Episode 131: Indiana Jones and the Dial of Destiny
Zum Abschluss unserer Indiana Jones Retrospektive sind wir endlich in der Gegenwart angekommen. Wir diskutieren über den jüngsten Vertreter der Reihe, Indiana Jones und das Rad des Schicksals, der gerade im Kino gestartet ist. Noch einmal freuen wir uns über den Zauber dieser Reihe, streiten uns aber auch ganz schön über die Qualitäten des Abschlusses.
Und am Ende versuchen wir uns auch nochmal daran, James Mangold Film im Gesamtkosmos der Serie einzuordnen. Wie schlägt sich der Senioren-Archäologe gegen seine anderen Inkarnationen? Was kann Mads Mikkelsen als Bösewicht, was andere Indy-Gegenspieler vielleicht nicht konnten? Ist Phoebe Waller-Bridge der beste Sidekick der Reihe oder vielleicht sogar mehr als das? Was unterscheidet Und was unterscheidet die Antikythera von früheren Artefakten. Und wie gut ist das Rad des Schicksals im Vergleich zu den vorangegangenen Filmen?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 131: Indiana Jones and the Dial of Destiny Publishing Date: 2023-07-05T10:38:23+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2023/07/05/episode-131-indiana-jones-and-the-dial-of-destiny/
Florian Bayer: Nachdem du mich versetzt hast, nachdem du mich hintergangen hast, jetzt beleidigst du mich auch noch. Ich weiß es nicht. Also mit dir nebeneinander im Kino sitzen finde ich total schön. Aber wir sind auch diesmal so total aktuell. Wir veröffentlichen diese Episode jetzt einen Tag, nachdem wir den Film gesehen haben. Und wir reden über einen Film, der ganz frisch im Kino ist, als Abschluss von unserer großen Indiana-Jones-Retrospektive. Deswegen an alle, die jetzt eingeschaltet haben, weil sie gesagt haben, oh cool, ich will mal wissen, ob es sich lohnt, in Indiana-Jones and the Dial of Destiny zu gehen. Zwei Folgen davor reden wir über alle vier vorherigen Indiana-Jones-Filme, über die Computerspiele, kurz auch über die Serie, über die Bücher, über alles, über das gesamte Indiana-Jones-Universum. Und zieht euch diese beiden Folgen rein. Das ist bestimmt spannend, auch so als Vorbereitung, gerade wenn ihr auch so Indiana-Jones-Nostalgiker seid. Genau, wir werden auf jeden Fall im Laufe der Episode irgendwann spoilern, aber es wird eine fette Warnung davor geben. Aber wir wollen zumindest mal sowas machen, was wir sonst eigentlich gar nicht machen, so eine ganz klassische Review, dass jeder einmal kurz sagt, wie er den Film fand. Und dass wir vielleicht auch kurz darüber streiten, wie wir den Film fanden. Und dass wir euch einmal kurz sagen, worum es geht. Also wie ihr das in seinem klassischen Podcast hören würdet, bei der ein Film einfach nur empfohlen wird für Geht jetzt ins Kino. Normalerweise läuft das bei uns nämlich eher so wie bei den großen Buchbesprechungen. Wir diskutieren zwei Stunden über den Film und versuchen jedes Blatt umzudrehen, das uns irgendwie unter die Finger kommt. Du wolltest also eigentlich einen Podcast über Buchbesprechungen machen? Wollte ich ja, aber du kannst ja nicht lesen.
Johannes Franke: Du kannst nicht über Bücher sprechen, Flo. Ich kann nicht mit dir über Bücher sprechen. Drei Stunden später.
Florian Bayer: Du kannst nicht richtig. Ich weiß doch, dass du in der ersten Episode den kleinen Prinz anschleppen würdest. Ich würde sagen, oh nein. Lass uns über das Schicksal reden. Please draw me shape. Ja, wir reden heute über Indiana Jones Teil 5. Den Abschluss der Trilogie. Inszeniert nicht von Steven Spielberg, wie die Filme zuvor, sondern von James Mangold. Aber produziert von George Lucas, wie immer. Und auch von Steven Spielberg, der Co-Produktion gemacht hat. Und natürlich auch von Kathleen Kennedy, weil Indiana Jones gehört jetzt zu Disney. Yay! Wie alle großen Blockbuster-Franchises. Mittlerweile ist jetzt auch Indiana Jones in die Disney-Heimat eingewandert. Und Disney steht hinter diesem Film, so wie sie hinter den Star-Wars-Remakes und den neuen Marvel-Filmen stehen. Aber wir sehen am Anfang ein Paramount-Logo. Ja, es ist irgendwie so ein bisschen so ein, okay, wir machen was Neues. Eigentlich nicht, weil der Film sonst ja voller Fanservice steckt. Voll. Und vor allem jetzt was Neues anzufangen mit dem letzten Film, der es ja sein soll. Genau. Es ist der abschließende Teil, dass vielleicht noch so als Erinnerung viele sagen, oh ne, jetzt wird die Cash Co. weiter gemolken. Indiana Jones war von Anfang an als Fünfteiler vereinbart zwischen George Lucas, Steven Spielberg auf der einen und Paramount auf der anderen Seite. Auch wenn es sehr lange gedauert hat teilweise, bis die Fortsetzungen kamen. Und jetzt haben sie eigentlich ihr Soll erfüllt und abgeschlossen und ich glaube, man kann auch davon ausgehen, dass kein weiterer Indiana Jones Film mehr kommen wird. Vor allem, weil Indiana selbst mittlerweile wie Harrison Ford 80 Jahre alt ist. Vielleicht haben sie die Chance so ein bisschen dafür verpasst, weil bei James Bond haben wir ja gelernt, geht's. Da ging's über 50 Jahre lang, dass immer jemand anderes den gespielt hat und keiner gesagt hat, hä? Aber Indiana Jones ist im Gegensatz zu James Bond halt doch so sehr stark mit Harrison Ford verknüpft. Ja, volle Kanne. Ja. Also Indiana Jones and the Dial of Destiny. So wie man's macht bei einer klassischen Review. Worum geht's ganz grob? Der Film startet im Jahr 1944, Ende des Zweiten Weltkriegs. Indiana Jones ist zusammen mit einem Kollegen, auch einem anderen Archäologen unterwegs, um ein Artefakt von den Nazis zu klauen, das die Nazis während des Krieges als Kriegsbeute geklaut haben. Harrison Ford de-aged im Jahr 1944. Reden wir gleich drüber. Und dabei stolpern sie aber über was ganz anderes, nämlich die Antiquitera von Archimedes. Archimedes, ein Gerät, das offensichtlich seiner Zeit weit voraus war und wie wir im Laufe des Films erfahren, erstaunliche Möglichkeiten bietet. Wie immer kommt bei Indiana Jones auch diesmal wieder so ein bisschen Magie in das Artefakt, nachdem gejagt wird. Aber das ist unser großes Gadget für diesen Film. Sie jagen danach genauso wie ein Nazi, der dann... Es gibt wieder Nazis als Gegner. Allerdings springt der Film dann in der Zeit vor und spielt hauptsächlich im Jahr 1969 wie eben ein alter Indiana Jones zusammen mit seiner Paten... Patentochter? Nicht Patentochter, mit seiner... Seinem Patenkind. Mit seinem Patenkind. Ja. Gemeinsam nach diesem Artefakt jagt. Sie sind teilweise... Sie sind Kontrahenten und Freunde. Ja, Mixed Signals fürs erste Date, würde ich sagen. Definitiv. Genau. Und jagen dann eben dieses Artefakt, das auch unser Hauptbösewicht gespielt von Mac mit... Mats Mikkelsen? Mats Mikkelsen, danke. Darum geht es in diesem Film, um mal die Handlung so weit zu umreißen. Gemischt? Grundsätzlich, wenn man Indiana Jones mag, kann man sich diesen Film auf jeden Fall angucken. Es ist ein Film, der für Indiana Jones Fans, glaube ich, sehenswert ist. Vom Pacing und von der Inszenierung hat er mir besser gefallen als der vierte Teil. Deutlich runder. Ich finde aber, dass er einige Sachen macht, die extrem viel den Spaß rausnehmen. Und das ist vor allem das, darauf werden wir später nochmal genauer zu sprechen kommen, dass er die ganze Zeit so eine wirklich düstere, fast schon mean-spirited Atmosphäre mitträgt. Und James Mangold hat gesagt, er wollte sich am ersten Indiana Jones orientieren. Und ich glaube, er hat das irgendwie so ein bisschen verkackt und hat den Film deutlich zu düster gemacht, deutlich zu melodramatisch, zu tragisch. Und ganz viel das, was bei den vier vorangegangenen Filmen, auch beim vierten Teil, echt Spaß gemacht hat, geht dadurch so ein bisschen verloren. Wir haben zu viele dramatische Tote von Sidekicks. Wir haben viel zu viel emotionalen Ballast. Wir haben teilweise in privaten Szenen eine komplette Entzauberung von Indiana Jones, die wirklich den Spaß rausnimmt aus dem Film. Also das hat mich auch zwischendrin dann so richtig geärgert, wo ich das Gefühl hatte, nee, das steht in Indiana Jones für Abenteuer und für Spaß. Und dafür ist dieser Film zu cruel, zu düster und wahrscheinlich auch ein bisschen zu viel Geriatrie, vor allem am Anfang. Geriatrie. Weil es fucking Indiana Jones ist. Das ist total okay, das soll er machen. Das kaufe ich auch dem 80-jährigen Indiana Jones ab, zumal der 80-Jährige Harrison Ford den Shit auch wieder gemacht hat. Also vielleicht, um das so abzurunden, es gibt für mich viel Licht, aber auch viel Schatten. Und ich glaube, alles in allem finde ich ihn besser als den vierten Teil, wenn ich ihn so grob überfliege. Und er ist sehenswert für Indiana Jones-Fans, aber ich finde, er ist teilweise düsterer, als er sein müsste und auch düsterer, als ihm gut tut. Was ist denn dein Take? So, dein allgemeiner Take. Aber ein Disney-Ride soll Spaß machen und der Film macht an so vielen Stellen keinen Spaß. Warum macht er keinen Spaß? Aber das sind jetzt, oh, jetzt kommen wir schon ins Detail. Jetzt kommen wir schon in kleine Spoiler-Territorien. Das hat bis jetzt noch kein Indiana Jones gemacht. Der tötet den wirklich coolen, also der ist ein kleiner Sidekick, aber er tötet den coolen griechischen Bootsfahrer, der Indiana Jones mit auf ein Abenteuer nimmt. Einfach brutal wird der ermordet. Übrigens gespielt von Antonio Banderas, Rinaldo. Es ist total überflüssig. Ich finde es richtig gehässig, fast schon Schlag unter die Gürtellinie. Was sie mit Matt machen, das Schicksal von Matt wird in einem Nebensatz abgehandelt. Nein, das ist kein Nebensatz. Nein, das ist ein ganzer Monolog. Ich finde es fast schon geschmacklos, was sie damit machen. Und zwar kommentiert, als ob der Film zu den Fans sagen würde, ja, wir wissen, ihr mochtet die Rolle nicht. Ja, genau. Jetzt lassen wir ihn sterben. Ja, genau. Ich fand es richtig mies. Ich fand es wirklich richtig schlecht. Das hat mich erinnert an das, was der dritte Teil der neuen Star Wars Trilogie mit dem zweiten gemacht hat. Über den zweiten Teil der neuen Star Wars Trilogie haben ganz viele Fans und vor allem Hater abgelästert und sich drüber aufgeregt. Und dann hat der dritte gesagt, okay, dann machen wir teilweise Sachen einfach rückgängig. Und hat sich fast wie so ein Kommentar gelesen, der diesen Schreihelsen recht gegeben hat, die gesagt haben, das hat uns nicht gefallen, das hat uns nicht gefallen, das muss anders sein, das ist nicht mehr Star Wars. Und was sie mit Matt machen in diesem Film, finde ich, klingt auch fast so, als würden sie das als Geschenk an die Fans geben. Weißt du, wir schießen ihn ins Weltall. Aber sowas machst du nicht. Dann machst du dir selbst dein Werk kaputt, wenn du genau sowas da einbaust. Egal woher die Motivation kommt, das ist einfach nur mean-spirited. Das ist einfach kacke. Ach komm, es ist ein ganz billiges Plot-Device, damit er eine tragische Rolle spielt. Das ist so billig Emotionalität draufgepropft. Ich meine vollspielerisch, wie er das spielt. Okay, Harrison Ford, ja, das gebe ich dir. Harrison Ford spielt das gut. Aber was das als Plot-Device ist, das finde ich echt billig melodramatisch. Da kommen wir auch zum nächsten Punkt. Nein, das passt nicht zu Indiana Jones, dass er ein abgefuckter alter Typ ist, der morgens aufsteht und ein Glas Whisky trinkt und sich über die zu lauten Geräusche der Nachbarn aufregt in dieser kaputten Wohnung. Das ist eine komplette Entzauberung. Das Tolle an Indiana Jones war, Indiana Jones hatte keine Privatsphäre. Indiana Jones hatte kein privates Leben. Ich will nicht die Wohnung von Indiana Jones sehen. Ich will sie nicht sehen. Du hast sie mehrmals gesehen. Ja, aber anders. Nicht so. Ich will sie nicht so sehen. Ich will sie sehen als einen Tummelplatz von Abenteuern und Erinnerungen. Und ich will sie nicht sehen als die heruntergekommene Wohnung von einem alten Sack, der sich vor den Fernseher setzt und seinen dicken Bauch raushängen lässt. Das ist nicht Indiana Jones' Wohnung. Er hat ja nicht mal einen dicken Bauch. Nee, aber... Er sieht verdammt gut aus für sein Alter. Ich liebe es. Also es ist schon krass, was für Energie Harrison Ford auch wieder aufbringt in dieser Rolle. Ja, unglaublich. Und wenn ich sage, es ist zu viel Geriatrie, dann betrifft das vor allem den Anfang, weil nachher in den Action-Szenen macht er krass viel für einen 80-Jährigen. Und ich kaufe es ihm die ganze Zeit ab. Es ist überzeugend. Es ist auch, wo der Film eine ganz gute Entwicklung erzählt. Das ist vielleicht das, was beim Pacing gut funktioniert, dass er so nach und nach da wieder rausrutscht, weil es geht eigentlich damit los, dass er komplett in den Ruhestand will. Er hat keinen Bock. Es wird teilweise wirklich toll für ironische Momente benutzt. Zum Beispiel, wenn die bösen Buben kommen und anfangen, Leute zu erschießen und Indiana Jones nichts anderes machen kann, als zur Polizei zu rennen und verzweifelt nach Autoritäten sucht, die ihn retten, die ihm helfen. Absolut, was er früher nie gemacht hätte. Nein, aber das passt total. Das ist auch ein witziges Spiel mit diesem Klischee des Action-Helms, dass er eben nicht sagt, ich mache jetzt alle fertig im Alleingang, Ich finde es viel zu düster, viel zu deprimieren und wie gesagt, viel zu mean-spirited. Sie gehen einfach ätzend mit ihrem Protagonisten um. Jeder Indiana Jones kriegt irgendwie ein Happy End und jeder Indiana Jones startet aus so einer Tabula Rasa Situation. Das heißt, du hast immer dieses Gefühl, da war vorher irgendwie so ein großes schwarzes Loch an Abenteuern, das du mit deinen eigenen Geschichten füllen kannst. Freude, Spaß und Energie. Und jetzt hat er halt plötzlich wieder neue Gefährten. Jetzt ist es halt plötzlich Short Round, der dabei ist. Oder jetzt ist es plötzlich Marcus und Henry, mit denen er viel zu tun hat. Aber es gibt davor immer dieses Loch von, hey, das kann ich mir mit Abenteuer füllen. Und das macht dieser Film überhaupt nicht, weil dieser Film startet einfach mit, okay, die letzten 20 Jahre waren für Indiana Jones einfach scheiße. Sohn stirbt im Krieg, Frau verlässt ihn. Er kann nichts anderes mehr machen, als rumzuhängen. Seine Studenten langweilen sich, was sie ironisch machen. Das machen sie jetzt nicht. Aber in so vielen Momenten ist es einfach nur düster und deprimierend, dass es mir richtig den Spaß am Film nimmt. Das Problem ist, dass der Film immer wieder in dieses düstere Inszenierungsmodell zurückfällt. Und ich glaube, es ist auch nicht nur dieses Kontraste erzeugen, sondern er macht das, was so viele, so die Krankheit, die viele Actionfilme seit den 2010ern haben, oder auch viele Blockbusterfilme, dass sie alles in so einen Grauschleier legen, teilweise wörtlich gesprochen, wenn sie wirklich die Farben einfach rausnehmen. Jetzt wissen das alles so leid, diese entsättigten Bilder. Daran leidet er auch ein bisschen von, was aber nicht ganz so schlimm wie andere, was sie in den 2010ern gemacht haben. Aber vor allem auch, was so die Grundhaltung der Geschichte und den Charakteren gegenüber betrifft. Und das ist halt so, wir machen alles ein bisschen dramatischer. Wir wollen damit irgendwie den Einsatz erhöhen. Und deswegen lassen wir diesen coolen Typen, den wir gerade erst kennengelernt haben, sterben. Deswegen lassen wir auch zum Beispiel, wird diese Frau erschossen, diese Agentin, die für CIA oder FBI arbeitet. Oh, du denkst, das ist eine total interessante Rolle. Hey, das ist eine dritte Partei. Das stimmt. Das würde einen total geiler Konflikt geben, wenn es noch eine gibt, die für die Regierung dazwischen ist, zwischen den bösen Nazis und Indy. Aber die wird dann einfach erschossen. Und das ist so eine Art von Grausamkeit gegenüber der Erzählung und gegenüber den Figuren, die meiner Meinung nach zu diesem Abenteuersetting, zu diesem spaßigen Abenteuersetting nicht passt. Weil es einfach alles zu sehr ins Dramatische und zu sehr ins Düstere zieht. Oh, schlimm. Die Filmwelt hat sich weiterentwickelt. Nein. Hey, wir haben beide Thor Ragnarok abgefeiert. Er ist relativ jung. Es gibt einfach unterschiedliche Arten, wie du Geschichten erzählst. Und es gibt total Abenteuerfilme, die das machen können. Dieser Film kann es nicht, weil er eben nebenbei versucht, dieses Gefühl von Abenteuer zu evozieren. Dieses Gefühl von, hey, lass uns losziehen, lass uns was finden, lass uns Punkt A finden, um zu Punkt B zu kommen. Und dann an Punkt C noch ein paar Nazis zu verkloppen. Diesen Spaß will der Film transportieren. Und dieser Spaß, der ist in dem Film auch drin. Aber er wird halt immer wieder weggerissen, dadurch, dass er sich so düster geben muss. Dass er versucht, ernst und erwachsen zu sein, an Stellen, Kommen wir zu einem Punkt, der den Film meiner Meinung nach extrem besser macht und das ist einfach, dass sie die Verantwortlichen, Entschuldigung, die Eier haben, eben eine junge Frau zur Seite zu stellen, die mehr ist als ein Sidekick. Wir haben viel über Sidekicks geredet und Helena, gespielt von Phoebe Waller-Bridge, als Sidekick zu bezeichnen, würde als Kategorie ihrer Rolle in diesem Film nicht gerecht werden. Nein, Hauptrolle. Sie versprüht verdammt viel Energie und sie ist eine super Ergänzung für Indiana Jones. Ich würde sogar behaupten, es ist das erste Mal, dass es einem Indiana Jones-Film gelingt, ihm einen gleichberechtigten, gleich starken Charakter zur Seite zu stellen, der Spaß macht. Sie bringt genau den Spaß rein, den der Film an so vielen Stellen vermissen lässt, durch die Inszenierung kaputt gemacht wird, einfach durch ihre süffisante Art, durch ihre gehässige Art. Sie hat einen geilen Sidekick. Teddy ist nicht Indie-Sidekick, sondern ihr Sidekick. Teddy ist wahrscheinlich der coolste Nicht-Indie-Sidekick. Ja, weiß ich nicht. Bei Teddy bin ich nicht so überzeugt, muss ich sagen. Teddy ist fantastisch. Teddy ist das, was aus Short-Round werden würde, der hat nicht genug eigenen Charakter. Wenn sie in Sizilien sind und er dann mal so eben mit so einem Rempler den Typen beim Theater ausraubt, und das Wagell zu sichern, damit er sich ein Eis kaufen kann, eine der wenigen Situationen, wo es mal dazu kommt, ja. Ach komm, wenn er das kleine Gefährt fährt, beziehungsweise die ganze Zeit ans Steuer will, weil er sagt, er kennt sich viel besser aus in den Straßen von Tangier als Indiana Jones, der jetzt unbedingt lenken will. Ja. Wenn er das fucking Flugzeug fliegt, ach, ich komme da schon irgendwie klar,
Johannes Franke: wenn wir in die Spoiler gehen. Achtung, Spoiler!
Florian Bayer: Auf jeden Fall, Helena ist eine coole Rolle und Helena macht echt Spaß und Helena rettet viel von dem Film, einfach, weil die Szenen mit ihr Spaß machen, während die Szenen mit Indiana halt meistens oft zu düster, zu schwer und zu gewollt. I don't know. Das ist nicht das Alter, das ist die Haltung. Und es ist auch nicht die Haltung von Indiana Jones, sondern die Haltung vom Film zu ihm. Es ist die Haltung vom Film zu den Charakteren. Das finde ich vollkommen in Ordnung. Ich will ja, das Ding ist ja, ich habe das Gefühl, wenn ich so über die Kritiken drüber scrolle, die Leute finden vor allem, dass es alles zu albern und zu gaga ist und ich sage, ja, mehr davon. Mach es alberner, mach es mehr gaga, mach es mehr Indiana Jones und mach es weniger Born-Ultimatum. Ich will nicht grau gesättigte Bilder sehen, wo der beste Freund vom Protagonisten stirbt in einer dramatischen Szene und sagt, meine Frau hat sich von mir getrennt, weil mein Sohn im Krieg gefallen ist. What the fuck? Die billigsten Klischees, um einem Charakter eine tragische Backstory zu geben.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Indiana Jones hat nie eine tragische Backstory gebraucht. Ich will meine weißen Flecken in einem Abenteuerfilm füllen mit dem Gedanken von vielen Abenteuern, die davor und danach stattfinden und nicht von einem Mann, der von seiner Frau verlassen wurde, weil das Kind gestorben ist im Krieg und dann in seiner Wohnung sitzt. Das ist einfach, der Abenteuerrahmen ist weg. Aber hättest du gerne Matt wieder drin gehabt? Nee, aber sie hätten nicht ihre persönlichen Differenzen in den Film packen müssen. Aber es muss irgendeine Begründung hätte es wahrscheinlich schon geben müssen. Ich hätte ihn auch nicht scheiden lassen von Karen, von Marion. Das ist vollkommen überflüssig. Das muss nicht sein. Du machst ihn ja halt auch so. Das Schöne ist ja, dass die Happy Ends von den vergangenen Filmen auch irgendwie immer so einen Rahmen aufgemacht haben von hey, Indiana Jones hat ein geiles Leben. Und plötzlich hat Indiana Jones kein geiles Leben mehr? Ja, genau. Aber das ist das... Nein, da bin ich hart. Da bin ich hart. Indiana Jones hat ein geiles Leben. Indiana Jones muss ein geiles Leben haben. keine große Rolle geben. Man kann das besser machen. Keine Ahnung, zum Beispiel, jetzt, wir bewegen uns im Hollywood-Kino, ne? Ja. Also, nehmen wir zum Beispiel jemanden wie Steven Soderbergh, die Ocean's Eleven-Reihe. Ja, okay. Da haben sie auch alle irgendwann im zweiten Teil ihr Happy End und dann gibt es einen dritten Teil und dann wird das Happy End halt nicht negiert, sondern es wird einfach gesagt, okay, und die sind halt im Urlaub oder so. Das ist billig, aber das ist nicht so billig wie das da. Das ist nicht so billig, wie wir nutzen das einfach nur um eine melodramatische Geschichte draufzupacken. Dann sag einfach, ey, ich lass ihn kurz zu Marion sagen, ich muss noch was erledigen und sie sagt, ich muss mal kurz Zigaretten holen. Und sie sagt, wirst du dabei dein Leben riskieren? Er sagt, wahrscheinlich. Zieht seinen Hut an, geht aus der Tür. Perfekt. Wunderbar. Und am Schluss sollen sie sich dann nochmal küssen. Das reicht mir vollkommen für die. Und Matt ist, gibt Matt einfach einen kleinen Anruf oder nicht mal. Es wird einfach kurz darauf referiert, dass Matt irgendwo ist, um Löwen zu bändigen oder dass er irgendwas Verrücktes macht, mit einem Zirkus unterwegs ist. Irgendwas. Aber nicht, weißt du, nicht dieses draufgedrückte Melodram. Ich hasse ja gar nicht den Film. Ich hasse diesen Teil des Films. Ja, ja, ich verstehe. Und das ist halt da. Und das stört. Wir müssen kurz zurückspringen und was zu der Eröffnungssequenz sagen. Wie viele Probleme hattest du mit dem De-Aging und wie hat dir die Eröffnungssequenz generell gefallen? Ich glaube, ein wirkliches Problem von der Anfangssequenz ist, sobald man das erste Mal das Gesicht von Harrison Ford sieht mit dieser De-Aging-Technik, ist, glaube ich, der erste Gedanke, wow, beeindruckend, interessant, aber dann kann man nicht mehr aufhören, drüber nachzudenken und zu gucken. Und das ist das grundsätzliche Problem von dieser Actionsequenz, weil die ist eigentlich, es ist eine tolle, klassische Indie-Actionsequenz, so mit Witz, mit schrägen Sachen, mit einer wilden Verfolgungsjagd, mit total unglaubwürdigen Verletzungen, die kein Mensch überleben würde und trotzdem überlebt. Aber es ist eigentlich eine Actionsequenz, die Spaß macht, aber dieses De-Aging schwebt halt die ganze Zeit drüber. Und ich hab's ähnlich wie du. Zum einen ist die Mimik zu wenig, es sieht komisch aus und du hast sehr oft dieses Computerspielgefühl. Es sieht an vielen Stellen sieht's mehr aus wie eine animierte Figur komplett, als wie ein Mensch, den man da sieht. Aber es ist einfach, es ist auch die ganze Zeit dann immer so ein bisschen an, Kenny. Du guckst drauf und denkst, das sieht aus wie ein Videospiel. Ah, jetzt, ja, jetzt sieht es wieder gut aus. Und das ist beeindruckend. An ganz vielen Stellen denkst du auch, ja, es ist schon geil, dass das mittlerweile möglich ist. Stell dir mal vor, wie das in zehn Jahren aussieht. Aber du denkst halt die ganze Zeit drüber nach. Es ist ja so eine subjektive Sache. Ich konnte es in dem Fall leider nicht. Es ist eine geile Szene. Und wie gesagt, es ist auch beeindruckend, was die da machen. Und ich finde es cool und ich habe es nicht. Ich habe es in dem Moment nicht. Und bei anderen Filmen gelingt es mir besser. Keine Ahnung, woran es liegt. Das ist vielleicht auch, weil zu viel drüber im Vorfeld geredet wurde. Weil die Szene auch so lang ist. Ich fand es zum Beispiel die aged digitale Leia in den neuen Star Wars Filmen fand ich, hat mich nicht so gestört, hat mich nicht so rausgerissen. Ja, mich auch nicht, genau. Und bei den Star Wars Filmen gab es ja noch zwei, drei andere Momente, wo sie das gemacht haben. Da hat es mich nie so rausgerissen wie hier, weil es einfach eine zentrale Figur ist wahrscheinlich, weil es einfach eine Szene ist. Ich habe mich auch dann zwischendurch dabei erwischt, mich zu fragen, ob es vielleicht nicht doch besser funktioniert hätte, wenn man sein Gesicht fast gar nicht gesehen hätte und sie einfach den Hut tief reingezogen hätten und versucht hätten, so ein bisschen mit Kameratricks um das Alter drumherum zu erzählen. Das kannst du ja auch machen, dass du den Protagonisten nicht viel siehst in der Öffnungssequenz. Aber das macht dich noch nervöser als Zuschauer. Ja, wahrscheinlich. Ich glaube, das reißt dich noch mehr raus. Und das ist halt wirklich schade, weil es ist eigentlich, es ist wirklich eine schöne, ein schöner Einstieg in den Film, auch weil es halt so eine traditionelle Indie-Kämpf-gegen-Nazi-Sequenz ist. Auch wenn er dann am Seil hängt, dann kommt diese Bombe runtergefallen, dann gibt es diese Tension, die wir durch den Boden sacken und du weißt schon, was passieren wird. Aber es macht Spaß zuzugucken, wie die Nazis sich alle über das Loch beugen. Die ganzen Nazis, da ist ein Teppich, verdammt nochmal. Haltet einfach den Teppich fest, dann fällt das Ding nicht weiter runter. Ich habe ja keine Ahnung von Bombentechnik, aber willst du das Ding da oben liegen lassen? Das könnte ja jederzeit losgehen. Eigentlich ist es gut, wenn das Ding runterfällt. Nein, nein, nein, nein. Das Ding geht nur durch weitere Erschütterungen los. Ja, aber das kann ja auch sein, dass einfach jemand daneben tritt. Deswegen räumen sie doch, wenn in Friedrichshain mal wieder eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wird, räumen sie doch alles weitläufig. Ja, ja. Weil es jederzeit losgehen kann, wenn das da liegt. Ja, du hast ja ständig Erschütterungen. Ja, aber dann hast du fünf Nazis, die diesen Teppich festzuhalten. Ja, das ist auf jeden Fall eine geile Szene, auch weil sie alle so, natürlich. Niemand weiß, wie er damit umgehen soll. Alle stehen drumherum, dann fällt sie runter und dann beugen sie sich so schön über das Loch und das ist einfach eine tolle Szene. Ja, auch geil, wie das Seil dann noch runtergezogen wird. Er macht es noch ganz knapp von seinem Kopf los, bevor er mit runtergerissen wird. Ja. Es ist eine schöne Szene und dann gibt es eine Verfolgungsjagd über den Zug, wo der Tunnel dann wieder Zug und Tunnel Aber ein paar schöne Momente in Indiana Jones und Disguise als Nazi, der sich dann in der Nazi-Uniform rumläuft und versucht sich halt irgendwie vor den richtigen Nazis zu verstecken und es gibt ein paar wirklich witzige, schöne Momente, wo ihm das gut gelingt. Das stimmt, ja. was gehört hat. Ich fand tatsächlich Tobi Jones als Basil in den wenigen Momenten zu sehen, war echt unterhaltsam. Er ist wirklich gut, oder? Es macht natürlich immer Spaß, Indiana Jones so einen akademischen, weichen Sidekick zu sein zu stellen und das fühlt er voll als der frittigste Mensch ever. Ja, wirklich. in seinem Leben. Und dann wird er erwischt. Arme Sau. Und dann in dieser Öffnungssequenz lernen wir auch Mats Mikkelsen, Jürgen Voller kennen, unseren Bösewicht, den wir auch später wieder bewegen. Auch bei dem ist mir das De-Aging gar nicht aufgefallen. Nee, gar nicht. Aber die haben das bei dem auch gemacht, oder? Volle Kanne. Krass, siehst du? Aber es gibt keinen großen Weg wie bei Harrison Ford, muss man sagen. Der Weg ist nicht so groß und wahrscheinlich auch, weil man weniger drüber nachgedacht hat, weniger drüber geredet wurde. Nee, Indiana Jones ist ja dafür bekannt irgendwie. Also wir haben die letzten beiden Episodes sehr lange drüber geredet, dass Indiana Jones keine guten Bösewichte hat. Ich muss leider sagen, in dem Fall auch wieder. Ich bin nicht angetan von ihm. Mats Mikkelsen ist ein fantastischer Schauspieler. Ja. Er spielt, er gibt der Rolle interessante Nuancen. Also vor allem gerade am Anfang so schwächlich-untertänig. Er ist so ein bisschen der Untertanen-Charakter, der sich so gegen den, die ihm sagen, wo es lang geht, schwächlich zeigt. Ja. Bis zu dem Moment, wo sich das Blatt wendet, wo er das dann eiskalt ausnutzt. Das ist sowohl in dieser Anfangssequenz als auch dann vor allem später, wo er ja offensichtlich mit dem CIA, FBI zusammenarbeitet und dann eigentlich nur auf die richtige Gelegenheit wartet, um die alle kalt zu machen, damit er mit seiner Truppe allein losziehen kann. Ja. Was mich an ihm gestört hat. Ich muss kurz überlegen, was mich an ihm gestört hat. Ich glaube zum einen auch, dass er mit ein Grund ist, warum das alles so sehr melodramatisch und düster wird. Weil er ist so ein sehr, wir hatten noch nie so einen ideologischen Nazi-Bösewicht. Ich finde das super. Mein liebster Indiana Jones-Bösewicht kommt ja aus Teil 1. Das war ja einfach dieser Franzose. Ja, Belloc. Belloc. Und was da es vor allem ausgemacht hat, ist, dass er Charme hatte. Ja. Und ich finde, dieser Bösewicht hat keinen Charme. Er ist einfach nur unsympathisch. Und ich finde so zum Ausgleich, du musst, wenn du es lieben willst, eine Person zu hassen, einen Bösewicht zu hassen, dann muss dieser Bösewicht auch irgendwas mitbringen, was ihn irgendwie auf eine schräge Art und Weise liebenswert macht. Und das hat diese Figur überhaupt nicht. Die ist einfach nur unsympathisch, unangenehm, durch und durch böse. Das ist wirklich hart zu sagen. Indiana Jones hat eigentlich keine nuancierten Bösewichte, aber eigentlich sind alle anderen Bösewichte, haben zumindest so ein bisschen nachvollziehbare, charismatischere Seiten. Die fehlen hier einfach. Ich finde, sie macht das ein bisschen wert dadurch, Ja, aber diese Tragik nervt mich ja. Also, wenn das das Problem ist, du kannst mir das nicht verkaufen, weil das ist das, was mich an dem Film generell stört, dieses melodramatische. Okay. Bringt er mit, auf jeden Fall, ja. Ja, ja. Ja. Es ist auch ein schöner Moment, dieser Schock-Moment. Das spielt Mats Mikkelsen auch gut, wenn er plötzlich... Sehr, sehr gut. Da unten sind die römischen... Jetzt sind wir in Spoiler-Territorien. Sowieso, sowieso. Schon eine ganze Weile. Wir müssen irgendwann davor einen Spoiler-Alert machen. Das machen wir. Oh nein, das sind die römischen Schiffe. Ich bin in der falschen Vergangenheit gelandet und diese Mischung aus Frust, Enttäuschung, Wut, Verzweiflung, das macht Mats Mikkelsen schon gut. Und die ganzen Leute, Das gebe ich ihm. Das ist ein guter Moment. Ich hätte einfach ein Charisma, ein bisschen Charisma, ein bisschen irgendwas Nachvollziehbares, ein ganz kleines Stück Empathie nur hätte ich mir gewünscht. So ist er einfach nur abscheulich. Ja. Einfach nur abscheulich. Einen Bösewicht, den hasse ich nicht gerne. Aber sie sind charmant. Zumindest teilweise. Belloc ist charmant, aber die anderen doch auch nicht. Der Priester bei Indiana Jones 2 ist scheiße. Ich würde sagen, Mads Mikkelsen ist besser als der böse Todespriester in Teil 2. Aber die Reihenfolge machen wir später. Oh mein Gott, was ist das für eine Musik? Was war das? Wo sind wir? Ich glaube, wir wurden rausgerissen. Aber wohin? Oh mein Gott, Johannes. Ich befürchte, wir befinden uns in einer Self-Promo. Oh nein. Shit. Ganz schnell, ganz schnell, damit wir zurück zum Gespräch können. Was müssen wir machen? Was müssen wir sagen? Also auf Spotify oder Apple oder sowas. iTunes, Beam, whatever, Also abonnieren und anderen sagen, dass sie uns abonnieren sollen. Auf jeden Fall. Wenn euch die Folge gefällt, gebt uns gerne Sterne, Herzchen, Daumen hoch, was auch immer euer Podcatcher anbietet. Und wenn ihr uns Feedback geben wollt, wir freuen uns total über jeden Kommentar an johannes-at-mussmann-sehen.de oder florian-at-mussmann-sehen.de. Genau. Schickt uns Filmvorschläge und so weiter. Ja, jetzt schnell raus, schnell wieder zurück ins Gespräch. Da haben wir schon sehr lange drüber diskutiert. Ich glaube, das... Was ich ganz nett finde wieder, ist so diese Zitate aus der Zeit. Der Film macht genau wie der vierte Teil uns sehr klar, in welcher Zeit wir uns befinden. Was die anderen Indiana Jones-Filme eigentlich nicht gemacht haben, ne? Das hat mit dem vierten angefangen, dass Referenzen so von in die Zeit reingeworfen wurden, so popkulturelle Referenzen, damit wir ganz genau wissen, ah, das sind jetzt die 50er, da haben wir die Halbstarken und so weiter. Und jetzt haben wir die 60er und die Hitties, Antikriegsproteste und Apollo, er fliegt zum Mond und wir wissen genau in welchem Jahr und an welchem Tag wir sind. Voll lecker, ne? Fand ich okay. Fand ich gut. Manchmal traue ich so ein bisschen diesem Unspezifchen der alten Indie-Filme hinterher, wo es einfach nur gegen die Nazis geht und du nicht wusstest, in welchem... Wo bist du gerade? Amerika zu den Nazis, weil es einfach so was Universelles hatte. Aber das ist schon okay. Das kann man machen. Das hat im vierten Film auch okay funktioniert. Und dann haben wir natürlich das, was den Film antreibt, nämlich diese Dynamik zwischen Phoebe Waller-Bridge und Harrison Ford. Die wirklich lange in diesem Status sind, dass man das Gefühl hat, sie bleiben Kontrahenten. Sie könnten fast den ganzen Film Kontrahenten bleiben. Voll. Weil sie wirklich dieses gerissene Schatzräuber-Ding die ganze Zeit knallhart durchzieht, bis zu dem Moment, wo er ja hinterher reisen muss. Wo sie immer noch dieses wirklich wichtige Artefakt ihres Vaters für hunderttausend verscherbeln will. Und sie hat auch den Charme vom alten Indiana Jones. Ich kann mir vorstellen, dass Phoebe Waller-Bridge, die das toll spielt, sich auch immer so ein bisschen die Attitüde abgeguckt hat, aus dem ersten Teil überlegt hat, okay, in welchen Momenten kann ich so noch ein bisschen gehässiger sein? Wo kann ich, wo muss ich brutal sein? Sie hat auch, also genau wie das, was wir im Indiana Jones aus dem ersten Teil lieben, diese Mischung aus Zynismus, Arroganz, Brutalität, aber auch Scham und Humor, das hat sie alles, ne? Weißt du, was ich das, Sie ist noch keine 40. und hast nie Probleme mit deinen Knochen. Genau, wenn sie klettert und er hinterher und sagt, ich brauche eine Pause, dann bist du sie. Dann denke ich, dann bist du der Typ, der so hinterher geht und jammert und ich sage, nein, nein, hier so hoch. Aber ist das nicht auch eine geile Szene? Fantastisch.
Johannes Franke: Also total witzig,
Florian Bayer: auf jeden Fall. Es gibt so viele lustige, tolle Szenen mit ihr. Phoebe Waller-Bridge kennt man vor allem als Comedian oder als Comedy-Schauspielerin, zumindest ich. Ja, ja, ja. Sie ist eine Action-Schauspielerin, sie hat das voll drauf. Voll, da kann er. Sie kann Action-Filme drehen. Das fand ich überraschend. Also ich wusste, dass sie in diesem Film mehr macht als den Sidekick. Aber ich habe trotzdem gedacht, sie ist mehr für den Humor und den Charme verantwortlich, aber sie lehlt einige solide Action-Szenen hin. Sie schaffen es echt mit diesem kleinen Fahrzeug eine geile Action, eine geile Verfolgungsjagd zu machen. Die ein bisschen zu lang ist. Die zu lang ist. Man kann auch viel drüber jammern, und das ist ein Staple bei Indiana Jones, dass zu viele Action-Szenen einfach nur Verfolgungsjagden sind und zwar meistens entweder sie jagen im Artefakt hinterher oder fliehen vor den bösen Burschen. Das ist hier nochmal eine Nummer härter. Hier sind eigentlich alle Action-Szenen Verfolgungsjagd, die auf der Flucht sind. Absolut. Geständniszeit. Also dann, Johannes, um das kurz einzuschieben. Wir hatten abgemacht, wir gehen zusammen ins Kino, gucken uns den Film beide zusammen zum ersten Mal an und reden dann jetzt eine Stunde, nachdem wir im Film waren, gemeinsam darüber. Ja. Was ist passiert? Ich, ich, also, ich habe ihn jetzt mit dir zum ersten Mal gesehen. Lüg unser Publikum nicht an. Podcast Gesetz Nummer eins, du sollst dein Publikum nicht belügen. und habe ihn gesehen. Und ich sage immer, Bros before hoes. Du hast nicht mal diesen Satz drauf, Flo. Ach ja, nachdem du mich versetzt hast, nachdem du mich hintergangen hast, nachdem du nicht mal im Indiana Jones Kostüm gekommen bist. Jetzt beleidigst du mich auch noch. Aber offensichtlich muss ja jemand die Bösewicht-Rolle übernehmen, wenn jemand anderes komplett unkritisch alles schluckt, was ihm von der Disney Company vorgeworfen wird. Okay, also, wo waren wir vorher, Flo? Wir waren bei den Action-Szenen und der Frage ist, sind die Action-Szenen geil? Ein bisschen zu lang teilweise. Ein bisschen zu lang teilweise. Was alles in dem Film betrifft, Und es sind drei, vier große Action-Szenen wie in jedem Indiana-Jones-Film. Ja. Ich fand sie durch die Bank eigentlich besser als die Action-Szenen in Teil 4, weil sie nicht ganz so drüber waren. Ja, genau. Und was daran liegt, dass sie mit dem Alter gespielt haben? Also natürlich sind sie drüber. Action-Szenen bei Indiana-Jones sind immer drüber. Er reitet mit einem Pferd durch einen U-Bahn-Tunnel. Der U-Bahn entgegen ganz schnell aufs andere Gleis, dann reitet er von der U-Bahn weg und es ist alles drüber. Aber es ist nicht so nervig, unplausibel wie im vierten Teil. Und das ist natürlich schwer, das ist dann auch wirklich eine Frage des persönlichen Empfindens, weil jemand anderes würde sagen, oh komm, halt die mal nebeneinander, es ist beides dasselbe, es ist beides total gaga. Aber Teil 4 sieht einfach nicht so gut aus. in den Szenen hat. Es ist halt auch wirklich, wenn wir ihn gegen Indiana Jones 4 halten, ist es halt auch einfach 2008 CGI versus 2022 CGI und da verliert 2008 so was von. Ja, ja, ja. Naja, 2008 sah das geil aus. Das ist genau wie, ich sag immer, na. Gut, schlechtes CGI kann, muss ein Film nicht kaputt machen. Wenn du dir den Spider-Man von 2001 anguckst, katastrophales CGI. Ja. Richtig schlecht. Das guckst du heute und du stellst einfach fest, dass es komplett überaltet. Aber der Film macht trotzdem noch Spaß und das kann man, und das ist genau dasselbe, wie wenn du dir 50er, 60er Animatronics anguckst und du siehst diese Puppen, die sich bewegen und du merkst, die Bewegungen sind hölzern vor einer kleinen, vor so einer Stadtkulisse, wo du direkt siehst, dass das Miniaturen sind. Aber es macht trotzdem Spaß. Ja, das stimmt. Ich glaube, das können wir auch mit CGI haben. Es wird leichter, wenn es ein bisschen weiter weg ist. Ja. Hast du sonst Momente, wo du sagst CGI? Vielleicht das Panorama, wenn sie dann durch die Zeit gereist sind und wir die Belagerung von Syrakus sehen. Vielleicht das, ja. Das ist vielleicht so ein bisschen zu viel Videospiel-Miniatur-Echtzeit-Strategie von oben. Das ist halt so eine tolle Referenz auf Teil 3 auch, weil genau das macht Indiana Jones in Teil 3. Er sucht den heiligen Kral, sein Vater ist verschollen und genau. Ich finde es super, ist ganz toll. Sie muss ihn nur einmal kurz anknipsen. Ich glaube, es ist auch der Moment, wo der Film angefangen hat, mir mehr Spaß zu machen. Also, wo ich das Geriatrische, um es ein letztes Mal zu sagen, so ein bisschen weggegangen ist und man hat das Gefühl, okay, jetzt stolpern wir auch wieder in ein Abenteuer und das liegt halt an ihr, das trägt halt sie. Auch wenn wir sie sehen, dann wenn er sie konfrontiert bei dieser Versteigerung und dann ist sie da und hat dieses Ding und dann versucht sie, den ganzen Raum zu dirigieren, während überall die Scheiße kocht, weil dann kommt noch ihr Ex-Lover, dieser Gangster und es ist wirklich, alle sind irgendwie gegen sie. Ja.
Johannes Franke: Es ist so gut.
Florian Bayer: Aber ist es nicht geil, wenn sie diese, also du meinst, als sie diese Schrifttafel zitiert und als sie daraus ein Spiel macht und alle sind begeistert von ihm. Nein, ich fand es voll witzig. mein krümelkakerisches Ding. An dieser Szene hat mich gestört und das ist das, was sich halt durch den Film zieht, dass wir eine Minute davor gesehen haben, wie dieser echt gute Freund von Indiana Jones einfach es kalt ermordet wird. Und Indiana Jones thematisiert es sogar nachher nochmal. Als sie dann sagt, hey, das war Spaß und er sagt dann, mein Kumpel wurde gerade erschossen. Ich finde, das ist einfach keine gute Entscheidung des Films, das so zu machen. Ja, also es ist eine bewusste Entscheidung, zu sagen, Ja, und es funktioniert einfach nicht. Es stolpert an der Stelle und es hakt an der Stelle und warum, wenn du das so machst, warum gibst du gleich danach, nachdem er erschossen wurde, ihr diese wirklich lustige, charmante Szene, die ja auch lange ist. Warum? Das funktioniert nicht zusammen. Das macht es, die behaken sich, die beiden. Und es erzeugt auch keine interessante Spannung, sondern es erzeugt einfach eine Spannung, wo du das Gefühl hast, das ist schlechtes Handwerk, um es mal hart zu sagen. Okay. Schrecklich überflüssige Szene, tut mir leid. Okay. Wirklich, wirklich toll. Ich liebe ihn. Aber die Szene zeigt uns nichts, was wir vorher nicht durch Dialoge und Andeutungen gewusst haben. Aber show don't tell. Ja, aber dann, nee, ich finde die so überflüssig, die Szene. Und ich finde es auch merkwürdig in den Indiana Jones-Film mitten rein, nochmal so einen 5-Minuten-Rückblick, einfach nur um für eine Erklärung. Nee, ich finde es gut. Ja, nee, ich fand die Szene, ja, nee. Ja, okay. Ja, ich verstehe es. Ich verstehe. Wo er bei mir wirklich Spaßbonuspunkte kriegt, ist, es gibt endlich mal wieder einen geilen Dungeon mit Viechern, die drin sind. Ach so, ja. Man kann Indiana Jones durchaus vorwerfen, dass er so ein bisschen formelhaft ist, ne? Also alle Indiana Jones-Filme, wir haben eine Verfolgungsjagd abgehakt, wir haben die Jagd nach einem Artefakt abgehakt, wir haben die Höhle und in dieser Höhle sind irgendwelche Kriechtiere, aber da sind nicht nur Kriechtiere, da sind auch Touristen, was ich super finde. Das ist schön. Und es ist aber wirklich eine geile Höhle und es ist cool, wie sie da reinkommen und es ist cool, wie sie von diesem großen Touristenort dann durch diese kleine Öffnung und dann plötzlich in so einer richtig klassischen Indiana Jones-Höhle sind, wo du nicht weißt, was als nächstes kommt und wo Rätsel gelöst werden müssen. Das macht Spaß. Das ist eine, wirklich gehört zu den besten Höhlen, würde ich sagen, der Serie, zusammen mit dem Grab in Teil 3, wo sie unter der Bibliothek in Rom dieses Grab finden von dem Kreuzritter mit der Inschrift, dass die sie dann abrubbeln müssen. Ja, es ist super. Ja, Heureka. Heureka. Auf jeden Fall, das sind sehr viele Pluspunkte dafür. Ich fand den Tauchgang auch geil, ich habe mich gefragt, sie haben tatsächlich noch nie in Tjallern schon uns tauchen lassen, was total merkwürdig ist, er ist Archäologe, er ist auf der Suche nach Artifakten. Warum haben sie den Mann noch nie unter Wasser geschickt? Es ist so naheliegend. Ja, es ist so naheliegend und jetzt haben sie es letztendlich gemacht.
Johannes Franke: Sehr gut.
Florian Bayer: Und es ist schön, weil es halt mit der Technik von damals ist, mit diesen Schläuchten und dann sind sie runter und dann sagt ihr Fremdenführer, der, wie heißt der nochmal? Antonio Banderas. Genau. Wie heißt der? Rinaldo sagt nochmal, okay, ich habe eine bombensichere Idee, wie wir das schaffen und das ist, glaube ich, kompletter Bullshit, was sie da sagen. Ich glaube, das ist wirklich gefährlich, was sie da machen, so mit Druckausgleich technisch. Ich glaube, sie spielen da wirklich mit ihrer Gesundheit und wahrscheinlich mit ihrem Leben. Das ist einfach eine coole Szene, das ist unterhaltsam. Auch mit den Aalen und dann nochmal, sie sind aus wie Schlangen und Indiana Jones, nein, sie sind nicht aus wie Schlangen. Das ist eine super Szene. Also, warum hat Indiana Jones noch nie einen Tauchgang gehabt, jetzt hat er einen coolen. Gut gemacht. Zum Thema Chaos, es hat mich am Anfang ein bisschen genervt, weil ich das Gefühl hatte, es sind zu viele Charaktere, die rumlaufen. Also vor allem dauert es ein bisschen, bis man dann versteht, dass diese Agentin, die auch hinter ihnen hier ist, zusammen mit dem Nazi arbeitet und dann hat er ja noch seine Henchmen und dann sind die plötzlich bei ihr und dann dachte ich, okay, das sind jetzt echt ein bisschen viele Leute, hoffentlich kriegt ihr das eingefangen und kriegt das vernünftig erzählt und dann lösen sie es einfach, indem sie sich alle töten, die irgendwie im Weg sind für eine klare Gut gegen Böse Handlung, was ich schade fand. Also nochmal, ich hätte es cool gefunden, eine dritte Partei, sie als Chefin von irgendeiner CIA-Organisation da mitlaufen zu lassen und ihr auch ein bisschen mehr Raum zu geben, weil die schienen mir ein cooler Charakter zu sein. Aber dann sind es ja noch mehr Leute. Ja. Aber das ist eine Grausamkeit, die okay ist. Ja, weiß ich nicht. So eine makabere Note mit ein bisschen Spaß, weil hey, er ist so der Taschendieb, er hat das mit dem Schlüssel perfekt gelöst und dann kann er nicht schwimmen, aber er erinnert sich, wie gesagt wurde, was er machen muss zum Schwimmen. Ich mochte den Teddy. Ich mochte den die ganze Zeit, weil der irgendwie so, wie alt war der? 13, 14? Ja, der hat schon ein bisschen Bartflaumen gehabt. Ja, wobei das, ja, so 13? Weiß ich nicht, keine Ahnung. Ich kann es nicht sagen. Es sah aus wie sehr junger Bartflaumen. Ich hatte das auch, ich hatte relativ früh auch so ein bisschen Schnauzer. Echt? Oh, okay. Ich glaube, das sah bei mir ähnlich aus, als ich so 13, 14 war, wie bei ihm. Okay. Nein, ich finde, Teddy war irgendwie ein witziger, cooler Sidekick und vor allem fand ich es halt auch schön, dass er ganz eindeutig Helenas Sidekick ist und das auch bleibt und nicht zu Indies Sidekick wird. Es gibt kaum Interaktionen zwischen ihm und Indiana Jones. Wir bewegen uns Richtung Zeitreise, oder? Wirklich nicht? einfach Bitterkeit gesehen. Also das... Das ist ja, wie gesagt, das ist halt das, was mich bei dem Film die ganze Zeit nervt und dafür war es dann zu bitter, um... Und es hätte ja die Möglichkeit gegeben, das ironisch zu reflektieren nochmal. Da muss sie halt einen Kommentar machen. Sie ist da in dem Moment. Sie kann genau darauf hinweisen, auf diesen... Aber so, wenn das so im Raum steht, da steht da einfach nur die Bitterkeit des Bösewichts. Da hat sie es dem Zuschauer, muss sie nicht alles vorkauen. Natürlich auch die Traurigkeit des Protagonisten widerspiegelt, Antagonist und Protagonist. Aber das Klischee, nicht mehr in diese Welt zu passen, das Klischee des Actionhelden, der das Gefühl hat, nicht mehr in diese Welt zu passen, gibt es ja sehr viel und es selten so reflektiert, dass es irgendwie in Bezug zu toxischer Männlichkeit hat. Nein. Ich freue mich für dich, dass du das in dem Film lesen kannst. Ich freue mich wirklich für dich, wo es hingeht? Ich dachte, es geht ins Nazi-Deutschland. Ich dachte, wir reisen nach 1944. Ich habe kurz dann nochmal überlegt, hatten wir Momente in dieser Eröffnungssequenz, wo quasi Indiana Jones wie so ein Deus Ex Machina, also der alte Indiana Jones, dem jungen Indiana Jones hilft? Hatten wir nicht. Deswegen habe ich gedacht, ach schade, okay, das kann es eigentlich nicht sein. Und dann dachte ich trotzdem so, ja, es wäre eigentlich was cool, wenn Indiana Jones irgendwie in den 40ern irgendwas macht, was irgendeine Auswirkung auf diese Handlung hat. Genau. Und dann, wenn sie losreisen, dann sehen wir ja, dass sie in der Römer, in der Römerzeit, im Zweiten Punischen Krieg landen. Und dann dachte ich nochmal, ah, okay, jetzt reisen sie vielleicht mehrmals rum. Oh, cool, machen sie was. Indiana Jones reist einmal durch alle seine alten Filme. Würde Spaß bringen. Oh mein Gott. Und dafür war es dann, ist es dann erschreckend brav tatsächlich. Dafür, dass alle gesagt haben, das ist total gaga, was die am Schluss machen. Es ist erstaunlich, zurückhaltend und brav. Ich finde, sondern er hat Würde. Er ist halt richtig, ne? Also ich hab keine Ahnung, was er redet. Er hat Würde, ja. Findest du, er hat mehr Würde als der alte Tempelritter bei Indiana Jones 3? Ja, wesentlich. Ich weiß. Archimedes in seiner Tunika, der dein Zeug zusammensucht und da hinrennt. Ich weiß ja nicht. Also das ist ja auch drüber, ne? Also das ist ja kein historisch-realistisches Abbild, was wir hier sehen. Also beim besten Willen nicht. Ich bin kein Althistoriker, aber nein. Das, was wir da sehen, ist nicht realistisch. Ich fand die Zeitreise voll witzig. Ich fand die auch total schön. Ich fand das super unterhaltsam und natürlich ist das komplett drüber, aber das hatten wir, das hatten wir schon beim vierten Teil. Voll. Die Leute regen sich darüber auf, dass Indiana Jones komplett gaga ist, aber hey, wir kommen von einer Serie, wo der, wo die Bundeslade den Menschen das Gesicht verbrennt und wo der heilige Kral den Vater vorm sicheren Tod rettet. Ja. Also ich mein, Indiana Jones ist einfach albern. Und es ist okay, er kann eine Zeitreise machen. Ich fand's witzig. Ich fand's, ich fand's weniger, ich hatte mehr Probleme mit dem Ende im vierten Teil. Ich fand das Ende hier, warum auch immer, unterhaltsam, irgendwie stringent. Ich war froh, dass es nicht zu drüber war. Ich hab was Irreres erwartet. Alle haben gesagt, dass das Ende so irre ist. Ja. Und dafür, und er gehört zum Spektrum der Filme, die Zeitreise logisch hinkriegen, indem sie einfach sagen, alles ist determiniert. Er hat ein logisches Zeitreise-Konzept. Aber er hat auch ein Bootstrap-Paradoxon Auf jeden Fall. Aber das ist ja kein Paradoxon. Ja, ich weiß, was du meinst. Aber das akzeptiere ich total. Also, wenn ich mir überlege, was zurück in die Zukunft und so weiter mit dem Thema Zeitreisen macht. Ich bin immer froh über Filme, die das so machen, weil das ist die einzige Möglichkeit, wie du Zeitreisen einigermaßen logisch erzählen kannst. Aber ja, natürlich, ja. Ja, hast schon recht. Nee, ich fand das unterhaltsam am Ende. Ich fand dann, es ist auch genau, das Ende, das Alberne am Ende fühlt sich auch nicht so in die Länge gezogen an, sondern es geht dann doch relativ rough Richtung, Bösewicht stirbt, es gibt keine großen Überraschungen mehr. Ja. Und deswegen war ich damit vollkommen zufrieden. Yes! Oh, ich bin so froh, dass sie ihn nicht kappen lassen. Ich bin so dankbar, dass Phoebe Waller-Pritch ihm auf die Fresse haut und ihn mitnimmt. Wirklich. Nee, das wäre total bescheuert gewesen. und dort sterben. Ich hätte das im Film auch nicht erzählt. Ich hätte das nicht... Ich fand es doof, dass sie das erzählt haben. Ja. Und sie rettet es, indem sie sagt, nee, Leute, so enden wir diese Reihe nicht. Ja. Nee. Aber es ist logisch, dass er das einmal äußert, den Wunsch. Nein. Es ist total logisch. Och komm, Indiana Jones muss nicht logisch sein. Besser wäre es für die Handlung gewesen, wenn er es nicht geäußert hätte. Aber es war auch nicht so schlimm. lasst uns den alten Mann mal in Ruhe. Es gehört für mich so ein bisschen dieses Paket Szenen, die den Film unnötigen Länge gezogen haben. Genauso wie diese Erinnerung an diese nochmalige Erinnerung daran, wie er bei seinem Freund Basil ist und ihm das Ding wegnimmt. Ja. Das sind einfach so Sachen, hätte man das alles weggenacht, hätte der Film ein bisschen komprimierter, ein bisschen runder, kompakter gewirkt. Der Film, es ist das erste Mal, dass ein Indiana Jones-Film seinem Artefakt ein bisschen mehr Gewicht gibt als ein bloßes MacGuffin. Ein bisschen mehr Relevanz für die Handlung, ein bisschen mehr Relevanz für das Geschehen und das ist grundsätzlich gut. Das ist, weil wir sind oft genug MacGuffins hinterher gerannt, die keine Relevanz hatten. Deswegen finde ich das cool und es ist natürlich schön, dass sie nicht das Christliche nehmen, aber auch nicht so was total Exotisiertes, sondern dass sie in die Wissenschaftsgeschichte reingreifen. Das ist auch das erste Mal. Sonst sind es immer sakrale Artefakte. Jetzt haben sie mal ein bisschen mehr Wissenschaft drin. Ja, also insofern ist es ein cooles Artefakt.
Johannes Franke: überinterpretiert.
Florian Bayer: Also, dann sind wir ja bei den Artefakten. Wir haben damals eine Liste gemacht mit den besten Artefakten. Wie war deine Liste? Erstmal? Ich hatte, mein liebstes Artefakt war die Bundeslade und auf dem letzten Platz hatte ich den Kristallschädel. Ah, ja. Und ich glaube, ja, weißt du was, ich ordne das mal auf Platz 1 ein. Das ist das beste Artefakt, das jemals in einem Indie-Film stattgefunden hat. Also jetzt haben wir die Artefakte abgehandelt. Wir machen jetzt einfach weiter. Wir hatten ein paar Listen gemacht. Werdet ihr gleich sehen, was so zum Indiana Jones Film klassisch dazugehört. Und eins, was diesmal nicht vorkommt, war die Love Interest. Wir haben einen Indiana Jones Film ohne Love Interest, Du hast geweint? Ich hab geweint. Ich mochte das Ende nicht. Das war mir zu drauf gepfropft. Aber es ist... Ich find's schön, dass der Film keinen Love Interest hat. Ja. Und ich find's schön, dass sie auch... Was halt auch so nahe gelegen hätte, dass sie Helena keinen Love Interest zur Seite stellen. Fand ich auch gut. Weil es wird zu oft gemacht in Filmen, dass irgendwie das so eine Love Interest gibt, die dann... Wobei sie eine Love Interest hat, die sie umbringen will. Diese Love Interest wird sehr schnell ausgeschaltet. Moment, töten sie den? Ich weiß es gar nicht mehr. Ich weiß es nicht. Nee, das Auto explodiert dann von dem, ne? Ah, ja, ja, stimmt. Aber das war's auch. Und sie flattet ja einmal mit diesem Typen auf dem Schiff, wo sie sagt, ah, lecker.
Johannes Franke: Ja, ja, genau. Ja. Here you go, girl.
Florian Bayer: Okay. Also Love Interest brauchen wir nicht. Sidekick. Sie ist kein Sidekick. Wenn sie ein Sidekick ist, dann ist sie auf Platz 1. Ja, aber sie ist kein Sidekick. Am ehesten hat dieser Film dann als Sidekick den Basil, aber der ist, nee, der ist ja auch nicht dabei. Nee, Basil ist nicht bei dem Abenteuer dabei. Und dann ist Teddy am ehesten der Sidekick. Aber es ist nicht Indie-Sidekick. Es ist nicht Indie-Sidekick. Vielleicht ist es auch ein Film ohne Sidekick. Vielleicht haben wir hier auch einfach zwei Stärken des Films, dass er keinen richtigen Indie-Sidekick hat, beziehungsweise dass das, was eigentlich ein Sidekick wäre, zu einer richtigen Rolle wird. Und dass er keine Love Interest hat. Beides würde ich beides als Stärke verbuchen, auch wenn wir es jetzt nicht einordnen können. Ja, kann sein. Die Bösewichte. Die Bösewichte. Ich hatte auf Platz 1 den Belloc damals und auf dem letzten Platz den Molarahm, den düsteren Priester aus. Ich finde, er verliert eindeutig gegen fast, gegen alle Bösewichte, was Charisma betrifft. Und was? Er schlägt den Molaram. Er schlägt den Molaram. Aber auch nur ganz knapp. Und er schlägt den Donovan, weil Donovan halt fast nicht vorkommt. Und dann würde ich ihn irgendwo so im unteren Mittelfeld einordnen. Ich finde Irina Sparco aus dem 4. Teil besser. Was? Irina Sparco? 5. Teil besser? Ja, ich finde Elsa aus dem 3. Teil besser. Ich finde Arnold Tod aus dem 1. Teil besser. Ich finde Belloc natürlich am besten. Und das sind alles keine besonders guten Bösewichte. Ich finde, er führt die Tradition fort, dass Indiana Jones keine geilen Bösewichte hat. Was für eine schöne Tradition. Ja, ne? Und Mats Mikkelsen ist ein toller Schauspieler. Den mag ich total. Der spielt wirklich gut, aber die Rolle ist, das ist mir zu flach, zu billig und zu sehr, zu sehr draufgedrückte Melodramatik. viele Grautöne zwischendurch hätte. Wir haben den Indie, also Indiana Jones selbst von Worst to Best und wir haben beide mit Tränen in den Augen festgestellt, dass der Indiana Jones aus dem 3. Teil eigentlich der schwächste ist, also der Charakter und der aus dem 1. Teil der beste.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Da waren wir uns wirklich einig. Ich glaube, wir hatten nur so einen Switch dann auf den mittleren Plätzen zwischen 4 und 2. Ich fand den aus dem 2. ein bisschen besser als den aus dem 4. Wo würdest du den denn einordnen, unseren 5. Indiana Jones? Ich weiß, deswegen kämpfst du ja mit dir. Aber unabhängig davon, wie du den Film mochtest. Wir sind ja gleich bei der Filmliste. Mir hat es damals auch weh getan, den dritten auf den letzten Platz zu setzen, weil ich den dritten Film, der dritte Film ist mein liebster Indiana Jones, das hat sich auch mit diesem Film nicht geändert. Es ist einfach der schwächste, es ist der schwächste Charakter Indiana Jones, weil, also in meinen Augen, weil er eben diese, diese Melodramatik mitkriegt, weil er dieses Düstere mitkriegt, weil er diesen, diesen Frust und diese Verbitterung mitkriegt, die einfach nicht gut zu ihm passt. Ich will Spaß haben. Da heißt du, ich will Indiana Jones nicht dabei zusehen, wie er in der Ecke sitzt und Radiohead hört. Das ist nicht Indiana Jones. Er hätte nicht Radiohead hören können.
Johannes Franke: Er hätte David Bowie hören können. Stimmt, David Bowie läuft auch.
Florian Bayer: welche Sortierung gehabt? Mein, also, from worst to best. Ja. Den vierten fand ich am schlechtesten, dann den zweiten, dann den ersten und am besten fand ich den dritten Film. Ich glaube, eine sehr klassische Reihung, ich glaube, das würden sehr viele unterstreichen. Okay, aber für dich auch. Nee. Also, ich finde den zweiten besser. Ich finde den zweiten besser, weil er einfach mehr Spaß bringt. Du Rassist. und Rassist. Also, dieser Film hat wirklich einige Elemente, die ihn richtig gut machen, die wirklich unterhaltsam sind. Also, vor allem ihre Rolle und genau ihre Rolle und das Artefakt und einige der Action-Szenen, also er ist definitiv besser als der vierte, ein gutes Stück besser als der vierte. Okay. Vielleicht ist es ein Teil mit dem zweiten. Sie sind so unterschiedlich, sie stehen beide für eine gewisse Silliness bei Indiana Jones, die sowohl gute als auch schlechte Seiten hat und ja, wenn ich drüber nachdenke, ist es gar nicht so leicht, weil, also, dass dieser Film oft diesen Grauschleier hat und so düster und erwachsen sein will, das hat mich wirklich gestört. Was schade ist, weil der so viele tolle Momente hat und wirklich so viele tolle Elemente. Also, um es vielleicht nochmal zu sagen, weil ich habe sehr viel gelästert jetzt über den Film. Ja. Ich finde, ich finde sie voll geil. Sie, sie macht so viel. Ich finde die Action-Filme, die Action-Szenen wirklich super. Ich finde das Pacing, vor allem im Vergleich zu Teil 4 und auch im Vergleich zu Teil 2, das Pacing ist viel besser. Der Film schafft es, ein Tempo zu halten, wie das letzte Mal hat das, das letzte Mal hat der dritte Teil das so gut geschafft. Beziehungsweise, ich würde sogar sagen, das Pacing ist das Beste neben dem dritten Teil. Ja. Besseres Pacing als im ersten Teil. Siehst du, siehst du? Das macht ganz viel aus. Und das ist das Wichtigste auch an ganz vielen Stellen. Also auf Platz 2. Aber echt, unser James Mangold hätte ein bisschen mehr Fröhlichmacher schlucken sollen, als er diesen Film inszeniert hat.
Johannes Franke: Das hätte dem Film
Florian Bayer: gut getan. Und wahrscheinlich hätte David Köpp, als er das Drehbuch geschrieben hat, auch ein paar mehr lustig und munter Macher schlucken sollen. Es ist die, es ist eine zugetragene Stimmung. Und das macht mir teilweise wirklich den Spaß kaputt. Ja, scheiß drauf, ich ordne ihn auf Platz 3 neben dem zweiten Teil ein. Okay. Und ich mag den zweiten Teil. Ich mag den zweiten Teil und ich mochte auch diesen Film. Der zweite Teil ist so furchtbar rassistisch und sexistisch. Ich hab den nicht mehr. Absolut. Ich konnte ihn einfach nicht richtig genießen. Aber der zweite Teil, der steht offen zu dem Rassismus, den wir in allen Indiana-Jones-Filmen haben, auch in diesem hier. Also, weißt du, das ist vielleicht das, was für mich den zweiten Teil so ein bisschen rettet, dass der so trüber ist, dass der fast schon eine Karikatur ist auf diese kolonialistischen Momente vom... Und dieser Film hat das auch. Du kannst nicht über den Rassismus des zweiten Indiana-Jones-Films jammerns ohne den Rassismus dieses Films anzuerkennen. Der ganze, der ganzen Reihe halt. Du meinst jetzt gleich Harrison Ford wurde im Interview gefragt, wie das denn ist mit Gewalt und so. Und irgendwie sagt er, na klar, verhaut man Nazis, was macht man sonst? In seinen besten Momenten ja und in seinen schlechtesten Momenten halt nicht. Und in seinen schlechtesten Momenten noch weniger als der vierte Teil. Okay, das war sehr generell. Hast du das genauer? Naja, also, pass auf. Alles, was tragische Backstory ist, ist nicht palpig, leider. Ist plumpe Hollywood-Tragik, Melodramatik. stimmt wohl. Was wirklich schön palpig ist, ist dieses ganze Griechenland-Ding. Beziehungsweise dieses ganze antike Ding. Wie diese Schlacht dargestellt wird, wie die Römer da rumlaufen mit den Uniformen, das ist einfach Trash und das ist toll. Was palpig ist, sind auf jeden Fall die Höhlenerkundungen, die haben diesen Palp-Charme, die vielen unplausiblen Momente. Ja, er hat auf jeden Fall, er hat viele Palp-Momente. Der ist fast in der Top Ten gelandet bei den teuersten Filmen, die je gemacht wurden. Also davor sind die neuen Star Wars Filme und die Avengers Filme, Avatar 2 und Jurassic World und Pirates of the Caribbean und das war's. Der ist richtig teuer. 250 bis 300 Millionen, ne? 300 Millionen, sagt man so. Es gibt nicht mehr so viel Indiana Jones Slapstick und ich überlege gerade, ob Phoebe Waller-Pridge große Slapstick-Momente hat, aber eher nicht. Dafür hat sie die Sachen zu viel im Griff und ja, und Indiana Jones stolpert auf jeden Fall weniger als im Film davor. Was für ein grandioser Tipp, was für ein schrecklicher Tipp. Es ist beides, oder? Ich gucke gerade nochmal auf die Filmografie von James Mangold und wenn ich mir anschaue, was für Filme er inszeniert hat, da zeigt sich auch schon so ein bisschen, was mich an diesem Film stört, nämlich dieses, James Mangold hat einige von diesen Filmen inszeniert, die ich gerade genannt habe, die gesagt haben, hey, wir sind jetzt 2010er, es ist cool, Actionfilme komplett in Kraut zu halten und alles ist düster und alles ist dunkel und grau und farblos und es gibt keine Hoffnung mehr. Der hat Wolverine gemacht, 2013. Ja, ja. Aber ich fand ihn gar nicht so farblos, den Film jetzt. Ich weiß gar nicht, was du so richtig hast. Doch. Also im Vergleich zu den alten Indiana Jones Filmen, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die Color Correction nicht so bunt, aber auch, was den Ton betrifft, dieses, naja, dieses Gefühl, dass alles noch einmal durch so eine Suppe gezogen wurde, die irgendwie eine Schwere gibt und ein bisschen weniger Hoffnung, ein bisschen mehr Bitterkeit. Hm. Ja. Ich hab, ich hab ja so Kritiken vorsichtig überflogen, um nicht gespoilert zu werden. Ich hab das Gefühl, das hat auch keiner so richtig gesagt, dass das das Problem ist. Alle haben gesagt, er ist zu bekloppt und das finde ich nicht. Ich finde, er ist zu düster. so gut gemacht. John Williams, der seit Jahrzehnten fantastische Filmmusik macht und immer wieder ein Ereignis ist und der es einfach drauf hat. Also der Film, ich kann jetzt gar nicht so, es hat mir eine Nummer zu lange gedauert, bis das Indiana Jones Fiend zum ersten Mal gespielt wurde. Aber das ist nitpicking. John Williams liefert wieder total ab. Ja. Genau, 91. Und ich meine, man kann gar nicht, es gibt so viel, was man aufzählen müsste, wenn man sagen würde, was an John Williams großartiges Indiana Jones und Indiana Jones gehört wahrscheinlich zu seinen besten Arbeiten. Ja. Und natürlich total ikonisches Main Theme, jeder kennt es, jeder kann es mit so einem wir lieben es alle.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Ihr werdet es gleich auch nochmal hören von Johannes auf der Okulina.
Johannes Franke: Ja, oh Gott, oh Gott. Ja.
Florian Bayer: Ja, verbleiben wir mit einer Empfehlung, guckt euch den Film an, Gewicht geben will, die sie nicht tragen kann. Ja, doch, das kriegt er hin. Und dass man einem Filmgewicht geben will, das er nicht tragen kann. ein viel besserer Ort, wenn es weniger Hintergrundgeschichten gäbe. What? Okay. Vielleicht, wir wollen, wir wollen, dass unsere Charaktere vielleicht ein bisschen weniger Drama erlebt haben. Es muss, es muss nicht, es müssen nicht immer die Eltern gestorben sein. Man kann, man kann, oder die Kinder und man muss nicht immer für einen Autounfall verantwortlich sein, bei dem die Schwiegereltern gestorben sind und weil sie, weil man vergessen hat, den Gurt anzumachen. Manchmal, manchmal reicht es auch einfach, dem Charakter ein bisschen Raum zu geben für eine plausible Hintergrundgeschichte und nicht für das fette Drama. Aber da gebe ich dir
Johannes Franke: Oh nein, das ist das Schlimmste, was du sagen kannst. Du kannst achten zucken. Äh, vielleicht.
Florian Bayer: Ah, mein Uwe. Ohne ihn vorher mit jemand anderem zu gucken. So leid, Flo. Es tut mir weh. Vielen Dank, dass wir jungfreudig zusammen ins Kino gehen konnten. Wenn du gesagt hättest, ich weiß es nicht, genau. Hast du dir den Film schön gesoffen? Ist es das? Reden wir darüber. Hab ich mir den Film schön gesoffen?
Johannes Franke: Ja. Wenn du sagst,
Florian Bayer: du recherchiert. Ah, okay. Das Recherchieren ist des Kritikers schön saufen. Ja, genau. Leute, wenn ihr wissen wollt, was nächste Woche, worüber wir nächste Woche reden, bleibt dran. Gibt's nach dem letzten Mal John Williams, wundervoll, wundervoller John Williams, wundervoll gespielt von, Johannes Franke auf der Ukulele. Und ja, ansonsten, ich danke fürs Zuhören, eine schöne Woche. Bleibt uns gewogen und schaltet auch nächstes Mal wieder ein. So, jetzt haben wir uns durch dreien Indiana-Jones-Filme gekämpft. Das war voll schön. Das hat echt Spaß gemacht. Wenn ich mit jemandem dieses Abenteuer machen will, dann mit dir. Vor allem mit deinem tollen Indiana-Jones-Outfit. Das haben wir noch gar nicht gelobt. Stimmt. Johannes war für den Knübelbesuch heute als Indie verkleidet. Der hat wirklich eine Cosplay daraus gemacht. Und es sah einfach geil aus. Ich war komplett underdressed. Ja, also ich hab ihn natürlich gesehen als, er gehört, glaube ich, er wird oft so in den besten Listen genannt, die wichtigsten Horrorfilme vor 1950. Und dass es ein Horrorfilm ist, darüber müssen wir dann auf jeden Fall mal reden. Auf jeden Fall, weil ich finde das auch, das ist zumindest eine diskretable Einordnung. Ja. Ja, ich freue mich sehr drauf. Toll, also du weißt, ich stehe auf Filmklassiker. die du noch nicht gesehen hast. Fuck, warum hast du den schon gesehen? Wir reisen wieder in die Vergangenheit. Nachdem wir jetzt die 80er nochmal ordentlich abgehandelt haben und 2023 gelandet sind, wird es Zeit, dass wir 100 Jahre in die Vergangenheit springen. Yay! Nächste Woche gibt es Freaks von Todd Browning aus dem Jahr 1932. Okay. Ich freue mich drauf. Sehr schön. Bis dann.
