Episode 114: Alien – Science Fiction und Horror im Einklang?
Wir befinden uns in den ausgehenden 70er Jahren. Dank Star Wars boomt Science Fiction… und zwar gewaltig. Dank Halloween boomt das Slahergenre… und zwar gewaltig. Und Dank dem weißen Hai boomen Tier- und Monsterhorrorfilme… you guessed it… gewaltig. Und so schließt das filmische Jahrzehnt mit einem Hybrid aus diesen drei Genres.
Alien von Ridley Scott aus dem Jahr 1979 ist eine düstere Mischung aus Horror und Science Fiction. Die Besatzung der Nostromo – die hier als kaltes Buffet für das Wesen aus einer unheimlichen Welt dient – besteht aus einfachen Leuten: eine Frachtschiffcrew, Proletariat, Trucker im Weltall, wenn man so will. Und so ist der Alptraum auch nachvollziehbar, wenn diese – ohne es zu wollen – mit einer fremden und tödlichen Lebensform konfrontiert werden.
Neben der Erfindung des SciFi-Horrors, der Etablierung H.R. Gigers als ästhetische Referenz für Bodyhorror im Kino wird dann auch noch mit Ripley en passent die moderne Actionheldin geboren, die als einzige Überlebende dem Monstrum den Gar ausmacht.
Aber das ist ja auch irgendwie alles Filmgeschichte… und wir befinden uns im Jahr 2023, nicht nur 40 Jahre nach diesem Film, sondern auch nach zahllosen Fortsetzungen und Spin Offs.
Versuchen wir einen frischen Start. Wie hast du den Film wahrgenommen, der so viele Jahre auf dem Buckel hat? Unheimlich? Spannend? Beklemmend? Oder egal und vielleicht sogar unfreiwillig komisch?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 114: Alien – Science Fiction und Horror im Einklang? Publishing Date: 2023-03-08T09:11:48+01:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2023/03/08/episode-114-alien-science-fiction-und-horror-im-einklang/ Die erste Hälfte des Films vielleicht sogar ist ziemlich gut. Ja. Dann lässt sich die Zeit, die dieser Film braucht. Niemand fängt an, sich gegenseitig anzuschreien. Niemand fängt an auszurasten oder sowas, sind einfach ganz normale Menschen. Und irgendwie verliert er zwischendurch den Faden zu mir. Wann verliert er ihn? Hello, my baby, hello, my honey, hello, my rag-like gal. Send me a kiss while I walk. Baby, my heart's on fire. Okay, und da war es ein großartiger Einstieg. Herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Muss-man-sehen-Podcasts. Und nein, wir reden heute nicht über Spaceballs. Sondern über das, worüber sich Spaceballs sehr zu Recht lustig macht. Inklusive John Hurt, der seine Rolle als armes Opfer des Aliens wiederholt. Nicht schon wieder. Nicht schon wieder dieses Monster. Aber nein, wir werden heute über das Original reden. Über Alien aus dem Jahr 1979, den ich Johannes als Hausaufgabe aufgegeben habe. Du hast letzte Woche gemeint, du hast ihn vor langer Zeit gesehen. Wie lange war es denn her zwischen dem Gucken jetzt und dem Gucken damals? Wie lange war es her? Oh Gott, bestimmt 15 Jahre. Oh krass, okay. Also insofern, Plor auch gleich zum Anfang. Mängelrüge, Mängelrüge, ich möchte gerne was zurückgeben. Und zwar diesen Film möchte ich zurückgeben in die Küche. Entsprechend nicht dem, was ich bestellt habe, als ich mit diesem Podcast angefangen habe. Du weißt, ich mag keine Horrorfilme und vor allem keinen Body Horror. Ja. Warum? Stimmt, Body Horror ist echt so ein Problem für dich. Und der Film hat mehrere Body Horror Momente. Ja, vor allem nicht nur an John Hurt oder so. Sondern auch alles, was so richtig schlimm organisch ist. Und da ist natürlich Giga der Schlechteste, den du mir geben kannst als Designer für so ein Film. Oh, wir müssen mal über Cronberg reden. Oh nein. Wenn du keinen Body Horror magst. Ja, Cronberg hat noch viel bizarrere und absurdere Streifen gemacht. Ja, ich war ganz froh, dass der aus dem Jahr 1979 ist und nicht aus dem Jahr 2005 oder so was, wo man einfach schon so viel mehr gewohnt ist und so viel mehr macht. Und auch damals schon die Produzenten ja eigentlich gesagt haben, weniger Blut, weniger Blut tut das nicht. Das stimmt und Ayn hält sich ja durchaus auch in der Bildsprache zurück. Aber ich würde sagen, bevor wir jetzt schon anfangen. Ja, genau. Komme ich einfach mal mit meinem Einstiegstext und los geht's. Wir befinden uns in den ausgehenden 70er Jahren. Dank Star Wars boomt Science Fiction. Und zwar gewaltig. Dank Halloween boomt das Lächergenre. Und zwar gewaltig. Und dank dem Weißen Hai boomen Tier- und Monster-Horror-Filme, you guessed it, gewaltig. Und so schließt das filmische Jahrzehnt mit einem Hybrid aus diesen drei Genres. Alien von Ridley Scott aus dem Jahr 1979 ist eine düstere Mischung aus Horror und Science Fiction. Die Besatzung der Nostromo, die hier als kaltes Buffet-Führer das Wesen aus einer unheimlichen Welt dient, besteht aus einfachen Leuten. Eine Frachtschiff-Crew. Proletariat. Trucker im Weltall, wenn man so will. Und so ist der Alptraum auch nachvollziehbar, wenn diese, ohne es zu wollen, mit einer fremden und tödlichen Lebensform konfrontiert werden. Neben der Erfindung des Sci-Fi-Horrors der Etablierung H.R.Gigas als ästhetische Referenz für Body-Horror im Kino, wird dann auch noch mit Ridley en passant die moderne Actionheldin geboren, die als einzige Überlebende dem Monstrum den Chaos macht. Aber das ist ja auch irgendwie alles Filmgeschichte. Und wir befinden uns im Jahr 2023, nicht nur 40 Jahre nach diesem Film, sondern auch nach zahllosen Fortsetzungen und Spin-Offs. Versuchen wir einen frischen Start. Johannes, wie hast du den Film wahrgenommen, der so viele Jahre auf dem Buckel hat? Unheimlich, spannend, beklemmend oder egal und vielleicht sogar unfreiwillig komisch? Ich möchte mit Ja antworten. Alles das. Alles. Alles drei. Alles das. Und wir müssen natürlich während des Gesprächs auseinanderklamüsern, wann was passiert ist. Aber es ist tatsächlich alles das vorgekommen. Ja, interessant, weil es ist natürlich ein Film aus den späten 70ern, ein Horrorfilm aus den späten 70ern. Und wir haben damals schon sehr viele sehr etablierte Tropes, die hier im Science-Fiction-Szenario gepackt werden. Aber wie das so ist mit solchen etablierten Tropes, vor allem wenn sie noch mehr und noch mehr hervorgeholt wurden in den letzten Jahren, sie können schnell albern wirken dann. Ja, und Ridley Scott hat ja das oft versucht irgendwie zu vermeiden, diese Albernheiten auch was Missalien betrifft und so weiter. Aber auch er schafft das nicht ganz, finde ich. Aber da kommen wir gleich noch zu. Ich finde, diese ganzen Tropes speisen sich ja vor allem aus, also man hat das Gefühl, einen Haunted House-Film zu sehen, nur eben in einem Spaceship. Und irgendwie gucke ich den Film dann auch auf diese Art und Weise und denke mir dann zwischendurch so, ja, okay, es ist gut gemacht, aber es ist irgendwie doch sehr archätypisch. Es ist an ganz vielen Stellen. Und ich glaube, es ist aber auch eine Stärke von diesem Film, dass er diese archätypischen Muster nimmt. Ja. Aber doch relativ spannend variiert. Also die Story ist ja wirklich total simpel. Wir haben diese Frachtschiff-Crew, die geweckt wird, die den vermeintlichen Notruf erhält und dann auf den Planeten landet. Dass die erste Hälfte des Films in einem Satz zusammengefasst werden muss. Ja, die Story ist wirklich kurz. Und dann finden sie halt dieses Raumschiff, wo dieser große Typ drin sitzt. Ich finde, hier haben wir schon eine erste Stärke des Films, dass wenig erklärt wird. Ja, absolut. Wir wissen nicht, wo dieses Wesen herkommt. Wir kennen keinen Mensch, einfach weil er viel zu groß ist. Und wir erfahren so angedeutet, wie er gestorben ist, was so ein bisschen antizipiert, was später passieren wird. Und dann sind wir auch schon bei den Alien-Eiern und eine Person des Buffets, Cain, gespielt von John Hurt, kriegt diesen Facehacker ins Gesicht, der aus einem Ei schlüpft. Dann bringen sie ihn zurück aufs Schiff und naja, der Rest ist Geschichte. Das Alien kommt aus ihm heraus, nachdem der Facehacker sich abgeworfen hat und frisst einen nach dem anderen auf, auf dem Schiff, bis nur noch Ripley übrig bleibt Ja, man hat aber auch in der Wachstumsphase gerade viel Hunger, muss man mal sagen. Natürlich. Das arme Alien. So kurz, so einfach. Und dann passiert aber ganz viel dazwischen, finde ich, was den Film auf ein wirklich anderes Level hebt, auf ein anderes Niveau. Apropos anderes Level, wollen wir den Tee mal ausprobieren, den ich jetzt hier noch... Das ist, glaube ich, ein anderer Schwarztee als sonst. Oh, sehr gerne, ja. Schwarzer Tee. Ja, vielen Dank. Als Erstes finde ich es tatsächlich super spannend, dass hier eine Science-Fiction-Story erzählt wird, dass die Leute, die wir sehen, aber nicht so die typische Science-Fiction-Crew sind, weil, ich hab's schon im Text gesagt, weil es halt wirklich so proletariat im Weltraum ist. Und das macht für mich unglaublich viel von der Atmosphäre aus, dass wir hier so einfache Leute haben und die eigentlich keinen Bock auf den Scheiß haben, die wollen nach Hause. Das ist auch tatsächlich das Erste, was ich denke, wenn ich mir den Film anschaue und darüber nachdenke, warum dieser Film so gut ist und warum er so erfolgreich ist. Er hat keine Star-Tech-Crew, weißt du? So Star-Trek-Leute, die irgendwie alle wissen, was sie tun, die irgendwie hier, und dann data, guck mal, ob da alles in Ordnung ist. Nein, so funktioniert's nicht. Das sind halt wirklich, wie du sagst, Trucker im Weltraum. Und das finde ich ziemlich gut. Es hat einfach so wirklich eine mutzige Arbeitsatmosphäre, wenn am Anfang, nachdem die Leute geweckt wurden von ihrem Schiff, dessen Boardcomputer Mother heißt. Auch eine sehr gute Entscheidung. Genau, KI, wir sind auch in einer Zeit, in der viel über KI geredet wurde und KI auch auf den Film vorkam. Also 2001, Otti sehen Welt, alles noch nicht so lange her. Und dann sitzen sie da zusammen und trinken Bier und essen und machen Witze und qualmen. Und es hat so diese Proletariatsatmosphäre. Ja, es sind echte Menschen. Genau, und das ist wirklich toll. Die haben auch keinen Bock darauf. Die haben auch keinen Bock auf die Rettungsmissionen, auf die sie dann geschickt werden. Und das finde ich total gut, dass sie auch so gewerkschaftlich über Shares reden. Da müssen wir noch mal darüber reden, was, finde ich alles sehr, sind eine sehr gute Entscheidung, weil du sofort in etwas drin bist, was nicht so artificiell abgehoben ist, sondern eher erst mal so ein Social-Ding ist. Und wir haben auch schon diese greifbaren Arbeitsweltkonflikte, die dann drin sind. Nicht nur wenn es um die Shares geht, sondern auch, dass offensichtlich der Wissenschaftsoffizier so eine Sonderstellung hat auf dem Schiff und der Captain hört sehr auf ihn. Und gleichzeitig die anderen finden ihn zum Kotzen, weil er nicht einer von ihnen ist, was wir später herausfinden im wahrsten Sinne des Wortes. Wir sehen hier diese Kompetenzkonflikte, vor allem zwischen Ripley und Dallas. Also Dallas ist der Captain, und Ripley ist eigentlich der dritte Offizier. Kane ist so ein bisschen die zweite Nummer, aber der ist dann ja relativ schnell raus. Und die scheinen... Es gibt einfach so einen Kompetenzkonflikt, der sich vor allem dann zeigt, wenn Kane den Facehacker auf dem Gesicht hat und die reinwollen und Ripley sagt, wir haben hier Quarantänevorschriften, ihr könnt jetzt nicht einfach rein, wir wissen nicht, was passiert, wenn ich euch reinlasse. Wir denken zwar in dem Moment, ja, macht doch nicht das Dumme, aber wir finden ja später raus, dass das Dumme von jemandem gemacht wurde, der genau das will. Und das Dumme ist selbst... Also er schafft es sich zu rechtfertigen, ohne dass wir ihn verdächtigen und ohne dass wir sagen, das ist total dumm, weil irgendwie ist es natürlich das Menschliche in dem Moment. Du hast einen Crewmate-Klid, das eine Hand auf dem Gesicht hat und ohnmächtig ist und ärztliche Versorgung braucht. Und natürlich denkst du dann als jemand, der sich Sorgen macht um seine Kollegen, die scheiß auf die Quarantänevorschriften, wir müssen dem jetzt helfen. Naja, aber sagen wir so, das was sie dann mit ihm machen, da hätten sie auch außerhalb des Schiffs machen können. Das hätten sie auch außerhalb machen können, aber es liegt vor allem daran, dass wir uns in einer Zeit befinden und in einem Genre, in der vermeintlich kluge Menschen oft dumme Dinge tun. Und das passiert meiner Meinung nach in diesem Film nicht, weil zum einen die Menschen nicht so als so klug dargestellt werden, weil es sind eben keine Wissenschaftler innen, sondern es ist halt eine einfache Crew. Obwohl die schon auch, also sie sind nicht doof, sind keine doofen Leute. Aber sie werden nicht qua Position zu den klugen Menschen gemacht. Das haben wir dann später in den Fortsetzungen, dass da lauter Wissenschaftler unterwegs sind und die sich total dämlich verhalten. Du denkst, wofür hast du 10 Jahre studiert und dich mit außerirdischen Formen auseinandergesetzt, dass du dich jetzt so dumm verhältst. Und gleichzeitig handeln sie klug. Sie handeln nachvollziehbar. Und in diesen Horrorfilmen, vor allem in Slasherfilmen, haben wir es halt oft, dass Menschen wirklich die dummen Sachen machen. Nein, geh jetzt da nicht alleine, mach nicht das, mach nicht das. Und davon haben wir in dem Film relativ wenig. Na ja, schon. Also man hat viele Sachen, die gar nicht genutzt werden, wie zum Beispiel, dass sie da reingehen in diesen Quarantänebereich und die Tür offen lassen. Die lassen ständig die Tür offen stehen und man denkt sich, das Ding kann jetzt jederzeit raus in den Rest des Schiffs. Brauchst du Hilfe bei dem? Nein, ich brauche keine Hilfe bei dem Deckel des Glases. Ich kriege meinen Zucker allein. Möchtest du auch Zucker, Johannes? Oh, mit Geräusch. Und jetzt ist das, was ich gemacht habe, ist ein Tee auf meinem Rechner. Möchtest du Zucker, Johannes? Ja, vielen Dank. Okay, wo waren wir stehen geblieben? Wie dumm ist diese Crew? Wie dumm sind die Opfer? Ja, es passiert schon ein paar Sachen, wo man wirklich denkt, zum einen, wenn du da so ein Facehugger hast, wenn du so ein Ding hast und du hast keine Ahnung, was das ist und was das tut, schlimm genug, dass du es reingeholt hast. Auf jeden Fall. Aber dann stellst du dich zu zweit ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen direkt dahin, gehst mit der Nase so ran, guckst du dir so an, was passiert denn da, wie ist denn das? Das stimmt allerdings. Der kann auch jederzeit rüberspringen zu dir ans Gesicht und du bist geliefert. Wo ist denn das? Wobei, ich finde es glaube ich nicht so schlimm, als es tatsächlich keine Influenzen hat, weil der Facehugger hat ja sich seinen Opfer ausgesucht. Ja, aber das weißt du ja nicht. Aber wenn der das jetzt das Monster wäre, also quasi, wenn die Dummheit dazu dienen würde, die Handlung voranzubringen, dann würde es mich ärgern. Das ist ja das Problem bei diesen Hörerfilmen. Die Dummheit dient dazu, dass die Leute Opfer werden. Ja, aber ich denke halt die ganze Zeit, ja, jetzt passiert es gleich und es passiert natürlich nicht, weil er ist schlau genug, das nicht zu auszunutzen, aber trotzdem finde ich, dass sie sich doch recht doof verhalten. Also was das betrifft, also mit den Sicherheitsverschriften, was dieses Vieh betrifft. Und es ist ja schon auch Teil dessen. Es ist zwar keine direkte Konsequenz, weil das nicht sofort jemand anderes ins Gesicht springt, aber die Konsequenz ist trotzdem, dass es am Ende in der Gegend rumrennt, dieses Vieh. Und das hat schon über 5 Ecken damit zu tun, dass die sich dumm verhalten haben am Anfang. Naja, aber der Facehugger ist ja, hat ja keine große Relevanz mehr, der befruchtet seinen Opfer und stirbt dann. Ja, ist schon richtig. Hätten sie es verhindern können? Jetzt ist die große Frage, hätten sie es verhindern können, wenn sie sich schlau verhalten hätten? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich eher nicht. Und damit kommen wir schon so ein bisschen zur Kreatur, die ich total spannend finde. Es ist, ja, also ich meine, es ist ein Giger. Also einen besseren Designer hättest du nicht kriegen können. Bleiben wir, lassen wir mal ganz kurz das Design weg. Gehen wir ganz kurz, Giger müssen wir auf jeden Fall gleich besprechen, aber die Kreatur, wie sie biologisch gestaltet ist, finde ich super spannend, weil wir haben offensichtlich, ich will nicht zu viel spoilern, der Xenomorph, also das Alien, das nachher rumläuft, wie die Leute frisst. Ja. Männlich oder weiblich? Das ist vollkommen wurscht. Okay. Also wahrscheinlich beides. Und als was, hättest du es eher wahrgenommen? Wenn du es siehst und wenn du es agieren siehst, hast du irgendwie, weil ich meine, wir sind, ey, wir sind im sozialen Konstrukt groß geworden, indem man solche, einfach so was mit sich trägt. Hast du irgendwie so ein Geschlechtsgefühl gehabt bei dem Vieh? Nee, gar nicht. Aber wenn ich jetzt drüber nachdenke, würde ich wahrscheinlich eher weiblich lesen. Ja. Ich glaube, viele lesen es weiblich und oft, wenn aufs Alien referiert wird, wird es auch weiblich definiert. Ich sehe es total als weiblich an. Ich finde es spannend, weil der Facehugger für mich so ein bisschen die männliche Form davon ist. Also wenn du von ganz traditionellen, ganz traditionellen biologischen Geschlechtsvorstellungen ausgehst, hast du den Facehugger, der einen Menschen befruchtet und daraus entwächst dann das Baby. Das Spannende ist, wenn wir das so lesen, dann haben wir eine Lebensform, bei dem die männliche Form ganz schnell obsolet ist, sie ist nur zur Befruchtung und dann wird das eigentliche Wesen geboren, das die weibliche Form ist, das dann auch die Eier legt und die neuen Facehugger gebärrt. Gibt es ja in der Natur tatsächlich so ein, zwei Spezies, die die Menschen sehr kurz einfach nur zur Befruchtung da sind und dann sterben. Die Gottesanbieterinnen fressen ihre Menschen zum Beispiel. Finde ich total interessant, finde ich auch wirklich spannend, vollkommen unabhängig vom Design, erstmal eine spannende Idee, dieses Wesen biologisch aufzubauen. Wie das funktioniert, dass es eben diese zwei Formen gibt und wie gesagt, Geschlecht wird nicht irgendwie eine Geschlechtsdetermination bei dem Monster vorgenommen. Deswegen ist das reine Interpretation. Aber wir haben hier natürlich diesen Facehugger, der seine Opfer irgendwie befruchtet, weil er pflanzt die Nachkommen in den Körper der Menschen ein. Und es gibt wieder diese Interpretation, uns eben in das gesagt wird, wir haben hier auch so einen Film, der ganz viele weibliche Perspektiven hat, unter anderem natürlich wegen Ripley als Actionheldin. Und das ist eben auch eine, dass es so eine Urangst des Mannes ist, befruchtet zu werden, dass wir hier die männliche Crew haben, Kane, der ist als Vertreter der Männer, dass der das Monster aufs Gesicht kriegt und dass er den Nachwuchs eingepflanzt bekommt, so ein totaler Albtraum, wo wir das Geschwänge haben von dem Monster. Was aber andersrum wiederum auch mitbringt, dass man den Männern einmal die Angst spüren lässt, die Frauen unter Umständen haben, dass sie gewaltsam etwas, also eine Vergewaltigung und so weiter, dass diese Perspektive einmal umgedreht wird und du als Mann, und das war denen sehr sehr wichtig, dass das keine weibliche, kein weibliches Crewmitglied ist, dass da diesen Facehugger bekommt, sondern dass es wirklich ein Mann ist, damit man eben nicht wieder einen weiblichen Protagonisten hat, der dann möglichst schnell getötet wird und Opfer eines Gewaltaktes ist, eines sexualisierten Gewaltaktes ist. Und das wollten sie umdrehen und das finde ich eine sehr sehr gute Entscheidung. Und wir befinden uns ja auch in einer Zeit, in der es schon viele von diesen Geschichten gab, in der eben die Frauen die Saat des Bösen eingepflanzt bekommen haben. Zehn Jahre vorher gab's Rosemarie's Baby, der so ein bisschen diesen Satan-Hype und Satans Kinderhype eingeläutet hat und dann haben wir auch diese Geschichten von Frauen, die in sich Monster tragen, weil sie einfach Verkehr mit einem Monster hatten, oder weil der Satan sich dazwischen geschaltet hat, oder wie auch immer. Und das ist schon spannend, dass das hier auf einen Mann übertragen wird. Ja, es ist einfach auch spannend, wie es erzählt wird in der biologischen Form. Und es ist natürlich, worauf das dann hinausläuft, ist eine der berühmtesten Szenen der Horrorfilmgeschichte, die selbst wenn's 15 Jahre her ist, du wahrscheinlich auch noch gute Erinnerungen hattest, ich kann mich leider nicht erinnern, wie das war, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, ich befürchte, ich wusste es auch schon vorher. Ja, ich hab Spaceballs vorher gesehen. Ja, stimmt. Aber die wahrscheinlich für jemand unbedarften, wie ein Schock daherkommt. Der Schrecken ist überwunden, was kommt jetzt, sind noch mehr Facehugger unterwegs oder so, man weiß noch nichts von dem Monstrum und dann sitzen die da beim Essen und plötzlich kriegt er diese Magenkrämpfe, fällt hin, sie halten ihn fest und dann platzt sein Bauch auf und dann kommt dieser Xenomorph raus. Apropos unwissend. Die Schauspielerinnen waren es auch teilweise in dieser Szene. Teilweise. Also natürlich wussten sie, dass dieses Ding da rauskommt, steht ja im Drehbuch, aber in welcher Form und wie viel Blut die da in der Gegend rum spritzen würden. Das Blutspritzen hat sie wohl alle überrascht und gerade die Schauspielerin von Lambert Wer ist die Schauspielerin? Veronica Cartwright. Genau, Veronica Cartwright, die war wirklich so entsetzt und man sieht in dem Film ihre wirkliche Reaktion auf dieses Blut, weil sie wirklich nicht wusste, was da kommt. Sie haben es auch voll gut getroffen. Sie kriegt wirklich eine ordentliche Ahnung ab. Total krass und sie war wirklich hysterisch als Wort, dass ich, weiß ich nicht, sagt man das? Das ist ein komisches Wort, weil das eine schlechte Konnotation hat. Aber einfach angstvoll und sehr panisch. Und dann, es ist wirklich krass. Du hast diese Szene, du siehst in alle Gesichter, sie werden mit Blut bespritzen, sie gucken, wie dieses Monster rauskommt. Fantastische Szene. Und Gott sei Dank hat die dann auch geklappt bei diesem Take, wo sie überrascht wurden, weil ich kann mir vorstellen, wenn das gedreht wird, man muss sich verkneifen, nicht zu lachen, weil unter dieser Puppe war jemand, der das Alien gehalten hat und an einem Stab durch den Raum gezogen hat. Das muss so dämlich aussehen. Aber gut, naja, es ist ja aber auch nicht beim ersten Mal wirklich, hat es ja gar nicht geklappt. Sie haben es ja zweimal gedreht. Aber Ridley Scott hat gleichzeitig Cut gerufen, so dass das mit dem Blut noch nicht kam. Man sieht das auch im Film, man sieht den zweimal vorstoßend, den Alien. Einmal kommt er nicht ganz durch, das war der erste Take. Dann hat Ridley Scott Cut gerufen, damit nicht alle von dem Blut schon wissen. Und dann haben sie es resettet und dann haben sie es nochmal gedreht und dann kam das mit dem Blut. Und der hat das beides mit reingeschnitten. Und was natürlich sehr viel gewaltvoller aussieht, weil das Alien quasi Schwierigkeiten hat, durch Bauchdecke zu kommen. Das sieht krass aus. Sie hatten eine Puppe als Körper von Kane. Und John Hurt lag halt unterm Tisch und hat wirklich nur seinen Kopf, also mit ganz einfachen Practical Effects haben sie das gemacht. Ja, sieht total gut aus. Wobei das Alien ein bisschen stiff ist, muss man sagen. Ja, es ist okay, weil es ist ja noch so klein und niedlich. Was auch cool ist, wir haben halt wirklich diesen Xenomorph, aber der ist in so einer kleinen Wurmform und er kommt dann raus, er guckt einmal, faucht sie an. Wie so eine Katze. Und rennt dann los. Und wenn wir ihm das nächste Mal begegnen, ist er oder sie deutlich größer geworden und hat sich gehäutet. Was so das nächste ist, wo ich denke, ja, sie finden eine einzige Häutung vom Kleinen und dann in so riesig, ich weiß ja nicht, und in der Zeit, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass so ein Ding so viel wächst. Naja, ich finde, das ist so eine Suspension auf das Beliebte. Wir haben hier ein fremdes Wesen, das hat irgendwann das ganz eigenen biologischen Gesetzen gehorcht. Ja, aber nicht... Und wer weiß, wovon sich es ernährt hat, und wer weiß, wie viel Haut, wer weiß, was sie in den Frachträumen haben, was sie sich nicht angeguckt haben. Der Film arbeitet ja durchaus mit sehr viel Unterlassung, mit sehr vielen grauen, schwarzen, weißen Stellen, wie auch immer man sie nennen will, und ja, man kann sich alles Mögliche vorstellen, wie das Monster gewachsen ist. Also ich finde es einfach nicht unglaubwürdig, weil der Film die ganze Zeit dieses Prinzip verfolgt, dass er nicht zu viel erzählen will. Und deswegen gebe ich ihm das. Diese weißen Stellen lassen sich einfach füllen, weil er in anderen Momenten auch oft genug die weißen Stellen hat. Naja. Naja. So zum Thema weiße Stellen, ich finde, das macht auch schon die Eröffnung. Die bereitet schon darauf vor, dass wir hier einen Film haben, der sehr viel, obwohl es um ein konkretes Monster geht, mit dem Unbekannten arbeitet, ich liebe den Vorspann. Ja, natürlich, der Vorspann ist großartig. Mir tut ein bisschen der Musiker leid. Weil der Musiker wirklich sich viel Gedanken gemacht hat und wochenlang an einem Intro-Song gearbeitet hat, der sehr romantisch war. Den Ridley Scott dann wirklich einfach weggeworfen hat und gesagt, nochmal, bitte was anderes. Wenn du auf den Musiker referierst, wir haben hier Mr. Goldsmith, Jerry Goldsmith war für die Films verantwortlich, den hatten wir auch schon mal im Podcast. Der hat nämlich für Planet der Affen die Musik gemacht und war damals schon großer Musiker-Star. Nicht nur für Filmmusik, der hat auch ganz viel anderes gemacht. Aber Planet der Affen war damals so ein großer Hit. Von ihm hat Chinatown gemacht, das Omen, Star Trek der Film und dann Rambo und später raus die Musik für die Next-Generation-Star-Trek-Serie und für Basic Instinct und großer Typ, und Mr. Goldsmith hat ein riesiges Portfolio an Hollywood-Filmen, die er damals gemacht hat. Und auch vorher schon, bevor dieser Film war. Und dann kommt Ridley Scott, der seinen zweiten Film macht und sagt, nee, anders. Das will ich nicht. Und das ist schon ein bisschen krass und ich verstehe ihn. Er hat in einem Interview gesagt, ich will als Musiker nicht die Visuals noch unterstützen. Also Ridley Scott ist ein sehr visueller Typ einfach und der scheint dann auch noch mit der Musik Visual betreiben zu wollen, dass es ja nicht funktioniert. Also das war so der Ton von dem Musiker, der meinte, ich muss ja die Emotionen unterstützen. Und zum zweiten darf ich nicht alles, was visuell und Storytelling technisch existiert, noch so weit füttern, dass das Fass überläuft, sondern ich muss auch Stückchen gegensteuern. Und das sieht man ja ganz oft bei so guten Horrorfilmen, die es schaffen, zum Beispiel einen Score zu etablieren, der ein bisschen beschwingter ist, während etwas Grausames passiert. Das habe ich bei meinem auch gemacht. Mein Musiker, mein Tontechniker, den ich hatte, hat mir voll abgeraten und gesagt, um Gottes Willen, das passt doch gar nicht da rein. Aber das ist eine der wichtigen Dinge, dass du manchmal einfach dagegen gehen musst. Und das hat der Musiker halt auch gesagt, dass Ridley Scott einfach so voll drauf sein wollte und da noch rein und da noch rein und das noch mit der Musik so ausschöpfen. Und der Musiker hat das sehr gut gemacht, aber ich verstehe ihn dabei, dass er das anders haben wollte. Es ist immer so eine Sache, was für eine Atmosphäre du in deinem Film haben willst. Und wenn du gegensteuerst, was du auf jeden Fall machen kannst, was total ein legitimes Mittel ist, aber dann erzeugst du natürlich nochmal eine sehr spezifische Atmosphäre, die zum Beispiel nicht mal einen Augenzwinkern haben muss, aber zumindest so einen gewissen Zynismus oder so eine gewisse Gehässigkeit reinbringt. Und wenn das nicht das ist, was du als Grundatmosphäre haben willst, dann kann ich auch verstehen, dass du als Ridley Scott sagst, ne, Jerry, mach mir das mal ein bisschen, ich will das düsterer haben, ich will das getragener haben, ich will nicht den Effekt, dass hier mit Krach dagegen gearbeitet wird, ich will nicht den Effekt, dass hier mit jazzigen Tönen dagegen gearbeitet wird, sondern ich habe eine gewisse Vorstellung und da muss die Musik auch reinpassen. Ja, und stell dir mal The Shining vor mit beschwingter Swing-Musik am Anfang, während dieser Fahrt über den See, dieser Flug, das funktioniert ja auch nicht so gut. Es kommt halt immer auf den Kontext an. Wir haben hier vielleicht nochmal ein ganz kurzes Stück zurückzuspringen, weil wir haben jetzt sehr viel über Ridley Scott geredet. Wir haben hier keinen Auteur-Film vor uns, wir haben hier einen Studio-Film vor uns. Und zwar war auch Ridley Scott nicht der, der diesen Film gepitcht hat, sondern der Film geht auf zwei Männer zurück, auf Ronald Sushet und Dan O'Bannon. Ersterer, zweiterer, haben wir auch schon mal besprochen. Ja! Ich war total überrascht und total begeistert. Darkstar, der ja irgendwie doch sehr unterhaltsam war, aber auch sehr trashig streckenweise, mit diesem Beachball als Monster. Und Dan O'Bannon hat, als er das geschrieben hat, irgendwann mal festgestellt, okay, ich will aber auch mal noch einen Film machen, wo das Monster wirklich, wirklich gruselig ist. Und das ist ein interessanter Spin, warum dieser Film entstanden ist. Es ist total witzig, dass er aus einer Parodie entspannt ist, aus einem Spoof, weil Darkstar, wir übrigens in einer Episode sehr lange reden, kramt mal in unserem Archiv, dann findet ihr die Episode zum Thema Darkstar, das ist ein wirklich toller Science-Fiction- Comedy-Film von John Carpenter, wo wir ausnahmsweise auch mal einer Meinung waren und gesagt haben, wir bieten beide den Film. Und das ist ein Spoof, das ist eine Verarsche. Und dann kommt der da raus, der wesentlich an dem Film mitgearbeitet hat und sagt, ey, jetzt will ich aber einen ernsten Film machen. Und Darkstar hatten die ja im Studium gemacht, ne? Genau. Das war ja das eigentliche Ding, was auch total krass war, aber da hört euch die Episode ein. Und Ronald Sushet, der zweite im Bunde, der hat Darkstar gesehen und der hat dann zu Oben gesagt, ey, das ist echt geil, lass uns mal was zusammen machen. Und dann haben sie halt überlegt und geguckt und Oben hatte offensichtlich so einen Total Recall hat er gerade Ronald Sushet, genau, der hat an Total Recall gearbeitet und die haben noch genau, das war eigentlich die beiden Filme, die die zusammen gemacht haben, Total Recall und den da. Und Oben hatte eben dieses gerade mal 29-seitiges Skript zu einem Film, der Memory hieß damals noch. Es war nicht viel, es war halt die Astronauten, die das Signal kriegen von einem Planeten und da runtergehen, um zu gucken, was sie machen könnten. Allerdings hat Oben parallel noch das nächste Inspiration, er hat mit Alejandro Jodorowsky zusammengearbeitet, der nämlich damals versucht hat, sein Tune-Projekt umzusetzen, das leider gescheitert ist. Und da hat er Chris Foss, H. R. Giger und Möbius, Jean Giraud, kennengelernt, die alle drei von Oben einen großen Einfluss auf Alien hatten und unser Hans-Rudolf Giger, den größten, weil der dann ja auch für das Kreaturendesign und für die Entwicklung von ganz viel vom Set und so weiter verantwortlich war. Und Oben, genau, Oben war es, der dann auch gepusht hat Scott gegenüber, dass Giger an diesem Film beteiligt werden darf. Also es war ja für ihn schon sehr lange klar, für Obenen. Und Obenen hat ja auch eigentlich gedacht, dass er die Regie macht. Aber er durfte nicht. Ja, 20th Century Fox hat gesagt, ne, lass uns lieber Walter Hill. Walter Hill sollte das Ding machen. Ja, aber die haben ja auch irgendwie viel darüber diskutiert, wer jetzt eigentlich das machen kann. Und es gab so viele Namen, die da irgendwie drin waren, die aber alle, wo die Leute irgendwie das Gefühl hatten, die würden das eher als billigen Monster-Film inszenieren. Ja, das war die ganze Zeit eine Angst. Und es ist ja auch viel passiert. Also wir haben hier diese Ideen von Oben. Und dann ist das Ganze, was halt passiert, das geht durchs Studiosystem und dann arbeiten viele Leute mit. Im späteren Film haben wir Ideen von Brandywire, also von David Chiller und Walter Hill, die da viel gearbeitet haben. Die haben ganz viel an dem Skript gearbeitet. Zum Beispiel der ganze Subplot um den Anthruiden, um Ash, ist komplett von denen. Und Oben wollte das Ding auch eigentlich nicht drin haben, weil er meinte, ey, wir erzählen hier eine reine Geschichte. Das soll nicht zu kompliziert werden. Ich finde Ash natürlich wirklich eine gute Idee. Und das haben die später auch alle irgendwie so mehr oder weniger zinneknöchelnd gesagt, dass das wirklich eine sehr gute Idee war. Aber die müssen sich auch nicht ganz so ein nett Verhalten haben beim Umschreiben. Die hatten acht verschiedene Versionen. Die haben die nach und nach rausgebracht. Und dann kam auch so ein bisschen das Gefühl auf, dass die eigentlich versuchen, die Credits rauszuholen. Also dass die wirklich die beiden ursprünglichen Autoren rauskicken wollen und das Buch so weit verändern, dass sie sagen können, es ist unseres. Ich glaube, es gab ein ganz großes Problem. Und das war diese, die hatten ja dieses Studio Brandywine bzw. diese Produktionsgesellschaft Brandywine, die mit 20th Century Fox verwendet war. Aber es war klar, die brauchen das Geld vom Fox, um so was umzusetzen. Es war schwierig, weil Science Fiction war eigentlich, Science Fiction war eigentlich trash. Also klar, es gab 2001 Space Odyssey. Und dann gab es ansonsten drum herum, gab es halt ganz viel so 50er, 60er Jahre billig Science Fiction Sachen. Und Gott sei Dank, Gott sei Dank befinden wir uns dann im Jahr 1977 und es kommt so ein ganz kleiner, trashiger Science Fiction Film raus, der die Filmwelt für immer verändern soll. Star Wars! Star Wars haben wir es zu verdanken, dass dieser Film überhaupt existiert, weil dann hieß es plötzlich, shit, wir brauchen ganz dringend Science Fiction. Was haben wir? Was haben wir? Was haben wir? Und dann haben sie halt nur das gehabt. Genau, es begraben die Leute von 20th Century Fox in den Schubladen und keiner schreibt Science Fiction, weil kein großes Studio Science Fiction durchgibt. Und dann haben sie halt Alien und sagen, okay, machen wir halt das, hier habt ihr mal 4 Millionen Dollar. Aber es ist so krass, dass Alien davon abhängig war, dass irgendwann mal Star Wars erfolgreich wurde und keiner den Arsch in der Hose hatte zu sagen, das ist ein gutes Drehbuch, das drehen wir einfach. Das ist schon doof. Und dann kommt Ridley Scott dazu und die 4 Millionen, die du gerade angesprochen hast, verdoppelt der Jahr, indem er einfach nur ein ordentliches Storyboard zeichnet. Also er hat sich ein paar Wochen irgendwie zurückgezogen, hat sich in London irgendwo in eine Bude gesetzt und hat gezeichnet, gezeichnet, gezeichnet. Er ist kein Designer wie Giga oder so was, aber er hat einfach das so alles ausgearbeitet und aufgearbeitet, dass man sich wirklich drunter vorstellen konnte, was Ridley Scott draus machen will. Und dann hat das Studio gesagt, okay, wenn das so ist, dann kannst du ein bisschen mehr Geld haben, hier hast du mal 8 Millionen Stand auf hier und es wurden dann ja 11 am Ende. Das Krasse ist, wir haben hier wirklich einen jungen Ridley Scott vor uns, der hat davor nur The Duelists gedreht, so ein Historienfilm. Den ich nicht gesehen habe, keine Ahnung. Ja, auch nicht. Da müsste ich unbedingt mal gucken. Und mit Alien ist er durch die Decke gegangen. 1982 hat er dann Played Runner gedreht, 1984 den berühmten Apple Werbespot, der 1984 thematisiert. Falls ihr euch erinnert, wo eine Frau durch diesen Raum geht von den ganzen gleichgeschalteten Robotern und einen Hammer ins Windows Fenster wirft und Apple. Das ist die Zukunft. Und ja gut, also jeder hat mal einen Ridley Scott Film gesehen. Fellmann und Lee sind in den 90ern, 1492, Gladiator 2000 und leider später ganz viele Alien-Fortsetzungen, die schrecklich sind. Dazu kommen wir noch. Ja und dann ist es durchgegangen und dann hat Ridley Scott gedreht und Ridley Scott ist wirklich ein Perfektionist und er hat wirklich Gutes für den Film gemacht. Der ganze letzte Akt, Ridley, die allein gegen das Alien kämpft, ist auf Scotts Mist gewachsen. Wobei man natürlich darüber diskutieren kann, ob das jetzt so nötig war. Ich find's gut. Der Film hat ein zweites Ende dadurch, was ich immer schwierig finde, wenn man mehrere Enden hat. Manch einer kriegt das gut hin und er kriegt das auch ganz gut hin, aber es hat so ein bisschen einen Stolperstein an der Stelle. Aber ich finde natürlich das, was passiert und was mir das über sie erzählt, unglaublich wichtig. Deswegen gehört das natürlich auch dahin. Sie muss sich dem Wesen noch einmal stellen. Sie muss sich dem Wesen stellen und wir haben ja, wir befinden uns einfach in der Zeiten, der Slasher gerade groß wird. Halloween ist gerade so um die Ecke und die großen Slasher-Filme, in Anführungszeichen, wie Freitag der 13., Nightmare on Alps, die werden noch alle folgen. Und es ist für mich wichtig, weil er damit einfach auch ein Prototyp eines Slashers ist, weil er hat das Final Girl mit Ripley. Und den typischen Moment des vierten Aktes, wenn man denkt, dass Monster bzw. der Killer es besiegt und dann erhebt er sich noch einmal ein letztes Aufbäumen, wie Randy aus Scream sagen würde. Und das ist cool, das braucht dieser Film, damit er noch stärker dieses Slasher Momentum hat. Obwohl mir das in dem Film jetzt beim Gucken gar nicht so, normalerweise sage ich bei solchen Momenten immer, ah ja, okay, gern, kenn ich schon, macht man immer so. Aber ist mir bei dem Film nicht aufgefallen, weil er das nicht nach Rezept macht. Alle anderen Filme machen das nach einem Konzept, einem Rezept, das sie von anderen Filmen haben, während er sich das halt aus anderen Gründen zusammenspinnt. Und das merkt man in dem Film an, dass das anders motiviert ist, dass das jetzt noch passiert. Und wichtig finde ich vor allem, dass sie es am Ende nochmal mit Intelligenz und einfach sich zusammenreißen und was Überlegen hinkriegt. Das, was man sonst früher immer Männern als heroischen Moment gegeben hat. Und deswegen finde ich die Szene auch so wichtig am Ende noch. Ja, Ripley, unsere Protagonistin, die einzige Überlebende. Die ganze Crew war ja eigentlich so geschrieben, dass es Männer und Frauen hätten sein können. Jeder von denen hätte ein Mann oder eine Frau sein können. Absichtlich so geschrieben, wurde auch ins Drehbuch extra reingeschrieben, als Produktionsnotiz. Auch mit dem Gedanken, dass wir uns in einer Zeit befinden, nämlich im Jahr 2122, wo wahrscheinlich einfach eine andere Form von Geschlechtergerechtigkeit existiert und Frauen einfach als ganz normaler Teil der Crew akzeptiert werden. Ja, finde ich total gut gemacht. Absolut, dass sie sich darauf wirklich dann versteift haben und gesagt haben, ne, wir machen das, dass wir wirklich die Hauptfigur dann weiblich besetzen. Und da war ja Ridley Scott auch maßgeblich dann noch beteiligt, das mit durchzusetzen und die Castings zu machen. Meryl Streep war noch mit im Gespräch. Die hat allerdings da gerade irgendwie jemanden beerdigt und war ein bisschen schlechter drauf. Und naja, ich finde, das Joganni Biber macht das unglaublich gut. Sie hat sie wohl alle umgehauen, als sie da aufgetreten ist beim Casting. Sie ist eine relativ große Frau. Und dann hatte sie noch High heels an. Und hat dann ihre Show abgezogen. Sie ist auch eindeutig die jüngste in diesem 28, in diesem ganzen Team und in dieser Crew. Also die Leute, die sonst da rumlaufen. Veronica Cartwright ist auch relativ jung. Aber sonst sind alle deutlich älter. Also 42, 48. Teilweise über 50 sogar. Was auch eine Stärke von dem Film ist, muss ich sagen. Weil du hast nicht diese ganzen naja, es gibt so ein bisschen den Hang dazu, junge Protagonistinnen zu haben. Ganz junge Helden. Der junge Held, das heißt ja nicht umsonst, der junge Held, der dann irgendwie irgendwelche Abenteuer besteht. Und die Crew ist einfach sehr ungewöhnlich alt für so einen Film. Auch nicht fit, ne? Also wir haben hier keinen, der spezifisch besonders fit wäre. Wir haben hier keinen Action- Helden. Wir haben hier niemand, der besonders muskulös wäre oder besonders geschickt. Auch Ripley schafft das halt gerade so. Wie du gesagt hast, schafft das vor allem dann mit Intelligenz irgendwie, das Monster loszuwerden. Es gibt keinen Kampf Mann gegen Bestie oder auch gegen Bestie. Ich finde das schon eine sehr gute Entscheidung. Und die Crew ist natürlich auch unabhängig von Sigourney Weaver, die großartig ist. Ich finde sie schon ziemlich gut besetzt. Wir haben Tom Skerritt als Dallas, als älterer Captain, der irgendwie versucht das Ganze zusammenzuhalten. Wir haben Ash von Ian Holm gespielt. Ja, Ian Holm ist der Hammer. Großartiger Schauspieler. Und auch den Roboter tatsächlich. Man glaubt ja nicht, dass er ein Roboter ist am Anfang. Man kriegt das ja überhaupt nicht mit und so. Aber sobald er als solcher klar ist, spielt er irgendwie anders. Und man sieht sofort irgendwie, oh der hat voll die Roboter Moves drauf und ist voll so vor allem, wenn er ihr dann versucht die Zeitung da in den Mund zu schieben, das ist schon krass und er ist wirklich, er macht das sehr sehr gut. Er wird schon als dubiose Figur etabliert und wenn man sich denkt, wenn es einen Maulwurf da gibt, wenn es irgendjemand gibt, der keine guten Absichten hat, dann ist es am ehesten er. Aber er bleibt auf einem gewissen Level, dass es glaube ich für das Publikum schon aus Überraschungen daher kommt, wenn er sich dann als jemand offenbart, der ihm wirklich nur für die Big Corp das Alien finden und dahin bringen soll. Du bist auch der Meinung, dieser Ashplot, der passt da irgendwie rein, weil wir haben da nochmal diesen vielleicht auch nochmal stark diesen Arbeitskampf. Die Crew ist entbehrlich. Alles was zählt ist, dass das Alien zur Erde gebracht wird und die können ruhig alle sterben, solange das Alien irgendwie zersichert wird. Es ist so ein bisschen der Zombie-Move, der Zombie-Film-Move. Am Ende ist das Monster der Mensch und nicht das Monster. Also das Monster ist natürlich trotzdem das Monster in diesem Film, aber die Menschheit hat das erst dazu gebracht. Also es erscheint ja auch irgendwie eine Genesis in der Richtung zu geben, dass die Menschen überhaupt erst dafür gesorgt haben, dass es jetzt dieses Monster gibt. Ich weiß nicht genau, ob das geklärt wird in den anderen Alien-Filmen. Okay, verstehe. Das Prequel zu Alien, das von Ridley Scott vor einigen Jahren gedreht wurde, versucht das zu erklären und erklärt uns, was diese Überwesen sind, diese großen Riesen, das sind die, die die Menschen geschaffen haben in Prometheus. Was ich eher so ein bisschen lame finde, aber dann gibt es so einen Metaplot, den finde ich eigentlich wiederum ganz spannend, dass dann offensichtlich das Alien von denen geschaffen wurde oder irgendwie von denen getragen wurde, um die Menschheit auszulöschen. Vielleicht, weil sie mit ihrer Schöpfung unzufrieden sind. Das ist dann so ein bisschen konvolut, das wird auch nicht so 100% erklärt. Ich finde es gut, dass es in Alien gar nicht erklärt wird. Und gleichzeitig hat man das Gefühl, wir haben die ganze Zeit so eine Metaebene präsent, dass dieses Alien irgendwie die Verkörperung von einer Waffe ist, aber auch von einer Waffe, die sich selbstständig gemacht hat und ihren Schöpfer und ihre Träger umgebracht hat, ein Bewusstsein entwickelt hat. Und Ash ist total begeistert von dem Alien. Und wenn wir uns in diesen Gedankengang von ihm reinversetzen, dass wir hier eine perfekte Kreatur vor uns haben, ja, wir haben hier ein intelligentes Wesen, das weiß zu überleben, das jagen kann. Ja, intelligentes Wesen, aber Ash sagt ja ohne Conscience. Also nicht vernebelt von Bewusstsein, sagt er glaube ich. Aber da stimme ich ihm nicht zu. Na ja, das ist seine Sicht als Roboter. Und ich glaube, das ist auch die Faszination, die für ihn überhaupt rüber kommen kann. Als Android hat er natürlich einen anderen Zugang dazu und hat eine andere Perspektive auf dieses Alien. Und ich finde es spannend, ich finde es sehr gut geschrieben an der Stelle. Ja, ich würde ja behaupten, das Alien hat ein Bewusstsein. Und das Alien hat sogar Gefühle und das wird, also das ist immer so ein bisschen schwierig, weil ich bin natürlich auch beeinflusst von späteren Filmen. Ich habe das Gefühl, das schwingt hier immer so ein bisschen mit. Wir haben hier eine Kreatur, die auch ums Überleben kämpft, die auch in einer fremden Umgebung sich bewegen muss. Für sie ist das auch eine fremde Umgebung, die aber eben diese krasse Anpassungsfähigkeit hat und der es gelingt, zu verstehen, wie funktioniert dieses Raumschiff, wo kann ich mich bewegen, nämlich in den Lüftungsschächten, wo werde ich nicht entdeckt und wie kann ich dafür sorgen, dass ich Nahrung kriege und dass ich meine Kinder großziehen kann, weil darum geht es dem Alien ja letztlich. Es gibt eine Szene, die rausgeschnitten wurde, so fünf Minuten, wo Ripley am Schluss auf der Flucht über die Eierfarm des Aliens stolpert. Das Alien hat im Schiff eine Eierfarm aufgestellt und dann haben wir die beiden Crewmitglieder, die einfach verschwunden sind und sehen, die an der Wand hängen und der eine sagt die ganze Zeit, töte mich und hängt da irgendwie so wirklich so halb verpuppt, der andere ist komplett verpuppt. Gut, dass sie rausgeflogen ist, wäre besser dringeblieben. Weiß ich nicht genau, ist ein bisschen schwer zu sagen. Es gibt ja die Version, der Director's Cut in Anführungsstrichen. Ripley Scott sagt, das ist der Director's Cut, den Film, den 120 Minuten, den ihr im Kino gesehen habt, das ist mein Director's Cut, ein alles anderes Studio Cut. Er hat das rausgelassen, weil er meinte, das Tempo hätte runtergelitten. Ja, das kann ich auch verstehen, aber es erklärt natürlich so ein bisschen, was mit denen passiert und wie das Wesen auch lebt. Also im Grunde geht es ja um den Prozess der Reproduktion. It's a circle of life. Naja klar, das wäre ein guter Cutscene gewesen, wie dieses Alien diesen Song singt. The wheel of fortune. Okay, aber es braucht es nicht unbedingt. Die Szene ist nicht nötig, aber sie ist gut. Ich glaube, man hätte sie durchaus drin halten können. Der Film erlaubt es, uns diese Szene so ein bisschen vorzustellen. Wir haben die Eier gesehen. Ja, das stimmt. Wir wissen mittlerweile, wie das Alien funktioniert wahrscheinlich oder können es uns so zusammen reimen aus dem, was wir sehen. Und dann reicht es vielleicht auch, dass diese Szene einfach in der Fantasie stattfindet und dass es gruselig ist, dass die verschwunden sind und wir ihre Leichen nicht finden, aber auch keine Spur davon, dass sie einfach gefressen wurden. Wenn wir bei Cutscenes sind, der ursprüngliche Cut war über 3 Stunden lang. Das musste runtergekürzt werden, klar. Viele Szenen mit dem Alien sind rausgeflogen, weil die relativ lächerlich aussah. Man muss das schon sagen und Ridley Scott wollte natürlich von Anfang an, hat es auch so vorbereitet, hat es natürlich nicht 100% geschafft, dass dieses Ding irgendwie nicht so sehr nach einem, naja, Schauspieler in Rubberkostümen aussieht, was es allerdings war. Na ja, natürlich, es ist halt ein krasser Typ, 2,3 Meter groß. Umbolaji Badejo, tut mir leid, wenn ich den Namen jetzt falsch auspreche, der über 2 Meter groß und der in diesem kompletten Kostüm gesteckt hat und herumgelaufen ist. Und der sich nicht hinsetzen konnte und nichts, für den haben die echt seine Schaukel dahin gebaut, damit er sich noch hinsetzen kann. Und Ridley Scott hat versucht, den so viel wie möglich getrennt von den anderen Schauspielern zu halten, auch bei Essen, bei Mittagessen, beim Tee, nachmittags, weißte sich, ne? Hat er den versucht abzusondern, damit die sich nicht daran gewöhnen, wie der aussieht, damit die furchterregende Stimmung trotzdem noch drin ist. Und das ist für mich so ein Beispiel, wie auch das mit dem Blut bei dem Chest-Burstding Ding für einen Regisseur, der meiner Meinung nach zu wenig auf die Schauspieler vertraut. Es gab so einen ganz großen Trend und Ridley Scott gehört stark dazu und auch andere Regisseure. Francis Ford Coppola ist glaube ich der Schlimmste von denen und Stanley Kubrick natürlich auch. Genau, wo auch so Rape-Scenes dabei rausgekommen sind. Wo man einfach denkt, du hast dir Schauspieler geholt. Du kannst dich darauf verlassen, dass die vor der Kamera so aussehen, als ob sie vor einem echten Monster stehen. Du musst ihnen kein echtes Monster vorsetzen, damit sie so aussehen. Das ist nicht nötig. Was Stanley Kubrick Shelley Duhal angetan hat während des Drehs von Shining. Dieses Fertig machen, herunter machen, Angst machen, zum Heulen und Schreien bringen, einfach nur damit das Heulen und Schreien echt wirkt. Aber sie ist eine Schauspielerin. Genau, das kann sie doch machen. Ich finde das furchtbar. Und es gibt auch ganz viele andere Beispiele. Auch in diesem Film, da hat er den einen Schauspieler gegen Sie, gegen Sigourney Weaver aufgebracht. Er musste böse zu ihr sein während der Dreharbeiten, damit sie glaubwürdiger, böse auf ihn on camera sein kann. Was ich total dämlich finde. Warum? Das ist doch pretentious Scheiß. Auf jeden Fall. Definitiv. Das ist dieser Genie-Gedanke. Genie und Wahnsinn liegen nebeneinander. Wenn ich mich wahnsinnig genug verhalte, dann werden mich alle anderen schon irgendwann für ein Genie halten. Dann werden alle sagen, total krass, er hat sie verprügelt, aber ey, man, exzentrischer Künstler, guckt, was dabei rausgekommen ist. Yay, alles für die Kunst. Fuck you! Die Stimmung am Set war nicht geil. Ich glaube, dass Ridley Scott einfach viel damit zu tun hatte und sich auch sehr absichtlich darum gekümmert hat, dass es eben am Set zu schwierig ist. Ich kann es noch verstehen, dass man das Set so baut, dass man zwei Stunden durchs Set laufen muss, um an den eigentlichen Drehort zu kommen, weil man irgendwie dieses Gefühl von Beklemmung mit drin hat, weil man da ständig durch enge Gänge gehen muss. Also er hat ja das Set komplett einmal aufgebaut. Das ist ja nicht so, dass die Räume getrennt voneinander aufgebaut wurden, sondern es ist so, dass man durchlaufen, bis man an den eigentlichen Drehort kommt, der heute dran ist. Deswegen die Schaltzentrale. Dann bist du gleich in der Stimmung, das ist was anderes. Das finde ich gut. Die Sets sind halt auch einfach geil. Natürlich. Ich glaube, selbst wenn man den Film langweilig findet, selbst wenn man mit Monsterhorror nichts anfangen kann, dass der Film visuell absolut beeindruckend ist. Das kann man wahrscheinlich nicht leugnen. Das, was den Film für mich absolut rettet, ist das Tempo, nicht das Monster. Also ich finde das Monster immer noch zu viel zu sehen. Ridley Scott hat immer gesagt, ich will so wenig wie möglich davon zeigen, man sieht nur 4 Minuten überhaupt von ihm. Und oft auch so im Dunkeln. Und die haben das ganze Set so gebaut, damit möglichst auch der Rest des Körpers von diesem Alien in den Hintergrund diffundiert, optisch. Sehr, sehr gute Entscheidung. Aber sobald du mehr siehst als eine Nahaufnahme von diesem Alien, denkst du, jeder gute Comedy Typ wird dir sagen, das Close-Up ist das Drama und die Totale ist die Comedy. Und das stimmt. Sobald du etwas von weiter weg betrachtest, entlarvt es sich selbst. Und die Entlarvung ist halt die Comedy. Und deswegen ist dieses Alien auch einfach in den Totalen nicht mehr so geil. Das stimmt. Und dafür umso geiler in den Close-Ups, was natürlich auch die visuelle Stärke, und da sind wir dann einfach bei unserem Kreaturen-Design von Hans Rudolf. Hans Rudolf? Heinz Rudolf? Ich weiß es gar nicht. Hans Rudolf. Giger. Giger auf jeden Fall. Nicht Geiger. Er ist kein Amerikaner. Es handelt sich um einen Schweizer, der Flugangst hatte. Der nicht zu Ridley Scott geflogen ist, sondern Ridley Scott musste zu Giger kommen. Und der damals schon einfach eine große Nummer war. Der hatte schon viele Gemälde gemacht, viele Zeichnungen, viele Skulpturenentwürfe. Ich wette, jeder hat schon Bilder von Giger gesehen, weil die ähnlich wie Warhol überall vorkommen und ganz viel beeinflusst haben. Wir finden unzählige Plattencover mit Giger-Motiven. Wir finden Skulpturen. Und es ist so eine sehr spezifische Kunst, die dann auch ganz oft imitiert wurde. Was man aber ganz oft ganz schlecht sieht, muss man sagen. Es gibt so viele schlechte Bilder. Ich finde Giger, also vom ästhetischen her ist es nicht meins, aber ich finde, er hat so eine unglaubliche Qualität. Er hat so einen krassen Wiedererkennungswert. Ja, aber er hat so Power. Er schafft es, die Bildkomposition genau so zu schaffen, dass man wirklich reingezogen wird. In den 90ern hat er aufgehört zu malen und hat noch diese Skulpturen gemacht, die ich fast schon ein bisschen, wieder die Totale, das Gefühl, es ist ein bisschen zu entlarvend für das, was es eigentlich ist. Diese Airbrush-Sachen, fast am besten. Ich bin auch kein großer Giger-Fan, muss ich sagen. Ich finde, Giger hat sowohl in seinen Zeichnungen als auch in seinen Skulpturen so eine spezifische Form von Gothic-Science-Fiction-Kitsch. Lovecraft. Da ist ganz viel Lovecraft drin. Ja, aber es hat für mich oft so eine kitschige Komponente, weil das Mysteriöse fehlt. Weil die sind dafür, dass er so abstrakte Gemälde macht und dass das so abstrakte Wesen sind. Teilweise erschreckend konkret ist, wenn es darum geht, das Körperliche und das Maschinelle darzustellen und miteinander zu vermischen. Und Giger ist am stärksten, je abstrakter er ist. Und am stärksten, je weniger man Details erkennt, leider ist Giger jemand, der sehr viel mit Details arbeitet. Deswegen mag ich zum Beispiel seine Filmentwürfe. Fallen mir meistens besser, weil da viel mehr nochmal nachjustiert wird mit der Kamera. Mit Licht und Schatten durch die Kamera und mit der Inszenierung des Regisseurs oder der Regisseurin. Du willst also sagen, der Künstler ist wertlos, solange er nicht durch die Linsen betrachtet von einem Regisseur nochmal in Szene gesetzt wird? Giger ist besser, wenn er in Szene gesetzt wird von einem Regisseur, ja. Also Giger gefällt mir in Alien besser als auf seinen Gemälden. Und das liegt eben einfach daran, dass alles ein bisschen dunkler ist. Und dass alles ein bisschen versteckter ist. Aber dann hat das für mich eine unglaubliche Kraft und dann ist das wirklich gut designiert und hat eine spannende Physis. Ich finde aber fast diese Bootstätte, wo sie da reinkommen, fast viel besser. Die ist auch geil. Dieses runde Ding, wo er da drin ist. Das Ei. Sie kommen ja da rein wie so ein Rippcage, wie so ein Rippen. Achso, ja, genau. Wo dann dieses Alien verskeletiert sitzt und tot ist, weil dieses andere Alien. So ein Schiff, das schon sowas Organisches hat, meinst du? Ja, es ist unglaublich. Ich finde das so beeindruckend. Und natürlich haben die das nicht alles aufgebaut. Sie konnten sich nur eine Wand leisten und dann haben sie halt alles gedreht. Wenn sie einen Gegenschuss machen wollten, haben sie einfach alles andere gedreht, aber den Hintergrund gelassen. Was ich genialen Move finde. Was fällt auch gar nicht auffällt? Fällt nicht im geringsten auf. Es ist ganz großartig. Und das macht natürlich ein Production Value von so einem riesigen Raum. Und dann hat er auch noch für eine Szene seine Kinder beschäftigt in so Raumanzügen, dass die sich dahinstellen, damit der Rest noch größer wirkt. Ja, super Idee. Also es ist wirklich Production Value durch Gigas Zeichnungen und die Umsetzung und dann auch noch den Rest durch Matte Painting, also durch gezeichnete Elemente, die dann so tun, als wenn sie noch Kulisse wären. Das ist alles sehr gut zusammengebracht, finde ich. Was bei Giga halt immer spannend ist, ist, dass das Organische oder das Körperliche wirkt mechanisch und künstlich und das mechanische, künstliche wirkt organisch. Das haben wir beides in diesem Film. Wir haben dieses Raumschiff, das wie so ein Körper wirkt mit diesen Rippen und dann voll ist mit den Eiern und alles hat irgendwie sowas, als befinden wir uns gerade in einer riesigen Gebärmutter für den Horror. Und dann haben wir das Alien, das mit seiner Präzision, mit der es arbeitet und mit diesem zweiten Maul, das aus dem ersten Mal rauskommt, hat irgendwie auch so eine mechanische Komponente. Obwohl ich das fast ein bisschen cheesy finde. Nein, nie. Also das absolute Großartist Kreaturendesign. Du hast hier eine geile Idee. Und ja, das ist für mich eigentlich Peek Giga. Klar, seine Gemälde haben irgendwie was. Ich finde das total faszinierend. Ich finde es cool, wenn ein Künstler so auf einen spezifischen Stil geht und guckt, was er damit alles machen kann. Und Giga hat das sehr viel gemacht. Ich kann auch total verstehen, dass da ganz viele Menschen fasziniert davon sind. Ist nicht meine Kunst, aber wenn ich die in diesem Filmchen-Kontext sehe, wie die inszeniert ist von Ridley Scott und wie es inszeniert ist durch die Kamera und durch das Bild und Licht und Ton, das ist schon ziemlich geil. Die Frage ist, was lernen wir daraus? Was einer der größten Sachen ist, warum ich diesen Film dankbar bin, dass ich ihn nochmal gesehen habe und was ich gelernt habe, ist, dass du im Grunde für so was nicht einfach nur einen Production-Designer brauchst, der einfach 100.000 Filme gemacht hat, sondern dass du vielleicht einfach wirklich noch mehr ausholen musst und noch mehr außerhalb deiner Film-Bubble suchen musst nach Künstlern, die einfach krasse Sachen drauf haben. Dass du krasse Künstler zusammenbringen musst. Selbst wenn Giga vorher noch nichts gemacht hätte mit Film, der hätte trotzdem genau das geschafft, glaube ich. Und da einen Blick zu öffnen und zu sagen, wir sind alle Künstler. Ob wir jetzt mit Film zu tun hatten, jahrelang oder nicht, ist was anderes, aber dann hast du halt einen Regisseur, der sie alle auf diese Spur Film bringt. Aber es ist gut, große Künstler zusammenzubringen für einen Film. Gerade unter dem Gesichtspunkt, die Zeit des Blockbuster-Kinos, Ende der 70er, so ein bisschen eingeleitet mit der Weiße Hai und Star Wars, wird ja gerne als das Ende von New Hollywood und dem Autorenkino in den USA erzählt. Und wenn es das ist, ist Alien der beste Beweis dafür, dass großartiger Film entstehen kann, wenn viele Köche im Brei rumrühren. Weil, wenn wir schauen, von wie vielen unterschiedlichen Personen hier Ideen reinkommen, so dieses ursprüngliche Script von O'Bannon, wie das wirklich durch den Fleischwolf von Hollywood gedreht wurde. Und dann kam die von der Produktionsfirma, die nochmal gesagt haben, hey, wir müssen diesen Androiden reinbauen. Dann kam Scott, der gesagt hat, wir brauchen noch den vierten Ack. Dann kam Giger, der gesagt hat, so stelle ich mir das übrigens vor. Und es formiert sich aber trotzdem zu einem Ganzen. Man hat nie dieses Gefühl, zu viele Köche haben ja den Brei verdorben, sondern ganz im Gegenteil. Hätte O'Bannon seine Vision durchgezogen, ohne Einspruch vom Studio, dann hätten wir wahrscheinlich eine zwei Millionen Dollar Low Budget Science Fiction Parable, die mit Sicherheit gut aussehen würde, weil Giger wahrscheinlich irgendwie dafür hätte gewinnen können. Aber der doch viel von dem fehlen würde, was Alien so ikonisch gemacht hat. Jaws in Space. Das war es, womit sie es gepitcht haben. Und sie hätten fast mit Roger Corman zusammengearbeitet. Und das hätte dann halt bedeutet, dass Alien wirklich auch sehr viel näher am Trash ist. Weil Roger Cormons Studio war einfach bekannt dafür, diese schnellen Horrorfilme rauszuhauen, die immer so ein bisschen was schäbiges, dreckiges haben. Hätte bei dem Stoff auch funktionieren können. Aber es ist wirklich spannend, dass das Endprodukt sowohl diese philosophische Komponente hat, als auch diese Trash Horror Komponente, traditioneller Horror, als auch die Blockbuster Komponente, die sich dann spätestens in den Einspielergebnissen von 80 Millionen Dollar Box Office zeigt. Hast du 11 Millionen ausgegeben, um einen Film zu machen und kriegst dann so einen riesigen Batzen zurück. Es ist unglaublich. Krass, dass der so erfolgreich war. Es ist ein Horrorfilm, ne? Ja. Es ist klar, natürlich ist Science Fiction, Science Fiction peak zu der Zeit, aber es ist so eindeutig ein Horrorfilm. Ich glaube, es hat geholfen, dass dieser eine Typ in Ohnmacht gefallen ist, während der Vorführung der ersten. Vielleicht hat es auch geholfen, dass alle total wie bekloppt von Star Wars waren. Der Film musste wahrscheinlich in der Zeit sein, um erfolgreich zu sein. Fünf Jahre später, und alle hätten sich satt gesehen und wären nicht so angefixt gewesen von dem Gedanken von einem Alien. Der Begriff Alien gibt's ja schon ewig, aber als Bezeichnung für außerirdische Lebensformen gibt's auch schon länger. Aber wirklich populär wurde er erst mit diesem Film. Sieht man in früheren Science Fiction Filmen wird oft von extraterrestrial beings und sowas geredet. Wie Space Beast sollte der Film ursprünglich heißen. Ja, Space Beast. Naja, und dann hat er sich das Drehbuch nochmal angeschaut und gemerkt, oh, das Wort Alien kommt aber echt oft vor. Und ich finde es auch eine gute Entscheidung. Es vereinfacht vieles und macht auch vieles klar. Und es hat gleichzeitig dieses auch wieder dieses Abstrakte mit drin. Alien ist ja eigentlich ursprünglich ein Begriff für Fremde im Allgemeinen. Ja, man hat bei diesem Film die ganze Zeit das Gefühl, dass sowas universell ist mitschwebt. Wir haben eben nicht nur die Geschichte von einem Monster, das im Weltraum Menschen auffrisst, sondern wir haben halt eine Geschichte von dem Fremden Bösen, das irgendwie sowohl unsere Heimat, als auch unseren Körper einnehmen kann, den wir uns nicht erwehren können. Ich gehe gerade mit meinen Totizen so ein bisschen durch und merke, es gibt so viel zu sagen. Es gibt noch so viel zu sagen, aber ich glaube, wir sollten das nicht alles in jeglicher, eben jeglichen Detail ausarbeiten, weil es ist schon echt viel von den Produktionsbedingungen darüber, dass sie mit den Spacesuits irgendwie Schwierigkeiten hatten und die alle reihenweise umgefallen sind, weil die nicht atmen konnten und so. Es gibt einfach echt viel. Ich weiß nicht, wie viel wir davon unterbringen wollen, Flor. Reißen wir schon die Stunde? Wir reißen schon die Stunde, langsam. Also wenn ich in meine Aufzeichnung gehe, dann haben wir natürlich noch den großen Batzen Rezeption, den wir zumindest jetzt schonmal angedeutet haben mit dem Boxoffice. Und Franchising, weil Alien wurde zum einen extrem gut aufgenommen. Ja, das stimmt. Oscar gewonnen für beste Visual Effects. Also Giga hat den Oscar gekriegt, quasi. Quasi, ja. Und für Best Art Direction nominiert von Michael Seymour, Leslie Dilley, Roger Christian, Ian Whittaker. Da kommt der Name Giga nicht vor. Aber eigentlich ist das eine Auszeichnung für Giga. Muss man schon sagen eigentlich, oder? Und dann hat er natürlich es nicht einfach mitgeschwommen in dem Science-Fiction-Boom von Star Wars, sondern hat auch diesen Horror-Boom mit ausgelöst, den wir dann einfach haben, Slasher-Genre, frühen 80er Jahre. Und dann ist er einfach mal der Beginn einer ganzen Reihe. 1986, Aliens die Rückkehr, Regie James Cameron. Wir sind voll im Blockbuster-Kino angekommen. Warum hat Ridley Scott denn nicht nochmal gemacht? Ich glaube, Ridley Scott hatte anderes zu tun. Und wir befinden uns in einer Zeit, in der einfach Studio-Filme waren. Die Star Wars Fortsetzungen wurden auch nicht von George Lucas gemacht. Nicht alle. Nicht der einzige? Der erste Star Wars, den bei George Lucas die Regie geführt hat, war der in den 90ern. Das Remake. Das Prequel. Der so poliertes Universum heute. Genau. Und Ridley Scott hatte mit dem zweiten Teil auch soweit, ich weiß, nicht viel zu tun. Der war da einfach nicht drin involviert. Der 20th Century Fox hat gesagt, wir machen eine Fortsetzung ein. Er ist ein cooler Action-Regisseur. Hey, dieser Mr. Cameron, der hat doch einen guten... Terminator war wahrscheinlich sein Film, den er da vorgemacht hat. Aber warum... Ich verstehe... Ja, Terminator hat er da vorgemacht. Ich verstehe die Entscheidung nicht, weil du willst doch eigentlich... Die anderen Filme, wenn ich das richtig verstehe, haben einfach auch andere Genre. Ja, definitiv. Ist das denn eine Entscheidung, die vom Regisseur kommt dann, weil sie gesagt haben, wir nehmen jetzt Cameron und der dann gesagt hat, gut, mache ich einen Action-Film raus. Und dann Genet, der hat ja auch einen gemacht. Der hat halt ein ganz anderes, absurderes Ding draus gemacht anscheinend. Ich weiß es nicht ganz genau. Aber ist das eine Entscheidung des Studios zu sagen, wir machen jetzt keinen Horror-Film mehr? Ich glaube, 20th Century Fox hat gesagt, wir wollen eine Fortsetzung machen. Hey, lass uns den mal ein bisschen actionorientierter machen. Wer hat denn gerade einen guten Action-Film abgeliefert? James Cameron hat einen guten Action-Film abgeliefert. Lass uns den nehmen. Und Aliens ist definitiv auch so ein Hybrid-Film wie der erste Teil. Aber ist halt in Science-Fiction ist ein guter Film. Alien 3. Nochmal richtig wechseln. David Fincher. Total unterschätzt. Alien 3 gilt so als der Moment, in dem die Serie niedergeht. David Fincher hat nochmal einen eigenen Film gemacht. Auch wieder mehr Betonung auf Horror und vor allem mehr Betonung auf Tragödie. Es ist wirklich ein düsteres Drama. Sigourney Viva hat gesagt, ich mache da nur mit, wenn ich sterbe am Schluss. Woraufhin in Alien 3 sie von einem Alien geschwängert wird. Und da haben wir dieses, im dritten Teil wird die Intelligenz des Aliens nochmal auf ein ganz neues Level gehoben. Viel mehr erzählt. Weil das Alien irgendwie, es gibt so fast so einen Anerkennungsmoment zwischen Sigourney Viva und dem Alien. Dass sie als gefährlichste Feinden ausmacht. Und vielleicht deswegen geschwängert. Auf jeden Fall Alien 3 von David Fincher ist ein sehr guter Film, der deutlich besser ist als sein Ruf. Und dann haben wir Alien die Wiedergeburt, Regision Birgene der... Sie ist doch aber gestorben. Sie wird geklont. Wir haben es da mit einem Clone-Replay zu tun, der wirklich einen bizarren und albernen Film gemacht hat da. Aber auch irgendwie sehenswert in seiner also so ein typisches End 90er-Werk. Du magst die End 90er, du kannst mit Alien die Wiedergeburt vielleicht was anfangen. Und mit Sigourney Viva und wie heißt sie? Winona Ryder. Die die ganze Zeit miteinander flirten. Oh, oh, vielleicht sollte ich diesen Film gucken. Und dann lange nichts. Abgesehen davon, dass unzählige das Comics und Videospiele gemacht wurden zum Thema Alien vs. Predator. Die beiden großen Monster der 80er Jahre, die unterschiedlich ja nicht sein könnten, weil der Predator ist so der Inbegriff des Testosteron-gesteuerten monsterösen Jägers. So was von männlich konnotiert. Und der kämpft dann gegen das Alien und die Geschichte ist wohl, dass die Predators Aliens aussetzen auf Planeten, um Jagen zu üben und dann geraten halt Menschen rein. 2004 wurde das Ganze verfilmt als reiner Action-Film Alien vs. Predator. Meiner Meinung nach nicht sehenswert. Es gibt Fans von der Reihe. Ich bin kein großer Fan von diesem Mash-Up. Ich mag den Gedanken von Mash-Ups. Wenn so zwei berühmte Monster zusammengebracht werden. Aber die Umsetzung ist meistens kacke. Auch so Jason aus Freitag der 13 und Freddy Krueger aus Nightmare on Elm Street, die haben ja auch so ein Mash-Up, funktioniert auch nicht so richtig. 2012 hat sich Ridley Scott wieder in den Regiestuhl gewagt. Diesmal wohl als Auteur mit Prometheus, Prometheus, ein Prequel zu Alien, genauso wie der Nachfolger Alien Cove nennt aus dem Jahr 2017, auch Regie Ridley Scott. Er hat versucht die Vorgeschichte zu erzählen. Was er macht, ist Overexplain. Und ich hasse es, wenn Leute sagen, du hast mir meine Kindheit kaputt gemacht damit. Aber Ridley Scott, du hast mir meine Kindheit damit kaputt gemacht. Und das Alien meine Kindheit ist, sagt sehr viel über meinen Filmgeschmack aus. Tatsächlich hat Prometheus gute Momente, aber er erzählt und erklärt zu viel. Und er hat zu viele dumme Momente und zu viele unfreiwillige Komik. Alien Cove nennt ist einfach nur Schrott. Also Alien 1 bis 3 total sehenswerte Filme danach gab es aus der Franchise zumindest in Filmform nicht mehr viel. Zu den Comics und Romanen kann ich nicht viel sagen. Also es gibt diese Alien vs. Predator Comics. Es gibt ganz gute Alien Videospiele. Alien 3 war ziemlich gut als Videospiel. Alien vs. Predator war auch ziemlich gut auf dem Atari Jaguar. Braucht man eine Emulator, wenn man das heutzutage spielen will, sonst muss man glaube ich Tausende von Euro ausgeben für Sammlerstücke. Das waren gute Videospiele, First-Person-Shooter. Die frühen guten First-Person-Shooter. Aber ansonsten die ersten drei Filme den Rest braucht man nicht. Das heißt Ridley Scott ist auch nicht der beste Autor. Ridley Scott hat ja nun das Ende dem vierten Akt hinzugefügt. Ist ja ein guter Move gewesen. Auf der anderen Seite hat er auch ursprünglich gedacht, dass Alien C dann auffrisst und dann mit ihrer Stimme ein Signal rausgibt. Oh Leute, I'm signing off. Mal gucken, aber ich hoffe, mich rettet jemand. Gott sei Dank wurde das verhindert. Also die schlechteste Idee, die ich mir vorstellen könnte für so ein Ende. Ridley Scott, ist Ridley Scott gut? Ist Ridley Scott ein guter Richtiger? Eine existenzielle Frage draus geworden. Oh mein Gott. Ridley Scott, tut mir leid. I'm sorry. Don't listen to this. Ridley Scott, für stark überbewertet. Der hat gute Sachen gemacht. Ist der nur von Alien im Grunde rübergerettet worden? Nein, der hat gute Sachen gemacht. Der hat nach Alien Played Runner gemacht. Gott sei Dank hat er da auch nicht Drehbuch gemacht. Das tut ihm gut, wenn er nicht das Drehbuch schreibt. Hat er überhaupt mal, ich glaube, hat er für, man schaut mal, für Prometheus. Nee, er schreibt kein Drehbuch. Er ist Regisseur. Er ist extrem gut, was das Generieren von Bilderwelten betrifft. Seine Filme sind visuell immer beeindruckend. Aber seine Inszenierung ist oft so ein bisschen präsig, langsam, im eher schlechten Sinne. Also fehlt manchmal so ein bisschen das Gefühl für Pacing. Und er ist einfach ein Hit-or-Miss-Regisseur. Also ich meine, er hat Phelma & Louise gemacht. Toller Film. Aber er hat auch den unsäglichen Honeyball-Film gemacht, aus dem Jahr 2001, wo er einfach mal meine Jugend kaputt gemacht hat. Ridley Scott hat bei dir viel kaputt gemacht. Ja, Hit-or-Miss. Und wahrscheinlich hat jeder von ihm einen anderen Hit und einen anderen Miss. Er hat gute Filme gemacht. Marciana war auch ein guter Film. Last Duel war auch ein guter Film. Aber er hat halt auch so was gemacht, wie Legend mit Tom Cruise, der im Southern Sorcery Outfit gegen böse Magier kämpft. Und er hat auch so was gemacht wie die Akte Jane. Ja, okay. Ich finde, dass auch in diesem Film so ein bisschen Hit-or-Miss teilweise dabei ist, weil er ja auch zwischendurch doch absackt, muss ich mal sagen. Ich finde, das ist Pacing am Anfang. Die erste Hälfte des Films vielleicht sogar ist ziemlich gut. Dann lässt sich die Zeit, die dieser Film braucht. Niemand fängt an, sich gegenseitig anzuschreien. Niemand fängt an auszurasten oder so. Das sind einfach ganz normale Menschen, die vernünftig auf diesem Schiff in der Gegend rumreisen wollen. Und irgendwie verliert er zwischendurch den Faden zu mir. Wann verliert er ihn? Das ist eine sehr gute Frage. Ich weiß es nicht. Irgendwann sitze ich da und denke mir, wo ist denn der Faden hin? Der ist schon eine ganze Weile nicht mehr da. Lass mich kurz suchen. Wenn der Xenomorph schlüpft, das wäre nach einer Stunde. Du meinst durch die Bauchdecke? Ja. Nee, nee, nee, nee, schon noch ein bisschen später. Bis dahin ist alles schick. Wenn die so viel in diesem Raum schlüpft, wenn der im Schacht ist und mit dem Flammenwerfer und nach dem Alien sucht und sie im Grunde wirklich sie muss ihm Anweisungen geben, wo das Ding herkommt. Und das Teil, was er gebaut hat, scheint ja sehr akkurat zu sein. Sonst hätte er das nicht so anzeigen lassen können. Hier ist der Punkt von dem Alien und hier ist Punkt von dem. Und dann kann sie nichts anderes sagen als du musst da raus, du musst da raus, statt zu sagen rechts, links, oben, unten. Aber du dann ist der Film schon fast vorbei, ne? Dann haben wir nicht mehr viel vor uns. Weil ich finde in meinem Erleben habe ich das Gefühl, dass das noch gar nicht so das spricht dann für die erste Hälfte. Die dann einfach sich gefühlt verkürzt, weil da einfach gut was passiert. Aber dann gibt es eben diesen ganzen diesen ganzen Teil, wo sie da im Schiff rumlungern und versuchen das Alien zu finden. Irgendwie sackt er ab. Ich habe nämlich das Gefühl, er zieht eigentlich in dieser zweiten Hälfte das Tempo nochmal an. Und dann wenn so das erste Crewmitglied wirklich getötet wurde von dem Xenomorph, dann geht es sehr schnell. Also wir haben noch diesen Ashplot dazwischen. Aber ansonsten habe ich das Gefühl, es ist gar nicht mehr so lange, bis dann alle nach und nach gefressen werden. Ich weiß nicht. Vielleicht haben sie auch ein kleines bisschen genervt irgendwann. Das kann auch sein. Irgendwie hat mich der Film, ich habe das Gefühl, der Film hat mich geärgert in der Zeit. Und irgendwie habe ich zwischendurch gedacht, ich gucke mal auf die Uhr. Wie haben wir es dann noch? Ich habe so Dinge getan, die man eigentlich nicht macht, wenn man wirklich am Film dran ist. Was ja total guter Indikator dafür ist, wie sehr ein Film einen unterhält. Wenn ich zum Handy greife, wenn ich einen Film gucke, merke ich auch so, oh, offensichtlich ist der Film doch ein bisschen langweilig gerade. Irgendetwas stimmt mit dem Film gerade nicht. Oder meiner Rezeption des Films kann auch sein. Manchmal macht man ja auch Tage, wo man irgendwie preoccupiert ist mit irgendwelchen anderen Sachen. Es ist natürlich so die Horror-Action, die dich da nervt, weil das ist der Slasher-Teil. Ja, das stimmt. Das ist natürlich der Teil, der sowieso für mich nicht interessant ist als Zuschauer, weil ich ja sowieso eher interessant finde, was für eine Story-Metal-Ding zu erzählen hat und nicht auf wie viele Arten schaffst du es, das Alien nicht zu zeigen. Also das ist alles uninteressant. Ich habe diesen Teil als so relativ kurz wahrgenommen und im Vergleich zu anderen Filmen aus dem Bereich, also aus dem Slasher-Bereich, auch wirklich als nicht viel Zeit einnehmend. Also vielleicht so eine halbe Stunde. Gibt es diesen Mittelteil, wo sie durchs Schiff jagen bzw. eher durchs Schiff gejagt werden. Aber dann sterben sie ja wirklich wie die fliegen. Es sind ja auch nur sieben aus der Crew und zwei sind schon tot. Und dann geht es halt sehr schnell. Aber vorher schaffte es halt immer wieder neue Sets zu haben, immer wieder neue beeindruckende Ideen. Da steckt viel Schauwert drin. Während das Alien natürlich viel im Dunkeln. Gott sei Dank im Dunkeln. Klaustrophobie. Das ist dann alles sehr klaustrophobisch und irgendwie kann ich dann nicht viel mit anfangen. Und es gibt auch viele Stolpersteine, wie sie zum Beispiel, die es nicht schafft, ihm mal zu sagen, geh mal links. Ja, ja, verstehe. Wollen wir mal rüberspringen? Wollen wir rüberspringen? In die Top 3. Jingle. Unsere Top 3. So, was haben wir denn für eine Top 3 Plur? Wir haben die Top 3 Genre-Mix. Weil dieser Film ist ein Mix aus Science Fiction und Horror, so ziemlich klar. Naja, aber das ist ja, weiß ich nicht, ist nicht irgendwie jeder Film so ein Genre-Mix? Gibt es so viele Filme, die wirklich pur ein Genre bedienen? Ja, auf jeden Fall. Also, ich würde sagen, sowas wie. Keine Ahnung. Wenn wir Ende der 70er sind, Halloween ist ganz eindeutig ein Horror-Slasher. Da gibt es keine große Debatte. Der Weiße Hai ist ganz eindeutig ein Tier- Horror-Monster-Film. Monster-Horror-Film, ganz klar. Aber die meisten Filme schaffen doch irgendwie noch entweder noch eine Romanze mit unterzubringen oder irgendwelche komödiantischen Elemente. Irgendeine Konnotation hat doch ein Film irgendwie immer noch zusätzlich. Aber das macht die nicht zum Genre-Mix. Wenn eine Romanze drin ist, natürlich, du hast in jedem zweiten Action-Film noch eine Romanze. Aber das reicht nicht, um so ein Action-Liebesfilm zu machen. Das muss schon. Aber der Mix muss stärker sein. Nicht so 90% Action, 10% Romanze. Gibt es Filme, die wirklich nur Genre Science Fiction sind? Ja, auf jeden Fall. Das funktioniert auch nicht. Du musst doch irgendeine Geschichte erzählen. Science Fiction sagt auch nicht, sie im Weltraum. Das habe ich nicht genug im Kopf, um das beurteilen zu können. Star Wars wäre zum Beispiel... Das ist ein Abenteuer-Film. Star Wars könnte man sehr gut als Hybrid aus Fantasy und Science Fiction sehen. Oder wenn man es konkreter sagen will aus Sorten Sorcery und Science Fiction. Ja, genau. Aber reiner Science Fiction filmt zum Beispiel auch sowas wie Arrival, um bei neueren Filmen zu sein. Contact mit Jodie Foster. Um jetzt zwei sehr ähnliche Filme zu nennen. Aber ist da nicht noch irgendwas, irgendein Abenteuer-Film-Gedanke oder irgendeine Romance? Science Fiction habe ich das Gefühl, gibt es nicht als Reinform. Science Fiction ist ja nur der Überbau. Und dann brauchst du eben eine Geschichte, die in den Genre fällt. Nein, ich finde Science Fiction kann schon wirklich auch als reines Filmgenre existieren. Star Trek ist für mich das beste Beispiel für pure Science Fiction. Was hast du in Star Trek anderes drin? Klar, du hast Geschichten, in denen es mal um Liebe geht, in denen es um das Schicksal der Menschheit geht, um Umweltschutz, whatever. Aber es ist immer ganz eindeutig in diesem Science Fiction Genre. Und so reine Genres sind ja auch nichts Schlechtes. Also man kann in reinen Genres sehr viel erzählen. Und klar, man kann Subplots einbauen. Aber es gibt schon diese Genre-Reinlinge. Und klar, es gibt sehr viele Genre-Hybride. Es gibt welche, die so oft benutzt werden, dass sie zu eigenen Genres geworden sind, dass der Rom kommt, ist ein Genre-Hybrid. Aber mittlerweile würde keiner sagen, das sind keine Ahnung, so eine klassische Liebeskommunikation und Mac Ryan ein Film-Hybrid ist, ein Genre-Hybrid ist, sondern es ist klar, das ist ein Rom-Com. Aber es ist eindeutig ein Hybrid aus Komödie und Romantik, weil beide Elemente sehr dicht nebeneinander sind. 50-50. Ja, ich hab natürlich versucht irgendwie Filme zu finden, die mehr als nur die üblichen Verdächtigen-Zusammenstellungen sind. Die üblichen Verdächtigen ist ein reiner Thriller. Ja, Thriller ist zum Beispiel was, wo ich sagen würde, ja klar, da gibt's keine Thriller, ja. Ah, okay, du meinst bei Science-Fiction im Speziellen ist es schwierig? Science-Fiction im Speziellen ist halt einfach ein schwieriges Ding, einfach nur einen Science-Fiction-Film zu machen. Ich hab das Gefühl, bei Science-Fiction brauchst du irgendeine zusätzliche Idee, die in den Genre passt. Oder in mehrere, oder was auch immer. Dark Star ist eine Komödie im Weltraum. Was ist The Martian, der Marciane? Reiner Science-Fiction-Film, oder? Das kann natürlich sein, ja. Wie wäre es mit... Das ist auch ein bisschen Abenteuer-Film. Aber dann ist Abenteuer-Film nicht viel. Was ist mit Ex Machina? Reiner Science-Fiction-Film, oder? Nee, da würde ich widersprechen, aber ich kann dir nicht sagen, warum. Weil ich nicht... Da müsste ich den Film nochmal gucken, um das genau auseinandernehmen zu können. Verdammt. Was ist mit Star Trek? Ja, okay. Ja, die Serien sind größtenteils reine Science-Fiction. Mein Gott, ich hab... Ich find's schrecklich, wenn du recht hast. Okay, also. Wer ist dran eigentlich? Bin ich dran? Muss ich anfangen? Ja, du musst anfangen. Ich hätte gerne auf Platz 3 Who Framed Roger Rabbit. Oh ja, sehr gut. Natürlich ist es die Verbindung zwischen Live-Action und Animationsfilm. Das ist schonmal der erste Hybrid. Aber dann ist das auch noch so ein Filmnoir, der als Kinderfilm, wie so ein Kinderfilm aussieht. Und das find ich so krass. Super, ne? Und so ein Mystery-Ding, wo man auch denkt, das ist kein Kinderfilm. Also entweder ist es ein Kinderfilm für Erwachsene oder ist es ein Erwachsenfilm für Kinder. Was ist das Ding? Es ist krass. Das mein ich. Das ist deutlich mehr ein Hybrid, auch wenn du sagst zum Beispiel, keine Ahnung, der Marciane hat noch Abenteuer drin. Aber du hast deutlich mehr so ein Cocktail-Gefühl bei Roger Rabbit als bei dem. Aber bei Roger Rabbit habe ich das eben auch mehr als bei Alien. Ja, ja. Aber vielleicht auch, weil Science-Fiction-Horror seitdem ein Staple ist. Ja, das kann sein. Vielleicht ist es ein eigenes Genre geworden. Mein Platz 3. Ich hab ja zu komische Filme, wo gar nicht gut gemixt wurde. Also meine Filme sind eher so Keybars, die so gekippt wurden, dass die einzelnen Layer sehr deutlich übereinander sind. Hab ich auch gesucht, aber nicht so viele gefunden. Dann teilen wir uns wahrscheinlich einen Platz. Mein Platz 3 ist Audition aus dem Jahr 1999 von Takashi Mika. Ein Film, der als wirklich krasses Liebesdrama über Einsamkeit in der Großstadt beginnt. Ja. Dann zu einem bizarren Horror-Trip wird inklusive Body-Horror und Folter-Szenen. Hab ich auch nicht gesehen. Hab nur gelesen, dass es den gibt und dass er da so eine krasse Mischung haben soll. Ja, ich will dir ja mal irgendwann einen Mika-Film geben und vielleicht nehme ich den, weiß ich aber noch nicht hundertprozentig. Hattest du nicht gesagt, dass es Body-Horror ist? Möchtest du mir wirklich noch einen Body-Horror-Film geben nach diesem? Ich weiß, unser Podcast funktioniert genauso, dass man dem anderen einen Film aufgeben kann und der muss ihn gucken. Aber ein bisschen Gnade mit mir? Nein. Na gut. Dein Platz 2. Achso, das war dein Platz 3. Mein Platz 2 wäre jetzt Brick. Was ich total krass fand. So ein Teen-Age- High-School-Ding. Aber als Film Noir. Und so ein Mystery-Film. Und es ist so eine absurde Mischung, die irgendwie, also Joseph Gordon-Lewitt, den ich sowieso sehr gut finde als Schauspieler, der das großartig macht, aber der einfach einen Jugendlichen spielt, der mit Off-Stimme so ganz nieder runtergrotzt, erzählt naja, und dann bin ich da rüber gegangen und die war es nicht und dann habe ich irgendwie noch mehr Drogen, er hat keine Drogen genommen. Aber er wird immer abgefragt über den Film. Es ist ein Humphrey Bogart auf der High-School, oder? Ja, genau. So geil. Von Ryan Johnson, der den Star Wars Last Jedi gemacht hat, und Knives Out und seine Fortsetzung. Ja, Knives Out war auch kurz auf meiner Liste, weil er auch irgendwie so ein Hybrid geworden ist. Oh, ich habe eben gesagt, Knives Out ist ein, was wäre für dich als Hybrid da drin? Na ja, aber nur innerhalb des großen Mystery-Dings. Aber er ist kein klassischer Who-Dun-It, weil er dann wiederum, er wechselt ja die Perspektive zwischendurch. Er wird nicht, es gibt nicht diesen diesen typischen Moment von der, der Tief holt alle zusammen und erzählt dann, ich schau mal, wer es war. Das gibt es am Ende doch noch, aber zwischendurch wechselt er irgendwie und kommt in so eine Thriller-Sache rein, die eigentlich in so einem typischen Who-Dun-It nichts zu suchen hätte. Na, bei Knives Out ist ja wirklich das Spannende, dass er ein Murder-Mystery-Plot hat und nach 15, 20 Minuten die vermeintliche Mörderin präsentiert und das dann sehr lange durchzieht, dass sie auch wirklich die Schuldige ist. Ja, genau. Und dann wird es eher auch in einem anderen Genre. Und dann irgendwann will sie ja gar nicht mehr, dass er das nicht ausstündet, sondern dass sie davon kommt und dann dreht sich alles nochmal. Er ist ja auch die ganze Zeit eigentlich so eine Parodie auf den Detektiven, weil er eigentlich so total selbstverliebt ist. Und ziemlich planlos meistens. Was übrigens, Glass Onin, hast du gesehen? Nee, hab ich noch nicht gesehen. Ah, okay, dann können wir darüber erst später reden. Ja, mein Platz 2, noch mal so ein Kieber, der als Christian's Thriller der Tarantino-Skin-Schule beginnt und dann zu einem Horrorfilm wird. Beziehungsweise zu einem Splatter-Film From Dusk Till Dawn. Ah, ja, ja, na klar. Naja, es ist halt ein Gangster-Film, ne? Sie entführen ein paar Leute, sie fahren in die Wüste, sie sind in dieser abgefuckten Bar und dann plötzlich werden sie vom Vampiren aufgefressen. Okay. Toller Film, cool. Wirklich krasser Cut in der Mitte, deswegen ein wirklich radikaler Genre, einfach weil wir komplett woanders anfangen, als wo wir rauskommen. Mein Platz 1 ist Everything Everywhere All At Once. Das ist cool. Wenn wir schon Genre mischen, warum nicht einfach alle Genres? Ja, genau. Es ist großartig. Es ist wirklich so Action, Adventure, Comedy, Family Drama, Fantasy, Sci-Fi, irgendwie irgendwo dazwischen. Alles. Alles. Auf einmal. Es ist großartig. Ja, auf jeden Fall. Ich hab auch versucht, so einen absoluten Cocktail zu finden für meinen Platz 1 und ich bin bei Rocky Horror Picture Show gelandet. Musical, Horror, Science Fiction, Fantasy und Trash. Comedy, auf jeden Fall viele, viele, viele Genres ist reingemixed. Ja, ist großartig. Aber ist der Trash drüber liegend? Also ist er nicht einer von vielen Genres, sondern ist es eigentlich einer, der den anderen Genre alle mit beeinflusst, weil sie vielleicht einfach zu viel Spaß daran haben? Ja, man kann ihn nicht vorwerfen, dass sie Spaß haben. Man kann einen Film nicht als Trash bezeichnen, nur weil die Leute Spaß haben. Nein, das stimmt. Schöne Listen haben wir. Ja, cool. Das war unsere Top 3. Gehen wir doch zurück in unseren Film und ich muss hier ganz viele Sachen noch rüber scrollen und das einfach lassen. Nein, nein, nein. Alles lassen. Es ist einfach so wahnsinnig viel. Ich finde es großartig, dass ihr die ersten 16 Minuten nichts sagt. Also es gibt keinen Dialog 16 Minuten lang und du denkst dir, okay, wir gucken halt schöne Bilder an. Die Eröffnung grundsätzlich. Um noch mal ganz kurz zum Titel zurückzukommen. Dieser Name, der sich so langsam entblättert und nur so halb zu sehen ist, wenn wir wirklich einfach Stillstand im Weltall haben, düstere Musik, dann dieser Weg durch das Schiff, durch diese Gänge. Wir wissen nicht genau, was los ist. Es funktioniert alles automatisch, alles selbstständig. Für den Kameramann natürlich. Die Türen öffnen sich für wen? Für den Kameramann. Und dann haben wir so fast eine Autopilot Szene, wo wir dann auch so angedeutet so einen Weltraum Anzug sehen und wir wissen nicht, ist da ein Mensch oder ist da nur Maschine? Genau, Geister. Geister war schon das Stichwort der Superanfang. Ja, absolut. Ich finde auch, dass sich das Pacing gut verteilt, aber wie gesagt, ich habe dann so das Gefühl von, das ist so eine Lücke und ich bin kein Body Horror Fan und so weiter. Es ist halt so ein, ach ja, ich sehe trotz dieser ganzen Steine, die mir in den Weg gelegt werden als Zuschauer, der es nicht mag, dass da eine Qualität ist, dass da eine große Qualität ist und das ja nicht umsonst einfach der große Film dieser Zeit ist und der der große erste Film mit einer weiblichen Heldin, die irgendwie Kick-Ass ist. Aber aber es ist nicht mein Film, leider. Das tut mir sehr leid, aber es ist nicht mein Film. Nein, das ist ja total legitim, das gibt es ja wirklich, dass man so das Gefühl hat, okay, man sieht was wirklich Starkes und tolle Ideen und auch was Revolutionäres und man versteht, warum dieser Film so maßgeblich die Filmgeschichte beeinflusst hat, was ich den Citizen-Cane-Effekt nenne. Aber dann kann man persönlich nichts damit anfangen. Ja, ja, das stimmt. Ich darf das nicht Citizen-Cane-Effekt nennen, weil beim letzten Gucken von Citizen-Cane habe ich festgestellt, dass der doch scheiß bewegend ist. Ja, wir haben darüber geredet. Hört euch die Episode an, das ist wirklich toll geworden, weil wir auch sehr viel darüber reden und so viel. Ich glaube, es gibt für viele Citizen-Cane so einen Film, der das hat, deswegen kann man es vielleicht auch so nennen. Diesen Effekt, man sieht ein Werk mit kulturhistorischer Bedeutung, man versteht die Bedeutung, man weiß, warum das so ist und trotzdem packt der Film einen einfach nicht, weil es nicht das Genre ist, weil er zu alt ist, weil man mit bestimmten Tropes nichts anfangen kann, was auch immer. Aber ich kann sehr viel würdigen, was der Film macht, zum Beispiel, was Geiger macht und was er in den Dialogen macht, die wirklich sehr gut geschrieben sind und was die Schauspieler machen, ist sehr, sehr gut. Also insofern, der hat schon sehr viel Gravitas, was das betrifft. Cool. Hast du irgendein Fazit noch, was den Film verkaufen soll an Leute, die, so wie ich, zum Beispiel keinen Body Horror mögen? Meiner Meinung nach ist der Film unglaublich gut gealtert. Also, kann man immer noch gut gucken. Ich hab auch jetzt beim Gucken eigentlich keine unfreiwillig komische Filme gefunden. Vor allem im Vergleich auch zu aktuellen Science Fiction Filmen. Also, auch gerade, was Effekte, Kreaturen, Design, Set und so weiter betrifft, hält der auch immer noch mit den starken Science Fiction Filmen von heute mit. Also, man kann den immer noch gucken. Das ist nicht nur was Historisches, sondern es ist wirklich immer noch ein starker bewegender Film. Ja, es ist ein Horrorfilm im Weltall. Das heißt, wenn du keine Freude daran hast, wenn sich langsam Horror aufbaut, wenn Menschen gejagt werden, ums Überleben kämpfen und sich die Frage stellen, was lautet hinter der nächsten Ecke, inklusive Cat Jump Scare, dann wirst du an diesem Film auch nicht so viel Freude haben. Ich finde die Katze eine sehr, sehr gute Entscheidung. Es ist toll, weil du hast eine unberechenbare Komponente drin, die wir mögen, im Gegensatz zu dem Alien, was unberechenbar ist, was wir nicht mögen. Das heißt, wir können ihr zutrauen, in der Gegend rumzugehen und die Katze zu suchen und sagen ja, bitte rette die Katze irgendwie. Und da hast du eine Rechtfertigung dafür und die Katze ist leider unberechenbar. Du kannst nicht sagen Katze sei doch nicht so doof und versteck dich dort drüben, wo das Alien ist. Echt eine gute Entscheidung, finde ich. Ich finde, es ist ein Film, der auf sehr vielen Ebenen wirklich guten Horror präsentiert und mit vielen verschiedenen Angstfaktoren spielt, wie Angst vor dem Verlust der körperlichen Krollentrolle, diese Klaustrophobie, die man aus Geisterhaus-Filmen sieht. Dieses Body-Horror-Prinzip, diese Angst inklusive sexueller Komponente. Und vor allem, dass wir einen Slasher hier vor uns haben, wo Menschen sich nachvollziehbar verhalten. Nicht immer intelligent, aber eigentlich immer nachvollziehbar. Und dadurch ist der Horror einfach greifbar. Man kann mitleiden und Angst haben. Was war eigentlich mit dem Kopflos? Ian Holm wurde als Roboter nochmal nachgestellt. Weil sie stellen ja den Kopf da irgendwie hin und schalten ihn nochmal an. Und er sieht ja so dämlich aus. Also dieser Kopf, den sie danach gebaut haben, das Problem war halt im Trocknungsprozess. Die haben das Ding gebaut und da sah es gut aus. Und als es getrocknet ist, ist es halt geschrumpft an verschiedenen Stellen, unterschiedlich. Und dann sieht es halt furchtbar aus. Der einzige Moment im Film, wo der Schnitt sehr deutlich ist, wo du so sehr stark merkst, der Schnitt wird geschnitten von Modellierung hin zum Schauspieler, der dann im Tisch sitzt und wird gerettet dadurch, dass es wirklich geil aussieht, wie sein Körper so halb zerlegt ist und er dann in diesem zerlegten Körper sich bewegt. Ich finde auch die Idee total geil. Total super. Aber sie konnten nicht nochmal alles nochmal machen, weil das einfach zu teuer gewesen wäre. Das ist wirklich traurig. Riddle Scott hat das Budget überzogen. Aber dann wiederum, ey, sie hätten auch nochmal 5 Millionen reinputtern können, wenn man so viel Geld gemacht hätte. Auch einen Kohl nicht fett gemacht. Und er ist nicht wie George Lucas, der dann zurückgeht und sagt, okay, ich mach jetzt alles nochmal durch und guck doch mal, dass ich überall mit Special Effects noch Zeug, irgendwelche Monster reinhau in den Hintergrund. Guckt euch Alien an. Es ist nicht nur ein Klassiker, es ist wirklich ein starker Science-Fiction-Horror-Film. Wenn ihr keine Horror mögt, wenn ihr keinen Science-Fiction mögt, dann guckt halt was anderes. Aber ich glaube, es kann sowohl Science-Fiction als auch Horror-Film-Fans begeistern. Weil wir dem anderen Genre nichts abgewinnen können. Gut, dann viel Spaß beim Gucken. Beschwert euch bei Plor, wenn euch der Film nicht gefallen hat. Und erzählt uns, was wir gucken sollen. Ja, bitte. Und danke, Johannes, dass du den Film mit mir geguckt hast. Vielen Dank, dass du den empfohlen hast. Ich bin schon sehr gespannt, womit du dich für den Body-Horror remangieren wirst nächste Woche. Sound of Music oder sowas. Perfekt. Nämlich. Bis nächste Woche. Sound of Music Sound of Music Sound of Music Sound of Music Sound of Music Ok, Plor. Ja, die Frage ist, wie revanchiere ich mich dafür? Ich weiß auch gar nicht, ob das so eine richtige Revanche ist. Ich hab bloß das Gefühl, dass wir lange nichts richtig Aktuelles hatten. Und wir sind jetzt auch nicht der Podcast, die die großen aktuellen Filme immer wieder bespricht. Das könnten ruhig andere machen. Aber ich habe irgendwann mal vor einer Weile Triangle of Sadness im Kino gesehen. Das ist von 2022. Satira. Black Comedy. Und ich weiß nicht so richtig, was ich mit diesem Film anfangen soll. Weil er ein bisschen konvolutet ist. Und ich würde gerne von dir wissen, wie ich diesen Film einzusortieren habe. Das heißt, ich soll dir sagen, ob du den Film gut findest? Du sollst mir sagen, ob der Film in die Liste gehört. Oh, ok. Also muss man sehen oder muss man nicht sehen. Ich fand ihn einfach wahnsinnig verwirrend auch. Der hat auch so einen Twist in der Mitte von Genre irgendwie. Aber alles ist mir aus der Erinnerung gesprochen gerade. Es kann auch sein, dass ich den Film gucke und denke, ja, total klar und total dämlich. Aber beim ersten Gucken war ich einfach sehr verwirrt und deswegen auch ein kleines bisschen beeindruckt. Alles klar. Ich würde dir vor kurzem empfohlen, dass ich ihn gucken soll, aber ich weiß nicht, worum es geht. Jetzt habe ich gerade ein Plakat vor mir und sehe, dass es offensichtlich auf dem Boot spielt. Ja, ja, teilweise. Und vielleicht will ich mehr gar nicht wissen. Ich bin sehr gespannt drauf. Dann viel Spaß beim Gucken. Danke. Informiere dich vorher nicht nochmal. Ok, ich gucke komplett unbefleckt. Sehr gut. Und euch da draußen auch viel Spaß damit. Und wir hören uns nächste Woche. Bis dann.
