Episode 285: Die Reise ins Labyrinth – David Bowie und Jennifer Connelly spielen mit Puppen
Die Teenagerin Sarah ist genervt. Genervt von der Uhrzeit, zu der sie zu Hause sein muss, genervt von ihrer strengen Stiefmutter, und vor allem genervt von ihrem Stiefbruder Toby, dem lauten, quengeligen Windelträger, für den sie Babysitter spielen muss, weil ihre Eltern ausgehen. Also macht sie das, was man als 16 Jährige halt so macht, wenn ein Baby einem den Abend vermiest: Sie beschwört vor ihrem Spiegel den Goblin König, er möge doch bitte kommen und Klein Toby mit sich nehmen. Dumm nur, dass ihr Wunsch erfüllt wird: Der Goblin König Jareth taucht mit seiner Gefolgschaft tatsächlich auf und entführt kurzerhand den nervigen Babybruder. Die reumütige Sarah will Toby um jeden Preis zurückhaben und Jareth gibt er auch ihre Möglichkeit: Wenn sie es schafft innerhalb von 13 Stunden sein Labyrinth zu durchqueren, darf sie ihren Bruder wieder in die Arme schließen. Sarah gewinnt in dem Zwerg Hoggle, dem Trollriesen Ludo und dem Fox Terrier Sir Didymus Mitstreiter und macht sich auf den beschwerlichen Weg durch verwirrende Gänge, mit Händen gefüllte Höhlen, Stinkesümpfe und die Kobolstadt, während Jareth in seinem Schloss mit Toby und den Kobolden eine wilde Party feiert.
Die Reise ins Labyrinth aus dem Jahr 1986, der zweite große Jim Henson Fantasyfilm nach The Dark Crystal. Da dieser reine Puppenfilm ein großer Flop war, beschloss Henson für den Audience Appeal auch ein paar Menschen in dem Szenario zu platzieren, namentlich die Nachwuchsdarstellerin Jennifer Connelly und den Rockstar David Bowie… ihr wisst schon, Bowie in seiner 80s Form, die für alle Fans des Chamäleons zu seiner besten Schaffensphase zählt (Denn wer braucht schon eine Glamrock-Oper wie Ziggy Stardust oder eine Protopunk-Orgie wie Diamond Dogs, wenn er den süßen Synthpop von Tonight und Never let me down haben kann… aber ich schweife ab).
Johannes, ich weiß, du hast einen Bruder, der deutlich jünger ist als du. Hast du ihm auch als Teenager den Goblin King auf den Hals gehetzt und bist dann dreizehn Stunden durch ein Labyrinth geirrt, um am Ende auf Escher-Treppen gegen David Bowie zu kämpfen?
: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 285: Die Reise ins Labyrinth – David Bowie und Jennifer Connelly spielen mit Puppen Publishing Date: 2026-06-17T08:39:00+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2026/06/17/episode-285-die-reise-ins-labyrinth-david-bowie-und-jennifer-connelly-spielen-mit-puppen/
Johannes Franke: Das Dschungelbuch macht auch nicht mehr.
Florian Bayer: Nein, das Dschungelbuch macht auch nicht mehr, aber das Dschungelbuch hat dabei mehr Herz.
Johannes Franke: Nein, das stimmt nicht.
Florian Bayer: Dieser Film ist so sehr in seinen Stil verliebt, dass das Herz für die Figuren dabei verloren geht.
Johannes Franke: deinen Stuhl, da ist dein Herz runtergefallen. Das gibt's ja wohl nicht. Plur, folge mir ins Labyrinth. Ich habe deinen Verstand und deinen Filmgeschmack geklaut. Vielleicht kriegst du ihn wieder.
Florian Bayer: Deine Hose ist viel zu eng und das, was darunter ist, ist viel zu deutlich zu sehen. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode vom Muss-Man-Sehen-Podcast. Wo wir uns gegenseitig Filme geben und schlechte Imitationen vor uns herbrabbeln. Und heute haben wir uns aber nicht gegenseitig einen Film gegeben, sondern wir haben mal wieder einen Publikumswunsch. Ihr wisst, wir haben eine extrem lange Liste und wir wollen die mal ein bisschen konsequenter abarbeiten. Das heißt, es wird in diesem Jahr ein bisschen häufiger Publikumswünsche geben.
Johannes Franke: Das finde ich sehr gut.
Florian Bayer: Alles für euch. Und wo wir gerade dabei sind, wir haben bald unsere 300. Episode. Krasses Jubiläum. Ja, stimmt. 300 Episoden muss man sehen, Podcast. Und wir wollen sowas machen, so eine Art Ask Me Anything, Ask Us Anything.
Johannes Franke: Ja, ja.
Florian Bayer: Das heißt, wenn ihr irgendwelche Fragen habt, wir haben auch schon ganz viele, wir kriegen ja immer mal wieder Zuschriften, aber wenn ihr noch irgendwas habt, was euch wirklich unter den Fingern brennt, unter den Nägeln brennt, den Fußnägeln, dann schickt es uns und wir werden gucken, dass wir alle eure Fragen, soweit es geht, beantworten.
Johannes Franke: Ja, und wenn die Frage gemein ist, dann ignorieren wir sie einfach.
Florian Bayer: Auf jeden Fall.
Johannes Franke: Genau.
Florian Bayer: Gregor. Gregor auf Spotify hat uns alle Sterne gegeben, die man auf Spotify geben kann, zumindest nach eigener Aussage und hat gesagt, Reise ins Labyrinth, wäre toll, wenn ihr über den redet. Und das machen wir auch gerne.
Johannes Franke: Weil du uns die fünf Sterne gegeben hast.
Florian Bayer: Sind es fünf auf Spotify?
Johannes Franke: Ich glaube ja. Wir lassen es uns einfach bestechen, Leute.
Florian Bayer: Es ist so einfach.
Johannes Franke: Ihr müsst uns nur sagen, dass ihr uns voll bewertet habt, überall, auf jeder Plattform. Cash funktioniert noch besser. Stimmt, Cash funktioniert. Auf der Webseite gibt es die Möglichkeit, uns Cash zu hinterlassen. Wir freuen uns sehr. Wir haben bis jetzt zwei Kaffee oder so bekommen.
Florian Bayer: Ja, ungefähr. Wir waren einmal Kaffee trinken und haben dann festgestellt, dass wir im Minus sind. Ja. Aber das ist das Opfer, das wir für euch bringen wollen.
Johannes Franke: Ja, genau. Seid gefährlichst dankbar.
Florian Bayer: Die Reise ins Labyrinth von Jim Henson, Drehbuch Terry Jones mit David Bowie in einer seiner wenigen, aber berühmt-berüchtigten Film rollen und ich erzähle euch einfach mal kurz, worum es geht und dann steigen wir ein. Die Teenagerin Sarah ist genervt. genervt von der Uhrzeit, zu der sie zu Hause sein muss, genervt von ihrer strengen Stiefmutter und vor allem genervt von ihrem Stiefbruder. Tobi, dem lauten, quengeligen Windelträger, für den sie Babysitter spielen muss, weil ihre Eltern ausgehen wollen. Also macht sie das, was man als 16-Jähriger halt so macht, wenn ein Baby einem den Abend vermiest. Sie beschwert vor ihrem Spiegel den Goblin-König, er möge doch bitte kommen und klein Tobi mit sich nehmen. Dumm nur, dass ihr Wunsch erfüllt wird. Der Goblin-König Jareth taucht auf mit seiner gesamten Gefolgschaft – und entführt kurzerhand den nervigen Bruder. Die reumütige Sarah will Tobi um jeden Preis zurückhaben und Sherrods gibt ihr auch die Möglichkeit dazu. Wenn sie es schafft, innerhalb von 13 Stunden sein Labyrinth zu durchqueren, darf sie ihren Bruder wieder in die Arme schließen. Sarah gewinnt in dem Zwerg Hoggle, dem Trollriesen Ludo und dem Foxterrier Sir Didymus Mitstreiter und macht sich auf den beschwerlichen Weg durch verwirrende Gänge, Mit Händen gefüllte Höhlen, Stinkesümpfe und die Koboldstadt, während Sheriff in seinem Schloss mit Toby und den Kobolden eine wilde Party feiert. Die Reise ins Labyrinth aus dem Jahr 1986. Der zweite große Jim-Hanson-Fantasy-Film nach The Dark Crystal. Da dieser reine Puppenfilm ein großer Flop war, beschloss Hanson für den Audience-Appeal auch ein paar Menschen in diesem Szenario zu platzieren, namentlich die Nachwuchsdarstellerin Jennifer Corneli und den Rockstar David Bowie. Ihr wisst schon, Bowie in seiner 80er-Form, die für alle Fans des Chameleons zu seiner besten Schaffensphase zählt, Denn wer braucht schon eine Glamrock-Opa wie Siggy Stardust oder eine Protopunk-Orgie wie Diamond Dogs? Wenn er den süßen Synthpop von Tonight und Never Let Me Down haben kann. Aber ich schweife ab. Johannes.
Johannes Franke: Ja?
Florian Bayer: Ich weiß, du hast einen Bruder, der deutlich jünger ist als du. Ja. Hast du ihm auch als Teenager den Goblin King auf den Hals gehetzt und bist dann 13 Stunden durch ein Labyrinth geirrt, um am Ende auf einer Eschertreppe gegen David Bowie zu kämpfen?
Johannes Franke: Nein, aber ich habe ihn fallen lassen. Nein. Das ist das erste Mal, dass ich das irgendjemandem sage.
Florian Bayer: Oh mein Gott, wie alt war er damals?
Johannes Franke: Er war ein kleines Baby und ich habe ihn aus der Sinn fallen lassen. Habe ihn schnell ins Bett gelegt und gesagt. gesagt, alles gut, alles gut, alles gut.
Florian Bayer: Wie alt warst du damals? Warst du schon so alt wie Jennifer Connelly in dem Film?
Johannes Franke: Ich bin zehn Jahre älter.
Florian Bayer: Zehn Jahre älter. Das heißt, du warst eher so zwölf, dreizehn wahrscheinlich.
Johannes Franke: Genau, genau. Irgendwie so in der Richtung. Und er hat natürlich geweint und so, aber er hat mir das nicht nachgetragen, weil er es gleich wieder vergessen hat.
Florian Bayer: Weil er überhaupt nichts davon mitgekriegen hat. Wir werden heute darüber reden müssen, wie Babys eventuell durch Filme traumatisiert werden können. Nicht als Zuschauer, sondern als Mitspielende.
Johannes Franke: Kleiner Spoiler, dieser Schauspieler hat später gesagt, er ändert sich sehr lebhaft an Goblin-Gesichter und er ist sich nicht sicher, ob es vom Dreh ist oder einfach, weil er den Film so oft danach... gesehen hat.
Florian Bayer: Und er wird ja auch immer drauf angesprochen. Tobi Fraud. Der Sohn von Brian Froh, der hier Konzeptdesigner ist und der auch bei Dark Crystal mit Jim Hansen zusammengearbeitet hat. Ja. Brian Fraud hat ein Bild gemalt, ein Konzeptbild von einem Baby, das von Goblins umgeben ist. Quasi als Idee für diesen Film, nachdem er mit Jim Henson bei einer trinkfreudigen Nacht und anschließend Autofahrt in der Limousine gesagt hat, okay, wie sieht unser neuer Film aus? Er hat dieses Konzeptbild gezeichnet, bevor sein Sohn Toby Fraud auf der Welt war. Seine Frau war schwanger.
Johannes Franke: Und dann sah dieses Kind, nachdem es auf der Welt war, so exakt aus wie auf seiner Zeichnung, dass es echt ein bisschen uncanny ist.
Florian Bayer: Ja. Es ist wirklich krass, man findet diese Zeichnung auch und es ist wirklich eine gruselige Ähnlichkeit. Ja. Und dann haben sie gesagt, okay, wir haben keine andere Wahl. Wir müssen dieses Baby, wir müssen diesen Tobi in diesen Film reinsetzen. Das haben sie getan.
Johannes Franke: Der hieß eigentlich im Drehbuch anders, aber es war dann am Set doch leichter, einfach Tobi zu ihm zu sagen.
Florian Bayer: Sie haben ihn extra umbenannt, damit es für das Baby nicht zu verwirrend ist, weil es ist wirklich krass. Es gibt ja diese Making-of-Aufnahmen und es ist genau das, was man auch im Film sieht. Da sitzt dieses Baby zwischen lauter Kobolden und heult und die Kobolde feiern zusammen mit David Bowie eine wilde Party.
Johannes Franke: Ja. Wahnsinn.
Florian Bayer: Sie haben offensichtlich für die Zähne, in denen das Baby heult, haben sie gewartet, bis er müde oder hungrig war. Damit sie das Heulen rauskriegen, weil der war viel zu oft, war der tatsächlich auch fröhlich bei den Kobolden. Natürlich. Der hatte Spaß mit David Bowie.
Johannes Franke: Hätte ich auch gehabt als Kind, muss ich sagen.
Florian Bayer: Bis man von David Bowie getreten wird. David Bowie im Soundstudio. zusammen mit dem Baby. Und er hat ja seine Songs eingesungen und er wollte ein Duett mit dem Baby machen. David Bowie weiß nicht, wie Babys funktionieren. Er hat im Interview gesagt, ey, und dann habe ich alles versucht. Ich habe den angepokt. Ich habe ihm gesagt, jetzt ist dein Einsatz. Ich habe ihn gekniffen. Ich wollte irgendwie Geräusche aus diesem Baby rauskriegen, damit ich mit ihm singen kann. Hat nicht funktioniert. Surprise, surprise.
Johannes Franke: Und deswegen musste der arme David Bowie das Baby dann auch singen. Der Typ lebt auch ein bisschen von der Erinnerung daran, dass er eben einfach von David Bowie in der Gegend rumgetragen wurde am Set und dass er mit David Bowie quasi eine Tanzszene hat. Es ist schon crazy. Es ist ein Baby, er spielt nicht viel.
Florian Bayer: Er macht das, was Babys tun. Er brabbelt nicht mal. Er heult und er grinst und er lacht manchmal. Das war's.
Johannes Franke: Aber es ist schön, dass du sagst, dass sie gewartet haben, bis er hungrig war oder müde war, weil ich mich immer bei solchen Filmen frage, wie schaffen sie das, dass das fucking Baby schreit? Und wenn sie es auf unlauteren Wegen geschafft haben, dann bin ich böse auf den Film.
Florian Bayer: Ja, ich glaube, das ist ein guter Grund, böse auf so einem Film zu sein, weil es ist wirklich brutal, wenn man das sieht. Diese Goblins, diese Puppen, die sehen ja auch durchaus angsteinflößend aus, wenn du jünger als fünf Jahre bist. Das kann einem Kind ja durchaus Angst machen, ne?
Johannes Franke: Je nachdem. Du weißt ja noch gar nicht, wie Leute aussehen auf der Welt, ne?
Florian Bayer: Ach, naja.
Johannes Franke: Du denkst dir so, ja, okay. Also ich als Zauberer habe festgestellt, Wenn ich mit Kindern zaubere, die unter einem bestimmten Alter sind, die gucken mich an und sagen, mir passieren jeden Tag Sachen, von denen ich nicht weiß, wie sie funktionieren. Wenn du jetzt eine Münze verschwinden lässt, dann akzeptiere ich das halt auch. Was soll das? Dann bin ich als Zauberer nicht viel wert, weißt du?
Florian Bayer: Ja. Ja, das stimmt. Magie ist irgendwie alltäglich für Kinder im gewissen Alter. Und dann ist diese fantastische Magie, was wir als Magie wahrnehmen, Gar nicht so beeindruckend, weil die Welt halt ein großer Spielplatz ist.
Johannes Franke: Und das war es hier bestimmt auch für ihn. Aber wir reden die ganze Zeit über das Baby. Lass uns mal ein bisschen über den Rest des Films reden.
Florian Bayer: Lass uns über die Erwachsenen.
Johannes Franke: reden.
Florian Bayer: Terry Jones wurde angeheuert, um dieses Skript zu schreiben.
Johannes Franke: Ja, der Terry Jones.
Florian Bayer: Monty Python Terry Jones, der Eric the Viking, Eric the Wikinger gemacht hatte und der ja auch schon bei den Monty Python Filmen und auch bei den Monty Python Sketchen selbst geschrieben hat. Also er war Und Credits hat er bei allen Monty Python Filmen eigentlich, sowohl bei Holly Crail als auch bei Leben des Brian und Sinn des Lebens. Sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur. Und Terry Jones war die Frau immer in der Gruppe. Der musste immer die Frauen spielen. Stimmt, ja.
Johannes Franke: Aber hat er großartig gemacht. Hat er großartig gemacht.
Florian Bayer: Muss man schon wirklich sagen. Die haben ja alle immer mal weibliche Rollen gespielt. Aber Terry Jones haben sie immer genommen, wenn sie eine geile weibliche Rolle wollten, weil er wohl am besten diese hohe Stimme hingekriegt hat und diese Hysterie, die sie irgendwie ganz oft in ihre Frauenrollen geschrieben haben.
Johannes Franke: Jetzt müsst ihr auf jeden Fall auf YouTube gehen und das schnell googeln und dann hört ihr weiter, aber... Das ist so geil, wie der die weiblichen Rollen spielt. Eigentlich wollte ich noch was anderes sagen. Ich finde... dass man voll seine Handschrift raus sieht, obwohl sich so wahnsinnig viel im Skript noch verändert hat. Und ich finde, was ich ganz beeindruckend finde, dass nicht Terry Jones nur rausguckt, sondern es guckt auch irgendwie Terry Gilliam raus. Was seltsam ist. Terry Gilliam vor allem vom Set-Design? Ja, vom Set-Design vielleicht ein bisschen. Aber das ist vielleicht einfach die Zeit, kann das sein. Aber auch so ein bisschen diese... Diese generelle Düsternis, die eine gewisse Bizarrerie hat, aber auch dieses mittelalterlich angehauchte Fantastische.
Florian Bayer: Ja, sehe ich durchaus. Terry Jones hat er das auch. Erik der Wikinger ist nicht so gut wie die Terry-Gilliam-Filme. Aber der hat auch diese Merkwürdigkeiten, diese Skurrilitäten, die im Dreck baden. Sie waren einfach die dreckigen Wikinger und es sieht alles so ein bisschen abgeranzt aus. Das war natürlich auch so ein bisschen der Look der Zeit, vor allem durch Star Wars bedingt. Star Wars war ja das große, epische Science-Fiction-Szenario, dass Alter und Schmutz in das Genre gebracht hat. Davor war Science-Fiction halt meistens sehr glatt und sehr sauber gebügelt. Ja. Und plötzlich war es möglich, Blockbuster können auch ein bisschen dreckiger aussehen. Blockbuster können auch ein bisschen abgeranzter aussehen. Indiana Jones ist auch. George Lucas wird an diesem Film beteiligt sein. Als Produzent und auch als Drehbuchdoktor, wie so sehr viele. Sehr zum Missfallen von Terry Jones. Die haben sich...
Johannes Franke: Im Auto darüber unterhalten. Es kam zu diesem Bild, dass das Baby von den Goblins gehalten wird. Und dann kam noch so nach und nach diese Idee, auch von Freud dazu, dieses Labyrinth drumherum zu bauen. dass sie durch das Labyrinth auch mit allem, was sie so an Metaphern darin sehen, darüber können wir noch reden, was sie an Metaphern darin sehen, Und dann entwickelte sich das so nach und nach. Und es gab mehr oder weniger so eine Bibel, wie man das so schreibt. Was habe ich für Ideen? Was kann da alles drin sein? Man wirft erstmal alles Mögliche rein und dann muss daraus etwas werden, was irgendwie lesbar ist.
Florian Bayer: Worüber sie sich sehr früh einig waren, dass sie auf jeden Fall Menschen drin haben wollen und dass es Ganze ein bisschen leichter sein soll als The Dark Crystal. beim Publikum vor allem nicht so gut angekommen, weil die halt gehört haben, okay, der neue Film von Jim Henson, Muppet Jim Henson, Kermit Jim Henson. Und dann waren da diese düsteren Wesen, die in einer düsteren Umgebung rumgelaufen sind, ohne Menschen. Ja. Ein reiner Puppenfilm, aber wirklich dark fantasy heavy stuff.
Johannes Franke: Ja. Und wirklich ganz krass, auf so technischem Niveau und handwerklich. Wahnsinn, ja. Puppetry und so. Richtig, richtig gut. Große Ambitionen, aber leider fehlte halt dann irgendwie die, weiß nicht, der... Faden zum Zuschauer, der ist gerissen so ein bisschen.
Florian Bayer: Pupikum wollte einfach leichtere Kost. Ich finde Dark Crystal ist ein außergewöhnlicher Film.
Johannes Franke: Ich habe ihn gar nicht gesehen bisher.
Florian Bayer: Großartiger Film, sowohl visuell als auch narrativ und der gilt ja so ein bisschen als das schwarze Schaf in Hanson's Vita.
Johannes Franke: Och mon.
Florian Bayer: Ich finde, es ist ein wirklich guter und wirklich seltsam.
Johannes Franke: Aber sie haben hier nicht umsonst eine neue Bearbeitung gemacht, oder? Weil er eben so viel kann eigentlich.
Florian Bayer: Es ist ähnlich wie bei diesem Film. auch Labyrinth war letzten Endes dann kein großer Erfolg, hat sich aber so nach und nach zum Kultfilm gemausert. bei seinem Publikum, das halt so sehr speziell auf diesen sehr speziellen Film steht. Bei vielen Dingen, die hier passieren, können wir was ähnliches sagen wie bei The Last Unicorn. Man fragt sich, für wen ist es? schwankt so ein bisschen zwischen verschiedenen Visionen. Und das liegt natürlich daran, dass das Drehbuch so krass umgeschrieben wurde. Terry Jones... wollte eigentlich eher so ein großes Gesellschaftspanorama. Er wollte eigentlich eine Allegorie darauf, wie die Welt funktioniert, wie die Menschen funktionieren, wie Macht funktioniert. Und Jim Hansen hat gesagt, nein, nein, das ist eine Coming-of-Age-Geschichte. Und dann haben die umeinander rumgeschrieben.
Johannes Franke: Aber es war schon auch... Der Wunsch von Jim Henson, einen Humor mit reinzubringen, der eben dazu führte, dass Terry Jones dazu kam, weil eben auch durch seine Expertise... Im Humoristischen hat er gesagt, okay, das ist doch eigentlich der Richtige dafür. Und dann ist halt er in eine andere Richtung davon galoppiert und dann musste... Jim Hansen halt einmal kurz sagen, okay, ich find's toll, aber ich muss da mal noch jemanden ranlassen. Ich habe doch noch jemanden in der Hinterhand.
Florian Bayer: Und er hat Leute reingelassen. Nicht nur eine Person. sondern er hat George Lucas genommen, der große Blockbuster-Regisseur George Lucas. Laura Phillips und Elaine May und hat gesagt, Leute, guckt mal, schreibt mal, helft mal. Und dann haben die wirklich alle an diesem Skript rumgedoktert und rumgeschrieben. Und Jones hat am Ende gesagt... Ja, ich habe irgendwie das Gefühl, das ist nicht mehr so viel von dem, was ich ursprünglich im Sinn hatte.
Johannes Franke: Aber es sind tolle Sachen dabei immer noch, die ich glaube, dass die wirklich die Handschrift von Jones tragen irgendwie.
Florian Bayer: glaube, dieses Coming-of-Age hat sich letzten Endes durchgesetzt und das war natürlich auch die Vision von Von Jim Henson.
Johannes Franke: Ja, ja, ja.
Florian Bayer: Und dieses dem Goblin King, Sheriff, ein bisschen mehr Charakter... zu geben, was Terry Jones sich gewünscht hat, dem irgendwie eine Persönlichkeit zu geben, die eigenständig ist, das ist komplett verloren gegangen und Und das hat Terry Jones sich sehr gewünscht, der wollte so ein bisschen auch so ein Charlie and the Chocolate Factory Ding machen, mit auch so einer Redemption Arc und der Goblin King ist einfach.
Johannes Franke: Eigentlich auch eine Puppe, das in seiner Version. Ja, eigentlich auch jemand, der am Ende sich rausstellt eigentlich als auch nur kleiner, ohne Macht, einer, der einfach nur... Illusionen gesponnen hat.
Florian Bayer: Ja, vor allem jemand, der Wünsche hat, der Sehnsüchte hat, der halt irgendwie Fleisch ist. Und in der Vision von Jim Hansen, was ja auch total Sinn macht, wenn das Ganze eine Allegorie auf das Älterwerden ist, ist, ist dieser goblin king einfach eine imagination von unserer protagonistin und dementsprechend braucht er keine motivation und keine sehnsüchte und träume und ängste und so weiter braucht bloß eine Socke in der Hose. David Bowie braucht keine Socke in der Hose. Du kannst mir erzählen, was du willst. David Bowie, das ist alles echt. Ja, ich befürchte, wenn ich mir das anschaue, ist das tatsächlich echt, weil das ist sehr seltsam, wenn der Gegend rumflammelt. Terry Jones hat gesagt, dass David Bowie da reingekommen ist. war mit ein Grund, dass sich das Ganze so komplett verändert hat und dass diese Figur so anders geworden ist. Und David Bowie war nicht der Erste, den Sie sich überlegt haben, der reinkommen könnte.
Johannes Franke: Nein, da wären ganz viele Möglichkeiten da gewesen. Sting wäre eine Überlegung gewesen. Michael Jackson wäre eine Überlegung gewesen.
Florian Bayer: Mein Liebling Prince?
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Wäre bestimmt... voll spannend gewesen, allein schon, weil das Alter ein bisschen näher dran ist an unserer Protagonistin. Stimmt, ja. Hätte das ein bisschen weniger weird und creepy gemacht. Und Mick Jagger natürlich. Mick Jagger, ja. Auf jeden Fall. Wenn du David Bowie willst, dann Mick Jagger. Aber dann haben sie gesagt, ja. Wir nehmen David Bowie. Hanson hat David Bowie getroffen und hat mit David Bowie geredet und hat gesagt... Hier hast du eine VHS von meinem Dark Crystal Film. Hier hast du das Treatment.
Johannes Franke: Hier hast du das Drehbuch, wie weit es jetzt ist. Bitte liest dir das alles durch. Und David Bowie war durchaus auch interessiert daran, was für Kinder zu machen.
Florian Bayer: Und er war vor allem daran interessiert, seine Musik einfließen zu lassen. Er hat gesagt, ey, wenn ihr mich schon in diesem Film besetzt und wenn das schon wieder so ein Jim Henson Musical wird, dann lass mich doch auch bitte an der Musik mitarbeiten und lass mich doch auch ein bisschen mitschreiben.
Johannes Franke: Ja, zu Recht. Ja, also er hat das auch ganz hervorragend gemacht. Bist du David Bowie Fan? Ich bin David Bowie Fan, auf jeden Fall. Allerdings ist das ein schwieriger Satz, weil wer ist David Bowie? Ja.
Florian Bayer: Ich habe vorhin das Wort Chameleon benutzt und David Bowie ist eine Wundertüte. Jedes Album klingt komplett. Also das ist übertrieben. Jedes Album klingt nach Bowie, aber jedes Album ist irgendwie ein anderes Genre, ein anderer Take auf seine Art Musik zu machen. Dann frage ich dich anders, welcher Bowie-Fan bist du?
Johannes Franke: Ich bin vor allem bei Heroes hängen geblieben. Ja, okay. Aber man muss auch sagen, das ist natürlich das große Ding und alle sind irgendwie begeistert davon und so. Und dann bin ich wenig überraschend und vielleicht auch der langweilige Fan.
Florian Bayer: Nee, aber ich finde also mit dieser ganzen Berlin-Trilogie und vor allem mit Heroes kann man ja nichts falsch machen. Das ist ja wirklich großartig.
Johannes Franke: Ja, wirklich toll.
Florian Bayer: Er hat wirklich tolle Sachen in den 70ern gemacht.
Johannes Franke: Und es gibt auch ganz tolle Aufnahmen, wie er das später dann alles aufgegriffen hat und nochmal Berlin-Konzerte auch gemacht hat. gegeben hat, wo das alles auftaucht und er es auf eine Art und Weise nochmal neu singt und interpretiert. Die ich richtig geil finde. Also er hat es wirklich auch geschafft, das wieder aufzunehmen und dann nochmal was mitzumachen. Ich fand es ganz toll.
Florian Bayer: Auf jeden Fall. Also 70er David Bowie ist großartig und ich glaube, da sind sich auch alle irgendwie einig. Ich würde einmal kurz sagen, ich liebe tatsächlich sein letztes Werk. Ich glaube, es ist noch gar nicht so ganz 100 Prozent in Musikkreisen angekommen, was für ein Meisterwerk das ist, weil es so mit seinem Tod verknüpft ist. 2016 hat er das aufgenommen und dann ist er gestorben. Und dann war das irgendwie so sein Werk, das so als sein Todeswerk galt, als sein Nachruf. Und ich fand, das war tatsächlich so ein lebendiges Werk. Und es war gar nicht so ein Grabstein, sondern was viel Krasseres. Und ich hatte das Gefühl, es war so einer, der zeigt, dass er noch dürstig ist und auch zu seiner Alternative. Also ich finde, das ist ein ganz großartiges Album und ich glaube, das würde ich tatsächlich... Sogar bei meinen Lieblingsalben von David Bowie einordnen. Sag mal, Plum, möchtest du Tee? Ja, voll gerne. Jetzt hast du so äh gesagt, dass ich nach 280 Episoden Angst hatte, dass du Nein sagst. Ich glaube, jetzt kriegst du immer einen T-Floor. Plexstar auf jeden Fall. Hört euch nochmal Plexstar an. Ganz großartiges Album. Was hältst du denn vom 80er Jahre, David Bowie?
Johannes Franke: Ja, nein, man muss schon sagen, dass man alles von ihm anhören kann und immer Spaß haben kann. Vielleicht das eine oder andere für mich ein bisschen zu experimentell, aber das kann ich nicht mehr einsortieren. Ich weiß nicht mehr genau, wann das war. Sind das die Acht?
Florian Bayer: Nee, die 80er sind die, wo er voll Pop gegangen ist. Und die 80er sind die Zeit, die bei allen David Bowie-Fans... die halt so wirklich die Nerds sind, die alles von ihm kennen, als die schlechteste Phase gilt. Also vor allem die Alben Tonight und Never Let Me Down werden gemeinhin als seine schwächsten Werke. bezeichnet. Und ich gehöre auch zu diesen Snobs.
Johannes Franke: Ich mag den 80er
Florian Bayer: Bowie auch nicht so, ich muss sagen, ich bin ein bisschen milder mit ihm geworden. Er hat halt irgendwie Synthies entdeckt und hat dann so sehr poppige, synthische und tanzbare. fröhliche Sachen gemacht. Aber da sind schon ein paar ganz geile Popsongs dabei rausgekommen.
Johannes Franke: Ja doch. Naja, ich müsste es jetzt alles nochmal quer hören. Das habe ich jetzt für die Episode nicht gemacht, weil es gibt wahnsinnig viel für diesen Film zu recherchieren vor.
Florian Bayer: Und es gibt verdammt viele David Bowie-Alben. Wie viele Alben hat dieser Mann in seinem Leben aufgenommen? 50?
Johannes Franke: Mindestens.
Florian Bayer: Sollen wir die Diskografie jetzt tun?
Johannes Franke: Nein, auf gar keinen Fall.
Florian Bayer: Er hat auch noch in zehn Filmen oder so mitgespielt. Das kriegen wir nicht auf die Reihe. Aber David Bowie, ich finde es gut, dass du einmal sagst, ja, du magst David Bowie.
Johannes Franke: Total, total. Ich liebe es. Und ich muss sagen, dass ich jetzt nach diesem Film nochmal geschaut habe, ich gemerkt habe, dass ich... diesem David Bowie weniger abgewinnen kann, als dem David Bowie, den ich kenne. Warum?
Florian Bayer: Ich bin dankbar, dass du das auch sagst, weil das David Bowie in seiner 80er Form ist.
Johannes Franke: Ah, scheiße.
Florian Bayer: Das ist Synthpop, David Bowie. Das ist Postpunk, David Bowie, der sagt... Jetzt machen wir erstmal Schluss mit dem Experimentieren und machen sowas wie Let's Dance. Lass uns Spaß haben, lass uns tanzen.
Johannes Franke: Er hat immer noch eine geile Stimme. Und ich finde, das, was er musikalisch macht, ist trotzdem noch gut. so musikalisch gut zusammengebaut und so. Er hat eine Dramaturgie in seinen Liedern, die vielleicht andere nicht haben. Aber trotzdem... Weiß ich nicht. Da denke ich so, ja, okay. Er ist vielleicht ein bisschen seicht geworden.
Florian Bayer: Er ist seicht? Er hat halt immer noch verdammt viel Karte. Charisma? Ich finde, das spült über einiges hinweg, wenn du Bowie siehst, wie er diese Songs aufführt.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: dann verzeihst du sehr vielen an diesen Songs.
Johannes Franke: Obwohl ich sagen muss, wir hätten ihm viel mehr Choreografie geben können. Ich stand da und dachte, ja, ich würde gerne... mittanzen können und wissen, welche Schritte ich machen muss. Aber er steht da so da und macht ein bisschen Hüfte und so, aber das war es auch.
Florian Bayer: Es wird ja schon ein bisschen random, dass das immer mal wieder reingeschnitten wird, wie er in dieser Goblin-Höhle sitzt und mit dem Baby feiert, weil es passiert da nichts wirklich. Also es wirkt wirklich so, okay, wir haben jetzt diesen großen Star. Eigentlich geht es um Sarah, die durch das Labyrinth läuft, aber wir müssen David Bowie ab und zu zeigen.
Johannes Franke: Ja, genau.
Florian Bayer: Und dann ist so ein bisschen random, dass wir in diese in diese Goblinhöhle reinschauen und dann einfach sehen wir da wirklich diese Orgie feiert, die total krass ist, weil da ja auch so viele Puppen und so viele Goblins rumlaufen.
Johannes Franke: Da geht halt der Aufwand hin. weil da wirklich wahnsinnig viele Leute daran beteiligt sind. Und jede Puppe braucht mindestens zwei Puppenspiele. Die haben da wahnsinnig viele Puppen. Und wenn ihr das einmal durchzählt, das sind 52 Puppenspieler, glaube ich. Moment, lass mich kurz gucken. Ich habe das hier irgendwo aufgeschrieben. Feind 52. Nee, das ist ein anderer Film. Verdammt. 6-7. 48 Puppen, 52 Puppenspieler, 8 Kleinwüchsige in Kostümen, in dieser Dance-Number. Es ist super krass. Und dann ist klar, wenn da so viel Aufwand an den Puppen hängt, Dass sie sich gedacht haben, ja, David Bowie wird sein Ding schon machen. Und jetzt nicht noch einen Choreografen geholt haben, um ihn irgendwie zu choreografieren. Aber hätten sie machen sollen. Wirklich.
Florian Bayer: Nein, ich finde es geil. Ich finde diese Szene, die lebt extrem. Und wenn man sich das Mädchen auch anschaut, Das ist auch wirklich Mayhem, weil du hast da diesen Raum, so ein tolles Set. Und dann hast du überall an der Seite die Leute sitzen, die die kleinen Puppen bedienen. Und dann hast du die Kleinwüchsigen in ihren Kostümen. die an Seilen hängen und die ganze Zeit hoch und runter gezogen werden und dabei rumspringen und Bewegungen machen und dann in der Mitte sitzt dieses Baby und daneben David Bowie, der das Baby manchmal auf den Schoß nimmt, manchmal versucht so ein bisschen mit dem Baby zu shakern. Es ist total krass. Und das hat sich ja auch in diesen Film übertragen. Diese Goblin-Höhlen-Szenen sind einfach mal radikal wild. Ja, absolut. Es passiert so viel. Und das ist ja auch dieses ganze Puppenspieler-Ding. Der Film ist aus dem Jahr 1986, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der ist jetzt in dem Jahr, in dem wir das aufnehmen, ist der 40 Jahre alt. Das sieht so gut aus, was da passiert.
Johannes Franke: Sieht so gut aus.
Florian Bayer: Diese Puppen Und alle, nicht nur die in der Goblin-Höhle, sondern auch unsere Charaktere, Hoggle, der von fünf Leuten bedient wird. Leute, fünf Leute. Eine Person im Kostüm. Sherry Weiser.
Johannes Franke: Shari. die tatsächlich nicht alles mit bedient, sondern die einfach die Wege läuft, Die auch nicht wirklich gut sehen kann.
Florian Bayer: Die weiß nicht, was um sie herum passiert. Die hat dieses Monstrum auf dem Kopf.
Johannes Franke: Und dann Leute, die von außen mit Fernbedienung, der eine macht die Augen, der andere macht da was und dort was, die Augen braun, es ist so krass.
Florian Bayer: Stellt euch das mal vor. Es gibt ein Making-of. Ihr findet dieses Making-of auf YouTube. Schaut euch das an. Man sieht dann, wie Sherry in diesem Kostüm von Hoggle rumläuft. Und hinter ihr sitzen diese vier Puppenspieler. Und jeder von denen hat ein Fernseher. Fernbedienung in der Hand. Und das sind Fernbedienungen aus den 80ern für sowas. Das heißt, das sind riesige Schaltapparaturen. Und dann bewegen die da Hebel und rücken Knöpfe, um die Augen, den Mund und die Nase und so weiter zu animieren. Und hinter ihr läuft immer jemand hinterher und passt auf, dass sie nicht gegen die Wand läuft. Und es ist wirklich krass und es zahlt sich aus.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Das sieht so lebendig aus.
Johannes Franke: Wirklich toll. Es ist ganz, ganz toll gemacht.
Florian Bayer: Du guckst da als Zuschauer von heute drauf, finde ich, und denkst teilweise, wow, ist das wirklich, ich weiß, dass es kein CGI ist, weil CGI sah damals aus wie die Eulen.
Johannes Franke: Genau, genau. Die eine Eule, die sie da animiert haben. Was die erste Eule, also das erste Tier, was CGI-mäßig in den Film reingebauen wurde.
Florian Bayer: Was am schlechtesten gealtert ist visuell. Aber es ist trotzdem geil, dass
Johannes Franke: sie es gemacht haben. Das ist von Industrial Light & Magic gemacht worden. Natürlich, George Lucas ist ja dabei. Und ich muss jetzt einmal ausholen zu einem Rant, weil die ganze Zeit mir so viel KI-Scheiße in die Timeline gespült wird. Und ich dann immer wieder lese, wie Leute drüber schreiben, ja, Hollywood ist Fakt und so, weil wir können jetzt hier diese... Kampfszene auf dem Dach machen zwischen diesen beiden Figuren, die nie miteinander gekämpft haben. Wow, wie toll. Und ich bin großer Fan von Möglichkeiten von KI, aber man muss halt überlegen, wofür setze ich es ein. Und wenn ich mir diesen Film anschaue und schaue, welche... krasse Überlegungen da drinstecken für Details, wo man... Und so Lücken füllen muss, über die man sich... am Anfang keinen Gedanken gemacht hat. Das alles füllt, wenn du prompt erstellst, halt KI, diese ganzen Lücken. Und das sind die Lücken, die das Ganze leblos machen.
Florian Bayer: Ja, das ist es, glaube ich. Es ist diese Detailverliebtheit. Und das ist natürlich ein Hansen-Ding. Der Mann ist Puppenspieler, der wirklich Erfahrung hat. Und es ist nicht nur Jim Hansen allein, sondern er hat sein riesiges Team, ganz viele Leute aus der Muppet Show, die an diesen Puppen mitarbeiten. die einfach Liebe zum Detail haben und dementsprechend diese Figuren halt wirklich modellieren und Und animieren und sich wirklich Gedanken machen über jede einzelne kleine Falte in Hoggles Gesicht, Über jede kleine Neurose, die man der Puppe irgendwie ansieht, dass die lebendig wird. Und ich würde gar nicht so weit gehen und sagen, dass es mit Citi eigentlich möglich ist. Du kannst mit Computertechnik auch sowas machen. Aber ich würde behaupten, das ist ohne Menschen nicht möglich. Du brauchst jemanden, der das bedient und der diese Liebe zum Detail hat und egal ob er jetzt sagt, okay und jetzt muss hier noch ein Pinselstrich drauf. Und jetzt muss hier noch ein bisschen Modelliermasse an diese Puppe drangemacht werden? Oder ob er sagt, jetzt muss ich in Bänder?
Johannes Franke: Blender.
Florian Bayer: Blender, Blender. Jetzt muss ich in Blender nochmal hier drangehen und hier nochmal ein bisschen was rausziehen, damit das dann auch eine kleine Wölbung hat.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Spielt gar nicht so eine große Rolle, aber du brauchst diese Liebe zum Detail.
Johannes Franke: Ich finde schon, dass es trotzdem noch eine Rolle spielt. Und zwar dann, wenn es darum geht, dass... physisch miteinander interagiert wird auf der Soundstage. Also wenn die das wirklich aufnehmen und Hoggle mit ihr zusammen physisch da ist und die interagieren können. Das macht was anderes. Ich meine, Schauspieler sind großartig teilweise. Die schaffen das mit einem Tennisball, Sachen sehr emotional zu spielen. Aber trotzdem... ist die physikalische Anwesenheit dieser Figuren und der Schauspieler zusammen am gleichen Raum, im gleichen Raum, an der gleichen Stelle, dass es das Es macht einfach was anderes.
Florian Bayer: Ja, dabei haben tatsächlich sowohl Connelly als auch Boi gesagt, am Anfang war es gar nicht so einfach.
Johannes Franke: Ja, natürlich. Die Stimme kommt wo ganz anders her, als der Mund ist. Die kommt von irgendwo da drüben. Das ist schwer, sich daran zu gewöhnen. Und dann auch die Interaktion, weil das alles ja geprobt werden muss und das irgendwie so alles, wie bewegt sich das Ding und so.
Florian Bayer: Um vielleicht nochmal die Menschen zu sagen, die da drin waren. Zum einen haben wir natürlich die klassischen Puppenspieler von den Muppets, aber dann haben wir unglaublich viele Personen, die wirklich Hollywood-Größen sind, Pun Not Intended, Kleinwüchsige, die einfach in Kostüme schlüpfen und solche Rollen spielen. Und zwar, hier haben wir die Crème de la Crème. Wir haben Kenny Baker.
Johannes Franke: Ja, den kennt wirklich jeder.
Florian Bayer: Den wirklich jeder kennt, der in allen Filmen mitgespielt hat, von Time Bandits über Flash Gordon. Amadeus bis hin zu dem hier und der vor allem als R2D2 bekannt ist. Dann haben wir Warwick Ashley Davis, ganz berühmt mittlerweile als Professor von Flitwick aus den neuen Harry Potter Filmen.
Johannes Franke: Stimmt, ja, ja.
Florian Bayer: Also neu, zu viel gesagt, aus den Harry Potter Filmen, die mittlerweile auch schon 15 Jahre alt sind.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Der aber auch unter anderem in Willow mitgespielt hat und auch in Star Wars Filmen Ewoks gespielt hat. Dann haben wir Malcolm Watson Dixon, vor allem bekannt aus Time Bandits, aber auch in Evox Kostümen zu sehen. Und Jack Purvis, auch aus Time Bandits bekannt, der als Chief Jaya in Star Wars mitgespielt hat. Großartige Schauspieler. die hier natürlich komplett hinter Kostüm verschwinden, aber die unglaublich gut darin sind, Bewegungen und Stunts zu machen, egal ob als Goblins oder als große Rolle wie Sherry Weißer als Hocke. Wahnsinn.
Johannes Franke: Ganz toll.
Florian Bayer: Und die auch ganz wichtig sind dafür, dass diese Suspension of Disbelief klappt. Wenn du nämlich nur Puppen hast, die aus der Wand quasi bedient werden oder an Fäden hängen, dann ist es irgendwann zu viel Puppenspiel. Du willst ein bisschen menschliche Bewegungen haben, die ein bisschen organischer wirken, ein bisschen natürlicher wirken.
Johannes Franke: Und es ist nicht zu unterschätzen, wie viel es wert ist, nachdem jemand Cut gerufen hat, dass die beiden weiter interagieren können und nicht die Puppe einfach zu... Tod zu Boden fällt, sondern dass eine Beziehung aufgebaut wird zwischen zwei Schauspielern, die sich dann in die Rollen hineintragen und in die Art und Weise, wie es gespielt wird. Wenn du gerade mit jungen Menschen arbeitest, als ich als 17-Jähriger, 16-, 17-Jähriger gedreht habe, das war Sommersturm damals. Und das war eine ganze Gruppe von Jugendlichen. Und es war wahnsinnig wichtig, dass wir viele Aktivitäten zusammen machen, die außerhalb des Drehs waren, einfach um uns wirklich zur Gruppe zu machen.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Weil Profis, die das seit 50 Jahren machen, die kriegen das hin. Aber junge Menschen, wie wir damals waren, wir brauchten einfach dieses gemeinsame hinter der Kamera sein und gemeinsam eine Geschichte entwickeln, eine Gemeinsamkeit entwickeln. Und wenn du nur mit Puppen zu tun hast am Set, die dann tot zu Boden fallen, dann hast du keine Beziehung zu den Dingern. Das ist scheiße. Und zu Tennisbällen genauso wenig, wenn es jetzt um CGI geht.
Florian Bayer: Ja, da ist auf jeden Fall was dran. Um einen noch hervorzuheben, keines von den kleinen Wesen, sondern eines von den großen Wesen, Ludo. Ja, der 45 Kilo gewogen hat. Also beziehungsweise nicht Ludo selbst hat 45 Kilo gewogen, sondern das Ding, das Ludo gespielt hat. Ja. Und deswegen haben sie zwei Leute gehabt, nämlich Ron Mück und Rob Mills, die sich abgewechselt haben, weil es einfach zu schwer war. Weil die konnten auch nur eine Zeit lang in diesem krassen monströsen Kostüm arbeiten, ohne komplett zusammenzubrechen.
Johannes Franke: Krass, ne? Okay, wenn wir jetzt die ganzen Zahlen machen, also Goblin City. Diese Stadt, die wurde auf einer riesigen, das größte Aufnahmestudio in ganz Europa zu der Zeit, Stage 6, unglaublich groß aufgebaut. Sie haben den Stench, wie heißt der? Bog of Eternal Stench, den Sumpf des ewigen Gestankes, haben sie gebaut mit 130.000 Liter Stench. Wasser, wo sie für die Konsistenz einen Haufen Verdickungspulver, was auch für Tapetenkleister benutzt wird, reingetan haben. Wo sie Farbstoff so blau und braun reingehauen haben, Paraffin haben sie reingehauen, winzige Glasperlen haben sie reingehauen und dann eben das irgendwie so zum Blubbern gebracht.
Florian Bayer: Das hat wahrscheinlich wirklich ziemlich gestunken. Und zwar nicht so wie Kacke, so wie das stinken sollte, aber wahrscheinlich unglaublich chemisch und ungesund.
Johannes Franke: Aber das ist krass, weil die so viel, also 130.000 Liter, kannst du dir das vorstellen? Kannst du dir so viel Wasser vorstellen? Nein.
Florian Bayer: Sie haben wirklich einen großen See erschaffen.
Johannes Franke: Und dann dieser Schacht mit den Händen, der ja auch großartig ist.
Florian Bayer: Das ist so geil. Und Jim Henson hat offensichtlich am Set immer gesagt, wir brauchen mehr Hände. Wir brauchen mehr Hände. Und da sind immer mehr Hände dazugekommen. Dann haben sie halt wirklich Leute aus der Crew noch dazugenommen, damit die... Damit es wirklich voll aussieht.
Johannes Franke: Also 10 Meter tief, dieser Schacht. 350 Hände. Das sind nicht alles echte Hände. 150 von diesen 350 sind echte Hände und zwar von 75 Performern, die... dann neben diesem, also außen drum rum gestanden haben und dann ihre Hände da reingestückt haben.
Florian Bayer: Jeder, der jetzt kurz gerechnet hat, 150 Hände und 75 Performer. Ja, die Mathe stimmt. Es ist total krass. Auch davon gibt es in dem Making-of Aufnahmen, wie Jennifer Corneli an diesem Seil hängt und dann da runtergelassen wird und dann kommen diese ganzen Hände da raus und dann zoomt die Kamera so ein bisschen raus und dann siehst du, was das ist, was sie da gebaut haben, diese Röhre. Ja. Und dann diese ganzen Menschen, die da ja auch wirklich eng gedrängt sich irgendwie da so reinquetschen müssen, damit sie Platz finden, damit ihre Hände durchkommen können. Super krass. Es ist total krass. Brian Fraud, um den Namen nochmal zusammen, der für das Konzeptdesign verantwortlich ist, hat ja wahnsinnig viele krasse, fantastische fantastische Ideen einfließen lassen, die das Ganze einfach unglaublich lebendig machen.
Johannes Franke: Wahnsinn. Die haben natürlich wahnsinnig viel dafür gebaut und so. Wir haben jetzt die ganzen Zahlen durch. Das Ganze haben die natürlich anderthalb Jahre vorher angefangen. Das Konzept stand, aber noch nicht das Drehbuch so richtig 100%, aber die haben schon angefangen, diese ganzen Puppen, die ganzen Sets, alles mögliche zu bauen, weil das einfach einfach ewig dauert.
Florian Bayer: Sie hatten halt auch wirklich so diese Szenarios. Sie wussten, wir haben jetzt diese 10-Minuten-Sequenz. die spielt in diesem Labyrinth am Ende mit den ganzen Eschertreppen. Das können wir schon mal bauen. Und das haben die auch wirklich gebaut mit Spiegeln und so. Und beeindruckende Aufnahmen, beeindruckendes Set. Und danach haben sie sich halt so durchgearbeitet und haben gesagt, okay, wir haben diesen Moment, wo sie in den Sümpfen ist, wir brauchen diesen Sumpf. Wir haben die Szenen in der Stadt, in der Goblin-Stadt. Wir müssen diese Stadt aufbauen. Wir brauchen Felsen, wir brauchen Mauern. Wir haben ein Labyrinth aus Stuttgart. Und dann haben sie das so peu à peu aufgebaut und dieser Film ist natürlich ein Stationenfilm. Im wahrsten Sinne des Wortes. Du hast unsere Protagonistin, die sehr früh etabliert wird und die dann Station für Station, Rätsel für Rätsel, Herausforderung für Herausforderung. von A nach Z geht und dann am Schluss bei David Bowie bei MC Escher landet. Das ist toll.
Johannes Franke: Nur zur Kamera ganz kurz was. Ich finde die Bilder schön, aber sie haben nicht viel Chancen gehabt, da... groß was zu machen mit der Kamera. Das Set-Design haut alles raus, aber die Kamera ist wahnsinnig stationär, weil die kann nicht viel machen. Jeder dieser Puppenspieler, jede Puppe zwei Puppenspieler meistens, mindestens und jeder Puppenspieler braucht einen eigenen Monitor, um sich selbst zu sehen, wo ist er gerade, was macht er gerade. Das heißt, es liegen überall auch Kabel in der Gegend rum und Und die Kamera hat eigentlich keine Chance, sich groß zu bewegen, weil alles vollgestellt ist.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Alles, was irgendwie, sie mussten das alles freiräumen, dass das Bild wenigstens so gut aussieht. Aber... Man kann sich nicht vorstellen, wie chaotisch es drumherum ausgesehen hat.
Florian Bayer: Das ist total krass. Du hast halt überall Menschen auf dem Boden liegen, die ihre Hände irgendwo durchschrauben. Um irgendwelche Puppen irgendwo zu bedienen. Und wenn du auch nur einen Zentimeter zur falschen Seite rückst, zoomst oder drehst... hast du halt eine menschliche Hand drin. Und im fertigen Film, wir sehen ja hin und wieder auch mal so ein bisschen Seile. sie schaffen es ziemlich gut, das zu kaschieren, aber es gibt die Momente, wo du merkst, ah, okay, und hier wird so ein bisschen Puppenspiel transparent. Ich finde, es nimmt aber nichts von dem Charme weg, die dieser Film hat.
Johannes Franke: Gar nicht. Du wirst auch nicht rausgerissen oder sowas.
Florian Bayer: Weil es ist ja einfach Es ist einfach diese Mischung aus Puppenspiel, aus tanzenden, einfachen kleinen Figuren, aus diesen krassen Mechatronics und aus diesen Menschen in Kostümen. die halt irgendwie so ein organisches Ganzes bilden. Und gerade so bei Early City KI wird ja oft hervorgehoben, dass Jurassic Park zum Beispiel so gut funktioniert hat, weil Steven Spielberg sehr viel auch auf Mechatronics gesetzt hat. Und das ist in diesem Film auch so. Es gibt nicht diese eine Art wie alles gemacht wird, sondern es gibt die verschiedensten Arten wie Figuren animiert werden. bewegt werden und so weiter.
Johannes Franke: Es gab mal einen Puppenspieler, der das verglichen hat mit so einem Zaubertrick. Heute ist es die Zauber-Episode. Beim ersten Mal, wenn du einen Zaubertrick zeigst, schaut der Zuschauer, was passiert denn. Wenn du den gleichen Trick nochmal machst, schaut der Zuschauer, wie machst du es denn? Und das willst du eigentlich nicht, deswegen darfst du einen Trick nicht zweimal mit der gleichen Technik zeigen. Und deswegen auch hier beim Puppenspiel nicht jede Figur mit der gleichen Technik animieren, sonst funktioniert das irgendwann nicht mehr. Sonst ist der Zuschauer irgendwann so, ja, okay, irgendwie ermüdet das Hirn dann, weil es genau sieht, ja, da ist eine Hand drin, die macht bestimmte Sachen. Sondern man muss irgendwie eine Varietät finden da drin. Und das finde ich eine super Idee und eine super Philosophie für sowas.
Florian Bayer: Und jetzt kommen wir zur Geschichte. Jetzt kommen wir zu der großen Frage, was erzählt uns der Film in diesem visuell, technisch beeindruckenden Set?
Johannes Franke: Oh nein, Flor, du hast das letzte Mal schon angedeutet, dass du vielleicht den Film gar nicht so gut findest.
Florian Bayer: bisschen milder mit ihm geworden, aber die Kritikpunkte, die ich das letzte Mal an ihm hatte, habe ich immer noch.
Johannes Franke: Oh nein, Flo, enttäusch mich nicht.
Florian Bayer: Vor zehn Jahren oder so für meinen Blog habe ich einen Text geschrieben, als ich die besten Filme der 80er in zahllosen Artikeln ausgesucht habe. aufgelistet habe, dachte ich, okay, ich kann es nicht machen, ohne was zu Labyrinth zu schreiben, weil das ist einfach ein Kultfilm. Jeder wird fragen, was ist damit? Und dann habe ich einen Text geschrieben. Ja, Leute, ich weiß, ihr wartet auf Labyrinth. Hier sind meine Gründe, warum der nicht in dieser Top-Liste auftaucht.
Johannes Franke: Ich habe nicht nochmal nachgelesen.
Florian Bayer: Danke.
Johannes Franke: Damit du jetzt frisch einmal dich rechtfertigen darfst. Ja.
Florian Bayer: Also. Ich kann jetzt verschiedene Takes raushauen. Ich habe es schon abgehandelt. Dieser Film ist visuell extrem beeindruckend.
Johannes Franke: Du hast die guten Sachen schon. Du kannst gerne direkt...
Florian Bayer: Storytechnisch und dramaturgisch finde ich ihn ziemlich lahm.
Johannes Franke: Also zum
Florian Bayer: Zum einen haben wir das Problem, dass wir die unsympathischste Protagonistin des 80er Jahre Kinos schlechthin haben. Aber nicht sogar darüber hinaus. Die arme Jennifer Connelly, die eine fantastische Schauspielerin ist, muss diesen nervigen Rich Spoilt Teen spielen.
Johannes Franke: Aber darum geht es ja auch. Das ist ja auch das Thema des Films mit.
Florian Bayer: Ja, aber sie lernt nicht. Sie behauptet die ganze Zeit, oh und jetzt habe ich was gelernt und jetzt habe ich was gelernt. Und am Schluss ist sie lieb zu ihrem Bruder. Weil sie lieb zu ihrem Bruder. Pass auf, sie hat was gelernt, aber warum muss ich es mir die ganze Zeit erzählen? Und das macht es so unglaubwürdig und ich habe das Gefühl, sie macht das für eine außenstehende Entität, aka den Zuschauer. dass der ihr das abkauft und deswegen kaufe ich sie umso weniger ab.
Johannes Franke: Man muss sich doch manche Sachen, die man lernt, selbst einreden. Man muss sich doch selbst immer mal wieder anfeuern und sagen, so, du hast jetzt richtig was gelernt, komm, mach das Richtige. So ist das doch im Leben oder nicht, Plur?
Florian Bayer: Ich finde halt, es ist wirklich, was problematisch ist, dass sie dabei halt sehr passiv ist. Sie stolpert von einem Szenario ins andere.
Johannes Franke: Aber sie hat ein Ziel, das ändert sich nicht und das macht sie weiter. Und sie ist nicht so passiv, dass sie das zum Beispiel in diese Höhle fällt und dann nicht sagt, okay, dann bin ich jetzt hier Pech gehabt. Sondern sie sagt, nee, ich finde jetzt einen Ausgang.
Florian Bayer: Ja, aber wenn das ihr einziges aktives Momentum ist. Das ist nicht ihr einziges aktives Momentum. Wie oft sagt sie in diesem Film, das ist ungerecht. Wie oft sagt sie das. Und wie oft rollt David Bowie vollkommen zurecht. Wir sind ganz auf seiner Seite in diesem Moment genervt.
Johannes Franke: Darum geht es doch aber auch nicht. Natürlich muss sie das sagen, damit wir das Thema des Films haben. Und ich finde, dass sie nicht inaktiv ist. Sie löst dieses Rätsel, sie findet aus dieser Höhle daraus... Sie unterhält sich mit den Doorknockers. Ich finde das total gut.
Florian Bayer: Dann haben wir, was eben auch zu diesem Episodischen gehört ist, dass wir so wirklich ein episodisches, dass das Allegorische auch die ganze Zeit in diesem episodischen abläuft. Wir sehen die einzelnen Wesen, denen sie begegnet, die einzelnen Herausforderungen, die sie bestehen muss. Und wir denken jedes Mal... Ah ja, okay. Und Ludo steht jetzt für das große, erschreckende Monster, das aber in Wirklichkeit eigentlich anlehnungsbedürftig ist und nur Hilfe will. Und Hoggel steht irgendwie für so eine Art Kontakt mit dem anderen Geschlecht, so zwischen angewidert sein und gleichzeitig interessiert sein und Freundschaft suchen. Wir haben den Goblin King. Okay, der steht irgendwie für die sexuelle Verführung. Und es ist so... Leute, man kann auch echt sein Publikum mit Allegorien zuscheißen.
Johannes Franke: Es ist ja immer noch ein Kinderfilm.
Florian Bayer: Das sind aber keine Kinderallegorien. Das sind Pubertätsallegorien. Das ist eine Coming-of-Age-Geschichte.
Johannes Franke: Es ist immer noch ein Jugendfilm. Also es ist jedenfalls ein Film, der nicht für dich gemacht ist als 40-jähriger Zuschauer. Nein, das ist ein fucking Pubertät. Und das ist doch vollkommen in Ordnung. Wer hat dann berühmtermaßen ein Abo auf schlechte Allegorien? Jugendliche.
Florian Bayer: Was denn sonst? Ist doch in Ordnung. Aber müssen sie den ganzen Film damit vollpacken und Jim Henson ist kein Jugendlicher. Ich find's ganz toll, Manu. Es ist halt ein bisschen Oberfläche. dabei, ne? Also so von Allegorie zu Allegorie.
Johannes Franke: Ah, und der steht jetzt für das. Ah, und der steht jetzt für das. Also es ist ja tatsächlich so, dass auch viele Zuschauer gesagt haben, ja, also visuell absolutes Meisterwerk, aber... Hä? Worum geht's und warum machst du das jetzt? Was soll das? Ist es arg dünn? Ich verstehe die Kritik. Aber ich muss sagen, das Dschungelbuch macht auch nicht mehr.
Florian Bayer: Nein, das Dschungelbuch macht auch nicht mehr. Aber das Dschungelbuch hat dabei mehr Herz.
Johannes Franke: Nein, das stimmt nicht.
Florian Bayer: Dieser Film ist so sehr in seinen Stil verliebt, dass das Herz für die Figuren dabei verloren hat.
Johannes Franke: Stuhl, da ist dein Herz runtergefallen. Das gibt es ja wohl nicht. Und diese Figuren sind so liebevoll gemacht. haben so viel Liebe und so viel Herz für diese ganze Welt.
Florian Bayer: Und ich habe noch gar nicht angefangen, über die 0815-Dien die Rätsel zu lästern, die dazwischen vorkommen. Jeder Rollenspieler in den 80ern stand irgendwann mal vor diesem Scheißrätsel, wo zwei Wachen sind und einer sagt, einer von uns sagt die Wahrheit und einer von uns lügt.
Johannes Franke: Aber das ist doch das, was sie sich einfallen lassen kann. Wenn sie jetzt ein super krasses Rätsel hätte, das sie nicht lösen kann, das würde sie sich doch nie einfallen lassen. Das ist so billig. Ist alles in ihrem Kopf? Wieso sollte sie dann ein weniger billiges Rätsel haben?
Florian Bayer: Ja, aber ich will keine Rollenspielrunde von 16-jährigen Teens gucken, wenn ich einen Fantasy-Film gucke. Dann suche ich per Annonce nach einer D&D-Gruppe, zu der ich mich setzen kann. Das Schöne ist... Ich konnte danach über dieses Rätsel lange mit jemandem reden. Ich möchte nicht sagen, mit wem. Und ich gucke Schari an. Es ist tatsächlich ein großartiges Rätsel. Also so als Grundkonzeption, ich mag dieses Rätsel. Grundsätzlich und das gibt es in verschiedenen Variationen.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Leute, wenn ihr auf so ein Rätsel stößt, eine Metafrage, die zwei Informationen abfragt, funktioniert immer. Ich finde es ganz großartig. Großartig, ganz toll. Ich habe es einfach zu oft gesehen.
Johannes Franke: Das ist aber dein Problem und nicht der Film des Films. Ja, das ist ein Rollenspielerproblem, denke ich. Ja, das hat der Film nicht zu verantworten.
Florian Bayer: Aber auch da wieder, hat so ein Rätsel was in einem Film verloren? Ist das nicht was für ein Exit-Room oder so?
Johannes Franke: Was ist denn ihr Thema die ganze Zeit? Sie wird gleich am Anfang gezeigt in furchtbar prätentiösem... Sie ist verwöhnt? Ja, ja. Aber sie hat so dieses Kingdom und diese Prinzessinnen und Könige und... und dieses ganze Thema von mittelalterlich angehauchter Märchenwelt, Fantasywelt. Und das ist genau ihr Thema. Und wo kommt denn so ein Rätsel vor, außer in so einer D&D-Welt? Das ist doch genau das.
Florian Bayer: Ich glaube, all diese kleinen Sachen würden mich weniger stören, wenn dieses grundsätzlich Symbolische, was über dem Film hängt, nicht so auf die Fresse wäre. Wenn das nicht so die ganze Zeit uns anschreit, ich bin ein Symbol. für die Jugend und für das Erwachsenwerden und für die Erwachende, Sexualität und Romantik und so weiter.
Johannes Franke: Es hört nicht auf. Ich möchte nochmal mit dir über das siebte Siegel reden. Also wirklich, wenn es darum geht...
Florian Bayer: Und wie weird und creepy. Ich bin eine Allegorie. Interpretiere mich, interpretiere mich. Da bist du doch der King. Du wirst nicht Jim Henson gegen Ingmar Bergmann ausspielen wollen.
Johannes Franke: Das schaffe ich.
Florian Bayer: Wie weird und creepy ist es, diesen alten Rocksänger? Als Verkörperung der sexuellen Lust dieses 15-, 16-jährigen Mädchen zu nehmen. Ja, ja, ja.
Johannes Franke: Okay, okay, okay.
Florian Bayer: Inklusive Ballszene, wo er sagt, wie sagt er, es ist eigentlich ein ziemlich cooler Satz, den er sagt, so Tu, was ich dir sage und ich werde dein Sklave sein.
Johannes Franke: Ja, genau. Das ist doch die Fantasie schlechthin.
Florian Bayer: Ja, es ist viel zu viel Twilight und viel zu viel Sehnsucht nach toxischen Beziehungen. Wie weird und creepy ist es, diesen alten David Bowie da reinzusetzen.
Johannes Franke: Aber ich finde, dass der Film das nicht zu schlimm ausschlachtet, sondern dass das einfach als ihre... unterliegende Fantasie drin ist und dass das vollkommen in Ordnung ist und nicht so ausgeschlachtet, dass man dachte, okay, was sind das für creepy alte weiße Männer, die das gemacht haben. Nein, überhaupt nicht.
Florian Bayer: Es funktioniert ja, weil es so offensichtlich ihre Fantasie ist und ihre Imagination ist.
Johannes Franke: Das ist doch super. Jetzt weiß ich immer noch nicht, was du falsch findest daran, Flo.
Florian Bayer: Wie lächerlich sieht David Bowie aus. Ich liebe David Bowie. Wie lächerlich sieht er aus in diesen Strumpfhosen. Das tun wir Es ist keine Socke, aber warum muss er uns jedes Mal seine Hoden ins Gesicht halten, wenn er irgendwo da steht und sich nach vorne beugt?
Johannes Franke: Aber komm, ein bisschen sexy ist es doch schon auch.
Florian Bayer: Also ich finde, sowohl diese Kugeln als auch diese nervigen Klaas-Kugeln, mit denen er jongliert, Ich weiß nicht, welche Kugel ich nerviger finde.
Johannes Franke: Ich muss sagen, ich habe durch diesen Film... unbedingt dieses Contact-Juggling lernen wollen. Weil ich fand das mega geil. Ich fand es auch großartig, dass das wie so... Wahrsagerkugeln sind, diese dir dann in der Hand. Und es gab einen Jongleur, der hinter ihm stand die ganze Zeit. Und seine Arme durch das Kostüm, als wären es Bowies Arme genommen hat und ständig alles hat fallen lassen, weil es einfach nicht funktioniert, wenn man das blind machen muss. Krass und dafür Respekt, dass es nachher wirklich so gut aussieht. Ja, absolut. Oh mein Gott, Plur, was ist das für eine Musik? Was war das? Wo sind wir? Oh mein Gott, ich glaube... Oh nein, wir sind in einer Self-Promo.
Florian Bayer: Nein, shit, ganz schnell, damit wir zurückfinden.
Johannes Franke: Ihr da draußen, es gibt wahnsinnig viele Wege, wie ihr uns unterstützen könnt. Und wir brauchen Unterstützung, glaubt uns.
Florian Bayer: Wenn ihr uns ein bisschen Trinkgeld da lassen wollt, macht das doch bitte über buymeacoffee.com. Den Link findet ihr auch in der Episodenbeschreibung.
Johannes Franke: könnt ihr uns gerne ein paar Euro geben, gerne auch gleich monatlich einstellen, nicht wahr? Denn Kosten haben wir genug.
Florian Bayer: Wenn ihr uns mit Geld zwingen wollt, einen bestimmten Film zu besprechen, Ist das eure Chance? Das könnt ihr nämlich über dieses Formular auch machen.
Johannes Franke: Oder ihr schickt uns einfach so einen Filmvorschlag, ohne Geld. Und Feedback gerne an johannes.musmansehen.de und Florian.
Florian Bayer: Außerdem freuen wir uns natürlich über jedes Abonnement, egal ob bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Music, whatever.
Johannes Franke: Was uns total helfen würde, ist, wenn ihr uns so fünf Sterne oder Herzchen oder sonst irgendwas, was auch immer euer Podcatcher anbietet, gebt und am besten auch noch gleich eine Review dazu schreiben.
Florian Bayer: Ah, super. Fehlt noch irgendwas?
Johannes Franke: Nee, ich glaube, wir haben alles, wa?
Florian Bayer: Okay, dann ganz schnell zurück in die Episode. Yes! Und dann vielleicht über allem hängt, es ist 80er Bowie. Es ist 80er Bowie mit 80er Bowie Musik. Und ich weiß, wie versnobbt das klingt, aber der 80er Jahre David Bowie ist echt nicht geil.
Johannes Franke: Aber das ist nur der Vergleich. Ich sag's dir, du weißt, was er in den 70ern gemacht hat und denkst dann, ah, das geht besser.
Florian Bayer: Ne, 80er-Jahres-Sündpop wäre auch scheiße, wenn es nicht von viel zu vielen Proc- und Glamrock-Leuten aus den 70ern gemacht worden wäre. 80er-Synthpop in der Form ist einfach scheiße, egal wer es macht. Das war auch scheiße von Genesis, das war auch scheiße von Yes und das war auch scheiße von King Crimson. Nee, von King Crimson nicht.
Johannes Franke: Aber bei David Bowie ist es halt besonders, weil du dann denkst, ja, der kann das doch eigentlich anders, oder? trotzdem, dass er, wenn wir singulär betrachten, was er hier gemacht hat und nicht so sehr in Betracht ziehen, was er sonst noch so kann, finde ich ihn hier trotzdem gut.
Florian Bayer: Findest du die Songs gut in diesem Film?
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Gehen wir zur Venedig-Tanzszene. Ja. Mit den Masken, mit den Seifenblasen und dann kommt As the World Falls Down.
Johannes Franke: Nein, ich mag David Bowie eigentlich.
Florian Bayer: Bleib bei dieser Szene. Ich möchte, dass du mir jetzt sagst, dass du diesen Song bei diesem Tanz von ihr mit David Bowie gut findest.
Johannes Franke: Ich gucke dir jetzt in die Augenplor, tief in die Augen und sage, ja, das ist die beste Szene der Welt.
Florian Bayer: Nachdem ihr Hoggel eine Pfirsich gegeben hat. Und dann diese Seifenblasen fliegen. Und dann ist sie in diesem Ballsaal. Und das sind diese ganzen Menschen mit Masken.
Johannes Franke: Das ist so geil, weil die Fantasie natürlich auch wieder von einer, also das ist so eine Vergangenheitsfantasie, die sie hat, diese barocke Fantasie von diesem... Was man heute mit Bridgerton so wahnsinnig sexuell inszeniert hat. sie aber eben auch in ihrer Fantasie so angehaucht sexuell inszeniert. Ich fand es total geil, dass das so... Auch so 80er, weil 80er eben auch die Zeit sind, wo ich groß geworden bin. Und man hat so nochmal einen anderen Anknüpfungspunkt. Hast du den nicht, dass du da sitzt und denkst, ja, das entspricht schon auch meiner Kindheit so ein bisschen im Kopf?
Florian Bayer: Ja, aber Tschernobyl entspricht auch meiner Kindheit.
Johannes Franke: Ach komm, Plur, was soll das denn jetzt? Du kannst doch nicht Johnny Brillants reinbringen.
Florian Bayer: Aber das ist 80er. Du kannst nicht sagen, weil es 80er Kindheit Erinnerung ist, es ist schön. Das ist wie, als wenn du jede Diskussion irgendwann mit Hitler beendest. Es geht darum, dass du gerade dieses Bild gezogen hast. Ja, es ist doch ein Bild aus der Kindheit. Ich habe sehr viele Bilder aus der Kindheit. Also pass auf, CGI-Eulen, Intro, Underground von David Bowie, das Lied, ganz am Anfang. Ja, sag mir, dass das nicht kitschig ist. Schau mir in die Augen und sag mir, dass das nicht kitschig ist.
Johannes Franke: Das ist alles kitschig. Danke. Das ist alles kitschig, Plur. Das ist in Ordnung. Aber damit komme ich doch klar oder nicht? Du kommst doch auch mit Kitsch klar teilweise.
Florian Bayer: Ja, aber nicht mit ihm. Nein. Okay, also let's agree to fast disagree. Nein, nein, es ist ja... Das Ding ist ja, dieser Film hat ja trotzdem extrem viele unterhaltsame Momente. Sehr schön.
Johannes Franke: darauf eingehen, statt auf diesen ganzen Scheiß.
Florian Bayer: Und dieser Film ist extrem kurzweilig und dieser Film macht Spaß und guckt sich schnell weg, aber dieser Film ist unglaublich trashig, unglaublich cheesy.
Johannes Franke: Aber das sind doch jetzt nicht die negativen Sachen, sondern das sind die guten Sachen.
Florian Bayer: zum Kultfilm geworden.
Johannes Franke: Ja, siehst du. Auch wegen des ganzen Trash.
Florian Bayer: Auf jeden Fall, das gehört irgendwie dazu. Ich glaube, was mich vor allem nervt, ist Jennifer Kundalini. Und das tut mir so leid für sie, aber sie ist so nervig.
Johannes Franke: Ich verstehe es total, weil die Figur natürlich schwierig ist, weil man auch die ganze Zeit denkt, ach Gott, komm klar, Mädel. Aber darum geht es ja. Sie bauen einen Kontrast, damit am Ende sie was gelernt hat, weil sie am Anfang nervig ist und am Ende tatsächlich dann sagt, ja, ich muss mich Es gibt diese Szene, wo sie im Müll landet, weil sie hat diese... Sache gegessen, diesem Pfirsich und die ist ja in der Traumwelt und sie vergisst erstmal ihre Mission und dann landet sie im Müll und diese Mülllady gibt ihr nach und nach ihr ganzen Kuscheltiere und ihr Spielzeug. was sie sowieso hat in ihrem realen Leben, und sagt, hier, das ist doch alles toll, nimm das, nimm das, lenk dich ab, lenk dich ab. Und sie erkennt symbolisch und so weiter, wo du dann wieder sagst, ja, schon wieder so ein Symbol. Sage ich, tue ich. Ist okay. Aber das ist ja die Szene, wo klar gesagt wird, okay, sie lehnt das jetzt ab, weil sie ihre Verantwortung im Leben... wahrnimmt und sagt, nee, ich kann nicht die ganze Zeit nur an diesem Tant hängen, sondern ich muss auch mal Sachen in die Hand nehmen. Das ist wichtig. naja, erwachsen werden nach und nach. Und das ist halt ein scheiß Symbol, ja, aber es ist ja was, was sich entwickelt. Und sie macht diese Entwicklung durch. Auch wenn es durch ein blödes Symbol ist.
Florian Bayer: Sie sagt es mir halt auch die ganze Zeit. Das macht ja auch Hoggle. Alle Figuren in diesem Film sagen mir, wenn sie irgendwelche Entwicklungen durchmachen, alle relevanten Figuren, außer Tobi, da kann er nämlich nicht reden. Aber sie sagt so oft, ah, ich habe es verstanden, ah, das ist wichtig, oh, Freundschaft zählt. Und Hoggle geht darum und sagt, ah, jetzt habe ich es verstanden. Ich muss ehrlicher sein. Oh, was habe ich ihr nur angetan? Oh, ich denke über meine Verfehlungen nach.
Johannes Franke: Das ist der Kinderfilmteil. Das Figuren sowas auch verbalisieren.
Florian Bayer: Aber es ist kein Kinderfilm. Diesen Film kannst du nicht einem Fünfjährigen zeigen, der hat tierisch Angst.
Johannes Franke: Ja, vielleicht nicht einen Fünfjährigen, aber schon so acht bis zwölf. Das geht doch. Das ist doch vollkommen okay, oder nicht? Ja. Findest du nicht? Findest du, dass der für Achtjährige nicht machbar ist?
Florian Bayer: Doch, ich überlege gerade, ob Achtjährige ihn schon doof finden, weil er teilweise so kindig ist. Und das ist wieder dieses, für wen ist dieser Film gemacht? Für die 80er. Okay, that's the point for you.
Johannes Franke: Ja, danke.
Florian Bayer: Ich will ja gar nicht hier der komplette Cringe sein. Ich finde diesen Film ja wirklich unterhaltsam. Ich finde es auch gut, dass er das komplett durchzieht mit der Allogherie. Und dass er am Schluss dieses schreckliche Oh, es war alles nur ein Traum, einfach komplett zur Seite wicht, wenn sie nochmal eine Kobold-Trollparty in Sarahs Zimmer feiern.
Johannes Franke: Das ist doch schön.
Florian Bayer: Da bin ich großer Fan davon.
Johannes Franke: Auch wenn der Film da total aus sich selbst raustritt, ne? Also sie hat niemals in der Sekunde auch noch die Lektion gelernt, dass man ja im Leben dann trotzdem auch seine verspielte Seite braucht und dass man dann... Ob man mal wieder seine Fantasiefiguren besuchen kann. Da braucht man Zeit für. Aber ich finde es schön, dass der Autor das quasi sagt. Oder Regisseur und der Autor sagen, Leute... Das ist zwar schön und gut, aber Jim Hansen ist berühmtermaßen auf dem Twilight zwischen Fantasie und realem Leben und so soll man leben, bitte.
Florian Bayer: Ja, finde ich auch gut. Und auch dieses Grundsätzliche, was immer so ein bisschen mitschwingt, dass es alles so wird, was da passiert, aber lasst uns doch einfach Spaß haben, egal. Egal ob wir Bösewicht sind, egal ob wir Protagonistin sind, ob wir Heldin sind oder sonst was. Spaß haben ist extrem wichtig und Spaß haben wirklich alle in diesem Film. Ich finde es toll, dass der Bösewicht nicht dieser verbitterte, ich muss die Welt erobern Typ ist, sondern dass der einfach eine Party feiert. Es gibt überhaupt keine Motivation, sondern er hat jetzt dieses Baby und er ist halt in diesem Schloss und lasst uns Spaß haben. Ich will Spaß haben mit meinen Goblins. That's all.
Johannes Franke: Und er fordert sie so ein bisschen raus. Er zwinkert sich ja immer mal wieder verbal an quasi. und sagt hier, mach schon, mach hier. Komm, und dann machen wir halt die Zeit nochmal kürzer.
Florian Bayer: Es ist halt voll mit sexueller Metaphorik. Also die trieft so aus jedem Moment raus. Aber es funktioniert halt tatsächlich, weil es ganz eindeutig bei ihr ist und sie ist 14, 15 und es ist halt irgendwie. Das ist halt die Zeit. Ja, es ist erwachsene Sexualität. Ja. Es ist halt trotzdem ein bisschen weird, so einen mittelalten Rockstar zu sehen, der als Projektion eines Teenagers von Teenagelust da irgendwie durchs Bild läuft.
Johannes Franke: Was nochmal interessanter oder noch verstörender ist, dass ja David Bowie auch als Gesicht auftaucht in ihrem Zimmer, wie alles andere in diesem Film ja in ihrem Zimmer auftaucht. taucht er auch auf und zwar als Stiefvater.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Das heißt, sie stellt sich den Bösewicht, dem sie auch so ein bisschen hinterherhächelt, Wie ihren Stiefvater vor. Das ist auch so weird, oder? Ja, auch ein bisschen weird. Aber naja, gut. Es wird ja auch wieder nicht richtig doll draufgedrückt oder sowas.
Florian Bayer: Es ist halt aber auch tatsächlich, oh Gott, dass ich das in Zusammenhang mit diesem Film sage, es ist halt auch realistisch. Ich meine, jeder war mal Teenager und jeder weiß, als Teenager hat man diesen Moment, wo man auch Eine ältere Frau oder, ich weiß nicht, ich kann für mich nur reden. Ich kann nur für mich reden. Ich hatte diese Momente.
Johannes Franke: Mathelehrerin?
Florian Bayer: Biolehrerin.
Johannes Franke: Ah ja, okay.
Florian Bayer: Nein, plötzene Geschichtslehrerin.
Johannes Franke: Was? Das ist dir entfallen?
Florian Bayer: Oder beide?
Johannes Franke: Nein. Meine Kunstlehrerin, glaube ich. Egal. Na ja. Aber ich find's geil. Also ich find's auf 80er Jahre Art und Weise, wenn man sich darauf einlässt, find ich's total großartig, wie der Film das zusammenschustert.
Florian Bayer: Was halt wirklich geil ist, ist... Es passiert so viel in diesem Film auf visueller und auch auf ideentechnischer Ebene. Ja. jede einzelne Figur, jedes einzelne Wesen, das durch dieses Szenario läuft oder fliegt.
Johannes Franke: Ja, ja, ja.
Florian Bayer: hat irgendwie so ein bisschen Persönlichkeit, ist so ein bisschen skurril, die Feen, die dich beißen. Und der Hoggle, der dann rumläuft und die Feen mit Gift einsprüht, um sie zu vernichten.
Johannes Franke: Oh nein.
Florian Bayer: Dieser kleine Wurm, der aus der Mauer rausguckt. Diese Türknaufe. Es sind einfach so viele Wesen mit Charakter und mit... Liebe zum Detail, das macht so viel aus.
Johannes Franke: Ja, absolut. Und da ist halt Jim Hansen genau der Richtige.
Florian Bayer: Tim Hansen ist wirklich der Meister der Puppen. Man kann es nicht anders sagen.
Johannes Franke: Großer Fan. Ich habe mir nochmal kleine Interviews mit ihm angeschaut. Der ist so sympathisch, dieser Mensch. Unglaublich. Der hat so eine Ruhe in sich und so eine Zurückgenommenheit, sodass man so denkt, ja okay, das ist ein Puppenspieler, der ist nicht selber Schauspieler geworden. Sondern alles, was er an schauspielerischem Talent hat, gibt er einer externalisierten Version von sich selbst, damit er nicht selbst vor der Kamera stehen muss, weil er so schüchtern ist. Das ist so süß. Okay, ich muss eine Puppe bedienen, damit ich spielen kann.
Florian Bayer: Ja, so süß. Und er ist toll. Er ist wirklich toll.
Johannes Franke: Und es ist schade, dass er so früh gestorben ist.
Florian Bayer: Ja, 55 war er, ne?
Johannes Franke: Das ist so traurig.
Florian Bayer: Und so saudumm gestorben, weil eine Lungenentzündung zu spät erkannt wurde.
Johannes Franke: Wie bescheuert ist das?
Florian Bayer: Schrecklich.
Johannes Franke: Ja, traurig. Und wirklich sehr plötzlich, dass es wirklich keiner groß geahnt hat. Ich glaube... Er hat das irgendwie kurz vorher nochmal geahnt und hat irgendwas gesagt oder geschrieben nochmal. Ich weiß es nicht mehr ganz genau. Aber es war jedenfalls richtig, richtig scheiße. Und dieser Film war ja auch nicht so wahnsinnig erfolgreich. Und Dark Crystal war ja auch schon so... nicht erfolgreich. Und ich glaube, das hat ihn ganz schön zu schaffen gemacht, dem Ammen.
Florian Bayer: Ja. Er wollte halt Er hatte halt eine Vision, die weiter geht als die Muppets. Als er diesen Film gemacht hat, war die Muppet Show ungefähr zehn Jahre alt. Und er hatte diese Vision, dass man mit Puppen mehr erzählen kann als Varieté, was die Mappets ja letzten Endes machen. Großartig. und es gab ja auch davor schon Muppet-Filme. Aber seine Vision war natürlich okay. Und jetzt versuchen wir mal einen ernsten Fantasy-Film, ein Epos im Stil von Herr der Ringe, also nicht bei dem hier, sondern eher bei Dark Crystal. Und erzählen das aber mit meinen Möglichkeiten, mit meinen Puppen. Und ja, es ist schade, dass es damals vom Publikum nicht so angenommen wurde, aber es haben sich ja beide Filme so ein bisschen zu Kultfilmen entwickelt, der hier deutlich mehr als Dark Crystal.
Johannes Franke: Und es ist auch nicht leicht, Menschen mit Puppen zu mischen. Ich muss nur an diese kleine Anekdote denken, wie David Bowie an diesem Set ankommt. Und er hat so eine, ich glaube eine Frau war das, Jemanden dabei jedenfalls, die Bulldogge genannt wurde. weil David Bowie sich zurückgezogen hat und Bulldogger dann gesagt hat, Leute, Mr. Bowie raucht gerade seine Zigarette, lasst ihn in Ruhe. Leute, Mr. Bowie braucht Pause, lasst ihn in Ruhe. Und das Team von Jim Henson, die ganzen Muppet-Leute, haben halt das so verstanden. Ah, Mr. Borey hat Schwierigkeiten, sich zu öffnen. und haben sich auf ihn raufgestürzt, mehr oder weniger, und haben alles ignoriert, was der Bulldogge gesagt hat. Und haben einfach versucht, an ihm so lange rumzurütteln, bis David Bowie nach anderthalb Wochen so viel Spaß hatte, dass er die Bulldogger entlassen hat.
Florian Bayer: Großartig.
Johannes Franke: So geil.
Florian Bayer: Was für eine schöne Geschichte mit einem schönen Happy End.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Jim Hansen hat hier übrigens auch seinen Sohn dabei, ne? Brian Hansen. Ja.
Johannes Franke: Die Augen, glaube ich, von Hoggle hat er mitgemacht und so.
Florian Bayer: Der später dann Audrey II in Little Shop of Horrors. animieren sollte. Und der, wie alle Leute, die jünger waren und an diesem Film beteiligt, er war damals 23, er war wirklich noch jung, komplett ihre Liebe zu den Puppen gefunden haben. Unter anderem auch Tobi Fraud.
Johannes Franke: Ah ja, stimmt.
Florian Bayer: Tobi Fraud, der hier als Baby zwischen diesen ganzen Kobolden hängt.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: und später in Interviews gesagt hat, nö, nö, ich kann mich daran erinnern, aber das hat mich überhaupt nicht traumatisiert. I call it bullshit. Er ist komplett in dieser Puppenwelt aufgegangen. Und er ist einfach, ich meine, okay, er ist das Kind von Brian Ford. Was erwartet man? Aber er ist einfach mal in diese Welt wirklich im wahrsten Sinne des Wortes geboren worden. Er musste als Baby performen. Und er sollte später so krasse Sachen machen, wie unter anderem bei Nanya und King Kong mitarbeiten, bei denen... Bei der Animatronic und bei dem Design der Kreaturen.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Und unter anderem auch bei sowas wie Paranormen. Der von, ist es Tim Burton? Ne, ist es nicht Tim Burton, aber es sieht sehr nach Tim Burton aus. 3D-Animationsfilme unserer Zeit. Der Mann ist so alt wie wir, ne? 1984 geboren. Er ist ein bisschen jünger als wir.
Johannes Franke: Ein bisschen.
Florian Bayer: Das Jahr 2.
Johannes Franke: Ich habe noch eine Frage. Warum ist der Goblin King kein Goblin? Was ist da los?
Florian Bayer: Weil ich glaube, da hat Jim Henson schon den richtigen Riecher. Es macht total Sinn, da ein bisschen Menschen rein zu platzieren. Und es funktioniert ästhetisch extrem gut, dass der, der quasi alle überragt, der König von allen ist, dass er der König ist.
Johannes Franke: Ja, okay. Ist er wie so ein Wizard of Oz, der da einfach reingeraten ist und dann gesagt hat, gut, okay, wenn ich jetzt hier der Größte bin, dann bin ich jetzt der König.
Florian Bayer: Also wenn wir ehrlich sind, dieser Film ist sehr eklektisch. Sprich, der ist ein Flickenteppich aus verschiedenen Fantasy-Geschichten. Wizard of Oz natürlich ganz stark.
Johannes Franke: Volle Kanne. Alice im Wunderland fällt einem sofort ein.
Florian Bayer: Es sind so viele kleine und große Geschichten, die hier zusammengeschustert wurden.
Johannes Franke: Die sind ja auch alle in dem Zimmer mit abgebildet. Sie hat die Bücher dastehen von den ganzen Filmen. auf die sich dieser Film bezieht.
Florian Bayer: Es ist einfach, es ist auch eine große Referenzshow und es ist auch wirklich so ein großes... so ein großes Hommage-Ding an diese klassisch bizarren Fantasy-Geschichten, als Fantasy-Geschichten für Kinder noch so richtig bizarr sein durften.
Johannes Franke: Ja, naja. Hast du noch was über dieses Escher-Bild? Ich fand das ja wirklich wahnsinnig gut. Du hast vorhin gesagt, dass du diese Doku geguckt hast.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Hast du da irgendwie noch ein bisschen was dazu?
Florian Bayer: Sie haben das einfach gebaut. Sie haben das wirklich gebaut und es gibt dann diese, es gibt Im Making-of sieht man so ein paar Aufnahmen, wie sie dann das Baby da sitzen haben. Vorm Abgrund und dahinter sieht man dann so Hände. Da ist jemand, der passt auf, dass das Baby nicht reinfällt, nicht runterfällt. Und dann haben sie diese Treppen an der Decke und diese Treppen an der Seite und dann haben sie Spiegel aufgebaut, um noch ein paar Spiegelungen zu machen. Und es sieht wirklich aus wie so ein MC Escher-Gemälde, nur dass du drauf guckst und weißt, okay, du kannst hier nicht an der Decke laufen, das wird nicht funktionieren. Es ist schon ziemlich geil und ich mag das ja, diese paradoxe Kunst und ich liebe MC Escher Bilder, ich kann mich daran gar nicht satzsehen, ich finde sie total toll. Und das haben sie hier schon verdammt clever und gut umgesetzt.
Johannes Franke: Krass, ja.
Florian Bayer: Schade nur, dass die Musik die ganze Zeit scheiße ist während dieser Szene.
Johannes Franke: Aber die eigentliche Filmmusik, die noch dazwischen ist, ist ja noch schlimmer.
Florian Bayer: Ja, ist sie, von Trevor Jones, der eigentlich nicht schlecht ist, der halt hier einfach das macht, was er machen muss, wenn jemand aus den 80ern sagt, ich brauche Musik für einen Fantasy-Spieler. Spektakel für Kinder und Jugendliche.
Johannes Franke: Synthpop. Ja, das ist echt ein bisschen, naja,
Florian Bayer: Okay. Also Trevor Johns ist ein großartiger Komponist. Der hat unter anderem für Excalibur die Filmmusik gemacht oder für Mississippi Burning. Der kann deutlich mehr und besseres als das, was wir hier hören. Und da schreit dieser ganze Film natürlich 80er.
Johannes Franke: Sag mal, wollen wir in unsere Top 3 hinüber laufen?
Florian Bayer: Lass uns in unsere Top 3 springen.
Johannes Franke: Unsere Top 3.
Florian Bayer: Top 3, let's cast a musician. War meine Idee, ne?
Johannes Franke: Ja, ja, ja, das hast du da reingeworfen. Ich glaube, sowas ähnliches hatten wir sogar schon.
Florian Bayer: Ja, ich habe versucht, so absurde Dinger zu finden. Und zwar Rollen, die wichtig sind. Rollen, die nicht singen, was total albern ist, weil David Bowie singt ja die ganze Zeit in diesem Film und passend zu diesem Film auch Rollen, die eher so ein bisschen trashigeren Aspekt haben von Wir besetzen einen Musiker oder eine Musikerin.
Johannes Franke: Ah, okay. Ja, ich habe keine trashigeren Sachen gefunden. Obwohl so ein kleines bisschen... Wir machen Schnickschnack-Schnuck, wer anfängt. Schnickschnack-Schnuck.
Florian Bayer: Der gute alte Stein gewinnt immer. Platz 3. Wenn du Ende der 90er einen Film machst über das Ende der Welt und du musst Gott besetzen, musst du natürlich Alanis Morissette nehmen.
Johannes Franke: Ich hab's auch auf Platz 3.
Florian Bayer: Kevin Smith, Dogma, Alanis Morissette spielt Gott und sie spielt es einfach großartig.
Johannes Franke: Es ist toll. Ja, kann man nicht viel zu sagen. Guckt euch nochmal Dogma an. Vielleicht machen wir den mal im Podcast. Also ich glaube, es lohnt sich durchaus. Im gleichen Jahr passiert Fight Club mit Meet Love. Ja, der tatsächlich extrem gut Bob spielt, der übergewichtige Bob, der... Also völlig absurd, weil ich das Meatloaf so in der Form nicht zugetraut hätte. Wir haben den Film ja auch besprochen, Fight Club. Es lohnt sich, volle Kanne, ihn ernst zu nehmen und das anzuschauen.
Florian Bayer: Ja, großartig, ja. Cool.
Johannes Franke: Jetzt habe ich meinen Platz zwei schon gemacht, obwohl du dran gewesen wärst. Was ist dein Platz zwei?
Florian Bayer: Platz zwei, wenn du einen Film drehst, der nach dem Ende der Welt spielt, in einer postapokalyptischen Wüstenlandschaft. Und du brauchst eine extrem exzentrische Herrscherin, die alle Menschen unterdrückt und irgendwelche Gladiatorenkämpfe inszeniert. Natürlich nimmst du dann Tina Turner.
Johannes Franke: Ach so.
Florian Bayer: Mad Max 3, jenseits der Donnerkumpel. Meiner Meinung nach ein bisschen ein unterschätzter Film. Okay. Gibt, glaube ich, als der schlechteste der Trilogie. aus dem Jahr 1985 und Tina Turner spielt eine Tina Turner. Okay.
Johannes Franke: Ich habe auf Platz 1 vielleicht das gleiche wie du. Weiß ich nicht ganz genau. Haben wir auch besprochen.
Florian Bayer: Ja, nee, dann hast du nicht das gleiche wie ich. Was hast du?
Johannes Franke: Coffee and Cigarettes. Oh, ja. In jeder Episode. Also es kommt nicht in jeder Episode Musiker vor, aber in fast jeder Episode irgendwie. Und für wen entscheidest du dich? Du entscheidest für Tom Waits für Seven Nation Army. Für, wie heißt er? Jack White.
Florian Bayer: Und seine Schwester.
Johannes Franke: Deine Schwester. Iggy Pop ist noch mit dabei. Großartig, ne? Auch Iggy Pop ist auch so großartig. Naja, also das Coffee and Cigarettes von Jim Jarmusch lohnt sich total, den anzuschauen. Aber es sind halt nicht die großen Schauspieler dabei, sondern vor allem große Musiker. Wobei auch ein, zwei tolle Schauspieler dabei sind. Drei, vier.
Florian Bayer: Wenn du in den 80er Jahren einen Science-Fiction-Film... Ja. der in komplett abgefuckten Welten spielt, die nichts mit unserer Welt zu tun haben, trotzdem sowas Apokalyptisches haben. Und du hast einen epischen Schlusskampf, ein großes Duell zwischen dem Guten und dem Bösen. Und dann brauchst du jemanden, der für das Böse kämpft. Dann nimmst du natürlich Sting. Tune von David Lynch aus dem Jahr 1984. Und Sting in einer... Aber ist der so gut, der Film? Nein.
Johannes Franke: Das ist eine Top 3, Flo.
Florian Bayer: Ich finde den Film besser als seinen Ruf, aber vor allem ist wichtig, dass Ding einfach fantastisch ist. Aha, okay, gut. Ja, das war unsere Top 3, zurück ins Labyrinth.
Johannes Franke: Das war unsere Top 3. So, und wir öffnen unser Muss-man-sehen-Universum und geben anderen Podcasts. die vielleicht über den gleichen Film gesprochen haben oder eine Meinung dazu haben. Ein kleines Forum von so zwei, drei Minuten, dass sie uns sagen können, wie sie den Film fanden.
Florian Bayer: Wir brauchen auf jeden Fall einen Jingle dafür. Jingle.
Johannes Franke: Und jetzt jemand komplett anders.
Florian Bayer: Hallo liebe Kollegen von Muss man sehen. Hier ist der Lars von 90s Kids, dem Podcast durchgesappt statt Streaming-App. Und ja, die Reise ins Labyrinth, ich habe ihn relativ spät erst gesehen und zwar vor zwei Jahren war das auch erst, als ich an die Blu-ray günstig gekommen bin. Der Er war lange auf meiner To-Do-Liste, weil ein Film mit David Bowie, ein Fantasy-Film und ein Film der 80er, das alles kombiniert als Trio, ist natürlich Für mich immer eine Win-Win-Situation. Und weil ich ja auch Filme wie Willow, Dunkler Kristall und Legende und sowas mag ... ist Fantasy der 80er auf jeden Fall in meinem Herzen ganz, ganz fest verankert. Deswegen hat es mich immer so ein bisschen gekitzelt, dass ich die Reise ins Labyrinth nie gesehen habe. Hat sich aber wie gesagt vor zwei Jahren geändert. Da war die Blu-Ray günstig zu schießen. Das habe ich dann auch gemacht und dann habe ich den Film das erste Mal gesehen. Übrigens jetzt nochmal vor kurzer Zeit geguckt und ich muss sagen, mir gefällt der wirklich unglaublich gut aufgrund der Jim Henson-Puppen natürlich. die da auf jeden Fall für die Atmosphäre sorgen. Jim Henson kennt man ja, glaube ich, eher so von den Muppets und so weiter. Aber dunkler Kristall hat er ja auch gemacht. Und da hat man ja schon gesehen, dass es auch in eine realistischere, wenig coloräugige Version geht. Und das hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Sie sind auch die heimlichen Hauptcharaktere in diesem Film. Natürlich David Bowie, der Popstar schlechthin, der mit seinem exzentrischen Äußeren für diese Rolle wie geschaffen ist. Als Goblin-König unterwegs mit krasser Friese, mit, ich finde eher so eine Art Ballettuniform, aber das gefällt mir auch ganz gut. Er ist ein bisschen zweifelhaft, weil die Motivationen von ihm sind nicht ganz so ergründlich. Er wird ja von der jungen Sarah angefläht quasi, also sie beschwört ihn ja geradezu, ihren verhassten Stiefbruder zu entführen und im Goblinschloss dann zu einem Goblin zu machen. Und darauf hört halt der Goblin-König und tut dies wie ihm geheißen. dann ist natürlich Sarah plötzlich sofort reumütig, will's am liebsten rückgängig machen, aber Deal ist Deal. Und deswegen folgt sie ja dem Goblin-König in sein Labyrinth. Schön gemacht übrigens der Greenscreen-Effekt auch am Anfang gleich. Finde ich auch sehr schick mit dieser riesigen Malerei, wo man dieses wirre Labyrinth dann im Sonnenlicht sieht. Das ist auch eine wirklich sehr starke Einstellung. Und was mir hängen geblieben ist natürlich auch, es gibt eine Sequenz, wo Sarah in so einen Abgrund stürzt, weil sie die falsche Tür wählt. Und dann wird sie von unzähligen Händen gegriffen und gehalten. Und diese Hände sprechen mit ihr, indem so vier bis fünf Hände ein gruseliges Gesicht formen, so fast wie so ein Schattenspiel. Und dann mit ihr sprechen. Das finde ich so stark, so cool gemacht. Das sieht wirklich faszinierend aus und das sind wirklich einige von diesen super Ideen darin. Sie kriegt ja dann auch noch Verbündete in Form ... eines kleinen Gnoms quasi, der ihr folgt. Und dann natürlich dieser rote Riesenaffe mit den Hörnern, der zwar wie ein Pokémon nur einsilbig spricht, wahrscheinlich nur seinen Namen, aber eben trotzdem hilfreich ist und auf jeden Fall sozusagen der Enforcer in der Gruppe wird. hin zu dem kleinen Frettchen mit der Augenklappe, welches auf diesem Bobtail liegt. hin und her reitet, was auch super witzig ist, wenn in Komplettaufnahmen quasi ein echter Bobtail mit diesem Plüschtier bestückt ist und dieses Plüschtier dann hin und her wackelt, das ist sehr, sehr witzig. Also das mag ich auch sehr. David Bowie als Goblin-König, um noch das mit zu erwähnen, lässt sich ja auch nicht lumpen, gibt glaube ich auch zwei oder drei Songs zum Besten. ist kein Musical, sondern die Lieder passen einfach, er unterhält damit seine Untertanen und gut ist. Also ich finde den Film auf jeden Fall ziemlich sehenswert. Er ist charmant, er ist auch gut gealtert durch diese ganzen Puppen. Und Practical Effects ist es halt etwas, das zeitlos geblieben ist und auch wirklich greifbar ist. Es sind viele witzige Ideen. Ich finde, es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit Alice im Wunderland, so ein kleines Mädchen in so einer Fantasiewelt gefangen. Das finde ich halt wirklich sehr, sehr schön. Und ja, ich hatte viel Spaß mit dem Film und habe es nicht bereut, dass ich ihn dann endlich mal geschaut habe. In dem Sinne viel Spaß weiter beim Podcast und liebe Grüße von den 90. Kids, tschüss!
Johannes Franke: So, jetzt müssen wir uns nochmal zurechtfinden. Ich habe hier noch eine hohe Notizen, aber ich glaube, ich habe alles Größte, Wichtigste abgearbeitet. Was ich noch krass fand, war, dass Hanson, Jim Hanson, während der Dreharbeiten ständig noch... nochmal zurück nach New York geflogen ist, um da irgendwelche Termine wahrzunehmen für all die anderen Sachen, die gerade noch laufen von den Muppets. Weil der einfach der große Chef ist, hat der sich immer wieder ins Flugzeug gesetzt und ist immer wieder vom Drehort wieder dorthin geflogen, dann wieder zurück, wieder hin und wieder zurück. Und David Bowie ihn irgendwann als most unflappable Profi, den er je gesehen hat. bezeichnet hat. Also einer der unerschütterlichsten Profis, die er kennt.
Florian Bayer: Das war Jim Hansen.
Johannes Franke: Wahnsinn.
Florian Bayer: Großartiger Typ. Wir müssen mal irgendwann nochmal einen von den Muppet-Filmen besprechen. Es ist krass, dass wir noch keinen Muppet-Film gemacht haben.
Johannes Franke: Haben wir nicht Muppets?
Florian Bayer: Doch, die... Weihnachtsgeschichte, der auch wirklich ein toller Muppet-Film ist. Ich glaube, so ein Muppet- Klassiker, ne? Die Muppets Manhattan ist glaube ich so einer der großen Filme.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Oder der Muppet Movie einfach aus dem Jahr 1979.
Johannes Franke: Genau, genau. Aber ich glaube, die Weihnachtsgeschichte ist schon auch Der große Klassiker schlechthin, das ist schon die beste Verfilmung der Weihnachtsgeschichte, muss man sagen.
Florian Bayer: Ich weiß gar nicht mehr. Ich habe ihn, glaube ich, auch ziemlich weit oben platziert. Aber hört euch unsere Episode an. Wir reden sehr lange, sehr ausführlich an in irgendeiner Weihnachtsepisode über die Charles Dickens Weihnachtsgeschichte und ihre diversen Verfilmungen. Ja.
Johannes Franke: Okay, gibt es noch irgendwas, was wir aufmachen? Wir machen einfach unser Fazit.
Florian Bayer: Ja, Fazit, bitte.
Johannes Franke: Also, Plur, du kannst mich nicht, nee, nee, Moment, du musst es als erstes machen, damit ich wieder hochziehen kann.
Florian Bayer: Aber ich will ihn gar nicht so runterziehen. Ich bin wirklich mild mit diesem Film geworden. Ich finde, er gehört nicht zu meinen Lieblingsfilmen. Und es liegt vor allem daran, dass ich die Protagonistin nervig finde. Ja, okay, verstehe. Dass mir die Musik nicht gefällt. Dass es wirklich hart.
Johannes Franke: Ach mann.
Florian Bayer: Und dass es vielleicht ein bisschen zu viel episodisch und ein bisschen zu viel allegorisch episodisch ist. Was ich diesem Film abgewinnen kann, ist, dass er... flucht, unterhaltsam ist, dass er unfassbar gutes Set-Design und Kreaturen-Design hat und zwar wirklich top-nudge und das funktioniert heute noch genauso wie damals. Oder vielleicht sogar besser. Und vielleicht sogar besser. Und dass er wirklich so in dieser Kombination aus trashy, cheesy, fantasy, albern, unfreiwillig komisch, bewusst komisch, dass er einfach Spaß macht.
Johannes Franke: Schön. Ja, deine ersten beiden Kritikpunkte kann ich verstehen irgendwie. Also die Figur ist nervig, aber ich finde, es ist wahnsinnig wichtig für den Film und ich habe auch viel Spaß damit. ihr entgegenzurufen, einer kriegt dich ein. Natürlich, das Leben ist nicht immer fair. Die Welt funktioniert nicht so, wie du dir vorstellst, dass die Welt funktioniert. zu deinem Gunsten oder sowas. Aber das ist ja das, was der Film auch erzählen will, was sie ja lernen soll. Und natürlich lernt sie das durch Gerede, Und dann sind wieder Coinen. Aber es ist halt. Ich finde es super. Ich finde es sehr gut so. Und ich finde die Musik nicht ganz so scheiße wie du, muss ich sagen. Sondern ich kann... Ich komme trotzdem damit klar und ich kann die Party trotzdem verstehen, weil die Party ja trotzdem da ist. Also mit dem Dance.
Florian Bayer: Der Matchdance ist ein geiler Song. Siehst du. Und die Party ist geil.
Johannes Franke: Und das funktioniert doch dann irgendwie. Und die Musik ist nicht top-notch David Bowie, aber sie ist zumindest David Bowie und ich liebe David Bowie. Auch in seinen schlechteren Phasen war David Bowie großartig irgendwie. Ich mag ihn total.
Florian Bayer: Irgendwie. Gregor, danke, dass du uns diesen Film empfohlen hast. Und schön, dass ich den nochmal sehen konnte, weil es ist tatsächlich schon ein bisschen länger her und ich muss sagen, ich bin auch etwas wohlgestimmter. Ja, befriedet. Ich habe genug renten dürfen. Ich mag diesen Film und ich bin froh, ihn mal wieder gesehen zu haben.
Johannes Franke: Schön. Ja, es wäre jetzt auch blöd gewesen, wenn wir beide gesagt hätten, ja, bester Film alle Zeiten, zwei Minuten später, ja, Episode ist vorbei.
Florian Bayer: Wenn ihr wissen wollt, was das nächste Mal rankommt, dann wird es was von Johannes geben.
Johannes Franke: Yes, ich darf wieder was besprechen. Stimmen und Plor muss unbedingt gucken, egal ob er filmen will oder nicht. Und ich werde das volle Kanne ausnutzen. Plor ahnt noch nicht, was kommt. Ich bin gespannt. Hört euch nochmal den Jingle an und danach sage ich Plur, was er sich angucken muss.
Florian Bayer: Euch wie immer vielen Dank fürs Zuhören. Toll, dass ihr da seid.
Johannes Franke: Ja, es macht sehr viel Spaß mit euch. Bleibt bei uns. Kommentiert fleißig. Wir haben eine ganz wunderbare Community aufgebaut über die Zeit. Wir haben sehr viel Spaß mit euch. Ich finde es ganz toll. Bis dann.
Florian Bayer: Ciao.
Johannes Franke: So, Plur, wir machen jetzt einen Risikofilm. Einen Risikofilm? Auch dieser Film war ja schon so ein bisschen Risikofilm, aber den habe ich ja nicht ausgesucht, weil ich immer nicht so sicher bin, wie viel Musical ich dir zutrauen kann.
Florian Bayer: Ich will ein Musical. Ich will von dir ganz viele Musicals. Um sie fertig zu machen.
Johannes Franke: Ja, genau das ist das Problem. Du willst ja meine Musicals eigentlich nur, damit du sagen kannst, ja, größter Rotz. Und ich mache deine Musicals dafür fertig, wie zum Beispiel...
Florian Bayer: Und das stimmt auch gar nicht. Ich bin doch meistens relativ... Nein, weil ich die besten Musicals der Welt raussuche.
Johannes Franke: Wenn ich dir Musicals geben würde, wie ich dir jetzt geben werde, dann könnte es sein, dass du ein bisschen Schwierigkeiten hast. Ich bin gespannt. Weil Musicals zum Kitsch neigen? Ja. Und ich habe ihn selbst noch nicht gesehen. Oh wow, okay, ja, was kommt? Sound of Music.
Florian Bayer: großer amerikanischer Klassiker, Frau tanzt durch die Alpen. Ich habe keine Ahnung. worum es geht.
Johannes Franke: Das ist das große, berühmte Bild, wie sie die Arme breit macht auf diesem Alpenhügel da. Und das ist das schönste Bild der Welt, aber man denkt sich, okay, es wird Tri-Fan for Kitsch.
Florian Bayer: Glaube ich auch. Und das Geile ist, ich kenne sogar den Song, also den Titelsong Sound of Music. Ja, genau. Aber sonst weiß ich nichts. nichts über diesen Film.
Johannes Franke: The hills are alive with the sound of music.
Florian Bayer: Es könnte sein, dass dieser Film zwei Stunden lang eine Frau ist, die durch die Alpen singt.
Johannes Franke: Damit rechne ich eigentlich.
Florian Bayer: Ich rechne mit so einer Heidi-Geschichte. Sie kommt aus der Stadt und kommt dann in die Alpen und da blüht sie auf. Vielleicht ist sie krank?
Johannes Franke: Vielleicht spielt eine Ziege eine Rolle, ich weiß es nicht.
Florian Bayer: Ja, und das ist geil so, wenn man filmlich kennt, drüber nachzudenken, was passieren könnte. Ich glaube, also krank... Frau oder überarbeitete Frau, sie kommt in die Alpen und dann lernt sie das Leben wieder zu genießen.
Johannes Franke: Und sie genießt natürlich irgendeinen Mann, muss ich finden.
Florian Bayer: Natürlich Liebe, auf jeden Fall.
Johannes Franke: Irgend so ein Sepp auf der Alm, der sagt, ich zeige dir, wie das einfache Leben funktioniert.
Florian Bayer: Ja. Meinst du, es gibt so einen Alm-Üi und sie ist wirklich so eine Heidi-Geschichte? Wäre das nicht großartig? Wie heißt die bei Heidi, die im Rollstuhl sitzt, die dann in die Alpen kommt und wird sie geheilt oder stirbt sie?
Johannes Franke: Ich weiß es nicht.
Florian Bayer: Ich kenne Heidi nämlich auch nicht wirklich.
Johannes Franke: Ich auch nicht. Aber Sound of Music ist das berühmteste Musical ever, außer in Deutschland. Ich habe es halt auch noch nicht gesehen, aber angeblich ist es in Amerika das, das, das große Musical. Und ja, jetzt müssen wir uns das einfach mal anschauen und mal rausfinden, was das eigentlich bedeutet und was das ist. Geil. Lassen wir uns überraschen.
Florian Bayer: Bis dahin. Ciao. Bis dann. Ciao.
