Episode 129: Indiana Jones I – Raiders of the Lost Ark / The Temple of Doom
Wir haben uns was Großes vorgenommen: Anlässlich des bald im Kino startenden fünften Teils reden wir über alle Indiana Jones Filme, von Raiders bis Crystal Skull. Und bei so viel Masse an Content bleibt uns nichts anderes übrig, als die Filmreihe in zwei Episoden abzuhandeln.
In dieser ersten Episode geht es um den Klassiker Jäger des verlorenen Schatzes und seinen kontroversen Nachfolger Tempel des Todes.
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 129: Indiana Jones I – Raiders of the Lost Ark / The Temple of Doom Publishing Date: 2023-06-21T18:54:59+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2023/06/21/episode-129-indiana-jones-i-raiders-of-the-lost-temple-of-doom/ Und die dann sagen, nein, das dreht ihr nicht bei uns, das ist massiv rassistisch, was ihr da schreibt. Hätte man vielleicht noch mal drüber nachdenken können, ob man das Drehbuch vielleicht ändert. Aber Gott sei Dank haben die in Sri Lanka gesagt, und nehmen wir ab. Ja, genau. John Williams wäre stolz auf dich. John Williams, oh. Und damit herzlich willkommen, liebes Publikum, zu einer neuen Episode vom muss man sehen Podcast. Und herzlichen Komplor in meiner Küche mal wieder. Wir haben uns etwas sehr Großes vorgenommen. Wir haben uns vorgenommen, uns zu übernehmen. Wir vollkommen übernehmen. Das Problem ist, dass das, was wir da genommen haben, nicht nur vier Filme umfasst, sondern auch vier sehr well-documented Filme. Ja. Also es gibt so viele Produktionsnotizen, so viele Sachen, die dazu gesagt werden könnten, dass wir eigentlich nur scheitern können, wenn wir jetzt sagen, wir würden versuchen, einen allumfassenden Einblick zu geben. Also hört uns beim Scheitern zu und das über zwei Episoden. Ihr werdet das am Titel schon gesehen haben. Wir reden über Indiana Jones und wir haben uns vorgenommen, wirklich über Indiana Jones zu reden, über alle vier Filme. Wir werden vielleicht noch so einen kleinen Abstecher machen, was hat Indiana Jones sonst noch in Medien gemacht. Ja. Und das Ganze ist natürlich auch Vorbereitung auf den neuen, in den Film, der die Tage rauskommt ins Kino und den wir uns zusammen angucken und dann in der dritten Episode von dieser großen Trilogie. Noch einmal den fünften Film auseinandernehmen und einen Gesamtfazit stellen. Wir sind also Größenwahnsinnig und reden über DuckTales. Nein, Moment, über Indiana Jones. Indiana Jones. Und tatsächlich, DuckTales haben ja durchaus einen gewissen Einfluss auf Indiana Jones. Aber dazu kommen wir, wenn wir über den ersten Teil reden. Es ist großartig. Ich liebe es und ich liebe einfach auch DuckTales. Insofern ist es kein Wunder, dass ich, ich muss es vorweg sagen, einfach die Filme liebe. Wie ist deine grundsätzliche Geschichte zum Franchise? Also ich liebe sie natürlich auch. Ich habe alle Indiana Jones Filme als Kind gesehen. Ich glaube, der Film, den ich am häufigsten gesehen habe, war Temple of Doom. Okay. Einfach, weil ich den auf VHS hatte, aufgenommen aus dem Fernsehen. Und dann habe ich, glaube ich, so als 8-Jähriger dann ganz oft geguckt, so beim Abendessen. Also ich habe wirklich Erinnerungen dran, lebhafte Erinnerungen, wie ich bei meiner Tante sitze, beim Abendessen vorm Fernseher und diesen Film gucke, der eigentlich überhaupt nichts für mein Alter ist, weil Indiana Jones ja tendenziell eher so ab 16 Filme waren. Ja. Abgesehen vom dritten Teil und vom vierten jetzt auch, die ab 12 sind. Genau. Aber auch nur deswegen, weil ab 12 damals noch nicht existierte. Aber FSK, ne? Also du meinst PG-13. Also ja, genau, PG. Ja, genau. PG-13 war das erste, was so für den dritten Teil dann genommen wurde, was total witzig ist, weil der zweite ist ziemlich brutal. Und das ist der Film, den ich als Kind gesehen habe. Ja, der, Plo jetzt langsam, erklären sich so ein paar Sachen in deinem Verhalten und in deinem Charakter und so und auch deine ganzen Rassismen, die du immer benutzt erklärst. Natürlich. Da hat sich, da wurde das Erbe des Kolonialismus in dein kleines, unschuldiges Kinderherz gepflanzt. Werden wir auch drüber reden. Und dann habe ich den dritten als Kind auch ziemlich oft gesehen. Und ich glaube, den ersten, also unabhängig, abgesehen vom vierten natürlich, den ersten wahrscheinlich sogar am wenigsten von den drei klassischen Filmen. Okay. Wie ist denn deine Geschichte mit Indie? Meine Geschichte mit Indie ist, dass ich vor allem das Videospiel gespielt habe. Ah, das Lukas-Arts-Adventure? Ja, und zwar das vom dritten Teil. Ja. Also die anderen auch. Aber das vom dritten Teil habe ich einfach geliebt und sehr exzessiv gespielt mit meiner besten Freundin damals in der Schule. Und es war großartig. Es war wirklich ganz, ganz toll. Und dann habe ich darüber die Filme überhaupt erst leben gelernt, weil ich glaube sogar, dass ich mit den Indiana Jones Filmen gar nichts anfangen konnte, bevor ich das Videospiel gespielt habe. Also es ist schon so ein bisschen ein seltsamer Einstieg in die Sache. Ja, wir sind bei Indiana Jones ja beim Film, der wirklich unsere Generation, also alle, die irgendwie so in den Anfang der 80er geboren wurden oder Ende der 70er auch massiv geprägt hat. Das ist der Blockbuster unserer Generation, würde ich behaupten. Mehr noch als Star Wars. Ja, wobei, also es ist ja auch die Kombination aus den beiden Regisseurinnen und Produzenten dieser Generation. Natürlich. Das ist schon krass. Also George Lucas und Steven Spielberg, die hier zusammen einen großen Ritt hinlegen. Der absolute Hammer. Und die damals, die damals ja noch so ein bisschen die jungen Wilden waren, ne? Ja, wenn man sich die alten Fotos aus der Zeit anschaut, ist das schon sehr süß. Also ich meine, das ist natürlich Ende der 70er jetzt in dem Fall. Die sehen natürlich ihrer Zeit entsprechend aus, aber eben einfach wirklich die jungen Wilden, denen man vielleicht vom optischen her gar nicht so viel zutraut. Ja. Aber die echt solche krasse Sachen umgelegt haben. Wenn man sich das anschaut, das waren ja beides totale Macher. Also die kamen irgendwie aus dem New-Hollywood-Umfeld. Bei Spielberg, bei seinen, eigentlich bei beiden sieht man es bei den ersten Filmen noch total, dass sie New-Hollywood geprägt sind. Bei Spielberg vielleicht ein bisschen mehr als bei George Lucas. Ja. Aber George Lucas war quasi in der Francis Ford Coppola-Schule, der hat mit dem zusammengearbeitet. Und Spielbergs erster Film-Duell war ein wirklich roher, düsterer New-Hollywood-Action-Film. Also die kamen eigentlich daraus, haben dann aber im Laufe der 70er-Jahre was Neues gemacht. Und das war ja auch die Zeit, wo man gesagt hat, okay, das New-Hollywood endet jetzt. Und der weiße Hai von Spielberg wird gerne so als ein bisschen als der Endpunkt von New-Hollywood und als der Beginn des großen Blockbuster-Kinos gehandelt. Ja, dementsprechend sind die beiden auch einfach die großen Blockbuster Hollywood-Regisseure. Ja. Mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg oder guten Filmen, aber auch alles streitbar. Ja. Es gibt ja Fans in viele Richtungen. Ich würde sogar behaupten, George Lucas würde ich als Blockbuster-Regisseur so ein bisschen rausnehmen. Ich hab das Gefühl, George Lucas ist eigentlich viel mehr Produzent und Ideengeber und Unternehmer als Regisseur. Haben wir ja auch bei diesem Film. George Lucas hat irgendwie eine Idee und das haben wir bei allen Indiana Jones Filmen und schmeißt die Ideen dann in den Ring und sagt, ey, Steven, mit dir würde ich das machen. Lass uns mal gucken, wer das Drehbuch schreiben kann. Und dann wirft der die Idee so verschiedenen Drehbuch-AutorInnen zu und lässt die alle mal werkeln und dann kommt am Schluss irgendwie so was raus. Und George Lucas selbst hat auch gar nicht so viel Regie geführt, ne? Der hat nachdem er Lucasfilm gegründet hat, hat er irgendwie gesagt, okay, ja, jetzt hab ich erst mal genug Regie geführt. Ja, und viel Innovation nach vorne gebracht, ne? Was Visual Effects betrifft und... Total. Ja, und auch was Filmproduktion betrifft Blockbuster-Produktion. Aber so nach Star Wars, Star Wars 1977, hat George Lucas tatsächlich gesagt, jetzt bin ich erst mal kein Regisseur mehr. Und er war lange Zeit kein Regisseur mehr, bis dann zu den Prequels von Star Wars. Und es ist krass, weil man hat George Lucas so total irgendwie als Regisseur im Kopf. Das stimmt, ja, ja. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass er... Wenn ich zu George Lucas sage, er ist Produzent, dann reduziert das das einfach nicht auf den ökonomischen Faktor, was oft getan wird. George Lucas ist irgendwie so eine Ideenmaschine. Und George Lucas ist jemand, der sich auch oft darauf verlässt, dass andere seine Ideen dann umsetzen. Wie bei Indiana Jones. Was ich jetzt auch in der Recherche, muss ich sagen, teilweise sehr absurd fand. Also, welche Wege, welches Drehbuch genommen hat, und der einfach Ideen rausgeworfen hat und gesagt hat, nee, jetzt geht es ums das, jetzt geht es ums das, und jetzt geht es um das. Und er auch, also voller Vertrauen, dass er genug Ideen haben würde, dass er Steven Spielberg irgendwie damit einfach reingeholt hat mit dem Versprechen, ja, das sind drei Filme und ich habe die schon alle irgendwie auf Papier, ich weiß schon, was passiert. Obwohl er nichts wusste. Es ist krass, wie unschuldig so eine Idee geboren wird. Und zwar Anfang der 70er Jahre. George Lucas einfach Freund des Kinos, Freund des klassischen Abenteuerfilms, liebt diese Poster von irgendwelchen Helden, die sich durch den Dschungel schwingen und meistens irgendwelche Jungfrauen retten, alles die Movie-Schrott und sagt, oh, ich hab Bock auch mal so einen Film zu machen. Ich würde auch gern mal einen James-Bond-Film machen, aber ich hab jetzt Bock, ich hab jetzt Bock, so einen Film zu machen und ich mein, Indiana Smith. Jaja, genau. Das war so das erste zarte Flänzchen und da sind wir wirklich Anfang der 70er Jahre, fast zehn Jahre, bevor dieser Film gemacht wird. Die haben das dann geändert, weil es Ähnlichkeiten mit einem Western von Steve McQueen gab, Nevada Smith. Ja, klingt viel zu ähnlich. Naja, und klingt auch nicht so cool wie Jones, muss man sagen. Auf jeden Fall. Aber das ist vielleicht auch einfach die Gewöhnung, ne? Das ist genauso wie das wir sagen, Harrison Ford, es könnte niemals Tom Selleck sein, das geht einfach nicht. Es ist vielleicht auch einfach die Gewöhnung. Jetzt wo du es sagst, es gibt ja wahnsinnig viele Leute, die sie dafür casten wollten. Aber also eine wirklich lange, lange Liste. Und Selleck war dann halt irgendwie beschäftigt noch mit Magnum. Und Harrison Ford war auch irgendwie so ein bisschen in Gedanken, ab George Lucas war so ein bisschen gegen Harrison Ford, einfach weil er den in Star Wars drin hat und gesagt hat, ich will jetzt nicht zu viel einfach nur mit dem einen zusammenarbeiten. Ja, und auch Harrison Ford meinte, ich bin doch schon in einem Franchise, was muss ich jetzt noch in einem anderen Franchise sein? Und es ist so krass, weil jeder, der Harrison Ford als Han Solo sieht, muss doch direkt denken, das passt perfekt auf diesen Indiana Jones. Das ist die Blaupause. So ist Indiana Jones. Ja, aber das ist vielleicht auch ein Grund dafür, warum man das erst mal nicht machen will, weil man denkt, na ja, ich muss es ja nicht nochmal machen, was ich jetzt gerade schon mache. Aber Harrison Ford hat das Drehbuch gelesen und fand es einfach so geil. Oder die Ideen, die ihm auch zugeworfen wurden. Das Drehbuch war ja dann gar nicht fertig, als sie das besprochen haben. Springen wir nochmal ganz kurz zurück überhaupt zur Entstehung. Also 1970er Jahre, George Lucas ist mit Star Wars beschäftigt und hat ihn dann endlich fertig, 1977. Und dann hat er im Urlaub Steven Spielberg getroffen. Ein Glück, die sind zusammengekommen. Auf Hawaii. Spielberg hatte einen Science-Fiction-Film gemacht, die unheimliche Begegnung der dritten Art und war eigentlich so auf der Suche. Und Spielberg war der, der eigentlich mal einen James-Bond-Film machen wollte. Der hatte total Bock, da drauf einen amerikanischen Bond zu machen. Wir werden bestimmt noch ein paar Mal drauf zu sprechen kommen, dass Indiana Jones viele Momente von einem amerikanischen Bond hat, von einer amerikanischen Bond-Version. Vielleicht gar nicht so sehr im ersten Teil, vielleicht mehr im zweiten und dritten. Ja, im zweiten Teil ist es natürlich voll ausgespielt, aber da kommen wir dann dazu. Und auf jeden Fall hat er dann mit Spielberg geredet und er hat es geschafft, Spielberg zu überreden, das zu machen. Und dann haben sie mit Lawrence Caston zusammengearbeitet, weil der kannte Spielberg. Und Lawrence Caston war so ein bisschen ein Spielberg-Zögling, könnte man sagen. Der hat dann später das Drehbuch auch geschrieben zu Empire Strikes Back für Lucas. Und mit dem haben sie einfach reingenommen ins Boot und dann haben sie sich 1978 zusammengesetzt und haben sich einfach mal bei Judge Lucas im Haus hingesetzt, bei seinem Assistenten, um genau zu sein, und haben angefangen, rumzuspielen und rumzuexperimentieren und haben einfach Ideen aufgeschrieben. Das Schöne ist, dass Spielberg ihn als James Bond without the hardware beschrieben hat, was ich sehr süß finde und im Nachhinein tatsächlich eine ganz, ganz gute Beschreibung eigentlich ist. Ja, ich hab das Gefühl, also es wird ja oft so kolportiert, dass es Streitereien darüber gab, wie dieser Indiana Jones jetzt ist, zum Beispiel... Möchtest du Teeplor? Ja, bitte. Die Frage, wie sehr ist er Vomanizer und wie sehr ist er sehr Millionär und cooler Übermensch? Ja. George Lucas wollte, dass Indiana Jones ein Playboy ist. Jemand, der viel Geld hat, der mit vielen Frauen rumhängt. Spielberg und Caston haben eher die Idee stark gemacht, dass Indiana Jones doch eigentlich eher so ein Akademiker ist. Also natürlich nicht im Sinne von, der ist ein Intellektueller, aber im Sinne von, er ist Archäologe und der ist Wissenschaftler und Abenteurer. Das ist das Wichtige. Ja. Und dann hat Spielberg gesagt, machen wir ihn doch einfach zum Glücksspieler und Alkoholiker. Und dann hat Lucas gesagt, nein, ich möchte, dass mein Indiana Jones ein ehrlicher Typ ist und ein... Ein Role Model. Ein Role Model, ein moralischer Typ, jemand, dem man vertrauen kann. Und dann ist offensichtlich irgendwas tritts dabei rausgekommen, ne? Weil ich finde grundsätzlich zur Figur Indiana Jones, was krass ist, wenn man ihn mit James Bond vergleicht, er ist so viel tollpatschiger. Ja, ja, ja. Er geht so viel mehr Sachen schief und er ist so oft überfordert mit Situationen. Das haben wir bei James Bond weder in der Roger Moore noch in der Sean Connery Ausführung. Ja. Also ich finde, dadurch, dass so viele Ideen und Gedanken dazu, wie die Figur sein sollte, rumschwebten, ist er tatsächlich auf eine sehr weirde Art und Weise, das hätte ich nie gedacht, dass das funktioniert, irgendwo dazwischen gelandet und man kann sich voll vorstellen, dass der mal ein Alkoholproblem entwickelt. Ja. Weißt du, all diese Sachen, die er sich eigentlich gedacht hat, stecken da so latent runter, in dem, wie diese Figur funktioniert. Das, weswegen die Figur auch so wahnsinnig dreidimensional ist. Ja. Das werden wir auch in den anderen Filmen, wenn wir die besprechen, werden wir das genauer noch mal analysieren, aber es ist wirklich interessant, wie dreidimensional die diese Figur gekriegt haben. Und auch ein bisschen zerrissen. Also es ist keine konsistente Figur. In den Filmen, finde ich, ist sie schon relativ konsistent. Mhm. Aber zwischen den Filmen gibt es doch schon Unterschiede. Also ich würde sagen, wir treffen in keinem der Filme auf den gleichen Indiana Jones. Wir haben Charaktermerkmale, die sich sehr unterscheiden. Wir haben, um einfach nur ein Beispiel zu nehmen, wir haben im dritten Teil einen moralisch deutlich integeren Indiana Jones als in Teil 1. Es wird ja versucht, die Filme sozusagen in ihrer Chronologie als Entwicklung eines eher raffen, jungen Indiana Jones zum wiseren und moralisch integeren Indiana Jones, naja. Funktioniert aber überhaupt nicht, wenn uns der dritte Teil einen jungen Indiana Jones präsentiert, der moralisch absolut integere ist. Dieses Kunststück gehört in ein Museum. Von weißen Menschen, für weiße Menschen. Genau. Für Geld, das ich kriege, weil ich es in dem Museum gebe. Ja, das zieht sich auch unter die anderen Filme auch durch. Also er ist im Grunde nur das, was wir die ganze Zeit denken. Oh, Grave Robber. Mhm, schön. Genau. Und das ist natürlich auch angelegt. Gerade im ersten Teil ist es noch ziemlich offensichtlich und es wird auch gar nicht so versucht, das irgendwie zu verschleiern oder ihm irgendwie ein moralisches Übergewicht zu geben, sondern er agiert eigentlich auf einer Ebene mit dem Bösewicht dieses Films, nämlich Bellog. Das sind beides Leute, die eigentlich Interesse an Artefakten haben, die ein Wissen haben darüber, was die Artefakte bedeuten und die auch interessiert sind an Mysterien. Okay, Bellog wird am Schluss zum Satanist. Ja, genau. Aber who cares? Naja, das Ding ist halt, dass die Frage natürlich darin herrscht, wer arbeitet für wen? Arbeitet Bellog für die Bösen? Aus Sicht von Indiana Jones, ja. Aus unserer Sicht, ja auch. Aber natürlich aus seiner eigenen Sicht nicht. Während Indiana Jones natürlich für uns das Gefühl vermittelt, dass er nicht versucht, mit dem Gewinnen dieses Artefakts etwas einen bösen Plan voranzuschreiten. Wenigstens das nicht. Was sehr offensichtlich ist, in jedem Indiana Jones Film ist es so, dass Indiana Jones selbst das Artefakt eigentlich nur haben will, um es ins Museum zu bringen. Dieses Kunstwerk gehört in ein Museum, ist ja so das, was ihm untergestellt wird. Wobei er in zweiten Filmen sehr viel fortune and glory sagt. Ja, stimmt. Aber letzten Endes geht es eigentlich darum, dass die Dinger, dass er verkauft, also ich hab das Gefühl, er ist ein Schmuggler, der das Zeug an Brody verkauft. Das ist immer so, ne? Wenn er irgendwas, wenn er einem vermeintlichen Superbösewichten ein Schatzentrissen hat, dann bringt er ihn zu Brody und kriegt dafür Geld. Brody ist, da müssen wir einfach sagen, das ist ein bewanderter Kulturhistoriker, der darf die Sachen da nehmen und in die Museen für die Weißen stellen. Wobei, wenn wir über den zweiten Film reden, das noch mal genauer machen müssen, weil fortune and glory kein unwesentlicher Satz ist für den Film. Also da gibt es vielleicht doch eine Entwicklung. Aber grundsätzlich, finde ich, gibt es die Unterstellung zwar, dass der sich entwickelt zu einem weiseren, älteren, moralisch integrieren Typen. Aber eigentlich stimmt das nicht. Eigentlich hast du recht, dass in jedem Film ist er irgendwie einfach ein Grabräuber, der die Sachen nach Amerika bringt. Aber eben nicht nur, ne? Also auch zum Beispiel Teil 2 ist ja ein Prequel zu Teil 1. Da ist er moralischer als in Teil 1, weil er gibt ja den Stein zurück an das Dorf und er wird ja sogar gefragt. Da reden wir später. Ja, reden wir später. Okay, wir sehen schon, Indiana Jones ist ein, sagen wir mal, ein ambivalenter Charakter. Und vielleicht auch ein inkonsistenter Charakter. Und wir werden vielleicht, wenn wir jetzt über den ersten Film reden, auch so ein bisschen herausfinden, ob er in diesem Film auch inkonsistent ist oder ob er da eine gewisse Konsistenz hat. Ist die Inkonsistenz vielleicht auch ein Grund dafür, warum wir ihn als believable Character sehen, weil wir Menschen einfach nicht 100% konsistent in unserem Moral sind? Ja, vielleicht. Vielleicht macht ihn das auch gerade so sympathisch, weil er eben im Vergleich zu den sehr glatten Helden, die man so kennt, so seine Schwächen hat. Ja. Seine moralischen Schwächen. Aber eben auch im Vergleich zu denen, was in den Anfang der 80er Jahre ja ganz stark war im amerikanischen Action-Chino, zu diesen Überwesen auch nicht so überstark ist. Er ist kein Muskelpaket wie Schwarzenegger. Er ist kein krasser Kung-Fu-Kämpfer wie Bruce Lee oder Chuck Norris. Und das waren alles Figuren der späten 70er und frühen 80er Jahre Action-Helden der damaligen Zeit. Weil er ist halt oft überfordert, er ist oft tollpatschig. Wir sehen ihn als Lehrer, was total krass ist, einem Helden, der Grabräuber ist, gleichzeitig dann kurz darauf als Lehrer zu sehen, der sich vor der Klasse sowas zurechtstammelt, natürlich von seinen Studenten angehimmelt wird. Ja. Und gut gekleidet ist. Und sehr gut gekleidet ist, ja. Eine der wichtigsten Verkaufsgründe für mich. Oh ja, die Kostüme in den Diana Johnsons immer. Er ist das Arna. Das ist auch einer der Verkaufsargumente für die Filme, finde ich. Wenn wir jetzt von dem Charakter in Diana Jones einmal wieder weggehen. Der Style. Ja. Wirklich einen klaren, durchgezogenen Style, den man einfach mögen muss, irgendwie, habe ich das Gefühl. Sowohl eben als Professor, wirklich sehr gut angezogen und einfach sexy. Ja, auf jeden Fall, voll. Und als in Diana Jones natürlich die volle Ikone gewordene Lederjacke und was erträgt. Wer wollte nicht Archäologe werden, weil er dachte, Archäologen sehen so aus. Absolut. Also das hat wirklich Generationen, glaube ich, dazu inspiriert, Archäologie zu studieren und abzubrechen, weil sie feststellen, dass es nicht so ist wie im Film. Wann darf ich endlich auf Abenteuerreise gehen? Ruhe, liest das Buch. Aber ich muss noch meine Latein-Scheine machen. Wie groß ist ein Archäologe im Schnitt? So groß. Aber das funktioniert nicht im Podcast, der Witz leider. Aber das ist ein Archäologenwitz, ich kenne einen Archäologenwitz, okay? Yay, du bist so nett. Okay, Judge Lucas hat mit Steven Spielberg rumhantiert, mit Kestern zusammen und dann haben sie den Film finanziert gekriegt. LucasFilms wurde gegründet. Ach, das ist deswegen, ja. Nicht gar nicht wegen diesem Film, aber ich glaube, er war der erste Film, der von LucasFilms produziert wurde. Okay. Und LucasFilms war ja, hat sich eigentlich auch so als Ideenschmiede herverstanden. Das heißt, die haben nie, auch wenn es ein unabhängiges Studio war, übrigens kurz davor hatte Judge Lucas schon mit Francis Ford Coppola ein Studio zusammen gegründet. Oh, okay. Und Anfang der 80er hatte dann noch LucasFilm Games gegründet, was dann zu LucasArts wurde. Also wie gesagt, das war ein Unternehmer auch. Auf jeden Fall genau. Die haben nicht das Geld dran geschafft, sondern die haben zusammen mit Studios gearbeitet. Die haben dann versucht, das halt zu verkaufen an verschiedene Studios und halt irgendwie Geld aufzutreiben dafür. Und Paramount hat sich dann darauf geeinigt, das zu machen. Und es war offensichtlich gar nicht so einfach, weil Judge Lucas anscheinend sehr absurde Forderungen gestellt hat, was die Zusammenarbeit betrifft. Der wollte, dass er Kontrolle über das Budget hat und dass das Studio keinen kreativen Input liefern darf. Und dass er komplett die Kontrolle über die Lizenz und über die Rechte an allen Fortsetzungen erhält. Und ein ganz schöner Paycheck, der war auch dabei für ihn und Spielberg. Also er hat natürlich schlechte Erfahrungen mitgebracht und gleich gedacht, okay, ich weiß jetzt, was ich alles fordern muss, damit ich safe bin. Und natürlich auch, naja, den eigenen Wert darf man nicht unterschätzen. Und er hatte ja, ich meine, er hatte halt auch so ein bisschen, durch Star Wars hatte er einfach auch einen Ruf, zu der Dam-Legend-Zeit er war. So ein bisschen der, der das Popcorn-Kino, Blockbuster-Kino wieder richtig groß gemacht hat. Und ja, ich kann verstehen, dass er gedacht hat, der kann sich ein bisschen mehr erlauben. Bei Spielberg war das Studio gar nicht so kritisch gegenüber Lucas, sondern vor allem über Spielberg, weil der den Ruf hatte, Budgets zu überziehen und Drehpläne zu überziehen und sich an nichts zu halten. Aber Paramount hat dann gesagt, ja, und zwar fünf, ne? Ja, ja, stimmt, fünf Filme. Wenn wir darüber reden, dass der vierte Teil und jetzt der fünfte Teil, das sind Cash-Cows und so weiter, nein, nein, die erfüllen einen Deal, den sie mit Paramount hatten. Das war von Anfang an angelegt, dass die fünf Filme damit drehen. Aber dass sie dafür so lange brauchen würden, ist vorher irgendwie nicht eingeplant eigentlich. Ja, was eben ganz spannend ist, wozu wir bestimmt noch mal kommen, wenn wir zu den Pausen zwischen den einzelnen Filmen kommen. Was ist da passiert? Warum hat das so lange gedauert? Paramount ist ja insofern ganz witzig, weil der Paramount-Berg spielt ja in den Intros von allen Filmen eine gewisse Rolle. Und beim ersten Teil haben sie auch wirklich gesucht, um so einen Berg zu finden für diesen Übergang. Das Paramount-Logo sollte übergehen in eine natürliche Felsformation, wie Paramount aussieht. Und dann war das wohl eine ziemliche Tortur für den Kameramann und für Lukas, bis sie den richtigen Hügel hatten, den sie im richtigen Winkel filmen konnten, damit das Paramount-Logo zu Natur wird. Aber es hat sich gelohnt, ich sag's dir, es hat sich gelohnt. Zumindest für den ersten Film, über die anderen, naja, gucken wir mal. Gucken wir mal. Ob Wüstentiere, Hügel eine gute Idee sind für so was. Und springen wir da auch gleich ganz kurz rein in das Intro schon? Oder möchtest du noch was zur Entstehung sagen? Ich glaube, zur Entstehung können wir immer wieder zurückspringen, wenn wir das Gefühl haben, da fehlt uns noch was. Aber eigentlich könnten wir theoretisch in den ersten Film hineingehen. Ins Intro, weil ich will über das Intro reden. Ich sag jetzt, hab ich das 1000-mal Intro gesagt, weil meiner Meinung nach wahrscheinlich das beste Intro der Blockbuster-Filmgeschichte. Wie weit siehst du das Intro jetzt? Na, das Intro geht bis zur Flucht mit dem Flugzeug. Ja, natürlich, das allerbeste Intro jemals, volle Kanne. Natürlich, du hast vollkommen recht. Wie unser Held hier etabliert wird, man sieht sein Gesicht ganz lange nicht. Er wird von der Seite gezeigt, er wird von hinten gezeigt, was für Shots genommen werden, wie Spannung aufgebaut wird, wie das Ganze kulminiert, dann in diesen Gang in die Höhle, dann in die Action wechselt, dann die Clumsiness unseres Helden zeigt und dann zu einem großen Finale und das erste Mal ertönt das berühmte Film von John Williams. Es ist unglaublich gut. Da kommt George Lucas seine Liebe zu den alten Action-packed-Martinet-Serials, wie sie genannt werden, zu Gute, die wohl sehr viel solcher heroischen Darstellungen von Abenteurern drin hatten. Und das sind halt so die 30er-, 40er-Jahre-Filme, Schwarz-Weiß und Zorro, genau, solche Sachen, genau. Und die haben halt alle schon auf die Kacke gehauen, auch was das betrifft, zumindest was ihre Mittel betraf. Und es ist schon, da steckt viel Verständnis für Filme drin, zu verstehen, wie diese Filme der 30er-, 40er-Jahre so einen Helden aufgebaut haben und das dann innerhalb von kürzester Zeit, ich weiß nicht, wie lang das Intro ist, das sind 5 Minuten oder so was, diesen Typen so aufzubauen, dass man sofort weiß, okay, der ist der letzte Shit. Vor dem haben alle Angst, bei dem wissen alle, der kriegt das irgendwie hin, aber er hat einen ebenbürtigen Fein. Genau, er wird so übermenschlich präsentiert, aber er hat auch schon dann in diesem Intro, spätestens wenn er in der Höhle war und Sachen schiefgehen, haben wir ja auch diese Slapstick-Momente. Bei Indiana Jones ist Action auch immer ganz viel mit Slapstick gekreuzt und wir haben diese Momente, wo er hinfällt, seinen Hut verliert, nochmal um sich greift, er schrocken guckt, wenn er die Ureinwohner sieht, dazu kommen wir gleich, wie andere Ethnien dargestellt werden in Indiana Jones. Douglas Lowcomb, um den Namen einmal zu sagen, hat seit den 40ern Kameraarbeit gemacht für diverse Filme. Und Steven Spielberg spielt natürlich auch eine Rolle, der hat ja gesagt, er will, dass dieser Film eine Liebeserklärung an das Filmemachen grundsätzlich ist. Aber die beiden, Lucas und Spielberg, haben sich schon sehr bewusst einen Kameramann der alten Schule ausgesucht. 75 Jahre alt war er, als er diesen Film gedreht hat. Meine Güte, krasse Scheiße. Er sollte die anderen beiden in die Filme der 80er Jahre auch noch mitdrehen als Kameramann. Und der wusste einfach, was geile Bilder sind und wie man mit Bildern erzählt, wie man mit Bildern Charaktere erschafft und gestaltet. Und wie man Licht setzt, offensichtlich. Es ist der Hammer. Ich glaube, er hat aus den Noir-Filmen alles Mögliche rausgenommen, was ihm gefallen hat, dieser Palp und dieses Ganze. Die sind sehr palpig, habe ich das Gefühl. Und Noir, du hast es richtig angesprochen, gerade die Etablierung des Helden, wie er so im Schatten steht, ist es Filmnoir. Wir haben über Filmnoir geredet, vor kurzem erst. Ein Spur des Falcon ist, glaube ich, die letzte Episode gewesen. Oh, kann sein. Vielleicht die vorvorletzte, aber so irgendwie ist noch nicht lange her. Und er benutzt es total. Dieses Stilmittel aus dem Schwarz-Weiß-Film, wie man mit wenig Licht, sehr pointiert Licht und Schatten setzt und entsprechend verbirgt und zeigt. Und auch ein bisschen unrealistische Lichtszenarien herstellt. Die aber irgendwie einfach ikonisch sind und damit verzeihbar. Ich kann es nur noch mal wiederholen, was für ein krasses Intro. Die Kugel übrigens, 140 Kilo. Ach so, die Kugel, die hinterfolgt. Die sollte viel größer sein, aber haben sie nicht gemacht. Ich finde, das ist so schon mächtig genug, mit 7 Metern und aus Fieberglas. Und Harrison Ford in allen drei Filmen, in allen vier Filmen bekannt dafür, dass er viele Stunts selbst macht, hat auch hier die Stunts selbst gemacht, weil sie wollten nicht von vorne, wie er von der Kugel verfolgt wird. Das heißt, dieser Mann musste sehr oft vor dieser Kugel wegrennen. Ja, sehr, sehr oft. Also er hat zehnmal gemacht und jeweils aus unterschiedlichen Winkeln. Es ist der Hammer. Er hat so viel gemacht, dass der Stuntmann ihn mal zur Seite genommen hat und gesagt hat, bitte, kann ich auch mal einen Stunt machen? Jetzt sagen wir den Stuntman, weil ich den Namen auch gerade nicht da stehe. Vick irgendwas. Das ist der große Stuntman überhaupt zu der Zeit. Und Harrison Ford hat die nicht arbeiten lassen, weil er alles selbst machen wollte. Und das haben wir auch in den späteren Filmen, dass Harrison Ford sehr viele Stunts selbst macht. Und natürlich kommt es in Filmen zugute, wenn man auch solche Szenen ein bisschen näher zeigen kann. Ja. Und gerade in den 80ern gibt es ja auch den Effekt, dass man manchmal jetzt gerade so vielleicht auch im HD-Zeitalter HD-Digital-Remastered-Filme sieht und dann feststellt, wenn man eine totale hat und irgendein Stunt gezeigt wird. Oh Moment, wer ist denn dieser 20-jährige Kerl, der gerade unsere unsere 30-jährige Frau plötzlich als Stuntman verkörpert, was ist da passiert? Jetzt ist es wirklich krass, weil der Unterschied zwischen dem, was wir jetzt als Remastered HD oder Blu-ray oder was auch immer sehen, das ist wirklich ein Unterschied zu dem, was damals im Kino gelaufen ist. Ja, total. Es ist echt krass, was man für Details da sieht. Wahnsinn. Und gerade bei Filmen mit vielen Stunts oder mit vielen Special Effects. Janna Jones setzt ja Gott sei Dank in allen drei alten Filmen sehr viel auf Practical Effects und sogar im vierten auch. Ja, da müssen wir auch unbedingt drüber reden, was die großen Unterschiede auch sind zu den Practical Effects und dann zu CGI und so weiter. Aber das werden wir vor allem, glaube ich, im vierten Teil denke ich auch. besprechen müssen. Darf ich einmal zusammenfassen, was überhaupt im ersten Film passiert? Ja, bitte. Raiders of the Lost Ark, 1981 rausgekommen, spielt 1936. Janna Jones wird angestellt, die Bundeslade nennt man sie im Deutschen? Ja. Einmal zu recovern. Und die Nazis sind auch hinter der Bundeslade her. So, seine Rivale, René Bollock, hilft den Nazis. Und er wiederum hat so ein paar Vorteile, weil er von Marion Ravenwood dieses Teil hat, auf dem die Anweisungen stehen, wie man da hinkommt. Der starb von Ré. Genau. So, und das heißt, er hat eine Chance, das zu erreichen, einen Vorteil gegenüber den Nazis. Leider sind die Nazis nebenan und bemerken, was passiert und stehlen ihm die Bundeslade, die er einmal recovert. Und dann versucht er halt, diese Bundeslade wieder zurückzubekommen. Das ist im Grunde das wesentliche Ereignis dieses Films, das war's. Und dann am Ende haben die Nazis halt diese Bundeslade, die öffnen die und sterben, weil die Bundeslade was dagegen hat. So. Und Indiana Jones und Marion überleben auf wundersame Art und Weise, weil sie die Augen schließen. Wow, okay. Was für ein Trick. Genau. Das ist zusammengefasst im Grunde die Geschichte vom ersten Teil. Und das große Verkaufsargument ist wahrscheinlich nicht unbedingt die besonders komplizierte, intellektuell erfordernde Geschichte, sondern einfach die Action. Das Spektakel. Das Spektakel von vorne bis hinten, eins jagt das andere, eins nach dem anderen passiert und man hat nie Pause zwischendurch. Der Film hat so viele Momente, die ikonisch geworden sind. Ja. Dieses, wir fliegen von einem Schauplatz zum anderen und wir sehen diese Karte eingeblendet und die Linie. Das hat jeder fucking Abenteuerfilm danach gemacht, oder? Also Indiana Jones hat es auf jeden Fall konsequent durchgezogen, weil es ist einfach die Mitte der Serie. Aber es haben auch andere Filme auf diverse Art und Weise kopiert. Ja, absolut. Ganz wichtig ist, glaube ich, nicht nur das Spektakel, sondern, und das ist das, was Indiana Jones besonders macht im Vergleich zu anderen Blockbuster-Filmen der Zeit, die Ironisierung des Spektakels. Indiana Jones ist insofern auch Geburt des Popcorn-Kinos, weil er unglaublich viel mit Referenz und Ironie arbeitet. Deswegen würde ich auch sagen, natürlich sind die ganzen Marvel-Filme, die wir heute sehen, sind alle von Indiana Jones inspiriert. Die Charaktere dargestellt werden, gerade diese ambivalenten Charaktere, dass die so in den Vordergrund gerückt werden. Wir können als Kontrast immer mal wieder Star Wars in den Raum werfen. Bei Star Wars ist das anders. Star Wars ist natürlich ein Meilenstein der Popcorn-Filmgeschichte. Aber Star Wars hat bei weitem nicht so viele Filme beeinflusst wie Indiana Jones, was die Darstellung von Charakteren betrifft, was das Darstellen von moralischer Ambivalenz darstellt und eben auch, was das Spiel mit Referenzen betrifft. So jemand wie Quentin Tarantino, der hat sein Filmhandwerk auch von Indiana Jones gelernt, die Art, wie Indiana Jones Tropes nutzt und Klischees benutzt und damit spielt und die durcheinanderwürfelt und die ironisch einsetzt, das finden wir auch später bei Tarantino in anderer Weise. Aber wir finden es wieder. Und deswegen würde ich sagen, Indiana Jones ist ein, gerade für das amerikanische Kino, gerade für das Jogbuster-Kino ein unglaublich einflussreicher Film, wenn nicht sogar der einflussreichste Film aus der Zeit. Ja, das ist krass. Tarantino wäre mir jetzt nicht als erstes eingefallen, aber ich verstehe deinen Punkt. Aber es ist unglaublich viel von dem, was man wiedererkennt in anderen Filmen. Eben das Pacing, das Retrieval von Schätzen aus gut gesicherten Höhlen und so. Wobei ich einmal kurz fragen möchte, weil das Ding alle Filme betrifft. Welche Kultur ist so paranoid drauf, hat solche Feinde, dass sie so viel Aufwand betreiben müssen, solche elaborierten Fallen zu bauen? Was ist da los? Und warum ist diese Kultur untergegangen, wenn sie so ein Stadt bauen kann? Was ist da los? Wir haben Lichtschranken erfunden. Wie? Was habt ihr da? Welche Elektronik hattet ihr zur Verfügung? Wie soll das funktionieren? Es ist natürlich sehr viel auf Physik abgestellt, was total funktionieren würde natürlich, wenn Indiana Jones irgendwo drauftritt und mit seinem Gewicht etwas los tritt. Was dann passiert, vollkommen okay. Aber was ich mich abseits dessen, dass manche Sachen einfach überhaupt nicht erklärbar sind, Frage ist, warum verdammt noch mal eine Kultur so viel Aufwand betreiben muss? Was hatten die für Feinde und was hatten die geglaubt, was das wert ist, was sie da haben? Diese goldene kleine Statue da. Pass auf, meine Theorie. Meine Theorie. Ja, jetzt bin ich gespannt. Diese Kulturen, die wollten gar nicht, die hatten gar keine Angst vor Feinden. Die wollten einfach nur, dass die Leute, die auf die Schatzhore gehen, auch ein bisschen Spaß haben. Weil, sind wir mal ehrlich, wenn wir Indiana Jones sehen, kommen wir ins Träumen. Wer würde nicht gerne mal über so ein Hindernisparcours laufen, verfolgt von einem riesigen Steinball über eine Schlucht springen, mit einer Peitsche sich irgendwo festhalten, dann kommen noch Pfeile aus der Wand fliegen. Es ist geil. Sie haben also Disneyland gehabt damals. Sie hatten Disneyland. Verstehe. Und dann haben sie Geld dafür bekommen, dass sie diese Dinger gebaut haben. Und der Preis war dann halt, dass man das Ding gekriegt hat. Ich weiß nicht. Na gut. Disneyland. Ich greife kurz vorweg. Die Lorenfahrt aus Teil 2. Der Sound, original in Disneyland aufgenommen. Und auch diese Kugel, das war der Sound von einem Auto, ne? Ja, ja, ja. Also, ja. Die Sounddesigner haben einen krassen Job gemacht, muss man sagen. Durch alle Filme natürlich. Einen krassen Job. Und haben unglaublich viel drüber geredet. Und haben auch hier und da übertrieben, muss man sagen, natürlich. Aber dieses ganze Comic-hafte von den Schlägereien und so ist einfach so ikonisch für Indiana Jones auch geworden. Ja. Und wir könnten eine eigene Folge zum Sounddesign von Indiana Jones machen, auch weil die so gesprächig darüber waren. Was mir aufgefallen ist jetzt im ersten Teil. Und in anderen Teilen ist es auch. Aber ich habe da nochmal nachgeguckt und es kommt gar nicht so oft vor. Ich hatte das Gefühl, der Film steht nur aus Wilhelms Screams. Ja, aber wirklich. Und es sind aber gar nicht so viele, ne? Es sind in jedem Film ein oder zwei. Genau, es sind nicht viele. Aber der Wilhelms Scream ist der berühmte Schrei, den man kennt, der irgendwann mal benutzt wurde. Den hatte jemand, der Wilhelm heißt, als er gefressen wurde von einem Krokodil. Eigentlich müssten wir jetzt ein Lexikon aufmachen, aber wir lassen es mal so stehen. Googled Wilhelms Scream ist ganz witzig, witzige Geschichte. Ist ein Insider-Joke und wird in allen Hollywood-Filmen und darüber hinaus mittlerweile benutzt, wenn irgendjemand irgendwo runterfällt. Waaaaaah! Ich hatte das Gefühl, dieser Film ist voll mit Wilhelms Screams. Ja, aber das ist nur im Kopf dann irgendwann so, ne? Dass man denkt, okay, dieser Film schlachtet das voll aus. Aber das liegt auch daran, muss man sagen, weil natürlich wahnsinnig viele Leute irgendwo runterfallen und irgendwelche Schreie loslassen. Und zusätzlich ist er voll mit Nazis, die Sachen rufen wie Halt, was machen Sie? Da! Stehen bleiben! Wunderschönes Deutsch, oder? Die kämpfen wie Mädchen. Das ist drei, drei, drei. Nicht voll ergreifen. Hier wird viel mehr Deutsch, obwohl im dritten wird auch viel Deutsch geredet. Aber hier ist es noch so auffällig, wenn... Stimmt. Im dritten ist es besser. Im dritten ist es nicht so komisch. Also hier wirkt es manchmal wirklich komisch, wenn den Dianna Johnson Flugzeug klaut und dann kommen so ein paar Deutsche und rufen irgendwelche deutschen Sets und man hat das Gefühl, naja, die haben halt so ein paar deutsche Wörter da reingeworfen. Und manchen nimmt man es ab und manchen nimmt man es gar nicht ab. Das ist so eine seltsame Mischung. Aber das ist denen natürlich vollkommen wurscht. Die haben ja... Also ich meine, wer am Set hätte auch beurteilen können, ob das jetzt stimmt oder nicht. Es wird auch konsequent nicht untertitelt, ne? Also er kämpft gegen Nazis. Sprich, wir haben hier sehr viele deutsche Antagonisten. Die werden natürlich nicht alle von deutschen Schauspielern gespielt. Ich habe sogar das Gefühl, eher die Minderheit in diesem Film. Ja, ich glaube auch. Wenn man sich die Akzente anhört. Und das heißt, es werden ständig Indiana Jones irgendwelche Sachen auf Deutsch zugerufen. Wenn er flieht, wenn er sich versteckt, wenn er entdeckt wird und so weiter. Und wir hören aber halt, es gibt keinen Dialog mit den Deutschen, sondern wir hören halt immer nur diese Fetzen, die diese Nazis, die auch dann in der nächsten Szene umgehauen werden oder erschossen werden, ihm zurufen. Ich verstehe auch voll, warum er das macht, ne? Natürlich, man will dieses ganze Ding verkaufen. Man will die Nazi-Umgebung verkaufen. Natürlich muss man dann Zeug reinschmeißen, das irgendwie als Hintergrundrausch und so ein deutsches Gefühl macht. Ja, klar. Auf jeden Fall. Und Deutsch ist halt auch so eine schöne harte Sprache. Und wahrscheinlich haben sie da auch bei den Sätzen so ein bisschen drauf geguckt, dass viele zz und sch. Ja, genau. Und I feel so offended. Also echt, wie Indiana Jones die Deutschen darstellt. Das ist so rassistisch, oder? Oh Gott. Da wird viel zu wenig drüber geredet, wie Indiana Jones uns Deutsche darstellt. Diese Klischees. Alle anderen Klischees sind vollkommen in Ordnung, aber über die Deutschen. Es fängt ja tatsächlich schon im ersten Teil an. Ich meine, nach dem Intro haben wir unsere Urenwohner, die von Balog, von dem Bösewicht quasi verführt wurden. Der hat ihnen irgendwelchen Mist erzählt und deswegen sind sie auf seiner Seite und die jagen Indiana Jones dann und sind perfekt gekleidet, so wie man sich das vorstellt. Wie man sich das vorstellt, ja. Als europäischer Ignorant, wie so Eingeborene im Dschungel leben, wie sie mit ihren Pfeilen bewaffnet sind und in ihren Sperren. Es ist in jedem Film massiver Exotismus, muss ich sagen. Total krass. Es zieht sich durch alle Filme durch. Und nicht nur Exotismus, sondern es gleitet auch ganz oft in knallharten Rastismus. Ja, absolut. Also die Darstellung, ich meine, der zweite Teil, da werden wir wahrscheinlich noch mehr drüber sprechen. Ja. Wir können auch kurz beim ersten bleiben. Das ist eigentlich egal, weil es ist in jedem Film so. In jedem Film werden irgendwelche Völker dargestellt und zwar auf rassistische Weise. Ja. Und es gibt auch sowas wie Black Facing dabei. Wir haben zum Beispiel, in diesem Teil haben wir ja halt John Rhys Davis als Salah. Ein britischer Schauspieler, der unseren arabischen, ja einen Araber spielt oder auf jeden Fall den tunesischen Sidekick spielt. Ja. Er macht das übrigens großartig. Er macht das großartig. Aber es ist so rassistisch. Ja, ja. Und er macht das so großartig. Er ist so toll. Aber es ist so rassistisch. Damit müssen wir wohl leben, dass das gleichzeitig existiert. Rassistisch und großartig. Und dann haben wir halt hier auch immer irgendwie diese Ur-Einwohner, die so ein bisschen austauschbar sind. Wir haben auch, wenn sie dann später, wenn sie in Cairo sind, dann haben wir halt auch die Antagonisten und auch die Protagonisten, die zu einer anderen Kultur gehören, wo man immer das Gefühl hat, die werden so als gesichtslose Masse dargestellt im Vergleich zu den anderen. Ja, ja. Das ist aber auch wirklich common practice gewesen, muss man sagen, damals. Es hat sich keiner Gedanken darum gemacht. Es ging wirklich, Produzenten haben sich gedacht, wir brauchen unsere Namen und unsere Leute, die wir kennen, mit denen wir wissen, dass wir mit denen arbeiten können. Und wir haben keine Lust oder wollen das Geld nicht da reinstecken, uns dort umzusehen nach den entsprechenden Schauspielern. Da hat auch keiner, das hat keiner in Frage gestellt. Also ich bin so froh, dass sich das entwickelt hat, dass dann irgendwann mal Leute eine Stimme bekommen haben, denen man zugehört hat, die gesagt haben, was macht ihr da, irgendwie wäre es anders doch mal ein bisschen besser. Aber es hat echt lange gedauert. Ich meine, das sind jetzt die Ende der 70er und wir sind 2023. Ja. Und das ist noch nicht so lange so, dass wir, dass wir, also der Inclusion-Jourding von Amazon ist ja auch erst vor zwei Jahren rausgekommen. Ja. Nein, das ist krass. Es fällt halt besonders oft nochmal beim Kino der 80er Jahre und beim Kino der 70er Jahre. Und wir hatten das ja schon öfter in diesem Podcast. Ich hoffe, ihr habt nicht das Gefühl, dass das so eine Platte ist, die sich jetzt immer wieder abspult. Aber wenn wir diese Filme betrachten, müssen wir es halt immer sagen. Ja. Es kommt halt immer wieder vor. Man wird immer wieder mit der Nase drauf gestoßen, dass das eine Zeit war, wo das richtig extrem war, wie mit so was umgegangen wurde. Und ich finde es spannend bei Indiana Jones, weil wir ja nun vier Filme von uns haben, dass das sich doch sehr unterschiedlich niederschlägt in das Vergnügen, die Filme zu gucken. Ja. Das werden wir im zweiten Teil rausfinden. Werden wir rausfinden. Ich bin gespannt. Oh, ich bin gespannt, was du für eine Meinung dazu hast. Es gibt ein paar schöne Sachen, die eigentlich rein sollten, die aber dann nicht passiert sind und verschoben wurden auf den nächsten Teil zum Beispiel. Ja. Es gibt auch diese Mining-Scene, also diese, wie heißt das Ding? Lohre. Diese Lohre, genau, in die man sich reinsetzt und die dann einfach wirklich wie ein Disney-Ride einfach da langfährt. Das hat er sich eigentlich für diesen Film vorgestellt, ist rausgeflogen und dann ist es im zweiten Film gelandet. Und auch dieser große Gong, der im zweiten Teil kommt, der sollte auch schon im ersten Teil vorkommen und da sollte er sich auch schon gegen Gunfire wehren damit. Das ist halt rausgeflogen und dann hat er sich das halt aufgehoben fürs nächste Mal. Und so sind ein paar Sachen dabei. Ich glaube George Lucas und Steven Spielberg, wenn die zusammen waren, dann haben die so viele Ideen rumgeworfen und so viele Ideen gepitcht. Und dann gab es wahrscheinlich stapelweise Notizen. Ich stelle mir vor, dass das ganz schön schwer war für die, die verantwortlich waren, das Drehbuch zu schreiben. Das waren ja wirklich unterschiedliche Leute bei verschiedenen Filmen. Dass die dann diese Ideen hatten und dann haben Spielberg und Lucas noch mal rumgekrittelt und gesagt, aber das muss auf jeden Fall rein. Und ich glaube, das war ein Höllenjob, aus diesen Notizen, aus diesen Ideen irgendwie einen Skript zusammenzubauen. Das funktioniert. Und entsprechend lange dauert das auch immer. Ja, genau. Das ist schon krass. Und teilweise wechseln die Leute auch, ne? Ja, ja. Also ich meine, wenn ich daran denke, dass die sich für den ersten Film 77 zusammengesetzt haben und 79 im Dezember war dann tatsächlich eine drehfertige Fassung da, die dann auch immer wieder nochmal Änderungen erfahren hat. Aber das dauert extrem lange. 1973 hat er sich mit der ersten Idee schon hingesetzt und das Ganze aufgeschrieben. Und dann das Ganze durch ganz viele Sachen, durch ganz viele Mühlen gemahlen und Leute einfach damit beschäftigt. 1980. 1980 haben sie dann angefangen zu drehen. Das ist krass. Ja. Das ist einfach viel Zeit, das da ins Land geht und auch viel Geld für irgendwelche Autoren, die am Ende keinen Credit mehr bekommen, weil sie mit dem Endprodukt gar nichts mehr zu tun haben. Aber die ganze Vorarbeit geleistet haben. Was wir in dem Film auch haben, und ich würde mal so den Punkt stark machen, dass das das schwächste Moment aller Indiana Jones Filme ist grundsätzlich. Eine Love Interest und eine Love Story. Und die Indiana Jones Girls unterscheiden sich doch deutlich von den Bond Girls. Sie werden im ersten Film noch, ja? Marion Ravenwood. Marion Ravenwood. Dein Take auf Marion Ravenwood. Jetzt bin ich gespannt. Na, ich finde, sie geben sich wirklich Mühe, einen coolen Charakter einzuführen. Und sie ist echt cool in dieser großartigen Szene beim Kampftrinken mit diesen Typen in der Bar. Ja, sie haben einen Mann geschrieben. Hahaha, wie toll. Okay, super. Das finde ich das schwächste Glied an der ganzen Sache. Das findest du das schwächste Glied. Sie machen sie dann nach, machen sie sie dann doch zu einer kompletten Damsel in distress. Ja, das sowieso auch. Und eigentlich hat sie grundsätzlich eine coole Anlage. Ja. Und dann wird es halt kaputt gemacht, dass sie Damsel in distress ist. Und dass man irgendwann drüber nachdenkt, dass sie offensichtlich minderjährig war als Indiana Jones. Und so wie sie das erzählt, also wie sie über ihre vermeintliche Affäre redet, ist Indiana Jones einfach mal ein wahrgewaltiger. Jep. In früheren Versionen davon wäre sie elf gewesen. Wenn wir jetzt nachrechnen, wäre sie 17 gewesen. Ja. Was in keinem Falle gut ist, weil selbst wenn sie 17 ist, ist er immer noch Ende 20 gewesen zu dem Zeitpunkt. Und das ist nicht geil. Ich hatte das nicht mehr so in Erinnerung. Und dann habe ich diesen Film nochmal geguckt und dann sagt, schreit sie ihm zu, was du mir angetan hast. I was a child. Und ich, what? Ja. Und google ganz schnell mal. Was? Wie? Und dann steigt man wirklich in ein Rap-A-Tole. Oh, okay. Und in dem Indiana Jones einfach mal ein Sexualstraftäter ist. Genau. Und ihr schlimme Dinge angetan hat, als sie minderjährig war. Und wie er das spielt, ist auch wie typisch Sexualstraftäter ganz lange in den Nile. Nein, du wolltest doch auch und es war doch alles in Ordnung. Das ist echt hart. Zum Glück dauert das nicht allzu lang und der Film holt einen wieder aus dem Loch wieder ein bisschen raus. Aber es ist schon, wenn man da nicht, wenn man da lange drüber nachdenkt, hat man echt ein Problem. Dann kann man verloren gehen. Aber auch sonst, also sie haben eine gewisse Chemie zusammen. Sie haben eine sehr gute Chemie zusammen. Ich finde, die haben eine ganz tolle Chemie. Sie haben wenig Spielzeit zusammen. Also es gibt nicht viel im Moment, wo man diese Chemie wirklich spüren kann. Das heißt ja nicht, dass sie nicht da ist, die Chemie. Ja, aber näher ist es zu kurz. Ich würde sagen, die ist okay. Aber ich finde nicht, dass die Zeit zusammen ausreicht, um zu sagen, das ist eine tolle Chemie. Dafür ist das einfach zu wenig. Millionen von Fans würden die widersprechen. Ich weiß, dass mir Millionen von Fans widersprechen. Weil sie ja nicht umsonst auch Fan-Favorite für ganz lange. Also pass auf, sie ist nicht das schlechteste Love Interest. Ja, das sowieso nicht. Also das muss man mal auf jeden Fall sagen. Aber es ist ein verheizter Charakter, finde ich. Absolut. Und es ist auch eine verheizte Love Interest-Story. Absolut. Und sie ist auch völlig unzufrieden gewesen. Sie hat ja währenddessen versucht, irgendwie Rewrites für die Dialogs zu haben. Vollkommen zu Recht. Natürlich vollkommen zu Recht. Warum stecken sie in dieses blöde Kleid? Was soll die Scheiße? Das ist diese ganze Szene. Also ich meine, es hat schon fast so was bizarres. Dieses Duell von ihr und Belloc, wo sie dann auch noch versucht, unter den Tisch zu drinken, reinzulegen und so weiter. Aber das ist so ein absurder Moment. Man muss dazu sagen, dass im ursprünglichen Skript, dass dann irgendwann rausgeflogen ist, dass sie dann tatsächlich eine Chemie mit Belloc hat. Das finde ich spannend. Und das tatsächlich was gewesen wäre zwischen den beiden. Es ist halt blöd, dass es rausgeflogen ist. Und das sind die Momente, wo der Charakter cool ist. Nicht wenn sie mit Indiana Jones zusammen ist, sondern wenn sie bei Belloc ist und zu ihm sagt, was noch davon erhalten ist. Irgendwie so, ich interessiere mich nicht für Indie. Mir ist es vollkommen egal, lass uns ein Deal machen. Wo sie nicht die ist, die einfach nur Indiana Jones hinterherläuft, sondern ihre eigenen Interessen hat. Ganz genau. Und das sind die geilen Momente. Aber die sind sehr wenig und sehr kurz. Und ansonsten ist sie halt Demsel. Sie hängt halt irgendwo rum. Und Indiana Jones muss sie auffangen, wenn sie runterfällt. Und sie wird mit ihnen zusammen an einen Pfahl gebunden. Sie ist darauf angewiesen, dass er ihr sagt, dass sie die Augen schließen soll. Wir können im Indiana Jones Universum gerne darüber reden, dass sie vielleicht sogar die Best Love Interest ist. Aber es erinnert nichts dran, dass sie nicht gut ist. Ich finde natürlich ganz viele schlechte Sachen darin, wie du sie aufzählst. Und wir finden noch 10 weitere. Also ganz viele Szenen, in denen wir wirklich große Probleme damit haben. Aber was ich wichtig finde mit einzukalkulieren, ist die Schauspielerin, die einfach einen höllen guten Job macht. Alter, auf jeden Fall. Ich bin voll bei dir. Karen Allen ist fantastisch. Absolut. Und auch einer der Gründe, warum sie Fanfavorit geworden ist. Ich spoilere mal ein bisschen für die nächste Episode von unserem Podcast. Oh, okay. Ich bin nicht der größte Fan des vierten Teils. Oha, Überraschung. Aber die Love Story von ihr mit Indiana Jones ist im vierten Teil deutlich besser als hier. Das kann gut sein. Das weiß ich gar nicht so genau. Oh, ich habe darüber nicht nachgedacht. Oh, das wird spannend. Und ich glaube, ganz viel auch. Und natürlich ist sie cool. Sie ist nicht cool wegen der Love Story mit Indiana Jones, sondern sie ist dann cool, wenn sie nicht mit Indiana Jones zu sehen ist in diesem Teil. Sie ist cool, wenn sie den Typen unter den Tisch dringt. Sie ist cool, wenn sie mit Belloc rumhantiert. Sie ist nicht cool, wenn sie an der Decke hängt und unten Indiana Jones steht und sagt, halt dich fest, ich fang dich auf. Ich bin der Held. Dann ist sie nicht cool. Sie ist cool, wenn sie sagt, ich habe meine eigenen Interessen. Und diese Momente kriegt sie im vierten Teil deutlich mehr. Aber ist das ein Nachteil, dass die Sachen passieren, wenn er nicht da ist? Nö, nee, nee. Weil ich finde es ja gerade dann spannend. Weil sobald er da ist, bedeutet das ja, dass nach der Physik dieses Films eher sie retten muss. Und dann hat sie halt keine Chance, sich selbst zu retten. Und wenn sie aber eine Chance bekommt, in den Situationen selber zu agieren und zu versuchen, sich selbst zu retten, dann ist sie geil. Ja, das klang jetzt auch sehr crumpy, was ich gesagt habe. Natürlich ist sie irgendwie ein cooler Charakter. Ich finde einfach die Love Story nicht geil. Ich weiß auch nicht. Also die Love Story wird natürlich sehr getrübt von der Vergewaltigung, die angedeutet wird. Sehr getrübt von, ja, ja. Rede weiter. Wir haben da ein kleines Problem. Ja, na ja. Und dann, wie entwickelt sich das dann? Wie ist denn das am Ende? Es gibt nicht mehr viele. Sie ist die ganze Zeit von Nazis gefangen genommen. Das ist ja das Ding. Wir haben eigentlich die Szene in der Bar mit ihnen zusammen. Das war's. Moment. Haben die nicht noch eine Szene später? Natürlich sind sie noch mal zusammen, wenn sie dann auf das Schiff gehen. Aber da ist ja nicht viel. Da gibt es ja so viele, so eine süße Szene zwischen den beiden um den U-Boot. Ist das der erste Film? Ja, ne? Ja, das ist der erste Film. Es gibt keine Sex-Szenen. Aber das ist halt auch so wieder, ne? Ja, das stimmt. Zärtliche Frauenhände untersuchen den verletzten Körper des unseres stahlharten Heroin. Ja, das stimmt. Ich hab diese Strobes so satt, wo wir eine nackte Männerbrust haben, übersät von Namen. Und eine Frau vorsichtig entweder die Wunden heilt, oder über die Namen geht und sagt, oh, du musst aber viel gekämpft und erlebt haben. Ja, und er dann, aah, macht. Er darf einmal seine sensible Seite zeigen, aber vor allem geht es darum zu zeigen, dass er der ist, der durchs Feuer gegangen ist für sie. Und ich bin dieses Strobes so satt. Aber sie verführt ihn dann. Das ist süß. Das gebe ich dir, ja. Das finde ich schon süß. Da haben sie Chemie, und ich finde, dass er da sehr, sehr süß spielt, wenn er versteht, worauf sie hinaus will. Und er dann ganz vorsichtig, weil sie fragt, wo bist du denn nicht verletzt? Und er dann sagt hier, und zeigt auf den Ellenbogen, dann zeigt er auf seinen Stirn hier, und sie küsst halt jede. Und dann stellt er fest, okay, vielleicht geht das jetzt irgendwo hin, vielleicht gehe ich vorsichtig drauf ein. Harrison Ford hat echt eine geile Art, Überraschungen zu spielen. Ich glaube auch, die Dianatrons-Filme haben ganz viel Qualität dadurch, dass Harrison Ford einfach super witzig aussieht, wenn er von irgendwas überrascht ist. Und das passiert oft, egal ob das Eigengeborene sind, die ihnen mit Pfeilen jagen, oder eine Kugel ist, die ihnen überrollen könnte, eine Frau, die ihn küsst, das haben wir auch mehrmals, als dass Frauen ihn küssen und er überrascht ist. Auf jeden Fall sieht er immer cool aus dabei. Manchmal hat man das Gefühl, er bricht gerade die vierte Wand. Ich glaube, er macht das auch ein, zwei Mal wirklich. Also es fühlt sich zumindest ein bisschen so an. Aber es ist einfach nur, er ist einfach frontal zu sehen. Harrison Ford überrascht großartig, einer der wichtigsten Momente von den Dianatrons. Vielleicht müsste man nochmal einen Zusammenschnitt machen. Kleiner Fun-Fact am Rande, alle waren krank. Echt, es ist unglaublich, wie alle Reihenweise umgefallen sind. Auch Harrison Ford, was zu einer der witzigsten Szenen überhaupt geführt hat. Dann kommen wir gleich zu. Aber Tunesien war wohl kein Scherz für die Leute, dort zu arbeiten. Und bei den hohen Temperaturen und so, die hatten alle irgendein Scheißproblem. Und auch, weil der Magen auch mit dem Essen dort nicht viel anfangen konnte. Und dann waren die alle echt... Und Spielberg hat es irgendwie geschafft, dem zu entgehen. Tunesien hat sein eigenes Wasser und sein eigenes Essen mitgebracht. Der hat Spaghetti dabei gehabt und Dosenfutter und hat nur aus Flaschen getrunken, das Wasser. Und was haben wir denn dann für eine Szene? Harrison Ford hat keinen Bock auf eine gewisse Szene und sagt zu Spielberg, können wir das nicht anders machen? Und es ist eine der witzigsten Szenen. Weil wirklich, wir haben ganz viele Kämpfszenen gerade hinter uns. Und dann kommt wieder irgendein großer Kämpfer, der sich die Menge zur Seite schiebt und ein großer Kreis entsteht. Und er fuchtelt mit seinem Schwert rum und die ikonische Szene... Er sieht wirklich so bedrohlich aus. Und man denkt, das wird der absolute Kampf gegen das Monster. Das, was man bei Videospielen immer ausgeschlachtet hat. Die beiden stehen voneinander. Und dann zieht Harrison Ford einfach nur die Knarre und schießt ihn nieder. Er ist ein Mörder. Er ist ein kaltblütiger Mörder. Als Grabräuber ist man halt ein kaltblütiger Mörder. Aber Indiana Jones und es ist nicht das einzige Mal, dass er ein Killer ist. Indiana Jones tötet kaltblütig Menschen. Und es ist hilarious. Und eigentlich wäre geplant gewesen, dass in dieser Szene noch eine große Kampfszene kommt. Solche Sachen. Es wäre aber auch viel mehr passiert. Und Harrison Ford war aber krank. Wie alle anderen am Set auch. Und er hat dann gesagt, können wir vielleicht das Ganze ein bisschen abkürzen? Ich schieß einfach und gut ist. Und dann haben sie gedacht, okay, ist irgendwie lustig. Machen wir so. Und was für eine tolle Szene. Es wurde viel improvisiert. Tatsächlich war das Skript teilweise nicht so doll ausgearbeitet. Deswegen gab es sehr viel Raum für Improvisation. Oder, Improvisation ist vielleicht das falsche Wort, an am Set nochmal Ideen entwickelt. Und Harrison Ford hatte viel Einfluss auf die Gestaltung der Figur in Indiana Jones und auf viele Momente im Skript. Er hat sich das auch vertraglich sichern lassen, muss man dazu sagen. Ich glaube, dass es nicht nur darum kommt, sondern auch, dass er, wenn er es für nötig hält, den Dialog nochmal umschreiben lassen kann. Das siehst du, wenn so ganz viele Hustler zusammenkommen, dann entsteht so ein Film mit so einem Charakter. Weil George Lucas, Steven Spielberg offensichtlich auch verhandlungsgeschickt, Harrison Ford verhandlungsgeschickt. Natürlich müssen sie dann so eine Figur entwerfen, die die ganze Zeit Leute betrügt und gerissen ist. Er ist on brand für den Film. In Tunesien, genau Tunesien, auf Hawaii haben sie gedreht für die Peru-Szene. Sie sind in England. Sie haben über 70 Tage gedreht insgesamt. 73 Tage. George Lucas hat trotz der Krankheit gesagt danach, das war der Film, dem er am wenigsten Probleme hatte in seiner Berufslaufbahn, woran es lag, weil die von Paramount sich nicht eingemischt haben. Die hatten hier Freiheiten und deswegen hat das alles das geflutscht. Smoother Dreh. Trotz allem hatte George Lucas aber auch seine Probleme mit den Temperaturen. Er hat riesigen, unglaublichen Sunburn gehabt. Er ist immer der schlimmsten Sorte und sein Gesicht ist angeschwollen. Es sind schon Sachen passiert, die auch nicht geil sind. Aber eben nicht so schlimm wie bei den anderen. Sie haben dann auch das Budget nicht so schlimm überzogen. Sie sind bei 20 Millionen stehen geblieben. Was beeindruckend wenig ist. Für das, was da drin ist, ist total der Hammer. Was ich noch sehr süß finde, ist, dass sie in der einen Location 300 TV-Antennen aus den Häusern entfernen mussten und das sehr lange gedauert hat. Damit das nicht so ein modernes Zeug ist. George Lucas und Steven Spielberg haben davor geredet und Spielberg meinte, ich will den Film schnell drehen. Das soll rough gehen. Das soll so ein bisschen B-Movie sein. Weil davon waren sie beide beeinflusst. Sie haben beide irgendwie das Gefühl gehabt, wir wollen diesen Geist dieser klassischen Abenteuerfilme einfangen. Das heißt, das muss alles ein bisschen rougher sein. Das muss ein bisschen ungeschliffener sein. Und dann haben sie es halt auch geschafft, mit den 20 Millionen Dollar einen Film zu machen, der letzten Endes gar nicht so rough aussieht. Überhaupt nicht. Der sieht echt so gut aus. Und man hat das Gefühl, die haben irgendwie 20 Takes, 30 Takes, 40 Takes gehabt für die Sachen, um das wirklich zu perfektionieren. Das waren einfach alles große Profis. Die wissen halt genau, was sie tun. Und die haben auch gut vorbereitet und so. Also, was willst du mehr? Toll. Muss ein guter Dreh gewesen sein, bis auf physischen Temperaturen und so. Wir müssen ganz kurz, bevor wir nochmal dazu übergehen, von dem Budget von 20 Millionen zu dem enormen Erfolg, den der Film hatte, ganz kurz über das Ende reden und zwar über die Frage, die seit Anfang der 2000er wie ein Damocles-Schwert über diesen Film hängt, dank Big Bang Theory. Indiana Jones hat keinen Einfluss auf den Ausgang der Handlung. Alles wäre ohne ihn genauso passiert. Bist du dieser Meinung oder welche Position nimmst du eigentlich? Ich bin auf der Seite von Amy, natürlich. Wenn man diesen Film gesehen hat, kommt man nur zu dem Schluss. Es ist vollkommen egal, dass Indiana Jones dabei ist. Nein. Warum? Oh fuck. Warum? Ich hab mich nicht gut genug vorbereitet für diese Frage. Die Nazis hätten ohne ihn die Bundeslade gefunden? Nein, hätten sie nicht. Doch, sie hätten den Stab gehabt. Aber sie wären nicht auf sie gekommen. Indiana Jones hat sie zu ihr, zu Marion geführt. Aber die Nazis waren doch vorher schon bei Marion. Die Nazis kommen doch zu Marion, wenn Indiana Jones bei ihnen bei ihr ist. Genau, aber nur weil sie Indiana Jones gefolgt sind. Bist du sicher? Ja, der sitzt im Flugzeug bei Indiana Jones. Das heißt, Indiana Jones hat eventuell einen kleinen Einfluss darauf, dass sie die Lade finden. Vielleicht. Sie hätten lange genug gegraben, um sie doch zu finden. Sie hatten ja die Ausrüstung, sie hätten einfach an anderen Stellen gegraben. Aber Indiana Jones hat dadurch mehrere Leute in Gefahr gebracht. Das hat er auf jeden Fall, ja. Und dann finden sie die Lade, die Nazis, und öffnen sie, und ihre Gesichter lösen sich nichts auf, unabhängig davon, was Indiana Jones macht, der einfach die ganze Zeit an den Fall gefesselt ist. Und ja, das war es. Die Nazis sind besiegt, dank der Nazis, nicht dank Indiana Jones. Ja, richtig. Aber woher will Indiana Jones das wissen vorher? Das ist ja egal. Es ist keine Kritik an Indiana Jones selbst. Der hat es sein Bestes gegeben. Es ist eine Kritik an dem Film. Der Film erzählt eine Geschichte, bei der der Protagonist vollkommen überflüssig ist. Also wie gesagt, ich glaube nicht, dass sie die Bundeslade gefunden hätten ohne ihn. Ich glaube, die hätten lange genug gewusst, um sie zu finden. Zumal sie nur 50 Meter weiter war, ja. Es war jetzt nicht so, guck mal, die haben so groß gegraben, es war jetzt nicht so, dass sie das nicht auch versucht hätten. Das war eine riesige Ausgrabungsstätte. Und sie hatten ja offensichtlich auch Unterstützung von den reichen Herrschaftshäusern. Na ja. Ist das ein Problem? Ist das auch ein Problem des Films tatsächlich? Quatsch. Natürlich nicht. Also es ist ja wurscht, oder? Nein, es ist was, womit man Nerds fertig machen kann. Ich glaube, das ist auch die sadistischste Folge von Big Bang Theory, in der das angesprochen wird. Das war ja vorher irgendwo in dem Seperated ein großes Thema. Und dann haben sie das übernommen. Na ja, es stimmt halt einfach. Man kann durchaus sagen, es ist ein Flaw in der Story von Indiana Jones. Aber dieser Film hat so viele Flaws in der Story, weil die Story auch echt vollkommen egal ist. Ja, ja, genau. Das ist es nämlich eigentlich. Der Film ist eine Achterbahnfahrt. Und der schafft das, du hast das Wort Pacing vorhin benutzt, so geil zu pacing, dass du alle Ungereimtheiten, und davon gibt es sehr viele, wirklich gut ignorieren kannst, weil du einfach wunderbar durchgefahren wirst durch diesen Rausch. Ja, es ist ein Disney Ride. Action, Abenteuer, Erkundung, es ist alles dabei. Ich war total erstaunt, dass es nicht bei Disney zu finden ist. Ich hab's nicht bei Disney gekriegt. Nee, es gibt's nicht bei Disney. Aber es ist halt Lukas Films, ne? Also es gehört eigentlich zu Disney. Also es sollte eigentlich bei Disney sein, ne? Ich hab's nicht bei Disney, den ich damals produziert hab. Und Disneyland hat ja auch Indiana Jones Fahrgeschäfte. Ja, ja, ja, genau. Also es ist schon krass. Es ist voll on brand auf das, was dann auch später mit Fluch der Karibik gemacht wurde. Ja, Disney war damals glaube ich noch zu sehr auf dieser Zeichentrickschiene. Und Disney hat damals relativ wenig erwachsene Filme gemacht. Die haben Kinderfilme und Zeichentrickfilme gemacht. Also, dass Disney so ein großer Filmproduzent ist, ist ja eigentlich auch eher ein bisschen jüngeres Phänomen. Und es ist geil, wenn man sich anschaut, was Disney für Realfilme damals produziert hat. So viel Schrott dabei. Stimmt, ja. Meine Güte. Dieser Film, es wurde nicht davon ausgegangen, dass er der große Hit wird. Also es war schon so Paramount hat ihn irgendwie im Mix. Die haben sich auch ein bisschen Mühe gegeben, ne? Es gab so eine Pressevorführung mit zwei Kamelen und einem Elefanten. Und einer Python. Aber sie haben gesagt, ja, okay, mal schauen. Der wird schon ganz gut performen. Wir machen auch Wärmung dafür und lassen ihn laufen. Und er hat dann in der ersten Woche gut performt, was normal ist für so einen Film. In der zweiten Woche wurde er schon ausgestochen von Superman 2 und von Cannonball Run. Und dann ging es hoch. Und das war, glaube ich, auch ganz viel Mund-zu-Mund-Propaganda. Natürlich. Also in dieser Entwicklung kannst du nur von Mund-zu-Mund-Propaganda ausgehen, weil wenn es in den ersten zwei Wochen nicht durch die Decke geht, wird Paramount nicht viel Geld reinschießen, das noch weiter nach oben zu propellen. Sondern das müssen halt die Zuschauer machen. Das ist schon beeindruckend. Und dann hat er halt wirklich Superman 2 ausgestochen, was ein riesiges Ding war. Weil Superman, also wenn wir wieder bei den großen Blockbusters Ende der 70er, Anfang der 80er sind, ist Superman ganz weit oben. Und Superman 2 war das Ding, wo von viel erwartet wurde. Und Superman 2 hat auch ordentlich performt. Aber Indiana Jones hat ihn dann einfach mal überrannt und unglaublich abgegangen. Und wir sind dann auch in einer Zeit, in der Box Office so einen großen zweiten, dritten, vierten, fünften Frühling erlebt. Und Indiana Jones wird ein großer Anteil daran zugesagt, dass das Kino einfach aufgeblüht ist in der Zeit. Dass viele das Leute viel Geld ausgegeben haben, um Filme zu gucken. Also abonnieren und anderen sagen, dass sie uns abonnieren sollen. Auf jeden Fall. Wenn euch die Folge gefällt, gebt uns gerne Sterne, Herzchen, Daumen hoch, was auch immer euer Podcatcher anbietet. Genau. Und wenn sie euch nicht gefällt, dann schickt diese Episode weiter an eure Feinde oder eure Nachbarn oder so. Und wenn ihr uns Feedback geben wollt, wir freuen uns total über jeden Kommentar an johannes-et-muss-man-sehen.de oder florian-et-muss-man-sehen.de. Genau, schickt uns Filmvorschläge und so weiter. Boah, das soll schnell durchgekommen. Ja, jetzt schnell raus, schnell wieder zurück ins Gespräch. Es gibt einen Archäologen, Vinifred Kramer, der einmal sagte, Indiana Jones is the worst thing that happened to Archaeology. He walks a fine line between Watson Archaeologist and Watson Professional Looter. Ja. Und natürlich muss man ihm Recht geben. Auf jeden Fall. Aber es gibt so viele, so viele Probleme mit diesem Film auf genau solchen Ebenen. Aber man muss einfach sagen, das Timing, der Spaß, den die damit haben, was ridiculous alles passiert, es macht so wahnsinnig viel Spaß, dass man über vieles hinweg guckt. Wie eben das Problem mit Marion ganz viel. Das Problem mit dem Rassismus. Es passiert einfach so viel krasses Zeug, dass man nicht genug Zeit hat darüber nachzudenken. Und das ist die große Stärke dieses Films. Ja, es ist einfach, es ist in vielerlei Hinsicht die Geburt des postmodernen Blockbuster-Kinos. Die zweite Geburt des postmodernen Blockbuster-Kinos. Eben vor allem eines Blockbuster-Kinos, in dem der Spaß im Vordergrund steht. Blockbuster-Kino, das sich nicht so ernst nimmt. Und das haben wir ganz viel in den aktuellen Marvel-Filmen, aber auch da vor allem im Superhelden-Kino der 2000er generell, dass wir Helden sehen, die auch ein bisschen albern sind, die ein bisschen dumm sind, die auch ein bisschen amoralisch sind. Nimptour zum Beispiel. Das ist natürlich nicht wie Indiana Jones, aber so diese Ambivalenzen, die reingeschrieben sind. Da ist Indiana Jones Blaupause. Und dann auch dieses Verliebtsein in Film und in Kino. Und das haben wir natürlich George Lucas und Steven Spielberg zu verdanken, dass die wirklich einen Film gemacht haben, der einfach mal tief in die Filmgeschichte reingreift. Egal ob B-Movie oder Filmklassiker. Und alles nimmt, was es an schönen Bildern gibt und schönen Momenten. Wir könnten jetzt wahnsinnig viel ins Detail gehen, was den ersten Teil betrifft. Das Problem ist bloß, wir haben nicht genug Zeit, oder? Also wir können jetzt nicht auch noch den Hitlergruß, den der Affe macht, wieder entstanden ist. Sie haben 40 Takes gebraucht und sie haben Weintrauben benutzt. Und vorher ganz viele andere Sachen versucht, die nicht geklappt haben. Hau einfach noch ein paar Funfacts raus. Wenn du noch so was hast, jetzt ist der Moment. Was hast du noch? Die Nazis, die das lustige Deutsch sprechen, habe ich schon genannt. Das U-Boot. Das Nazi-U-Boot, haben sie von das Boot geklaut aus dem Jahr 1981. Sie haben sich das einfach ausgeliehen, weil damit halt gerade das Boot gedreht worden war. Die haben das aber vergessen zu sagen. Und die Crew von das Boot war dann ziemlich überrascht, dass das plötzlich gefehlt hat. Das ist unsere Hauptrequisite. Diana Jones hat das nur gebraucht für so einen kurzen Moment, für eine kleine Szene. Und genau, geklaut. Oder dass die Händler, die diese Schlangen geholt haben, innerhalb von kürzester Zeit, ein paar Tagen, zwischen 6.000 und 10.000 Schlangen besorgt haben, um da irgendwie das alles vollzuwerfen mit Schlangen. Was ziemlich seltsam ist und was auch nicht allen gefallen hat, weil es Leute gab, die gesagt haben, das kann ich nicht verantworten, Tierquälerei. Eine Schlange wurde getötet, weil sie von einer anderen Schlange totgebissen wurde. Ach du Scheiße. Python und Cobra, aber ich weiß nicht mehr, welche Schlange welche totgebissen hat. Wer hat gewonnen? Und es waren ganz viele Eidechsen dabei. Keine Schlangen. Jaja, genau. Wenn ihr ein bisschen Ahnung habt von tierischer Anatomie, ich hab sie nicht, dann könnt ihr das sehen, dass das Eidechsen eigentlich sind, die da rumlaufen da unten. Und wir hatten es vorhin schon angedeutet. Die Anfangssequenz ist inspiriert von Disney Duck's Adventures, von Comic von Carl Barks, das dann auch später zu Ducktales wurde. Ja. Haben wir glaube ich auch so eine Geschichte, wo sich das Zeug gegenseitig beeinflusst. Das ist das Ding, das finde ich total spannend, weil natürlich Ducktales nach Indiana Jones da, ich glaube, den Regler auf 11 gedreht haben. Genau. Und dann haben wir eigentlich auch einen Archmage-Duck beziehungsweise Dagobert, wie wir ihn hierzulande nennen, als Abenteurer, der eigentlich genau dasselbe macht wie Indiana Jones. Genau das, ja. Zeug für seine Schatzkammer suchen. Andere Kulturen ausrauben. Und wir feiern ihn alle. Ja. Ich glaube, wir werden jetzt erstmal mit dem ersten Teil fertig und würden dann eine kurze Pause machen, von der ihr keine Sorge, nichts mitkriegt. Und dann reden wir über Indiana Jones and the Temple of Doom kurz nach dem ersten Teil veröffentlicht wurde. Wir haben nur drei Jahre zwischen Teil 1 und Teil 2. Ja, man muss die Cash Cow melken, also los. Und da sind wir schon im zweiten Teil und zwar im Film Indiana Jones and the Temple of Doom, 1984. Also nur drei Jahre später. Dieser Film spielt 1935, ein Jahr vor Raiders of the Lost Ark, also ein Prequel, kein Sequel. Und ja, Indiana Jones entkommt gerade so einem chinesischen Gangster, Lao Wei Che. Sie wollen in Shanghai Sachen tauschen. Und zwar hat Indiana Jones eine Urne mit der Asche eines alten Stammesfürsten, der für die Chinesen sehr wichtig ist. Und er möchte dafür einen Diamanten haben. Über die Implikation reden wir später. Und er verliert seinen besten Sidekick, Wuhan, mit dem er so viele Abenteuer erlebt hat, spielt in seinen Armen. Und er entkommt zusammen mit Willy und mit Shorty. Lass uns ganz kurz nur die Story beweisen, weil du hast schon die ersten großen, großen Felder aufgemacht. Also er entkommt mit Willy Scott und mit Short Round, was ein Kind ist. Und dann crashlanden sie mit einem Flugzeug in Indien. Und dort geht die eigentlich Story los, nämlich dass sie an ein Dorf geraten, wo Kinder entführt wurden und ein Stein weggekommen ist, ein Heiliger, den er, Indiana Jones, dann wiederholen soll. Und der Film hangelt sich entlang dieser Story. Wer findet denn raus, dass so eine okkulte Gruppe dafür verantwortlich ist, uns Kindersklaven hält und diesen Stein geklaut hat. Denen entreißt er dann wieder und bringt diesen Stein wieder zurück in dieses Dorf und die Kinder. Du bist so suggestiv, wenn du Storys zusammenfasst. Man merkt direkt, was du von dem Film hältst. Oh nein. Okay, lass es mich nochmal versuchen. Und dann geht er da hin. Nein, das wird nicht besser. Okay. And now without sarcasm. Also, Plor, wie ist dein erster Eindruck von, also im Allgemeinen gesprochen, wie ist dein erster Eindruck von diesem zweiten Instrument von Indiana Jones? Ich kann den Film nicht ohne rosa-rote Brille gucken, weil ich den Film als Kind zu oft geguckt habe. Das heißt, diesen Film hatte ich noch komplett im Kopf. Ich hätte diesen Film nicht gucken müssen für diese Episode. Ganz eindeutig. Ich wusste alles noch. Vom Anfang bis zum Ende. Okay. Ganz im Kontrast zu mir. Ich wusste nicht mehr, wie scheiße rassistisch dieser Film ist. Okay, diesmal mit einem neuen Drehbuch-Duo, in diesem Fall, und zwar Willard Huyck, Huyck und Gloria Katz, ein Ehepaar, die mit George Lucas bei American Graffiti zusammen gearbeitet haben. Und ein Film, der schnell entstehen musste, weil Spielberg nämlich mit ET 1982 einen großen Film gemacht hat. Und George Lucas hat gesagt, oh mein Gott, wir dürfen Spielberg nicht verlieren. Wir brauchen Spielberg als Regisseur. Legt mal los. Macht diesen Film jetzt. Und Harrison Ford hat auch Druck gemacht. Der war nämlich auch so, dass er sagte, wenn das jetzt nicht passiert, dann bin ich weg. Ein Film, der dadurch total gerusht war. Das Drehbuch wurde sehr schnell zusammengezimmert. Von den beiden, die engagiert wurden, weil sie sich für indische Kultur interessierten. Ja, was sich sehr gut in dem Film niederschlägt, weil er sehr sensibel umgeht mit seinem Top-Hoss. Oh Gott, was ist das für eine Begründung? Tatsächlich Sie wollten in Indien auch drehen und die Inder haben gesagt, nachdem sie das Drehbuch geschaut und durchgespultet haben, Leute, nein. Diese Zähne, nein. Und diese Zähne, nein. Nein, nein, nein. Wenn du so ein Drehbuch geschrieben hast, das den Leuten schickst, die es betrifft, also die du darstellen willst, und die dann sagen, nein, das dreht ihr nicht bei uns, das ist massiv rassistisch, was ihr hier schreibt, hätte man vielleicht nochmal drüber nachdenken können, ob man das Drehbuch vielleicht ändert. Aber Gott sei Dank haben die in Sri Lanka gesagt, nehmen wir ab. Ja, genau. Fuck, Alter. Und Spielberg und Lucas sind damals offensichtlich durch Beziehungsprobleme gegangen. Und es gibt so ein bisschen das Narrativ von den beiden, also vor allem von George Lucas, das sie sehr beeinflusst hatten, dass sie deswegen einen düsteren Film gemacht haben. Zusätzlich mit dem Hinweis, dass Lucas sagt, naja, bei Empire Strikes Back hat es gut geklappt. Also das Imperium steckt zurück, der zweite Star Wars Film aus dem Jahr 1980, der war deutlich düsterer als der erste Teil. Dann können wir das beim zweiten, Indiana Jones, auch nochmal probieren. Budget ein bisschen höher als beim ersten, nicht viel, 28 Millionen, macht wahrscheinlich, wenn man Inflation mitrechnet, gar nicht so viel aus. Box office ähnlich hoch wie der erste Teil, hat natürlich sehr viel davon profitiert, dass der erste Teil da schon so einen Kultstatus hatte. Wenn wir schon bei Steven Spielberg und so weiter sind, Spielberg sagte, und er hat vollkommen recht, und dann merkt man es. Und er hat vollkommen recht, und dann merkt man es. Und er hat vollkommen recht, und dann merkt man es. Natürlich vollkommen recht, das betrifft jedes Sequel oder Prequel oder was auch immer. Du kannst dich natürlich entscheiden für beides. Also ich finde, dass das noch keinen Kritikpunkt rechtfertigt. Daran, dass der Film vielleicht völlig anders im Ton ist oder so was, das kann man machen, ist vollkommen in Ordnung. Wenn ich jetzt allerdings daran denke, was Lawrence Kirsten gesagt hat, der eigentlich schreiben sollte dafür, der sich die Ideen angehört hat, und dann gesagt hat, Die Ideen sind unangenehm, es ist so unangenehm, da ist nichts Pleissiges dabei. Ich denke, Temple of Doom ist eine Chaotic-Periode in beiden von Lucas und Spielbergs Leben. Und der Film ist sehr unangenehm und unangenehm. Bevor der vierte Teil rauskam, galt Temple of Doom immer als das schwarze Schaf unter den Indianatrons Filmen, bis hin zu dem Punkt, dass als sehr viel sehr viel Hass oder sehr viel Ablehnung gegenüber dem vierten Teil geäußert wurde, viele gesagt haben, ja, aber guckt euch doch mal Temple of Doom an. Und das ist doch eigentlich... Also vielleicht so grundsätzlich, versuchen wir mal ganz kurz die Wertung noch rauszuhalten. Es ist tatsächlich erst sehr anders als der erste Teil von der Stimmung. Das geht schon damit los, dass wir hier keine Abfolge von Reiseabenteuern haben. Das haben alle anderen Indianatrons Filme, dass zu mehreren Schauplätzen gereist wird. Eigentlich spielt in diesem Film Reisen überhaupt keine Rolle. Die einzige Reise, die es gibt, ist die am Anfang und die endet sehr schnell mit einer Bruchlandung. Ja, aber sie reisen dann quasi vom Dorf zur großen Stadt, wo dann der Temple ist. Wir sind da zu Fuß unterwegs im Dschungel. Das gehört schon zum Abenteuer. Das ist was anderes als dieses typische Ich reise von Südamerika nach Afrika oder nach Europa. Es ist einfach kein Reiseabenteuer, sondern es ist irgendwie... Es ist vom Ton her anders. Es gab ja auch die Überlegungen, die Lukas die ganze Zeit rumgetragen hat, dass er eigentlich gerne so ein Spukhaus Indianatrons machen würde. Ja, ja, genau. Und Spielberg wiederum hat gesagt, ach nee, ich hab doch Poltergeist gemacht und ich hab doch meine Spukhausfilme gemacht. Spielberg hatte dann auch das Gefühl, dass dieser Film viel zu sehr von so einem Horrorszenario hatte. Er hat ja wirklich krasse Horrormomente in dem Sinne, dass wir hier einen Kult haben, der das Äquivalent zum christlichen Satan anbetet, quasi im indischen Raum. Und der dann auch Menschenopfer macht und wir haben eine Szene, in der ein Menschen das Herz rausgerissen wird und der wird dann in der Lava erdrängt und das Herz verbrennt in der Hand. Ja, und wo? Hab ich als Kind übrigens nie gesehen, weil die offensichtlich im deutschen Fernsehen damals eine geschnittene Version gemacht haben. Das heißt, wenn ich sage, ich erinnere mich an jede Szene dieses Films, muss ich feststellen, diese Szene, die hab ich nicht so, ich wusste, dass es die gibt, aber die hab ich nicht so präsent gehabt. Einfach weil dieser Moment, wo unser Oberbösewicht dem armen Typen das Herz rausreißt, komplett weggeschnitten wurde in der deutschen TV-Ausstrahlung. Krass. Es wird Voodoo referenziert, was ein großes Ding ist in Indien natürlich. Genau. Das sagt ja auch so eine Voodoo-Puppe, so Moment. Also es ist schon offensive, wenn man Voodoo aus Südamerika, was wirklich einfach mal eine legit Religion ist, einfach eine Religion aus dem Bereich, aus der Karibik und Südamerika, wenn man das so verbindet mit diesen Grausamkeiten, mit den Voodoo-Puppen, das ist schon absurd. Das ist schon ein Problem, genau. Aber das dann einfach mal so in dieses indische Setting rein zu propfen, weil es halt exotisch ist auch. Es ist unglaublich, oder? Das ist wirklich einer der großen, großen Probleme, die ich in diesem Film sehe. Dieser Mix-up, Mash-up von Kulturen, der nicht zusammengehört und der einfach offensive ist. Und wir haben ganz krass natürlich auch in der viel diskutierten Szene, wo sie beim Essen sitzen und wir sehen einmal, was die Inder so alles essen. Dann haben wir diese Schlange, die aufgeticht wird und da wird der Bauch aufgeschnitten. Wie nennt es das? Snake Surprise? Snake Surprise, ja, weil in der Schlange noch weitere Schlangen sind. Dann kommen diese al oder Schlangen rausgeflutscht und dann gibt es natürlich Affenhirn auf Eis, im englischen, wie sagen sie, Class Monkey Brain oder so. Ja, genau. Und das dritte ist dann die Suppe, in der umgerührt wird, in der die Augen rauskommen und wir haben dann auch die dicken Inder am Tisch. Ich sag's jetzt, es ist einfach so, wie sie es zeigen und der eine ist den Käfer dann und holt es noch einmal kräftig. Und unsere beiden Sidekicks, Willy und Short Round, sitzen da und sind total schockiert von diesem Menü. Ich möchte gerne einmal jemanden zitieren. Einer, der dabei war, sagte, Stephen intended it as a joke. The joke being that Indians were so smart, that they knew all westerns think that Indians eat cockroaches, so they served them what they expected. The joke was too subtle for that film. Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt glauben will. Es gibt auch den Kommentar von den beiden Drehbuchautoren von Moulad und Gloria, die sagen, als wir diese Szene geschrieben haben, dachten wir, was machen wir denn, das ist irgendwie komisch. Und Steven Spielberg und George Lucas saßen, während sie diese Szene entworfen haben, die ganze Zeit da und haben wie kleine Kinder gegiggelt. Ja, ja, ja. Pippi-Kaka-Joke. Ich finde, ich hab überhaupt nichts gegen kleine Kinder Pippi-Kaka-Jokes zwischendurch, die machen Spaß. Aber wenn sie dann rassistisch und offensiv sind, wird's halt schwierig. Und wenn... Jetzt, jetzt, jetzt komm ich gleich mit meinem Hot Take. Oh, oh, oh, okay. Diese Szene, ich geh voll mit, dass das ein Witz ist und dass sich das drüber lustig macht über die Erwartung der westlichen Zuschauer und der westlichen Rezipienten und sich viel mehr über die Rezeption lustig macht, als über das eigentliche Essen und über die Inder. Und ich, ich kann das auch, ich kann das auch begründen, ne? Ja, ja, ja, mach mal. Also grundsätzlich als Background, wo wir herkommen. Wir kommen von Indiana Jones, der im ersten Teil schon sehr viele Rassismen und sehr viele Exotismen hat. Aber der Raiders of the Lost Ark und alle weiteren Indiana Jones verbergen das hinter so einem, hinter so einem weichgespülten Fassade, wo sie sagen, ja, und eigentlich ist ja Indiana Jones der, der die Leute respektiert und wir müssen das auch irgendwie respektieren. Es ist alles so ein bisschen weichgespült. Dieser Film holt voll auf die Kacke und deckt deswegen genau diese Exotismen auf und deckt sie vor allem auch als Rezeptionsverhalten, eben in diesem Verhalten von Willie und von Short Round. Weil guckt ihr an, wie Indiana Jones an diesem Tisch sitzt und wie Indiana Jones mit diesem Essen umgeht. Es ist ein krasser Unterschied zu Willie und Short Round. Absolut. Hilft mir nur noch nicht als Argument, dass das wirklich als Witz, es funktioniert ja nicht als Witz für uns als Rezipient. Nee, es funktioniert nicht. Natürlich funktioniert es nicht. Das ist das große Problem. Ich glaube, dass der Gag funktionieren könnte, wenn sie sich darum gekümmert hätten, dass der Gag funktioniert. Und dann wäre es auch ein legit Gag, glaube ich. Dann wäre es auch ein Gag, den man tatsächlich gut machen kann, weil der dann wiederum die Rassismen aufdecken würde. Aber so haben wir nur die Rassismen als Reproduktion. Genau. Ich glaube, der Gag funktioniert nur auf einer Rezeptionsebene. Ich glaube, da kommst du nicht drum herum. Und das ist eine Rezeptionsleistung, die man auch gerne als Überinterpretation definieren kann. Ja, voll. Wo ich auch total mitgehe. Also keine Frage. Man guckt diesen Film und stellt fest, oh Gott, der ist voller Rassismen. Genauso wie man den ersten Teil guckt und feststellt, der ist voller Rassismen. Und den dritten Teilen vielleicht, oh, der ist voller Rassismen. Ich finde, dieser Film macht es tatsächlich durch die Karrikerung, durch die Übertreibung am besten. Ich finde, dieser Film ist natürlich, was die Stereotype betrifft, der rassistischste. Und der Stereotypste. Aber genau dadurch entsteht fast so eine Karikatur des Indiana Jones Universums. Und deswegen muss ich meinen zweiten Hot Take gleich reinbringen. Oh Gott, das wird immer schlimmer. Verteidigt Indiana Jones Rassismen. Ich verteidige den Film durch den Rassismus. Ich glaube, wie dieser Film damit umgeht, das tatsächlich hat Vorteile gegenüber dem, wie andere Indiana Jones Filme damit umgehen. Ich glaube, Indiana Jones grundsätzlich, das ist mein zweiter Take auf den Film. Ich muss ihn jetzt schon verteidigen. Pass auf, dort ist deine Zusammenfassung, in der du schon abhaten durftest, jetzt musst du meine Verteidigung hören. Hättest du einen nüchternen Einstieg gebracht, wäre es anders gekommen. Jetzt wirst du selbst schuld. Also, und wir hatten diese Diskussion schon mal, als wir über James Bond, Moonraker gesprochen haben. Indiana Jones ist ein Universum, das komplett albern ist, das komplett infantil ist. Voll von Rassismen, voll von Sexismen, voll von idiotischen Stereotypen und so weiter. Das ist ein albernes, dummes, infantiles Universum. Jeder, der das ernst nimmt, hat nicht verstanden, worum es geht. Das geht nämlich um das Alberne. Und der Film gibt uns das. Der Film gibt es uns on steroids. Das ist die Übertreibung dieses Indiana Jones Konzepts. Und deswegen liebe ich jede einzelne lächerliche, absurde, bizarre, übertriebene, dumme Minute von diesem Film. Weil der macht es einfach richtig. Der sagt, guckt euch an, was wir hier haben. Das ist B-Movie. Das ist Schund. Das ist Palp. Das ist dumm und lächerlich. Ich gebe dir vollkommen recht, dass dieser Film voller Kanne Palp ist. Und das sind die anderen Filme auch. Das ist der Geist von Indiana Jones. Aber der Film macht es einfach einmal konsequent. Das ist der konsequenteste und deswegen, ich sage nicht der beste, aber der konsequenteste und auf jeden Fall deswegen auch mutigste Indiana Jones Film. Ja, okay, jetzt kommt der böse Vergleich. Nur weil er besonders stark darin ist, die Kontraste aufzumachen und klar zu machen, was da passiert, heißt das ja nicht, dass es gut ist. Es ist gut, dass ein Nazi auf dem Dorf schnell erkennbar ist, weil er entweder sehr doof ist oder sehr hart in seiner Meinung und man sehr schnell sehen kann. Ah ja, das ist nicht mein Freund. Das macht nicht besser, was er tut. Nee, das macht nicht besser, was er tut, aber ich bin tatsächlich, ich wäre froh, wenn es mehr Dorf-Nazis gäbe als AfD-Politiker im Bundestag. Ja, okay. Das stimmt vielleicht. Also du zähnst dich zu den Zeiten zurück, wo die NPD noch auf dem Umfang gegangen ist und offensichtlicher war. Ich sehe mich tatsächlich ein bisschen in die Zeiten zurück, in denen Nazis eher dumme Schläger waren als diese gewieften Assis, die in der Politik sitzen oder in den Medien. Ich möchte dir leider Recht geben, aber trotzdem macht es den Film nicht besser, nur weil er sehr gut darin ist, das sehr konsequent und sehr hart zu zeigen. Was den Film besser macht, was den Film gut macht, ist, dass er derbe unterhaltsam ist, weil er einfach in allem schreit, ich bin überhaupt nicht ernst zu nehmen. Das geht ja schon los, dass wir am Anfang, wenn wir in diesem kleinen chinesischen Nachtklub sind, dem O-Fan-Klub, plötzlich dieses Broadway-Musical haben. Und du denkst dir, what the fuck. Dass die überhaupt nicht da reinpasst und dann singt Kate, Kate durfte singen. Ich bin so froh, dass Kate singen durfte. Also ihr Charakter ist grauenhaft darüber, können wir gleich noch reden. Aber es ist so geil, dass sie singen kann und dass sie dann auf dieser riesigen Bühne ist, wo wir diese Broadway-Tänzerinnen haben und es ist alles drüber. Und das viel zu groß für das, was der Raum eigentlich hergibt. Das ist super geil. Und das gibt komplett den Ton des Films her. Und natürlich tritt Indiana Jones am Anfang auch komplett als James Bond auf im Anzug. Und da ist er ganz eindeutig der Grabräuber, weil er macht nichts Moraliges, sondern er tauscht ein wertvolles Artefakt gegen etwas, was offensichtlich ökonomisch wertvoller ist. Weil er will so einen Diamanten haben für einen, was historisch total bedeutsam ist. Das ist alles so drüber. Und das macht es so derbe unterhaltsam, dass der Film die ganze Zeit schreit, Spaß, jetzt geht's los. Und das ist von Anfang bis zum Ende haben wir eine Aneinanderreihung von dummen, albernen Szenen. That's Indiana Jones. Danke. Ich gebe dir vollkommen recht, was den Anfang betrifft. Ich finde es total großartig. Das ist wirklich eine der unterhaltsamsten Momente des ganzen Films. Aber der Film geht ja die ganze Zeit so weiter. Dieser Film hat ja keine Atempause mehr. Das Problem ist bloß, dass dann ja die Rassismen und der Sexismus und so weiter so stark wird, dass es halt nicht mehr, dass das die Unterhaltung wirklich sehr stark trübt. Weil natürlich warst du recht, dass alles auf diesem Level, wie es am Anfang einmal dargestellt wird und ich denke, yes, geil, gib mir mehr von dem Scheiß, dass der halt wirklich leider getrübt wird. Natürlich wird das getrübt. Die Frage ist halt, es sind so viele nervigen Momente in dem Film. Es sind so viele. Wir haben Willi zum Beispiel. Willi ist nicht zu ertragen. Willi ist so schlecht geschrieben. Die arme Kate. Die Frau tut mir echt leid. Und sie war ja auch nicht glücklich mit dieser Rolle. Kate, Capshow, die dann später Spielberg heiraten durfte. Spielberg hat gesagt, einzige Gute in dieser Zeit, in diesem Dreh, was passiert ist, ist, dass ich sie kennengelernt habe. Und sie spielt Willi und ich gebe jetzt nicht ihr größtes Charaktermerkmal raus, sonst muss Johannes den Tonregler umdrehen. Sie greicht. Sie stolpert Indiana 20 hinterher und greicht während des ganzen Films. Ich hab so oft aufgeschrieben, ha ha lustig, Komma, die Frau wieder, hu hu, wie toll. Also ich hab mir selbst immer wieder, immer wenn ich gesehen habe, was für Scheiße diese Frau wieder gemacht, wie die Scheiße diese Frau wieder geschrieben wurde, hab ich aufgeschrieben, ha ha lustig, die Frau wieder, nur ihre Nägel im Kopf, ha ha lustig, er sucht an ihrer Brust nach dem Antidot, ha ha, wie schön. Es ist so schlimm alles. Es ist wirklich, wirklich schlimm. Und auch hier wieder sind die Sexismen, die wir im ersten Teil hatten und die wir auch im dritten Teil haben, on steroids. Es ist einfach, es ist einfach eine Nummer drüber. Und diese Frau, diese Rolle ist ja einfach nur noch eine Karikatur der Demsel in distress. Ja, natürlich. Ganz radikal, die fast nichts beiträgt zu dem Geschehen, außer dass sie einmal tatsächlich Indiana Jones und Shorty rettet, indem sie durch die Käfer durchgreift. Und die ansonsten eigentlich nur darauf aus ist, irgendwie an Geld zu kommen und dass ihr Kostüm schick bleibt. Es ist so schlimm. Jedes Mal, wenn irgendjemand Diamant sagt oder Geld oder so, horcht sie auf und sagt, ja, dann lass uns das machen. Was ist da los? Warum schreibt man die so? Also ich mein, okay, du kannst es als Karikatur meinen, aber dafür kommt mir der Film nicht als Parodie genug rüber. Also ja, Indiana Jones war immer eine Karikatur von diesen Dingern, von diesen Abenteuersachen auch irgendwie, obwohl da auch eine Hommage und Liebeserklärung daran ist, aber das sind Karikaturen ja auch oft. Ja. Aber ich finde nicht, dass die Karikatur des Rassismus und die Karikatur des Sexismus rüberkommt. Das kommt für mich nicht als Karikatur rüber. Nee, total kann ich verstehen, dass du das sagst. Es ist halt einfach, in ihrer Figur sieht man natürlich auch ein bisschen, glaube ich, so eine misogyneseite von Lukas. Voll lecker. Die sie auch in anderen Filmen schon immer mal wieder gezeigt haben. Aber sie waren da halt gerade Entscheidungen. Das ist keine Entschuldigung. Nein, es ist nicht eine Entschuldigung, es ist eine Erklärung. Sie waren auf die Frauenwelt in dem Moment wahrscheinlich nicht so gut zu sprechen. Vielleicht haben sie sogar ihre Frauen, die sie damals verlassen haben, als Golddicker betrachtet, weil sie waren ja erfolgreich. Sie hatten Geld. Keine Ahnung. Ich spekuliere nur. Natürlich entschuldigt das nicht. Das kommt da voll rein. Was ich ganz interessant finde, ist, dass sie alle so drüber reden, dass sie den Film so düsterer machen wollten. Ich finde, der Film ist vor allem alberner. Ich weiß gar nicht, ob der so düsterer ist als der erste Teil. Ja, ich habe dann auch noch mal drüber nachgedacht und ich habe den Film noch mal gesehen. Ich hatte ihn sowieso ein paar Wochen vorher schon mal gesehen und da habe ich dann schon noch im Kopf gehabt, wie das lief und habe dann auch gedacht, die denken alle, der ist so viel düsterer, weiß ich gar nicht so sehr. Und vielleicht, ja, beim nochmal gucken habe ich schon gedacht, ja, okay, die Themen, die sie behandeln oder wie sie damit umgehen, sind schon düsterer. Aber das ist für mich überhaupt nicht das Ding, was den Film ausmacht, was für einen Film auch für mich überhaupt nicht aus der Indiana Jones Reihe rausreißt, wie viele das sagen. Das ist vollkommen okay. Klar, kannst auch mal düster sein und kannst auch eine Sekte da reinbringen und auch den Tod und Verderben und so weiter. Das ist vollkommen in Ordnung. Das passt voll rein. Aber für mich reißt halt bloß der Sexismus und der Rassismus das raus. Aber das ist doch nicht das Alleinstellungsmerkmal dieses Films. Die anderen beiden sind doch auch sexistisch und rassistisch. Das Alleinstellungsmerkmal ist, dass das hier so massiv in allem drin eingebacken ist, dass ich nicht mehr drüber hinweggucken kann. Ja, es geht eher um graduellen Unterschied. Ja, aber volle Kanne. Und vielleicht auch in der Art und Weise, auf wessen Kosten die Witze gehen. Weil die im ersten Film und im dritten und im vierten nicht so massiv auf die Frau und auf die Ureinwohner und so weiter gehen. Und die Indians und so. Ich habe das Gefühl, gerade... In diesem Fall schon. Es geht voll gegen Willy auf jeden Fall. Aber ich glaube, Willy ist halt auch so ein bisschen eine Repräsentation unserer, der westlich ignoranten, arroganten Sicht. Weil Willy kommt ganz oft in Kontakt mit anderen Kulturen und anderen Völkern als douchebag rüber. Wir haben ja auch diese Szene, wo sie in dem Dorf ankommen, wo die Dorfbrunner echt nett sind. Und wo wir diesen Dorfältesten haben, der tatsächlich kein Englisch konnte. Und deswegen ganz viele Pausen hat in seinem Dialog, weil der quasi auf den Einsatz gewartet hat von Spielberg, der ihm sagt, was er als nächstes sagen soll. Deswegen redet er auch so sehr langsam und hat immer diese Denkpausen drin, die dann so einen ganz spezifischen Rhythmus haben in der Sprache. Passt aber. Also ich finde, es passt gut zu ihm. Und da ist sie ja voll der Douchebag. Sie gehen ihr Essen und Indiana sagt noch, das ist das Essen, davon können die sich eine Woche ernähren. Und sie sagt, ich will das nicht essen und so. Das ist alles, ihre Wahrnehmung, also der Rassismus, der im Film drin ist, ist ganz stark durch ihre Wahrnehmung gespiegelt und durch ihre Wahrnehmung auch meiner Meinung nach verzerrt. Das soll den Film nicht entschuldigen, aber ich finde, man kann da viel mehr das noch drin lesen. Und wie gesagt, unanhängig davon, ich finde ich so sau unterhaltsam ganz offen. Also, wenn es um Unterhaltsam geht, dann kommen wir an Short Round nicht vorbei. Ja, Short Round ist geil. Short Round ist super geil, eine großartige Figur, ganz toll gespielt, der Hammer, absoluter Hammer. Ki Hui Kwan, der ein Jahr später in Goonies noch mal einen tollen Auftritt haben sollte. Und dann aber ziemlich viel von der Bildschirmfläche verschwunden ist, bis er dann bei Everything Everywhere All at Once wieder aufgetaucht ist. Short Round wird oft in diesem Film auch als zweiter nerviger Charakter genannt, neben Willi. Es wird oft gesagt, dieser Film ist nervig wegen Willi und Short Round. Nein, Short Round schreit die ganze Zeit rum, der schreit die ganze Zeit Indie an. Ja, aber auf eine geile Art und Weise. You're cheating, Dr. Jones! Das ist so großartig! Das ist die Castingszene gewesen. Sie haben ihn im Casting machen lassen, aber nur eigentlich sein Bruder sollte das Casting machen. Dann hat Short Round, hat Ki angefangen, seinem Bruder zu sagen, wie er es machen soll. Und dann haben sie gesagt, willst du vielleicht nicht ein Casting machen, wenn du schon besser weißt, wie es geht? Und er hat das Casting so gut gemacht und das war die Szene, wo er rausfinden sollte, dass Indiana Jones ihn beim Kartenspielen beschummelt. Und das muss so geil gewesen sein und so gut gewesen sein und auch in diesem Film finde ich es wieder so großartig. Es zeigt volle Kanne, wozu dieser, dieses Kind noch, ich will noch gar nicht sagen dieser Schauspieler in dem Moment, sondern dieses Kind fähig ist. 12 Jahre alt, weil er damals aus dem Film gedreht wurde. Das ist so der Hammer, ich liebe es. Ich finde ihn auch super unterhaltsam. Ich finde ihn total witzig. Er hat auch Nervpotenzial, auf jeden Fall. Es gibt immer so diese Momente, wo er rumschreit, wo man denkt, okay, jetzt ist es vielleicht ein bisschen zu viel. Nein, nicht im geringsten, nicht ein einziges Mal. Dafür hat sie zu viele Crash-Momente. Nein, sie schlägt alles natürlich. Aber ich finde es auch irgendwie geil, ich weiß nicht, ich finde es unglaublich charmant, Indiana Jones ein Kind als Sidekick zur Verfügung zu stellen. Volle Kanne. Und dann wird es spannend, wenn wir über den dritten Teil reden, weil dann wiederum die Vater-Sohn-Dynamik umgedreht wird. Und wir im dritten Teil verstehen, warum er hier mit Short Round so umgeht, wie er es tut. Aber das können wir im dritten Teil mal besprechen. Das ist dann aber erst nächste Woche. Aber ich finde es total spannend, weil er nimmt ihn die ganze Zeit auf Reisen, setzt ihn Gefahren aus und macht sich keine Sorgen drum, sondern wirft ihn einfach rein und sagt, komm damit klar und mach was draus. Und das finde ich schon krass. Also ich meine, natürlich ist es etwas, es ist ein Film und er soll unterhaltsam sein und so weiter. Vielleicht sollte man nicht überpsychologisieren, aber ich finde es einen interessanten Ansatz. Auf jeden Fall. Na wie ist denn die Dynamik zwischen Short Round und Indiana Jones? Es ist nicht nur so Vater-Sohn, also Indiana Jones ist ja schon, der verlässt sich auf ihn, der behandelt ihn wie ein junger Erwachsener. Ich finde es total geil, auf der einen Seite, dass er diesen 12-jährigen Jungen total ernst nimmt. Also wirklich in allem, was er sagt, er macht seine Späße mit ihm und so weiter, aber nie von oben herab. Sondern sie sind wirklich ein Team. Das macht eine total gute, geile Dynamik. Und so wie man sich Indiana Jones im Team vorstellt, nämlich dass er auch mal seinen Teampartner übers Ohr haut. Und dass beide auch so eigene Interessen verfolgen. Wenn die Karten miteinander spielen, Indiana Jones lässt das Kind nicht gewinnen, sondern Indiana Jones schummelt, damit er gewinnt. Und weil das Kind auch schummelt. Ja, es ist wirklich toll, wie sie das etablieren. Auf der anderen Seite weiß man natürlich als Zuschauer, der auch ein Leben hat und mit Kindern zu tun hat, dass man das niemals mit einem Kind so machen sollte. Ja. Nicht im geringsten, nicht 10% davon. Aber Short Round ist ja auch kein richtiges Kind. Das wäre offensichtlich, was wir erfahren, so ein Informationszappen, der wurde von Indiana Jones irgendwie auf der Straße aufgegabelt. Ja. Der hat sich durchgeschlagen. Indiana Jones hat ihn irgendwie dann beim Schummeln erwischt. Ja. Also Short Round wollte ihn bescheißen. Genau. Und hat ihn dann erwischt und dann aber gedacht, oh, der kann das so gut, den nehme ich mit. Wir können uns vorstellen, dass der sich schon seit fünf Jahren wahrscheinlich irgendwie durchschlägt. Und das heißt, der hat so viel erlebt, dass er irgendwie so was Erwachsenes hat, was Alttluges. Ja. Und deswegen funktioniert die Dynamik zwischen ihnen einfach, weil er ist einfach nicht ein Kind im klassischen Sinne, das irgendwie mal geborgen aufgewachsen ist oder so. Sondern er ist halt ein kleiner Ganover. Ja. Aber Indiana Jones tut auch nicht viel dafür, ein behütetes und beschütztes Umfeld für ihn zu erschaffen. Indiana Jones ist ja auch ein großer Ganover. Und gerade in diesem Film haben wir das ganz oft. Und da haben wir das erste Mal, wir haben vorhin drüber geredet, dass Indiana Jones ambivalent ist und nicht konsistent zwischen den Filmen. Und hier haben wir diesen merkwürdigen Twist, dass Indiana Jones eigentlich die ganze Zeit als Ganover gezeigt wird, der mit Verbrechern arbeitet und mit Verbrechern zusammen arbeitet auch. Und dann am Schluss oder beziehungsweise in der Mitte der Story wird das schon ganz groß gemacht, dann haben wir halt so einen klassischen White Savior Plot. Was auch zu dem Rassismus des Films dazu gehört. Das ist so hart. Ich denke das so oft in diesem Film. Und das denke ich in den anderen Filmen nicht so stark. Also in den anderen Filmen ist das auch irgendwie angelegt, aber dieses White Savior Ding ist so übel. Das ist total radikal in diesem Film. Und dann auch noch zusammengemischt mit der Losung Fortune and Glory. Ja. Was er wirklich rausgibt. Was auch Short Run rausgibt. Ja. Und das in Kombination miteinander. White Savior und Fortune and Glory. Also das ist einfach nur, wir gehen hin und rauben andere Kulturen aus. Das ist alles. Aber er bringt den Stein nachher zurück. Und das ist das, glaube ich, was sie wollten, was er lernt, damit er in den ersten Teil hineingehen kann von der Timeline her. Aber im ersten Teil will er das Teil in ein Museum geben, ne? Ja. Und das macht er auch in den anderen Teilen. Wenn er an die Sachen rankommt, normalerweise ist der Weg, dass Indiana Jones das Zeug nicht zurückgibt, sondern er verkauft es an Markus Brody. Er gibt es an Museum. Aber er macht einen großen Unterschied zwischen der steingehörte einem Dorf von Menschen, die ich kennengelernt habe, die ich lieben gelernt habe, quasi. Na ja, ich habe nicht viel Zeit mit ihm verbracht. Es gibt ein Ziel. Und beim ersten Teil holt er das aus einem anonymen Cave raus und zieht es den Nazis unterm Arsch weg. Ne, das kaufe ich ihm nicht ab. Das ist ein Unterschied. Nein. Nein, das ist Bullshit. Er will eigentlich immer sagen, natürlich werden die Antagonisten gezeigt, damit seine Mission irgendwie eine heroische ist. Wenn man die Bundeslade vor den Nazis schützen muss, ist das was anderes, als wenn man sie irgendwo klaut. Oder wenn man den Heiligen Krall vor den Nazis schützen muss. Warum muss er eigentlich mal christliche Insignien vor Nazis schützen? Das ist ein westlicher Film. Aber nein, das kaufe ich ihm nicht ab. Das ist Raubkunst. Was er macht, ist Raubkunst. Er klaut Sachen, die nicht in amerikanische Museen gehören, für amerikanische Museen. Und das wird als das moralisch Integre gezeigt. Das gehört in ein Museum. Das ist ein wütender Ausspruch. Nein, es gehört nicht in ein Museum. Es gehört den Leuten, denen es gehört. Genau. Fucking Räuber, Raubkunst, Arsch, Kolonialist. Aber das ist glaube ich dummerweise George Lucas und Steven Spielberg eben nicht so richtig bewusst gewesen. Genau, aber das passiert in diesem Film nicht. Und das ist eine Stärke von diesem Film, dass wir hier nicht diesen moralischen Überbau haben. Dass es in ein westliches, weißes, amerikanisches Museum gehört, das Gute ist, das hier ruhig ist. Das passiert in diesem Film nicht. Ja, aber ich glaube, dass es einfach als Charakterentwicklung angelegt ist. Ob das am Ende funktioniert oder nicht. Und ob wir als Zuschauer heute das anders sehen oder nicht, ist nochmal eine andere Nummer. Das stimmt. Aber ich glaube, das ist das, was intendiert ist. Aber in diesem Film macht er das moralisch vernünftigste am Schluss. Jaja, absolut. Na gut, wenn er die Aliens befreit im vierten Teil. Aber dazu kommen wir später. Das ist moralisch auch vernünftig. Genau. Ja. Okay, also Short Round, großartiger Charakter. Ich würde sagen, nein, das machen wir später. Wir machen mal noch eine Sortierung später. Ja, wenn ihr wissen wollt, wie wir verschiedene Figuren einordnen, müsst ihr auf jeden Fall die nächste Episode hören. Nämlich am Schluss von dem ganzen Gedöns machen wir ein Ranking unserer besten Sidekicks, besten Willens und so weiter. Ja, das wird spannend. Bleibt dran. Wir haben zwei große Action-Szenen in diesem Film, um die dieser Film quasi gespannt ist. Ja. Und zwar einmal die Airplane-Flucht mit dem Rettungsboot. Ja, was voll on brand ist, wo sich viele aufregen und ich denke, ja, das ist halt Indiana Jones. Was habt ihr erwartet? Das ist der Moment, wo eure Suspension auf Disbelief aufhört. Ja, genau. Jetzt, was? Ihr habt alles andere mitgenommen oder was? Ich finde es total geil. Ich auch. Also natürlich ist es kompletter Bullshit. Kein Mensch überlebt diesen Shit. Sie bringen aus dem Flugzeug mit dem Rettungsboot, sie fahren den Berg runter und die Szene könnte meiner Meinung nach noch länger gehen. Die könnten runterfahren bis in die Hölle. Absolut. Ich kann da die ganze Zeit zugucken. Es ist großartig. Man versteht wieder, dass die eigentlich James Bond machen wollen. Ja, total. Bloß eben auf ridiculous. Also nochmal auf paradistisch fast. Und dann haben wir die große Lorenfahrt in der Mine. Ja, die auch. Ein Disney-Ride, ein großartiger Disney-Ride. Ich liebe ihn und ich liebe jede Sekunde davon. Ja. Also es gibt so viele Leute, die das draußen nervig finden und sagen, da passiert ja nicht viel. Es ist mir so egal, ob da auf der Geschichtenebene irgendwas passiert. Die haben einfach Spaß da rumzucrusen. Ich finde es super. Und um diese Action-Szene haben wir dann halt diese Horror-Aspekte. Weil also dieses ganze Ding mit dem Kult, es ist halt wenig Action. Daniel Jones wird gefangen genommen. Weißt du, was das große Problem ist? Er wird hypnotisiert und er wird dann böse und so. Das ist wirklich so ein Horror-Setup. Ja, und weißt du, was das große Problem ist? Ich glaube, deswegen macht mir der Film so Probleme, weil der große Plot nur funktioniert, weil es diesen Rassismus da drin gibt. Which Plot? Ja, du hast recht. Das ist das Problem. Der eigentliche Plot ist purer Rassismus. Es ist um dieses White Savior-Narrativ gesponnen. Ich meine, es ist ja auch alles Zufall. Er kommt oder er wurde von Shiva gerufen, aber wir sagen jetzt mal, es ist Zufall. Er landet halt mit diesem Boot dann da und dann kommt er in dieses Dorf und die sagen direkt, da ist unser Erlöser. Und schicken ihn einfach da in die Richtung und er geht halt da hin. Man merkt, dass es dem Film schwerfällt, den Dreien so ein bisschen Antrieb zu geben. Schorty ist halt dabei, weil er Indiana Jones hinterherläuft. Aber warum sollte sie weiter Indiana Jones hinterherlaufen? Okay, sie ist im Dschungel, sie kommt nicht klar. Ja, aber das finde ich wirklich ein großes Problem des Films. Jede Minute frage ich mich, warum ist sie noch da? Er hat sie entführt. Der Film beginnt damit, dass Indiana Jones der Bösewicht ist. Der macht den Bösewicht. Der hat sie nicht entführt. Die ist freiwillig mitgekommen und ich frage mich, warum? Ich habe keine Ahnung, warum die nicht dort geblieben ist. Stockholm-Syndrom. Um nochmal zum Anfang zurückzukommen. Er macht am Anfang den Bösewicht-Move. Ich glaube davor hat das noch nie ein Held in der Filmgeschichte gemacht, dass der Held die Frau nimmt und ihr eine Waffe an den Bauch hält und sagt, ich töte sie jetzt, wenn ihr mir nicht gebt, was ich will. Das ist ein ganz klassisches Trope. Das machen Bösewichter und sie lassen es Indiana Jones machen. Das finde ich auch irgendwie ganz geil. Ich finde es auch geil. Das führt nur dazu, dass ich am Anfang, wenn wir jetzt schon wieder am Anfang sind, dass ich am Anfang denke, sie gehört dazu. Weil ich ja denke, er ist ja der Held. Ja, genau. Also muss sie doch dazugehören und jetzt mitspielen. Aber nein, es stellt sich heraus, sie gehört, sie hat nichts davon geahnt und sie weiß überhaupt nicht, was das alles soll. Was ich natürlich als Turning Point dann schon wieder geil finde. Was ich ganz clumsy finde, ist dieser Typ, der da stirbt. Wir haben so viele Abenteuer erlebt. Stopp, eine Gedenkminute für Wuhan. Das reicht. Länger kommt da nicht vor. Nein, nein. Ich finde es voll gut, weil... Warum findest du das? Ich finde das total dämlich, weil wir nichts von ihm wissen, nichts kennen. Genau, das ist das, was Star Wars macht. Das ist das Geile, was Star Wars macht. Der Film startet im Geschehen. Weißt du, wir werden reingeworfen und wir kriegen ein Universum präsentiert. Und das macht Star Wars ja auch. Wir steigen damit ein, dass ein Raumschiff von einem anderen beschossen wird. Roboter sind auf der Flucht. Wer ist das? Wo sind wir? Was soll das? Das ist vollkommen in Ordnung, ist vollkommen richtig. Aber der kann auch meinetwegen viele Abenteuer mit ihm erlebt haben und da sterben und das ist furchtbar traurig für Indiana Jones. Aber ist es furchtbar traurig für Indiana Jones? Offensichtlich. Ich sehe nur wenig davon. Und, ähm, zum anderen, warum muss er dann einen Monolog kriegen, der Exposition schreit? Warum muss der dann sagen, also wir haben, wir kennen uns schon seit Jahren, wir haben viele Abenteuer erlebt und das ist wahnsinnig traurig. Ich hätte alles für dich getan und jetzt bin ich anscheinend der Erste von uns beiden, der gehen muss. Entschuldigung, da ich diese Antwort ständig wiederholen könnte, weil es Palp ist. Das macht Palp. Das ist geil. Natürlich ist es totaler Bullshit. Natürlich haben wir keine emotionale Bindung zu diesem Typen. Nein. Aber in diesem Moment wird ganz kurz so ein kleines Universum eröffnet, wo wir sehen, wie Indiana Jones mit dem durch halb China reist und diese tolle Motorradfahrt über die chinesische Mauer macht, die sie nicht machen konnten. Die sie nicht machen konnten, ja. Aber dann gib mir doch irgendwas. Nein. Dann gib mir doch so was Kleines, wo ich erwöhne. Alter, du hast Fantasie. Du hast doch auch einen eigenen Kopf. Aber dann muss ich den Film einhalten und mir erst mal eine eigene Geschichte ausdenken. Deämlich. Nein, nein, nein, nein. Das funktioniert so überhaupt nicht. Also es ist furchtbar, aber ich finde den Anfang trotzdem noch okay. Ich komme damit gut klar, weil ich auch irgendwie cool finde, wie Indiana Jones diesen Handel treibt und dass er eben nicht nur der Gute ist, sondern eben dass er in dem Moment einfach der Bösewicht ist eigentlich auch. Bei dir bricht es, wenn sie in Indien ankommen, ne? Ja, irgendwie schon. Die kommen da an, sehen den Typen mit den weißen Haaren und der etwas dunkleren Haut als sie und sagen, oh, wir sind in Indien. Okay. Sie waren aber von China Richtung Westen unterwegs. Also dass sie in Indien abgestürzt sind, ist vielleicht auch einfach so ein bisschen... Warum fliegt Indiana Jones eigentlich immer mit diesen kleinen Maschinen? Das ist im ersten Teil auch so. Und immer, wenn er irgendwie unterwegs ist mit dem Flugzeug, ist es immer so ein kleines Frachtflugzeug, was ich kaum über dem Boden halten kann. Es ist extra für ihn gechartert. Aber ja, ich bin ja voll bei dir. Wir haben diese Rassismen und wir haben dieses Sexismen und ich muss immer dazu sagen, wenn ich diesen Film verteidige, ich habe natürlich meine Nostalgiebrille auf bei diesem Film. Weil das ist der Indiana Jones, den ich am meisten gesehen habe. Das ist der Film, der meine Liebe für Indiana Jones geweckt hat. Das war der erste Indiana Jones, den ich gesehen habe. Ja, ja, ja. Das spielt eine große Rolle dabei. Und ich sehe die ganzen Flaws. Ich sehe diese White Savior-Geschichte, die wir dann in Indien haben. Das ist einfach das bestimmte Merkmal. Du hast einfach Glück gehabt, dass du als Kind das alles nicht verstanden hast, was da an Scheiße drin ist. Ja, aber ich kann jetzt trotzdem zumindest honorieren, dass dieser Film mutig ist und wirklich was anderes macht als der erste Teil. Ich finde auch, um ein bisschen vorweg zu nehmen zur nächsten Episode, auch im Kontrast zum dritten Teil, der ja wieder sehr nah am ersten ist, was Inszenierung betrifft und was Story betrifft, kann ich das einfach honorieren, dass er da was anderes versucht. Geht es schief? In ganz vielen Momenten. Es ist das Schwarze Schaf der klassischen Filme auf jeden Fall. Aber ändert nichts daran, dass er trotzdem irgendwie Spaß macht. Er ist rassistisch, er ist sexistisch, sehe ich alles. Aber irgendwie schafft er es, um seine beiden großen Action-Szenen und um diese komische Horror-Dämonen-Geschichte drum herum was zu entwerfen, was als Spektakel total gut funktioniert. Ja, also ich finde tatsächlich das Spektakel an sich drumrum auch total gut. Dir macht der Rassismus den Film so kaputt, dass das Spektakel nicht mehr genießen kann. Der Rassismus und der Sexismus. Weil sie wirklich den ganzen Film hindurchkreischt, werde ich immer wieder rausgerissen. Und sie ist so schlecht geschrieben. Und es tut mir so wahnsinnig leid um diese Frauenfigur, die eigentlich gut hätte sein können. Sie hätten wirklich was daraus machen können. Aber sie haben sich dafür entschieden, eine ganz furchtbare Frau, die, haha, sie kommt nicht auf den Elefanten klar, haha, sie sagt, ich habe einen Sänger, und ich kann nicht wieder. Also was ist das alles? I hate development. Frage. Genau. Und dann, oh nein, sie sind in der Wildnis, und sie erschrickt vor jedem Tier, das da um die Ecke guckt, die natürlich alle da sind, weil sie nicht laut genug ist, um sie zu verscheuchen. Aber ist es nicht geil, wenn wir die Schlangen-Szene haben? Also Indiana Jones hat ja Angst vor Schlangen. Indiana Jones hat ja Angst vor Schlangen. Indiana Jones kriegt dann auch wieder diesen überraschenden Blick. Ich liebe es, wenn Herman voll überraschend guckt. Absolut, ganz großartiger Blick in dem Moment. Das Problem ist bloß, dass ich denke, er hätte dem Elefanten jetzt fast den Rüssel abgerissen, mit der wehemänstigen, sie die Schlange da weggezogen hat. Also das Parfüm, was sie da vorher auf seinen Kopf macht, war auch nicht besonders. Weil wir auch grundsätzlich darüber reden können, es ist nicht so geil, auf Elefanten zu reisen. Überhaupt nicht. Leute, wenn ihr in Ägypten oder Afrika oder sonst wo Urlaub macht, reitet nicht auf Elefanten. Tut es nicht. Es ist ein No-Go. Aber das war auch die Welt damals, es ist auch nochmal was anderes. Temple of Doom. Riesiger Box-Office-Erfolg. Rekordgebrochen. 45 Millionen in der ersten Woche. Alltime-Rekord. Der ist voll abgegangen. Bei der Kritik nicht besonders gut angekommen. Ja, das kann ich mir denken. Warum bloß? Aber offensichtlich gibt es genug Rassisten da draußen, die das gut fanden. Roger Ebert hat ihm eine 4 von 4 Sternen gegeben. The most cheerfully exciting, adventure movie since Raiders. Es ist nicht das erste Mal, dass er rassistische Filme gut findet, die er später in seiner Karriere nochmal kurz anschaut und sagt, ja, vielleicht war es nicht so geil. Ich glaube, Leute, die diesen Film nicht mögen, haben das Grundkonzept von Indiana Jones nicht verstanden. Und haben nicht verstanden, dass Indiana Jones silly, racist, dumm und albern ist. Merk dir diesen Take. Merke ich mir gern, ich weiß, worauf du hinaus gehst. Aber das, liebe ZuhörerInnen, erfahrt ihr in der nächsten Episode. Aber wir sind noch nicht am Ende. Oh Gott, wir sind schon sehr weit, Plor. Ich gucke nochmal durch meine Notizen, ob mir noch was wichtiges einfällt und dann versuchen wir zu rappen oder wie ist das? Hast du noch viel? Ich hab nichts mehr. Du hast nichts mehr? Ich habe den Film verteidigt mit meinem Herzblut. Und du hast absolut gelost dabei. Oh, großartige Szene. Wenn er an den Klippen ist, an den Felsen, zwei Schwertmänner greifen ihn an und er will sie erschießen. Und er schafft es nicht, weil er keine Pistole hat. Es ist wirklich eine ganz tolle Referenz. Das ist wirklich toll gemacht, ja. Diese Brücke, die da einmal zerschlagen wird, also natürlich völlig ridiculous, weil sie zerschmettert werden würden. Aber finde ich auch on brand, voll Kanne. Wird ja auch viel kritisiert, aber ich finde es total in Ordnung, weil Angelina Jones immer irgendwie ridiculous ist. Ich finde die Kindersklaven auch irgendwie lame, muss ich sagen. Kindersklaven, okay, ja. Natürlich finden alle Scheiße und dann sind sie alle dafür, dass die haben Kinder. Denkt den keiner an, die Kinder. Es ist tatsächlich auch, wo Angelina Jones so eine moralische Stärke kriegen soll, weil wir haben ja diese Szene, wie er die Steine entwendet und dann glücklich ist und dann hört er erst diese Peitschgeräusche. Und oh nein, jetzt kann ich nicht gehen, ich muss noch was tun. Und dann macht er das dümmste überhaupt und wirft einfach mit einem großen Stein gegen diesen Typen mit der Peitsche. Das schlimmste, idiotischste überhaupt. Aber es passt wieder dazu, dass er auch mal Fehler macht und dass er impulsiv handelt. Das war auch vollkommen in Ordnung. Ich finde diese Kinderklaven-Sache ein bisschen lame, ein bisschen billig. Wir haben keinen richtigen Bösewicht in diesem Film. Also diese Figur des Bösewichts, der dann ja der okkulte Hohe Priester ist, wird öfter mal gelobt, dass er so cool aussehen würde. Ich finde, das ist ein echt lamer Bösewicht, weil er im Gegensatz zu anderen Bösewichten interagiert er nicht mit Indiana Jones außerhalb vom Prügeln und Kämpfen. Ja, ja, genau. Wir haben so tolle Bösewichter bei Indiana Jones, die halt irgendwie eloquent sind und intelligent. Und Balog ist ein toller Bösewicht. Ja, total. Auch wenn das Klischee des kultivierten Bösewichts volle Kanne erfüllt, aber das ist vollkommen okay. Und ausgerechnet den Bösewicht, der von einer anderen Kultur ist, weil sonst sind es immer Europäer oder Amerikaner, die als Bösewichte fungieren, oder Russen. Wie gut findest du, dass ausgerechnet der aus einer anderen Kultur als der westlichen, wird so tumb dargestellt und eher so ein Hau-drauf-Bösewicht. Naja, ein bisschen meh. Wie gut findest du die Liebesgeschichte in Anführungsstrichen zwischen den beiden? Möchtest du da irgendwas verteidigen vielleicht? Darin gibt's nicht zu verteidigen. Das ist keine sinnvolle Liebesgeschichte. Ich verstehe auch diese Szene nicht, wenn sie miteinander flirten und dann der Flirt zum Streit wird. Fragezeichen! Warum flirtet ihr gerade? Warum streitet ihr gerade? Warum bist du jetzt weggegangen? Warum wartet ihr jetzt aufeinander? Das macht alles keinen Sinn! Ich geb dir fünf Minuten, du musst hier sein, in fünf Minuten. Und wie die überhaupt da reingerutschen, von null auf hundert fangen die an, rumzuknutschen und ich verstehe nicht warum. Dieser ganze Dialog wirkt, als wäre er von einer künstlichen Intelligenz geschrieben worden. Die keine Ahnung davon hat, wie Menschen miteinander interagieren. Ein perfekter Vergleich, absolut. Es ist unglaublich und ich weiß überhaupt nicht, was sie da geritten hat. Das Einzige, was mir das vielleicht erklären könnte, was auch nur schlecht ist, dass die beiden einfach horny sind und sich gedacht haben, wir müssen jetzt aber irgendwie noch Sex haben, ich habe lange keinen Sex mehr gehabt. Was ich einen legit Grund finde, finde ich vollkommen okay, vor allem wenn sie sagt, ich hole mir das jetzt, oder ne, dann macht das, aber dann erklärt mir das auch. Dann versucht man nicht, eine Liebesgeschichte unterzumogeln, sondern dass die beiden einfach horny und gut ist. Ich glaube, es ist noch nicht mal das Horny Ding, was mich stört, dass sie dann so in einen Streit plötzlich geraten. Sie sind kurz vorm Sex und kommen dann in einen Streit darüber, wer wen mehr will? Seid ihr zwölf? Ja, vor allem es geht ja nicht nur darum, dass sie will, dass er sie mehr will oder andersrum oder nicht will, dass sie mehr will. Wer gewinnt eigentlich? Wer gewinnt eigentlich? Gewinnt derjenige, der mehr will, den anderen will oder gewinnt derjenige, der den anderen weniger will. Was ist die Psychologie dahinter? Na, die Psychologie dahinter ist, ich bin sexier als du, du hast es nötiger als ich. Aha! Glaube ich, oder? Deswegen gehen sie dann am Schluss getrennte Wege und dann heißt es so, wer hält jetzt länger durch? Ah, ja, ja, okay. Wer hat es nötiger als der andere? Das finde ich einen guten Punkt. Aber dass wir darüber reden müssen und dass der Film irgendwie uns nicht erklärt hat. Die haben auch null Chemie zusammen, ne? Also ich hab ja vorhin so ein bisschen über die Chemie zwischen Indiana und Marion abgehetet. Es ist was anderes. Und wenn man diesen, und ich kann es total gut verstehen, wenn man diesen Film gesehen hat, dass man dann sagt, oh, die Chemie zwischen Marion und Indiana Jones ist doch total krass. Aber das liegt nur daran, dass man diesen Film als Referenz nimmt. Das sollte man vielleicht nicht nehmen. Und dann am Ende, das schlimmste Ende, was du dir vorstellen kannst, sie sagt legit, Alter, das war ein Abenteuer, das will ich nie wieder erleben. Das ist totale Scheiße. Ich bin raus hier, lass mich los in Ruhe mit deinem Müll. Ich komme nicht mit. Und alles, was er machen muss, ist die Peitsche zu schwingen, sie wieder an der Hüfte zu packen und wieder ranzuziehen und sie schmelzt dahin. Was zur Hölle? Ist das Lucas, George Lucas Fantasie davon, wie er seine Frau hätte behalten wollen oder sollen oder nicht? Oder was? In jedem einzelnen Indiana Jones Film haben wir so eine Szene, wo Indiana Jones knallhart, no means no ignoriert. Aber nicht so massiv wie hier. Hier ist wirklich so kondensiert. Ich weiß nicht, nee. Du kannst noch mal drauf zurückkommen. Im ersten Teil hast du da irgendwas? Lass mich mal im ersten Teil überlegen. Da wird nur darauf referenziert? Ja, im ersten Teil wird nur erzählt, dass er... Aber im ersten Teil hat er offensichtlich das Schlimmste gemacht. Ja, das stimmt wohl. Wir brauchen glaube ich nicht groß... Wir haben offensichtlich hier einen Dissens, was die Qualität dieses Films betrifft. Naja. Weil ich ein Rassist bin und Johannes Mor nicht versteht. Um das nochmal so zusammen zu passen. Sehr gut, genau. Das ist doch gut. Das ist doch eine gute Zusammenfassung unseres Podcastes. Flor ist der Rassist und ich bin derjenige, der keinen Humor hat. In diesem Sinne werden wir diese Episode langsam abschließen und werden die nächsten beiden Filme von Indiana Jones in der nächsten Woche besprechen. Bleibt dran. Heute gibt es einfach nur ein Outro und es sollte euch Johannes noch einmal auf der Okulele die wunderschöne Musik von John Williams spielen. Wir haben noch nichts zu John Williams gesagt, deswegen müssen wir nächste Woche einfach kurz damit einsteigen, dass wir sagen, wie großartig John Williams ist. Das kriegen wir auf jeden Fall hin. Johannes, vielen Dank für das Gespräch über diese beiden Filme. Vielen Dank dir durch das Chaos hindurch, weil es ja doch sehr viel ist und danke euch da draußen, dass ihr uns zugehört habt. Wenn es euch gefallen hat, wir haben noch ganz viele andere Episoden, wo wir über ganz viele andere Filme reden. Ansonsten, nächste Woche geht es weiter. Wir reden über Indiana Jones in der letzte Kreuzzug und Indiana Jones und den Kristallschädel. Da kommt noch was dazwischen. Also bis dahin, euch eine schöne Woche und wir hören uns. Bis dann, ciao.
