Episode 73: The French Dispatch – Ein Wes Anderson Kondensat
The French Dispatch aus dem Jahr 2021 ist Wes Andersons zehnter Film und – Ooooh Boy! – hat er seinen Stil perfektioniert über die Jahre, die er Filme machen durfte.
Wer einmal einen Wes Anderson Film gesehen hat, dürfte jeden Folgenden schnell erkennen. Sein visueller und auch narrativer Stil ist unverkennbar. Seine Art mit Symmetrien zu spielen, Farben einzusetzen, Szenen rhythmisch aufzubauen sowie Dialoge zu schreiben und zu inszenieren, dürfte in der Kombination einmalig sein.
The French Dispatch ist eine Liebeserklärung an den Journalismus und an eine Blütezeit des Selbigen, die es eigentlich so nie gab. Unterstelle ich mal. Und doch sind seine Referenzen zu tatsächlich existierenden Autoren sehr konkret. Der Film ist anthologisch und unterteilt sich in eine Rahmenhandlung, und vier oft sehr absurd erzählte Stories der Journalisten für das titelgebende Magazin. Vier Stories, die nicht viel miteinander zu tun haben, außer der Liebe zum Geschichtenerzählen.
Plor, der Film hat bei seiner Premiere in Cannes neun Minuten Standing Ovations erhalten. Zurecht? Was meinst du?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 73: The French Dispatch – Ein Wes Anderson Kondensat Publishing Date: 2022-05-25T08:41:06+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2022/05/25/episode-73-the-french-dispatch-ein-wes-anderson-kondensat/
Florian Bayer: In dem Spannungsfeld bewege ich mich als Schauspieler zu sagen, ich will alles mögliche behaupten können auf der Bühne, kann aber nicht, weil der Film mir diese Möglichkeiten nimmt, weil wir immer alle sagen, es muss alles naturalistisch sein und Wes Anderson verheiratet diese Dinge einfach so und es funktioniert, es ist großartig. Das darfst du nicht vorher sagen, wir müssen das einfach machen, Plur. Modern Art. Modern Art, our specialty is starting now. I don't get it. Of course you don't. Am I too old? Of course you are. Why is this good? It isn't good, wrong idea. That's no answer. My point. You see the girl in it? No. Trust me, she's there. Herzlich willkommen, liebe ZuhörerInnen, hier beim Muss man sehen Podcast, wo wir uns Dialoge um die Ohren hauen und wo wir uns gegenseitig Filme zuwerfen. Und diese Woche hat Johannes mir einen Film zugeworfen. Jawohl. Und zwar einen, von dem ich schon ahne, dass Plur ihn streckenweise zerfetzen wird. Oh Gott, Plur, guck schon so. Fuck, fuck, fuck, fuck, fuck. French Dispatch von meinem Lieblingsregisseur Wes Anderson. Du willst ganz kurz nochmal reviewen, warum Wes Anderson für dich so ein bisschen ein rotes Tuch geworden ist? Ich möchte Wes Anderson gerne mit einer Rockband vergleichen. Es gibt Rockbands, die machen immer die gleiche Musik, aber die kann man auch zehn Alben lang anhören. Das geht. Hast du nicht so was? Hast du nicht Musiker, wo du sagst, okay, ich habe zehn gleiche Alben von denen, aber ich höre sie einfach alle gern? Nenn mir ein Beispiel. Fuck. Moment. Das hätte ich vom Retten müssen. Wenn man sich mit den Stones nicht auskennt, würde man da auch immer wieder sagen, das ist alles das Gleiche. Und finde es vielleicht trotzdem gut. Die Stones mag ich nicht. Verdammt. Ich habe einen Text vorbereitet, ja. Den werde ich mal ganz kurz raussuchen. Wo habe ich es denn hier? Ich muss über die ganzen Notizen drüber, die ich hier gemacht habe. Ich habe sehr viele Notizen bei diesem Film. Und wir müssen das alles besprechen. Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht. The French Dispatch ist Wes Andersons 10. Film. Und oh boy, hat er seinen Stil perfektioniert über die Jahre, die er Filme machen durfte. Wer einmal einen Wes Anderson Film gesehen hat, dürfte jeden folgenden schnell erkennen. Sein visueller und auch erzählerischer Stil ist unverkennbar. Seine Art mit Symmetrien zu spielen, Farben einzusetzen, Szenen rhythmisch aufzubauen und Dialoge zu schreiben und zu inszenieren, dürfte in der Kombination einmalig sein. The French Dispatch ist eine Liebeserklärung an Journalismus und eine Blütezeit derselbigen, die es eigentlich so nicht gab, unterstelle ich mal. Und doch sind seine Referenzen zu tatsächlich existierenden Autoren sehr konkret. Der Film ist anthologisch und unterteilt sich in eine Rahmenhandlung und vier oft sehr absurd erzählte Storys der Journalisten für das Rahmen handlungsgebende Magazin, die nicht viel miteinander zu tun haben, außer der Liebe zum Geschichten erzählen. Plur. Der Film hat bei seiner Premiere in Cannes neun Minuten Standing Ovation erhalten. Zurecht. Und beachte, dass die Antwort Ja ist. Natürlich nicht zurecht. Wie kannst du das sagen? Und davon lebt natürlich dieser Film. Und das Krasse ist, es ist nicht so, dass er sich einen Kameramann sucht, mit dem er immer zusammenarbeitet, der genau das liefert, was er irgendwie cool findet, sondern er geht selbst an die Kamera. Es gibt von ihm Aufnahmen, wie er sich die Kamera aufschultert und damit in der Gegend rumläuft. Und wahrscheinlich seinem Kameramann gesagt hat, und so, genau so machst du das jetzt mit. Das ist einfach wirklich, und der Kameramann hat das auch gesagt in einem Interview, das bringt Wes Anderson mit. Ja, man sieht es auch. Es ist halt eklektisch ein bisschen dann dadurch, weil du wirklich denkst, was, was, wie da, dort noch und das noch und dort noch. Und ich habe halt wirklich, ich habe für einen Film, der 107 Minuten oder sowas dauert, weiß ich nicht genau, 108 Minuten, habe ich mehrere Stunden gebraucht. Ich habe wirklich immer wieder Stopp gemacht, habe mir Sachen aufgeschrieben, keine Ahnung,
Johannes Franke: Es ist ein geiles Bild.
Florian Bayer: Ich glaube, dieser Film ist ein Gedicht. Gedichte sollte man nicht in der Erwartung lesen, beim ersten Mal durchlesen, alles erfasst zu haben. Gedichte sind dazu da, wie Lieder, Refrainartig teilweise oder wieder und wieder gehört oder gelesen zu werden, um nach und nach das zu entfalten, was drin steckt. Dieser Film will nicht beim ersten Mal verstanden werden. Aber ist das nicht geil? Weil das ist ja der Kommentar auf den eigenen Film wieder. Und er macht das ja absichtlich. Es ist ja nicht so, dass wir... es gibt nicht viel dahinter. Es gibt zwei Ebenen. Das eine ist halt die visuelle und das andere ist die inhaltliche. Und bei allen vier Storys finde ich etwas, was ich auch nochmal haben möchte. Bei Owen Wilson ist es nicht, der Inhalt. Ja. Da sind es die Bilder. Da ist es vor allem das Timing des Bildes. Du hast am Anfang dieses Bild von der einen Straße, die am Anfang leer ist und dann die Leute nach und nach rauskommen. Ich finde es total geil. Ich liebe es, in welchem Tempo jeder Einzelne seine Bühne betritt und das Ganze ins Leben kommt. Natürlich. Das sind wunderschöne Bilder. Das sind wunderschöne Bilder. Schön zu sehen, ne? Das ist kein, da gibt's keine großen Tragödien. The G-Link Limited ist eigentlich auch aber letzten Endes Über Fantastic Mr. Fox haben wir auch lange geredet. Also wenn ihr euch das interessiert, den haben wir schon besprochen. oder gesellschaftspolitische Themen anspricht. Was noch andere Probleme aufwirft, sein Stil einfach, ne? Ich weiß nicht, ob du mit irgendeiner Figur emotional mitgelitten hast. Nein, Und da ist halt die Substance, die du vorhin gesagt hast, die fehlt. Da sehe ich die Substance. Da bin ich viel mehr drin als im Visuellen. Obwohl auch da visuell einfach wirklich wahnsinnig viel los ist. Nein, so schlimm ist es nicht. Aber Ihnen interessiert mehr die menschliche Ebene dahinter. Ich glaube, wir bewegen uns auf dem Spannungsfeld zwischen der Journalistin, die sagt, die Arroganz der Jugend, die hier in der Revolution sich einmal widerspiegelt, wo der philosophische Überbau angedeutet wird von ihr in ein paar Sätzen und auf der anderen Seite dem jungen Typen, der nackt in der Badewanne sitzt und sagt, I'm shy about my new muscles.
Johannes Franke: Ich finde das so großartig.
Florian Bayer: Ja, aber genau,
Johannes Franke: Ist schon richtig.
Florian Bayer: Ja, die macht halt keine große Entwicklung durch und so, ne? Also es ist schon... Ich finde, Wes Anderson ist halt Ja. Und ich finde, auch dass er die Kadrierung immer wieder ändert, dieses 4 zu 3 gegen das Breitbild und diese 16 zu 9 und so weiter. Das hat ja auch was von Magazin. Du blätterst durch und jedes Bild hat seine eigene Kadrage im Text eingebettet. Ja. Und das finde ich halt großartig. Das aber auch wieder Style over Substance. Das gebe ich zu. Und dann auch Ja, genau. was ich auch toll finde, ist eben auch, dass man spürt, dass Wes Anderson das nicht nur macht, weil er kann. Also es gibt ja so viele Filme, die dann anfangen rumzuspielen mit irgendwelchen, mit Kadrasch unterschiedlich und Schwarz-Weiß und Farbe und so weiter ohne Sinn und Verstand. Ja. Sondern sich nur einen darauf runterholen, dass sie das können und da irgendwie man kein Konzept sieht. Aber in diesem Film ist alles folgerichtig. Absolut. Ja. Ja. Bild, die in der vierten Story irgendwann gedacht habe, okay, ich kann nicht mehr, ich bin fertig mit den Nerven, ich habe zu viel Input bekommen, kannst du bitte letzte Pause machen, Intermission, Intermission. Und das war halt so ein bisschen das Problem. Aber jetzt beim zweiten Mal gucken, ich konnte mich besser darauf konzentrieren, weil ich einfach schon ein bisschen mehr wusste und ein bisschen mehr reinkam. Ich glaube tatsächlich, weil ich echt immer wieder Pause gewonnen habe. oder so. Oder so. Wahnsinn, oder? Und was mich halt dann zusätzlich packt, ist die Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen, was so dolle zu mir überschwappt, dass ich sofort 20 Filmideen habe. Das ist unglaublich. Kaum ein Film. Ich wage zu behaupten, dass dieser Film mein neuer Lieblingsfilm ist. Wow, okay. Wirklich, es geht so weit. Oh, tut mir leid, dann werde ich jetzt meine heilige Kuh ein bisschen flach. Ja, ich bleibe aber damit gerechnet. Weil diese Leidenschaft zum Geschichtenerzählen, er macht das jetzt über den New Yorker und so. Also es ist jetzt, ich bin kein großer Schriftsteller, aber ich habe das Gefühl, dass ich eine große Leidenschaft zum Geschichtenerzählen an sich über Film oder über das Schauspiel habe. Und das trifft mich einfach. Also im positivsten Sinne, was er mir da an Leidenschaft entgegenbringt. Reden wir kurz über den New Yorker. Ja. Warst du den New Yorker? Nein. Keine Ahnung, warst du den New Yorker? Ich habe nur diesen Schriftzug vor meinen Augen und dieses Cover, was die einfach immer hatten und ich habe noch nie einen New Yorker aufgeschlagen und gelesen. Okay. Das kommt ja schon fast an Cluliteratur vorbei, deine Beschreibung. Naja, Das ist auch, ich habe das viel auch gedacht beim Gucken und habe auch viel mich an andere Filme erinnert, mir fallen die gerade nicht so richtig ein. Es gibt doch so viele Filme in letzter Zeit, wo man sagt, ja, also jetzt zum Beispiel Once Upon a Time in Hollywood, der ja auch so in eine nostalgische Variante einer Institution geht, die so gar nicht existiert hat. Ja, absolut. Und tatsächlich die so nicht so stattgefunden hat. Und ich finde Once Upon a Time in Hollywood trotzdem einen sehr guten Film. Das stimmt, das stimmt. Also, aber ich muss natürlich trotzdem als Zuschauer die Transferleistung bringen, zu sagen, okay, ich habe da ein Märchen vor mir. Ich weiß, das hat so nicht existiert, aber da hat jemand eine Vorstellung davon, wie das gewesen sein könnte oder wie er das gerne gehabt hätte, dass es gewesen ist. Das ist so krass. Aber er gibt auch so viel Geld für so krasse Sachen aus. Also, wenn man den Ausstattern von Wes Anderson Filmen zuhört, dann weiß man auch, oh mein Gott, was da alles. was ich unbedingt, das muss ich jetzt anbringen. Wes Anderson gibt allen Leuten, die in seinem Film irgendeine Form von Rollespielen, ob das Beleuchter ist oder ob das der dritte Statist von hinten ist. Nein, die vielleicht nicht abbonikt. Gib denen Filme zum Gucken. Ja. Immer. Jedes Mal, wenn er was anfängt, sagt er, okay, das ist die Liste der Filme, die ihr jetzt guckt als Vorbereitung für meinen Film. Und das finde ich eine ganz geile Sache eigentlich, weil man hat so ein bisschen, man kriegt ein Gefühl dafür. Einer der Ausstatter hat zum Beispiel den Film The Red Balloon einmal angesprochen aus dem Jahr 1956. Es ist einfach nur ein Kurzfilm, der sehr grau und fast schwarz-weiß daherkommt. Und da gibt es einen roten Luftballon. Ja. Und der geht halt durch den Film durch. Und das ist so ein, auf diese Art und Weise sollte dann die Farbigkeit des Films sein. Und dann hat er immer, holt er einfach immer Beispiele hervor. Und da gehörte in die Liste, gehörte halt auch Jacques Dati, also in diesem Fall Mononkel von ihm. Und dann Orson Welles The Trial. Godard war dabei. Ja, super. Vorbild nimmt. Das ist wirklich schön und man merkt es dem Film an, dass da so viel Substanz dahinter steckt. Ja, okay. auf seiner Couch. Aber Tarantino macht es genau auf der anderen Seite. Tarantino ist so verliebt in diese ich bin ja voller Straße und das ist genau der gleiche Scheiß von der anderen Seite. Ja, aber da erwartet man ich glaube, dass die Tiefe da ist, aber die ist natürlich anders erzählt und anders drin als in einem klassischen erzählten Film. Ich glaube, dass nämlich Anderson einfach ganz viele Sachen in komischen Dialogen einfach anpiekst. und dann muss entweder macht der Zuschauer sich Gedanken dazu oder nicht. Wollen wir mal in die einzelnen Episoden reingehen? Ich würde auch sagen, der erste wäre The Cycling Reporter beziehungsweise vorher gibt es so einen Prolog, das kurz vorgestellt, das Magazin, wie der Chef da sitzt und sich um seine Leute kümmert und erzählt, dass mit ihm das Magazin untergehen soll, wenn er stirbt und dass er nicht will, dass dann andere weiterführen. Und in seinem Büro wird nicht geweint. Ganz wichtig, no crying in my office. De Sourblas oder wie das? De Sourblasé würde heißen Boredom upon Apathy. Also Langeweile auf Apathy. So ein bisschen wie ein Gericht. Ja, ja, genau. Aber wie auch französische Orte ja oft heißen, auf dem Berg, so und so auf dem Berg oder ne, schöner Ausblick auf Tal. Weiß ich nicht. Und dann haben wir diesen Prostituierte und Kriminelle. Das ist aber sehr schön. Und auch das Bild, wie sie dann da im Office sitzen und er an seinem Fahrrad arbeitet und das irgendwie nebenher dann irgendwie noch so. sie wollte sich erinnern, weil sie mal was mit jemandem hatte in diesem Hotelzimmer. Das ist so schön. Ich finde es ganz toll, aber du hast recht, ich hätte tatsächlich auch gerne mehr davon vertragen können, von diesem Prozess, dann darüber zu reden, was ist gut und was ist nicht gut. Da passiert auch eine der wenigen Schwächen, finde ich, des Films in einer solchen Situation. Aber da kommen wir gleich zu, wenn wir in der Geschichte sind. Gehen wir mal weiter zu der nächsten Geschichte, oder? Concrete Masterpiece, die tatsächlich meine liebste Episode war. am witzigsten eingeführte Geschichte, finde ich. Weil du hast diesen Typen, der malt, der malt diese Frau, der geht so mit ernster Miene an sie ran, malt da irgendwie auf ihrem Körper, mischt er irgendwie Farbe zusammen und sie lässt das erst geschehen und so und man denkt so, okay, da wird ein Verhältnis zwischen einem großen Künstler und seinem Modell aufgebaut. Und dann haut sie ihm auf die Finger und er geht wie so getreten, noch zurück zu sein und seine Leinwand und dann stellen wir fest, sie, er ist im Knast als Gefangener und sie passt eigentlich auf ihn auf und es ist so großartig. Es ist so toll und aus dieser Episode stammt auch das Zitat, was wir ganz am Anfang einmal gelesen haben. Weil er natürlich als moderner Künstler und was Anderson führt das schön ein, Kunst macht, die den Kunsthandelnden eigentlich nicht so viel sagt. Mit einer Säge. Vor allem, weil er kurz vorher noch sagt, es war beides ein Unfall und dann sagt der Richter mit einer Säge zwei nacheinander und er so, okay, das erste war ein Unfall und das andere war Notwehr und dann bespricht er sich auch noch mit seinem Anwalt zwischendurch und so, es ist wirklich eine sehr, sehr süße Saison. wundervoll, wundervoll gespielt. Ich finde diese Beziehung zwischen den beiden ist wirklich, die schwappt voll über. Ich weiß sofort, was mit denen los ist. Und dann, um nochmal so dieses, Aber wirklich, ja. Obwohl die Bilder, die ich gesehen habe, die Aufnahmen, da redet sie nicht so vor riesigen Auditorien. Das ist dann eher so ein, wir stehen hier vor ein paar Gemälden und hier stehen so 20 Stühle und wir reden über Kunst. Aber offensichtlich Und es ist auch so schön erzählt, wie dieser, dieser, wie Moses als junger Mensch in dieser Kneipe sitzt und da dann so typisch Edward Anderson mäßig die Fahrt rüber zu ihm und dann das Licht, das auf sein, sein Gesicht fällt und er dann anfängt zu knurren, weil er, weil er das, was dort gerade passiert am anderen Ende der Kneipe nicht akzeptieren kann und wir wissen, okay, jetzt kommt gleich der Doppelmord und dieser junge Schauspieler, der die junge Version von Moses spielt, wird dann einfach irgendwann im Bild live vom alten Darsteller ausgetauscht. Die schlagen einmal ein oder sowas, also die, ne, nicht wirklich, aber die, der kommt einfach ins Bild, der andere steht ruhig auf, gucken sich einmal an, nicken sich so quasi zu und dann sitzt sich der Alte hin und ist dann halt ab dem Moment der Alte Schauspieler. Diese Theaterinspiration von Russ Anderson. Ich find's so großartig. Da sagst du was, was ich die ganze Zeit des Films beim Gucken gedacht habe, was auch später bei der Revolution und so ganz dolle zum Tragen kommt, was ich wahnsinnig toll finde. Das, was Filme sich oft nicht erlauben, diese, diesen Einfallsreichtum den Theater hat. Ja. Den seh ich hier so sehr und den seh ich so leidenschaftlich bedient und so voller Spielverliebtheit und Lust und so. Und das hab ich beim Film oft nicht. Und das ist so, dass in dem Spannungsfeld bewege ich mich als Schauspieler zu sagen, ich will alles mögliche behaupten können auf der Bühne, kann aber nicht, weil der Film mir diese Möglichkeiten nimmt, weil wir immer alle sagen, es muss alles naturalistisch sein. Und Wes Anderson verheiratet diese Dinge einfach so und es funktioniert. Es ist großartig. auch gut zu der Handlung,
Johannes Franke: Es ist so geil.
Florian Bayer: weißt du das? Jetzt schon? Das tut weh. Jetzt schon. Es ist wirklich so schön erzählt, finde ich. Und ich verstehe, wenn man sagt, ich komme an die Figuren nicht ran, weil ich keine emotionale Bindung dazu habe, weil Wes Anderson immer eine kleine Distanz da drin hat. Aber ich finde, dass die Distanz sich irgendwie überbrücken lässt durch kleine liebevolle Momente, die einem die Figur dann doch näher bringen. Man merkt, Und da hat sich auch jemand sehr, sehr lange mit beschäftigt. Ich habe auch darüber ein bisschen was gelesen. Ich habe den Namen jetzt wieder leider nicht. Der hat dann noch ganz viele andere Inspirationen von irgendwelchen Künstlern, die ich mir jetzt auch nicht aufgeregt habe.
Johannes Franke: Schauspieler reinzuwerfen.
Florian Bayer: Gerade dieser Teil, finde ich, lebt von Wes Andersons Metrik. Ich habe das Gefühl, ich könnte einen Metronom mitlaufen lassen und das funktioniert immer im Schnitt. Er hat einen unglaublichen Rhythmus im Schnitt und nicht nur im Schnitt. Man hat fast das Gefühl, dass er am Set auch einen Metronom oder Musik oder so hat laufen lassen, sodass Leute auf Cue bestimmte Sachen machen können. Ja. Das ist der Hammer. Ja, absolut. Das ist unglaublich. Und das mit Farben genauso und wo was verteilt wird. Unglaublich. Und das bezieht sich natürlich auch auf die Inszenierung. Du hast kaum einen Satz, der sehr naturalistisch gespielt ist. Die sind alle auf einen bestimmten Ton getrimmt. Nee, in der Revolution, oder? Wo sich natürlich Anderson auch auf irgendwelche Sachen bezieht, die tatsächlich passiert sind. Kinder Krammens ist unsere ... Genau, und auf Leute, die tatsächlich diese Geschichten geschrieben haben. Und es gibt tatsächlich Versatzstücke aus Originalartikeln, die im Film dann vorkommen. Ich finde das sehr süß und liebevoll gegenüber der Jugend, finde ich, diese Folge. die alle wie Kinder urteilt? Ja, ist richtig, aber trotzdem nicht ohne Liebe. Und das finde ich schön. Es hätte auch abgleiten können in die dummen Jugendlichen, die keine Ahnung haben, wie es läuft. Nein, die haben ein eigenes berechtigtes Interesse und vielleicht noch nicht die Erfahrung, das alles so durchzuziehen, wie sie es müssten. Wir haben natürlich sehr starke ihre Perspektive. Ja. Und das sind die Situationen, die mir wieder so sagen, dass der Film seine eigene übergeordnete ironische Brechung der ganzen Sache gegenüber hat. Also nicht nur, dass sie, so wie sie gucken, nicht nur durch die journalistischen Augen, sondern wir gucken auch noch mal als durch Wes Andersons Augen auf diesen journalistischen. Ach, weiß ich nicht. Ja, ja, absolut. Absolut. Ach, und ich habe mich so gefreut über jede kleine Idee, die dazu kam. Wirklich so schön. Und dann fahren sie mit dem Motorrad in die 80er oder was ist da auf einmal los? Weiß ich nicht genau, aber sie sagt ja ein paar Minuten vorher, go make love. Stimmt. Und natürlich ist das der Zug, der in den Tunnel fährt. Jetzt ist Sex. Nein! Es ist wirklich schön und dann haben sie irgendwie ihre Revolution, hat nicht funktioniert, weil sie zu lange diskutiert haben. Und das ist schön, das ist so wahr, aber trotzdem liebevoll, Der offensichtlich in meiner Recherche, ich habe von James Baldwin beschermenderweise nicht viel gelesen, der ja vor allem diese Einsamkeit des Künstlers nach vorne stellt, streckenweise, ich weiß nicht genau. Okay, weil der Name, den habe ich halt schon ein paar Mal gehört und ich dachte, das ist so eine ganz normale geschichtliche Popkultur, die kennt halt jeder, nur ich wieder nicht. Nee,
Johannes Franke: Das ist unglaublich.
Florian Bayer: Und die haben echt alle gesagt, wir haben nochmal einen Film geguckt dazu, gesagt, selbst wenn ich keinen Text gehabt hätte, ich wäre für Wes Anderson gekommen. Es ist unglaublich. Ich meine, Auch nichts. Fuck, wo war Christoph Walz nochmal? Der war in der Szene, wo sie, also in der Revolution war das und sie geht mit ihm dann mit dieser Gasmaske raus und da ist gerade der Freund der Familie zu besuchen und das ist Christoph Walz. Genau, hallo, hier bin ich auch. Ja, genau, ich winke mal kurz um die Entführer alle zu vergiften. Und es ist diese Episode gewesen, wo ich beim ersten Mal gucken im Kino echt abgedriftet bin und einfach ausges... Mein Kopf war einfach zu voll. Ich habe es nicht mehr geschafft. Und jetzt beim zweiten Gucken konnte ich viel mehr genießen, fand es auch ganz cool, aber ich finde, irgendwie kommt man da nicht so richtig gut durch wie bei den anderen Geschichten. Man hat irgendwie so viele Abschweifungen, die mir irgendwie Schwierigkeiten bereiten, dieser Geschichte zu folgen. Das knirscht ein bisschen. Ja. Was für mich die Schwäche des Films ist, an der Stelle. An der Stelle denke ich nämlich, du hast uns erzählt, dass dieser Editor richtig gute Autoren da hat. Und dann passiert dem Autoren, dass er das Wichtigste rauslässt? Ich glaube es ja nicht. Das ist ganz eindeutig das Beste. Es ist ja auch so geschrieben, dass es eindeutig das Beste ist. aufgetischt wird. Aber natürlich ist doch, gerade wenn man über Essen schreibt, das Wichtigste, dass der Koch einen Geschmack hatte, den er vorher nie geschmeckt hat. Zu tragisch. Ganz eindeutig zu tragisch. Ja, keine Ahnung. Aber das ist die Pointe des ganzen Dings. Und die wegzuschmeißen, das würde einfach keinem passieren. Das glaube ich einfach nicht. Ich finde sie ganz großartig. Rin Tin Tin. Oder wie heißt es? Tin Tin. Tin Tin. Tin Tin nur. Und dann machen die irgendwo Halt. Er fällt da in so ein, weiß ich, macht ein Loch in die Wand, weil er da gegenfällt. Und dann machen die irgendeinen Umweg, kommen aber da wieder an und dann springt dieser Typ da einfach wieder aufs Auto, auf die Motorhaube und es geht weiter. Das ist so bizarr. Also der starke Mann, Der hat 15 Leute, die das Ganze animiert haben und so engagiert, die sieben Monate gebraucht haben das hinzukriegen alles. Sieben Monate für diese Sequenz. Ja. Das ist unglaublich. im Magazin-Gedanken sehr logisch ist. Vielleicht. Gut hergeleitet. Aber das ist so die einzige Schwäche, finde ich, dass dieser vierte Teil ein bisschen wonky zusammengebastet ist. Genau. Und dass irgendwie, weiß ich nicht, dem Schriftsteller da irgendwie das passiert, das hat die wichtigste, die Pointe der Story. Nee, das würde ihm nicht passieren, glaube ich. Auch wenn du das vielleicht anders siehst. Dann haben wir noch unseren Epilog. Unseren Epilog, der Editor des Magazins stirbt. Die haben alle noch ein paar nette Worte zu sagen. Kein Weinen. Es darf nicht geweint werden. Und dann wird er davongetragen. Da wird nochmal gezeigt, Da dachte ich, an der Stelle dachte ich auch, vielleicht habe ich die Hoffnung, dass Plur der Film doch gefällt, weil das so an dieses Schriftsteller-Ding, an diesen Ethos, der vielleicht auch ein bisschen in Pathos erinnert, gefallen könnte. Also, einfach als Nachruf begreifen? Wie wenn du, also ich meine natürlich, ich beerdige meinen Opa meinetwegen und er lebte nicht mehr in unserer Zeit so richtig, aber man hat ihn doch gern gehabt. Ich glaube nicht, dass Wes Anderson sagen will, so und das ist jetzt das, wie wir unsere Nachrichten stricken sollten. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, Ja, vielleicht. Aber es stört mich null. Ach, aber ist das nicht vielleicht auch einfach, wo man sagt, okay, es gibt verschiedene Ansätze und man kann an jedem, alles braucht auch seine eigenen Darreichungsformen? Ja,
Johannes Franke: Wollen wir mal zu unserer Top 3 springen? Ja, springen wir mal zu unserer Top 3. Schnell.
Florian Bayer: Unsere Top 3. So, was haben wir denn? What the fuck? Ja, ich hab gedacht, weil ich beim ersten Mal aus dem Kino kam und gedacht habe, what the fuck did I just see? Weil ich es einfach nicht, ich hatte nicht genug Kapazität mehr im Kopf, um das wirklich zu zu überblicken. Und deswegen dachte ich, wir machen mal eine Top 3, wo man den Film sieht und denkt, what the fuck did I just see? Kannst du in beide Richtungen deuten. Also positiv wie negativ. Also honorable wie dishonorable. Ich hab beides drin. Ich auch. Ich hab sogar zwei Listen. Soll ich einfach mal meine Dishonorables raushauen? Hau sie raus. Genau. Ich habe tatsächlich beide Listen vor allem aus dem zusammengestellt, was wir schon geguckt haben. Dishonorable. Ich bin voll gespannt. Weil ich dachte, ich will dir mal einmal zeigen, was du mir alles für Scheiße vorsetzt. Also, Dishonorable, die schlimmsten Filme, die wir zusammen geguckt haben, wo man danach sagt, what the fuck ist das? Und zwar auf Platz 3, nicht ganz oben, Gott sei Dank, Hausu. Oh Mann, warum ist das so toll? Weil man wirklich danach davor sitzt und denkt, oh mein, was ist das? Und deswegen auf Platz 3, nicht Platz 1, weil man noch denken kann, ja, okay, ein paar, also es gibt schon Vergnügen in bestimmten Dingen. Wir haben darüber geredet, ihr könnt euch das gerne anhören. Ich bin nicht gänzlich zerstörerisch beim Besprechen. und vielleicht auch einer Träne. Danach kommt sehr nah an dem Platz 1, auf Platz 2 kommt Holy Mountain Jodorowsky. Nee. Ja, ja, Alejandro Jodorowsky.
Johannes Franke: 1973. Warum tust du mir das an?
Florian Bayer: Es ist so, aber das habe ich dir schon anderthalb Stunden lang um die Ohren gehauen. Es ist unglaublich. Du weißt überhaupt nicht, was das soll. Du denkst dir die ganze Zeit, boah, hör auf, ich will nicht mehr eigentlich, also ich hätte ihn ausgemacht, wenn du nicht, wenn wir nicht hätten drüber reden müssen. Was für ein großartiger, surrealer Mystizismus. Es ist halt Surrealismus. Man kann Surrealismus akzeptieren, wenn man vorher das weiß, dass es kommt, dass es surreal wird. Ich wusste es und konnte es trotzdem nicht akzeptieren, weil Jodorowsky einfach so viel Scheiße gebaut hat, so viel auf einen Haufen geworfen hat und so viel, so viel, guck mich an, guck mich an, und ich bin bedeutungsvoll dabei hatte. Zu viele schöne Bilder, zu wenig zusammenhängende Geschichte. Sind wir, Edwin, der bei Wes Anderson? Nein, nein, nein, nein. Ich habe noch nicht einmal gesagt, dass er schöne Bilder hat. Oh, aber der Film war doch voll mit schönen Bildern jetzt, aber komm. Ja, es gab ein paar schöne Bilder, aber nicht bei Weitem nicht so viele, wie du jetzt andeutest. Nein. Und auf Platz 1 der schlimmsten What the Fuck, was habe ich da gerade gesehen, Filme, ist Inland Empire. Oh, David Lynch, 2006. Surrealismus, noch mehr Surrealismus. Wo mir Laura Dern so weh tut, aber die, ich mag sie eigentlich, aber dass sie, dass sie auch immer wieder solche Sachen mit ihm machen will, finde ich verstörend. in einer Sitcom, eine Freude für die ganze Familie. Unglaublich. Toller Film. Ganz, ganz toll. mit einer wirklich professionellen Kamera, wo alles, ein Film, wo alles stimmt. Wenn man sich daran erinnert, wie wir darüber geredet haben. Einer der, der, der Pioniere des digitalen Videos. Das sieht aus wie ein Hochzeitsvideo von einem, der überhaupt noch nie eine Kamera in der Hand hatte. Aber was für ein Hochzeitsvideo. Weil ich weiß immer mal wieder, Es ist ein Film, Okay. Vielleicht müssen wir den irgendwann mal gucken. Ja, wahrscheinlich. Ich fände es spannend, weil ich habe das jetzt schon von ein paar Seiten gehört. Okay, mein Platz 3 der Honorable-Version wäre Eraser-Herte. Oh, ja. Nochmal David Lynch, den ist tatsächlich gut. Was mir bei Inland Empire schwergefallen ist, ist mir bei Eraserhead tatsächlich einigermaßen leicht gefallen. Auch wenn man natürlich da sitzt und denkt, hä, was, nein, zeig mir das nicht und solche Sachen. Auch ekelhafte Sachen dabei, wo man echt denkt, äh. Aber im Großen und Ganzen, wenn man danach davor sitzt, denkt man sich schon, ja, gut, irgendwie. Aber es ist auch lange halt, dass ich den gesehen habe, vielleicht würde ich es heute anders sehen. Weiß ich nicht genau. Eraserhead. Mein Platz 2 Okay. Okay. Okay, mein Platz zwei ist in diesem Fall I'm Thinking of Ending Things. Oh, toller Film. Der erst in der Nachbesprechung gut wird. Und ist er dann noch ein What-the-fuck-Film, wenn man die Nachbesprechung hinter sich hat? Ja, immer noch. Natürlich. Gut. Also es ist nur so, dass man so ein paar Brocken dann rausfindet und sich denkt, ah ja, okay, es gibt so ein paar Hinweise für bestimmte Dinge und man kann den Film auf eine bestimmte Art und Weise lesen und dann denkt man, oh, voll cool. So irgendwie. Aber, während man ihn guckt, ohne Vorwissen, ohne zu wissen, dass man jetzt ein surreales Werk vor sich hat, denkt man die ganze Zeit, ich komm nicht mehr mit. Ich weiß nicht mehr, welches Verhältnis hat er zu ihr? Welches Verhältnis hat sie zu ihm? Um wen geht es hier eigentlich? Hat sie jetzt dieses Gesicht oder hat sie doch das andere Gesicht, was da plötzlich irgendwo zwischendurch ist? Wie sind die Eltern drauf? Wie alt sind die Eltern eigentlich? Weil es so viel gesprungen wird in verschiedenen Varianten dieser Geschehnisse, dass du einfach nichts mehr weißt. Ja. Das erfahren wir aber nicht später. Der Film erzählt uns das nicht. Äh, äh, äh, äh, äh. Naja, wir denken uns das. Das ist etwas in der Recherche. Na gut. Ja, ja, ohne Ausweg. Auf jeden Fall. Denkt man während des Films. Das stimmt. Hast du diesen Satz gerade, nachdem eine Kamera in eine Vagina eindringt, gesagt, du fühlst dich erleuchtet und du warst was Besonderes. Egal. Ja, sie haben tatsächlich, Okay. Na gut. Na gut. Dein Platz 1. Glaube ich dir mal. Mein Platz 1 ist The Lighthouse. Ja, okay. Ja, stimmt. Ja, bei dem kann man das auch hin und wieder denken. Hin und wieder? Hallo? Also am Anfang ist schon noch einigermaßen stringent, muss man sagen. Also man hat schon noch das Gefühl, okay, hier wird eine Situation etabliert, ist ein bisschen seltsam alles, aber okay. Aber es wird dann schon echt mit der Zeit sehr abgefuckt und seltsam und weird und what? alles klar, mach weiter. Und es ist aber auch tatsächlich, wenn man richtig einsteigt in den Film, wenn man es schafft, sich einsaugen zu lassen, dann ist das ja nicht nur die Geschichte eines Betrunkenen in einer Bar, wo man eine Distanz aufbauen kann, sondern dann wird es wirklich, und das würde ich jedem empfehlen, zu versuchen, sich auf den Film einzulassen, dann wirkt es wirklich wie der Albtraum, den sich früher, die Seemänner wirklich ernsthaft erzählt haben. Der ist krass immersiv, auf den ich wirklich sehr gespannt bin. Da ist Dingens dabei, auch wieder hier. Enya Teller-Joy. Enya Teller-Joy, genau. Und Nicole Kidman. Ah, ich bin gespannt. Okay. Ja, das waren unsere Top 3. Das war unsere Top 3. Plur, wir sind wieder bei anderthalb Stunden. Wollen wir noch schnell faziten und dann rub it up? Ja. Okay. Also, The French Dispatch. Ein absoluter, absolute, absolute Sehempfehlung. Vielleicht muss man den mehrmals gucken, vielleicht muss man den auch in Abschnitten gucken. Das könnte man vielleicht tun, indem man einfach sagt, okay, ich habe jetzt so viele Bilder gesehen, ich muss erst mal verarbeiten, was da passiert ist und mache einfach mal Stopp nach der ersten Geschichte und gucke mir den jetzt weiter an oder der dritte oder so. Aber auf jeden Fall, auf jeden Fall gucken und Wes Anderson in seiner Reihenform einmal genießen. Wenn du Wes Anderson
Johannes Franke: Yes!
Florian Bayer: Ist bei vielen Magazinen so, die man durchblättert. das findet da eher nicht statt. Ein Hoch auf die Zerstreuung auf dem bürgerlichen Sessel mit Pfeife in der Hand und einer Leselampe. Das kann ich voll und ganz unterstreichen. Okay. In diesem Sinne. Sehr schön. Vielen Dank fürs Zuhören und vielen Dank dir, was kommt. Das dachte ich nämlich auch und hatte es ein bisschen gehofft. Ich hatte ein bisschen mehr erhofft noch, aber ich glaube, ich kann zufrieden sein mit dem, was ich erreicht habe bei dir, Plur. Deinen Horizont vielleicht noch mal wieder ein bisschen aufgemacht in die Richtung. Okay. Also, euch eine schöne Woche. Wenn ihr wissen wollt, was als nächstes passiert, also nächste Woche, dann bleibt noch dran und wir werden euch nach dem Jingle nochmal erzählen, was wir nächste Woche machen. Nächste Woche kann ich mich an Johannes für diesen Film rächen. Oh nein. Wir haben noch nicht mal das Fenster wieder zugemacht, Plur. Wir müssen jetzt einfach mal reden. Mit offenem Fenster. Mit offenem Fenster. Scheiß auf den Sound. Man kann mit dir nichts inszenieren, Plur. Alles immer transparent. Johannes. Rambo ist für mich immer Hau drauf, als er rauskommt First Blood, haben die da schon gesagt, oh das ist ein Konzept, das trägt 20 Filme lang. Okay. Ich auch. Na gut. Dann habe ich halt mal ein bisschen Haut drauf Spaß. Was soll's. Genau mein Genre-Plur. Perfekt. Wir sehen uns nächste Woche. Bis dann. Ciao. Ciao.
