Episode 12: Mary Poppins Returns, Commando
Auf zu unserer zwölften Episode. Nachdem wir beim letzten Mal mit The Hateful Eight und Serkarlo heavy Stuff besprochen haben, wird es dieses Mal deutlich beschwingter, fröhlicher und lustiger. Mary Poppins returns aus dem Jahr 2018 ist der Versuch Disneys den Zauber des klassischen Familienmusicals wiederaufleben zu lassen. Commando aus dem Jahr 1985 nimmt sicht dagegen ernst… todernst… und ist eben gerade darum umso witziger. Einmal Peak 80er Action, einmal Peak Disney Nostalgiewelle. Zusätzlich gibt es natürlich wieder unsere Toplisten. Dem Anlass entsprechend, reden wir über die besten Kombinationen von Realfilm und Trickfilmkunst, sowie die besten „so bad it’s good“-Movies.
Mary Poppins returns [Paul Greengrass]
(USA 2018)
54 Jahre nachdem die erste Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuchreihe das erste mal Kinderherzen erfreute, kam 2018 endlich die lang und heiß ersehnte Fortsetzung in die Kinos. Mit Songs, mit Zeichentrick und Realfilmverquickung und tatsächlich einem Teil der Figuren aus dem ersten Film. Natürlich Mary Poppins, aber auch den Banks Kindern, die inzwischen erwachsen geworden sind und mit ihrem Leben hadern. Ganz besonders Michael Banks, der seine Frau verloren hat, und nun in dem Haus seiner Kindheit mit seinen drei Kindern und seiner Schwester lebt, allerdings in Geldnot. Das Haus geht an die Bank, die schon im ersten Teil eine düstere Rolle spielt, sofern Michael nicht den Kredit innerhalb weniger Tage zurückzahlen kann.
Commando [Mark L. Lester]
(USA 1985)
Nahezu jedes Genre hat seinen ultimativen, die dazugehörigen Tropes klar umreißenden und die Schublade definierenden Film: Wer an Tierhorror denkt, kommt am weißen Hai nicht vorbei, wer über Space Operas redet, muss über Star Wars reden, und wer an 80er Action denkt, dem muss als erstes Commando beziehungsweise Das Phantom Kommando aus dem Jahr 1985 in den Sinn kommen. Dieser Film ist Peak 80er Action: Wilde Verfolgungsjagden, übertriebene Explosionen, Waffenfetischismus, zahllose Schusswechsel, coole Oneliner, eine Liebe zum militärisch geschulten Einzelkämpfer, muskolöser Machoismus und unser Aller liebster Bodybuilder made in Austria Arnold Schwarzenegger. Dieser spielt den ehemaligen Offizier John Matrix, der mit seiner kleinen Tochter zurückgezogen in den Bergen. Die Idylle wird jedoch von dem brutalen Exdiktator Arius gestört. Der will die Macht im fiktiven Staat Val Verde zurückerlangen und hofft dabei auf Matrixs Hilfe. Kurzerhand entführt er dessen Tochter und zwingt ihn, nach Val Verde zu reisen, um den dortigen demokratisch gewählten Präsidenten zu ermorden. Aber Arnie wäre nicht Arnie, wenn er dieses Spiel einfach so mitspielen würde. Er begibt sich auf eine epochale Rettungsaktion, bei die Muskeln gestrafft und Häuser in die Luft gesprengt werden, sowie zahllose Bösewichter begleitet von coolen Onelinern ins Gras beißen:
Laut, schnell, Over the Top, geistlos und voll versteckter, bizarrer Komik. Hattest du auch so viel Spaß wie ich bei dieser kulturellen Zeitreise, Johannes?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 12: Mary Poppins Returns, Commando Publishing Date: 2021-03-24T16:19:10+01:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2021/03/24/episode-12-mary-poppins-returns-commando/
Johannes Franke: Wie wäre es mit Filmen? Du liebst Filme, ich liebe Filme, ist doch eine gute Idee. Ja, aber wir lieben überhaupt nicht die gleichen Filme. Ja, das könnte das Geile sein. Ich zeige dir Filme, die ich geil finde und du zeigst mir Filme, die du geil findest. Das heißt so Musicals aus den 50ern? Von mir, für dich, genau. Und koreanische Filme? Mit russischen Untertiteln? Von mir, für dich. Äh, definitiv. Das wird lustig. So, auf geht's. Auf geht's, Folge 12. Ja, Arnold Schwarzenegger, der Aube Bock sagt. Und Mary Poppins, die tatsächlich zurück ist. Ähm, Plor, wollen wir erstmal kurz erklären, was wir überhaupt machen? Genau. Wir erklären uns nie so richtig, in letzter Zeit haben wir nie wieder so richtig gesagt, wer wir eigentlich sind, was wir wollen vom Leben. Plor, wer bist du?
Florian Bayer: Ich bin der Johannes, willkommen in der Selbsthilfegruppe. Ich muss mir ständig Filme von Plor anschauen.
Johannes Franke: Und, naja, wir unterhalten uns dann darüber, wie dieser Film vielleicht dem anderen ein bisschen den Horizont erweitert hat oder dazu geführt hat, dass man sagt, die gucke ich nie wieder. Johannes, was hast du mir aufgegeben? Ich habe dir Mary Poppins Returns gegeben, was so das Zuckersüßeste ist, was mir einzufallen ist. Ich habe ihn vorher noch nicht gesehen, deswegen konnte ich noch nicht so richtig beurteilen, wie ich ihn mögen würde. Ich bin gespannt, wie dein Urteil jetzt aussieht. Ich habe ihn auch nicht gesehen. Und was hast du für mich?
Florian Bayer: Oh nein.
Johannes Franke: Ich bin gespannt. Oh Gott. Können wir bitte die 80er Jahre Tropes hinter uns bringen als erstes? Und danach können wir dann entspannt über Mary Poppins reden. dann muss man diesen Film gesehen haben. Okay, da möchte ich dir auf jeden Fall recht geben. Wenn man einmal verstanden haben möchte, wie dieses Genre funktioniert, um es möglichst zu meiden danach, dann muss man diesen Film gesehen haben. Ich sehe schon, wo die Reise hingeht. Nein, also, natürlich hatte ich Spaß. Ja. Also, da kommt da nicht drum rum, wenn man einfach, man muss sich einfach dann zurücklehnen und sagen, okay, gut, ich werfe alles aus dem Fenster, was mir wichtig gewesen wäre für einen sinnvollen Film. Und dann bin ich auch dabei. Ist schon okay. Oh Gott. Nein, also der Anfang, der Anfang. Du hast erst mal nichts von Arni, ne? Du siehst erst mal, wie jemand in dein Auto steigt und einfach aus dem Autohaus durch die Fensterfront durchfährt. Da weißt du schon, dass du eigentlich nicht viel vom Film erwarten kannst. Das ist schon krass. Sie haben den Schwarzen, der finstert reinblickt, nichts sagt, sich ins Auto setzt und losfährt. Wir haben unseren Bösewisch. Also irgendwie, weiß nicht. Naja. Aber das ist gut, dass es mir das gleich am Anfang sagt. So kann ich Arnold Schwarzenegger gleich mit der richtigen Attitüde begegnen und kann gleich feiern, wie sie im Grunde seine erste Einstellung nur auf seine Muskeln erst mal. Da eine Detailaufnahme von Muskeln, da eine Detailaufnahme von Muskeln. Und dann ein fetter Baumstamm, den er durch den Wald trägt nach Hause. Er kann einfach alles. Er nimmt einfach mal so eine Telefonzelle mitsamt Mensch aus der ... Reißt sie aus der Wand und wirft sie hinter sich. Also es ist halt irgendwie echt einfach nichts. Auf dieses Thema, dass Arnie nun völlig unbeeindruckt von Waffen ist und es schafft, die Leute dann in einen Nahkampf zu zwingen, das werden wir auch am Ende, wenn es um die Schlussproante geht, nochmal ... Also das hat mich wirklich nachhaltig verstört. Aber gut, dann kommen wir später dazu. Den Superbösewichten. Ja. Was für ein fantastischer Bösewicht. Bennet. Bennet sieht aus wie eine Mischung aus Village People, das A-Team und Rocky Horror Picture Show. Ich habe sie erst nicht erkannt. Dann habe ich gedacht, oh mein Gott, wie cool ist das denn? Und ich habe mir nur darum Sorgen gemacht, weil ich gleich als erstes festgestellt habe, das Kind spielt besser als Arnie. Und da habe ich das erste Mal gedacht, ich müsste mal rausfinden, wer dieses Kind ist und ob sie noch mehr gemacht hat. Und dann habe ich aber nach ein paar Mal hinschauen gemerkt, ach nein, die kenne ich doch. Ich glaube, ich kenne sie vor allem aus diesem ... Ist das Charmed? War sie bei Charmed dabei? Charmed. Krass, Mann. Ja, ja, ja, ja. Das habe ich auch nicht mehr im Kopf, dass sie das war. Ja. Krass, Mann. Ja. Über Drogen und elterlichen Missbrauch und ähnliches. Das befürchte ich halt auch. Würdest du mal googeln? Weil das interessiert mich jetzt, ob sie so ein Mekale-Kalken-Typ war oder ob sie dann so ein, weiß ich nicht, oder so Olsen-Zwillinge mäßig. Das ist ganz schön krass, ne? Ich frage mich, wie das mit denen ist, die jetzt gerade oben sind. Also so, wie heißt sie, die von Stranger Things? Millie Bobby Brown? Eine schreckliche Geschichte. Also natürlich gab es Phasen in ihrem Leben und vielleicht ist die Phase auch noch immer mal wieder da, in der sie wirklich Schwierigkeiten hat, selbst ordentlich für sich zu sorgen oder es ordentlich zu haben, Entscheidungen zu treffen, weil du unter Umständen einfach zu sehr von Drogen und Alkohol und so, ne? Und dann psychisches Zeug, was dann noch dazu kommt. Brauchst du vielleicht jemanden, der dir hilft, aber niemanden, der dich dein Leben lang einsperrt quasi und dir sagt, das darfst du nicht, das ist schon krass. Gut verhört. Sehr schön. Ja, freut uns. Das freut mich, ja. Das ist toll. Ja, und sie ist tatsächlich besser als Arnie, muss man schon sagen.
Florian Bayer: Das ist so wunderschön.
Johannes Franke: wenn sie in den Bergen zusammen unterwegs sind. Aber es ist, ich muss, das ist ganz böse und so, aber man muss schon sagen, dass es ein bisschen dahingestellt ist, ohne dass es wirklich liebevoll inszeniert wäre. Das ist schon ein bisschen traurig, weil sie stellen die beiden da so hin, so und jetzt füttert ihr das Reh und jetzt lacht ihr beide dabei und dann esst ihr zusammen Eis und lacht dabei und dann, weiß ich nicht, dann üben sie noch Kampfen und Lachen dabei. Sie lachen immer. Sie angeln und lachen dabei. Ich weiß nicht. Da fällt mir eine ganz tolle Geschichte ein, die ich anonymisiert erzählen muss. Ich bin als Schauspieler bei einem Projekt dabei gewesen und manchmal kommen solche Szenen zustande, weil ein Produzent sich etwas in den Kopf gesetzt hat. In meinem Fall war es, der Produzent saß mit dem Regisseur zusammen und sagte, im Eifer des Gefechts und vielleicht im Suff, aber ich will Kühe.
Florian Bayer: Der Film hatte nichts mit Kühen zu tun. Nichts. Es war überhaupt nirgendwo eine Kuh. Und der Produzent wollte unbedingt Kühe. Also haben sie gesagt, okay, dann gehen die da irgendwo in der Landschaft lang
Johannes Franke: und stoßen auf Kühe. Was soll's. Aber das nur, weil der Produzent im Suff gesagt hat, ich will aber Kühe. Man muss die Produzenten glücklich machen. Oh Mann. Ja,
Florian Bayer: Ich habe kurz Brüste gesehen und zwar in diesem Hotelzimmer. Beste Action-Szene ever.
Johannes Franke: Ich glaube, dieser Film ist eigentlich ein verkappter Liebesfilm und ich glaube, es geht eigentlich um dieses Pärchen nebenan. Um dieses Pärchen nebenan? Ja. Was machen die da? Sie drehen ein Porno. Es ist ein bisschen, naja gut, okay, das mussten wir jetzt also auch noch einbauen und sie mussten natürlich nackt sein und sie mussten natürlich, also ich weiß nicht, irgendwie. Es kommt so unerwartet. Also völlig. Ist das so überliefert, ja? was das dahin führt. Nein, das ist doch Blödsinn. Können wir dann mal über die erste Szene reden, in der sie auftaucht? Lass uns ganz kurz, lass uns gleich zu dieser Szene kommen. Mhm, okay.
Florian Bayer: Es ist so absurd. Vor allem, weil es kein,
Johannes Franke: also er steht ja noch dazwischen.
Florian Bayer: Arnie steht noch zwischen den beiden Menschen. Der Chef ist gerade gegangen.
Johannes Franke: Der Hupfraumer fliegt noch.
Florian Bayer: Genau. Er ist gerade eben erst weg und Arnie schnuppert quasi in der Luft. Ja, er schnuppert. Er schnuppert. Er schnuppert. Guckt irgendwie in die Gegend
Johannes Franke: und spürt sofort, ah, da ist was im Busch. Im Busch. Rent los. Genau. Rent los. Und die beiden Bodyguards werden erschossen. What the fuck? Und dann, die sind in diesem Haus gelandet und der fragt der andere Typ irgendwas und es kommt raus, dass Schwarzenegger tatsächlich sagt, dass er sie gerochen hat. Er hat sie gerochen. Er sagt, er hatte sie gerochen. Ist das euer Ernst? Aber sie versuchen ihn ja immer wieder in den Dienst zu holen. Genau, das ist ja auch ganz wichtig. Ganz wichtig. Und der sagt immer wieder, nein, ich will nicht, keine Lust, ich kümmere mich jetzt um meine Tochter. Genau. Die wird entführt. Und sie wird entführt. Das ist so traurig.
Florian Bayer: Oh nein.
Johannes Franke: Ja. Weißt du, da wird das einmal angerissen. Du wirst jetzt gezwungen, dass du einen Präsidenten töten musst. Und ich dachte, ah, okay, cool. So ein bisschen Taken, ein bisschen Kultur-Clash oder sowas. Weiß ich nicht. Könnte man alles machen. Aber nein. Da setzt seine Begleitung, die auf ihn aufpassen soll, einfach ins Flugzeug, bricht ihm das Genick, lässt ihn da tot liegen und springt aus dem Flugzeug, das gerade startet. Von den Flugzeugträgern
Florian Bayer: Das Flugzeug hat schon abgehoben und er springt noch raus. What the fuck?
Johannes Franke: Oh Gott, wir sollten diese Folge in einem speziellen Titel geben, und zwar die Reagan-Ära der Actionfilme. Ja! Dazu findest du ganz viele Essays. Echt, ja? Also im Grunde der verzweifelte Versuch, kulturhistorisch wenigstens in den Köpfen der Leute moralisch wieder auf der richtigen Seite zu stehen. Ja, aber die Geschichte erzählt er ja nicht. Also er setzt das kurz an, aber im Grunde ist es nur der Rahmen, der dann überhaupt keine Bedeutung bekommt. Der hat keine Bedeutung. Aber er erschießt am Schluss den Diktator. Ja, ja. und ihn hinterherrollt mit allem, was er hat. Natürlich ist das die nächste Gelegenheit, ihn als Strongman darzustellen, weil er das Auto erstmal mühsam anschieben muss, bevor es über diesen... Muskeln! Und es ist echt absurd. Ich weiß nicht. Also, ja, man muss wirklich... Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht habe, wirklich alles fallen zu lassen und zu sagen, okay, ist in Ordnung, mir ist es jetzt egal, ob das irgendwie stimmt. Ich glaube, ich habe bis zum Schluss immer mal wieder so Momente gehabt, wo ich gedacht habe, oh mein Gott, bitte nicht, warum? Obwohl man eigentlich die ganze Zeit denken könnte, ja, mach mal, mach mal, es ist nur Spaß. dich tötig als letztes. I like you, Sully. I will kill you last. Und später hält er ihn dann
Florian Bayer: an einem Bein über die Klippe, lässt ihn dann zappeln und sagt dann, weißt du noch, wie ich gesagt habe, dich werde ich in den Sitz zu töten.
Johannes Franke: Aber einer, der auch so eine feige Sau eigentlich ist. für Östrogen hält Oh Gott. Können wir noch einmal ganz kurz, jetzt ist diese Stelle, wo er zu Bennett sagt, kurz bevor er losfliegen soll. I'll be back. Wie oft sagt Arnie I'll be back in seinen Filmen? Es gibt bestimmt eine Liste dazu. Ich hab nicht recherchiert. Es ist zum Running Gag geworden. Aber vom Anfang an bei ihm, oder? Er sagt es doch in den Terminator-Filmen und das war so seine, seine erste Sache war Conan, oder? Ich hab kurz gegoogelt. Er sagt es in acht Filmen. Das ist eine, die Liste ist nicht sehr gut übersichtlich gemacht. Nein, ich glaube nicht. In True Lies sagt er es nicht? Was fehlt denn? Was habe ich in den Terminator? Ähm, die Terminator sind nicht weiter, die sind nicht getrennt aufgelistet hier. The Sixth Day 2000. Mhm. The Expendables 2. Ah, ja, okay. Ähm, und Twins. Running Man Raw Deal. Da sagt er es auch noch. Es waren jetzt schon mehr als acht, oder? Ja. Ach du Scheiße. Ja. Nein. Nein, es gibt einen anderen Film, dessen Titel mir nicht einfällt, den ich total mag, wo er auch so eine relativ alberne... Kindergarten-Cop. Nee, das auch nicht. Obwohl so albern ist er vielleicht gar nicht, nur in meiner Erinnerung. Aber sehr selbstironisch, was ich sehr cool fand. Last Action Hero war sehr selbstironisch. Ja, Kritiker sind dumm, anwesend ausgeholt. Es ist so schwierig, weil ich immer unsicher bin, ob der Film sich jetzt ernst nehmen will oder nicht oder was er ironisch meint und was nicht und an welcher Stelle er wirklich was vorantreiben will und es einfach nicht klappt oder was oder wie. Ich weiß es einfach nicht. Ich verstehe in jeder Sekunde, was er will, aber es klappt eigentlich nicht. Das Ding, das Problem ist, Nein. Der Regisseur hat im Drehzeitraum Rambo gesehen und hat gesagt, wir haben einen größeren Schwanz als Rambo, wir brauchen mehr Leute, die wir umbringen. Aber in Rambo sterben mehr, oder? In Rambo 2 sterben mehr Leute, ne? Ich weiß nicht, welchen Rambo er gesehen hat und wie oder was. Aber auf jeden Fall hat er wirklich original gesagt, we have a bigger dick than Rambo, we have to kill off more people oder sowas.
Florian Bayer: Ja, das ist furchtbar.
Johannes Franke: Also das ist das, was einem echt, einen wirklich immer deprimiert, jetzt gerade mit dem, was Trump gemacht hat und wie sich das entwickelt hat, wo das nochmal so offen zu Tage gefördert wurde. Das war, das ist wirklich sehr deprimierend. Und diese 80er-Jahre-Filme in diesem Zusammenhang zu sehen, ist dann schon auch ein bisschen schmerzhaft. Ist merkwürdig, ne? Ja. Cindy, unsere zweite Frau. Die ordentliche Portion Östrogen. Wo ich als erstes gedacht habe, ah, die kann auch ein bisschen spielen und dann später gedacht habe, nee, irgendwie nicht. Es ist aber auch eine undankbare Rolle. Es ist wirklich eine undankbare Rolle. Ja, obwohl sie zwischendurch echt ein paar ganz gute One-Liner bekommen hat, finde ich. Ja. Also für das Universum, in dem wir uns bewegen. Aber irgendwie ziehen sie es nicht durch und ich wusste nicht genau, ob sie, also ich glaube, sie haben einfach der Figur keinen konsistenten Charakter gegeben, sondern sie einfach in dem Moment das sagen lassen, was in der Szene wichtig war. Und das hat nichts mit ihr zu tun, mit ihrem Charakter zu tun, sondern sie ist einfach der Unterstützer der ganzen Szenen. wenn ihr sie haben wollt. Aber die Tiefgarage ist wichtig. Ja. Also es muss nur eine dunkle Tiefgarage sein, damit das klappt. Und dann bricht sie sein Herz. Das ist also auch gemein. Ja, ne? Sie sagt, ich will nicht. Sie hätte schon mal sagen können, ach komm, wenn du schon hier bist. Ich hab echt eine Weile gebraucht, darüber wegzukommen. Und dann haben sie aber Arnie, als Arnie dann so inszeniert, dass er hinterherkommt und so. Und ich dachte dann, ah, dann kommt er jetzt als Retter der Frau, was auch schon bescheuert, absurd und schlimm wäre, wenn sie jetzt Arnie als Retter der Frau inszenieren würden, dass er kommen muss, um sie zu retten, vor dem bösen Mann. Ähm, aber nein, er zieht sie noch weiter in die Scheiße rein.
Florian Bayer: Es ist so absurd.
Johannes Franke: Und sie hätten auch einfach auf die Totalen verzichten können und erzählen können, dass er sich versteckt. Das hätte funktioniert.
Florian Bayer: Aber sie müssen es doch gesehen haben. Sie müssen doch gesehen haben, dass es total Banane aussieht. Dass das überhaupt nicht geht. Jeder sieht es. Er ist ja auch nicht versteckt.
Johannes Franke: Also überhaupt den Seiten, den Sitz da rauszureißen. Es bringt ja auch gar nichts. Völlig absurd. Also wirklich, völlig. Ich habe so oft aufgeschrieben, hat er nicht gemacht. Oh Gott. Na gut. Der großartige Soundtrack? Ja. Du meinst diese 80er Jahre, sehr, sehr auf, Gott, ich kann diese Instrumente. Oh Gott. Ja, aber es ist auch nicht Jazz-Chaos, wenn man das mag oder so, sondern es ist einfach nur, hä? Es klingt wie eine Explosion. Die nerven tierisch. Das ist unglaublich. Es gab eine einzige Szene, wo ich dachte, oh, jetzt wird es richtig spannend auf der musikalischen Ebene. Es gab eine einzige Szene, ich weiß leider nicht mehr genau, an welcher Stelle. Ja, ich weiß. Aber ich erinnere mich, es gab eine Stelle, wo ich gedacht habe, oh, jetzt wird es interessant. Und dann dachte ich, ah, es liegt an der Musik. es ist einfach absurd.
Florian Bayer: auf den Lift rauf,
Johannes Franke: von einer Galerie zur nächsten rüber. Weißt du, das ist völlig absurd. Und er hat sich da langhangelt mit der Deko des Einkaufszentrums. Also es ist schon echt ein bisschen hart. Ja. Ein bisschen seltsam. Ja, genau. Das ist so krass. Ich habe echt gedacht, habe ich das gerade wirklich gesehen? Weil es ist wirklich so dieser Bud Spencer Move. Genau. Ja, na eben, kein Problem. Die haben es nicht anders verdient. Können wir einmal zur Kenntnis nehmen, dass der Typ, der ihn erpresst, ihm zu helfen, genau einen Toten fordert. Während Arnie den ganzen Film 100 Tote fordert. Ja. Hm. Ja, das ist eine wirklich spannende Frage. Garantiert. Der Film will das nicht erzählen, damit der Arnie nicht in die Scheiße rettet. Aber eigentlich ist es so. Bin mir ganz sicher. Dieser Film ist ja nun nicht der erste dieser Art, aber eben auch nicht der letzte, sondern das haben noch mal ganz viele, sind noch mal auf diesen Zug aufgesprungen und damit hat es den Zuschauern wahrscheinlich irgendwann einfach diese One-Liner auch ein bisschen kaputt gemacht. Dann schmeißt du den Typen da den Abhaken hinunter und sie fragt, was machen wir jetzt? Unser Auto ist kaputt. Sie hat gerade gesehen, wie jemand einen Abhang runtergestürzt, dass jemand getötet wurde. Und sie haben vorher eine unglaubliche Folkungsjagd hinter sich. Sie sind gegen einen Pfahl gefahren. Und das, was ihr einfällt, ist, unser Auto ist kaputt. Wir kommen nicht weiter.
Florian Bayer: Natürlich glaubt sie ihn nicht.
Johannes Franke: Ich glaube, der Moment, den sie verkaufen wollen, als der Moment, wo sie sich entscheidet, ist eben, dass sie sieht, dass sie die ganzen Polizisten vermöbelt. Weil sie das Gefühl hat, ah, da will jemand wirklich was. Oder, oh, der starke, tolle Mann. Weiß ich nicht, keine Ahnung. Aber das ist der Moment, den sie verkaufen wollen als den Moment. Das ist auch eine spannende Frage. Was macht eigentlich, ich musste meine Tochter retten, durchgehen lassen würde. Auf gar keinen Fall. Aber er war mal im Dienst. Und der Chef wird ihn vielleicht decken. Ich weiß nicht. Aber weißt du, was ich richtig gefeiert habe, was ich wirklich toll fand? Die steigen da ja in diesen Laden ein, um sich Waffen zu besorgen. Und dann scheint das alles zu klappen. Er sammelt die ganzen Waffen ein und macht plötzlich klick, klick. So, hier hat die Polizei. Kommen Sie mal mit. Und er geht mit. Und es ist so antiklimatisch. Ich mag diesen Moment wirklich sehr. Das fand ich wirklich toll, dass die das so gemacht haben. Dann wirklich gesagt haben, ja, jetzt zeig mal ganz kurz, wie die Realität wäre. Hier ist die Polizei. Wir nehmen dich fest.
Florian Bayer: Und lassen sie auf das fahrende Auto schießen,
Johannes Franke: sodass eigentlich alle sterben würden. So, wir haben jetzt schon wieder eine Stunde fast darüber geredet. Und wir sind in der Geschichte im ersten Drittel. Ja. Ja. Eigentlich ist es logisch. Aber es ist doch schon so, dass du noch nicht mal Schusstraining brauchst, um bei solchen Salven, die du losschickst, wenigstens einer mal trifft. Gesetz der Wahrscheinlichkeit, genau. Das ist doch unglaublich. Ja, stimmt. Er hat dann eine Verletzung und geht in dieses Häuschen da rein und die anderen kommen und ballern das Haus nieder und natürlich überlebt er. Währenddessen hat sich das Kind da auch rausgegraben aus dem Gefängnis, in das sie da gesteckt wurde. Was mich auch ein bisschen überrascht hat, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass dieser Film so mehrere Ebenen aufmacht und dann wirklich den Chef der ganzen Sache einmal killt. Und dann eine andere Person da hinstellt und sagt, übrigens, das ist ja eigentlich der Chef der ganzen Sache quasi. Ja.
Florian Bayer: Was soll das?
Johannes Franke: Er rasselt völlig aus, kriegt den irren Blick. Und weiß ich nicht, ich muss immer an Jäger des verlorenen Schatzes, glaube ich, war das. Ja, Jäger des verlorenen Schatzes. Dieser Typ, der die Kampfmoves macht. Harrison Ford steht da. Im Drehbuch steht eigentlich, dass er tatsächlich mit ihm kämpfen soll. Ach, das ist improvisiert? Ja. Und Harrison Ford war krank an dem Tag. Er hatte keine Lust. Und er hat gesagt, komm, ich erschieße ihn einfach. Das ist so eine schöne Szene. Und es ist so großartig und so schön realistisch in dem Moment. Weil das so aufgebaut ist und dann mit einem Schuss die ganze Situation erledigt ist. Und es hätte in diesem Film halt jederzeit so sein können, weißt du?
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Also Arnie sagt, komm, du willst doch eigentlich mich im Zweikampf besiegen. Und er so, er könnte eigentlich auch jetzt sagen, nö, schießen. Oder noch besser schießen und dann erst nö sagen. Ja, genau. Und das war's. Filmende. Und die beiden haben auch irgendwelche, also richtig viele Wunden von irgendwelchen Schnitten, die sie sich gegenseitig zugefügt haben. Und natürlich kriegen die das vollkommen problemlos hin, sich gegenseitig noch in der Gegend rumzuschmeißen. Ja, und dann, wie gewinnt er jetzt eigentlich? Ah ja, er hat dieses Rohr, dieses mit dem Steam drin, rammt ihm das irgendwie in den Körper und sagt dann noch seinen Satz. Let off some steam. Genau. Und die lachen natürlich auch gleich wieder zusammen. Also Alyssa, die gerade gesehen hat, wie jemand ermordet wurde und die sowieso die ganze Zeit verstörende, traumatische Sachen erlebt hat.
Florian Bayer: Mit den Helikoptern könnte man super nach Hause ins Krankenhaus möglichst und zu psychologischer Betreuung. Die vor sich hin strahlt. Das ist echt unglaublich. Ach, wie schön. Alles schick.
Johannes Franke: Ja. Ja, gut. Okay. Und das ist das Ende. Das ist das Ende. Das ist schon das Ende. Sind wir schon am Ende angelangt? Gibt's das nicht am Anfang? Das muss doch, meistens wird doch sowas. Ich auch nicht. Ich auch nicht. Aber wer weiß, vielleicht ist das untergegangen zwischen Schießereien. Okay. Naja, also kurzes Fazit, eines der absurdesten und sinnlosesten. So schlecht, dass er schon wieder gut ist fast, oder? Ja, wir wollten eine Top 3 machen. So schlecht, dass wieder gut. Okay. Top 3. Top 3. So bad, it's good. So bad, but it's good. Es war schwer. Ich muss sagen, ich habe Schwierigkeiten damit, weil ich gucke mir tatsächlich sehr selten so trashige Filme an. Aber warum? Warum mache ich das eigentlich? Ach ja, jetzt weiß ich wieder, dieser Film war schlecht. Die einzigen drei, die ich kenne. Und es gibt noch einen, den ich auch kenne und den fand ich so bäh und so schlimm. Freddy Got Fingered. Der ist so schlecht, dass er oft als so schlecht, also gut gehandhabt wird, aber der ist einfach nur schlecht. Er ist einfach wirklich nur übel. Es gibt die Kategorie so schlecht, dass er wieder gut ist Ja, vielleicht auch das. Oh, welche Kriterien sind denn das? weil... Und der ist auch nicht gut. Der ist auch nicht schlecht genug, dass er nicht gut ist oder doch gut ist oder so. Nee, das funktioniert nicht. Genau. Ich finde den nicht gut, leider. Moonwalker. Also Michael Jackson, der versucht einen Film... also der, also so eine Ambition hat... Ja, doch, der passt da auf jeden Fall rein. Oh mein Gott. Und das ist aber so schlecht eigentlich. Ja. Also, und die Musik. Also ich meine... Und die Musik. Du hast die Musik und du hast die Musikvideos, ne? Im Grunde. Smooth Criminal, Ich liebe das. Ich gucke es mir immer wieder, ich kann es mir immer wieder anschauen und freue mich. Aber der Film, einfach die Story oder was da auch immer sich da überlegt hat... Michael Jackson als Roboter-Jesus. Es ist alles wirklich sehr... Und so cringe teilweise. Cool. Es ist aber auch ein ganz eigenes Genre, Musiker, die Filme machen. Also ich meine, da gibt es dann auch einen David Bowie, der, also, hat er den selbst gemacht? Ich glaube nicht, aber der, der, aber der Film war auf ihn zugeschnitten, auf diesen Starman-Charakter. Genau. Ja. Und da gibt es einen Haufen, Haufen Filme, die ich alle nicht gesehen habe, die total spannend eigentlich sind, wo man wirklich dann einfach davon ausgeht, okay, der Typ kann vielleicht nicht spielen oder die Frauen oder die, wer auch immer das ins Leben ruft, aber die wollten einfach sehr ambitioniert was, was aufziehen aus künstlerischem Interesse einfach und das ist toll. Ja, ja, ja. Ja. Fehlt nicht eine? Vielleicht fehlt eine. Plot, du musst mehr an deinem Spice Girls Game arbeiten, also wirklich. Als Kind der 80er, 90er. Okay, ja, dann habe ich jetzt Platz zwei. Platz zwei. Plan Nine from Outer Space. Natürlich. Klassiker. Klassiker, ja. Also Ed Wood ist wirklich die Königsdisziplin des überambitionierten, verzweifelt versuchenden und immer wieder scheiternden Filmemachers, der einfach so schlecht ist, dass man es schon wieder angucken kann und sich freuen kann. Das passt überhaupt nicht rein, gar nicht. Aber es ist so eine Liebeserklärung an Bella Loguzzi und das finde ich so toll. Es ist irgendwie, du musst natürlich dann irgendwie so ein bisschen mit dem Filmemacher mitgehen und mit ihm mitfühlen, um das zu verstehen. Aber das ist schon schön. Also es lohnt sich dann natürlich auch die Verfilmung, Ed Wood mit Johnny Depp zu gucken, um den Filmemacher ein bisschen zu verstehen. Ja. Aber man sollte die Originalfilme, also zum Beispiel eben auch Glenor Glenda und so, man sollte wenigstens mal reingeschaut haben. Auf jeden Fall. Würde ich auch sagen. Während die anderen schon so ein bisschen, da kannst du wirklich vorspulen. komplett. Ich glaub, ich hab noch zwei, drei andere gesehen, aber ich weiß nicht mehr welche. Na, vielleicht machen wir mal ein Special. Ja, ein Ed Wood Special, Okay, Platz zwei bei dir. Platz zwei ist, Ich weiß, ich weiß und er ist ja auch immer, also ich hab natürlich bei der Recherche dieser Liste natürlich auch nochmal im Internet so ein bisschen geguckt und so geschaut und natürlich taucht auch The Happening immer wieder bei so Listen auf, in denen schlechte Filme verarbeitet werden, aber ich weiß nicht, irgendwie hat M. Night Shyamalan immer für mich eine ganz bestimmte Art und Weise mit Dingen umzugehen, an denen ich was finden kann, auch wenn sie noch so schlecht sind. Irgendwie mag ich ihn. Naja. Auch wenn es absurd und völlig daneben teilweise natürlich überhaupt Geschichte, wo du denkst, hä, was, warum jetzt das? Aber nein, nein, der kommt nicht in die Liste. Dein Platz 1. Mein Platz 1 ist The Room. Ja, das hast du schon gesagt. Das ist dein Platz 2 quasi. Ja, The Room, weil es im Grunde der Kultfilm geworden ist und auch einer der ersten Filme für mich mit Berührung, noch vor Ed Wood in Berührung gekommen mit einfach überambitioniertem Filmemacher Wunschdenken. reinschreien Rocky Horror Picture Show dann, Ja, genau. Wirst du denn Platz 1? Uiuiui. Gut. Ja, das waren unsere Top 3 schlechtesten gute Filme. Ja. Ja, schlechtesten gute Filme? Also, ich fand den Film schlecht, aber natürlich auch unterhaltsam, wenn man erstmal alles aus dem Fenster geworfen hat, was einem irgendwie an Filmen wichtig wäre und einfach nur Unterhaltung haben möchte. Ich finde ihn ein kleines bisschen, das haben wir aber auch festgestellt, ein kleines bisschen gefährlich, weil er eben so gewaltverherrlichend und Stereotype und so weiter einfach nach vorne stellt, ohne sie zu hinterfragen und auch die ironische Überhöhung, die so ein Film eigentlich noch bräuchte, um wirklich vollends entspannt guckbar zu sein, die fehlt im Film. Also ich habe auch wirklich sehr Gutes gehört über seine Politik da, die er da gefahren hat. Also gerade für Republikaner. Ja, okay. Na, ich kann mir aber vorstellen, dass er schon auch noch europäisch geprägt ist, einfach als Mensch. Und dass deswegen so ein paar in die Extreme gehenden Haltungen einfach bei ihm eher auf Abwägen stößt, weil die Tradition in Amerika, Extreme zu haben, eine andere ist als in Europa. Du hast in Europa diese Extremrechte nicht so dolle. Ja, Kommando. Kommando. Schön, dass du ihn geguckt hast. Ja, danke, dass du mir ihn aufgedrückt hast. Dann habe ich jetzt auch mal da ein bisschen. Also mein Bildungsstand hat sich verbessert. Das kann ich auch darüber ablästern. Und dann machen wir jetzt eine Pause. Ja. Und dann gehen wir in eine völlig andere Richtung. Ich bin sehr gespannt. Es geht weiter mit Mary Poppins. Mary Poppins. Mary Poppins Returns. So, da sind wir wieder zurück aus der Pause. Ich hoffe, ihr habt Mary Poppins Returns geguckt, während wir hier noch ein bisschen gesprochen haben und geschrieben. Ich habe meinen Text geschrieben. Ich habe vergessen, ihn zu schreiben. Viel Muskeln, wenig Fleisch. Du hast dich so geärgert, dass du diesen Satz nicht untergebracht hast. Jetzt musstest du auch noch mal. Möchtest du den Satz noch mal sagen? Dringend. Mary Poppins Returns. 54 Jahre, nachdem die erste Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuchreihe das erste Mal Kinderherzen erfreute, kam 2018 endlich die lang und heiß ersehnte Fortsetzung in die Kinos. Mit Songs, mit Zeichentrick und Realfilmverquickung und tatsächlich einem Teil der Figuren aus dem ersten Teil. Natürlich Mary Poppins. Aber auch mit den Banks-Kindern, die inzwischen erwachsen geworden sind und mit ihrem Leben hadern. Ganz besonders Michael Banks, der seine Frau verloren hat und nun in dem Haus seiner Kindheit mit seinen drei Kindern und seiner Schwester lebt. Allerdings in Geldnot. Das Haus geht an die Bank, die schon im ersten Teil eine düstere Rolle spielt. Sofern Michael nicht den Kredit innerhalb weniger Tage zurückzahlen kann. Wird er sein Haus retten können? Natürlich. Aber werden wir auf dem Weg dahin genauso viel Spaß haben wie beim ersten Film? Was meinst du, Plur? War die Fortsetzung superkalifragalistisch-experialidocious oder eher a spoonful of meh? A spoonful of meh.
Florian Bayer: Oh nein!
Johannes Franke: So eine deutliche Antwort? Ja. Ich hätte ja eher den Burt-Ersatz angeführt. Der die Lichter an und aus macht. Der Schornsteinfeger ersetzen soll vom ersten Teil. Den fand ich nämlich viel schwieriger als Ersatz als bei Julie Andrews und Emily Blunt. Weil Emily Blunt, finde ich, hat es ganz hervorragend gemacht. Also, also das Ding ist, ähm, er soll zu sehr Abziehbild von Burt sein. Man merkt es im Film an. Und bei Emily Blunt ist es so, dass die ja eine Figur spielt, die exakt diese Figur sein soll. Das heißt, sie muss sich daran orientieren. Während ich eigentlich erwartet hätte, dass sie kein Abziehbild von Burt machen, sondern dass sie Jack einfach eine eigenständige Figur sein lassen. Und das haben sie nicht geschafft, finde ich. Ja. Kein einziger. Und es ist so traurig. Warum? Warum, warum, warum, warum? Ich will alles schütteln und sagen, kommt, ihr hättet euch doch, das wäre doch, da wäre doch so viel möglich gewesen. Ja. Ganz banal. Ich weiß nicht. Also, lass uns mal durchgehen. Lass uns mal wirklich stringent durchgehen. Ich habe gleich am Anfang große Probleme mit Burt. Ich glaube deswegen, weil die ersten Sequenzen mit ihm, er führt ja ein, wie im Original, ist er derjenige, der quasi in die Geschichte führt. Lovely London Sky. Lovely London Sky. Der erste Song. Der Song passt nicht zu seiner Stimme. Findest du? Es stimmt überhaupt nicht. Der ist überhaupt nicht in seiner Range, seine komfortable, richtige, gute Range. Okay, wir sind bei Musiktheorie. Das ist er nicht. Das ist, er hat, er ist ein großartiger Musical Typ, aber dieser Song passt nicht zu ihm. Das stimmt nicht. Das heißt, er kann seine Kraft gar nicht entfalten. Und das heißt, dieser Song, der könnte so viel Wumms haben, hat er aber nicht, weil er nicht das ausnutzt, was dieser Schauspieler mitbringt. Also Manuel Miranda heißt der Schauspieler. Genau. Ein ganz toller Typ. Ja, ich finde, ich war glücklich mit der Besetzung tatsächlich. Ja, also so rein optisch und von dem, was ich gedacht hätte, was es sein müsste, wäre ich auch glücklich gewesen. Aber mit dem, was sie daraus gemacht haben, überhaupt nicht. Ich finde, der ist blass und ich finde, dass dieser Song blass ist und ich finde, dass er hat nichts von dem, was er am Anfang macht, mit voller Liebe und mit dieser Detailverliebtheit ausgestattet, wie der erste Film das gemacht hat. Grundsätzlich ja, grundsätzlich gute Besetzung, aber eben nur theoretisch. Die Besetzung ist nur theoretisch, aber nicht praktisch wirklich gut umgesetzt und damit gespielt und so. Er hat viel mehr Potenzial, dieser Mensch. Also dieser Schauspieler ist einfach wirklich gut eigentlich, aber er hat überhaupt nicht ausspielen können, was er eigentlich kann. Geht nicht. Ja, super, den fand ich sehr schön. Ja, genau. Voll schade. Naja, und dann merke ich halt, dass diese Figuren alle im Grunde Abziehbilder sind und dass keine dieser Figuren und nicht mal Meryl Streep, was so schön gewesen wäre. Also, ich bin auch, ich musste auch erst mir das 20.000 Mal anschauen, bevor ich auch diese Szene zu lieben begonnen habe. Ich erinnere mich als Kind, mochte ich diese Szene am wenigsten tatsächlich. Ich fand die immer doof. Ja, ja. Er hat es nicht ausgefüllt, diese Funktion. Ich weiß nicht. Ja. Nee. Funktioniert leider nicht. Nee. Man, äh, irgendwie fehlt dadurch der Kontrast und so ein bisschen, ähm, dem Vater, man liebte es, den Vater zu hassen, mehr oder weniger, als Kind. Weißt du, was ich meine? Ich weiß, was du meinst, total. Und guckt sie sich, und, und, und, und das braucht man in dem Film. Ja. Der Film braucht seine verschrobenen, viel zu übertriebenen Charaktere. Auf jeden Fall die Kontrastfiguren. Und du hast es in diesem, in der Returns-Variante hast du sie einfach nicht. Du hast keine Kontraste mehr, sondern du bist halt ganz modern psychologisch. Das funktioniert nicht, es geht nicht. Obwohl ich ihn schon mochte auch, den Bösewicht jetzt in Returns. Ja, der war gut gespielt. Ich fand ihn gut gespielt und der ist auch ein, einfach, ich mag ihn einfach als, als, als Menschen, als, als Schauspieler. Ich gucke ihm gerne zu und ich gucke ihm, ich liebe es, ihn zu hassen tatsächlich auch in diesem Film. Aber irgendwie ist, ist das alles, der Rest insgesamt irgendwie zu blass und die Spannung fehlt. Also es ist halt wie bei König der Löwen, du brauchst diesen, so Scar heißt er, ne? Der, der, und die Hyänen und so. Diese Songs sind essentiell. Genau. Und in diesem Film fehlt es halt einfach. Colin Firff, der das spielt, der könnte das auch. Ich hab ihn nie singen hören, keine Ahnung, ob er das kann. Er hat eine coole Stimme, das reicht. Ja, irgendwie, ich weiß nicht. Also mir fehlt die, dadurch, dass es alles so ein bisschen, dass die Kontraste fehlen, fehlt mir die Monumentalität des ersten Teils. In diesem Punkt weichen sie halt vom Original ab und dafür hätten sie aber im zweiten Film eben sich von der Geschichte her viel freier bewegen können, finde ich. Ja. Ja, okay. Ich kann mich gerade gar nicht erinnern, wie das war. Force Awakens. Ich hab den Film gesehen, aber... Das war ein Remake vom... Ist nicht hängen geblieben. Das habe ich zum Beispiel nicht gesehen. Ja, bestimmt. Nein, Mary Poppins ist, da lasse ich niemanden ran. Nein, das ist einfach großartig. Und Julie Andrews ist natürlich unglaublich. Und natürlich hat niemand irgendwie eine Chance. Aber ich finde, sie hat es sehr gut gemacht. Also Emily Blunt war wirklich, wirklich gut. Und sie hat ein paar Punkte hervorgehoben und vorangestellt, wo ich gedacht habe, genau das ist mein Bild von Mary Poppins. Nämlich sich dann hinzustellen, die Kinder in die Badewanne zu schmeißen und dann nochmal vor sich hin zu grinsen und sich darauf zu freuen, das jetzt zu machen. Also sie hat, diese Mary Poppins, diese Version von Mary Poppins hat sehr viel mehr Spaß, also viel offensichtlicheren Spaß an den eigenen kleinen Sachen, die sie mit den Kindern unternimmt. der ersten Mary Poppins. Das stimmt, das stimmt. Aber P.L. Travers übrigens, die Autorin der ersten, der Bücher und die, hast du den Film Saving Mr. Banks gesehen? Nein. Da geht es um die Entstellungsgeschichte von Mary Poppins. Und, also der Verfilmung und das ist ganz großartig zu sehen, mit welcher Hartnäckigkeit Disney an ihr gekratzt haben, das diesen Film machen zu können von dieser Buchvorlage und wie wundervoll, ernsthaft und unglaublich verteidigend P.L. Travers war, wenn es darum ging, Sachen abzugeben. Sie wollte eigentlich keine Verfilmung davon. Und alles, was sie ihr vorgelegt haben, hat sie immer gesagt, nein, das geht so nicht. Und das rote Kleid da, das können wir gar nicht benutzen. Rot trägt sie nicht. Und weißt du, solche Sachen. Und diese Julie Andrews ist viel zu hübsch. Ja, was du sagst, ne? Und der Film zeigt das wunderbar, macht natürlich dann irgendwie so Hollywood-typisch ein Happy End raus und so weiter. Aber P.L. Travers war nie glücklich mit der Verfilmung. Nie. Und ich bin natürlich trotzdem froh, dass dieser Film gemacht wurde. Aber ich kann diese Autoren sehr gut verstehen. Dass man sagt, nee, es ist mein Baby. Ich möchte, dass das so wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber naja, und jetzt haben sie die Verfilmung natürlich erst gemacht, nachdem sie gestorben ist in den 90ern. Und dann die Nachkommen von ihr, die das Ganze, dieses Estate, wie man das so nennt, besitzen, die haben sich auch eine Weile geziert. Und jetzt ging es halt 2016 oder sowas. Nee, 2012, glaube ich, gab es das erste Go und dann haben sie angefangen, daran rumzubasteln. Nein. Ja, wahrscheinlich. Eigentlich. Aber trotzdem, ich fand Emily Plant auch unabhängig davon, was die Autorin ausspringlich wollte, tatsächlich sehr gut. Also auch egal, wie viel Herzigkeit jetzt drin steckt oder nicht, ich komme voll mit. Ich gehe mit ihr voll mit in dem, was ihr macht. Und das ist die einzige Figur, mit der ich mitgehe. Der ganze Film macht das halt. Der ganze Film will im Original so nah dran sein, wie es nur irgendwie geht. Und dann hast du irgendwie, denkst du, die ganze Zeit ist eine schlechte Kopie von dem, was du mal hattest. Und es ist nicht mal eine schlechte Kopie. Es ist einfach so eine, also für mich zumindest so eine Mäh-Kopie. Ja, wirklich schlecht ist es natürlich nicht. Das stimmt natürlich nicht. Und die Lieder sind alle irgendwie solide. Genau solide. Aber keiner davon ist so, dass ich das im Kopf summen möchte noch eine Weile. Und dann wäre ich happy gewesen. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Nein, da möchte ich dir ganz dolle widersprechen, weil ich finde, an Mary Poppins ist viel mehr dran als dieser Zeichentrick. Natürlich ist der Zeichentrickteil von Mary Poppins wahnsinnig toll und wahnsinnig beeindruckend gewesen. Aber es gibt so viel, gerade das Kennenlernen der Kinder mit der Mary Poppins, wie sie aus ihrer Tasche absurd große Sachen holt, wie sie mit ihr aufräumen. Der alte Film hat so viele, so viele tolle, schöne Momente. Auch das, natürlich hat mich als Kind die Frau mit den Tauben überhaupt nicht interessiert. Später ist es natürlich, da kriegst du eine andere Dimension mit. Aber das mit der Bank und so weiter, das ist sehr prägend für mich gewesen. Ja. Das ist schon wirklich wichtig und toll und spannende, weiß ich nicht, spannende Sachen. Und Dick Van Dyke war einfach immer, weil mir fehlt die Dick Van Dyke Figur in dem neuen Film. Und deswegen war ich auch so wahnsinnig enttäuscht von dieser Sache, die sie jetzt da mitgemacht haben, weil Dick Van Dyke hat einfach wirklich 50 Prozent des Films getragen. So. Gefühlt. Weißt du, was ich meine? Das ist irgendwie mit seinem völlig absurden Akzent, der ... Ja. Weißt du, da kommt das nächste Problem, was ich damit habe und warum ich glaube, dass das Original genau deswegen funktioniert, weil es in der Zeit passiert ist. Die haben damals nicht die Effekte gehabt, die wir haben. Ja. Die konnten das nicht umsetzen. Ja. Das, was wir jetzt in diesem Film sehen. Und das, was sie da machen mussten, ist viel mehr Physik nötig gewesen für. Also du musstest viel mehr tatsächlich Sachen praktisch umsetzen und machen. Du hast natürlich viele Special Effects für damalige Verhältnisse, Special Effects, aber wir haben das jetzt alles mit Computer umgesetzt, mit Zeug. Und natürlich haben sie, ich bin sehr froh, dass sie Zeichentrick gemacht haben und keine 3D-animierten irgendwas. Ja. Aber, aber trotzdem, die, die Mühelosigkeit, mit der das heute passiert, verleitet dazu, Sachen zu übertreiben. Ich hatte gedacht, dass die das von Anfang an, dass das klar war. Die haben ja, die Fortsetzung ist ja nicht, das war ja nicht der erste Versuch, ne? Die haben ja in den, schon ein Jahr, nachdem der erste Film rausbekommen ist, haben die versucht, eine Fortsetzung zu machen. Travers hat sich dann mit denen überworfen, die haben aber mehrere Versionen hin und her geschickt und überlegt. Irgendwann haben sie es nochmal versucht, dann hat Julie Andrews irgendwann gesagt, ich werde diese Rolle nicht nochmal spielen. Dann ist es auch wieder begraben worden und dann ist es sozusagen rausgekleckert irgendwo aus der Hintertür, dieser Plan. Das ist krass. Ja. Und es ist halt leider... Und ich glaube, der Charme des alten Films liegt einfach auch in der Zeit, in der es gemacht wurde und mit der Technik, mit der es gemacht wurde. Und das Neue ist zu glossy quasi. Ja, aber sie haben einen guten Song am Anfang, der das mit erklärt und der das gut... Der dem Ganzen einen guten Willen mitgibt. Natürlich hast du das in einer Zeitquote... Aber der Song macht sich auch ein bisschen drüber lustig, oder? Ja, naja... Wie sie ihre Dienstmädchen dann so animiert, so mitmachen, Kameradinnen. Aber das ist der Kinderfilmanteil. Ja, okay. Weißt du, irgendwie musst du es ja übertreiben und du musst ja so quirky Characters haben. Ja. Sie haben die Chance, da politisch reinzuhauen, völlig verpasst. Und das fand ich sehr, sehr schade. Ich habe das wirklich vermisst. Ja. Meine Güte. Aber sie haben trotzdem ein paar schöne Sachen. Ich bin natürlich, wenn sie da runtergeschwebt kommt, ist es natürlich sehr schön, weil du einen sehr schönen nostalgischen Moment hast. Also in diesen kleinen Momenten sind sie natürlich ganz nett. Aber insgesamt finde ich, dass sie diese liebevolle Art von dem alten Film leider nicht haben. Und dass sie irgendwie so, das ist jetzt alles so nach, ich habe mir das jetzt so nach Lehrbuch überlegt, wie das aussehen muss. Ja. Und irgendwie die Liebe auf dem Weg dahin verloren. Genau. Das ist das Problem. Nee, ich finde die nicht mehr lame. Als Kind fand ich sie nicht die stärkste. Aber nee, irgendwie Meryl Streep, und es tat mir wahnsinnig leid, weil ich sie sah und dachte, oh ja, cool, Meryl Streep, geil. Lass uns jetzt, da machen wir was draus. Aber irgendwie fand ich es nicht. Weißt du was?
Florian Bayer: Oh mein Gott, wie cool ist das denn? Genau.
Johannes Franke: Ach, ist das schön. Ja. Ja, ich fand den grundsätzlichen Gedanken, upside down und so, das ist total schön. Aber irgendwie, ich glaube, mein Problem, auch mit den anderen Szenen im Film, die mit Tanz und Gesang und so sind und mit diesen 90er-BMX-Anleihen, BMX-Rad-Anleihen, wo dann irgendwie die Leute mit Fahrrad durch das Bild huschen. Ich weiß nicht, keine Ahnung, es kam mir so komisch 90er vor. 90er? Ich muss nicht an 90er denken. Okay. Egal. Diese Szenen sind alle A, zu schnell geschnitten und B, zu nah. Du brauchst für Tanzszenen eine ordentliche Totale, in der du genießen kannst, was sie da an Choreografie machen. Und gerade bei Topsy, fand ich, hat man ganz selten mal einen ordentlichen Durchblick, wo was wie passiert. Und kann das genießen, dieses Setting genießen. Ja, genau. Also der ganze Film versucht sich an unsere Sehgewohnheiten anzupassen und eben an vielen Stellen zu dolle. Das ist so geil. Jedes Mal, wenn wir uns ein neues Thema aufmachen, wissen wir ganz genau, welches Pendant im Film zu suchen ist. Das ist so krass. Und genau das habe ich auch gedacht. Ich weiß es nicht. Nein. Na ja. Zwischendurch ja, wieder ja und dann wieder nein. Gut. Okay. Ja, also ich glaube, ich habe nichts Schlimmes auszusetzen, außer dass ich glaube, dass die Kameraarbeit nicht gut ist. Weil sie einfach, und vom Schnitt her, wenn es einfach zu schnell und zu modern einfach ist. Aber ich glaube, an der Choreografie habe ich jetzt nicht viel auszusetzen. Ich glaube, es ist okay gewesen. Aber sie ist mir tatsächlich aber auch nicht besonders positiv aufgefallen. Ja. Ja. Ja, schade, ne? Die kleinen süßen Sachen, wie das der Nachbar fünf Minuten nachgeht, weil er fünf Minuten zu spät die Kanone zündet, finde ich sehr süß. Ja. Und so kleine Dialogfetzen sind immer sehr süß und so schön. Und vor allem, dass Mary Poppins, als sie kommt, sagt, dass sie kommt, um die Banks-Kinder zu retten. Und die Banks-Kinder sagen, unseretwegen. Und sie so, ach ja, ihr auch. Fand ich sehr schön, weil sie ja im ersten Teil im Grunde auch nicht die Kinder rettet, sondern Mr. Banks rettet. Und das ist so toll. Naja, sie rettet die ganze Familie. Den Kindern bringt sie auch ordentlich Respekt und Benehmen bei. Aber das ist auch das Wichtige für die Autorin gewesen, für Travers. Ja. Weswegen sie auch so ganz große Probleme mit der Verfilmung hatte, weil in ihren Büchern ist Mary Poppins sehr, sehr streng und sehr bedacht auf bestimmte Dinge. Ja. Naja, es ist so ein bisschen der Vorstoß in Richtung, dass man zwar bestimmte Verhaltensmuster nach vorne stellt, aber dass man damit ein bisschen Spaß verbindet oder damit ein bisschen Magie und ein bisschen Fantasie. Spoonful of Sugar. Im Alten. Michael und... Michael und... Achso, im Neuen heißen sie natürlich auch genauso. Genau. Ich weiß es nicht mehr genau. Sie macht das aber auch auf liebevolle Art und Weise. Sie sagt das schon liebevoll. Spoonful of Sugar ist eigentlich nichts anderes als Zuckerbrot und Peitsch. Ja, ja, ja, ist schon richtig. Ja, das waren halt die Sachen, die die Travers eben so wichtig waren und warum sie das so geschrieben hat, wie sie es geschrieben hat und so haben wollte. Ich würde, ich muss, glaube ich, mir einfach die Bücher tatsächlich mal bestellen. Weil, weil es natürlich interessant zu gucken, was für ein Ideal sie nach vorne gestellt hat und warum, was ihr daran so wichtig war. Oh, stimmt. Aber da hat man auch nur in Erinnerung die tollen magischen kleinen Sachen. Ja, ja. 1964, glaube ich, ja. Ja, ähm, Pippi Langstrumpf, ne? Ist dir das schon mal auf die Füße gefallen mit deinem Kind? Nein. Nein. Oh, ich liebe es. Ich liebe Dick Van Dyke. Ich liebe ihn einfach. Hast du die Dick Van Dyke Show gesehen? Nee. Seine eigene Sitcom, die er damals hatte. Groß, ich habe alles durchgeschaut. Ich bin kein Dick Van Dyke Typ. Das ist so geil. Also es ist natürlich alles voller komischer 50er Jahre Art und Weise Dinge zu sehen. Aber es ist einfach großartig. Dick Van Dyke war einfach ein großartiger Typ. Und ich sehe immer mal Interviews mit ihm und der taucht immer mal da und mal dort wieder auf. Und es ist einfach immer großartig. Es ist ein großartiger Mensch einfach. Es ist toll. Und der hat sich so agil da irgendwie auf dem Tisch dann irgendwie zum Tanzen hingerissen. Und Wahnsinn. Der ist einfach ein alter, der hat so viel Handwerk gehabt und sein Leben lang getanzt und sein Leben lang irgendwie immer Spaß gehabt.
Florian Bayer: Unglaublich. Krass, Mann.
Johannes Franke: Es ist der Sohn, genau. Es ist der Sohn von dem Alten, den er im Original gespielt hat. Ja. Es ist großartig. Ganz toll. Also Dick Van Dijk war wirklich ein Highlight. Und Julie Andrews wurde ja auch gefragt, ob sie ihm wieder auftauchen will. Aber sie hat dann gesagt, nee, es sollte Emilys Show sein. Ja. Und nicht ihre. Ja. Genau. Aha. Okay, cool. Ach, wie schön. Dann, da wurde das auch nochmal rund. Die macht ja jetzt am Ende diese Ballon-Nummer. Oh. Gemein. Was hältst du denn von diesem Ende dann? Also sie haben das Vermögen dann gefunden am Drachen, den sie fliegen lassen wollten. Da ist quasi dann die Anteile an der Bank, sie kleben da dran. Der Bösewicht wird abgesetzt von Dick van Dijk. Das ist wirklich eine gute Action-Sequenz. Das fand ich sehr schön. Und ich war ein bisschen enttäuscht, dass sie niemanden am Zeiger haben hängen lassen. Falsche Zeit. Und dann eben die Gesangsnummer, wo sie alle in der Luft hängen, an Luftballons. Und typisch, das ist eine gute Referenz zu Mary Poppins, finde ich. Eine, die passt. Eine, die irgendwie cool ist. Das ist mir gar nicht aufgefallen. Ja, schade. Bist du emotional reingekommen in den Film? Hast du das Gefühl gehabt, du fieberst ein bisschen mit? Nee. Schade. Das habe ich schon gehabt. Ich habe dann schon emotionale Momente gehabt, wo ich dann dabei sein wollte. Und allein durch die Nostalgie, die sich erzeugt ab dem Moment, wo Mary Poppins auftaucht und wo so ein paar magische Sachen passieren, ein paar schöne Ideen mich dann irgendwie dann doch in den Film hineinholen. Wollen wir noch unsere Top 3 einflechten irgendwie. Also, also. Nein. Also ich habe von Anfang an aufgeschrieben, ach schade. Also, aber, aber das ach schade kommt zustande, weil man, nicht nur, weil ich gehofft habe, dass sie es schaffen, irgendwie ans Original ranzukommen von der Emotionalität und von der Erzählstruktur und überhaupt von dem, wie der Film ist, aber, aber auch, weil ich sehe, dass sie vor den Toren stehen. Sie gehen halt bloß nicht durch. Also sie, sie haben die Chance und das Material eigentlich, aber sie nutzen es nicht und sie sind zu verbissen daran, eben, was du sagst, das wieder zu keulen, was da mal funktioniert hat. Schade. Schade. Und Intro. Yeah. Top 3. Okay, jetzt haben wir ja noch die Top 3 an, bevor wir gänzlich in Hoffnungslosigkeit und Trauer über diese. Das war ein bisschen leichter, weil es da ein paar schöne Beispiele gibt.
Florian Bayer: Oh nein.
Johannes Franke: Oh okay. Krass. Ich habe Honorable Mentions. Zum einen The Three Caballeros. Oh ja. Von, von, also ganz am Anfang von Disney, wie sie angefangen haben mit den ganzen, da haben sie, das ist eigentlich ein ziemlich langwieriger Film am Ende. Man muss da sich ganz schön durchquellen. Es ist Donald Duck, ne? Es ist Donald Duck, glaube ich, der sich ein Buch anschaut und mit, mit, mit diesem Buch quasi dann Infotainment betreibt für den Zuschauer. Aber die Version von Infotainment, die man damals hatte. Und tanzt und singt sich durch diesen Film und die Three Caballeros an sich kommen relativ spät erst im Film, tauchen die erst auf. Kann man auf Disney Plus sich einfach anschauen. Das ist ganz cool. Und die Sequenz, die so wahnsinnig spannend mit der Verquickung von Real und Trick ist, da, da tanzen Spanierinnen, glaube ich, mit den Zeichentrickfiguren in einem Dorf, das irgendwie so halb gezeichnet, halb real da ist. Ja. Mein Platz drei ist eigentlich, beziehungsweise Paddington und so könnte ich auch noch alles erwähnen, Paddington ist ja nur eine 3D-Animation oder so, aber das ist, ne? Passt alles nicht rein. Äh, Pumuckl. Nein. Ja. Die Serie. Die Serie. Ja, weil du das letzte Mal in deiner Liste auch eine Serie hattest. Du hast angefangen. Und ich mich beschwert habe. Pumuckl, okay. Pumuckl, okay, interessante Wahl. Ich mochte Pumuckl einfach sehr. Das ist toll zusammengestellt auch. Okay. Hm. Ähm, ja. Mein Platz zwei. Trommelwirbel. Elliot, das Schmunzelmonster. Ach so, okay. Ja, schön. Cool, das ist doch toll, oder? Also, ich kann leider nicht mehr viel dazu erzählen, weil das wirklich, ich habe es nicht wieder geguckt. Ich habe es als Kind gesehen und habe seitdem ganz tolle Erinnerungen daran, aber keine konkreten, richtigen, echten, ich kann nicht viel dazu erzählen. Aber ein ganz tolles Monster, das sie da einem Kind an die Seite stellt. Ähm, weiß nicht, was würdest du denn sagen, in welchem Alter du Elliot das Schmunzelmonster damals gesehen hättest? Okay. Ja. Ja, dann muss ich das auf jeden Fall gucken. Nein. David Lowery. Okay. Und dann Elliot das Schmunzelmonster. Na gut, okay. Ja. Vielleicht müssen wir den mal gucken. Genau. Toll. Dass du ihn nicht drauf hattest, ja. So. Ja. Ja. Also ich meine, sie haben es mit Space Jam, haben sie es auch versucht. Aber Space Jam waren. Naja, aber das ist doch auch ein Klassiker geworden. Ja, Space Jam ist aber ein Nike-Werbespot. Ja, okay. Und natürlich nicht so gut wie Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Oh Gott. Oh Mann. Ja, nein, also Falsches Spiel mit Roger Rabbit ist wirklich der ultimative Film in diese Richtung. Wirklich toll. Krass, Mann. Ja, wobei Paddington ja seine eigene, also der ist schon verfremdet als Bär, ist ja kein realistischer Bär. Das stimmt. Was aber eben auch eine spezielle Herausforderung ist, muss man schon sagen, das irgendwie zusammenzubringen. Und das war der Film, der mich nachhaltig beeindruckt hat, dass man als realer Schauspieler irgendwo in die Luft greift, um die Ohren des Hasens zu erwischen, weißt du, und das dann einigermaßen verkauft zu bekommen, dass der Zuschauer das nicht ständig hinterfragt. Das ist schon gut. Hm. Ja, mir ist auch noch eingefallen Wizard of Oz. Da gab's auch Zeichentrick-Verquickungen, aber ich kann dir nicht mehr sagen, welche. Ja? Deswegen hab ich sie nicht mehr in die Liste gepackt, weil ich nicht mehr rausgefunden habe, wo eigentlich genau mit Judy Garland. Ja. Da gab's irgendwas, aber ich weiß nicht mehr, was es war. Ich glaube, den habe ich nie richtig gesehen, aber ich kenne Ausschnitte daraus. Naja, und dann fällt einem noch natürlich Pink Panther ein. Darf man nicht vergessen. Aber die sind alle irgendwie nicht da reingelandet bei mir. Nee, es gibt Verfilmungen damit mit dem Zeichentrick Panther, soweit ich das weiß. Oh Gott. Das ist wahrscheinlich nochmal so ein Thema für sich. Ja. Also ist mir jetzt nur in der Recherche nochmal ein paar Mal aufgestoßen, also dass es auf Listen landete. Und ich dachte, ah ja, okay, ja, cool. Aber die habe ich halt nie so richtig, richtig geguckt. War das Clouseau? Inspektor Clouseau. Nee, es gab auch nochmal Verfilmungen. Es gab sogar, glaube ich, eine Verfilmung, wo er ja 3D animiert ist, der Pink Panther. Okay, da bin ich raus. Ja, also nur in meinem Hinterstübchen irgendwo im Kopf. Ja. Ja, das waren die drei. Unsere drei. Unsere Top drei. Und wir sind auch bei Mary Poppins ziemlich durch. Keine Chance. Ich kann, die sind bei mir in ein Ohr rein, da haben sie vielleicht ein bisschen Spaß gemacht und dann sind sie wieder raus. Aber der muss, aber ausgerechnet der muss sich messen mit Supercalifragilistisch-Expialigotisch-Expialigotisch. Ja. Genau. Ja, ich werde ihn trotzdem, glaube ich, irgendwann mal nochmal gucken, einfach aus, weil irgendwie gehört das jetzt dazu. Das ist jetzt halt da. Das ist nicht, es ist nicht so schlecht geworden, dass man sagen will, man will das aus dem Kanon möglichst wieder rauswerfen. Nee, es ist nicht wie Jar Jar Binks. Nee, bin ich bei dir. Das war die letzte Folge mit Plur. Nächste Woche führe ich Selbstgespräche. Wir sehen uns dann nächste Woche wieder. Viel Spaß und vielleicht haben wir noch was für euch. Tschüss. Ciao.
Florian Bayer: Danke, Plur. Es hat mich sehr getroffen.
Johannes Franke: Was der geneigte Zuhörer nicht weiß, ich würge, Plur, ab und zu, man darf sich Homer Simpson vorstellen, wie er seinen Sohn wirkt. Plur, wir müssen aber eigentlich, was wir jetzt eigentlich noch machen müssen, wir müssen noch eine Vorausschau machen für nächste Woche. Ja, stimmt, stimmt, stimmt. Was hast du denn für mich nächste Woche? Plur, ich habe eine Anfrage.
Florian Bayer: Nein.
Johannes Franke: Ich will schon wieder das Konzept sprengen. Das tut mir so leid. Oh nein, was kommt diesmal? Ein Werbespot? Okay, nein, nein, nein, ich würde gerne auf Theater umschwenken. Weil, also, natürlich aufgenommenes Theater, abgefilmtes Theater, aber ich komme einfach in letzter Zeit so schlecht an Shakespeare vorbei. Ich liebe Shakespeare und seit wir Ten Things I Hate About You gemacht haben, bin ich noch mehr drin und denke mir, ach du Scheiße, das ist alles so cool. Lass mich raten, das ist eine Komödie. Überraschung, es ist eine Komödie. Ich mag die Komödien lieber als die Tragödien. Obwohl es natürlich ganz gemein ist, weil die Tragöden sind natürlich auch großartig. Also, nicht alles von Shakespeare, dafür hat er zu viel geschrieben, ist 100% großartig. Wir haben auch das letzte Mal schon festgestellt, Merchant of Venice zum Beispiel kann man überhaupt nicht mehr verteidigen. Also, welche Dinner Theater Vorstellung hast du denn für mich? Also, ich habe für dich Much A Do About Nothing. Kennst du das Stück? Du kennst das Stück, auch wenn du es nicht gesehen hast. Ja. Genau. Also, die Liebenden wollen sich finden, dürfen aber nicht oder so und dann am Ende dürfen sie. Genau. Das macht ja einen riesengroßen Unterschied. Es gibt eine ganz, ganz tolle Aufzeichnung einer Performance von David Tennant als Benedikt und Catherine Tate als Beatrice. Beatrice? Beatrice? Beatrice. Und die sind einfach großartig als Schauspieler zusammen auf der Bühne. Und das ist nur die Side-Story eigentlich. Und ich finde die so großartig. Und die haben das wirklich ganz toll gemacht. Und deswegen möchte ich dir ausgerechnet diese Inszenierung aufs Auge drücken. Ja, wobei das in diesem Falle immer größer wurde über die Jahrhunderte. Aber darüber sprechen wir vielleicht das nächste Mal. Genau, nichts vorwegnehmen. Okay, ich bin sehr gespannt. Ja, was hast du denn für mich? Ist er nicht sehr verrissen worden? Das ist auch kein guter Film. Okay, ich bin gespannt. Jetzt stehe ich unter Druck, wenn du den mit M. Night Shyamalan vergleichst, wo ich alles verteidige von ihm. Okay, sehr schön. Vielen Dank, dass du diese Episode mit mir gemacht hast. Ja, vielen Dank, dass du mitgemacht hast.

Guten Abend, ich bin erst vor kurzem auf diesen Podcast gestoßen., bei instagram mit der Vorschau auf „Nobody“ .
Das Konzept ist interessant, man muß aber aufpassen nicht zu langweilen. Ich höre den in der Badewanne. Bei dem Beitrag über den sowjet. „Spiegel“ dachte ich „ich hab nasse Hände & kann nicht skippen“.
Hier haben wir 2 Filme die interessieren.
„Phantom Kommando“ ist ein typischer Videothekenfilm in Boom der Branche der frühen 90er..
Ich kann der Interpretation, er wäre eine Art Entschuldigung („diesmal sind wir auf der richtigen Seite“ ) nicht zustimmen. Das würde der Monroe-Doktrin widersprechen. Sobald der demokratische Präsident dort in dem fiktiven Land anfangen würde die natürlichen Ressourcen zu verstaatlichte & transnationale Konzern rausschmeißen würde, wäre in Langley das „Regime change playbook“ ausgepackt worden. Genau das zeigt nämlich ein anderer Film der mittleren/späten 80er: „Heartbreak Ridge“ mit Clint Eastwood. Er drill eine Gruppe Marienes für den Einsatz. Am Ende wird eine kleine Insel in der Karibik angegriffen. Eine Insel, kleiner als New York, ist eine Bedrohung für die mächtigen USA : Grenada Die „rechtmäßige Ordnung“, gemäß der Monroe Doktrin, muß wieder hergestellt werden.
Zu den top3 „Spiel – /Zeichentrickfilm Kombi“ werfe ich mal noch das Musik-Video von Paula Abdul „Opposites Attract“ in die Runde
Zu der erwähnten battle zwischen Schwarzenegger & Stallone über den jeweiligen nächsten Film & den damit verbundenen Fehlgriffen gebe ich euch „Rhinestone“ mit Stallone zu sehen, am besten zum Vergleich mit „A star is born “ mit Lady Gaga.
Wie wäre es mit „The best little whorehouse in Texas “ gegen „Bodyguard „?
„Solaris “ : Tarkowski gegen Siderberg?
„Lederstrumpf“ Lex Barker gegen „Chingachgook, die große Schlange“ Gojko Mitic?
Die letzten beiden Vorschläge entsprechen nicht unbedingt Eurem Konzept, aber sind scheinbar gleich, aber doch verschieden.
Viele Grüße
Hallo Ronald! 🙂
Herzlichen Dank für den ausführlichen Kommentar! Spannende Vorschläge hast du da. Wir besprechen allerdings schon lange nicht mehr zwei Filme in einer Episode, also keine Gegenüberstellungen mehr, sorry :/
Trotzdem sind ja interessante Filme dabei! Nehmen wir mal in die Liste auf! Beste Grüße!