der Party, ohne Kommentar oder sonst irgendwas. Es ist so schön romantisch, oder? Und du hier, Mensch, lass uns dort wieder anfangen, wo wir aufgehört haben. Sie haben sich seit Jahren nicht gesehen. Sie treffen sich auf dieser Party und er lässt seine Verlobte sitzen. One Asshole. Kommen wir zum Sexismus und zum Feminismus zu reden. Wie sexistisch und wie feministisch ist dieser Film?
Johannes Franke: Ich klär das mal. Und er macht auch nichts anderes als, was? Okay, gut, lass uns losgehen. Harris ist so.
Florian Bayer: Was auf jeden Fall sexistisch ist, ist definitiv die Fleischbeschau, die der Film permanent durchmacht. Also darüber brauchen wir gar nicht zu reden. Es gibt auch einfach komplett überflüssige Garderobenszenen, wo nochmal BHs an- und ausgezogen werden, wo du einfach siehst, okay, Ross Mayer hat auf die Uhr geguckt und gesagt, ah ja, zwei Minuten ohne Brüste, bitte. You go. Er hat definitiv auch ganz viele von diesen Klischees, auch die ganzen Romanzen haben diese Klischees von den Frauen, die da neben stehen, während die Männer sich prügeln. Wir haben aber auch ein paar starke Frauen, ne? Also ich meine, wir haben Susan, die offensichtlich... Also du gehst jetzt schon zum Feminismus über. Ach so, ne, um das zu relativieren einmal, also nicht alle Frauenrollen sind so schwach, oder? Okay, lass uns kurz noch beim Sexismus bleiben. Du hast recht. Wir haben diese Sexploitation-Shots. Also ich hab vor allem einen ausgemacht, den ich wirklich unangenehm fand, und das hab ich schon erwähnt, also am Anfang diese Szene. Und das ist gleich, wo mit der Film einsteigt. Das ist wirklich schrecklich, weil es auch wirklich so eine klassische Rape-Culture-Fantasy ist. Also die Waffe, die Macht und Sex, einfach die Macht über die Frau sexuell interpretiert. Also das ist einfach voll unangenehm. Es ist noch unangenehmer, dass es mit einer homosexuellen Frau gemacht wird. Ja, es gibt sehr oft diese Momente, was der Film als Flirt interpretiert, was einfach übergriffig ist. Ja, 100 Prozent. Also bei Porter, ich mein, Porter ist eine unsympathische Figur, das ist okay. Da kann man auch sagen, das wird gezeigt, um ihn noch unsympathischer wirken zu lassen, wenn er sich an Casey ranmacht, auf so komische Art und Weise und sie dann irgendwann wegrennt. Aber zum Beispiel Harris, der ja offensichtlich ein Rapist ist, aber das Rape-Ding ist nicht so schlimm in den Augen des Films, weil es wird irgendwie, es wird nicht mehr groß thematisiert. Und dann wird sie getötet, um das Problem aus der Welt zu schaffen? Weil wenn sie als die schwangere Anklägerin nicht mehr da ist, dann ist das Problem erstmal gelöst und Harris kann Kelly heiraten. Also so das Gefühl habe ich irgendwie, dass deswegen Casey eigentlich über die Klippe springen muss. Nicht wegen der Sex mit einer Frau, sondern weil sie ein Problem ist für die Romanze zwischen Kelly und Harris. Oh, mir ist so schlecht, Plur. Aber das waren für mich, also vielleicht findest du noch mehr, das waren für mich so die großen, unangenehmen Sexploitation-Momente. Bitte, ja. Ja. Ja, um vielleicht noch eine Sache einzuwerfen. Glaubst du, dass Harris uns sympathisch sein soll, dass das eine Identifikationsvideo ist? Ja, ja. Das befürchte ich nämlich auch. Und das ist noch so ein Problem. Ja, weil Harris ist nicht nur ein fucking Rapist. Wir haben auch so mehrmals thematisiert, und zwar soll das offensichtlich Empathie mit ihm erzeugen, dass er homophob ist, ne? Weil er hat, diese Pornodarstellerin Ashley macht sich über ihn lustig, weil er nicht kann. Und es ist so ganz klar, er kann nicht, weil er halt trauert um Kelly. Aber in diesem, drüber lustig machen geht es dann darum, dass sie sagt, hey, bist du schwul, stehst du auf Jungs. Soll ich dir einen Jungen besorgen? Und das macht ihn so fertig, dass er zu Casey geht, um sich auszuheulen. Wir wissen, wie dieser Abend endet. Der endet mit der Vergewaltigung. Und dann redet er über seine Sexualität. Aber der ganze Teil, eigentlich der ganze Inhalt dieses Dialoges ist nicht, dass er homosexuell sein könnte, sondern wir sehen eigentlich die ganze Zeit, dass er homophob ist. Ja, genau. Und wir sollen offensichtlich mit ihm mitfühlen können, dass er von der bösen Frauenwelt so weit getrieben wurde, dass er seine Sexualität, seine Heterosexualität infrage stellt, der arme Kerl. Der Arme. Das ist wirklich schräg, bizarr, unangenehm. Ja. Feminismus. Findest du Feminismus in diesem Film? Ja. Ich muss nachdenken. Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich gebe dir recht. Ich will dir nicht recht geben. Das Ding ist, ich glaube, alles, was da an feministischen Subtexten drin ist, das, was man reinlesen kann, ist so durch Zufall passiert. Ja, ja. Das ist nichts Schlimmes. Also, wir reden ganz oft über Rezeptionsästhetik und darüber, dass das, was man in den Filmen liest, dass das auch eine Bedeutung hat, dass der Film sich auch verselbstständigt hat. Ja, ich glaube, für mich ist das große Problem, ich kriege den Feminismus da nicht reingelesen. Und das ist eigentlich das, was du auch gerade gesagt hast, weil der Male Gaze einfach permanent da ist. Bei dem Blick auf die starken Frauen, ist es halt immer ein Blick in den Ausschnitt. Und ja, und auch wenn Frauen Dominanzgebahrene haben, was mehrmals vorkommt, zum Beispiel diese Ashley ist ja unglaublich dominant, diese Pornodarstellerin, und wie sie Harris verführt, in Anführungszeichen, ist von krasser Dominanz geprägt. Aber es fühlt sich eben halt immer an wie eine Sexfantasie oder zumindest wie irgendwie eine Art von männlicher Fantasie, nicht wie eine Art von weiblicher Fantasie. Und das ist so, Feminismus auf Frauen bezogen braucht einfach die weibliche Perspektive, da kommst du nicht drum herum. Und ich glaube, die weibliche Perspektive kann auch von einem Mann erzeugt werden, aber es muss halt eine weibliche Perspektive sein. Und dieser Film hat eigentlich die ganze Zeit eine männliche Perspektive. Was total krass ist, weil wenn du auf das Vordergründige guckst, dann haben wir drei Protagonisten. Also die Frauen sind hier ganz klar im Mittelpunkt. Dieser Film würde ein Bestelltest bestehen. Die reden nämlich nicht nur über Männer, sondern auch über Drogen und über Musik. Der Film würde eher ein Bestelltest bestehen als 99 Prozent der anderen Filme, die wir gemacht haben. Ist das traurig. Und es gibt auch Momente zwischen den Frauen, die einfach, die Dialoge sind zu schlecht dafür. Also das heißt, sie sind nicht interessant oder stark, aber die zumindest ihnen so ein bisschen Raum geben als Figuren. Und das sind komplett inhaltslose Dialoge und das sind komplett triviale Dialoge. Aber zumindest haben sie zwischendurch immer ein bisschen Raum zu atmen, und mal was zu sagen, was man dem Film vielleicht zugutehalten kann. Das ist die feministische Stelle des Films. Sie kommt bei Minute 53 vor. Dauert zehn Sekunden. Ja. Ich glaube, vielleicht bringen wir mal, bevor wir zum Urteil kommen, bringen wir mal ganz kurz noch in unsere Top 3 und danach reden wir über die Rezeption des Filmes und geben nochmal unser persönliches Urteil ab. Wir haben schon eine ziemlich lange Episode, muss man dazu sagen. Unsere Top 3. Okay. Schund. Schund. Was machst du erbost aus und bezeichnest es als Schund? Ja. Wer muss anfangen?
Johannes Franke: up yours, Ratso. Du hast dich selbst in die Scheiße reingeritten. Es sind nur Filme dabei, die wir hier besprochen haben. Weil du dich...
Florian Bayer: Ja, es ist schon. Und machst du abost aus und sagst, es ist schon bei einem Experimentalfilm, der mit wenig Budget und schrägen Bildern und... und was Gutes erzählen. Okay, die haben offensichtlich komplett unterschiedliche Ansichten, was Schund betrifft. Ich habe nämlich Filme genannt, die mich nicht wegen ihrem Handwerk, sondern wegen ihrem Inhalt und so ärgern. dass er es besser weiß. Schund ist, du hast eigentlich was anderes vor und drehst einen Film, aber das, was du eigentlich vor hast, ist die ganze Zeit zu sehen. Deswegen gibt es natürlich das Exploitation-Zeug ganz oft schon, weil du dir eigentlich einen runterholen willst. Aber du hast vielleicht gerade keine Zeit und deswegen drehst einen Film. Hätte Russ Meyer fünf Minuten gewichst.
Johannes Franke: Ich nehme an, er hat stundenlang gewichst. Und zwar jeden Tag.
Florian Bayer: Also, ich werde inhaltlich bleiben. Platz drei. Ein französischer Film aus der Zeit der französischen New French Extremity, als sehr viele Horrorfilme gedreht wurden, die halt sehr brutal waren und sehr düster. Und ich musste ja auch irgendwann mal einen von diesen Filmen zeigen, aber den hier nicht. Inside, Al Interieur, aus dem Jahr 2007, ist eigentlich ein traditioneller Slächer, der erzählt wird. Und zwar von einer schwangeren Frau, die nachts in ihrem Haus von irgendjemandem bedroht wird, der sie jagt. Dieser Film ist unfassbar geschmacklos, weil es ist nicht nur so, dass es die ganze Zeit gegen die Schwangere geht. Oh Gott. Wir haben Röntgenaufnahmen, quasi, wo das Kind im Mutterleib gezeigt wird. Und wenn sie stürzt, sehen wir, wie das Kind hin und her geschleudert wird. Also sie ist hochschwanger, sie ist im 8. oder 9. Monat. Ihr habt davon gehört, ja. Und wirklich unangenehm so dieser Moment, dass du das Gefühl hast, die wollen so spektakuläre Gewalt und es ist wirklich unangenehm und so, wie weit können wir gehen? Und du guckst es und denkst, was für ein Scheiß, ey, hört auf damit, das ist echt nicht schön. Und der Film hat auch ein ziemlich brutales Ende. Und ich habe viele von diesen New French Extremity Filmen gesehen und ich habe ganz, also ich glaube, ich bin da ziemlich hart gesaugt und aber bei diesem Film habe ich mich echt drüber geärgert, wie da, in welcher Art der Gewalt darstellt. Und das war, bevor ich ein Kind hatte oder bevor meine Freundin schwanger war. Okay. Das dazu gesagt.
Johannes Franke: Ich bin der Einzige,
Florian Bayer: als nächstes kommt wahrscheinlich. Lass mich grad froh. Igmar Bergmann. Was? Hast du nicht drin. Nein. Jean-Luc Godard. Ich habe Cats auf Platz 2. Okay. Cats hast du vorgeschlagen, oder? Das wäre vielleicht nicht mehr genau. Weiß ich nicht mehr genau.
Johannes Franke: Oh mein Gott.
Florian Bayer: Ähm. Aber Cats, nein. Cats kannst du mir nicht anlasten. Nein, nein, nein. Cats war ein Gemeinschaftswerk. Da haben wir beide beschlossen, wir gucken das und wir wussten, worauf wir uns einlassen. Okay. Gut. Also Cats war wirklich Schund, oder? Ja, Cats war Schund. Auch Cats ist einfach nicht mean-spirited genug, um Schund zu sein. Meinst du, es wollte jemand Sex mit Katzen haben?
Johannes Franke: Oder? Ja, vielleicht. Was noch schlimmer ist, als durchschimmern zu lassen, dass man einfach nur Sex will.
Florian Bayer: Ich glaube, Cats ist einfach so ein Unfall, der einfach irgendwie passiert ist und man kann keinem wirklich die Schuld dafür geben, weil so Unfälle passieren. Ja, das stimmt auf jeden Fall. Da bin ich bei dir. Das arme Studio kann nichts dafür. Und es ist kein Schund. Nein, ich glaube, Schund ist eher sowas wie, was mein Platz zwei ist, jeder fucking Uwe Boll Film. Aber ich wollte einen hervorheben. Ich konnte mich nicht ganz entscheiden, ob ich Rampage oder Heart of America nehme, aber ich habe mich für Heart of America entschieden aus dem Jahr 2003. Und du hast beide gesehen, was ist deine Entschuldigung dafür, dass du den ersten gesehen hast und den zweiten dann doch noch? Als ich Heart of America gesehen habe, kannte ich Uwe Boll noch nicht und den Film hat tatsächlich ein Freund damals mitgebracht und hat gesagt, da geht es auch um diesen Highschool-Amok-Lauf. Wir haben noch Elephant gesehen, der war doch ganz gut. Lass uns mal den gucken. Aus dem Jahr 2003, als dieses Littleton-Massaker gewesen war und da hat ja Gus van Sand, der wirklich ein spannender Regisseur ist, diesen Elephant gedreht, der ganz ruhig und langsam so diese Eskalation hin zum Amok-Lauf erzählt und dann hat Uwe Boll gesagt, das kann ich auch und das kann ich viel besser als Gus van Sand. Der hat sogar später dazu gesagt, dass Gus van Sand ist viel zu akademisch. Wir müssen das irgendwie realistisch zeigen und wir müssen einfach zeigen, wie schlimm das alles ist. Und er zeigt dann zum einen, wie zwei Schüler gemobbt werden in der Schule und dann wie sie Amok laufen und Leute erschießen und baut da auch noch sogar einen komischen Plottwist ein. Und es ist einfach nur ein derber, hässlicher und zynischer und menschenverachtender Film. Du guckst diesen Film und sagst, dieser Film ist menschenverachtend, weil Uwe Boll es einfach nicht gebacken kriegt, sowas wie Empathie oder Sympathie zu wecken oder irgendwie überhaupt Gefühle zu vermitteln. Stattdessen findet er es einfach nur geil zu zeigen, wie Leute in den Dreck gehauen werden und im wahrsten Sinne des Wortes mit Scheiße eingerieben werden und dann Amok laufen und sich an ihren Peinigern rächen und wie Blut verspritzt wird. Und es ist einfach nur so eine Amoklauf-Fantasie von einem kleinen Kind im Körper eines 40-jährigen schlechten Regisseurs. Viel zu unterhaltsam. Und auch nicht so mean-spirited. Ich glaube, zum Schund gehört auch dazu, dass du das Gefühl hast, das ist bösartig, was da gemacht wurde. Naja, aber... Er will halt einfach Sex haben die ganze Zeit. Er offenbart so ein bisschen den Mean-Spirit von Russ Meyer, der sich hinter dem verspielten Kindlichen befindet. Wizard of Gore. Ja, er ist ein Exploitation-Film auf jeden Fall. Na ja, Wizard of Gore ist halt auch wieder so, wo ich sagen will, ja, das ist technisch ganz viel albern und so, aber der hat auch Stärken. Und das ist für mich einfach nicht die Definition von Schund, wenn ein Film rough inszeniert ist oder wenn ein Film Ecken und Kanten hat, wenn ein Film so rausfällt aus dem, was man halt so vielleicht als seichtes Popcorn-Kino-Inszenierung bezeichnen würde. Der hat eine beschissene Story,
Johannes Franke: Fantastische, fantastische Schauspieler. Das ist Schund. Nein, Schund ist was... Definitiv. Das ist Schund, Floor. Ich nehme dir dein Mikro. So, jetzt habe ich hier beide Mikros. Floor, das ist keine Chance. Was macht das eigentlich mit der Totspur? Ich habe keine Ahnung.
Florian Bayer: Das ist bestimmt nicht gut, was du gerade mit der Tonspur gemacht hast. Nein. Schund ist, wenn dir ein Film seine Botschaft ins Gesicht drücken will und diese Botschaft kacke ist. Mein Platz 1 ist God's Not Dead aus dem Jahr 2014. Eine Blue Flix-Produktion, das christliche Netflix. Nicht Blue, Pure Flix. Das christliche Netflix. Es gibt ein christliches Netflix. Es gibt ein christliches Netflix. Das sind lauter Filme und ich habe nicht viel davon gesehen, aber God's Not Dead habe ich gesehen, weil es mich interessiert hat, was sie da machen. Es geht um einen bösen, natürlich atheistischen Professor, der seine Schüler, seine Studenten am Anfang des Jahres einen Zettel schreiben lässt, auf dem steht, Gott ist tot. Er möchte das einfach von ihm, weil er sagt, ich will nicht mit euch über Religion reden. Wir sind hier bei Philosophie, wir machen hier ernsthafte Wissenschaft, Religion spielt keine Rolle. Da sitzt aber ein junger, gläubiger Student, unser Protagonist, wir sind auch permanent auf dessen Seite, der sagt, ich kann das nicht machen. Woraufhin der Professor sagt, okay, dann tragen wir das jetzt aus. Das ist ein Duell zwischen uns beiden. Jeder bringt seine Argumente vor, um endgültig zu beweisen, dass Gott tot ist, beziehungsweise du musst halt beweisen, dass Gott nicht tot ist. Und dann haben wir einfach mal fast zwei Stunden lang, shit ist der Film lang, ein einziges evangelikales Pamphlet, wurde gemerkt, in dem alle schlecht sind, die nicht protestantische Christen sind. Das heißt, es wird nicht nur gegen Atheisten gekämpft, sondern auch gegen Moslems. Es gibt einen bösen Moslem-Vater, der seine Tochter zwingt, einen Hijab zu tragen, als er herausfindet, dass sie die Bibel hört. Unser atheistischer Professor wird am Schluss vom Auto überfahren, liegt blutend und sterbend auf der Straße und ein Priester kommt zu ihm und sagt, jetzt hast du die Gelegenheit, nochmal zu Gott zu schwören und zu sagen, dass du an Gott glaubst. Er sagt, ich glaube an Gott und dann stirbt er. Dann sagt der Priester, das war ein Wunder. Und dann am Schluss feiern sie alle zu einer christlichen Rockband. Okay, das ist schund. Und du guckst diesen Film und du bist fassungslos mit wie viel Hass und Abscheu fundamentalistische Christen auf Atheisten und auf Agnostiker blicken können. Das ist wirklich ein gruseliger, unangenehmer Film. Oh mein Gott. Für die Erkenntnisse. Und die Liste beenden. Was? Ich finde, dieser Film und das, ich wiederhole mich vom Anfang, ist technisch und visuell und auditiv und, ähm, und ideentechnisch auf so vielen Ebenen viel stärker als ganz viel, was uns das Mainstream-Hollywood zur damaligen Zeit geboten hat und uns bis heute bietet. Dieser Film hat so viele starke Momente, so kleine starke Momente, also ich sehe ganz viele von diesen Zehn-Sekunden-Schnipsel, die du eben erwähnt hast und zwar nicht und weniger in den Dialogen, sondern einfach in den Bildern, in, in dem Spiel mit der Kamera und mit dem Schnitt und so weiter. Ändert aber nichts dran, dass um dieses, um diese wirklich starken Momente ein wirklich kaputtes Gerüst ist und das Ding wackelt und das Ding ist unangenehm und riecht auch die ganze Zeit so ein bisschen nicht so gut. Ich bin immer noch ratlos. Ich finde, ich bin froh, dass ich den Film gesehen habe. Das ist das Problem. Ich finde, ich bin froh, dass ich diesen Film gesehen habe. Gute Musik. Naja, das ist fast ein Drittel. Warum nicht schlecht? Ja, wow. Also dann findest du, wenn du ein Drittel von dem Film gut findest, das heißt, du gibst mindestens schon mal drei von zehn. Ach du Scheiße. Machen wir weiter. Am Ende dieses Abends wird Johannes dem Film zehn Punkte geben. Also du hast gerne Sex, oder? Ja, ich hab tatsächlich sehr gerne Sex. Das heißt, wir nehmen alle Szenen, in denen Sex vorkommt. Dann haben wir roundabout noch mal 25 Minuten, dann sind wir bei 55 Minuten. Noch nicht ganz die Hälfte. Ne, die hab ich vergessen. Dann sind wir bei einer Stunde 15 Minuten. und du fühlst dich von nackten Frauen sexuell angesprochen, oder? Nicht per se. Nicht per se, aber du... Das kann man so nicht sagen, nein. Aber du, aber es gibt nackte Frauen, von denen du dich angesprochen fühlst. Es gibt nackte Frauen. Ja, ja. Zum Beispiel Brüste? Oh ja, zum Beispiel. Dann sind wir bei einer Stunde 30 Minuten. Das wären jetzt ungefähr, jetzt wären wir ungefähr bei zwei Drittel, das wären 7,5 von 10. Okay, okay. Jetzt bin ich gespannt. Jetzt musst du, eine Sache musst du noch finden. Ja. Und du magst es mit mir über Filme zu streiten und dich über Filme zu ärgern, die ich dir vorgeschlagen habe, oder?
Johannes Franke: Zu sehr. Mehr, als ich zugeben möchte. Jetzt darfst du einspielen.
Florian Bayer: Das Urteil. Das Urteil. Johannes gibt diesem Film 10 von 10. Also ich würde nicht so weit gehen. Ich finde, er hatte schon so ein paar problematische Momente. Ich glaube, ich bleibe so bei irgendwas zwischen 4 und 5 von 10 vielleicht. Mein Urteil. Wir sind da jetzt ganz wissenschaftlich ran gegangen. Wir haben die Einzelteile des Films seziert Den Film müsst du sehen. Johannes Franke von Mussmann sehen hat diesen Film empfohlen. Bemalt Schilder mit dieser Botschaft und stellt euch in die Innenstadt. Nein, dieser Film ist echt schund. Also man kann es nicht anders. Der Film ist totaler schund.
Johannes Franke: Tja.
Florian Bayer: Ich weiß nicht, warum ich... Es ist noch nicht mal so, dass es schund ist, den ich genossen hätte, weil es gab ganz viele Szenen, wo ich mich gelangelt habe, ganz viele Szenen, wo ich mich drüber geärgert habe. Und trotzdem bin ich froh, diesen Film gesehen zu haben. Ich bin ratlos. Ich weiß nicht, warum. dass du sagst, du magst diesen Film. Aber ich glaube, es ist dann eher, dass du mit jemandem befreundet bist, der mit jemandem befreundet ist, der politisch irgendwie anders steht als du. Und der, der mit dem befreundet ist, der politisch anders steht als du, sagt, naja, ich mag den, weil ich mit ihm nicht über Politik rede. Verstehst du? Wenn ihr wissen wollt, womit sich Johannes nächste Woche bei mir revanchiert, bleibt noch kurz dran. Ansonsten, danke Johannes für diese Episode. Ja, danke, Glor, für diesen Vorschlag. Ich bin so froh, dass ich, vielleicht bin ich auch einfach froh, dass ich diesen Film jetzt abhaken konnte und sagen konnte, jetzt Ross Mayer. Das ist es vielleicht. Ich habe mich mit dir beschäftigt und das ist jetzt vorbei und ich werde kein Ross Mayer-Fan mehr. Und ich habe, glaube ich, die zwei wichtigsten Werke von ihm gesehen und kenne auch ein paar Ausschnitte. Und ja, es ist erledigt, das Thema einfach. Ross Mayer, mit dir bin ich durch. Na, zu viel wahrscheinlich. Weil genau das natürlich dazu führt, dass ich mir solche Filme angucke und auch Filme angucke, die deutlich schlimmer sind, wo ich denke, oh, warum musste das jetzt echt sein? Aber ja, auf jeden Fall. Also es gibt, Completion ist es falsch gesagt, weil sonst würde ich jetzt sagen, okay, ich muss alle Ross Mayer-Filme sehen. Ich bin jetzt zufrieden, ne? Ich muss keinen Ross Mayer-Film mehr sehen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es irgendwie nochmal einen Moment gibt, wo ich sage, ey, lass uns nochmal einen Ross Mayer gucken. Das glaube ich nicht nach diesem Film. Aber du hast im Grunde jetzt auch diese Pokémon-Karte. Genau. Gotta catch them all. Auf jeden Fall. Und das ist mir schon ein bisschen wichtig, weil, naja, ich glaube dann, das macht mein Urteil leichter. Also es fällt mir leichter, wenn ich jetzt, keine Ahnung, nochmal einen Sexploitation-Film sehe, zu sagen, ah, okay, der war kacke. Aber, aber, und Ross Mayer, ich weiß, wenn ihr auf Sexploitation steht, dann müsst ihr den gucken. Er ist mir letzten Donnerstag passiert und es war wirklich peinlich, nicht antworten zu können. Kennst es doch. Stehst an der Bushaltestelle, kommt jemand an, hast du mal einen Film-Tipp aus dem Bereich Science-Fiction? Es gibt dieses Buch,
Johannes Franke: Ich ahne auch, warum.
Florian Bayer: Ich finde es gut, dass du das witzig fandst. Ich glaube, Schwanitz nimmt sich viel zu ernst mit seinem kanonischen Wissen. Und Schwanitz sagt ja auch nicht alles, was man wissen muss, sondern alles, was man als weißer, männlicher, Oh ja, Oh ja. Mitteleuropäer wissen muss. Sowas von.
Johannes Franke: Ui,
Florian Bayer: So, aber jetzt, wir müssen raus aus dieser Episode. Wir müssen Russ Meyer hinter uns lassen. Wenn ihr wissen wollt, was nächste Woche kommt, dann bleibt kurz dran. Ansonsten, vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank, dass ihr euch mit uns zusammen durch diesen Film gearbeitet habt. Schreibt uns, wie euch der Film gefallen hat. Ich frage mich, ob es wirklich da draußen einen großen Verteidiger oder eine große Verteidigerin des Films gibt. Wenn du das bist, schreib uns. Ich bin sehr neugierig, was Leute, die diesen Film wirklich mögen, dazu zu sagen haben. So, Und er war echt Ja, ich freue mich drauf. Ich kenne den Film und wir haben letzte Woche kurz drüber geredet bei Nachrichten. Das ist ja, glaube ich, aufgetaucht. Und wird auf jeden Fall ein spannendes Gespräch. Und ja, guckt ihn euch an und schaltet nächste Woche wieder ein. Bis dahin. Ciao. Ciao.
