Episode 130: Indiana Jones II – The Last Crusade / Kingdom of the Crystal Skull
Weiter geht es mit unserer großen Indiana Jones Retrospektive. In dieser Episode reden wir über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, der die klassische Trilogie 1989 abschließt, und über „Das Königreich des Kristallschädels“, der sie 2008 fortführt.
Außerdem nehmen wir uns noch ein wenig Zeit für all die anderen Publikationen, die rund um den Indiana Jones Kosmos entstanden sind: Videospiele, Bücher, die Serie über das Leben des jungen Indiana Jones…
Zum Abschluss unserer Retrospektive versuchen wir uns noch an ein paar kleinen Rankings: Wer ist der witzigste Sidekick? Wer ist die coolste Love Interest, der beste Bösewicht, was ist das beste Artefekt? Und natürlich, wer ist der größte Indiana Jones overall, und welcher Film hat uns denn nun am meisten Spaß gemacht?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 130: Indiana Jones II – The Last Crusade / Kingdom of the Crystal Skull Publishing Date: 2023-06-28T08:24:25+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2023/06/28/episode-130-indiana-jones-ii-the-last-crusade-of-the-crystal-skull/
Johannes Franke: Die beziehen sich fast alle nur darauf, dass da Dinge passieren, die nicht passieren könnten. Und ich denke die ganze Zeit, ja, guck dir die ersten drei Filme an. Was hast du für ein Problem?
Florian Bayer: Und wieder die Frage, da hört deine Suspension of Disbelief auf?
Johannes Franke: Das ist der Moment, wo du sagst, da stimmt doch etwas nicht. So, herzlich willkommen liebe Zuhörenden da draußen zu unserer zweiten Folge unserer Indiana Jones Retrospektive.
Florian Bayer: Ja, so würde ich es nennen. Ich glaube, das ist auch der Titel, den ihr jetzt gerade lest. Vielen Dank, Johannes, nochmal für das tolle Intro.
Johannes Franke: Ja, gerne, gerne.
Florian Bayer: Und wir haben ja gesagt, wir wollen einmal ganz kurz damit einsteigen, dass wir sagen, wie großartig John Williams ist. Ja. Das ist einfach einer Meinung, oder?
Johannes Franke: Absolut. Also diese Musik ist der Hammer. Er hat ja viel darüber nachgedacht, was er machen will und wie er es machen will und so und hat wirklich... sich voll reinbegeben in die Erkenntnis, dass es kein ernsthafter Score sein soll, sondern einfach lighthearted, comedic, slapstick, Und er hat das so gut gemacht. Das ist so ikonisch geworden. Es ist der Hammer.
Florian Bayer: Es gibt ja dieses eine große Main Theme, was du jetzt auch gespielt hast. Ja. Und das hat, obwohl es lighthearted ist, so total diesen Geist von Abenteuer, von Action. Ja, man will allein schon wegen der Musik, will man zusammen mit Indiana Jones durch den Dschungel robben, Geheime Tempel entdecken und dann irgendwie wie vor irgendwem fliehen und in letzter Sekunde auf ein Flugzeug springen und dann diese Musik hören.
Johannes Franke: Aber ist das nicht auch, weil die Musik wir damit so verbinden? Also ich meine, würde die Musik, ohne dass wir Indiana Jones kennen, den gleichen Effekt haben?
Florian Bayer: Das ist eine sehr gute Frage und die können wir natürlich nicht beantworten. Ich finde sie zumindest, was so Action-Unterlegungen betrifft, finde ich sie besser als Star Wars. Die zweite große John-Williams-Symphonie. Star Wars hat tolle Lieder. Und gerade was so Liebesszenen betrifft oder auch so ... Sehnsucht-Szenen, was Pathos betrifft, ist Star Wars höher als Indiana Jones. Aber was Abenteuer betrifft und so Action, ist dieses Indiana Jones-Main-Theme schon was... ganz Besonderes.
Johannes Franke: Ja, das stimmt.
Florian Bayer: Und John Williams hat viele großartige Sachen geschrieben für viele Filme und hat ja auch so einen spezifischen symphonischen Stil, den man sehr leicht wiedererkennt. Ich würde behaupten, Indiana Jones ist sein bestes Werk, was für Musik betrifft.
Johannes Franke: Da darf ich nicht mitgehen, weil ich nicht weiß. Ich habe nicht genug von ihm im Kopf. Weil er so viel gemacht hat, würde ich da sagen, bin ich raus. Ich traue ihm alles zu. Ich weiß es nicht. auch weiter miteinander gearbeitet, ne? Also Steven Spielberg hat ihn nicht mehr losgelassen quasi.
Florian Bayer: Ja, und auch vollkommen zu Recht. Also für Jurassic Park hat ja großartige, pathetische Musik gemacht. Natürlich, die Star Wars Musik ist toll. John Williams, man vergisst das so schnell, weil es weil es auch so ein bisschen eine andere Seite von Journalism ist, hat auch die Musik zu Harry Potter gemacht, die auch richtig stark ist. Ein bisschen John Williams, der auf, wie heißt der, Tim Burton, Haus- und Hofkomponist.
Johannes Franke: Achso, Danny Elfman.
Florian Bayer: Ja, der so ein bisschen auf Danny Elfman macht, genau. Also Harry Potter ist so ein bisschen, John Williams versucht so ein bisschen Danny Elfman zu sein, aber es gelingt ihm trotzdem, er ist trotzdem großartig. E.T., der weiße Hai...
Johannes Franke: Ja, ich habe sogar mal ein Interview gesehen mit ihm, wie er darüber geredet hat, mit Steven Spielberg zusammen, wie sie reden über der Weiße Hai und wie das zustande gekommen ist. Steven Spielberg echt gedacht hat, als er mit diesem Düm-Düm-Düm-Düm-Düm kam, hat er gesagt, okay, du verarschst mich gerade. Vor allem, weil er wirklich immer nur die beiden Noten wiederholt und wiederholt und wiederholt und dann gesagt hat, nein, nein, vertrau mir, vertrau mir, das macht die Spannung, die du brauchst. Ja. Und Steven Spielberg echt gedacht hat, okay, der kommt jetzt gerade angereist in mein Zuhause. Hat riesen Gewäse drumrum gemacht, um mir diese beiden Noten vorzuspielen. Ich weiß ja nicht, was das werden soll.
Florian Bayer: Aber es ist gut. Es ist großartig. Okay, John Williams, der auch für den Score von dem nächsten Indiana Jones verantwortlich ist, nämlich Indiana Jones und der letzte Kreuzzug aus dem Jahr 1990. 89 Johannes. Du hast die letzten beiden Filme schon gemacht. Worum geht's denn?
Johannes Franke: Dieser Film spielt 1938, also später wiederum, später auch als der erste Film. Indiana Jones und Markus Brody sind dafür beauftragt, den Heiligen Graal zu finden. Werden damit zusammengeworfen mit Dr. Elsa Schneider. die sich vielleicht mehr oder weniger als Love Interest, als erstes auch als... einen Antagonist herausstellt, was auch ein interessanter neuer Twist ist, den wir auch besprechen werden. Das große neue Ding ist natürlich, dass er seinen Vater Sein Vater wurde entführt und den muss er wiederfinden und auch den heiligen Gral mit ihm zusammen. Und deswegen geht er überhaupt auch auf die Reise, weil eigentlich hat er gesagt, sucht euch doch jemanden, der mehr Ahnung von hat. Ja, und derjenige, der mehr Ahnung davon hat, ist halt dummerweise sein Vater gewesen. Wir finden dann raus, dass Elsa mit den Nazis zusammenarbeitet und der eigentlich ursprüngliche Auftraggeber Donovan auch.
Florian Bayer: Es beginnt eine Jagd nach dem Tagebuch. von Sir Henry Senior, dem Vater von Henry Junior, wie wir erfahren. Das ist nämlich der Name von Indiana. Weil in diesem Buch ist zu einem Information darauf drin, wie man den Kral findet, aber zum anderen auch... wie man an den Gefahren vorbeikommt, die auf dem Weg liegen, wenn man in diesen Tempel einbricht, der den Kral birgt.
Johannes Franke: Das Problem ist, dass der Vater sich nicht erinnert, wie das eigentlich ging, obwohl er es aufgeschrieben hat.
Florian Bayer: Obwohl er jahrelang daran geschrieben hat.
Johannes Franke: Ja, aber... Er hat es einmal reingeschrieben in dieses Buch und sagt auch, ja, deswegen schreibe ich es ja auf, weil ich es sonst vergesse.
Florian Bayer: Dann beginnt diese Jagd nach dem Artefakt und Indiana Jones typisch sind die Bösewichter wieder schneller. Und Indiana Jones muss dann am Schluss dazukommen, um den Tag zu retten und zu verhindern, dass der Kral in die Hände der Nazis gerät.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Johannes, wir haben letztes Mal schon ein bisschen drüber geredet, da habe ich gesagt, dass mein erster Film Tempel of... Doom war für viele unserer Generationen der letzte Kreuzzug der ersten Film. Du hast ja auch schon gesagt, du hast das Spiel gespielt.
Johannes Franke: Ich hab das Spiel wahnsinnig gern gespielt mit meiner damaligen besten Freundin. Und es war der Hammer. Ich habe es geliebt. Und ich habe im Spiel, ich glaube, ich habe das Spiel vorher gespielt, bevor ich den Film gesehen habe. Und ich weiß gar nicht, wie viel Zeit dazwischen ist, zwischen Spielen und Sehen. Ich glaube, es ist relativ viel Zeit sogar dazwischen. Weil ich glaube, dass ich im Kino saß oder, nee, nicht im Kino wahrscheinlich, sondern irgendwie zu Hause vor der VHS-Kassette saß. Und erst nach und nach mich erinnert habe, dass ich das ja gespielt habe und dass ich dann schon eigentlich weiß, was als nächstes passiert. Und dieses Videospiel, was ich gespielt habe, hat sich relativ nah am Film entlang gehangelt.
Florian Bayer: Ist ja auch von LucasArts entwickelt worden. Und das ist so ein Point & Click Adventure war das, ne? Ja. Wir kommen nachher noch mal ein bisschen zu den Spielen zu sprechen. Ich habe die beiden Point-and-Click-Adventures, die großen, von Indiana Jones auch gespielt und es gibt noch drumherum so ein bisschen mehr. Da kommen wir nachher noch drauf zu sprechen. Aber war das dein erster Indiana Jones damit?
Johannes Franke: Ich glaube nicht. Ich glaube, die Filme habe ich dann in anderer Reihenfolge vielleicht auch als den ersten zuerst oder so gesehen. Aber so genau ehrlich. erinnere ich mich nicht. Aber die Verbindung, es ist vielleicht ein bisschen wie bei Doctor Who, den ersten Doktor, den man kennenlernt, wenn man die Serie guckt. ist immer so ein bisschen dein Herzensdoktor. Ja. Weil man damit irgendwie reingeholt wird in die Welt. Und vielleicht ist es bei Indiana Jones auch so. Ich wurde mit diesem Film in die Welt reingeholt. durch das Videospiel und vielleicht spielt das auch eine kleine Rolle darin, dass ich diesen Film so toll finde.
Florian Bayer: Ich glaube, es ist der Film, mit dem viele unserer Generation Indiana Jones sozialisiert wurden.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Kann mich nicht mehr 100% ändern, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nach Tempel des Todes der zweite Indiana Jones war, den ich gesehen habe. Ich hab den ersten als letztes gesehen, ziemlich sicher. Da war ich halt auch komplett in dem Alter, wo ein solcher Film catcht. Und deswegen würde ich auch so ein Take-off machen, grundsätzlich von mir bestimmt lange, als der beste Indiana Jones gehandelt wurde. Und vielleicht auch heute noch, als der beste Indiana Jones gehandelt wurde.
Johannes Franke: Ich wollte gerade sagen, und seit der vierte raus ist.
Florian Bayer: Dazu kommen wir gleich, nicht spoilern. Er ist, und es ist auch nicht nur wegen der... zeitlichen Nähe nachvollziehbar, sondern ich finde, es ist auch der Film, der, wenn wir sagen, dass der Erst Indiana Jones so ein bisschen das Popcorn-Kino, das Blockbuster-Kino definiert. 80er Jahre, dann ist meiner Meinung nach Last Crusade der Film, der es perfektioniert. Es ist definitiv der Most Hollywood Indie und wahrscheinlich auch der Most Polished Indie.
Johannes Franke: Ja, also es ist vor allem, glaube ich... Das Lernen aus den Fehlern, die vielleicht nicht jeder als Fehler sieht, aber die zumindest Steven Spielberg als Fehler gesehen hat. Weil der sich später auch wirklich geäußert hat und gesagt hat, es gab genau zwei Gründe, warum er diesen Film gemacht hat. Zum einen hatte er George Lucas versprochen, dass er drei Filme macht. Und zum zweiten, er wollte sich ein bisschen entschuldigen. für den Film davor, der sehr dark für ihn, also für seine Begriffe sehr dark und nicht sehr schön war. Und auch eine schlechte Assoziation für ihn darstellt mit dieser Filmserie.
Florian Bayer: Und dafür hat dieser Film ja wirklich eine krasse Genese durchgemacht, schon wenn es ums Skript geht. Er ist durch mehrere Hände gegangen. Der Ursprung war, dass George Lucas eigentlich einen Geisterhausfilm drehen wollte. Und er hat sogar... dafür schreiben lassen. Diane Thomas.
Johannes Franke: Er hat schon so lange an diesem Geisterhaus gehangen. Davor hat er ja auch schon überlegt, ob das ein Geisterhaus-Ding wird.
Florian Bayer: Spielberg hat überhaupt keinen Bock da drauf und hat gesagt, ey, ich hab meine Horrorfilme gemacht, ich will was anderes machen. Und dann Chris Columbus. Der große Chris Columbus.
Johannes Franke: Der große, der Amerika besetzt hat?
Florian Bayer: Der Chris Columbus, der später für Harry Potter unter anderem bekannt werden sollte, der hat einen Entwurf geschrieben, der dann irgendwann in den 90ern geleakt wurde. Aber auch den fand Spielberg nicht so cool. Und dann kam die Idee raus, wir sind jetzt Mitte der 80er Jahre, von Spielberg... Hey, lasst uns doch diesen Henry Jones Senior ins Spiel bringen. Lass uns doch eine Vater-Sohn-Geschichte erzählen.
Johannes Franke: So eine gute Idee. Und auch Harrison Ford hat sofort gesagt ... Es ist eine geile Idee, weil dann die andere Seite von Indiana Jones rauskommt. Mal noch was anderes beleuchtet werden kann, eine andere Beziehung dargestellt werden kann.
Florian Bayer: Und dann nehmen sie Sean Connery, der, wenn wir nach dem Alter der Schauspieler gehen...
Johannes Franke: Zwölf Jahre älter. Zwölf Jahre. Mit zwölf hat er also ein Kind bekommen.
Florian Bayer: Nun gut. Kein Wunder, dass Indiana so geworden ist, wie er ist. Und dann haben sie aber wirklich auch alles gemacht, um den Altersunterschied zu negieren. Und es ist ihnen gut gelungen. Sie haben Indiana Jones deutlich auf jünger und frischer gemacht und Sean Connery so mit Maske und einfach mit Auftreten, auch mit mit dem Kostüm, mit diesem tollen Fischerhut.
Johannes Franke: Der Fischerhut ist großartig, oh mein Gott.
Florian Bayer: Sie haben sich ja wirklich am Opa orientiert. Das ist quasi ein Original, ein echter Opa. Ja. Als Vorlage, wie er denn aussehen könnte. Von der Kostümbildnerin, der Großvater.
Johannes Franke: Ja, ich glaube, das war das. Das Problem war aber auch noch, dass sie ja im Grunde Sean Connery nur einmal einkleiden können. Der muss ja den ganzen Film das gleiche Zeug tragen. Das heißt, es musste wirklich on spot sein. Sie konnten nicht in verschiedenen Szenen unterschiedliche Sachen erzählen mit dem Kostüm, was ja viel und gerne gemacht wird. Insofern musste das on point sein und die Brille, die sie aufgesetzt haben, haben sie auch extra designen lassen und herstellen lassen, weil es keine auf dem Markt gab, die so aussah, dass sie das wieder gibt, was sie wollten.
Florian Bayer: Auch wieder so dieses Problem, dass sie zum einen den Zeitgeist treffen wollen, von der Zeit, in der sie erzählen, Ende 30er Jahre. Und andererseits halt so ein typisches Großvaterbild entwerfen. Und ich finde, es trifft es voll gut. Voll. Also Sean Connery in diesem Film, können wir einmal kurz betonen, dass es so toll ist, dass Sean Connery, dass James Bond der Vater von Indiana Jones ist.
Johannes Franke: Ja, ja, ja. Ja, ja, gerne.
Florian Bayer: Sean Connery wirkt wie ein richtig sympathischer und teilweise auch anstrengender Opa, der irgendwie so aus einer anderen Generation ist. Und der entsprechend auch eine gewisse Strenge hat, mit der es schwer ist, klarzukommen. Der irgendwie so seine Flaws hat und der irgendwie auch... komisch ist und man denkt sich vielleicht, so jemanden als Vater zu haben, wäre nicht so cool, aber ihn als Opa durch das Geschehen trotten zu haben, ist einfach cool.
Johannes Franke: Allein wie er mit seiner Tasche und dem Schirm auf dem Schoß da sitzt und kritisch guckt. Ist einfach der Hammer.
Florian Bayer: Dieser tolle Blick, dieser kritische Blick, wenn Indiana Jones, nachdem er die bösen Buben fertig gemacht hat, lacht und guckt zu ihm auf der Suche nach Bestätigung. Und er guckt einfach nur so.
Johannes Franke: So ist das also heutzutage. Er macht das wirklich ganz, ganz toll. Ich komme allerdings über den Akzent nicht hinweg.
Florian Bayer: Klingt der dir zu schottig? Es wird draufgesetzt. Es ist mir überhaupt nicht aufgefallen. Was? Wirklich? Nein, ich fand den Akzent überhaupt in Ordnung. Was hatte ich gestört am Akzent? Das musst du jetzt sagen. Es hat mich überhaupt nicht gestresst.
Johannes Franke: Diese Zischlaute, diese Ischlaute, die so übertrieben reingepflanscht sind, sind wirklich dolle.
Florian Bayer: Krass. Nö.
Johannes Franke: Echt?
Florian Bayer: Komplett nein. Oh mein Gott. Nein, ich finde alles an diesem Charakter... passt perfekt. Und wenn wir schon beim Charakterspiel sind, wir sind ja jetzt bei so einem Sidekick und wir hatten im ersten Indiana Jones Film auch Sidekicks. Wir haben hier zwei Sidekicks, die wiederkehren.
Johannes Franke: Die
Florian Bayer: deutlich größere Rollen kriegen als im Janet-Jones-Film. Zumindest Marcus Brody, Salah eigentlich eher weniger sogar.
Johannes Franke: Ja, ja, ja.
Florian Bayer: Aber was für tolle Sidekicks sind das. Ich liebe Marcus Brody in diesem Film.
Johannes Franke: Volle Kanne. Also eine der lustigsten Stellen im Film ist, wie Indiana Jones dem Nazi sagt, der ist längst über alle Berge, ihr kriegt ihn nie, er versteht alle Spiele. Er kann alles, er wird untertauchen und dann der Schnitt, kann jemand Englisch?
Florian Bayer: Dan Holm Elliot, der im ersten Teil eigentlich wirklich nur so ein bisschen Stichwortgeber war für ihr, ich nehme deine Kunstschätze an. Darf hier als etwas verstruppelter, etwas desorientierter Bücherwurm und ... Museumsbesitzer da rumstolpern und scheint immer so ein bisschen Fehlernplatze zu sein. Und das Krasse ist, dass man ja tatsächlich denkt, ey, mit Henry hast du ja so einen Sidekick, so einen alten Typen, der so ein bisschen Fehl am Platz ist in dem Geschehen. Du bräuchtest nicht noch einen zweiten, aber doch. Aber wirklich, das ist so toll. Und jede Szene, in der er ist, ist Gold wert. Und gerade dieses Zusammenspiel mit Salah, den man noch aus dem ersten Teil kennt. Es ist ein tolles Wiedersehen. Und das ist natürlich, was diesen Film stark macht, dass er sehr viel auf den ersten referiert, dass er uns interessiert. Es gibt immer wieder so Wiedersehensmomente.
Johannes Franke: Es ist Fanservice, muss man sagen.
Florian Bayer: Absoluter Fanservice.
Johannes Franke: Der ganze Film ist nur Fanservice. Ich weiß nicht, vielleicht gibt es ein paar kleine neue Sachen, die man irgendwie findet, aber... Eigentlich ist fast alles eine Variante des ersten Films, was kein Kritikpunkt ist, was echt kein Kritikpunkt ist von mir. Ich finde das großartig.
Florian Bayer: Wenn der erste Teil ein Rohdiamant ist, als dass man ihn sehen könnte, ein Popcornkino-Rohdiamant, dann ist das hier die geschliffene Version davon. Und es ist so gut geschliffen, dass das überhaupt nicht stört. Also ich hatte bei keinem Moment das Gefühl, ihr wiederholt euch. Obwohl Wenn sie sich ständig wiederholen. Natürlich gibt es ein paar Neuerungen. Zum Beispiel, es ist das erste Mal, dass Indiana Jones für einen wesentlichen Teil der Handlung nach Europa reist. Also klar, sie sind auf so einer Kreta-Insel, irgendwo in der Nähe von Kreta im ersten Teil ganz am Schluss, aber das spielt keine Rolle, weil das nicht wirklich Europa ist, weil wir da nur durch Höhlen gehen. Hier sind sie zum ersten Mal in Europa, sie sind in Venedig und sie gehen mal durch europäische Kultureinrichtungen.
Johannes Franke: Ja, ja, ja.
Florian Bayer: Das ist ganz nett. Das ist wirklich eine Abwechslung, weil das so diesen Exotismus ein bisschen rausnimmt.
Johannes Franke: Ich finde auch die Atmosphäre in Venedig total schön. Es ist super großartig. Ich finde ganz toll, wie sie in der Kirche, wo Indiana Jones... Kurz vorher, vielleicht auch im Teil davor, ich weiß nicht, irgendwann mal sagt, X never marks.
Florian Bayer: Das ist in diesem Teil. In diesem Teil ist das ganz am Anfang, wenn er in der Schule steht.
Johannes Franke: Es ist so geil.
Florian Bayer: Und dann, ex, magst du Spot.
Johannes Franke: Dann ist er in der Kirche und guckt von oben drauf und geht extra da hoch, damit wir mit der Kamera da runter gucken können. Es ist so obvious. Er hat keinen Grund, da hochzugehen. Aber die Kamera muss da hoch, um zu sehen, wie dieses X das Spot markt.
Florian Bayer: Eine der witzigsten Szenen der Trilogie, wenn wir dann diesen Bibliothekar haben, der seine Stempel macht. Und während die Diana Jones auf den Boden einprügelt und dieser Typ guckt seinen Stempel an, total irritiert, weil er immer wieder dieses Wumm. Geräusch hört jedes Mal, wenn er draufschlägt. Total albern, total bescheuert.
Johannes Franke: Es ist total albern, super. Ich liebe es.
Florian Bayer: Aber um nochmal ganz kurz zurück zu springen, weil wenn der Vater sein Intro hat, haben wir ja zuerst ein Intro mit einem jungen Indiana Jones. ein bisschen eine Spiegelung auch von dem Intro des ersten Teils ist, weil auch hier wird so jemand mit Hut und der als Indiana Jones auftritt, verdeckt es Aber das ist ja nicht Indiana Jones, sondern der, der ihm später den Hut überreicht. Das ist einer der Antagonisten. Und Indiana Jones stattdessen ein Pfadfinder, gespielt von River Phoenix.
Johannes Franke: Diese Pfadfindergeschichte spiegelt so ein bisschen, dass Steven Spielberg und George Lucas selber Pfadfinder waren und die haben da ihre Erfahrungen so ein bisschen einfließen lassen. Ich war auch Pfadfinder. Ich war nicht Pfadfinder.
Florian Bayer: Pfadfinder sein war toll. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich bin eigentlich unbegabt für solche Sachen, aber ich war echt gerne Pfadfinder. Das war geil. Zeltlager waren toll. Zelte aufbauen war toll. Das kann ich immer noch, obwohl ich so ungeschickt bin in solchen Sachen. Zelt aufbauen kriege ich hin.
Johannes Franke: Okay. Was hältst du denn von River Phoenix in der Rolle und überhaupt? Also er sieht null aus wie Indiana Jones.
Florian Bayer: Nein, er sieht überhaupt nicht aus wie Indiana Jones. Er hat ja gesagt, er hat sich vorbereitet, indem er Harrison Ford kopiert hat.
Johannes Franke: Was ihm gelungen ist.
Florian Bayer: Ich finde ihn großartig. Ich finde ihn einfach toll.
Johannes Franke: Ich finde, er hat so, so gut bestimmte Maneerismen, bestimmte Art und Weise zu laufen und so weiter. Er hat da wirklich viel gemacht. Er sieht halt leider überhaupt nicht aus wie Indiana Jones.
Florian Bayer: Das ist mir egal. Ich kenne das so aus der Kritik, dass man sagt, ach, der, der den Jungen spielt, sieht nicht aus wie der Alte. Es ist mir egal, solange das Verhalten stimmt, solange die Mimik und Gestik stimmt. Und ich finde, das kriegt er hin. Gerade so dieses, wenn er irgendwo rumstolpert, in den Schlangen landet. Oh, wir erfahren, warum Indiana Jones Angst vor Schlangen hat. Das ist schön. Sie erfahren alles.
Johannes Franke: So viel erzählt. Meine Güte, das muss echt, die ersten fünf Minuten müssen so viel Heavy Lifting machen für Geschichte. Wir erklären, wieso der eine Narbe am Kinn hat. Wir erklären, wieso er die Peitsche hat. Wir erklären den Hut. Es ist wirklich... Die Ikonographie wird einmal aufgebaut.
Florian Bayer: Aber es wirkt nie wie ein Tutorial oder so. Doch. Nein. Du machst mir nicht den Anfang von Indiana Johnson letzte Kreuzung kaputt. Nein, muss ich den nicht kaputt machen. Von Anfang bis Ende ist das fantastisch. Ich find's... River Phoenix trifft nicht nur Harrison Ford, sondern auch Indiana Jones. Und er muss nicht aussehen wie er. Und diese ganzen Sachen, die reingebracht werden, diese ganzen kleinen Dinger ... Es ist vollkommen egal. Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich nicht viel über Indiana Jones. Kein Moment, wo ich dachte, ihr wird mir was erklärt.
Johannes Franke: Ich finde, es ist total das Tutorial, aber ich habe überhaupt gar kein Problem damit.
Florian Bayer: Okay, das nehme ich. Okay, ist in Ordnung. Solange das mir nicht kaputt war, ist alles gut.
Johannes Franke: Aber es ist schon wirklich volle Kannen-Tutorial.
Florian Bayer: Nein, es ist kein Tutorial. Ja, es ist ein Tutorial, aber es wirkt nicht wie ein Tutorial. Es macht einfach Spaß, weil du springst so von Ereignis zu Ereignis und es ist einfach geil. Und ja, natürlich. Natürlich ist das teilweise ein bisschen plump, spätestens, wenn ihm dann der Hut aufgesetzt wird.
Johannes Franke: Was zur Hölle ist das für ein Zirkus? Was hat der Zirkus mit so vielen Schlangen zu tun? Was hat der Zirkus mit diesen ganzen Tieren, mit diesem... Dann ist natürlich dann noch ein Magic. Ein ganzer Waggon für den Zauberer.
Florian Bayer: Alter, ist doch vollkommen egal. Was ist das für eine geile Kamerafahrt, diesen Zug entlang?
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Was ist das für eine wahnsinnige ... Also, ich meine, Indiana Jones lebt die ganze Zeit auch von Douglas Slocoms Kamera. Ja. Und in dieser Szene hat er einfach, er hat sich nicht selbst übertroffen, weil er kann sich nicht selbst übertreffen, weil er nicht zu übertreffen ist. Keine Ahnung. Es ist der alte Eisenbahnraub. Ja, genau. Großartig reformiert aufs klassische... Kino, aber das Ganze auch on steroids. Es ist einfach eine Nummer draufgesetzt und es ist toll.
Johannes Franke: Ich habe das Gefühl, dass ich auch ganz viele Filme danach einfach daran bedient haben auch noch. Also weil diese Gang über den Zug... Ich meine, sowas gab es früher auch und so, aber es ist halt einfach wirklich nochmal einen draufgesetzt und diese Ikonografie einmal zementiert.
Florian Bayer: Ja, vor allem auch wieder dieser Zug als Vergnügungspark. Er läuft da rum, er fällt in die Schlangen, er kämpft gegen den Löwen, er ist am Schluss in dieser Magic Box, wo er sich einmal verschwinden lässt. Funktionieren die normalerweise nicht so, dass die auf einer Bühne stehen und ein Loch im Boden ist? So ein Zug hat kein Loch im Boden, oder?
Johannes Franke: Der Zug hat offiziell in diesem Film ein Loch im Boden. Eine Falltür, die keinen Sinn macht.
Florian Bayer: Vielleicht hat ein Magier gedacht, irgendwann könnte es ja mal sein, dass wir keinen Aufführungsort finden und dann muss ich in diesem Zug meine Aufführung machen.
Johannes Franke: Ja, mit Sicherheit.
Florian Bayer: Und dann stelle ich die Kiste auch genau dahin, wo das Loch im Boden ist. Das macht total Sinn.
Johannes Franke: Absolut.
Florian Bayer: Suspension of Disbelief, so wichtig.
Johannes Franke: Für diese Filme brauchst du das auf jeden Fall, volle Kanne. Wer das nicht kann, vergesst die Filme, keine Chance.
Florian Bayer: Und dann haben wir uns unsere Love Interest slash Antagonistin Elsa Schneider. Wenn du als Archäologe sowas gegen Nazis hast und gegen Nazis kämpfst, vertraust du dann einer Elsa Schneider mit dem most German name ever?
Johannes Franke: Nein, tust du nicht, aber ich finde den Film so... Ich feiere den sehr dafür, dass er es tatsächlich schafft, ihm eine Love Interest zu geben, die sich als... Bösewichtin herausstellt. Ich finde es ganz toll, weil ich das eigentlich nicht erwartet hätte von Indiana Jones.
Florian Bayer: Es ist so der Bond-Moment, ne? Der krasseste ... Das ist Bond. Bond-Girls sind oft auf der Seite des Bösewichts. Elsa Schneider, gespielt von Alice, die wirklich einen guten deutschen Akzent hinkriegen.
Johannes Franke: Total. Ich hab gedacht, das ist eine deutsche Akzent. Wirklich, ich hab wirklich gedacht.
Florian Bayer: Das ist eine Irre, ne?
Johannes Franke: Kann sein.
Florian Bayer: Sie klingt so wunderbar deutsch. Sie ist eigentlich Österreicherin, also der Lorna nach.
Johannes Franke: Ach so.
Florian Bayer: Also sie küsst ihn ja und sagt dann, that's we will. Ah ja, stimmt, was wir in Österreich verabschieden. Ja, stimmt. Wo dann der Kontrast kommt mit dem Deutschen und das Österreichische ist doch ein bisschen anders. Angenehmer als das Deutsche. Aber sie hat keinen österreichischen Akzent, sondern sie hat einen deutschen Akzent. Aber ich glaube, die Amerikaner...
Johannes Franke: Die machen keinen Unterschied.
Florian Bayer: Zumindest Steven Spielberg und George Lucas haben da...
Johannes Franke: Nicht um die Zeit vor allem.
Florian Bayer: Genau, und wir haben wieder das Stable der Indiana Jones Filme, dass die Liebesgeschichte Null Sinn ergibt.
Johannes Franke: Es ist so absurd, dieser plötzliche Kuss wieder.
Florian Bayer: Ja, und auch wieder so, naja, so, hallo, Consent?
Johannes Franke: Ja, Consent war auch wieder, genau. Und dann... habe ich einmal die Luft angehalten und frage mich, okay, konsentfrei einfach mal küssen und dann küsst sie halt zurück. Okay, consent is given, aber... Ein bisschen zu spät.
Florian Bayer: Ja. Und es ist auch unabhängig da von der Frage, ist es halt auch einfach wieder, es kommt so plötzlich, dass es keinen Sinn ergibt. Sie flirten am Anfang ein ganz klein bisschen, aber das ist schon fast so ein braver Verhaltener-Flirt, wenn ihr ihr diese Blume schenkt. Ganz am Anfang. Und da gibt's halt sonst einfach keine großen Anknüpfungsprobleme. Aber hey, sie ist eine Frau, er ist ein Mann, er ist Indiana Jones, sie ist eine Frau, sieht gut aus. Also es ist klar, dass sie dann irgendwann an seinem Ohr knabbern wird. Was übrigens ganz süß ist, wenn sie sagt, I hate arrogant man, während sie an seinem Ohr rumknabbert. Das ist schon irgendwie ... Aber es ist genauso ... Wie gesagt, Indiana Jones hat keine guten Love-Stories. Die Love-Stories von James Bond waren besser. Und das hat schon viel zu heißen, weil die waren auch nicht gut.
Johannes Franke: Die waren auch nicht gut. Nein, was ich hier schön finde, ist, dass sie... eine eigenständige Frau mit einer eigenen Geschichte hat und mit einer eigenen Idee davon, wie so Dinge laufen sollen.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Vor allem auch, sich ein bisschen abgrenzt von der Ideologie und Idee der Nazis. Sie hat davon abweichend ein kleines bisschen eine andere Idee davon, was sie für richtig hält.
Florian Bayer: Sie macht halt auch das, was viele von diesen elaborierten Bösewichtern machen mit den Indiana Jones zu tun hat, dass sie sich mit dem Bösen verbrüdern, weil sie eigentlich ihr eigenes Ding durchziehen wollen. Das haben wir ja auch bei Belloc im ersten Teil. Und das haben wir hier ja auch bei unserem zweiten Antagonisten, Walter Donovan, Julian Clover, der eingeführt wird mit dem Star-Wars-Theme, was kurz angespielt wird. Das ist ja süß. Vertrau ihm nicht.
Johannes Franke: Vor allem, weil er ja auch in Star Wars mitspielt als Bösewicht.
Florian Bayer: Ja, genau. Also er schreit schon am Anfang so nach, man sollte ihm nicht vertrauen, aber sie genauso.
Johannes Franke: Genau.
Florian Bayer: Und trotzdem, ja, also ich glaube, ich kenne den halt auch zu gut, ich weiß es nicht mehr, aber ich glaube, ich fand das damals auch überraschend, dass sie doch... auf der bösen Seite ist.
Johannes Franke: Ja, und selbst wenn wir als Zuschauer sofort sehen, dass das durchschaubar ist, Würde ich sogar noch mitgehen, dass Indiana Jones, das Indie, das auch selbst durchschaut, aber mitgeht, um an die Sachen ranzukommen.
Florian Bayer: Ja, vielleicht. Dann haben wir wieder dieses Film-Nord-Ding, wo der Detektiv eigentlich alles durchschaut, aber sagt, ich spiel dein Spiel trotzdem mit. Sie ist am Anfang fatal, ne? Sie ist am ehesten... ob das von Fatal nahe kommt im Indiana Jones Universum?
Johannes Franke: Absolut. Also jetzt, egal ob er das durchschaut oder nicht, Ich finde, man kann Argumente für beides finden. Es ist trotzdem irgendwie eine gute Geschichte, eine gute Entwicklung. Ich finde das eigentlich wirklich sehr schön.
Florian Bayer: Also die Liebesgeschichte ist Bullshit, aber die Beziehung zwischen dir ist interessant. Genau, und er vertraut dir nicht. Also er sagt es ja, er hat versteckt das Buch. damit sie es nicht von ihm klaut. Und er ist sich auch unsicher, als sie dann vermeintlich als Geisel gehalten wird, damit er und sein Vater sich ergeben. Sein Vater vertraut ihr auch nicht. Sein Vater hatte übrigens auch was mit ihr.
Johannes Franke: Das ist einer der verstörendsten Momente des Films.
Florian Bayer: Das findest du verstörender?
Johannes Franke: Und das ist Adlib von Sean Connery, der gesagt hat, sie spricht im Schlaf. Und man sich denkt, ich will nicht wissen, was da abgelaufen ist.
Florian Bayer: Aber es macht in diesem Kosmos total Sinn, dass sie mit beiden Männern was hatte, ne? Ja, natürlich. Ich finde, das ist vollgegeben in der Geschichte.
Johannes Franke: Ach, aber es ist so, nein, man macht das nicht. Es tut mir einfach für Indie in dem Moment weh.
Florian Bayer: Ja, ja.
Johannes Franke: Weil das wirklich awkward ist. Vater und Sohn, die sich eingestehen müssen, dass sie auf die gleiche Frau reingefallen sind. wahrscheinlich nur so 10 Minuten entfernt voneinander Sex mit ihr hatten.
Florian Bayer: Oh mein Gott. Ja, ja, ja. Was halten wir denn von dieser Vater-Sohn-Beziehung, die in dem Film thematisiert wird?
Johannes Franke: Die ist natürlich toll.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Also ich meine, das ist eine scheiß Beziehung, aber sie ist toll erzählt.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Ich finde es ganz großartig, weil wir sofort verstehen, warum Indy ist, wie er ist und warum man mit... Short Round so in der Gegend rumgereist ist, wie er es gemacht hat. Weil der Vater nie... als Vater für ihn da war und das auch noch als guter Vater Also er sagt ja irgendwann, ich war der beste Vater, den du haben konntest. Ich habe dir Selbstständigkeit beigebracht und dich nicht gefesselt zu Hause. sondern dir alle Freiheiten gelassen, die du brauchst. Was natürlich ein ganz verqueres Gefühl für Vaterschaft ist in dem Moment, aber das ist seine Welt. Und das ist auch Indies-Welt geworden mit Short Round.
Florian Bayer: Für einen Action-Abenteuer-Film erstaunlich viele so kleine, eingesprengelte, dramatische Momente, wo man sieht, wie ... Indiana Jones so gerne die Bestätigung von seinem Vater hätte, so gerne so ein Stück Liebe, so ein Stück Bestätigung kriegen würde und das wird ihm auch in dem Alter, in dem er ist, immer noch verwehrt und Sein Vater ist immer noch so, dass er ihn abwertet, dass er das nicht anerkennt, was er leistet. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass das ein tiefes Familientrama ist, was da abgespielt, aber für so ein lighthearted Abenteuerfilm ist das schon erstaunlich. dass immer wieder diese Punkte reingebracht werden.
Johannes Franke: Ja, also er setzt sich nicht hundertprozentig immer wieder drauf und macht da irgendwie ein Drama auf. Aber ich finde, dass so viele tolle kleine Sätze und Momente drinstecken, die so viel erklären. Wo du gar nicht viel drum herum reden musst. Es ist einfach ein krasser Satz, den er dann irgendwann mal sagt, als du interessant wurdest, bist du weggegangen. Ja. Auch so ein Satz, der ins Mark trifft.
Florian Bayer: Ja, total.
Johannes Franke: Einem Sohn das zu sagen... Du warst weg, als du interessant wurdest. Alter. Ja.
Florian Bayer: Und krass ist halt tatsächlich, weil es sich auch so durch den Film zieht. Auch in so kleinen Sachen. Wie gesagt, Indiana Jones lacht und guckt dann zu seinem Vater.
Johannes Franke: Und versucht die Bestätigung abzuholen.
Florian Bayer: Und kriegt sie nicht. Oder auch dieses, was als also ganz viele von diesen Sachen werden als Witz ausgespielt zum Beispiel, dass sein Vater ihm die Vase über den Kopf haut und dann total traurig ist, dass er eine Ming-Vase kaputt gemacht hat und dann erleichtert ist, dass nur eine Fälschung war, während Indiana Jones die ganze Zeit hofft, dass es um ihn geht, um seinen Kopf, weil der mir echt wehtut. Oder auch dieser Moment, wenn sein Vater zu ihm sagt, ich hätte das Buch besser an die Marx Brothers senden sollen. Das ist hart.
Johannes Franke: Aber die Marx Brothers ist eine Anspielung darauf, dass die Marx Brothers in ihrer Biografie oder einer von denen, weiß ich nicht mehr genau... beschrieben hat, dass sie tatsächlich irgendwann mal aus Russland ein Buch schmuggeln mussten. Weil da irgendwelche Verstrickungen waren und irgendjemand ihnen das Buch in die Hand gedrückt hat und gesagt, ihr müsst es rausschmuggeln. Wir haben das aus Russland rausgeschmuggelt.
Florian Bayer: Okay, aber es ist trotzdem hart, wenn du das als Sohn hörst. Natürlich! Ich glaube nicht, dass er in dem Moment an die Marx Brothers dachte, wie sie irgendwie ein Buch aus Russland rausschmuggelt.
Johannes Franke: Selbst dann, selbst dann ist immer noch... Aber es ist jedenfalls, ich finde es total gut, dass sie das gemacht haben, dass sie die Vater-Song-Geschichte so dargestellt haben und dass sie so viele kleine, schöne Nuancen untergebracht haben. Manchmal auch ein bisschen platt, aber das verträgt der Film volle Kanne.
Florian Bayer: Sie treffen ja wirklich erst so einen Mittelteil aufeinander. Davor ist der Vater immer irgendwie so eine Figur im Schatten oder nur auf die referiert wird. Aber von diesem Moment an, wo sie aufeinandertreffen, ist die Vater-Sohn-Dynamik etwas, was den Film total trägt bis zu seinem Ende. Auch einfach, das ist das emotionale Epizentrum des Films. Wie gesagt, die Beziehung zu Elsa ist... komplett egal. Selbst wenn Elsa stirbt, finde ich es nicht wirklich irgendwie, dass man da groß emotional mitleidet. Weil auch in diesem Moment eigentlich viel stärker ist dieser Moment zwischen Vater und Sohn, wenn Indy sagt, ich kann den Kral fast erreichen und dann sagt Henry Senior, Indiana Jones, Indiana. Let it go. Das ist einfach ein schöner Moment.
Johannes Franke: Er sagt genau zweimal Indiana in dem Film. Und beides Mal mit Absicht und auch jedes Mal so, dass es Indiana Jones wirklich... wirklich aufhören lässt. Er nennt ihn ja immer nur Junior. Und Indiana Jones dagegen sagt, ich glaube, 44 Mal dead.
Florian Bayer: Oh, krass. In dem Film. Er sagt auch manchmal sir zu ihm, ne?
Johannes Franke: Ja, zweimal Sir glaube ich noch und ich glaube zweimal davon auch in seiner Abwesenheit. Also Dad zweimal in seiner Abwesenheit.
Florian Bayer: Aber es klingt jetzt so, als ob das Emotionale und das Storytechnische so eine Rolle spielt. Natürlich ist auch Indiana Jones and the Last Crusade das Spektakelkino. Wir haben mehrere große Action-Szenen wieder. Wir haben diese ... Bootsverfolgungsjagd in Venedig?
Johannes Franke: Die auch so ridiculous ist.
Florian Bayer: Wie das Boot zerstört wird von diesem Boot. dieser Turbine, die da geht. Es ist wirklich, was zur Hölle passiert da? Was soll das? Ich mag diesen Moment, wo sie auf die zwei Schiffe zufahren und Indy schreit so, Sie können nicht durch die Boote durchfahren. Und Elma schreit, ich soll durch die Boote durchfahren? Sind Sie denn wahnsinnig? Das ist toll. Und Sie schaffen es gerade so. Und dann davor haben wir natürlich auch schon Spektakel, wenn sie in der Höhle unten sind, da sind die Ratten, Feuer und sie kämpfen gegen diese Kralshüter, die unterwegs sind.
Johannes Franke: Die Ratten. Sie haben 2000 Ratten gezüchtet.
Florian Bayer: Sie mussten sie züchten, weil sie sonst Krankheiten mitgebracht haben. Du kannst keine Ratten einfangen und dann aufs Set loslassen auf die SchauspielerInnen, weil die krank werden, wenn sie gebissen werden.
Johannes Franke: Es ist so krank.
Florian Bayer: Und es gab eine Schauspielerin, die vorgesehen war für die Rolle der Elsa und die gesagt hat, sie hat es nicht gemacht, aus dem Grund, weil sie die Ratten zu schlimm fand.
Johannes Franke: Angst vor Ratten. Also es klang nach einer richtigen Phobie. Aber es ist schon krass.
Florian Bayer: Ja. Dann haben wir diese wunderschöne, wirklich tolle, diesen tollen selbstreferentiellen Moment, wenn Vater und Sohn aus der Burg fliehen in Österreich und sie das Boot sehen und Indiana sagt, oh nee, nicht schon wieder Boote. Als würde er die Reaktion des Publikums antizipieren, das sagt, oh nee, wir können jetzt nicht eine zweite Bootsverfolgungsjagd nehmen, deswegen steigen wir auf das Motorrad. Es wäre viel klüger, mit dem Boot abzuhauen. Er steigt nur auf das Motorrad, um uns das Spektakel zu ermöglichen.
Johannes Franke: Es ist schön, weil der Film so selbstreferenziell damit umgeht und uns ironisch nochmal in den Augen zwinkern bringt. Das ist wirklich, wirklich toll.
Florian Bayer: Anna Jones spielt ganz viel mit dieser Rezeption des Publikums. Deswegen hab ich auch das Gefühl, dass Indy so oft in die Kamera guckt. Aber ganz oft bei diesem überraschten, schockierten, ängstlichen Gesichtsausdruck haben wir das Gefühl, er guckt uns an. Der ist für uns gemacht, dieser Blick.
Johannes Franke: Das stimmt, ja. Das ist toll. Wir haben ja immer mal wieder so Brüche mit der vierten Wand. Wir feiern ja eigentlich fast immer, wenn sowas passiert. Wir hatten am Anfang eine Reihe von Filmen, wo das immer wieder passiert ist und fast jedes Mal war es großartig. Und dass das jetzt hier so implizit passiert, ist natürlich noch mal eine Nummer drüber, also noch mal so ein Layer dazwischen gezogen, der eigentlich ganz gut ist.
Florian Bayer: geiles. Emossierter, weil es die Immersion nicht so kaputt macht. Ja, genau. Also im besten Fall und ich finde, ja, Ja, das gelingt hier tatsächlich und das ist schon krass. Ich meine, es ist immer noch ein Blockbuster-Hollywood-Popcorn-Film, aber es gelingt ihm, die vierte Wand irgendwie zu brechen, ohne die Immersion kaputt zu machen. In diesen kleinen Momenten, in denen Indie irgendwie für uns guckt.
Johannes Franke: Krass, Mann.
Florian Bayer: große Spektakelszene, die Flugzeugverfolgung, wo wir einmal wirklich so ein unsichtbarer dritter Moment haben. wenn sie auf diesem Feld sind und vor den Flugzeugen fliehen und dann auch mit dem Flugzeug und nachher zu Fuß. Und Henry Senior zerschießt das Flugzeug und kann es nicht zugeben. Das ist toll.
Johannes Franke: Das ist wirklich ein toller Moment. Aber man hat schon echt Angst um die beiden. Wenn man jetzt nicht genau weiß, okay, was machen die da jetzt? Kriegen die das noch hin? Natürlich kriegen sie es hin, weil wir wissen, das ist ein Film von Steven Spielberg und der macht ein Happy End draus. Aber es ist schon eine ziemlich ausweglose Situation, in die sie hineinschießt.
Florian Bayer: Und das sind eigentlich so die großen Spektakelszenen.
Johannes Franke: Was ich noch interessant finde, ist diese Szene, wo sie mit dem Tagebuch bei der Bücherverbrennung ist.
Florian Bayer: Ja. Und Adolf.
Johannes Franke: Man sieht ein kleines bisschen bei ihr, dass sie was anderes im Sinn hat als die Meute, die da gerade ist.
Florian Bayer: Na, sie ist ja richtig bewegt emotional, also sie muss sich das Weinen verkneifen und sieht nicht sehr glücklich aus.
Johannes Franke: Was ich eine tolle Entscheidung finde, aber eben auch eine schwierige Entscheidung. weil die Nazis ja eigentlich die Bösen sind und sie als Nazi dann Emotionen hat, Naja, die ist ein bisschen aufweicht. Spielberg hat die Leute, die die Nazis gespielt haben, während sie den Hitlergruß gemacht haben, hinten die Fingers crossen lassen. Was ich sehr süß finde als, weiß nicht, good luck oder so, weiß ich nicht.
Florian Bayer: In dieser Szene haben wir ja auch den tollen Moment, wo ihn ja dann schon mit dem Oberbösewicht schlechthin zusammenstößt. Nämlich mit Adolf.
Johannes Franke: Mit Hitler.
Florian Bayer: Der ihm auch ein Autogramm gibt in sein Buch und... Das ist eine ganz tolle Szene. Das Autogramm. Wir sehen, dass er da Adolf mit F hinschreibt. Das war nicht immer so. Im Original hat der Darsteller Adolf mit PH geschrieben. Der hat den Namen falsch geschrieben.
Johannes Franke: Nein.
Florian Bayer: Das ist drin geblieben im Film. Und das, was wir jetzt sehen, ist digital restauriert. George Lucas und Steven Spielberg sind bekannt dafür, dass sie ihre alten Filme drüberfahren. Ja, ja, genau. um echte Fehler oder vermeintliche Fehler zu korrigieren. Dieses F gehört dazu. Da ist eine Menge CGI-Mind reingeflossen, um aus dem pH ein F zu machen, damit es historisch korrekt ist, damit wir den richtigen Adolf Hitler haben.
Johannes Franke: Aber schön, dass ich das nicht sehen kann. Das ist beeindruckend.
Florian Bayer: Wow. Ich mag diese Konfrontation, weil in meiner Vorstellung, als ich den Film als Kind gesehen habe, dachte ich, Und das ist wirklich so der Gedanke eines zehnjährigen, elfjährigen Kindes. Oh mein Gott, hoffentlich erkennt Adolf Hitler jetzt nicht, dass das sein Erzfeind Indiana Jones ist. Das ist immer mein Gedanke dabei. Indiana Jones, der größte Feind der Nazis. Jeder kennt sein Gesicht. Ja, natürlich. Oh mein Gott, hoffentlich erkennt Adi ihn nicht. Ist das geil.
Johannes Franke: Aber ich finde auch, dass Harrison Ford das so toll spielt, wie er so eingefroren vor ihm steht. Autogramm.
Florian Bayer: Also halt auch wieder so ein typisches Indiana Jones Verhalten. Ja, ja, total.
Johannes Franke: Oh mein Gott, was ist das für eine Musik?
Florian Bayer: Was war das?
Johannes Franke: Wo sind wir?
Florian Bayer: Ich glaube, wir wurden rausgerissen.
Johannes Franke: Aber wohin?
Florian Bayer: Oh mein Gott, Johannes.
Johannes Franke: Ja?
Florian Bayer: Ich befürchte, wir befinden uns in einer Self-Promo. Oh nein.
Johannes Franke: Nein.
Florian Bayer: Shit. Ganz schnell, ganz schnell, damit wir ihn zurück zum Besprech können. Was müssen wir machen? Was müssen wir sagen?
Johannes Franke: Wir müssen den Leuten unbedingt sagen, dass sie uns abonnieren sollen, wo auch immer sie sind, also auf Spotify oder Apple.
Florian Bayer: iTunes, Beam, whatever, was ihr auch benutzt.
Johannes Franke: Also abonnieren und anderen sagen, dass sie uns abonnieren sollen.
Florian Bayer: Auf jeden Fall. Wenn euch die Folge gefällt, gebt uns gerne Sterne, Herzchen, Daumen hoch, was auch immer euer Podcatcher anbietet.
Johannes Franke: Genau, und wenn sie euch nicht gefällt, dann schickt diese Episode weiter an eure Feinde oder eure Nachbarn.
Florian Bayer: Und wenn ihr uns Feedback geben wollt, wir freuen uns total über jeden Kommentar an johannes-et-mussmann-sehen.de oder florianet-mussmann-sehen.de Genau, schickt uns Filmvorschläge und so weiter.
Johannes Franke: Boah, wir sind schnell durchgekommen. Ja, jetzt schnell raus, schnell wieder zurück ins Gespräch.
Florian Bayer: Und dann haben wir das große Finale in dieser Kralshöhle. Diesen Tempel, in den die reiten, den gibt es wirklich, ne? In Kuwait. Ja, genau, genau. Als Touriziel.
Johannes Franke: Ja, aber es gibt nicht dieses Ding, was sie da hinten haben. Also das Teil geht nicht viel weiter rein, als es da zu sehen ist.
Florian Bayer: Sonst ist da dann einfach nur so ein großes Nichts. Also es geht schon ein bisschen tiefer rein, aber es ist halt einfach nur ein großer Höhlenraum, aber ich glaube sogar ohne Decke. Und dann sind sie in dieser Höhle und die Nazis sind schon da und schicken nach und nach ... durch die Rätsellandschaft von den heiligen Kralwächtern.
Johannes Franke: Ich finde den Schluss ... potenziell sehr, sehr, sehr gut. Vor allem wegen dieses alten Ritters, der da Jahrhunderte wartet und so. Irgendwie ... hat es aber den Gravitas, den es hätte haben können, nicht entwickelt. Das liegt daran, dass es, glaube ich, vorher zu... viel Komedik ist, dass man nicht so richtig reinkommt dann in diese schwere Oder hattest du das Gefühl, dass du da drin bist, dann in diesem alten Ritter, der altehrwürdig da ist?
Florian Bayer: Aber das habe ich nie bei Indiana Jones. Sie versuchen es immer mit so etwas würdevollem, großen, mystischen... Auch im ersten Teil, auch im zweiten Teil. Und das ist einfach davor zu silly. Das kann ich nicht ernst nehmen. Und das ... Stört mich in dem Fall auch gar nicht. Ich denke in dem Moment so, okay, du bist hier ein Ritter, du hast seit fast 1000 Jahren da gesessen und jetzt kommen plötzlich drei vier Leute gleich um einmal rein. Und das finde ich, das ist einfach so ein absurd alberner Moment.
Johannes Franke: Nummer eins, seine Stimmbänder. Hat er die trainiert? Hat er viel Selbstgespräche geführt?
Florian Bayer: Ich denke doch, er hat gebetet jeden Tag. Er ist ein Tempelritter. Er muss jeden Tag beten. Er ist auch plass, weil er nicht viel Sonne gesehen hat.
Johannes Franke: Das stimmt, auch gut. Er glüht auch ein bisschen, weil er von innen strahlt.
Florian Bayer: Warum glüht er?
Johannes Franke: Ich weiß nicht, also er hat so eine Aura um sich.
Florian Bayer: Vielleicht, ja.
Johannes Franke: Die ganze Zeit.
Florian Bayer: Keine Ahnung warum. Und er ist natürlich... Er war offensichtlich schon alt, als er da reingekommen ist, weil wir ja, wie wir erfahren, sorgt der Heilige Kral für ewiges Leben und nicht Altern.
Johannes Franke: Ja, aber er muss dort bleiben.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Das ist voll doof, oder? Du hast doch ewiges Leben, aber ich könnte es mir überlegen.
Florian Bayer: So als Gedankenspiel vielleicht mit einem Rechner und einer Videospielkonsole, Internet. Und vielleicht irgendwie ein Pool, irgendwas zum Schwimmen oder Baden, weil das ist ja auch ziemlich eklig, wenn du so 500 Jahre nicht baden kannst.
Johannes Franke: Ja. Und Zugang zu jemandem, der immer mal wieder kommt und Reparaturen vornimmt, egal was es ist, Internetleitung, Pool.
Florian Bayer: Das ist ja okay, also du kannst ja die Leute das halt, du musst halt fünf Handwerker töten, bevor das Nächste es endlich an den Fallen vorbeischauen wird. Nein, ich hab gesagt mit I. Jehova schreibt man mit I. Diese Brücke ist tatsächlich ganz geil gemacht, diese Szene, wenn er vor dieser Brücke steht, die man nicht sieht. Und dann, also ich meine, sie kriegen es nicht 100% hin, aber so ganz knapp.
Johannes Franke: Aber es ist schon süß gemacht, das ist schon gut. Die haben das mit einem Modell gemacht, mit dem Blick von ihm. Und er ist vor Greenscreen gewesen. Was ich mich allerdings frage, ist, wie... Zur Hölle kann diese Brücke aus beiden Perspektiven, die, die ich auf Indiana Jones habe und die, die Indiana Jones auf die Brücke hat, Wie kann das aus beiden Perspektiven unsichtbar sein?
Florian Bayer: Das funktioniert natürlich nicht. Sie müssen es so machen. Man hätte es vielleicht besser schneiden können. Man hätte es vielleicht so machen können, dass wir die unsichtbare Brücke aus seinem Blick zeigen und dann den richtigen Moment abfassen. Ja, das stimmt. Aber das ist auch wieder so Suspension of Disbelief wahrscheinlich, womit du leben musst. Vielleicht haben sie es aus zwei Winkeln gemacht. Vielleicht jetzt, weißt du? Das kann man ja machen. Man kann sowas ja auch aus mehreren Winkeln machen. Und es gibt genau zwei Winkel.
Johannes Franke: Und die Kamera hat ausgerechnet dort gestanden.
Florian Bayer: Zufällig hat die Kamera da gestanden. Aber was ich natürlich jetzt nochmal reinwerfen muss, dasselbe Problem wie beim ersten Teil, Indiana Jones. Trägt nichts dazu bei, dass irgendwas besser oder anders wird, als es vorher war.
Johannes Franke: Talk me through it.
Florian Bayer: Also, pass auf. Ohne ihn. Die Nazis finden das Ding. Dank des Buches seines Vaters. Die Nazis gehen da rein.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: Der Donovan trinkt den Kral und wird zerfressen, weil Elsa ihn töten will. Elsa nimmt den Kral, weil sie ihn mitnehmen will. Weißt du, dass das der Kral ist? Geht raus, Höhle stürzt zusammen, der Krall wird beerdigt. Ende. Es passiert genau dasselbe auch ohne. Indiana Jones.
Johannes Franke: Na, ich glaube, dass sie ja am Ende vielleicht besser hätte entkommen können, wenn nicht so viele Leute drumherum gewesen wären, die da... gleichzeitig versuchen, diese Höhle zu verlassen, fluchtartig?
Florian Bayer: Nein. Nein, der Kral kommt nicht aus der Höhle raus. Das ist Gottes Finger. Niemand schafft es mit diesem Kral aus der Höhle raus. Und wieder einmal muss Indiana Jones feststellen, dass das der eigentliche Schatz, den er gefunden hat, die Freundschaften sind, die er auf dem Weg gewonnen hat.
Johannes Franke: Oh Gott, ich geh kurz kurz.
Florian Bayer: Aber wirklich, wieder. Indiana Jones hat direkt nichts dazu bei, dass irgendwas besser wäre. Der Kral wäre sowieso nie in die Hände der Nazis gefallen. Und die Nazis wären alle in dieser Höhle untergegangen. Minus denen, die es rausschaffen.
Johannes Franke: Ja, aber wieder etwas, was Indiana Jones nicht weiß vorher. Er versucht einfach sein Bestes. Er gibt sein Bestes.
Florian Bayer: John's das Problem des Films.
Johannes Franke: Ist das ein Problem?
Florian Bayer: Ja, Steven Spielberg schreibt offensichtlich oder George Lucas und Steven Spielberg schreiben zusammen gerne Charaktere, die nichts zur Handlung beitragen.
Johannes Franke: Aber nur in Endkonsequenz. Was ich überhaupt nicht schlimm finde. Weil das Abenteuer, was wir erleben, ist ja trotzdem da.
Florian Bayer: Ja, und die Freundschaften. Um das vielleicht noch dazu zu sagen, den Namen haben wir noch gar nicht erwähnt, Jeffrey Boehm war es dann letzten Endes, der das Skript geschrieben hat. Und ich glaube, das hat dem Film sehr gut getan, weil Jeffrey Boehm hat unter anderem das Skript zu Inner Space, die Reise ins Ich, geschrieben. Ein ganz toller, fantastischer Abenteuer-Science-Fiction-Actionfilm aus den 80ern. Und zu den Lethal-Weapon-Filmen. Und der kann gut schreiben. Der kann gut Hollywood-Blockbuster schreiben. die einfach in sich geschlossen sind und funktionieren.
Johannes Franke: Aber hat er nicht auch The Adventures of the Young, Diana Jones geschrieben? Die Serie... Vielleicht habe ich den Namen gerade falsch zitiert.
Florian Bayer: Das kann ich dir gerade nicht sagen, aber das sage ich dir gleich. Ne.
Johannes Franke: Nee, war das ein anderer? Ja. Weil ich dachte gelesen zu haben, dass die den Typen, der das geschrieben hat, auch mit darauf angesetzt haben, weil... der im Grunde der Ideengeber war dafür, Achso, nein, nein, nein, nein. Ich verwechsel es mit dem nächsten Teil. Entschuldigung, wir sind ja bei Teil 3.
Florian Bayer: Ja, wir sind bei Teil 3.
Johannes Franke: Uh, spannend wird es jetzt noch.
Florian Bayer: Wir sind schon so ein bisschen beim Fazit, habe ich das Gefühl.
Johannes Franke: Ja, ich auch so ein bisschen das Gefühl. Wir sind gut durchgekommen. Ich habe auch nicht so wahnsinnig viele Fun Facts noch, die ich unbedingt unterbringen möchte, außer dass diese... Diese Seagulls, die dieser Professor Henry Jones Senior, er verscheucht ja mit seinem, was ich eine sehr süße Szene finde. Aber die Möwen sind keine Möwen. Ja, Möwen sind nämlich nicht trainierbar. Sie haben also Tauben genommen. Und wenn man genau hinguckt, dann kann man Pappaufsteller sehen, die die Möwen darstellen. Und die Fliegenden, die sich Bewegenden, das sind alles Tauben. Finde ich sehr süß.
Florian Bayer: Das ist ein schöner Funfact zu einer sowieso tollen Szene. In dieser Verfolgungsjagd gibt es ja auch diesen Moment, Wo sie von einem Flugzeug verfolgt werden und mit einem Auto fliehen und dann in diesen Tunnel fahren.
Johannes Franke: Oh Gott, ist das schlecht.
Florian Bayer: Es ist so toll und es fasst so gut zusammen, wie bei Indiana Jones Slapstick und Action zusammen funktionieren. Warum kommt der deutsche Pilot auf die Idee, mit dem Flugzeug in den Tunnel zu fliegen? Warum guckt er so irritiert, als er dann neben dem Auto fährt? Hätte er nicht ahnen können, dass das passiert? Natürlich. Aber es ist so witzig, diese Szene, wenn das Flugzeug sie überholt und wir haben einfach diesen kurzen Seitenblick zu dem Piloten, der auch so ein bisschen guckt, was mache ich hier überhaupt?
Johannes Franke: Und es ist natürlich CGI-mäßig auch nicht geil gemacht. Also nicht CGI, sondern Greenscreen-mäßig nicht geil gemacht, muss man mal sagen. Überhaupt ist in den ganzen Filmen doch immer wieder ein Moment, wo man denkt, oh, da hat jemand zum Beispiel den... den Hitchcock-Fall in den Greenscreen hinein. Auch verkackt, wie Hitchcock auch oft, muss man sagen.
Florian Bayer: Also, wenn du Greenscreen hast in den Indiana Jones-Filmen, hast du immer so einen Moment, wo die Immersion weggerissen wird. Ja. Zum Beispiel auch bei der Lohrenfahrt. Die Lohrenfahrt in Indiana Jones 2 ist toll, aber es gibt oft die Momente, wo du denkst, ah, und jetzt sehe ich eine Leinwand im Hintergrund.
Johannes Franke: Aber das Schöne ist ... Ich habe mir in dem Moment bei der Lorenfahrt aufgeschrieben, was die armen Feinde hinter ihnen alles aushalten müssen. Block, den er da auf die Schienen wirft und was er noch hinten lang wirft und die ganze schlechte CGI müssen die auch aushalten. Ja. Das müssen aber nur die Feinde und die da vorne sitzen, die haben eigentlich keine großen Probleme mit Greenscreen. Nur was im Hintergrund passiert, wird mit Greenscreen gemacht und das sieht richtig schlecht aus. Aber das stört mich da nicht so viel.
Florian Bayer: Und ich hab das Gefühl, gerade bei diesen Greenscreen-Sachen auch, Sieht man immer so einen krassen Unterschied bei den Indiana Jones Filmen, wenn eine wilde Verfolgungsjagd ist, gibt es immer diese Momente, wo wir auch eine totale haben, wo es kein Greenscreen ist. Ganz krass zum Beispiel auch, wenn sie mit dem Schlauchboot den Berg runterfahren, dann sind sie teilweise vor Greenscreen. Und dann sind sie mit gefühlt 200 Stundenkilometern unterwegs. Und dann haben wir eine totale. Und dann sehen wir so eine Schlauchbootfahrt. In 30 Stunden vielleicht, vielleicht sind es auch nur 10, wo du wirklich so denkst, ja, das ist nicht schnell. Und wenn du mir direkt davor den Greenscreen zeigst, wo es aussieht, als würde das mit Lichtgeschwindigkeit fahren, dann fällt das doch ein bisschen auf, dass es nicht so schnell ist.
Johannes Franke: Naja, aber es ist süß, immer alles, weil auch das Ganze so lighthearted ist, dass man es nicht ernst nehmen muss auch. Und das finde ich halt gut. so gut daran dann.
Florian Bayer: Machen wir einen Punkt, wie wir diesen Film einordnen im Gesamtkosmos Indiana Jones, werden wir am Schluss nochmal machen, wenn wir nochmal sagen, wenn wir unsere Rankings machen. Und dann geht es jetzt nach einem kleinen Jingle weiter mit unseren Sidequests.
Johannes Franke: Bald könnt ihr den Jingle nicht mehr hören. Aber keine Angst, wir brauchen nur für Indiana Jones, wenn es wieder andere Filme gibt. Da kommt wieder Universal. Explore, dann machen wir doch weiter.
Florian Bayer: Ja, wir kommen zu einem Segment, das ich gerne Raiders of the Lost Sidequests nennen würde.
Johannes Franke: Sehr schön.
Florian Bayer: Wo wir uns einmal anschauen, was alles so außerhalb des Filmkosmos passiert ist und das tatsächlich auch jetzt genau in der Zeit, in der wir uns befinden, nach dem... Wir haben ja eine relativ große Zeitspanne, fast 20 Jahre, bis der vierte Teil veröffentlicht wird. Allerdings sind weder George Lucas noch Steven Spielberg in der Zeit untätig. George Lucas konzentriert sich nach einiger Überlegungen, wie es weitergehen könnte mit Indianapolis. Wie gesagt, es gibt immer noch diesen Deal über fünf Filme mit Paramount. Mhm. konzentriert er sich aber erstmal lieber aufs Fernsehen und bringt Anfang der 90er Jahre The Young Indiana Jones Chronicles raus, beziehungsweise die Abenteuer des jungen Indiana Jones, wie es in Deutschland genannt wurde. Eine Serie, die über zwei Staffeln lief. von 1992 bis 1996, mit insgesamt 28 Episoden, von denen ich ... soweit ich mich erinnere, keine einzige ganz gesehen habe.
Johannes Franke: Ihr habt nichts davon gesehen, keine Ahnung.
Florian Bayer: Das lief damals im Fernsehen, im deutschen Fernsehen. Und ich habe da reingeguckt Und es hat mich überhaupt nicht gecatcht. Wahrscheinlich allein schon aus dem Grund, dass es nicht Harrison Ford war, der da mitgespielt hat.
Johannes Franke: Er hat mitgespielt, einmal.
Florian Bayer: Er ist der Alte, der erzählt aus der Vergangenheit. Es gibt sogar noch Ältere, auf die dann referiert wird. noch weiter in der Zukunft davon erzählen, was passiert ist.
Johannes Franke: River Phoenix ist leider nicht dabei.
Florian Bayer: River Phoenix ist nicht dabei. Es erzählt die Geschichte von dem jugendlichen Indiana Jones, der Abenteuer erlebt. Und was halt auch so ein bisschen Prequel sein soll, Vorgeschichte. Und sich aber wohl in mehreren Punkten deutlich von den Filmen unterscheidet. Zum Beispiel zum ersten Mal trifft Indiana Jones wirklich auf berühmte Persönlichkeiten der Geschichte, als er ist. mit Albert Schweitzer unterwegs, mit Sigmund Freud und Manfred von Richthofen unter anderem.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Allerdings war die Serie jetzt auch nicht so krass erfolgreich. Und ABC hat sie dann nach zwei Staffeln abgesetzt. Und es gibt sogar Folgen, die dann gar nicht mehr gesendet wurden. Danach gab es noch vier Fernsehfilme. Aber dann war dieses Kapitel auch geschlossen und ich glaube, es gab schon so ein bisschen dieses Gefühl, naja, wenn du Indiana Jones machst, brauchst du schon irgendwie Harrison Ford. Du kannst es nicht ohne ihn machen. Sidequest Nummer 2. Du bist der Stichwortgeber. Die Videospiele. Beziehungsweise PC-Spieler. Lucasfilm Games wurde 1982 gegründet. Noch bevor... Bevor der zweite Film in die Kinos kam und wurde dann später zu LucasArts und die Geschichte davon geht sogar noch weiter zurück. 1979, wie gesagt, George Lucas war Unternehmer und er hat gesagt, okay, ich will auch mal gucken, was man sonst noch so aus dem Entertainmentmarkt rausholen kann. Videospiele und Computerspiele fangen langsam an, populär zu werden. Also hat er die Lucasfilm Computer Division gegründet. in der unter anderem eben auch diese Games Group war. Und dann zusätzlich gehörte aber auch zu der Lucasfilm Computer Division so ein... Grafik des Verarbeitungs- Department. Und das sind die, die später Pixar wurde. What? Genau, die später sich irgendwie losgelöst haben davon und zu Pixar wurden. Aber unabhängig davon gibt es eine große Sache, die ... für die LucasArts bekannt ist, und zwar ist das die sogenannte Scum Engine. Leute, die sich ein bisschen mit Computerspielen beschäftigen, wissen, dass meistens Spiele nicht einfach am Code programmiert werden, sondern in Engines. Die bekannteste heutzutage ist die Unreal Engine. Die meisten 3D-Spiele basieren darauf. LucasArts hat damals dieses Gum-Engine gemacht. Und die war verantwortlich für die Generierung von den Point-and-Click-Adventures, die LucasArts danach gebracht hat. Script Creation Utility for Maniac Manson. Maniac Mansion hieß das Ding. Maniac Mansion war das erste große Point-and-Click-Adventure, was daraus gebaut wurde.
Johannes Franke: Ich habe es geliebt.
Florian Bayer: aus dem Jahr 1987. Tolles Spiel. Ich hab die alle gerne gespielt. Ich liebe diese LucasArts-Adventure. Monkey Island. 1990 hat Monkey Island eingesetzt. Und dazwischen.
Johannes Franke: Eins, zwei, drei, vier.
Florian Bayer: Genau. Dazwischen haben wir Indiana Jones und der letzte Kreuzzug 1989 pünktlich zur Filmveröffentlichung, auch als Point-and-Click-Adventure. Und die Fortsetzung Indiana Jones and the Fate of Atlantis 1992, was für mich zu den besten klassischen Lucas Arts Adventures überhaupt gehört ist. Ich hab Indiana Jones und der letzte Kreuzzug erst später gespielt. Und ich hab zuerst Fate of Atlantis gespielt. Und das ist auch deutlich ... more polished, ein bisschen grafisch hübscher und hat ein bisschen ausgefeiltere Rätsel. Interessanteren Mix zwischen... Zwischen Action und Abenteuer, man kann irgendwann zwischendurch wählen, ob man jetzt lieber mehr Rätsel lösen will oder mehr kämpfen will.
Johannes Franke: Stimmt, ich erinnere mich.
Florian Bayer: Das habe ich sehr geliebt. Das war ein tolles Spiel. Viele sagen, das hätte eigentlich der vierte Film sein sollen. Mhm. Weil das hatte auch eine ganz geile Story, war unterhaltsam, hatte lustige Rätsel. Aber ich fand auch Indiana Jones und Letzte Kreuzzug toll. Also es waren einfach zwei coole Point-and-Click-Adventures, die auf dieser Scum Engine waren. Und die gehören auch einfach zu den LucasArts-Klassikern. Also wenn nach klassischen Point-and-Click-Adventure-Spielen gefragt wird ... nennen die Leute meistens Maniac Mansion, Monkey Island und dann kommt schon Indiana Jones. Zusätzlich hat LucasArts dann noch dieses Desktop-Adventures gemacht. Als Windows 95 rauskam, die alten Point-and-Clicks liefen über DOS bzw. Amiga und C64. Und das Desktop-Adventures war so gedacht so ein bisschen als Spiel mit ... Naja, so als Spiel für die Windows-User, die so zwischendurch keinen Bock haben, solitär zu spielen. Und die deswegen darauf zurückgreifen. Das fand ich gut. Hat keinen Spaß gemacht. Höchstens deswegen interessant. weil es eines der, nicht früheren, aber eines der mittleren Spiele ist, die so zufallsgenerierte Welten haben. Du wurdest in so eine Welt geworfen und die wurde... vom Computer berechnet und ich sah dann jedes Mal entsprechend anders aus, hatte aber immer dieselben Versatzstücke. Und es war so eine einzige Schnitzeljagd. Du bist da rumgelaufen, hast mit anderen Charakteren geredet und die haben gesagt, ich brauche das. Und dann geb ich dir das. Und dann hast du halt den Charakter finden müssen, der am Anfang der Kette steht, um dann Sachen hin und her zu tragen. Nerviges Spiel. Hab ich aber auch ein bisschen gespielt.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Fand ich ganz witzig.
Johannes Franke: Klingt frustrierend.
Florian Bayer: Ja, was auch. Und auch ansonsten haben wir tatsächlich, was Videospiele betrifft, ziemlich viel. Also, es gab ein paar Jump'n'Runs, ein paar Action-Adventures auf diversen Konsolen für ... NES in den 80ern, für Super Nintendo, für Mega Drive. Die meisten sind Schrott, deswegen würde ich nur gerne zwei hervorheben. Und zwar einmal 1982 kam Raiders of the Lost Ark raus von Atari, für den Atari VCS 2600. Quasi das erste Indiana Jones-Spiel, wenn man so will. Und das war unglaublich. ultrakomplex dafür, dass es auf dem Atari lief. Und es war auch kurz vor E.T. Vielleicht kennen Leute, die sich mit Videospielgeschichte auskennen, diese E.T.-Story. IT wird dafür verantwortlich gemacht, den Computerspielmarkt Anfang der 80er einmal kaputt gemacht zu haben. Weil das wurde ganz schnell, ganz billig produziert, gilt als schlechtestes Videospiel aller Zeiten. es nicht so schlecht, wie gesagt wird. Aber hat so diesen Ruf und angeblich und nicht nur angeblich, es wurden tatsächlich dann diese Spiele, die viel zu viel produziert wurden, sich einfach nicht verkaufen ließen. Irgendwann auf einer Müllkippe in New Mexico abgeladen von Atari, weil sie nicht wussten, was sie mit dem Plastikschrott anfangen sollen.
Johannes Franke: Ach du Scheiße.
Florian Bayer: Und damals gab es einfach so eine Videospielinflation. Die haben zu viele Spiele produziert, zu schnell, zu billig und der Videospielmarkt war im Eimer. Und auch viel so lizenzierte Spiele, um schnelle Cash Cows zu haben. Und Indiana Jones Raiders of the Lost Ark könnte man auch dazu rechnen, wenn es halt nicht so komplex wäre. Also für Atari VCS 2600 gab es eigentlich immer nur diese Punktespieler. Du hast in Endless Loops immer wieder dasselbe gemacht und wolltest einfach eine Highscore erreichen.
Johannes Franke: Und das war aber
Florian Bayer: ein richtiges Abenteuer, wo man Objekte sammeln musste, man musste eine Bombe einsammeln, um eine Wand sprengen zu können, man musste die Peitsche finden, man musste sich auf dem Markt bewegen. Aber das war viel zu komplex. Das versteht auch keiner. Du kannst das Spiel ohne Tutorial nicht spielen.
Johannes Franke: Oh Gott.
Florian Bayer: Weil du hast da nur diese Pixel-Grafik und du erkennst überhaupt nicht, was Bombo und was Peitsche ist.
Johannes Franke: Oh Gott.
Florian Bayer: Viel zu komplexes Spiel, aber beeindruckend für die damalige Zeit. Und dann gibt es Indiana Jones Greatest Adventures aus dem Jahr 1950. von Factor Five und LucasArts für Super Nintendo, was wirklich ein spaßiges Das Actionspiel ist ein Sidescroller, wo man von links nach rechts läuft, sehr klassisch, mit Peitsche und Pistole ausgerüstet. Und das ist deswegen besonders, weil es wirklich einmal die Handlung der drei Filme zusammenfasst und man spielt die nach und nach durch. Man fängt an in der Höhle von Raiders of the Lost Ark. Rennt vor der Kugel weg, rennt vor den Eingeborenen weg und dann geht das so weiter von Film zu Film. Und man ist halt irgendwann bei Temple of Doom, macht die Lorenfahrt. Man ist irgendwann in Deutschland unterwegs im Schnee und muss vor den Nazis fliehen. Also es ist wirklich einmal die drei Filme nacheinander in verschiedenen Leveln durchgespielt. Gutes Spiel, lohnt sich.
Johannes Franke: Echt? Ich hab da noch mal ein bisschen was gelesen drüber und ein bisschen was angeguckt dazu, gerade zu diesem Spiel eben. Und da waren viele der Meinung, das ist einfach ein frustrierender.
Florian Bayer: Es ist schwer. Es ist höllisch schwer. Aber es ist 90er Jahre schwer. Anfang 90er, Ende 80er, Anfang 90er waren die Spiele schwer. Auch gerade die von Lukas-Filmen. Die Star-Wars-Spiele sind teilweise echt fies. Aber wenn man sich reingefuchst hat, dann macht es Spaß. Und vielleicht muss man damit groß geworden sein. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass heutige Videospieler damit Probleme haben mit dem, was wir in den ... alten Säcke in den 80ern und 90ern gespielt haben. Ja, das sind hammerharte Spiele. Und das ist genauso. Aber mir macht das Spaß. Ich spiel das nicht durch, ich schaff das nicht durch, das ist mir zu schwer. Aber ich komm relativ weit, würd ich behaupten. Und jetzt heutzutage kann man ja auch mit so Emulatoren spielen und mit Save-States. So als kleiner Feigling, als kleines Schneeflöckchen, das nicht so oft sterben will. Und dann ist es schon okay. Literatur, natürlich. Eine Filmreihe, die auf Pulp basiert, auf Pulp Fiction. Muss natürlich auch Palp Bücher rausbringen und tatsächlich auch als Paperbacks in den USA veröffentlichen.
Johannes Franke: Aber nie richtig in Hardcover, oder?
Florian Bayer: Genau, nur als Paperbacks. Und Paperbacks in den USA heißt auch nicht das, was wir hier als Taschenbuch verstehen. Die fallen auseinander nach einmal lesen.
Johannes Franke: Ja, genau.
Florian Bayer: Und dann aber... Ordentlich, viele. Rob McGregor war der Größte, der die geschrieben hat.
Johannes Franke: Aber es gab auch in Deutschland.
Florian Bayer: Ja, ja, dazu kommen wir gleich.
Johannes Franke: Das ist das Einzige, was ich dazu weiß, Flor. Das ist, was ich unbedingt drunter bringe.
Florian Bayer: verschiedenen AutorInnen wurden Bücher geschrieben und zwar seit 1981 Also 1981 wurde halt einfach der Film als Buch veröffentlicht und dann der zweite Teil, Temple of Doom, auch. Und dafür war Rob McGregor verantwortlich. Ja. Ah, nee, nee, der war für den dritten Teil verantwortlich. Und George Lucas hat dann zu ihm gesagt, hey, das, was du im dritten Teil gemacht hast als Buch, hat mir echt gut gefallen, schreib doch mal noch ein bisschen mehr. Und dann hat er angefangen für Bantam Books. Verschiedene Indiana Jones Autos. Abenteuer aufzuschreiben, vor allem junge Indiana Jones-Abenteuer zwischen den 20ern und 30er Jahren. George Lucas hat aber gesagt, mach mir meinen Kosmos nicht so sehr kaputt. Du darfst Markus Brody reinbringen, aber sonst lässt er alles aus den Filmen raus. Und da wurden sechs Bücher veröffentlicht. Wow.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Alle als Paperback. Und dann kam der nächste. Und dann ist es halt so, wie das bei Pipes ist. Dann kommen verschiedene AutorInnen, die schreiben. Martin Caden hat zwei geschrieben, Max McCoy hat 1995 übernommen und noch mal vier geschrieben. Und dann unter anderem der Harry Potter Vorläufer, Indiana Jones and the Philosopher's Stones. Und Dinosaur X, Hollow Earth, Secret of the Sphinx, also man sieht schon, wohin die Es wurden einfach Bücher rausgehauen. Ich habe keins davon gelesen. Ich kann nicht viel dazu sagen. Ich bin auch tatsächlich nicht so der Pulp-Novel-Leser. Wenn ich mal so ein Ding in die Hand kriege, dann lese ich ein paar Seiten, aber ich lese die nie fertig, weil irgendwann langweilen sie mich doch.
Johannes Franke: Hast du von, jetzt kommt's, Wolfgang Hohlbein was davon gelesen?
Florian Bayer: Nee. Wolfgang Hohlbein hat in Deutschland auf Deutsch geschrieben. Die Dinger wurden nicht mal übersetzt ins Englische.
Johannes Franke: Zwölf Bücher.
Florian Bayer: Ach, dachte ich. Zwölf. Zwölf sogar. Wow. Ich bin nicht so der größte Wolfgang-Holbein-Fan. Ich find, Wolfgang Hohlbein ist so, ja, das, ähm, ähm, mal, mal, mal, kann ich Stephen King haben? We have Stephen King at home. Und dann hast du Wolfgang Holbein. Stephen King at home. So ungefähr. Du kennst das Meme, oder? Ihr kennt das Meme?
Johannes Franke: Nein, das nicht.
Florian Bayer: Wolfgang Mohlbein ist immer so ein bisschen so versucht der deutsche Stephen King zu sein und der hat auch gute Sachen geschrieben, Astral fand ich ganz cool aber ich weiß nicht Nee, ist nicht so meins einfach.
Johannes Franke: Ich hatte so eine kleine Phase, wo ich versucht habe, Stephen King zu lesen und wo ich auch Wolfgang Hohlbein... versucht habe zu lesen und ein paar Sachen von ihm gelesen habe, die ich ganz okay fand, genauso wie ich Stephen King ganz okay fand. Aber Stephen King eher in den wirklich Kurzgeschichten und nicht in den langen Dingern, die mich echt genervt haben.
Florian Bayer: Ja, Stephen King ist auch so ein bisschen so ein Schwabler. Aber ich mag Stephen King. Ich habe Stephen King unglaublich gerne gelesen und ich lese den immer noch ganz gerne hin und wieder. Aber Stephen King ist halt so ausladend in seinen großen Sachen. Und Wolfgang Hohlbein ist, ich weiß nicht ... Er gibt sich wirklich Mühe, Stephen King zu sein. Ich kenne von ihm auch nicht so viel. Ich kenne von ihm nur die Gruselgeschichten, weil ich halt gerne Grusel... gelesen habe als Filmkicher. Und da fand ich ihn immer so einfach eine Nummer unter Stephen King. Ich kann mir vorstellen, der hat ja auch das Schwarze Auge Bücher geschrieben, glaube ich.
Johannes Franke: Ja, ja, ja, stimmt.
Florian Bayer: Ich kann mir vorstellen, dass der einiges hat, so gerade im Fantasy-Bereich mit seiner Frau zusammen dann auch ganz viel. Und sie ist auch ziemlich groß, was so Fantasy-Literatur betrifft. Und ich glaube auch für so Young Adult Novels und Jugendliteratur-Fantasy... Ich kann mir vorstellen, dass da einiges Gutes dabei ist. Was ich von Holbein gelesen habe, hat mich nie so gecatcht. Und dann haben wir schließlich noch Comics.
Johannes Franke: Yeah, Marvel Comics.
Florian Bayer: Ja, Marvel und dann später. Dark Horse hat dann die Rechte gekauft. Und zwar hat Marvel Comics ein paar veröffentlicht und dann hat Dark Horse das Ganze lizenziert. Und von Marvel kamen auch Adaptionen von Raiders of the Lost Ark.
Johannes Franke: Alles auch schon 1983.
Florian Bayer: Genau, und Further Adventures auf Indiana Jones. Mit relativ vielen Ausgaben, mit relativ vielen Heften. 34.
Johannes Franke: Oh, das ist schon mal was.
Florian Bayer: Und das lief bis 1986 und dann hat Dark Horse, unter anderem das Fate of Atlantis Computerspiel als Comic umgesetzt im Jahr 1991. Schön. Und dann haben wir, naja, die 90er halt, wie gesagt, da läuft die Serie. Da haben wir ein paar Comic-Hefte, da haben wir ein paar Bücher. Und lange Zeit passiert nichts, weil sie es irgendwie nicht so richtig hinkriegen, ne?
Johannes Franke: Naja. Was passiert denn da? Man muss dazu sagen, dass... Dass die sich auch irgendwie gedacht haben, der letzte, der dritte Film ist ja wie ein Ende geschrieben.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Und das nicht ganz ohne Hintergedanken, nämlich dem Hintergedanken, wir konzentrieren uns, wenn dann irgendwie auf die TV-Series oder sowas. Ich glaube, die hatten nicht vor, das Versprechen auf fünf Filme wirklich umzusetzen.
Florian Bayer: Paramount lauert im Hintergrund.
Johannes Franke: Ja, aber ich glaube, echt, George Lucas-Dings wollten auch nicht. Die hatten irgendwie nicht wirklich Lust darauf. Weil ihnen auch nichts besseres eingefallen ist mehr. Ich glaube, die haben wirklich irgendwann mal gesagt, uns ist nicht richtig was eingefallen. Und der zündende Gedanke kam dann tatsächlich erst über die Young Adventures, dass man dann gedacht hat, aha, wenn wir jetzt... Harrison Ford als jemanden haben, der seine Jugendgeschichte erzählt, als älterer Indiana Jones. Warum? Lassen wir ihn nicht als älteren Indiana Jones auftreten und erzählen nochmal eine andere Seite von ihm als Älteren.
Florian Bayer: Ja, in den 50ern. Und daraufhin hat Harrison Ford gesagt, Nein. No way. Das mache ich nicht. Und dann hat... Und es war ja relativ früh schon, dass George Lucas so ein bisschen mit der Idee jongliert hat, machen wir irgendwas mit Aliens. Und dann hat Spielberg gesagt, no way, mach ich nicht. Und Lukas war wohl wirklich ein bisschen frustriert darüber, dass sie so komplett dagegen waren und hat aber auch gleichzeitig nicht aufgegeben.
Johannes Franke: Er hat immer mehr Leute herangesetzt. Er hat gesagt, hier schreibt, schreibt, schreibt. Ideen, Ideen, Ideen. Wir können es so machen, wir können es so machen. Es gab echt ein riesiges Hin und Her.
Florian Bayer: hat er zum Beispiel dazu genommen, da wollte er eine Geschichte schreiben, dass Indiana Jones verheiratet ist und dass die Vater-Sohn-Geschichte so ein bisschen weitererzählt wird. Genau. Und da waren auch schon so Ideen drin, es ging um Psychic Skills, um die Kommunisten, die da natürlich die neue Gefahr sind, wenn wir in den 50ern sind.
Johannes Franke: Ja, also da... war Steven Spielberg ganz klar, der hat gesagt, wir können nicht nochmal die Nazis auffahren, das geht nicht, auch nicht Ex-Nazis. Wir müssen irgendwie was mit den Russen machen, wir können den Kalten Krieg nicht verheimlichen. Und dann haben sie M. Night Shyamalan ran gesetzt.
Florian Bayer: Ja, genau. Wenn du schon eine Serie hast, die total drüber ist, warum dann nicht den Autor dran setzen, der immer... noch mal einen draufsetzen kann.
Johannes Franke: Das war sogar schon ausgemacht, dass 2002 dann gedreht werden soll, das, was dann M. Night Shyamalan schreiben sollte. Aber der war so überwältigt von der Aufgabe und hat echt hinterher gesagt, Alter, Und Harrison Ford und George Lucas und Spielberg, die haben alle irgendwie nicht geschafft, sich darauf zu fokussieren, mal mit mir ordentlich sich hinzusetzen. und das zu besprechen und zu schreiben und sich einen Fokus zu setzen.
Florian Bayer: Das Ding war ja tatsächlich, dass Lukas dann auch ab den späten 90ern sehr involviert war in seine Star Wars Prequels, weil das Und das war nämlich das große Ding dann, dass er Ende der 90er, Anfang der 2000er die Prequel-Trilogie von Star Wars rausgebracht hat, endlich mal wieder Regie geführt hat, seit... Seit 30 Jahren, seit 20 Jahren zum ersten Mal wieder Regie. 1977 mit Star Wars war seine letzte Regiearbeit. Und da war er voll involviert. Und die Filme wurden damals ja auch enorm gefallen. Wir dürfen nicht vergessen, wenn wir heute so drüber reden, mittlerweile hat sich das auch wieder geändert, aber eine Zeit lang wurde ja so drüber geredet, warum die Prequel-Trilogie so schlecht ist. Als die damals rauskamen, gab es sehr begeisterte Stimmen zu allen drei Teilen, also zumindest zu den ersten zwei.
Johannes Franke: Es gab aber auch von Anfang an kritische Stimmen.
Florian Bayer: Ich habe das Gefühl, es ist eher so Mitte der 2000er so richtig gekippt. Dann wäre ich der Einzige gewesen, der kritisch war. Du warst kritisch. Ich war sehr kritisch. Du wusstest es besser schon damals.
Johannes Franke: Als das Ding rausgekommen ist.
Florian Bayer: Und mittlerweile ist es ja wieder so, dass es sich wieder gedreht hat durch die neue Trilogie. Gibt es jetzt ganz viele, die wieder diese Prequels verteidigen und sagen... Die sind eigentlich besser als das Neue. Stürzen wir uns nicht zu sehr rein. Frank Darabont, der wurde dann 2002 hinzugefügt, Als Autor, als potenzieller Autor. Und das war jemand, der an den Young Indiana Jones Dingern gearbeitet hatte.
Johannes Franke: Genau, ja. Der hat dann ein Skript geschrieben, das City of Gods hieß, was ich gerne gesehen hätte, ehrlich gesagt. Das klingt interessant, das klingt gut.
Florian Bayer: Aber die Indiana Jones Titel klingen immer irgendwie gut, oder? Man muss nicht so viel machen, um so ein bisschen Mystik, ein bisschen Abenteuer. Und George Lucas fand's doof, ne?
Johannes Franke: Ja, der hat auch wieder Ex-Nazis dabei gehabt.
Florian Bayer: Ja, immer diese Nazis. Und dann hat Lukas gesagt, okay, ich mach das selbst und hat es selbst geschrieben und Jeff Neffensen reingezogen und dann kommen wir endlich zu David Köpton. Ja, mit dem Untertitel Destroyer of the Worlds. Was ist denn, um Gottes Willen. David Köpf. Der mit Steven Spielberg viel zusammengearbeitet hat. Der hat für Jurassic Park das Skript geschrieben. Der hat für Mission Impossible das Skript geschrieben. Für den Spider-Man-Film mit Tobey Maguire. Und für Spielbergs Krieg der Welten. Also irgendwie jemand, der bei Spielberg ganz gut dastand, das ist ja auch so ein Stable, das dass Spielberg oder Lukas sich so einen Drehbuchautoren rausgreifen, wo sie sagen, der kann's, mit dem hab ich gearbeitet. Dann wurde das Ding im Jahre 2007 von Steven Spielberg gedreht in den USA. Komplett in den USA.
Johannes Franke: Komplett, ja.
Florian Bayer: Worum geht es denn? Ohne Wertung.
Johannes Franke: Ohne Sarkasmus. Ohne Sarkasmus. Okay, also. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull 2011. rausgekommen, spielt 1957. 19 Jahre nach The Last Crusade. Indiana Jones hat ein ganz normales Leben als Lehrer und er wird in ein neues Abenteuer einfach reingezogen. Es gibt diese... Agentin Irina Spalco, gespielt von Kate Winslet. Wie kommt er eigentlich in dieses Ding rein?
Florian Bayer: Das ist genau wie beim zweiten Teil, dass es mittendrin startet. mit seinem Kompagnon Mac wurde er offensichtlich von den Russen gefangen genommen. Er sagt es genauso, wie er Germans sagt. Und Hufeisen. Indiana Jones ist Vertrechter der Hufeisen-Theorie offensichtlich. Oh nein. Und Kate Die, die angeführt von Cate Blanchett, die wollen, dass Indy ihnen hilft, dieses Ding zu finden. Dieses Teil. Genau.
Johannes Franke: Dieses magnetische Teil, was mit dieser Anfangsszene mit Gunpowder gefunden wird. Und dann gibt es halt eine riesige Reise wieder. Nevada, Connecticut, Peru, Amazonas.
Florian Bayer: Zwischendrin liest Indy den jungen Matt Williams aufgespielt von Shia LaBeouf, der sich dann später als seinen Sohn herausstellt und trifft auf seine alte Liebe Marion, die die Mutter von ihm ist. Marion ist zurück. Und sie haben tatsächlich auch, wir haben tatsächlich Karen Allen wieder dabei.
Johannes Franke: Ja, sehr zufrieden.
Florian Bayer: Ja, die einzige Wiederkehr, leider sehen wir Sean Connery nur auf einem Foto. Und leider auch... Markus Brody, der aber auch schon erst gestorben ist.
Johannes Franke: 91 ist er, glaube ich, gestorben.
Florian Bayer: Der hatte Ads, ne? 1987 HIV diagnostiziert. Als er den dritten Teil gedreht hat, war er wohl schon ziemlich mitgenommen und hatte deutlich Probleme. Shit.
Johannes Franke: Naja gut, haben wir das jetzt ohne große Bewertung schon mal verlesen, worum es geht?
Florian Bayer: Genau und sie treffen aufeinander, sie treffen wieder auf sie und dann stellt sich am Schluss, sie treffen auf Marion und sie versuchen den Schädel natürlich vor den bösen Kommunisten zu schützen. Sein Compagnon Mac stellt sich dann als Doppelagent heraus.
Johannes Franke: Der zum Triple-Agent und zum Quadruple-Agent?
Florian Bayer: Auf jeden Fall ist er am Schluss Bösewicht. Und wie sie später herausstellt, gehört dieser Schädel zu einer, weil sie keine Lust haben, Aliens zu sagen, sind es interdimensionale Wesen.
Johannes Franke: Jaja, das war aber auch ganz, ganz wichtig. Ich glaube, George Lucas, ich weiß nicht mehr wem von beiden, war es jedenfalls sehr, sehr wichtig, dass es keine Außerirdischen sind.
Florian Bayer: Sie sind einfach fucking Aliens, sie fliegen mit dem UFO weg. Sie haben Alien-Köpfe. Das ist so die obviestest Form of Alien überhaupt.
Johannes Franke: Aber auf dem Papier sind es interdimensionale Wesen. Das ist sehr wichtig gewesen.
Florian Bayer: Okay, springen wir rein. Springen wir rein in den Film, den du nicht magst.
Johannes Franke: Du liegst falsch.
Florian Bayer: Yes, ich lege falsch. Okay, dann bin ich sehr neugierig. Dann sag mal deinen Take auf den Film.
Johannes Franke: Ich liebe diesen Film.
Florian Bayer: Du liebst diesen Film.
Johannes Franke: Warum finden denn alle so scheiße?
Florian Bayer: Das überrascht mich jetzt, aber erzähl weiter. Let's nuke the fridge. Das ist großartig. Indiana Jones überlebt eine Atombombe im Kühlschrank.
Johannes Franke: Es ist unglaublich. Also eine Probe, eine Atombombe, eine Wasserstoffbombe, ich weiß es nicht mehr ganz genau.
Florian Bayer: Ja, es ist in diesem großartigen Dorf, was es ja tatsächlich gab, dieses Fake-Dorf, was aufgestellt wurde, um das zu erforschen. Und erstmal so grundsätzlich wertungsfrei ist es typische Indiana Jones Salinas.
Johannes Franke: Es ist...
Florian Bayer: Er überlebt Dinge, die man nicht überleben würde.
Johannes Franke: Genau. Und deswegen, die ganzen Kritiken, die da draußen sind, die sagen, das ist der letzte Scheiß, die beziehen sich fast alle nur darauf, dass da Dinge passieren, die nicht passieren könnten. Und ich denke die ganze Zeit, ja, guck dir die ersten drei Fehler an. Was hast du für ein Problem?
Florian Bayer: Und wieder die Frage, da hört deine Suspension of Disbelief auf? Das ist der Moment, wo du sagst, da stimmt doch etwas nicht.
Johannes Franke: Ja, also du hast dir so viel Scheiße angeschaut, was da passiert und dich gefreut. Warum freust du dich jetzt nicht mehr? Ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, was los ist. Es gibt natürlich ein paar Sachen, die so ein bisschen, wo man denkt... Man muss als Cate Blanchett nicht diesen Akzent so faken.
Florian Bayer: Aber das ist auch ein Staple von den Gender-Jones-Filmen. Amerikanische, britische Schauspieler spielen andere Nationen und machen Vollakzent.
Johannes Franke: Ja, it's a minor inconvenience, würde ich sagen. Aber es ist schon Inconvenience. Die wüsten Tiere sind vielleicht auch nicht so geil da mit diesem... Irgendwie finde ich die ein bisschen schlecht animiert auch. Und es gibt sehr viel CGI, das richtig schlecht ist. Das sind alles Sachen, die mich natürlich rausziehen und ich irgendwie bäh finde... Aber der Rest ist ein Abenteuer wie jedes andere Indiana Jones Abenteuer auch und ich liebe es. Ich bin voll...
Florian Bayer: Ich bin in der ersten Stunde absolut bei dir. Ich finde, die erste Stunde ist super. Also auch die Anspielungen auf die 50er Jahre. Ich bin nicht der größte Shiloh-About-Fan. Nee, auch nicht. Er ist aber, er passt in dieser Rolle als Sidekick und als ... Komischer Sidekick von Indy. Ich finde die Anspielungen auf die 50er-Jahre-Kultur, der Film ist... versucht, deutlich mehr auf seine Zeit anzuspielen und in seine Zeit reinzupuschen als andere Indiana Jones Filme. Also wir sehen so viel. Fifties-Referenzen, allein die Creaser gegen die... Ja, es ist unglaublich, was soll das denn sein?
Johannes Franke: Schlägerei in der Bar. Es ist unglaublich.
Florian Bayer: Und dann fahren sie noch über den Campus, wo Better Dead Than Red.
Johannes Franke: Ja, genau.
Florian Bayer: Also sie machen sehr viel Fünf 20 Jahre Politik da rein.
Johannes Franke: Und auch die Musik ist natürlich volle Kanne drin. Ja, total.
Florian Bayer: Rock'n'Roll. Ich geh da voll mit. Ich find das alles total cool und es macht wirklich Spaß, wenn sie dann durch die Straßen sausen. Es ist total cool, auch so total bizarr und überdreht, erinnert mich fast schon an den zweiten Teil, wenn sie dann in diese Gruft steigen. Ja, auf die Oxley sie hinweist, wo das fast ein Zombiefilm ist, wenn dann diese Natives mit diesen Masken kommen, die wie so Zombies sich verhalten.
Johannes Franke: Was übrigens anscheinend nicht so weit weg ist, wie wir alle immer sagen.
Florian Bayer: Weil es wohl... Jetzt fängst du an, den Exotismus von Indiana Jones zu verteidigen, weil du dich für diesen Film stark machen musst, den alle hassen. Go for it.
Johannes Franke: Okay, okay, okay, okay.
Florian Bayer: Aber ist okay. Ich hab vorhin den rassistischsten Indiana Jones Film mit viel Herzblut verteidigt. Du darfst den vierten auch verteidigen. was das betrifft.
Johannes Franke: Mal gucken. Ich weiß darüber leider nicht genug. Ich habe nur gelesen, dass es da eine Referenz gibt, die tatsächlich existiert und die okay ist. Aber so genau weiß ich es nicht.
Florian Bayer: Es ist total cool, dass Marion wieder auftaucht als Mutter, die wirklich eine starke Rolle hat. Die beste Frauenrolle in allen Indiana Jones Filmen.
Johannes Franke: Ja, mit Sicherheit.
Florian Bayer: Und ich finde aber, das passiert alles in den ersten 70 Minuten sogar.
Johannes Franke: Ja, das stimmt.
Florian Bayer: Und dann lässt der Film rat. Pide nach und die letzte Stunde. Und das ist wirklich schade, weil dieser Film macht 70 Minuten alles richtig. Um das kurz zu sagen, als der Film rauskam, habe ich ihn gehasst.
Johannes Franke: Wie viele?
Florian Bayer: Und ich bin deutlich milder gegenüber diesem Film geworden jetzt mit der Zeit. Das Problem ist halt wirklich, dass er 70 Minuten alles richtig macht. Wirklich so ein Zeug hat ein richtig geiler Indiana-Chance-Film zu sein, aber die Schlussstunde verkackt er einfach. Und es ist nicht mal so, dass es zu silly ist.
Johannes Franke: Wann fängt es an? Wann wird es schwierig?
Florian Bayer: Also für mich ist der Moment, wo es schlecht wird, Und es geht nicht darum, dass ich sage, das ist ja unrealistisch oder doof, dieses, wenn sie ihn verhört mit ihrem Psychic-Power. Sie, also ich finde Ihre Psychic-Powers so grundsätzlich irgendwie problematisch? Dass sie damit irgendwie, also dieses weißt du, wenn er dann bei Ihnen im Zelt sitzt.
Johannes Franke: Ja, und dann der Crystal Skull vor ihm sitzt.
Florian Bayer: Ja, und dann kommt so, ich weiß nicht mal, was es ist, weil es ist was, was auch in einem anderen Indiana Jones Film passen würde. Ja. Es ist nicht deplatziert. Ich finde es von der Inszenierung einfach nicht gut. Ich finde die Verfolgungsjagd durch den Dschungel echt lame.
Johannes Franke: Die ist katastrophal.
Florian Bayer: Genau, danke. Und ich hab das Gefühl, das ist die letzte Stunde, das Verhör von ihm. ihre Flucht, Flucht durch den Dschungel und dann dieses nach unten kommen zu diesem Ding von den Aliens, zu diesem Tempel. Das ist einfach schlecht.
Johannes Franke: Und es liegt nicht daran, dass ich sage... Ist das so lang noch? Ja, das ist... Genau. Dass das noch so ein paar Szenen sind und dann ist schon Schluss?
Florian Bayer: Nein, das Ding ist, der Film geht zwei Stunden und es ist eigentlich die zweite Hälfte des Films.
Johannes Franke: Wirklich?
Florian Bayer: Okay, es ist nicht die zweite Hälfte. Sagen wir mal, es ist das letzte Dritte.
Johannes Franke: Okay, das klingt schon ganz anders.
Florian Bayer: Aber das letzte Drittel ist wirklich so schlecht, dass es nervt. Pass auf, der Film eskaliert ins Dumme. Und Diana Jones ist dumm und silly. Aber es ist eine Art von dumm, die nervt. Wenn Scheile Bauf mit den Affen ...
Johannes Franke: Ja, es ist furchtbar, furchtbar, furchtbar.
Florian Bayer: Wenn sie auf dem Wagen festen.
Johannes Franke: Ja, ja, furchtbar.
Florian Bayer: Wenn das mit den Ameisen ist. Ja, ja, ganz schlimm. Und ich kann dir noch nicht mal sagen, weil wie gesagt, ich habe das Gefühl, alle diese Sachen könnten in anderen Indiana Jones Filmen auch platziert werden. Es ist vielleicht auch ein bisschen die Inszenierung, vielleicht hat so ein bisschen Spielberg sein Mojo verloren. Spielberg, der 2000er ist auch nicht der beste Spielberg.
Johannes Franke: Also ich glaube, dass... Das, was du da alles beschreibst, sind alles die CGI-Sachen.
Florian Bayer: Vielleicht.
Johannes Franke: Es sind alles die CGI-Sachen. Und ich glaube, dass... Um diese CGI-Sachen umzusetzen, wie sie es sich in den Kopf gesetzt haben, brauchen sie eine bestimmte Form der Inszenierung. damit diese Visuals funktionieren, damit sie sie überhaupt umsetzen können. Und das macht das ganze Timing kaputt.
Florian Bayer: Ja, das Timing, genau. Das Pacing ist deutlich schlechter und die Kamera ist auch deutlich schwächer als bei den ersten drei Filmen. Ja, total. Absolut, ja, ja. Es fehlt irgendwie diese Atmosphäre, sowohl visuell als auch inszenatorisch.
Johannes Franke: Wir sind plötzlich bei den Anfängen von Ronald Emmerich, habe ich das Gefühl. Vielleicht. Mit solchen komischen Kameradingern, die besonders effekthascherisch dann in der Gegend rumrennen. Und so sehr glatte Kamerafahrten, die nichts mehr Lebendiges haben, die einfach nur dafür da sind, CGI einbauen zu können.
Florian Bayer: Ich würde sagen, es liegt nicht einfach am CTI. Ich hab durchaus einen Softspot für CTI aus Anfang der 2000er, das schlecht ist. Wenn du einen Anfang-2000er-Blockbuster siehst, wie Spider-Man. Zum Beispiel Spider-Man. Erste Spider-Man mit Tobey Maguire. Du guckst den heute und denkst, wow, krass, ist das schlecht. Weil es sind einfach Welten zu dem, was wir heute kennen. Und selbst damals gab es Filme, die das besser gemacht haben. Aber es ist trotzdem noch unterhaltsam. Das heißt, es ist nicht einfach nur die technische Seite. Ich kann nicht sagen, es ist die technische Seite, die den Film schlecht macht. Also nicht die technische Seite, was CGI betrifft, sondern es ist wirklich die Art, wie der Film sich dann präsentiert, wie die Kamera das Geschehen einfängt, wie mit Action. gearbeitet wird. Und er versucht das, vielleicht merkt er das so, und versucht das zu überwinden, indem er dann halt so übertrieben, indem er das alles eskalieren lässt. Die Verfolgungsjagd dauert auch so ewig. Wenn die mit den Autos durch den Dschungel rasen, das nervt auch irgendwann, weil nichts mehr passiert.
Johannes Franke: Das stimmt.
Florian Bayer: Ja, das macht schon viel aus. Vielleicht ist es nur das letzte Drittel, aber das haut echt ordentlich rein.
Johannes Franke: Also... Ich glaube, bei mir setzt es noch nicht ein, wenn er im Zelt sitzt und diese Verhörsszene ist. Ist das eine Verhörsszene? Jedenfalls das mit dem Crystal Skull und so. Ganz traurig, was sie mit John Hurt gemacht haben, obwohl er trotzdem großartig ist in dem Film. Hätten sie ihm viel früher wieder einen klaren Geist geben können, damit er spielen kann und ordentlich präsent gut sein kann.
Florian Bayer: Stört mich nicht. Ich finde Oxlade, okay.
Johannes Franke: Ich liebe John Hurt als Schauspieler einfach zu sehr, als dass ich da wirklich denke, ah. Ja, das ist hart.
Florian Bayer: Er muss die ganze Zeit der Tatterkreis sein.
Johannes Franke: Ja, es ist ein bisschen, er macht das gut, er macht das sehr, sehr gut, aber irgendwie, irgendwann tut es mir weh.
Florian Bayer: Nein, ich finde die Figur eigentlich ganz witzig.
Johannes Franke: Jaja, also er hat so ein bisschen die Anwendung von, wie heißt der aus Herr der Ringe, nicht Gandalf, sondern der Kumpel von Gandalf.
Florian Bayer: Ja, dieser Naturmagier.
Johannes Franke: Ja, ja, genau.
Florian Bayer: Aus den Hobbits.
Johannes Franke: Ja, ist es nicht auch... Ne, ist es nicht schon hört. Und so einer in der Richtung ist das so ein bisschen dann vom Gefühl her. nicht okay, mag ich.
Florian Bayer: Es gibt tatsächlich eine schöne Szene, in der Shia LaBeouf auf ihn reagiert. Stimmt, ja, ja. weil er war offensichtlich so eine Art Ziehvater für ihn. Und so der beste Freund von Marion. Und dann sieht ihn Matt und ist einfach erst mal total fertig, was aus ihm geworden ist. Also da gibt's sogar ein emotionales Gewicht auf diese Art, wie sie die Figur zeigen.
Johannes Franke: Für mich fängt das Problem tatsächlich erst an, wenn sie anfangen, diese Verfolgungsjagd zu inszenieren. Wenn es in diese... Ich mag es gar nicht sagen. Liane rumschwingen wir mit den Affen dann. macht und wie die auf den Autos kämpfen und so weiter. Es gibt ein, zwei nette Ideen, die aber überhaupt nichts retten können. Mit den Ameisen funktioniert nicht. Die Kamerafahrten sind furchtbar, weil das alles einfach... kaputt macht, was eigentlich an Lebendigkeit und echtem roughen Gefühl mitbringt. Das wird alles plötzlich ganz gut. komisch vom Timing und wird glatt und macht nicht mehr das, was es soll. Aber sobald sie wieder weg sind von dieser Verfolgungsjagd, Was dann zugegeben nur noch fünf Minuten Film sind, wie sie in dieser Höhle sind.
Florian Bayer: Ja, das ist mehr. Ja, ich glaub, das sind noch gut 15 Minuten, wo der Schluss so langsam richtet. Okay, aber du findest es offensichtlich anders.
Johannes Franke: Also da finde ich, naja, dann kommt das wieder, sobald sie wieder zur Ruhe kommen, kriegt er sich wieder so ein bisschen ein, habe ich es gesagt. Gefühl, dann ist natürlich die Auflösung, das mit den Aliens und der Alien sieht irgendwie echt nicht gut aus, irgendwie ja, okay, ja, Warum nicht? Ist ein bisschen ridiculous, aber das ist halt in Janet Jones und mit Aliens. Weiß ich nicht, habe ich damals nicht gerechnet und fand es auch irgendwie so ein bisschen... Hä? Aber okay. Nicht so schlimm, wie diese Verfassung sagt.
Florian Bayer: Ich glaube, das Grundproblem mit den Aliens ist, ich weiß, da haben viele drüber abgekotzt. Aliens können total gut in den Indiana Jones Film passen.
Johannes Franke: Ja, das stimmt.
Florian Bayer: Aber da müssen sie anders gezeigt werden. Dann musst du das Reto machen. Dann musst du mutig genug sein und zu sagen, okay, wenn ich hier Aliens einbaue, dann sind das die Aliens der 50er Jahre. Und dann sehen die auch ein bisschen mehr nach 50er Jahre aus. Und ich meine nicht mit Schnüren, an denen Ufos hängen, aber du musst die Ästhetik treffen der damaligen Zeit.
Johannes Franke: Aber das haben sie doch mit dieser Sourcer, mit dieser Untertasse, die da in der Gegend rumgelaufen ist.
Florian Bayer: Ja, aber es war eine Untertasse aus den späten 90ern und nach frühen 2000ern. Und es waren Aliens aus den Es war viel zu leuchtend, viel zu groß und episch. Das muss irgendwie anders sein. Das muss kleiner vielleicht sein. Vielleicht wirklich ganz banal kleiner, einfach von der Größe her. Es darf nicht so ... Es hatte zu sehr diese ... düstere, es hatte zu sehr diese düstere Sci-Fi ... ähm ... Sci-Fi-Thriller-Ästhetik mit ein bisschen Leuchten. Independence Day sah ein bisschen zu sehr aus wie Independence Day. Weniger Independence und mehr Krieg der Welten. Und zwar nicht Spielbergs Krieg der Welten, sondern Osno als Krieg der Welten. Das hätte der Zähne gut getan. Ich nehme die Aliens. Ich würde die Aliens nehmen, aber nicht so.
Johannes Franke: Was ich schwierig fand, war auch, dass dieser... Crystal Skull nur magnetisch war, wenn es zur Situation gepasst hat?
Florian Bayer: Ja, allerdings.
Johannes Franke: Das war so ein bisschen, wo ich dachte, okay, das reißt mich jetzt leider raus, also Ich hab nichts dagegen, wenn man ein paar Sachen versucht dann wegzuignorieren, damit das nicht die Szene stört. Aber es wurde so offensichtlich immer nur angeschaltet, wenn es irgendwie nötig war und wieder ausgeschaltet, wenn es störte. Das war ein bisschen äh.
Florian Bayer: Ich mag diese Warehouse-Szene am Anfang, wenn er das Metall in die Luft wirft. An sich, ja, voll.
Johannes Franke: Aber ganz viel davon ist dann physikalisch wieder völliger Mumpel.
Florian Bayer: Das ist totaler Bullshit. Natürlich.
Johannes Franke: Wo du denkst, entweder ziehst du das eine durch oder ziehst du das andere durch. Was ich nett fand, obwohl ich kein großer Fan von Shia LaBeouf war, dass der wirklich, die hatten ja noch was anderes überlegt, was sie mit ihm machen als Figur. Aber George Lucas und Steven Spielberg war wahnsinnig wichtig, dass er so ein Marlon Brando, so ein junger Rebell ist. Und das fand ich total geil, weil die das begründet haben mit, er muss alles das sein, was ein Vater... hassen würde an ihrem Sohn. Sodass dann Indiana Jones am Anfang, als er noch nicht weiß, dass er der Vater ist, die ganze Zeit sagen kann, ja mach doch dein Ding, ist in Ordnung, mach ruhig, ist doch cool so. Und sobald er weiß, dass es sein Sohn ist, sagt, du machst auf jeden Fall die Schule zu Ende. Das ist super, ne?
Florian Bayer: Und er sagt zu Marion, wenn sie ihm sagt, er ist dein Sohn, warum hast du zugelassen, dass er die Schule abgebrochen hat? Wie kann das sein? Ja.
Johannes Franke: Ich finde es großartig. Es ist eine ganz tolle Idee für diese Dynamik. Und auch sein Shift, diese Ambivalenz, die man in der Figur Indiana Jones von den anderen Filmen kennt, kommt da voll zum Tragen.
Florian Bayer: Es gibt diese 1A-Vater-Sohn-Szene aus dem dritten Teil, wo Scheile Bauf auf dem Motorrad darüber, dass die bösen Buben irgendwie einen Unfall hatten, lacht. Und guckt zu Indiana Jones. Und Indiana Jones guckt genauso, wie sein Vater zu ihm geguckt hat, als er ihn angelacht hat. Genau dieses selbe ... Abweisende. Fand ich auch schön. Also da gibt es auf jeden Fall eine coole Und natürlich, es bietet sich an. Und es ist gut, dass sie es gemacht haben, dass sie Indiana Jones, so wie sie ihm einen Vater vorgesetzt haben, Ende der 80er passt es, dass sie ihm zwei. Ende der 2000er an Sohn vor die Nase setzen.
Johannes Franke: Volle Kanne.
Florian Bayer: Und der Anfang ist wirklich geil. Ich finde es toll, diese Verfolgungsjagd, ich finde es toll, wie er dann Wie dann Matt auch irgendwie total irritiert ist und sagt, was, du bist Archäologe? Was für eine Art von Archäologe bist du denn? Wie sie dann in diese Bibliothek reinfahren und ihnen irgendwelche Fragen stellen und er sagt, ey, verbringt nicht nur die Zeit in der Bibliothek. Das ist super. Es sind so viele tolle Momente. Umso mehr tut es weh, dass der Film das dann so verkackt auf die, nicht nur den Schlussspurt, sondern fast die zweite Hefte komplett. Mindestens das letzte Geh ins letzte Drittel. Es stimmt nicht. Der größte Teil ist großartig.
Johannes Franke: Ja, ich weiß, es gibt viele Hater da draußen, aber Hater's gonna hate. I love it.
Florian Bayer: Nein, ich finde es super, dass du den magst. Ich hätte nicht damit gerechnet, aber ich finde es toll, vor allem
Johannes Franke: Warum hättest du nicht damit gerechnet? Was hast du gedacht, was so mein Take ist?
Florian Bayer: Ich dachte, das ist jetzt viel zu viel CGI und dann findest du den Film einfach gut.
Johannes Franke: komplett doof. Oh Gott, das tut ein bisschen weh. Entschuldigung. Was hast du im Bild für mir?
Florian Bayer: Naja, aber du bist ja schon so ein technischer Nörgler. Weiß bin ich. Ein technischer Nörgler. Wenn ein Film technische Probleme hat und deswegen ästhetisch daneben haut, was der Film tut. dann macht dir das manchmal das Sehen so sehr kaputt, dass du keine Freude dran hast.
Johannes Franke: Ja, aber nur wenn er das durchweg durch den ganzen Film tut. Und so habe ich jetzt vielleicht zehn Minuten Verfolgungsjagd verloren und bin dann wieder dabei.
Florian Bayer: Okay, verstehe. Nein, finde ich gut. Also es freut mich sehr, dass der Film dir so gefallen hat. Ich habe halt, mir wird der wirklich in... in der zweiten Hälfte, mehr als das letzte Drittel, 1,25, egal, wird er mir wirklich madig gemacht und macht zu viel, und ich Ich hab nicht mehr diese Ablehnung gegenüber dem Film wie noch vor ein paar Jahren oder vor zehn Jahren. Aber gut, find ich immer noch nicht 100 Prozent. Ist okay. Er ist wirklich okay, aber nee. Aber dazu kommen wir zu der endgültigen Wertung, kommen wir ja gleich. wenn wir unsere Rankings aufwerfen.
Johannes Franke: Ich habe einen kleinen Funfact zwischenzuwerfen. John Hurt wurde angefragt. Und es hieß, willst du mitmachen, hopp oder flop, sag. Und John Hurtz sagt, ich hab noch nicht mal ein Skript gelesen, was ist los. Und derjenige, der ihn gefragt hat, hat gesagt, hallo? Spielberg macht den Film. Das ist Gott. Natürlich machst du mit, ohne zu wissen, was im Drehbuch steht. Und dann hat John Hurt gesagt, nope, auch wenn Gott den Film macht, ich will vorher wissen, was im Präbuch steht. Und dann ist jemand geflogen gekommen mit diesem Drehbuch, eine Kopie im Koffer, wie so ein Agentenfriller. Hat sich zu Hause bei ihm hingesetzt, hat Tee getrunken, während John Hurt dieses Drehbuch gelesen hat. Musste ihm das Drehbuch wieder zurückgeben, er hat es in den Koffer getan und ist wieder zurückgeflogen. Level an Geheimhaltung war dabei. Und das ging auch nicht nur John Hurt so, sondern es ging Shia LaBeouf genau so. Der hat auch lange das Drehbuch gar nicht erst bekommen. Der konnte sich vorbereiten, indem er irgendwelche Fragen gestellt hat und irgendwas anderes gemacht hat, aber er konnte sich am Drehbuch... ganz schlecht vorbereiten, weil ganz viel unter Verschluss gehalten wurde.
Florian Bayer: Steven Spielberg und George Lucas sind so um die 2000er. ein bisschen paranoid geworden, aber man kann es ihnen auch nicht übel nehmen, weil sie haben ja tatsächlich diese schlechte Erfahrung gemacht. Sie haben beide gesagt, In Zeiten des Internets kannst du keine Filme mehr geheim halten. Das funktioniert einfach nicht. Und das ist auch wirklich frustrierend für sie. Und wie gesagt, in der Mitte der 90er wurde ein Skript geleakt. Für Indiana Jones 3 eigentlich. Und dann dachten die Leute, das wäre für Indiana Jones 4. Und dann hat die Gerüchteküche geprodelt und so weiter. Und natürlich bist du total frustriert als Produzent oder Regisseurin oder Drehbuchautorin. Wenn du wirklich mit viel Herzblut was geschrieben hast und dann ist das noch in Produktion. Und noch nicht fertig und dann wird das veröffentlicht und Leute verreißen sich schon das Maul über deine Kunst, bevor die veröffentlicht wurde. Natürlich ist das frustrierend und ja, ich kann das verstehen. Und gerade bei diesen Big-Budget-Projekten passiert das halt. Da werden Sachen geleakt und das ist nicht geil. Da muss man das halt so machen.
Johannes Franke: Kleiner weiterer Funfact, wo wir gerade dabei sind. Nach ein paar Wochen ist Harrison Ford am Set unterwegs gewesen und sah so eine komische blonde Frau, die er noch nie am Set gesehen hat. Wer ist das? Das war Cat Blanchett. Er hat sie noch nie ohne Perücke gesehen. Und er kannte sie vorher nicht. Sie haben sich nie kennengelernt vorher. Das heißt, er hat sie nicht erkannt ohne ihr Kostüm.
Florian Bayer: Das ist so ein bisschen traurig, aber wahrscheinlich finden, also zumindest damals, Anfang der 2000er, haben wahrscheinlich Cate Blanchard und Harrison Ford in verschiedenen Filmwelten stattgefunden. Wobei, Kat Blanchett hatte doch Herr der Ringe, oder? Das war um die Zeit auch.
Johannes Franke: Ah, ja. Moment. War das da schon? War ihr Auftritt nicht später?
Florian Bayer: Ja, der Ringe war 2001. Also sieben Jahre vor diesem Film hat sie The Ringe gespielt. Aber ansonsten ist Cate Blanchett auch eher so eine Charakterdarstellerin und Harrison Ford ist toll, aber nicht das, was man Charakterdarsteller nennen würde.
Johannes Franke: Ja, eher Actionheld.
Florian Bayer: Ja, und nicht mal so krass, aber Harrison Ford ist halt eher, naja, Harrison Ford ist halt
Johannes Franke: Harrison Ford. Ja. Naja, und das krasse ist, die haben wirklich, Harrison Ford hat wieder ganz viel Stunts selbst gemacht. Der war so in Shape, dass sein Kostüm ihm noch gepasst hat. Es ist so absurd. Der Mann ist über 60 gewesen.
Florian Bayer: Es ist unglaublich und er sieht auch echt gut aus in dem Film.
Johannes Franke: Ja, voll. Also ich find's schon sehr krass und alle haben auch wirklich mit offenem Mund dargestanden, inklusive eben Steven Spielberg und
Florian Bayer: Er ist 66 gewesen, als er den Film gedreht hat.
Johannes Franke: Der war eigentlich schon Rente. Völlig absurd. Apropos Rente. Sean Connery hat ja Angebote bekommen, wieder dabei zu sein. Der hat bloß gesagt ... Ich fühle mich ganz gut in meiner Rente. Ich habe keine Lust mehr zu drehen.
Florian Bayer: Guter Mann.
Johannes Franke: Wie geht's uns denn mit dem Ende tatsächlich jetzt, mit dem, mit der Sourcer, äh... und mit dem Kristallschädel, der sich dann irgendwie mit den anderen Kristallskeletten zusammentut, so einem Alien, zu einem interdimensionalen Vieh, das dann die anderen alle... umbringt oder in eine andere Dimension mitnimmt.
Florian Bayer: In eine andere Dimension mitnimmt. Die schreien auch um Hilfe, aber ich weiß gar nicht, vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, was mit denen passiert. Vielleicht landen die im Paradies. Die Bösewichter landen vielleicht im Paradies dahinten.
Johannes Franke: Wir wissen gar nicht, was mit denen ist.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Und vielleicht verpasst Indiana Jones da das Abenteuer seines Lebens. Das Abenteuer seines Lebens, ja. Aber das Abenteuer seines Lebens ist ja die Ehe.
Florian Bayer: Die Ehe. Endlich. Er und Marion heiraten.
Johannes Franke: Es ist so das Fanservice.
Florian Bayer: Ja, und es wird so ein bisschen angeteasert, dass Matt der neue Indie sein könnte und dann sagt Harrison Ford, äh, äh.
Johannes Franke: Ich liebe diesen Moment. Ich finde es so geil. Ich sitze davor und denke, der Hut weht zu Scheile Böff rüber und ich denke die ganze Zeit, nein, tu es nicht. Das ist furchtbar, also Jared Jones wird ja nichts richtig machen. Es wird überhaupt nicht gehen. Und dann kommt Indy und nimmt den Hut und guckt ihn so an, wie, hast du gedacht, war...
Florian Bayer: Nope. Auch wieder schöner Buch der vierten Wand. Das Publikum reagiert erleichtert. Und wir kriegen einen fünften Film versprochen. 15 Jahre. 15 Jahre sind vergangen. 2015. 2023.
Johannes Franke: Aber der Film wurde 2017 gedreht, glaube ich. Und wurde nur wegen Corona verschoben, die Veröffentlichung. Also eigentlich gibt es diesen fünften Teil, den wir jetzt bald zu Gesicht bekommen sollen, schon länger.
Florian Bayer: Okay. Also sonst wäre es ja wirklich... Ach nein, andersrum.
Johannes Franke: Filming begann 2021. Okay.
Florian Bayer: Aber immer noch ist es weniger Zeit als zwischen dem dritten und dem vierten, aber trotzdem noch ein gewaltiger, also 2008 bis 2023 sind auch 14 Jahre. Ja. Bis 2021 sind 15 Jahre.
Johannes Franke: Was wir bis jetzt wissen... Entschuldigung.
Florian Bayer: 2008 bis 2023 sind 15 Jahre. Ein bisschen weniger als zwischen Teil 3 und Teil 4, aber immer noch ziemlich viel.
Johannes Franke: Und Sie haben ziemlich schnell angefangen, den Film zu schreiben. Also 2008 gilt schon als Startpunkt für die Entwicklung des neuen Films. Ja. Aber es hat eine Weile gedauert. Warum, weiß ich jetzt gerade nicht. Hast du da was?
Florian Bayer: Nee, ich habe auch gar nichts recherchiert zum neuen Film. Ich habe auch noch keinen Trailer dazu gesehen. Ich bin eigentlich ganz wenn ich den Film sehe, ohne viel zu wissen. Ich weiß nur, dass John Rhys-Davis zurückkommt als Salah, was ich ganz cool finde. Und ich find's auch gut, dass Harrison Ford ist. Ich find's gut, dass es nicht Child About.
Johannes Franke: Ja, volle Kanne. Shia LaBeouf hat sich auch selbst disqualifiziert. Er hat sich schlecht geäußert über den Film und alle haben gesagt, Alter, Wenn du Schauspieler in einem Projekt bist, also gerade Heuer und Fort hat es gesagt, Alter, wenn du Schauspieler bist in einem Projekt... Dann äußerst du dich danach beim Marketing für den Film bitte positiv und wenn du nichts Positives zu sagen hast, dann sagst du nichts. Aber Shia LaBeouf war echt nicht gut darin. Er hat sich wirklich negativ geäußert über alles.
Florian Bayer: Es wird der erste Film sein, bei dem Steven Spielberg nicht Regie führt, sondern James Mangold.
Johannes Franke: Kennst du James Mangold von irgendwelchen Projekten? Mir wurde gesagt, dass er ganz gute Sachen getan hat.
Florian Bayer: Also ich hab Ich hab Logan gesehen, der war echt okay, aber jetzt auch kein absolutes Meisterwerk. Das war so schwer, weil der Comic zu gut war. Der Film war auch gut, aber der Comic war so stark, dass es so ein bisschen Enttäuschung war. Und der hat aber einen ganz tollen Western gemacht, Todeszug nach Juma, einen der besten Post-Western. der letzten 30 Jahre und ich bin kein Western-Fan. Walk the Line war auch stark. Und Copland 1997. Also der hat schon, der kann was. Ich bin gespannt.
Johannes Franke: Der kann was. Ich habe Leute gehört, die gesagt haben, dass James Mangold vor allem ... seltsamerweise in jedem Film, den er gedreht hat, ein neues Genre angefasst hat. Und irgendwie so ein Chamäleon zu sein scheint, was das betrifft. Es wird also viel Hoffnung in ihm gesteckt, dass er es schafft, sich da rein zu versetzen in diese Welt. Und die dann umzusetzen. Und Steven Spielberg hat wirklich in der Premiere gesessen. In Cannes? In Cannes jetzt, glaube ich? Nee, in seiner eigenen Premiere, glaube ich. Und hat gesagt, um Gottes Willen, ich dachte, ich bin der Einzige, der weiß, wie das geht.
Florian Bayer: Oh, interessant. Steven Spielberg hatte ja eine Zeit lang Hoffnung in J.J. Abrams gesetzt.
Johannes Franke: Stimmt, ja, ja.
Florian Bayer: Und die haben ja auch zusammengearbeitet. Ich will gar nicht unbedingt einen Spielberg-Klon sehen. Ich bin froh, wenn er sein eigenes Ding macht. Ich muss jetzt nicht einen fünften Indiana Jones sehen, der wie Teil 1, 3 und 4 ist.
Johannes Franke: Ich schon.
Florian Bayer: Lieber einen wie Teil 2 nochmal. Was? Wie Teil 2 Minus Rassismus und Sexismus.
Johannes Franke: Ja, weil viel wie Waller-Birch drin ist, von der ich sehr viel halte. Und ich glaube, die würde zu keinem Projekt Ja sagen, das nicht bestimmten Standards, Mindeststandards entspricht.
Florian Bayer: Weil sie...
Johannes Franke: Ja, der Feminismus ist stark in ihr, um das mal so zu sagen.
Florian Bayer: Ach, das ist die Fleabag-Schauspielerin. Ganz genau. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt drauf und wenn ihr wissen wollt, wie wir den Film fanden, dann hört einfach nächste Woche rein, da diskutieren wir drüber. Aber bevor wir dazu kommen. Wir haben noch einen Abschluss. Wir haben ja normalerweise immer in unseren Podcasts Top-3-Listen. Wir haben diesmal gesagt, diesmal machen wir es anders. Wir machen so Tierlists. beziehungsweise Rankings. Wir versuchen so ein bisschen ein paar Sachen der Indiana Jones Filme, der vier Hauptfilme, also Serien, Bücher und so weiter lassen wir außen vor, zu ranken. Und zwar möchten wir anfangen mit dem Best, der Best, äh, Love Interest, Worst to Best. Und wir machen das so ein bisschen, wir schütteln das jetzt so ein bisschen aus dem Ärmel. Ich hab nämlich nichts aufgeschrieben, aber ich glaub, ich krieg's einigermaßen zusammengestellt. Worst Love Interest. Wer sagst du ist die Worst Love Interest?
Johannes Franke: Na, Willi.
Florian Bayer: Willi. No Contest, ganz eindeutig. Es ist einfach, ja, muss nicht viel drüber diskutiert werden. Also wir sind uns einig, was Willy betrifft. Wer ist denn bei dir auf Platz drei? Also zweitschlechtestes oder drittbeste Love Interest?
Johannes Franke: Es ist schwer, weil ich finde, dass Elsa Schneider... Die hat sehr viel eigenes Tun bekommen und ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Willen und so. Und ich finde es eigentlich ganz nice so. Aber sie haben keine Love...
Florian Bayer: Chemistry. Null.
Johannes Franke: Und das ist ein bisschen das Problem. Also vielleicht muss sie auf Platz drei.
Florian Bayer: Die würde bei mir auch auf Platz 3 landen. Dann haben wir noch zweimal Marion. Einmal für Platz 2 und einmal für Platz 1.
Johannes Franke: Ja, dann würde ich vielleicht auf Platz zwei die vom vierten Film setzen. Und du genau andersrum.
Florian Bayer: Ich genau andersrum. Platz zwei, tut mir leid, ist die Marion aus dem ersten Film. Ich finde, die Marion aus dem vierten Film ist es erste Mal, dass ich eine glaubwürdige Liebesgeschichte habe, ohne Bauchkrummeln, weil irgendwie erzwungener Sex mit Minderjährigen eine Rolle spielt.
Johannes Franke: Was hältst du von dem Satz, den Jenna Jones im vierten Teil sagt? Marion Ravenwood sagt ... Du hattest so viele andere Frauen, so viele andere Geschichten und er sagt, alle hatten einen Fehler, sie waren nicht du. Was ist das für ein Satz? Es soll so romantisch klingen.
Florian Bayer: Voll kaputt. Ich finde es super.
Johannes Franke: Das ist unglaublich kaputt.
Florian Bayer: Total, auf jeden Fall.
Johannes Franke: Das ist aber auch ein Fanservice. Da spricht wirklich durch, dass die beiden sagen, ja, okay ... Unsere anderen Love Interests waren nicht so geil wie Marion Ravenwood.
Florian Bayer: Ja, auf jeden Fall.
Johannes Franke: Das hat fast nichts mit ... Harrison Ford's Indiana Jones zu tun, sondern wirklich nur mit den Regisseuren, die sagen, ja okay, okay, okay, sie ist die bessere.
Florian Bayer: Wir machen weiter mit den besten Sidekicks.
Johannes Franke: Also ich glaube... Mac ist der Schlechteste.
Florian Bayer: Mac ist der Schlechteste, ich bin voll bei dir. Mac funktioniert weder als Antagonist noch als Sidekick.
Johannes Franke: Ja. Schwach.
Florian Bayer: Irgendwie.
Johannes Franke: Der wechselt zu und zu undurchschaubar die Seiten, ohne dass es irgendeinen wirklichen... Ja. Also gut, dass wir bei Mac übereinstimmen. Jetzt wird es wahrscheinlich schwieriger.
Florian Bayer: Jetzt gehen wir wahrscheinlich auseinander.
Johannes Franke: Ich würde sagen, macht's. Matt hatte seine Stärken, aber irgendwie insgesamt ist er als Zeitkick ...
Florian Bayer: Tut mir leid, Salah aus dem ersten. Und ich mag John Rhys-Davis und ich mag die Rolle, aber als Sidekick ist sie relativ blass und die anderen Sidekicks kriegen einfach größere. rein.
Johannes Franke: Ja, aber nur, weil er mehr Screentime hat.
Florian Bayer: Ja, natürlich, das spielt auch eine Rolle, auf jeden Fall. Sonst würde ich Wuhan nehmen. Wuhan ist der coolste Sidekick, aber der hat halt keine Screentime. Das spielt auch eine Rolle. Gott. Noch einmal eine Gedenkminute bitte für den coolsten Indiana Jones Sidekick, Wuhan.
Johannes Franke: Wir wissen nichts über ihn. Er ist absolut egal.
Florian Bayer: Okay, der kommt in dieser Liste auch nicht vor. Wer wäre dann bei dir Platz 3? Da kämpfe ich noch so ein bisschen mit mir. Ich glaube, ich mache das doch so viel geiler.
Johannes Franke: Ja, dann wäre jetzt bei mir Salah.
Florian Bayer: Ja, mein Platz 3. Tut mir leid, Johannes. Ich weiß, du wirst es anders sehen.
Johannes Franke: Shorty. Was? Auf Platz 3? Ja. So weit hinten?
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Nee, vier ist das sogar.
Florian Bayer: Platz vier, ja, genau, so weit hinten. Platz vier, Shorty.
Johannes Franke: Das ist ja absurd.
Florian Bayer: Nein, ich finde Shorty einen total coolen Sidekick, aber ich finde danach kommen noch bessere. Ich bin jetzt schon bei den, und das gilt für alle Listen, eigentlich, meistens ist es so, dass mein schlechtester Platz, der letzte Platz ist so, ja, nicht cool, aber die anderen sind alle nur, da muss ich sortieren, was ich am besten finde. Ich mag Shorty total, aber ich habe auch für ein Herz ein Herz für die Folgenden. Und zwar ein bisschen größeres Herz. Mein Platz drei ist nämlich matt. Und ich weiß, du wirst mir widersprechen, aber ich find Charlotte Bauf on point. Und ich setz ihn vor Shorty, weil das die geilere Vater-Sohn-Beziehung ist von Indie. Weil, also Indy und Shorty haben auch eine Vater-Sohn-Dynamik, aber ich finde die Vater-Sohn-Dynamik zwischen ihm und Matt irgendwie geiler, weil es mehr Vater-Sohn ist und weniger... Kumpel. Deswegen ist Matt der bessere Sidekick als Shorty. Und ja, Ford spielt den König in diesem Fall auch so ein bisschen, aber Matt bei mir auf Platz 3.
Johannes Franke: Also, Bei mir ist auf Platz 4, den hatten wir noch nicht, ach so, Salah, Platz 3 ist dann Markus.
Florian Bayer: Markus Brody aus Indiana Jones, Teil 3.
Johannes Franke: Und dann kommt bei mir auf Platz 2 Henry. Und dann natürlich Shorty auf Platz eins. Alter, wie kannst du Shorty so weit hinten?
Florian Bayer: Das geht nicht. Weil Platz zwei ganz klar Henry. Ich habe ... Und ich habe ...
Johannes Franke: Ich hab auch auf Platz 2 Henry.
Florian Bayer: Und auf Platz 1 Marcus Brody aus Teil 3. Nein. Markus Brody ist der geilste Sidekick. Und ich würde sogar sagen, Markus Brody rehabilitiert so ein bisschen Salah, der nicht so viel vorkommt in Teil 3, aber die beiden zusammen in ihrer Dynamik Ich liebe Markus. Markus Brody, geilster Sidekick, auf jeden Fall.
Johannes Franke: Aber was hat denn der noch für Szenen außer ... Kann ja jemand Englisch?
Florian Bayer: Es ist egal, das ist die geilste Szene. Nein, und das Coole ist ja, ja, er agiert nicht nur als Sidekick zu Indy, sondern er agiert auch als Sidekick zu Henry Senior. Und wenn die zum Beispiel im Panzer sind und Die Nazis kämpfen zusammen und hier so Ink beats the night. Ja, ja, ja. Es ist schön. Es ist einfach cool. Marcus Brody ist cool. Aber wahrscheinlich ist es auch so ein bisschen eine Provo-Platzierung. Wenn ich nochmal in mich gehe, würde ich sagen, Henry Senior ist der coolste Sidekick. Und auf meinem Platz eins. Aber ich stehe dazu, dass ich Matt irgendwie spannender finde als so ein Sidekick als Shorty.
Johannes Franke: Schrecklich. Mein Gott.
Florian Bayer: So, damit kommen wir zu noch mehr Schocks, zu den Antagonisten.
Johannes Franke: Ich muss erst mal damit klarkommen. Oh mein Gott, Floor, ich habe ein ganz anderes Bild von dir gehabt. Also haben wir die Liste, die besten Villains.
Florian Bayer: Genau, beziehungsweise Villains worst to best, weil es sind auch einige Villains dabei, die vielleicht nicht so gut sind.
Johannes Franke: Also eigentlich Villains worst to worst. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Indiana Jones nicht die besten Villains sind.
Florian Bayer: Nee, Indiana Jones ist kein Film, der für seine guten Bösewichter bekannt ist. Im Gegensatz zu James Bond. Warum verkackt der ausgerechnet an der Stelle? Naja, schauen wir mal drauf. Wer ist dein letzter Platz? Wir haben insgesamt sechs. Platzierung zu vergeben.
Johannes Franke: Der schlechteste ist der Priester aus dem zweiten Teil.
Florian Bayer: Molaram, den habe ich auch auf den letzten Platz gesetzt.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Einfach lame.
Johannes Franke: Einfach lame. Ich glaube, er ist ein guter Schauspieler. Ich fand ihn interessant, zwischendurch anzuschauen, aber irgendwie hat er nichts... Wo ich denke, okay, da ist irgendwas.
Florian Bayer: Platz 5.
Johannes Franke: Was ist bei dir Platz 5?
Florian Bayer: Bei mir Platz 5 tatsächlich Donovan.
Johannes Franke: Ja, bei mir auch.
Florian Bayer: Weil er macht nichts. Er sitzt einmal im Sessel sehr lange mit dem Rücken zum Publikum, um sich dann einmal umzudrehen und zu sagen, ich habe Ihnen doch gesagt, man soll niemandem vertrauen.
Johannes Franke: Er hätte auch noch eine Katze auf den Schuss bekommen können. Es hätte nichts besser gemacht. Er ist einfach kein guter Bösewicht. Er ist einfach nur Lückenfüller irgendwie. Total. Komisch, ne?
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Obwohl er so eine große Rolle, in Anführungsstrichen, hat.
Florian Bayer: Platz 4.
Johannes Franke: Arnold Todd. Das ist der Typ, der mit diesem ...
Florian Bayer: Teil 1, unser Nazi aus Teil 1. Der einzige Nazi, der in dieser Liste vorkommt. ständig gegen Nazis kämpfen, sind sie so gesichtslos.
Johannes Franke: Ja, genau.
Florian Bayer: Tut mir leid, liebe Kate, ich liebe dich, aber Irina Spalco, Platz 4.
Johannes Franke: Ach so, du bist nicht bei Arnold? Arnold ist besser als Irina Swalcock?
Florian Bayer: Ja, weil er schön böse gucken kann.
Johannes Franke: und das kann sie nicht.
Florian Bayer: Irinas Balko nervt mich irgendwie. Ich finde sie mit diesem Psychic-Zeug und mit, ich weiß nicht. Also Cate Blanchett spielt das schon cool? Ja. Aber die Rolle ist einfach kacke.
Johannes Franke: Ich verstehe. Ja, bei mir kommt Irina genau auf Platz 3 direkt danach.
Florian Bayer: Auf Platz 3, Arnold tot.
Johannes Franke: Ja, dann haben wir einen kleinen Switch drin, okay. Auf Platz zwei wäre bei dir.
Florian Bayer: Elsa. Elsa Schneider ist bei mir dir Platz zwei. Hast du den Belloc auf Platz 2?
Johannes Franke: Ja, ich hab den Belloc auf Platz 2.
Florian Bayer: Der einzige würdige Gegenspieler von Indy, finde ich. Der Einzige, der cool ist, der so ein bisschen Charakter hat und der eigentlich genau dasselbe will wie Indie.
Johannes Franke: Ja, aber ich finde lame, muss ich sagen, obwohl das irgendwie cool gedacht ist, dass er jedes Mal, wenn er eben was abnimmt, nur denselben Satz sieht. sagt, wieder einmal gehört mir jetzt das, was sie rausgeholt haben.
Florian Bayer: Er ist schon ziemlich selbstverliebt.
Johannes Franke: Ja, irgendwie.
Florian Bayer: Aber irgendwie find ich ihn cool. Ich glaub, ich mag vor allem das Spiel von ihm mit Marion. Wenn sie dieses Date haben, dieses merkwürdige, bizarre, zusammen trinken und Spaß haben.
Johannes Franke: Das stimmt, das ist ganz geil.
Florian Bayer: Es gibt eine coole Dynamik zwischen ihnen. Das stimmt. Und er ist ja auch irgendwie in sie, ne? So ein bisschen verknallt? Oder er findet sie irgendwie geil?
Johannes Franke: Ja, und er sagt auch immer wieder, sie gehört mir.
Florian Bayer: Ja, genau.
Johannes Franke: What? Okay.
Florian Bayer: Okay.
Johannes Franke: Ja, und ich hab halt auch Platz 1 dann, Elsa, die ich tatsächlich irgendwie... Also Belloc und Elsa sind tatsächlich die einzigen beiden, die ich überhaupt in so eine Liste als würdige Platzhalter nehmen würde. Danach kommt nämlich ganz viel nix. Und dann die anderen, die wir vergeben haben. Insofern, naja. Aber die beiden fand ich interessant und die sind auch sehr nah beieinander irgendwie.
Florian Bayer: Okay, dann kommen wir zu den besten Artefakten.
Johannes Franke: Uh, die besten Artefakte.
Florian Bayer: Und ich würde mal sagen, dann nehmen wir pro Film immer nur eins, oder?
Johannes Franke: Ja, na... Da gucken wir doch mal.
Florian Bayer: So, also die besten Artefakte und wir haben genau vier. Was ist denn bei dir auf dem schlechtesten, auf dem letzten Platz? Was ist das schlechteste Artefakt bei Indiana Jones?
Johannes Franke: Das schlechteste Artefakt ist wahrscheinlich dann doch der Kristallschädel.
Florian Bayer: Den habe ich auch auf meinem letzten Platz.
Johannes Franke: Ja, also ich meine, ist natürlich... Ich finde, entgegen vieler anderer Meinungen, dass das Aliens gar nicht die schlechteste Idee sind für Indiana Jones. Aber irgendwie hat dieser Kristallschädel so plasticky Vibes.
Florian Bayer: Genau. Es fehlt ihm irgendwie die gewisse...
Johannes Franke: Wie gesagt, der hat keine eigene Aura. Ja, genau.
Florian Bayer: Genau, die Aura fehlt ihm.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Ihm fehlt diese mystische Aura.
Johannes Franke: Total. Aber das hat natürlich auch was damit zu tun und das kann man im Film nicht vorher von... dass das, was sie da als Aliens ausgesucht haben, das ist eine andere Welt. Da können wir nicht das Gefühl... okay, das ist ein uraltes Ding, das irgendwie Staub angesetzt hat über die Jahre, hunderte in so einem, das goldene kleine Teil, was er da am Anfang im ersten Teil holt, das ist irgendwie, das lebt. Da ist Patina dran. Ja. Und bei so einem Kristallschädel, das ist halt viel zu glatt und hat kein Leben so richtig.
Florian Bayer: Ja, ich bin ganz bei dir. Und ich glaube, unser Platz 3 wird auch der gleiche sein.
Johannes Franke: Oh, sagen wir es. Eins, zwei.
Florian Bayer: Schankara Stein.
Johannes Franke: Bundeslade. Nein.
Florian Bayer: Wow, Wahnsinn, okay. Warum die Bundeslade? Das ist eine kontroverse Platzierung, würde ich behaupten.
Johannes Franke: Echt?
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Also die Bundeslade finde ich irgendwie cool als, okay, das ist ein... christliches altes Relikt, aber das ist auch das Gegenargument gleich wieder. Das ist halt ein christliches, altes Relikt. Indiana Jones holt nur christliche, alte Relikte irgendwo raus. und versucht, die ins Museum zu bringen. Ich weiß nicht, ob ich da auf Indies Seite sein kann. Und dann denke ich, ja, okay, es kann auch, in diesem Fall kann es irgendwas sein, hinter dem Nazis her sind. Es hat keine Bedeutung, was es ist.
Florian Bayer: Es ist voll das apokalyptische Ding. Es zerschmelzt Gesichter. Was für eine geile Waffe das ist.
Johannes Franke: Ja ... Ja, aber ich finde das, was es an Bedeutung für den Film hat, nicht nur für die letzten zwei Minuten, ist es irgendwie, naja, austauschbar.
Florian Bayer: Okay.
Johannes Franke: Dass es etwas ist, was alle zerstören kann, kommt natürlich ihm zugute, weil er dann am Ende die Nazis zerstört, aber das ist nicht das, was den Film trägt. Und deswegen finde ich es für einen Film an sich total austauschbar und irgendwie.
Florian Bayer: Okay, interessant. Ich finde tatsächlich, also... Mein Platz drei ist Schankara-Stein, ist einfach ... Ja, ist halt ein Stein.
Johannes Franke: Ich habe auf meinem Platz zwei die Shankara-Steine und ich sage dir auch warum. Ja. Weil die eine kulturelle Bedeutung für die Leute vor Ort hatten.
Florian Bayer: Oh, okay, ja, gute Begründung.
Johannes Franke: Was für in diesem Film viel wichtiger ist. Auf jeden Fall so eine blöde Bundeslade.
Florian Bayer: Ich glaube, ich muss noch mal kurz umsetzen. Es überrascht mich, dass du den Stein zwischen der Bundeslade und dem Kral hast, weil ich finde Kral und Bundeslade total austauschbar. Das sind beides religiöse Objekte, die total OP sind.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Weil das eine macht unsterblich, das andere ist eine zehnfache Atombombe. Und beide sind den gesamten Film über McGuffins und spielen nur am Schluss eine Rolle.
Johannes Franke: Du hast vollkommen recht.
Florian Bayer: Ja. Also ich finde Bundeslade und Gral müssen irgendwie zusammen und ich weiß auch nicht, wen ich auf 1 und 2 mache. Ich finde die Bundeslade noch ein bisschen geiler als Waffe, aber deswegen ist das mein Platz 1.
Johannes Franke: Ich sag dir, warum der heilige Gral abgesetzt nach vorne ist.
Florian Bayer: Auf.
Johannes Franke: Jesus war ein Zimmermann. Einfach die Szene irgendwie so durchschaubar süß.
Florian Bayer: Und es ist so ein einfacher Kral von einem einfachen Handwerker gemacht. Das ist ganz putzig. Das stimmt.
Johannes Franke: Also es ist natürlich so ein bisschen so, okay, okay, ja, rub it in my face.
Florian Bayer: Aber die Bundeslade fickt sie alle. Ganz ehrlich, du machst das Ding auf und du hast einmal...
Johannes Franke: Aber Unsterblichkeit ist geiler.
Florian Bayer: Nicht im Film. Willst du sehen, wie jemand einen Schluck Wasser bringt und sagt, oh, jetzt werde ich ewig leben? Oder willst du sehen, wie so ein Ding geöffnet wird und Nazi-Gesichter schmelzen? Hallo?
Johannes Franke: Okay, in der ersten Sicht der Schmelzen ist natürlich immer was vorzuziehen. Na gut.
Florian Bayer: Okay. Best Indie, aber nicht bester Indiana Jones Film, sondern die coolste Inkarnation von Indiana Jones. Wir haben ja schon festgestellt, der unterscheidet sich so ein bisschen von Film zu Film. Wo haben wir die coolsten Charakter? Welchen Indiana Jones findest du am geilsten, am spannendsten, am interessantesten? Wem folgst du am liebsten? Aus welchen Gründen auch immer. Bei mir auf dem vierten und letzten Platz leider der Indiana Jones aus meinem eigentlich Indiana Jones Lieblingsfilm wahrscheinlich, der Ausblatt aus Teil 3. Weil er viel zu weich gespült ist.
Johannes Franke: Ich glaube, ich muss dir sogar recht geben.
Florian Bayer: Nein, wirklich, das ist schrecklich. Du darfst mir nicht recht geben. Ich will, dass du empört bist. Achso.
Johannes Franke: Wie kannst du das sagen? Es geht doch nicht. Viel besser. Aus Teil 3 ist doch der Indy, der wirklich am lamesten ist.
Florian Bayer: Und es ist echt schade, weil der Film ist toll. Wir lieben den dritten Teil.
Johannes Franke: Nein, aber ich finde, das Problem besteht ja vor allem darin, welche Platzierungen kommen vorher. Bei mir ist nämlich Platz 4 gar nicht dort gelandet, weil ich finde, dass der wirklich lame ist. Ich finde nur, dass die anderen Vorzüge haben, die ich interessant finde. Die irgendwie sagen, okay, das will ich sehen. Aus dem dritten will ich natürlich die Beziehung zum Vater sehen. Das finde ich interessant. Auf jeden Fall ist es... total spannend. Und ich finde auch gar nicht, dass es so weich gespielt ist, aber Aber irgendwie finde ich, die anderen Filme haben noch mehr Takes, die ich noch spannender finde.
Florian Bayer: Ja. Deswegen konnten wir Henry Senior einmal sehr weit nach vorne platzieren bei den Sidekicks.
Johannes Franke: Ja. Genau, so gleicht es sich aus. Auf Platz 3 wäre für mich der aus dem zweiten Teil.
Florian Bayer: Da würde ich den vierten Teil platzieren. Einfach weil, naja, ich finde, der vierte Teil Indie ist sehr nah am dritten Teil Indie. Das ist aber so ein bisschen die alte und weise gewordene Variante davon, aber auch immer noch. Und spannender, weil es zu dem Alter vielleicht besser passt, dieses etwas weichere, dieses etwas sanftere.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: Und deswegen einfach davor. Aber er ist immer noch diese weichgespülte Hollywood-Version, würde ich sagen. Also Hollywood ist alles. Aber er ist so... leichter zu konsumieren. Und ich mag mehr Ecken und Kanten.
Johannes Franke: Ich finde, der Zeug, Zweite ist jetzt auf Platz 3 eher gelandet, anstatt auf Platz 2, weil der... Also ich finde den... Das, was du sagst, dieser... Alte Indie. Den finde ich interessanter. Im zweiten lernt er zwar dazu, dass er die Artefakte vielleicht lieber dort lässt. statt sie mitzunehmen und dass Fortune und Glory nicht das Einzige ist. Aber ich finde tatsächlich bei dem vierten Film sehr, sehr interessant zu sehen, was passiert mit einem... einem Haudrauf, einem Haudegen, einem Typen, der so richtig kernig alles anpackt, wenn er älter ist und das alles weiterhin machen muss, aber dann eben halt einfach die Entfernung nicht mehr so einschätzen kann und sagen muss, ich dachte, das wäre sehr viel näher.
Florian Bayer: Das heißt, der vierte ist dein zweiter Platz.
Johannes Franke: Der vierte ist dann mein zweiter Platz.
Florian Bayer: Bei mir ist der zweite der zweite Platz und ... Ich find toll am Zweiten, dass Indiana Jones so eine Ganovenvariante von James Bond ist. Und dass es trotzdem so am ehesten noch einen Lerneffekt gibt. Es ist der Indiana Jones, der am ehesten eine Charakterentwicklung während des Films durchmacht. Und das ist, sage ich, auch sehr lose, weil das ist ja kein großer Entwicklungsroman, den wir hier erleben. Aber immerhin ergibt dich deine am Schluss zurück. Und er bleibt auch irgendwie der Ganova, der er ist, aber in dem Fall macht er mal das Richtige. Das ist cool, finde ich sympathisch. Mhm. Und offensichtlich haben wir beide den gleichen Platz 1 gewählt. Platz 1 ist Nummer 1. Auch der kantigste und auf jeden Fall der kantigste und rauste Indiana Jones. Auch der zynischste.
Johannes Franke: Ich finde auch, dass er derjenige ist, der am meisten auf dem Punkt ist.
Florian Bayer: Ja, wahrscheinlich.
Johannes Franke: Auf dem Punkt genau das, was Indie ausmacht. Die anderen Filme versuchen noch ein bisschen zu exploren hier und da und Veränderungen vorzunehmen, aber eigentlich die Grundidee war einfach so genial und so gut, dass sie da auch viel Wert darauf ihn wirklich zu etablieren und alles genau auf Kontraste zu setzen, damit man wirklich sieht, was macht diesen Typen.
Florian Bayer: Der erste Film ist auch am stärksten auf den Charakter zugeschnitten. Der erste nimmt sich am meisten Zeit, einfach die Person zu inszenieren.
Johannes Franke: Ja, ist vielleicht auch das in der Natur liegende Problem der Fortsetzungen.
Florian Bayer: Vielleicht. Also auf jeden Fall auch ein toller Film für so eine Charakter... Exposition. Der perfekte Charakter-Exposition-Film ist Indiana Jones. Und trotzdem funktioniert er auch oft. ganz von anderen Ebenen. Womit wir zu unserem letzten Punkt kommen, zu dem Filmranking Worst to Best.
Johannes Franke: Ich weiß schon.
Florian Bayer: Und ich weiß auch schon, pass auf. Ich sag dir dein Ranking, du sagst mir mein Ranking. Machen wir es?
Johannes Franke: Moment, ich würde ganz kurz einmal aufschreiben, damit ich nicht mehr durcheinander komme. Also, das ist Ploas. Und das ist meins.
Florian Bayer: Moment, ich scherb's auf, damit ich... Du kannst dann ja gleich sagen, ob ich einen Treffer habe, wenn ich's sage. So, Moment. Ihr seid live dabei, wie wir versuchen, den Geschmack des anderen zu raten. Oh, schwierig. Ah, ich glaube, ich weiß doch, okay. Ich habe gedacht, es fällt mir leichter, aber ich glaube, es fällt mir leichter. doch nicht leicht.
Johannes Franke: Ich weiß Bescheid. Ich bin ganz sicher, dass ich deine Resortierung vollkommen richtig eingeschätzt habe.
Florian Bayer: Also, Johannes hat auf dem letzten Platz Teil 2. Ja, Tempel des Todes, den magst du nicht. Das war klar. Zu sexistisch, zu rassistisch.
Johannes Franke: Du hast auf Platz 4, auf dem letzten Platz, den vierten Teil.
Florian Bayer: Richtig. Okay. Aber jetzt wird es schwierig. Das war leicht. Ich glaube aber, du hast ihn verteidigt und ich finde es cool, aber ich glaube trotzdem, dass du auf den dritten Teil 4 gepackt hast.
Johannes Franke: Japp. Du hast auf den dritten Platz Teil 1.
Florian Bayer: Ah, ich hab überlegt, ob ich's mache, aber ich hab's dann doch getauscht. Ich hab den zweiten Teil auf den dritten. Aber es ist wirklich ein Kampf und alles okay. Ich finde, es hätte auch anders aussehen können und das könnte auch wechseln. Das könnte wechseln.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Es ist wirklich, ich glaube, es ist fast ein Teil.
Johannes Franke: Damn you.
Florian Bayer: Du hast auf den zweiten Platz Teil 1.
Johannes Franke: Richtig. Du hast auf den zweiten Platz dann Teil 1.
Florian Bayer: Genau. Und wir haben offensichtlich beide unseren ersten Platz und wir haben uns beide in Teil 3 verliebt.
Johannes Franke: Auf Teil 3, ja.
Florian Bayer: Es ist einfach der rundeste Film. Und es könnte wechseln. Also ich finde, 1, 2 und 3 sind bei mir die Schwierigkeiten. Also 2 wird niemals auf den ersten Platz kommen.
Johannes Franke: Nein, niemals.
Florian Bayer: Aber 2 und 1 wären austauschbar und 3 und 1 vielleicht auch. schwer. Ich glaube, bei der richtigen Stimmung finde ich auch den ersten am besten. Aber der dritte ist einfach so perfekt. Und der dritte ist ein bisschen weichgespülter auf jeden Fall im Vergleich zum ersten und zweiten. Aber er trifft so oft den richtigen Ton und macht so oft am meisten Spaß.
Johannes Franke: Ich finde die Dynamik zwischen dem Vater und dem Sohn irgendwie geil. Ja, absolut. Ich bin sehr, sehr traurig, dass Short Round im falschen Film ist. Weil ich ihn wirklich ganz toll finde. Ja. Ganz, ganz großartig. Der beste Sidekick und das kannst du mir nicht wegquatschen. Und ...
Florian Bayer: Ich habe die ganze Zeit den zweiten Film verteidigt. Wenn ihr hören wollt, wie ich den zweiten Film vor Johannes verteidige... Und mich sogar von ihm Rassist nennen lasse deswegen. Dann müsst ihr in die letzte Episode reinhören. Da diskutieren wir darüber.
Johannes Franke: Zu Recht. Der elende Rassist hier.
Florian Bayer: Okay, wir haben schöne Bestenlisten.
Johannes Franke: Es hat sehr viel Spaß gemacht, diese Listen zusammenzusetzen.
Florian Bayer: Ja, und es hat sehr viel Spaß gemacht, diese Filme nochmal zu gucken. Vielen Dank, Johannes, dass du mir die vorgeschlagen hast und dass wir diese Odyssee auf uns genommen haben.
Johannes Franke: Wir werden jetzt einfach demnächst ins Kino gehen müssen und uns zusammen den neuen Indiana Jones 5. anschauen.
Florian Bayer: Wenn alles gut läuft. Wird das die nächste Episode, nächste Woche. Dann werdet ihr uns über Indiana Jones und...
Johannes Franke: The Dial of Destiny, glaube ich.
Florian Bayer: Indiana Jones und das Rad des Schicksals. Wir werden auf jeden Fall Indiana Jones besprechen, den fünften Teil und dann haben wir das rund abgeschlossen und für diesen Abschluss Euch vielen Dank, dass ihr euch mit uns auf diese Reise begeben habt. Hört noch einmal wunderbar das Main-Theme von John Williams vorgetragen von Johannes Franke auf der Ukulele. Und damit entlasten wir euch in dieser Woche.
Johannes Franke: Ich mache hier nur so ein bisschen auf einer Seite Pling Pling, ist schon klar, oder? Also es ist nicht so, dass ich eine große Leistung auf der Ukulele bringe.
Florian Bayer: Ich liebe dein Indiana Jones Main Team auf der Operele.
Johannes Franke: Danke, danke, danke. Gut, euch da draußen vielen Dank, dass ihr dabei wart und dass ihr mit uns da durchgegangen seid und wir wissen genau, dass ihr vorgespult habt. Also. Wir hören uns nächste Woche wieder. Ciao. Ciao.
