Episode 43: Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten
Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten [Martin Tischner]
(Deutschland 2019)
Grüße nach München und an Tobias Grell, den Mann, der nicht nur dafür verantwortlich ist, dass mein Sohn weiß, dass die weißen Blutkörperchen die Polizei des Körpers sind und dass der Mars zwei Monde besitzt, sondern auch der Mann, Dank dem ich selbst so manches neues über die Welt gelernt habe. Seit 2013 sucht er als Checker Tobi im Kika nach den Antworten auf allerlei wichtige und triviale Fragen. Schlanke 25 Minuten dauert jede Episode, die sich jeweils einem Thema widmet, und die Bandbreite reicht dabei von Alltagswissen über Geschichte bis zu den Naturwissenschaften. Ursprünglich als Ersatz für seinen Vorgänger Checker Can eingesprungen ist Tobi mittlerweile der berühmteste und beliebteste Checker des gleichnamigen Formats, deutlich populärer als Can und der jüngste Spross der Checkergilde Julian.
Tobi ist so beliebt, dass er 2019 sogar seinen eigenen Kinofilm spendiert bekam. In diesem mit dem Namen Checker Tobi und Das Geheimnis unseres Planeten schickt eine mysteriöse Flaschenpost Tobi auf die Reise, eben jenem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Dafür reist er zu einer Vulkaninsel, taucht zu einem tasmanischen Korallenriff, fliegt in die Arktis und landet schließlich in den Slums Indiens. Das alles inszeniert zwischen Dokumentation und Fiction, zwischen Information und kindlicher Unterhaltung. Aber kann ein solches Infotainment-Format für die jüngste Zielgruppe auch auf der großen Leinwand funktionieren? Halten wir diese Frage kurz zurück und reden erst mal über die Serie, von der du dir ja auch eine Episode ansehen solltest. Welche war es denn und hast du was neues gelernt?
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 43: Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten Publishing Date: 2021-10-28T19:44:21+02:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2021/10/28/episode-43-checker-tobi-und-das-geheimnis-unseres-planeten/
Florian Bayer: Johannes, du glaubst wirklich, die Welt braucht einen weiteren Podcast? Nein, eigentlich nicht, aber ich. Aber wenn wir einen Podcast machen zusammen, dann brauchen wir irgendwas Cooles, worüber wir reden können. Wie wäre es mit Filmen? Du liebst Filme, ich liebe Filme, ist doch eine gute Idee. Ja, aber wir lieben überhaupt nicht die gleichen Filme.
Johannes Franke: Ja, das könnte das Geile sein. Ich zeige dir Filme, die ich geil finde und du zeigst mir Filme, die du geil findest.
Florian Bayer: Das heißt so Musicals aus den 50ern?
Johannes Franke: Von mir, für dich, genau. Und koreanische Filme?
Florian Bayer: Mit russischen Untertiteln? Von mir, für dich. Oh Gott, okay. Aber du weißt, dass das für eine Menge Streit sorgen kann.
Johannes Franke: Äh, definitiv, das wird lustig. Welcome, welcome, welcome zu einer neuen Episode von Muss man sehen Podcast. Vor mir sitzt Plor. Und vor mir sitzt Johannes.
Florian Bayer: Hallo. Hallo, wir reden über Filme. Und jede Woche schlägt einer dem anderen einen Film vor, den dieser dann schauen muss. Und dann diskutieren wir über diesen Film. Und da wir einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack haben, kommen dabei meistens tolle Diskussionen heraus. Ja, manchmal streiten wir uns, Plor. Manchmal freuen wir uns gemeinsam, manchmal rätseln wir auch, warum wir einen Film gut fanden oder schlecht. Wir sind doch manchmal auf einer Linie, ne?
Johannes Franke: Ja, aber es kommt doch sehr oft vor, dass du mir irgendwelche obskuren Sachen vorschlägst, wo ich denke, hätte ich niemals alleine gesehen.
Florian Bayer: Das habe ich diese Woche, diese Woche bin nämlich ich dran mit meinem Filmvorschlag, hoffentlich nicht gemacht. Weil so obskur ist das gar nicht, was ich dir vorgeschlagen habe. Das ist eigentlich klassische Kinderunterhaltung. Ja. Und die habe ich auch vorgeschlagen, weil wir noch nie einen Kinderfilm drin hatten. Was nicht ganz stimmt.
Johannes Franke: Nein. Wir hatten, du hattest diesen einen Film auch als Kind gesehen, wo er da in diesem Haus, in dieser Traumwelt. Ja, Paper House.
Florian Bayer: Paper House, genau. Hört sie euch an, die Episode ist wirklich ein interessantes Gespräch. Ja. Aber jedes Mal, wenn wir bis jetzt Kinderfilme hatten, war es so, dass du gesagt hast, uff, das ist aber ganz schön düster oder hart, das ist eigentlich nicht für Kinder. Wo die wilden Kerle wohnen war auch so ein Beispiel. Genau das, ja. Und diesmal habe ich deswegen einen wirklich genuinen Kinderfilm erwählt. Wir werden noch rausfinden, ob der generisch ist. Und zwar die Verfilmung von Checker Tobi. Das wahrscheinlich alle Leute, die Kinder haben, die um die drei bis acht Jahre sind, werden das wahrscheinlich kennen. Weil das ist eine der beliebtesten Kinderserien im deutschen Fernsehen derzeit. Willst du Tee, Plur? Bevor wir jetzt richtig reingehen ins Thema, hier einmal Tee. Und diese Serie, ein Infotainment-Format, ist so beliebt, dass der Protagonist Checker Tobi 2019 einen Kinofilm spendiert bekam. Und über den wollte ich mit Johannes reden. Allerdings war das Problem, dass Johannes Checker Tobi überhaupt nicht kannte. Ich habe gar keine Ahnung gehabt, was das ist. Deswegen habe ich ihm zusätzlich als Aufgabe aufgegeben, auch wenigstens eine Episode zu sehen. Weil ich glaube, wenn man eine Episode davon gesehen hat, von der Serie, schlanke 25 Minuten, weiß man ungefähr, worum es geht und kann sich vorstellen, wie die anderen Episoden aussehen werden.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Das heißt, wir werden heute über zwei Sachen reden, kurz über eine Serie und dann über die Kinoverfilmung dieser Serie und werden herausfinden, ob das auch auf der großen Leinwand funktioniert, wo Stärken, wo Schwächen sind. Ja. Und ich bin sehr gespannt als Nicht-Vater, wie du das Ganze wahrgenommen hast.
Johannes Franke: Und ich bin sehr gespannt, ob wir irgendeinen Zuschauer finden, Zuhörer finden, der sich Checker Tobi anguckt. Haben wir so viele Eltern in unserem Kreis, die sich das anhören bei uns? Ich weiß nicht.
Florian Bayer: Das kann ich überhaupt nicht sagen. Aber falls ihr Kinder habt, falls ihr Nichten habt oder Neffen, die das nicht kennen, das kann ich auf jeden Fall schon mal sagen. Dafür kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Kinder kriegen strahlende Augen bei Checker Tobi. Ich habe es noch nicht anders erlebt. Und es ist bei uns in der Kita, es ist der Hit und alle reden drüber. Und von anderen Leuten, die ältere Kinder haben, weiß ich auch, dass das sehr beliebt ist. Okay. Ein wirklich tolles Format. Aber nichts vorwegnehmen, wir steigen ein. Ja, sehr schön. Erklär uns mal, worum es geht. Grüße nach München erst mal und zwar an Tobias Krell, den Mann, der nicht nur dafür verantwortlich ist, dass mein Sohn weiß, dass weiße Blutkörperchen die Polizei des Körpers sind und dass der Mars zwei Monde besitzt, sondern auch der Mann, dank dem ich selbst so manches Neues über die Welt gelernt habe. Seit 2013 sucht er als Checker Tobi im Kieker nach den Antworten auf allerlei wichtige und triviale Fragen. Schlanke 25 Minuten dauert jede Episode, die sich jeweils einem Thema widmet, und die Bandbreite reicht dabei von Alltagswissen über Geschichte bis zu den Naturwissenschaften. Ursprünglich als Ersatz für seinen Vorgänger, Checker Can, eingesprungen, ist Tobi mittlerweile der berühmteste und beliebteste Checker des gleichnamigen Formats, deutlich populärer als Can und der jüngste Spross der Checker-Gilde, Julian. Tobi ist so beliebt, dass er 2019 sogar seinen eigenen Kinofilm spendiert bekam. In diesem mit dem Namen Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten schickt eine mysteriöse Flaschenpost Tobi auf die Reise, eben jenem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Dafür reist er zu einer Vulkaninsel, taucht zu einem tasmanischen Korallenriff, fliegt in die Arktis und landet schließlich in den Slums Indiens. Das alles inszeniert zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen Information und kindlicher Unterhaltung. Aber kann ein solches Infotainment-Format für die jüngste Zielgruppe auch auf der großen Leinwand funktionieren? Okay, halten wir diese Frage kurz zurück und reden erstmal über die Serie, von der du dir ja auch eine Episode ansehen wolltest. Welche war es denn, Johannes? Und hast du was Neues gelernt?
Johannes Franke: Das war eine Episode über den Mars. Ja. Wie man da lebt und wie das mit der Atmosphäre und wie das mit der Schwerkraft und mit allem. Es ist ja sehr löwenzahnig. Ja. Das Ganze. Und ich wage fast zu sagen, das bessere Löwenzahn?
Florian Bayer: Ich bin so froh, dass du das sagst. Das Gefühl habe ich nämlich auch. Und ich bin totaler klassischer Löwenzahn-Fan. Ich auch, total. Es gibt einen neuen Löwenzahn mit einem anderen Darsteller. Also Peter Lustig, Ruhe in Frieden. Großartiger Mann, der mich lange durch die Kindheit begleitet hat.
Johannes Franke: Von dem immer wieder Gerüchte gestreut wurden, dass er Kinder nicht mag.
Florian Bayer: Bullshit. Was für einiger Blödsinn ist. Er hat nur mal gesagt, dass er nicht mit Kindern drehen will, weil er ihnen das nicht antun will. Er mochte Kinder. Genau. Ich liebe Peter Lustig. Der war toll. Ja.
Johannes Franke: Checker Tobi ist großartig. Ich finde den neuen Löwenzahn-Typen auch gut. Und Guido, ich weiß nicht, wie er wirklich, wie er in der Folge heißt. Ich habe ja eine Löwenzahn-Folge mitgedreht als Schauspieler. Und ich finde das Konzept nach wie vor toll. Und ich finde auch nach wie vor toll, wie das damit umgegangen wird und wie es gemacht wird. Und die leisten alle ganz tolle Arbeit. Und die werden alle schlechter bezahlt als für Erwachsenen Fernsehen. Und das tut mir sehr leid. Und die machen trotzdem aus scheiße Gold quasi. Und ich finde es ganz toll. Und ich habe mich sehr gefreut, dabei zu sein. Ja. Aber bei Checker Tobi habe ich jetzt nochmal so ein ganz anderes, großartiges Aha-Erlebnis gehabt. Und fand es ganz toll irgendwie. Es ist so liebevoll. Ja. Und heimatlich irgendwie. Ich weiß nicht, ein ganz mir unbekanntes Gefühl, weil ich nun mal nicht als Kind damit aufgewachsen bin. Und das nun mal irgendwie jetzt so plötzlich entdecke und sich so eine Welt öffnet, die ich ganz spannend finde. Ja.
Florian Bayer: Was macht das so toll? Ich weiß es auch. Also ich habe Ideen, warum es so toll ist. Ich weiß, dass mein Kind es wirklich total liebt. Und ich weiß, dass sehr viele andere Kinder das auch lieben. Es ist kompakter als Löwenzahn vom Gefühl her, weil es weniger, weniger etwas längere Spielszenen hat. Löwenzahn hat zwischendurch auch Spielszenen, die sich gerne auch mal so ein bisschen ziehen, wo wenig Neues passiert, wenig Informationen kommen. Und das ist bei Checker-Tobi nicht so der Fall. Es geht wirklich so Schlag auf Schlag. Er sagt, hey, heute geht es darum. Das sind die drei Checker-Fragen. Genau. Das ist das wiederkehrende Element. Es gibt so ein paar Trademarks, die immer wiederkehren. Dann liest er einmal die Fragen vor und dann begibt er sich gleich auf seine Reise. Und meistens ist es so, dass er so für jede Frage jemand anderen besucht und mit verschiedenen Expertinnen zu dem jeweiligen Thema redet. Und das ist einfach, es geht schnell und zackig. Er ist dann auch gleich bei der ersten Expertin, jetzt in deinem Mars-Beispiel zum Beispiel, ist er in der Wüste irgendwo, wo sie so eine Mars-Station aufgebaut haben und trainieren für das Leben auf dem Mars, wie das aussehen könnte.
Johannes Franke: Und das ist auch ganz toll gemacht. Und was mir sofort aufgefallen ist bei dem Ding ist, dass die dringend jedes Mal jemanden brauchen, und das ist schwer zu finden, der die auch spielen kann. Weil die das schon sehr szenisch machen. Ja. Die machen das zwar dokumentarisch, aber es sind ja szenische Auflösungen der Geschichte. Ja. Das heißt, diese Frau, die sie da hatten bei diesem, ich war wahnsinnig beeindruckt, weil die meisten, sind wir ehrlich, die meisten Nerds, die Wissenschaftler werden, sind nicht unbedingt die, die auch schauspielerisch tatsächlich auch nicht in der Wiederholbarkeit. Du musst sowas wahnsinnig oft wiederholen können, du musst es bei Dreharbeiten nochmal aus der Perspektive und aus der Perspektive und aus der Perspektive, mindestens drei, musst du das wiederholen können und so, dass es so klingt, als würdest du es zum ersten Mal sagen. Ja. Und das musst du erstmal schaffen. Das ist unglaublich. Und da finden die jedes Mal jemanden, der das hinkriegt, das ist beeindruckend.
Florian Bayer: Sie finden nicht jedes Mal jemanden, der das hinkriegt. Also es gibt ein paar Folgen, wo das so ein bisschen Cringe-worthy ist. Ah, okay. Ich habe das Gefühl aber, dass es ihnen sehr wichtig ist, natürliche Reaktionen von den Leuten zu kriegen. Also ich gehe davon aus, dass vieles, was die am Set machen, weil oft ist es ja so, dass Tobi Albernheiten macht und die ExpertInnen drauf reagieren. Und ich habe das Gefühl, es ist ihnen schon wichtig, denen kein Skript vorzusetzen, sondern natürliche Reaktionen zu haben und auch so ein bisschen zu improvisieren dabei. Weil vielleicht siehst du das anders, vielleicht hattest du das Gefühl, dass es mehr geskriptet ist. Ich habe oft das Gefühl, dass die Gespräche zwischen ihm und den Leuten, mit denen er redet, ein gewisses Improvisationsmoment haben. Dass die dann halt auch einfach mal sagen, ich weiß nicht, wie ich darauf jetzt reagieren soll. Gott, bist du albern. Ja, genau.
Johannes Franke: Aber auch das ist ja eine Reaktion, die man etablieren kann.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Wo man sagen kann, okay, und du bist jetzt vielleicht ein bisschen überfordert davon, dass er solchen Blödsinn macht. Das ist ja durchaus Konzept auch teilweise.
Florian Bayer: Ja, definitiv. Es hat halt Authentizität sehr oft, weil Tobi auch sehr oft thematisiert, dass es sich um einen Dreh handelt. Und er spricht auch mal, sagt auch manchmal da, mein Mikrofondtyp, da ist gerade das und das passiert. Und er macht da auch manchmal Witze drüber und sagt jetzt, hey, und jetzt befinden wir uns gerade in einer Animation. Das ist jetzt natürlich nicht echt, was ihr seht. Also es gibt dieses selbstreferenzielle Moment, was auch sehr putzig ist und was das natürlich eben auch authentischer wirken lässt. Also es erlaubt den Kids oft zu unterscheiden zwischen dem, was ist gerade Fiction, was ist gerade gescriptet und was ist tatsächlich Neugierde, was ist tatsächlich Wissensvermittlung. ErinnertreichspartnerInnen. Ja. Dass er sich gut gehalten hat und dass er als Jungspund da rumlaufen kann, was es natürlich auch für Kinder leichter macht, sich mit ihm zu identifizieren. Ja. Der war bei diversen Printmedien, Radio, Fernsehen, war ja als Redakteur unterwegs. Er war unter anderem bei das Ding TV vom Südwestrundfunk. Ah ja. Und er hat seinen akademischer Hintergrund, ist so geschrieben, oder? Ja, hat er auch gemacht, genau. Soziologie und Politikwissenschaft hat er auf Bachelor studiert und hat dann seinen Master in Medienwissenschaft gemacht.
Johannes Franke: Ah, okay.
Florian Bayer: Und er ist ja nicht der erste Checker. Der erste Checker war Checker Can, der das seit 2011 macht. Und der hatte, als der seinen Abschluss gemacht hat, 2013, haben sie für ihn einen Ersatz gesucht. Und da kam Checker Tobi dann ins Spiel und der hat sich offensichtlich gegen 160 Mitbewerber durchgesetzt beim Casting. Wow. Und hat da einfach geklänzt durch seine natürliche Art, durch seine lockere Art.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Er ist auch ein sehr sportlicher Mensch. Also das kommt ihm mit Sicherheit entgegen bei der Produktion von diesen Formaten, dass er kann einiges. Also es gibt immer mal wieder so Momente, wo er auch ein bisschen, naja, die Rampensau raushängen lässt. Oh, okay. Und einfach zeigt, was er drauf hat. Er kann halt ein Salto und sowas. Ja. Er ist einfach sportlich.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Und er ist auch so jemand, der offensichtlich schon als Jugendlicher sehr gerne sehr viel gereist ist. Und deswegen bringt er einfach so ein Rüstwerkzeug mit, mit dem er sehr viele Sachen machen kann und sehr schnell drin ist. Man kann ihn halt auch mal auf ein Pferd setzen oder in Taucheranzug stecken, ohne dass er dafür lang trainiert werden muss. Das macht so eine Produktion natürlich viel leichter, wenn du jemanden hast, der so eine Grundsportlichkeit mitbringt. Checker-Chan ist dann wieder eingestiegen, nachdem er eine Pause gemacht hat. Ah, okay. Und 2018 kam dann noch Checker-Julian dazu. Das heißt, es gibt mittlerweile drei von diesen Checkern. Okay. Und die sind alle drei toll. Ich mag die auch alle drei. Ja. Und die Kinder lieben aber alle vor allem Checker-Tobi. Na sowas. Es ist total krass. Also es ist irgendwie auch nachvollziehbar. Er ist halt auch eine Grinsebacke. Er hat einfach diesen kindlichen Charme. Ja, ja. Der bei Kindern gut funktioniert. Zum Beispiel Checker-Julian ist ein bisschen ernster. Und Checker-Chan, ich finde tatsächlich Checker-Chan am coolsten. Ich glaube, das ist auch der, der bei älteren Kids am besten funktioniert. Ah, okay. Die Themen können es nicht sein, weil die alle wild sind. Die haben alle eine wilde Bandbreite.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Die machen alle was zu Naturwissenschaften. Die machen alle was zu historischen Ereignissen, zu Gesellschaftswissenschaft, zu Alltagsdingen. Also es gibt einfach, du hast nicht das Gefühl, dass ein Checker auf was Bestimmtes festgelegt ist. Sondern die sind alle drei neugierig und wollen alles Mögliche kennenlernen. Okay. Checker-Chan ist so ein bisschen der coolste von denen. Das ist der, der am lockersten wirkt. Und ich denke mal so, ab zehn findet man vielleicht Checker-Chan am coolsten. Okay. Oder ab neun, keine Ahnung.
Johannes Franke: Ja, die habe ich jetzt alle nicht gesehen. Keine Ahnung. Das, da hätte ich vielleicht nochmal.
Florian Bayer: Es ist ganz interessant, die mal nebeneinander zu halten. Aber Checker-Tobi, ich kann nachvollziehen, dass Checker-Tobi bei den kleinen Kindern, der beliebteste ist. Und er ist auch der Einzige, der den Kinofilm gemacht hat. Ja. Aber gleichzeitig, also Checker-Chan und Checker-Julian sind auch absolut sehenswert. Und manchmal tut es mir so ein bisschen leid, dass die, glaube ich, so leicht unterm Radar laufen, weil eben Checker-Tobi einfach der Star ist. Obwohl sie sich wöchentlich abwechseln. Okay. Und mein Sohn will nur Checker-Tobi gucken. Das ist total schade manchmal, weil ich dann sage, hey, von Checker-Julian gibt es eine total coole Folge zu Thema XY. Wollen wir da nicht reingucken? Nee, was gibt es noch von Checker-Tobi? Und dann gucken wir uns halt alte Checker-Tobi-Folgen an, weil die Woche keine veröffentlicht wurde. Und weil er halt lieber Checker-Tobi gucken will. Okay. Und eine Sendung von Checker-Tobi wurde auch für den Krim-Preis nominiert, die auch tatsächlich besonders ist und die ich auch sehr mag. Und zwar der Leben- und Sterben-Check aus dem Jahr 2017, wo er sich mit dem Thema Tod auseinandersetzt und das ganz toll macht. Er geht dann auch zu jemandem, der im Hospiz lebt und nur noch ein paar Monate zu leben hat und fragt ihn, ob er Angst vor dem Tod hat und wie er sich das vorstellt. Das ist ganz großartig. Und wir haben das geguckt und mein Kind ist normalerweise immer sehr aufgekratzt, macht Witze während diesen Sendungen, quatscht auch manchmal und fragt mich, was findest du am coolsten? Würdest du auch gerne auf dem Mars leben? Und dann war er die ganze Zeit ruhig danach. Und es war so toll, als die Sendung fertig war, hat er eine Beerdigung mit seinen Kuscheltieren gespielt. Oh. Und dann war er ganz ernst und ganz würdevoll. Und normalerweise ist er so sehr wild und sehr laut. Wenn er irgendwas spielt, ist das immer Rambazamba. Ja. Er war total ernst, total würdevoll und hat dann ein Kuscheltier bestimmt, was tot ist jetzt und hat das aufgebahrt und hat dann so eine kleine Prozession gebaut und hat dieses Kuscheltier beerdigt. Und es war so schön, ihm dabei zuzusehen. Krass.
Johannes Franke: Okay, das ist beeindruckend.
Florian Bayer: Ja, und also deswegen kann ich nur sagen, und die Sendung ist mir auch nahegegangen, weil es wirklich sich sehr ernst und sehr würdevoll damit auseinandergesetzt hat und nicht versucht hat, die Kinder zu schonen, sondern wirklich gesagt hat, wir reden jetzt über den Tod. Was passiert nach dem Tod? Wir wissen es nicht. Manche Leute stellen sich das vor, manche das. Hier haben wir einen Menschen, der bald sterben wird. Hier haben wir Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Oh, wow. Haben sie Gespräche mit Kindern, die davon erzählen, wie das ist, dass ihr Vater oder ihre Mutter gestorben ist? Mhm. Also großartig. Also Leben und Sterben von Checker Tobi. Wenn ihr irgendwas gucken wollt von ihm, kann ich das nur empfehlen. Ja. Sich dicht aber auch so ein bisschen heraus. Sie ist keine typische Folge, weil es eben so ein ernstes Thema ist. Mhm. Okay. Und das Besondere ist tatsächlich, wenn wir Checker Tobi geguckt haben, mein Kind spielt das nach. Hm. Jedes Mal. Mein Kind redet darüber und spielt das nach und merkt sich die Sachen so und das ist total großartig. Wow. Also eine super Sendung. Ich kann sie nur allen Eltern empfehlen und ich gehe davon aus, wer Kinder hat in dem Alter, die irgendwie so im Kita-Grundschulalter sind, kennt das, weil die Kids reden darüber, die Kinder lieben das und die meisten Kinder freuen sich auch auf die neuen Episoden, wenn die dann rauskommen. Ja.
Johannes Franke: Krass. Also ich finde, dass Tobi einen unglaublichen Charme hat. Ja. Das ist so, ich gucke ihn auf einem ersten Foto an und bin mir ihn erstmal nicht so sicher, ehrlich gesagt. Irgendwie erinnert er mich an den jungen Mark Hamill. Ja, stimmt ein bisschen. Er hat so Luke Skywalker-Vibes. Ja, genau.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Und dann sieht man ihn das erste Mal irgendwie begeistert über irgendwas reden oder irgendwas erfragen und man denkt sofort, wow, ich will dir stundenlang dabei zugucken, wie du was Sachen rausfindest. Es ist unglaublich. Man kauft ihm ab, dass er Spaß an seinem Job hat. Ja. Dass ihm das wirklich Freude macht. Total krass. Und dann haben sie auch den Vorteil, dass sie wirklich anscheinend, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so wahnsinnig viel Geld haben, weil Kinderfernsehen einfach schlecht finanziert ist in Deutschland. Ja. Aber das sieht alles so gut aus.
Florian Bayer: Die Animationen sind echt gut gelöst, auch teilweise mit einfachen Mitteln. Total gut. Was hast du in den Mars? Hast du geguckt? Genau, stimmt. Da gibt es so eine Weltallanimation am Anfang, wo er im Raumschiff sitzt, das animiert ist.
Johannes Franke: Und es gibt eine Animation, wie sie im Greenscreen, aber eben auf der Marsoberfläche sind und das dann da irgendwie in der Gegend rumlaufen. Sehr gut gemacht. Ja. Alles irgendwie, die wissen anscheinend ganz genau, was sie mit ihrem Geld anstellen können und übernehmen sich nicht, aber verkaufen sich auch nicht unter Wert. Also sie haben genau die richtige, sie wissen genau, was sie mit ihrem Geld machen können und das finde ich ganz beeindruckend.
Florian Bayer: Ja. Und das ist auch wieder sowas, wo sie auch thematisieren, dass es nicht echt ist. Also sie versuchen nicht auf Teufel komm raus, total realistisch zu sein, sondern man sieht diese Studioherkunft an und es wird teilweise auch thematisiert.
Johannes Franke: Es wird thematisiert und man sieht die Studioherkunft sogar so wenig an, finde ich, dass man es gar nicht hätte thematisieren müssen, aber ich finde es geil, dass sie es trotzdem tun, weil es ja darum geht. Ja. Es ist ja das Thema der ganzen Geschichte. Was mich beim Film, um mal in den Film langsam einzusteigen, am Anfang ein bisschen irritiert hat.
Florian Bayer: Ja, kommen wir zum Film, weil tatsächlich, ich habe ja gleich am Anfang die Frage gestellt, funktioniert so ein Format auf der Leinwand? Und du fandst das Format offensichtlich auch super. Ich fand das Format ganz großartig. Was es viel leichter macht, dieses Gespräch zu führen, weil meine Antwort, um das gleich vorweg zu schicken, ist ein Jein. Der Film hat Schwächen und kommt für mich nicht an die Qualität der Serie heran. Auch wenn ich es ihm wünschen würde, dass er es schafft, schafft das eben nicht so ganz.
Johannes Franke: Meine Antwort ist ein fettes Ja und alles daran ist großartig. Oh, wow. Oh, interessant. Ich bin 100 Prozent überzeugt von diesem Film.
Florian Bayer: Wow. Okay, ich bin überrascht. Ich dachte, du findest viel mehr Schwächen und siehst den Film viel kritischer.
Johannes Franke: Es gibt keine einzige Schwäche. Nein, das stimmt nicht. Aber es ist einfach, ich verzeih ihm jede Schwäche, weil er einfach, dieses Unterfangen, das zu machen, für Kinder, ein Dokumentarfilm, der so halb inszeniert und halb dokumentarisch ist, dieses, was du sagst, man muss auch das Potenzial zum Scheitern haben dürfen. Und nun nimmt der Film so viel Potenzial zu scheitern und scheitert aber nicht, sondern er zieht es einfach durch und kriegt das voll hin. Okay. Ich finde es total beeindruckend, weil er hat so wahnsinnig viel Potenzial, das irgendwie richtig in den Sand zu setzen. Ja.
Florian Bayer: Also richtig in den Sand setzt er es meiner Meinung nach auch nicht. Aber er versucht mehr Magie zu machen als die Serie und ich finde, dadurch hat er ein bisschen weniger Magie. Aber ich glaube, was ich meine, wird deutlicher, wenn wir so ein bisschen in den Film einsteigen. Lass uns das mal machen.
Johannes Franke: Was ich so irritierend fand am Anfang ist eben, dass er sich so selbstreferenziell verhält, indem er dann sagt, so, ich steige in meinen ersten großen Kinofilm, steige ich in einem Schiff ein auf dem Meer. Ja. Und gleich selbstreferenziell sagt, das, was du siehst, ist nicht echt.
Florian Bayer: Genau, so habe ich mir das immer vorgestellt. Mein erster Kinofilm, ich auf dem Piratenschiff, ich kämpfe gegen die Piraten. Und wir haben dann tatsächlich eine Szene, die man, wenn man nur die Show kennt, denkt, wow, okay, sie haben hier wirklich ein bisschen mehr Budget in die Hand genommen und zeigen einfach mal Piraten-Action. Natürlich für Kinder inszeniert und natürlich auch immer so ein bisschen mit diesen öffentlich-rechtlichen Vibes. Die werden sie nicht ganz los. Aber es ist wirklich, es ist ein sympathischer Start. Es ist witzig. Er redet darüber, dass er sich das so vorgestellt hat. Wir sehen, wie er auf dem Schiff ist, eine Molderei einführt, ein bisschen gegen den Kapitän kämpft, im Wasser landet und dann wird Schnitt gerufen und wir sehen das Filmteam. Das ist ein Set.
Johannes Franke: Und ich frage mich, haben sie sich nicht getraut oder warum machen sie das? Warum haben sie nicht einfach gesagt, das ist jetzt ein Pirat und das ist jetzt so eine Flaschenpost, die ja als Pirat oder so aus dem Meer fischt? Also ich finde es nicht schlecht, aber ich habe mich gefragt, warum? Warum? Ja. Ich weiß es nicht genau. Ich habe keine Antwort darauf, aber ich finde beide Alternativen nicht problematisch.
Florian Bayer: Meine Antwort darauf auf dieses Warum selbstreferentiell wäre, weil es einfach im Geist der Serie ist. Das finde ich, da komme ich total gut rein, weil ich finde, so funktioniert die Serie und genau deswegen stört mich dann, was danach passiert, wie er in dieses Abenteuer reingeschubst wird, nämlich mit dieser sprechenden Flaschenpost, die tatsächlich seine Gedanken lesen kann und zu ihm spricht, er findet diese Flaschenpost und die sagt dann, ich habe eine Aufgabe für dich, du musst das Geheimnis unseres Planeten auflösen und dann sind wir voll drin in dieser fiktiven Handlung und das ist der Punkt, wo ich mich frage, warum? Kann man das nicht anders auflösen? Könnten sie da nicht mehr an der Serie bleiben und weniger in dieses Fiktive reingehen?
Johannes Franke: Weil da erzählen sie wirklich eine Geschichte. Vor allem, weil Checker Tobi ja von sich aus neugierig genug ist. Er muss ja nicht auf den Weg geschickt werden, sondern er geht ja sowieso selber immer wieder los.
Florian Bayer: Und das ist ein Grundproblem von dem Film, weil er wird in diesem Film wirklich von der Flaschenpost von A nach B geschickt und zwar in dem Sinne, dass sie ihm sagt, also er sieht das Rätsel und sagt, ich habe keine Ahnung und dann sagt sie, naja, guck doch mal vielleicht da, du musst mit dieser Person reden. Das heißt, die Flaschenpost kaut ihm das vor, was in der Show sonst sehr transparent als Entwicklungsprozess von seinem Redaktionsteam präsentiert wird. Das finde ich so ein bisschen schade.
Johannes Franke: Aber ich glaube, das ist das, was sie gedacht haben, was sie machen müssen, um einen Kinofilm draus zu machen. Wahrscheinlich. Warum die Translation von TV zu Cinema eben einfach nur mit einer fantastischen Geschichte drumherum funktioniert. Während die Serie, die Kinderserie im Fernsehen natürlich ganz autark einfach nur aus der Neugier von Tobi entsteht.
Florian Bayer: Ja, aber es hätte, also ich kann den Ansatz verstehen, ja, wir wollen mehr Filmen, wir wollen mehr Cineastisches, aber es ist nicht.
Johannes Franke: Aber das lösen sie nur in dieser Geschichte ein, alles andere, was sie erzählen, ist ja wieder ganz normal dokumentarisch halb inszeniert, halb dokumentarisch.
Florian Bayer: Das ist so dazwischen, der Rest, tatsächlich ist es vor allem das, der Rest ist es eher, ist eher im Geist der Serie, aber das ist natürlich die große Klammer, die um das ganze Ding rum gebaut wird. Lustigerweise ist tatsächlich die Stimme von der Flaschenpost ist Esra Bonkowski und das ist Tobis Assistentin, Tobias Krells, also sie wird immer, wenn sie mal gezeigt wird, so als Assistentin gezeigt. Ich gehe davon aus, dass sie sowas ist wie Chefredakteurin vom Team oder so, also die relativ viel macht auf jeden Fall, die ist eigentlich immer an seiner Seite und die wird in der Serie, in der Show auch nicht gezeigt groß, aber manchmal wird auf sie hingewiesen und sie ist einfach, sie ist offensichtlich für Checker Tobi ist sie sehr wichtig, vielleicht der Manuel-Antrag von Checker Tobi. So eine Assistenz hat aber eigentlich eine viel größere Rolle und ohne die das ganze Projekt zusammenstürzen würde. So stelle ich sie mir vor. Okay.
Johannes Franke: Aber dafür hat sie eine sehr synchron typische Stimme. Also eine, die sie auch so ein bisschen, die mich manchmal ein kleines bisschen nervt, weil sie so gedrückt ist und so ein bisschen sehr auf.
Florian Bayer: Ich bin eine magische Stimme. Ich kann deine Gedanken lesen. Fahr dahin, fahr dahin, fahr dahin. Und dann gibt es eben diese vier Stationen. Jeder erwachsene Zuschauer wird, glaube ich, nach der ersten Station schon wissen, was das Geheimnis des Planeten ist, wo auf das hinauslaufen soll. Aber es ist trotzdem nett gemacht und natürlich sind diese Stationen, sind auch spannend.
Johannes Franke: Ich finde die Stationen wahnsinnig spannend. Ich finde es ganz toll, dieser achtbeinige Bär.
Florian Bayer: Dazu kommen wir gleich.
Johannes Franke: Keine Ahnung. Und auch das... Den kannte ich nicht, ich bin total glücklich darüber.
Florian Bayer: Ich auch, das ist unglaublich.
Johannes Franke: Geil. Wo willst du vorher landen, damit wir dann...
Florian Bayer: Die erste Station, die Vulkaninsel. Ja. Auch was, was sich durch den Film zieht, wo ich manchmal denke, ach, ja, sie wollen cineastischer sein. Es ist manchmal zu viel National Geographics und manchmal zu wenig Checker Tobi, weil die Bilder sind fantastisch. Aber wirklich? Es sind richtig, richtig gute Bilder. Aber was stört dich daran? Ich weiß nicht, weil ich Checker Tobi so mag. Das sind keine Checker Tobi Bilder. Aber nein, das sieht so großartig aus. Das ist so toll. Nature Bilder.
Johannes Franke: Es ist wirklich krass. Ich warte die ganze Zeit darauf, dass die Off-Stimme von irgendeinem Narrator kommt.
Florian Bayer: Genau.
Johannes Franke: Richard Attenborough. Ja, Richard Attenborough oder so. Auf jeden Fall irgendwie ist das wirklich National Geographics. Und ich bin wahnsinnig beeindruckt davon.
Florian Bayer: Drohnenaufnahmen über dem Vulkan.
Johannes Franke: Riesige Drohnenaufnahmen. Und die Nachtaufnahmen von dem brudelnden Vulkan sind unglaublich gut. Und ich habe mich seit Jahren das erste Mal wieder daran erinnert, dass ich ja selber schon mal auf einem Vulkan gestanden habe als Kind in Nicaragua. Und es war unglaublich. Das glaube ich dir. Wow. Und dann kamen diese Bilder und ich dachte, wow, what the fuck, wie geil ist das denn?
Florian Bayer: Das muss ich mit meinem Kind auch machen, auf den Vulkan gehen. Ja, mach das. Johannes Obermeier ist für die Kamera verantwortlich. Ihr kennt von dem nichts. Der hat alles mögliche gemacht. Der hat vor allem auch kleine Musikvideos, Werbung und so gemacht. Und unfassbar gute Bilder. Definitiv. Es sind Bilder, die auch weit über das hinausgehen, was die Show halt macht. Logisch bei dem Budget. Na klar. Und er schafft es wirklich tolle Naturaufnahmen zu machen, die man sich einfach in einer Erwachsenen Doku vorstellen kann. Genau.
Johannes Franke: Weißt du, was ich die ganze Zeit gedacht habe? Warum sind die Dokus, die anderen ganzen Dokus nicht so wie das da? Ja. Weil die schaffen das unglaublich gut, so Fiktionales mit Tatsächlichen zu verbinden, um etwas zu erzählen, das einen so reinholt und so einlädt, dabei zu sein und mit zu begeistert zu sein. Und mit, natürlich auch wegen Checker Tobi, weil der einfach die ganze Zeit vor sich hingrinst und die ganze Zeit völlig fassungslos vor Delfinen steht oder sonst irgendwas.
Florian Bayer: Aber dann gibt es dazwischen sowas wie diese Fäkalwitze, wenn er in den Dschungel geht, um zu kacken und macht, als würde er sich mit dem falschen Blatt den Hintern abwischen und deswegen würde sein Arsch brennen. Und wie er sich dumm anstellt beim Zeltaufbau. Ich bin super. Ich weiß nicht, es ist so ein Gefälle. Ich bin super. Es ist echt ein krasses Gefälle, was mich dann teilweise stört, wo ich denke, okay, wir waren gerade bei National Geographics und jetzt sind wir bei einer Art von Humor, die auch für die Show eigentlich zu kindig wäre. Ich finde es ganz toll. Und er hat sichtlich Spaß daran.
Johannes Franke: Ja, natürlich. Ich finde es ganz toll. Das mit dem Zelter hat mich so gefreut, weil er da so rein stolpert und man das gar nicht als Slapstick-Nummer ankündigt, sondern es passiert halt einfach plötzlich und man denkt sich, ihihihi, cool. Und am Schluss schlafen sie dann unterm offenen Himmel. Ja, genau. Ich finde es super, weil das ist eben genau das inszenatorische Element, was du nicht erwartest, weil es ja alles dokumentarisch ist und dann auch wieder Bus liegen bleibt und so, solche Sachen. Das ist alles inszeniert. Aber die Verquickung mit dem Dokumentarischen, wo du ja eigentlich gar nicht weißt, wissen kannst, was passieren wird, das finde ich beeindruckend. Ja. Wie viel davon ist geskriptet und wie viel nicht und was und du weißt es halt auch nicht.
Florian Bayer: Ich finde halt, die Fallhöhe ist immer so groß. Du kommst von diesen wirklich beeindruckenden Bildern, du bist total berauscht von dem Vulkan und dann hast du halt so eine Szene, wo es darum geht, dass er sein Zelt nicht aufbauen kann. Und beides für sich funktioniert. Aber das zusammengepackt in diesem Kontext von einem Checker-Tobi-Film wirkt für mich irgendwie, es ist ein komisches Framing irgendwie. Ich komme da nicht so ganz drüber hinweg. Ja, aber du bist ja auch der blöde Erwachsener.
Johannes Franke: Ja, das stimmt. Ich glaube, dass Kinder da überhaupt gar kein Problem mit haben, beides in einem Film
Florian Bayer: zu sehen.
Johannes Franke: Das ist sehr gut möglich und du offensichtlich auch nicht. Ich bin wohl eher das Kind.
Florian Bayer: Und natürlich ist diese Station eigentlich auch vor allem der Anlass, um dann in wirklich tollen Animationen Wissensvermittlung zu betreiben. Sie gucken sich den Vulkan an und es wird der Bogen geschlagen zum Ursprung unseres Planeten. Wie sah die Erde aus, bevor es Wasser gab? Und die Animationen, die sie dazwischen haben, sind immer gleich gemacht. Und das ist wirklich schön. Das sind wirklich tolle Animationen. Ganz, ganz, ganz toll. Sie wirken so natürlich, sie wirken so wenig nach Computer. Dieses Bärtierchen, das dann da rumkrabbelt. Und es ist wirklich, du hast das Gefühl, du guckst eigentlich so einen klassischen Clay-Motion-Film fast schon. Ja, ja, genau. Das ist wirklich gut gemacht. Das sind wirklich tolle Animationen. So fünf Minuten dauern die maximal jeweils. Ja, genau. Nach jeder Station kommt halt so eine Erklärung. Ja, und ich bin maximal beeindruckt. Ja, die sind wirklich gut. Ganz toll. Und die sind auch, das ist wieder der Punkt, wo ich sage, wow, da haben sie was draufgepackt auf das, was sie sonst in der Show machen, wo sie halt mit dem geringen Budget irgendwie spielen und man sieht, hey, das funktioniert super, das ist toll, wie ihr es macht. Und hier haben sie jetzt ein großes Budget und hier geben sie sich richtig Mühe und da steckt so viel Liebe dahinter. Diese Wissenssprengsel, die dann reingeworfen werden mit einer Animation, mit dieser Erde, die aussieht wie so eine Pappmaché gebastelte Kugel. Ja.
Johannes Franke: Es ist super beeindruckend. Ja. Es ist wirklich ganz, ganz, ganz toll. Und allein, wenn er das erste Mal sein Buch aufmacht, das er dann die ganze Zeit dabei hat, wo der Flieger dann rauskommt, um ihn rumfliegt und dann wir ins Reisen kommen. Ja. Dass so ein kleines bisschen so eine Indiana Jones Anleihe sein könnte, wie er dann da über die Karte fliegt, über die Erde fliegt und dann dort landet, wo er landen will. Und das ist so schön animiert, so gut gemacht. Es ist einfach großartig. Ich finde, wirklich, ich sitze oft ganz lange davor und habe einfach nur leuchtende Augen. Allein der Animation wegen und allein der schönen kleinen Ideen zwischendurch. Die Karte hat mich auch genervt ein kleines bisschen, weil die mir die ganze Zeit erzählt, Oh, ich habe ein Geheimnis, ich habe ein Geheimnis. Aber eigentlich, eigentlich hat mich das dann, ich verzeihe es sofort.
Florian Bayer: Und wie wir festgestellt haben, können wir auch was lernen. Weil auch wir können von Tchekatubi noch einiges lernen. Und damit kommen wir zu der zweiten Station, zu dem Tauchabenteuer in Tasmanien und zu dem Bärtierchen. Ja, das ist unglaublich. Was ist das für ein geiles Ding? Ja, ich glaube, das ist ein Lexikon-Eintrag wert, oder? Oh ja, sehr schön.
Johannes Franke: Jingle. Das muss man sehen. Lexikon.
Florian Bayer: Mach du doch mal, erklär du mal das Bärchen. Ja, das Bärtierchen. Das ist total spannend. Ich kannte das vorher auch überhaupt nicht. Keine Ahnung. Es geht darum, dass er eben mit Tauchern unterwegs ist und dann ziehen sie halt so aus dem Korallenriff so ein paar Pflanzen, wo er sagt, Kuch, da ist ja nichts. Und dann gucken sie unter dem Mikroskop und dann ist da dieses Bärtierchen. Das wird auch Wasserbär genannt. Und das gehört zum Tierstamm der Häutungstiere. Die sind wirklich nur weniger als ein Millimeter groß meistens. Es gibt wohl auch ein bisschen größere, aber meistens sind sie halt wirklich so klein, dass man sie nur unter dem Mikroskop sehen kann. Und das ist der achtbeinige Bär. Also er soll den achtbeinigen Bären finden. Diese Tiere haben acht Beine und sehen tatsächlich niedlich und knuffig aus. In dieser mikroskopischen Größe hast du dann wirklich so ein tapsiges kleines Tier, was sich auf acht Beinen langsam fortbewegt. Und es ist wirklich süß.
Johannes Franke: Das ist so ein galartiges, durchsichtiges Ding.
Florian Bayer: Ja, das ist so süß, weil es sieht so tierähnlich aus. Es erinnert uns an Säugetiere, obwohl es kein Säugetier ist. Und es hat einfach eine Art, sich fortzubewegen, die tapsig wirkt, die gut in den Cartoon passen würde. Und natürlich interpretieren wir, wenn wir das sehen, da ganz viel rein, was gar nicht so ist. Aber das macht das Tier so niedlich. Was das Tier so besonders macht, dieses Tier ist ein absoluter Überlebenskünstler. Die Bärtierchen können sich, wenn sie kein Wasser haben, nichts wovon sie leben können, können die sich in einen todesähnlichen Zustand versetzen. Das nennt man Kryptobiose. Und dann schlafen die quasi. Sie haben alle Funktionen ihres Körpers komplett zurückgefahren. Sie verdauen nicht, sie atmen nicht, sie sind praktisch leblos.
Johannes Franke: Also es gibt kein Zeichen von Leben mehr. Also es ist wirklich nachweisbar kein Zeichen von Leben mehr da, quasi. Sie sind tot.
Florian Bayer: Praktisch tot. Und so können die aber wirklich einen extrem langen Zeitraum können sie in diesem Zustand überdauern. Also 20 Jahre oder sowas? Ja, sie können Jahrzehnte überdauern in diesem Zustand. Und wenn sie dann mit einem Tropfen Wasser in Berührung kommen, werden sie wieder lebendig. Das ist unglaublich geil.
Johannes Franke: Das ist total krass. Und dann sieht man das auch noch. Weißt du, dann machen die das wirklich live auf dem Mikroskop und wir sehen uns das an. Oh, es ist so toll.
Florian Bayer: Es ist wirklich, du hast ein totes Tier, das zum Leben erweckt wird. Und offensichtlich wirft die Art dieses Tieres auch Fragen für die Naturwissenschaft auf. Wie definiert man Lieben und wie definiert man Tod? Ist das ein Lebewesen, wenn das in diesem Zustand ist? Weil es macht nichts mehr, was wir als klassische Trademarks von Lebewesen definieren würden. Es hat keinen Stoffwechsel mehr. Es bewegt sich nicht mehr. Es ist eigentlich, es ist tot. Und ist es dann, wenn es wieder zum Leben wird, ist es dann ein untotes Lebewesen? Weil es ist eigentlich in demselben Zustand wie vorher. Ja, es ist tatsächlich, es fordert die Naturwissenschaft heraus, über das Leben neu nachzudenken. Ja, das ist toll.
Johannes Franke: Und es ist schön, wie der Typ die ganze Zeit begeistert davon erzählt. Die haben so viele schöne, begeisterte Leute. Ja. Ist alle begeistert von ihrem eigenen Fachgebiet und wie sie damit umgehen und so. Und das zieht mich so rein wie so ein Sog.
Florian Bayer: Das ist toll. Das ist wirklich toll. Diese Bärtierchen, ist es das erste Lebewesen, das auch von dem nachgewiesen wurde, dass es im Weltall überleben kann? Ah ja, stimmt. Das übersteht alles. Das ist auch in diesem passiven Zustand, in dem es dann ist, in diesem Todzustand, wird es auch ganz viel bewegt. Das Tier bewegt sich gar nicht so viel selbst, sondern wirkt meistens von allen Gezeiten, von Wasser, von Wind, da halt hingetrieben, wo es als nächstes Leben wird. Und es findet einen Weg, dann weiterzuleben. Wow. Das sind die Tiere, die uns Menschen wahrscheinlich überdauern werden, weil sie einfach so widerstandsfähig sind. Wenn die Erde nur noch eine Wüste ist, dann werden diese Tiere übrig bleiben. Das ist total krass. Das ist super spannend. Wow. Ja. Und damit raus aus unserem Lexikon und zurück zum Film.
Johannes Franke: Das war, das muss man sehen, Lexikon. Also ich finde auch diese zweite Station einfach phänomenal und gut inszeniert. Das ist da im ewigen Eis, oder? Das ist diese, ist das die zweite Station?
Florian Bayer: Das ist die dritte Station. Das ist die dritte Station.
Johannes Franke: Die zweite Station ist das Tauchabenteuer in Tasmanien. Ah ja, genau. Wo sie die Delfine sehen. Oh, und da ist, und du guckst dir Checker Tobi an und er ist blown away von den Delfinen und ich weiß natürlich nicht, wie viel davon inszeniert und wie viel nicht. Ich glaube, das ist sehr dokumentarisch in dem Moment. Ich glaube auch. Ich glaube, sie haben sehr viele natürliche Reaktionen eingefangen, sonst wäre er ein fantastischer Schauspieler. Und er ist schon ein ganz okayer Schauspieler, muss ich sagen. Also in Spielszenen, wo ich denke, das mussten sie alles ordentlich inszenieren und drehen und lernen, Text lernen und alles, ist er wirklich okay. Vollkommen.
Florian Bayer: Ich habe das Gefühl, wenn ich das schaue, sowohl in der Show als auch bei diesem Film, dass sehr viel improvisiert ist. Also beziehungsweise nicht improvisiert, sie fahren dahin und sie wissen schon, sie werden diese Szene spielen, wo sie das Auto nicht ankriegen, wo sie das Auto anschieben müssen. Aber ich glaube nicht, dass es da eine feste Dialogrichtige gibt mit geskripteten Dialogen, sondern dass sie ungefähr wissen, was sie machen und er ist einfach gut. Er kann einfach Dialog improvisieren und wirkt dadurch auch natürlich auch in diesen gespielten Szenen. Aber auch hier wieder, es ist so ein bisschen Licht und Schatten, es ist so dieses Gefälle, du hast diese alberne Szene mit dem Auto anschieben, was so ein bisschen Slapstick ist, wo sie halt in diesem ollen VW-Bus festsitzen und nicht weiterkommen und ganz witzig und danach plötzlich aufs Meer raus und Delfine und tauchen und hey, da sind ja Seehunde und dann diese Tiere. Also du hast dieses krasse Gefälle zwischen dem Pathos, der wirklich gewaltig ist, der halt wirklich so National Geographic Pathos ist und diesem albernen kindlichen Humor. Und das stört dich die ganze Zeit? Das stört mich immer ein bisschen. Ich finde, das passt, das findet nie so hundert Prozent zusammen.
Johannes Franke: Ach, ich finde nicht, dass das so, weil die, weil ich finde auch, dass das grafisch durch die Kamera und durch das, wie es geschnitten ist und wie die Color Correction und so weiter, die epischen Bilder, es wird ja nicht plötzlich ein Home-Video, nur weil sie irgendwie Slapstick-Szene haben, sondern es wird halt, es bleibt in diesem Modus und dadurch verbindet sich das ganz wunderbar. Ich finde das vollkommen in Ordnung.
Florian Bayer: Grönland ist die dritte Station zum Gedächtnis der Welt am Nordpol, wo wir auch wieder so eine alberne Szene haben mit diesem Traum, dass ein Eisbär durch das Camp läuft.
Johannes Franke: Ich glaube, da haben sie, es kam tatsächlich ein Eisbär einfach und haben sie das gefilmt
Florian Bayer: und haben die Kamera drauf gehalten und haben einfach gedacht, das verwenden wir irgendwie. Das ist ein echter Eisbär, der läuft halt ein bisschen da einmal rum und geht dann wieder und das ist einfach nicht spannend genug, um was zu erzählen, außer dass halt Tobi träumt, dass da ein Eisbär wäre, weil sein Schlafpartner so viel schnarcht. Und dann auch wieder der große Pathos, das Gedächtnis des Planeten ist halt das Eis und da offenbaren sie eben auch, wie der Treibhauseffekt im Eis wiedergespiegelt wird. Wir haben eine ganz tolle ökologische Botschaft natürlich. Es geht dann um den Treibhauseffekt und es geht um Industrialisierung und um den Schmutz, den wir sehen, um die Pole, die schmelzen. Und wieder eine tolle Animation, richtig tolle Animation. Unglaublich gut. Das ist tatsächlich die beste Animation im Film, wenn sie den Treibhauseffekt zeigen. Das funktioniert einfach total gut. Wundervoll. Wow. Ja, und dann kommen wir zur letzten Station, wo tatsächlich Licht und Schatten am meisten zusammenliegen, weil der größte Pathos drin ist, natürlich als Konklusion des Films. Aber auch die albernste Szene, wenn er sein Notizbuch in einer indischen Rikscha liegen lässt. Er reist nämlich dann nach Indien, um den größten Schatz Indiens in Mumbai zu finden. Und dann lässt er sein Buch zufällig in einer Rikscha liegen und dann zeigen wir eine Verfolgungsjagd der Rikschas zusammen mit seiner Indien-Expertin, die dann plötzlich bei ihm ist, auf die er durch Zufall trifft. Ich finde das so großartig. Wirklich, das ist eine tolle Möglichkeit, die Leute jetzt kennenzulernen. Das ist doch super. Das ist eine tolle Idee. Ich glaube, es stört mich so ein bisschen, weil es sonst so transparent ist, dass sie sagen, hey, wir gehen jetzt zu dieser Expertin und zu dieser Expertin. Und dann steigt er halt in irgendeine Rikscha ein und hat die neben sich sitzen und so, oh, du redest Deutsch, ist ja, was für ein Zufall. Und du kennst dich aus in Indien. Du kannst mir jetzt diese Stadt hier zeigen. Super. Und das ist, also so intransparent war Checker Tobi noch nie zuvor.
Johannes Franke: Aber ich finde es super. Ich finde es ein ganz toller, kleiner Kniff und Einfall. Ich glaube, ich würde das nicht anders machen. Ich finde es super. Ich finde es ganz toll. Sie ist halt auch eine coole Frau. Sie ist eine super coole Frau.
Florian Bayer: Ich bin so verliebt sofort. Die Vaki hat so toll. Unsere Indien-Expertin. Oh mein Gott. Die dann auch so ein bisschen Culture-Clash mit Tobi macht, indem sie ihm einmal zeigt, wie in Indien gegessen wird. Ja, mit Händen, also mit einer Hand. Genau. Die andere ist schmutzig. Und das ist auch wieder, glaube ich, so ein Improv-Moment, wenn er sich wirklich ein bisschen tollpatschig anstellt beim Versuch, mit einer Hand das Brot zu brechen. Ja, genau. Weil, natürlich, wenn man das nicht erwohnt ist, dann kann man das nicht besonders gut.
Johannes Franke: Dann ist er aber einmal in diesem Tanz, dem Bollywood-Tanz. Stimmt, den gibt es ja auch. Wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob das irgendwie kulturelle Aneignung oder was das ist. Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich, ah, mh, aber ich, also, ja, ich verzeih's ihm natürlich.
Florian Bayer: Das ist eine soße Szene. Er sieht diese Bollywood-Tänzer innen und sagt so, hey, das wollte ich doch auch immer mal im Bollywood-Musical mitspielen. Deine Traumsequenz. Und er kriegt dann tatsächlich eine Bollywood-Szene. Ja. Und singt. Er singt, ja. Das klingt total original.
Johannes Franke: Ja. Und er tanzt. Und er hat ein tolles Kostüm an. Ja. Also, auch ein kleiner Traum, ja. Also, ich kann's nachvollziehen. Und ich find's auch ganz toll, dass er es machen kann. Aber so ein bisschen die Diskussion mit kultureller Aneignung ist gerade so ein bisschen schwierig. Aber das wissen die Kinder nicht.
Florian Bayer: Und, ja, egal. Es wär tatsächlich interessant, das zu thematisieren, weil von der politischen Grundhaltung ist Checker, nicht nur Checker, Tobi, alle drei Checker sind sehr progressiv. Und nehmen auch die progressiven Themen nach vorne teilweise. Zum Beispiel gibt's eben Familiencheck. Ah. Und dann wird auch sowas thematisiert wie homosexuelle Paare. Ah, sehr gut. Mit Kindern. Und das wäre das erste Beispiel, was mir einfällt. Es gibt einen Europa-Check, wo auch über Demokratie geredet wird. Und wo auch über Nationalismus geredet wird. Ja. Also, sie scheuen sich tatsächlich nicht vor den ernsten Themen. Mhm. Und, ja, ein Rechter würde sagen, die haben doch ihre Agenda. Sie scheuen sich nicht davor, politisch klare Haltungen zu beziehen. Das ist cool. Das ist sehr angenehm.
Johannes Franke: Ja. Ah, wie cool.
Florian Bayer: Es kommt dann tatsächlich zu dem Gefälle, was ich wirklich gut finde. Nach diesem ganzen glänzenden Indien geht er mit seiner Expertin zusammen in die Slums von Indien. Ja. Und schaut sich da an, wie die Leute da leben.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: Und wie sie da einfach zu wenig Wasser haben. Ja.
Johannes Franke: Und das ist ein sehr emotionaler Moment.
Florian Bayer: Es ist toll, wenn dann gezeigt wird, wie das ist, wenn dieser Tanklaster kommt in die Stadt.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: In die Slums, wo einmal in der Woche oder so kommt ein Tanklaster und da ist Wasser drin. Und dann stürmen die alle dahin und jeder hat Behälter dabei. Kinder helfen auch mit, weil alle an das Wasser halt ran müssen und das Wasser ganz dringend brauchen. Ja. Auch, die wird wirklich lange gezeigt, die Szene. Und auch hier scheut sie sich nicht davor, die ernsten Momente zu zeigen. Sie zeigt die Kinder von den armen Familien, die da halt stehen und auch mithelfen müssen, das Wasser zu füllen.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Und einen Jungen, der dann unter dem Tank ist und die Tropfen ganz begierig aufsaugt, die runtertropfen. Mhm. Also es ist wirklich eine starke Szene.
Johannes Franke: Ja. Wo man natürlich nicht weiß, wie viel inszeniert davon ist und wie viel original passiert ist, ne? Also zum Beispiel das Kind, was da drunter hängt unter dem Wasserhahn und die Tröpfen noch holt.
Florian Bayer: Ja, das ist so gut, wo ich in der Reportage auch eine gewisse Inszenierung erlaube. Also, weil ich kann mir vorstellen, dass dieser Moment, dass es quasi den Moment davor gab und sie dann gesagt haben, wenn sie es inszeniert haben, wir wissen es nicht, wir können nur spekulieren. Ja, wir wissen es nicht, genau. Aber in so einem Moment stelle ich mir vor, da waren Kinder, die haben halt ein paar Tropfen aufgesagt und dann haben sie gesagt, hey, das müssen wir nochmal machen, kannst du dich nochmal drunter stellen? Ja. Und das finde ich ist okay, um den Moment einzufangen. Ja. Ist ein ganz schwieriges Thema. Ja, ist ein super schweres Thema. Wie viel Fiktion verträgt eine Dokumentation? Wie viel kann man sich da herausnehmen? Wie viel darf man inszenieren? Nicht so viel wie diese Regisseurin, die vor kurzem den Film über Prostituierte gemacht hat, wo das nur Darstellerinnen waren.
Johannes Franke: Ja. Und was sie nicht gesagt hat, das hätte sie einfach kommunizieren müssen.
Florian Bayer: Aber Dokumentationen dürfen ein wenig inszenieren, auch ganz einfach, ganz banal aus dem Grund, weil es alle machen. In jeder Dokumentation findest du inszenierte Momente.
Johannes Franke: Finde ich ein ganz schlechtes Argument. Das Argument, warum inszeniert werden sollte, ist, dass man in der Inszenierung manchmal mehr erzählen kann von der Wahrheit als in dem, wie man es abfilmt. Weil manchmal passieren die Dinge nicht so, wie sie in dem Moment. Also du bist nicht immer mit der Kamera am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Und manchmal musst du Szenen, die eigentlich passieren, die du nicht einfangen konntest, einfach ein bisschen auf die Sprünge helfen.
Florian Bayer: Um mein Argument nochmal zu erweitern, Film ist nicht das Medium, wo du nach Wahrheit suchen darfst. Und dessen muss man sich einfach bewusst sein. Zumindest nicht nach unmittelbarer Wahrheit. Die Wahrheit im Film ist immer mittelbar.
Johannes Franke: Ja, aber das muss, ja gut. Jetzt müssen wir ganz groß ausholen, die Definition von Wahrheit und was ist Wahrheit und wie muss man sie darstellen und wie darf man sie darstellen und was muss im Kopf passieren und was muss auf der Leinwand passieren. Schwierig.
Florian Bayer: Das machen wir in den nächsten zwei Stunden, 15 Minuten und 35 Sekunden.
Johannes Franke: Das war ein schwieriges Thema.
Florian Bayer: Ich glaube, das schneiden wir lieber raus. Ich glaube auch. Ich finde auch dazwischen so ein paar Sachen, die du gesagt hast. Also gerade so diese Nazi-Vergleiche fand ich jetzt nicht so angebracht. War auch schwierig, gebe ich zu.
Johannes Franke: Aber ich stand by every word, I said.
Florian Bayer: Und da kommen wir zum Ende. Ziemlich abrupt kommt das Ende und natürlich die Auflösung, die zumindest die Erwachsenen antizipiert haben. Das Geheimnis der Welt ist das Wasser. Das Leben gibt. Das Gedächtnis des Planeten ist. Und das gleichzeitig für manche so schwer zu erreichen ist, dass für manche Leute in den Slums der größte Schatz ist. Also auch eine Ungerechtigkeit. Und das wird ganz toll inszeniert, wenn der Monsun einsetzt und die Menschen dann auf die Straße gehen. Und wir sehen, alle freuen sich über den Regen und vor allem Checker Tobi, weil er jetzt seine Antwort hat. Ja, genau.
Johannes Franke: Ich finde es ganz toll. Ganz toll inszeniert. Und dann sind sie extra zum Beginn des Monsunen nach Indien gegangen.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Wie krass ist das denn?
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Und hast du genau einmal die Chance, genau das zu drehen? Also nicht einmal, weil es zum Beispiel durchhört, es nochmal auf zu regnen, aber es dauert ewig, bis das alles weggetrocknet ist und bis Tobi wieder die Haare trocken gefilmt wurde und der nächste Regen wieder anfängt.
Florian Bayer: Ja. Ja, das ist schon sehr schön. Also es sind einfach tolle Bilder und es hat dann eben am Schluss auch diesen gewaltigen Pathos. Jetzt habe ich es gefunden. Er freut sich über die Regentropfen, die auf sein Rätsel herabtropfen. Er hat das Rätsel der Welt gelöst. Ja. Wir wissen, es ist Wasser. Ja. Und Kinder und Erwachsene können sehr zufrieden die letzten Bilder genießen.
Johannes Franke: Ja. Also schon beeindruckend. Und eigentlich möchte ich bei sowas gerne dabei sein. Eigentlich möchte ich gerne wissen, wie viel, wie inszeniert und wie herbeigeführt wird, um das erzählen zu können. Weil das ist schon crazy, das hinzukriegen. Gerade das mit dem Monson finde ich schon irgendwie crazy. Wie kriegt man das hin? Ja. Ja, auf jeden Fall. Das ist eine große Leistung. Und das eben auch mit perfekten Bildern. Also nicht nur, dass es überhaupt, dass wir zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sind, sondern dass auch noch der Kameramann genau im richtigen Moment auf die richtige Richtung zielt und dann das Bild ordentlich hinkriegt.
Florian Bayer: Um den Namen vielleicht noch einmal zu sagen, Johannes Obermeier. Also er hat wirklich großartige Arbeit geleistet. Und ich habe dann gleich geguckt und ich fand es echt schade, dass ich dachte, ach, ich kenne von ihm gar nichts. Aber er ist offensichtlich schon für die Fortsetzung gebucht. Es wird nämlich einen Checker Tobi 2 geben. Oh, cool. Das heißt, während wir dieses Gespräch führen, ist er wahrscheinlich gerade in der Finalisierung und wird eventuell im nächsten Monat, in den nächsten Wochen im Kino laufen.
Johannes Franke: Ich möchte jeden da draußen animieren, Leuten gerne auch sowas zu schreiben. Ich glaube, es gibt ganz viele Schauspieler, die ganz viele Briefe bekommen. Aber welcher Kameramann bekommt E-Mails von anderen, die sagen, ganz tolle Bilder, vielen Dank.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Macht das.
Florian Bayer: Was sollte man wirklich machen, gerade bei ihm jetzt?
Johannes Franke: Ja. Also eine Freundin von mir hat das mal bei einem auch sehr bekannten Kameramann gemacht, hat ihm einfach geschrieben und geschrieben, diese Szene, die fand ich ganz besonders toll, weil das irgendwie besonders geil war für sie. Und der war so dankbar. Ja. Weil also natürlich, wer steht im Rampenlicht? Schauspieler. Vielleicht mal noch ein Regisseur oder, aber das war's. Und aber ein Kameramann oder irgendwie andere Leute, wo du das Gefühl hast, da hat jemand zum Beispiel beim Ton richtig gute Arbeit geleistet, die freuen sich, wenn sie ein bisschen Bestätigung bekommen, weil die alle im Hintergrund liegen irgendwo. Sollte man machen.
Florian Bayer: Es gibt, Johannes Obermeier hat auch eine Website und man findet seine Kontaktinformationen. Oh Gott, ich habe jetzt voll gespammt. Das ist so bekannt, ist unser Podcast Gott sei Dank nicht. Aber er hat wirklich tolle Arbeit gemacht. Und wenn man sich auf seiner Website umguckt, ist das jemand, der wirklich ein Gespür für grandiose Bilder hat. Schön. Oh Mann.
Johannes Franke: Toll. Ja, Plor, da können wir fast schon zu dem Fazit kommen. Wir müssen aber noch eine Top 3 anhängen. Sollen wir unser Fazit machen und dann die Top 3? Oh, okay. Ja, dann haben wir jetzt unser Konzept einmal über Bord geworfen. Wir haben ein Konzept. Also ich hatte immer ein Konzept im Kopf. Okay. Ja, Plor, Fazit. Dein Fazit zum Film.
Florian Bayer: Tolle Bilder, toller Pathos. Wie gesagt, das Gefälle stört mich oft. Und es ist manchmal auch zu viel Pathos und ein bisschen zu viel National Geographic und zu wenig Kita, zu wenig Kika. Und es stört mich auch ein bisschen, dass Tobi in dem Film mehr hin und her geschubst wird. In der Show ist es mehr seine eigene Initiative, die ihn losgehen lässt, die Wunder zu erleben und Sachen zu erfahren. Und hier ist es schon so, dass man das Gefühl hat, dass er oft von Ort zu Ort geschubst wird von eben einer virtuellen Führungsfigur, die eben diese Rätselstellerin, dieses Rätsel ist. Ja. Aber trotzdem guter Film. Ich bin froh, dass es den Film gibt. Die Show macht mir mehr Freude und ich habe das Gefühl, die Show hat auch meinem Kind mehr Freude gemacht als der Film.
Johannes Franke: Okay. Na gut. Also dadurch, dass ich nur eine Episode von der Show gesehen habe, habe ich jetzt auch nicht so viel Vergleich, kein grundsätzliches Gefühl zur Show. Der Film zieht mich volle Kanne rein. Also die Bilder sind perfekt. Tobi ist perfekt. Die Karte, naja, geschenkt. Die Leute, die Experten, die sie bekommen haben, sind super. Und die haben irgendwie es geschafft, eine Chemie mit Tobi zu kriegen, dass man irgendwie denen auch zusammen gut gerne zuguckt. Zuguckt. Ich finde es einfach ganz großartig von vorne bis hinten. Und man kommt so rein, dass man am Ende mit Tobi so drin ist, dass man über den kommenden Monsun glücklich weint.
Florian Bayer: Hast du?
Johannes Franke: Ja. Ach, wie schön. Das freut mich total. Es ist einfach ganz toll. Cool.
Florian Bayer: Okay.
Johannes Franke: Unsere Top 3. Wir haben eine Top 3. Plur.
Florian Bayer: Du wolltest unbedingt Reisefilme. Reisefilme. Und ich hatte das Gefühl, wir hatten schon mal irgendwann eine Liste unterwegs oder so. Also das ist sehr nah dran. Ich habe es geschafft, drei andere Filme zu finden. Aber Kinderfilme hatten wir auch schon.
Johannes Franke: Also es ist unser Top 3 Material, wird langsam dünner. Ja, wir müssen einfach diese Liste immer machen, damit wir mal Überblick haben, was für Top 3 wir schon hatten. Wir müssen uns schrägere Kategorien ausdenken. Ja, ich fand Taschen schon ganz geil. Ja, sowas. Genau sowas brauchen wir mehr. Okay, wenn euch irgendeine Top 3 einfällt, die wir schon immer mal machen sollten, dann schreibt uns gerne überhaupt. Schreibt uns gerne Feedback oder irgendwelche Ideen oder wenn ihr auch nur irgendwas loswerden wollt an Erlebnissen, die ihr hattet mit Filmen, im Zusammenhang mit Filmen oder mit Themen, die wir hier anschneiden, schreibt uns gerne. Wir lesen uns das gerne durch und beziehen es vielleicht auch in die Show ein. Und wir freuen uns einfach, wenn wir ein bisschen das Gefühl haben, dass es euch da draußen gibt. Okay, dann Top 3 Reisefilme. Reisefilme. Willst du mit Honorable Mentions loslegen? Ja, ich würde gerne Lord of the Rings als Reisefilm als Honorable Mention einbringen, weil der einfach so übergroß ist, dass er immer auf Platz 1 sein müsste vielleicht. Und deswegen darf er jetzt gar nicht mitspielen.
Florian Bayer: Dem würde ich arg widersprechen. Wir hatten ein Herr der Ringe Gespräch. Hört rein, wenn ihr wollt. Wir sind unterschiedlicher Meinungen. Ich bin der Meinung, dass der Film deutlich schlechter gealtert ist, als man annehmen könnte.
Johannes Franke: Aber das ist so, ja, das ist so ein Staple fast. Das würde ich einfach gerne aus der Liste raushalten, weil mir das zu, ja.
Florian Bayer: Ich habe tatsächlich versucht, Sachen zu finden, in denen weniger unterwegs gleich als Reise gedeutet wird und mehr wirklich Leute, die eine Reise machen im Urlaub, um was zu erleben. Ah ja, okay, okay. Das heißt, das Thema Reise ist bei mir sehr wörtlich und sehr eng gefasst, gerade in meiner Liste. Okay. Stimmt aber auch nicht, wenn ich meinen Platz 2 betrachte.
Johannes Franke: Damn. Dann würde ich gerne noch Grand Budapest Hotel nehmen als Honorable Mention, weil eigentlich geht es um das Hotel und natürlich reisen die sehr viel und so, aber das Hotel ist so zentral und so wichtig, dass es sehr stationär, das steht da halt. Deswegen kommt es nur in die Honorable Mention. Ich habe noch mehr aufgeschrieben, aber ich weiß noch nicht, was in die Liste kommt.
Florian Bayer: Damals, als es um Unterwegs ging, hatte ich zum Beispiel sowas wie The Straight Story drin. Deswegen würde ich den jetzt einfach mal zu den Honorable Mentions packen. Das ist ein David Lynch Film.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Aber ein sehr ungewöhnlicher Film für David Lynch, deutlich weniger surreal als das, was man sonst von ihm kennt. Okay. Und das erzählt einfach die Geschichte von einem alten Mann, der auf seinem Rasenmäher einmal quer 300 Meilen durch die USA fährt, um seinen kranken Bruder zu besuchen. Okay. Und dann würde ich noch als zweites auch einen Film nennen, den ich auch bei dem Unterwegsthema drin hatte, der auch ganz toll ist, bis ans Ende der Welt von Lars von Trier, ach, Lars von Trier, Plützen, bis ans Ende der Welt von Werner Herzog. Ah. Ein großes, größenwahnsinniges Projekt aus dem Jahr 1991, das im Director's Cut 279 Minuten dauert. Und wir sehen einfach, wie Menschen einem McGuffin hinterherjagen. Okay. Mit Starbesetzung, also William Heard und Sam Neill unter anderem, Max von Sydow spielt auch mit. Und am Schluss kommen sie, landen sie irgendwann in der australischen Wüste, wo eine Art Traummaschine ihnen Bilder vorspielt und sie von der Realität komplett entfremdet. Also es ist irgend so was zwischen Science-Fiction-Film, Reisefilm und Großprojekt, das in ganz vielen Ebenen scheitert und in ganz vielen Ebenen großartig ist.
Johannes Franke: Okay. Da musst du aber auch deinen dritten Platz erstmal einmal, obwohl, ich bin dran, oder? Du musst anfangen. Ich muss anfangen. Ich würde gerne als erstes die Indiana Jones-Reihe, alle Filme, alle Indiana Jones-Filme unterbringen. Ich liebe das. Ich liebe es so sehr. Der reißt sehr viel. Der reißt wirklich unglaublich viel und das ist ja auch bei Checker Tobi jetzt so ein bisschen angeteasert, so ein bisschen zitiert. Er ist einfach der klassische Abenteuerfilm und ich liebe es, wie er in der Gegend drum reist und dort und dort und dort und was einsammelt. Ja. Ist großartig.
Florian Bayer: Ja, ist wirklich ein schöner Film. So wie bei James Bond, der reißt auch ganz viel. Den hast du bestimmt auch in der Liste. James Bond. Als alter James-Bond-Fan.
Johannes Franke: Ja. Moonwrecker. Hört euch die Folge von Moonwrecker an und ihr werdet wissen, ob ich ein großer James-Bond-Fan bin. Spoiler, Johannes reagiert mit Fassungslosigkeit.
Florian Bayer: Zu Recht. Mein Platz 3. Ganz toller Film, relativ jung, von Sofia Coppola, Lost in Translation aus dem Jahr 2003, weil er so ein bisschen, und das habe ich auch auf meinem Platz 1, die Schattenseiten des Reisens hervorhebt, weil es geht um zwei Leute, die in Tokio gestrandet sind, zwei Amerikaner und die nicht so wirklich wissen, was sie machen sollen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Bill Murray als alter Filmstar und Charlotte, Scarlett Johansson als Charlotte, eine Frau, die einfach nur mit ihrem Ehemann da ist und die finden irgendwie zusammen diese beiden Figuren und machen dann das nächtliche Tokio zusammen unsicher. Und es ist ein ganz ruhiger Film, weil sie einfach die ganze Zeit durch Tokio stolpern, halt mal in der Karaoke Ball landen und eigentlich die ganze Zeit, wie gesagt, Lost in Translation sind. Und es ist einfach ein süßer Film über eine Freundschaft und leichte Romanze, die während einer Reise entstehen kann. Cool.
Johannes Franke: Sehr schön. Ja, ich habe ihn irgendwann mal gesehen. Wie lange ist der her? Ich weiß nicht, wann ist der erschienen? 2003. Ja. Also ich muss ihn irgendwann da so gesehen haben und habe einfach wieder vieles vergessen. Deswegen ist er nicht in der Liste, obwohl ich darüber gestoppert bin in der Recherche und wusste, dass er vielleicht auch bei dir landen würde.
Florian Bayer: Und Sophia Coppola ist wirklich eine tolle Regisseurin. Ich weiß, was hat die denn noch gemacht? Virgin Suicides. Ganz toller Film. Ah, den habe ich nicht gesehen. Ah, das wäre mal was. Den könnten wir vielleicht irgendwann mal gucken. Ah. Ende der 90er.
Johannes Franke: Okay. Dann würde ich meinen Platz zweimal reinwerfen. Und zwar hätten wir da Darjeeling Limited. Ja, aber du bist, stimmt, du bist ja so ein Wes Anderson Fan. Ja, ein riesiger Wes Anderson Fan. Ich liebe es. Deswegen war ja auch Grund-Butterpest-Hotel da schon in der Ordnung beim Menschen.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Der hat ein wahnsinnig gutes Gespür für so sehr, sehr gutes Timing in so Zusammenschnitten, in Reisen, in Reisen, in einfach eine grandiose Kameraarbeit und weiß nicht, der kriegt das so gut hin, sowas zu erzählen. So Reisen auch in diesem Film.
Florian Bayer: Ja, das ist wirklich ein sehr sympathischer Film. Gehört zu den Wes Andersons, wo ich sage, ja, da funktioniert alles, da funktioniert auch sein Stil gut. Weil Wes Anderson ist ähnlich wie bei Tim Burton, dass ich mal so ein gespaltenes Verhältnis habe. Also, aber das ist ein schöner, wirklich schöner Film.
Johannes Franke: Ist halt, Wes Anderson ist halt so High-Concept inzwischen. Definitiv. Und der, ich freue mich aber sehr auf The French Dispatch, habe ich immer noch nicht gesehen, aber geht ja auch, kommt jetzt erst ins Kino. Er hat ja die Premiere jetzt endlich in Cannes gehabt und, ja, kommt jetzt irgendwie um Oktober, glaube ich.
Florian Bayer: Ah ja, cool.
Johannes Franke: Ja.
Florian Bayer: Mein Platz 2 ist ein absoluter Feel-Good-Movie. Das Secret Life of Walter Mitty, das erstaunliche Leben des Walter Mitty. Ich glaube, ich habe auch noch nicht gesehen. Von und mit Ben Stiller. Und zwar spielt Ben Stiller einen einfachen Angestellten bei einem Fotomagazin. Und es soll für die Titelseite des Magazins, das eingestellt wird, soll ein Foto herhalten, das negativ leider verloren gegangen ist. Und Walter, der sich sonst immer eigentlich nur in Abenteuer reinträumt und ein sehr ängstlicher Typ ist, dem wird die Hölle heiß gemacht vom Chef. Und er sagt, du musst jetzt dieses Foto finden, sonst feuer ich dich. Und dann reist er um die Welt, um dieses Foto zu finden. Wow. Und reist von einem Ort zum anderen und erlebt total absurde, obskure Abenteuer.
Johannes Franke: Okay.
Florian Bayer: Es ist ein total liebenswerter, leichter, warmherziger Film, in dem einfach das Abenteuer gefeiert wird und am Ende fühlt man sich total gut. Aber es klingt auch total nach einem Wes Anderson-Film. Ja, von der Inszenierung ist es nicht viel Wes Anderson. Es ist sehr, nicht bunt, aber es hat viel Pathos, es hat große Momente. Und es feiert die ganze Zeit das Leben. Es ist so ein Life is Beautiful Film. Aber man glaubt es ihm am Schluss. Und wenn ein Film das hinkriegt, dann hat er das geschafft, was er schaffen wollte.
Johannes Franke: Okay. Mein Platz 1. Little Miss Sunshine. Oh ja. Was ich sowieso schon mal drin hatte in meiner besten Liste. Ich glaube, den hattest du damals in der Reise-slash-Unterwegsliste auch auf Platz 1.
Florian Bayer: Echt? Wirklich? Verdammt. Aber den hattest du auf jeden Fall schon mal ganz weit oben. Und es ist auch ein toller Film.
Johannes Franke: Es ist einfach ein toller Film. Wunderschöne Indie-Komödie über Familienzusammenhalt. Ja. Little Miss Sunshine, ein kleines Mädchen, das irgendwie bei den Misswahlen dabei sein will. Sie hat aber überhaupt nicht die Trademarks, die sie schrecklichen amerikanischen Püppchen haben. Und sie will es aber trotzdem und die ganze Familie unterstützt sie und reisen sie los. Ihr Opa bringt ihr Tanzen bei. Einen sehr speziellen Tanz. Und dann reist die Familie zusammen zu dieser Misswahl. Und das ist halt eine Familie aus dem Arbeitermilieu. Ja, genau. Und keiner von denen weiß, was da eigentlich abgeht für einen Scheiß. Und was für Püppchen und was für reiche Leute das sind, die sich gegenseitig irgendwie da irgendwelchen, auf einem wahnsinnig hohen Niveau Scheiße erzählen. Das ist unglaublich. Und die kommen da halt mit ihrer sehr fast schon bäuerlichen Art an und versuchen da irgendwie Fuß zu fassen.
Florian Bayer: Und das ist toll, weil sie am Schluss auch zu dem stehen, was sie sind. Genau. Denen einmal ordentlich in die Suppe spucken, die diesen schrecklichen Schönheitswettbewerb organisiert haben. Guckt ihn euch an. Und es ist wirklich ein sehr sehenswerter Film. Mein Platz 1 ist Schattenseiten des Reisens. Paradiesliebe von Ulrich Seidel aus dem Jahr 2012, der sechs Touristinnen in Kenia beobachtet. Ist das ein Dokumentarfilm? Nee. Wie für Ulrich Seidel typisch, sehr dokumentarisch inszeniert. Ja. Aber ein fiktionaler Film. Ja. Und die Protagonistin, gespielt von Margarete Tiesel, ist zum ersten Mal da und lässt sich halt von einer ihrer Freundin quasi da einführen in diese Welt der Beach Boys, die halt quasi die kenianische Prostituierte sind, deren Geschäftskonzept es halt ist, dass sie mit den älteren Frauen schlafen. Aha. Und dann von denen Annehmlichkeiten kriegen. Okay. Also so Frauen, die um die 50 oder 60 sind, die sich halt die jungen 20-jährigen Männer schnappen. Wow. Und ein Film, der wirklich, wirklich hart ist an einigen Stellen, weil er einfach so krass dieses soziale Gefälle thematisiert. Ja. Und weil er Sex-Tourismus aus einem anderen Blickwinkel zeigt.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: Mit Frauen als Freier. Ja. Und weil er wirklich sehr differenziert zeigt, sowohl wie sich die Prostituierten fühlen, als auch wie sich die Freierinnen fühlen.
Johannes Franke: Mhm.
Florian Bayer: Großer Film, sehr schwerer, harter Film. Auf jeden Fall sehenswert.
Johannes Franke: Okay. Crazy.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Unsere Top 3. Unsere Top 3. Damit wären wir aber auch schon am Schluss, weil wir ja unser Fazit von Checker Tobi schon hinter uns haben.
Florian Bayer: Du willst die Top 3 immer vor das Fazit packen, damit du nochmal schön ausfaden kannst. Sag noch einmal, wie du dich gefühlt hast. Das war nämlich wirklich schön. Du warst am Ende zu Tränen gerührt von Checker Tobi, von dem Kinofilm. Ja. Das ist toll. Man sollte viel öfter von Filmen zu Tränen gerührt sein. Ich bin das leider zu selten.
Johannes Franke: Ich bin relativ nah am Wasser gebaut, was das betrifft sowieso. Also mich kann man schnell kriegen, wenn die Musik stürmt und wenn so Schauspieler halbwegs ist und so, dann ich bin dabei. Aber damit willst du den Film jetzt nicht schlecht reden, oder? Damit will ich den Film nicht schlecht reden, weil der Film ja nun mal einen Dokumentarfilm darstellt und nicht so hoch inszeniert wie andere Filme ist. Also es ist halt kein Star Wars oder sowas, sondern es ist halt wirklich ein, der schafft es mit dokumentarischen Mitteln, mich emotional so abzuholen, dass ich voll drin bin am Ende. Es ist unglaublich geil. Ich liebe es. Und das für einen Kinder-Dokumentarfilm. Und ich möchte, dass unglaublich viele Filme von diesem Format gedreht werden. Nicht nur für Kinder, sondern für Erwachsene, weil Erwachsene das genauso brauchen wie Kinder. Dass ihnen die Welt gezeigt wird auf eine bestimmte Art und Weise. Und ich habe überhaupt nichts gegen Richard Attenborough und diese ganzen, dieses Lion, look at this Lion. Das ist wie in einer schwarzen Ecke. Das ist, ja, das ist nicht Attenborough, sondern das ist Amerika.
Florian Bayer: Ach so, Werner Herzog.
Johannes Franke: Werner Herzog, der auch solche Filme-Narrator war. Der sagt dann, look at this Lion, he's Predator. Und Herzog hat keine gute Stimme für sowas. Aber er macht das ganz viel für die. Ich weiß, er macht das ganz viel für seine eigenen Filme auch. Und das wört mich ganz oft an seinen Filmen. Naja, gut. Ich habe überhaupt nichts gegen dieses Format und auch nichts gegen Richard Attenborough, der ganz viele tolle Bilder und ganz viele tolle Filme gemacht hat über Natur und so. Aber das hat irgendwie die Chance genutzt, Geschichte, die es einfach für Kinder braucht, richtig gut reinzuholen und zu inszenieren und die Natur da vollkommen seamless, was du nicht findest, aber ich schon, einzuflechten. Und das braucht ein erwachsenes Format genauso wie für Kinder, finde ich. Und das sollten wir viel mehr machen.
Florian Bayer: Ja, vielleicht. Ich finde, das ist ein schönes Schlusswort. Ich kann gar nicht viel mehr dazu sagen, außer eine absolute Empfehlung für die Show auszusprechen. Also vor allem natürlich für Kinder. Es ist eine Kindersendung. Aber auch Erwachsene können an dieser Show Freude haben. Und es ist schön, das mit einem Kind zusammen zu gucken. Wenn ihr keins habt, dann führt euch halt eins. Bietest du dich gerade an. Und ansonsten, ja, der Film, auf jeden Fall, ich bin froh, dass ich den Film gesehen habe. Er hat für mich ein paar Schattenseiten, was auch damit zusammenhängen könnte, dass ich die Show sehr mag. Aber es gibt nichts Tolleres, als die leuchtenden Augen von einem Kind zu sehen, wenn es von Checker Tobi in irgendeine Welt entführt wird. Und wenn es von Checker Tobi irgendwas lernt. Und es ist total toll zu sehen, wie Kinder das aufsaugen. Und das kann die Show und das kann auch der Film Wissen vermitteln. So, dass Kinder dranbleiben. Und so, dass ich auch dranbleibe.
Johannes Franke: Und so, dass du dranbleibst. Das finde ich nämlich eigentlich auch beeindruckend. Und ist das nicht ein Problem, dass wir glauben, dass wir für Kinder so wahnsinnig viel Aufwand betreiben müssen, aber für Erwachsene haben wir nur trockene Lehrbücher. Was ist denn da los?
Florian Bayer: Ja, meistens ist es, also wenn Erwachsene Filme das versuchen, das gibt es ja auch, ist es meistens ziemlich peinlich. Wenn Erwachsene Filme, oder oft ist es so, dass wenn Erwachsene Filme versuchen, Dokumentation und Fiktion zu mischen, dass du diese Cringe-Momente hast. Aber ich glaube, ich denke jetzt auch an was anderes als du, wenn du das sagst. Weil, wo man es zum Beispiel ganz oft sieht, ist ja bei historischen Dokumentarfilmen, dass dann Schlachtenszenen nachgestellt werden. Oder dass dann ein König gezeigt wird in seinem Palast und irgendein Diener, der was zu ihm sagt. Und der König wirft wütend seine Krone auf den Boden oder so. Und das ist meistens sehr unangenehm.
Johannes Franke: Mit schlechten Zeitlupen gemacht und mit so blöden und Schauspielern, die halt gerade noch im Redaktionsteam gesessen haben. Was Tobi auch hat, aber Tobi ist ja glücklicherweise einigermaßen gut im Schauspieler.
Florian Bayer: Du meinst, wir bräuchten mehr für Erwachsene Dokumentarfilme Tobis, die einfach uns in die Welt ziehen und neugierig sind.
Johannes Franke: Und mit denen wir gerne mitgehen wollen und die es auch schaffen, Situationen zu kreieren, die ein bisschen mehr erzählen und die vielleicht nicht nur, guck mal da, das, das, das ist. Ja.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Okay. Ach, wir sind glücklich. Ich gehe glücklich daraus. Das ist wirklich toll und freue mich, dass es sowas gibt und das macht mir ein bisschen Hoffnung.
Florian Bayer: Bleibt dran, wenn ihr wissen wollt, was Johannes nächste Woche für mich hat. Ich hoffe, er revanchiert sich mit einem tollen Film für dieses emotionale Wunder, das ich ihm geschenkt habe.
Johannes Franke: Ja, das Problem ist, Floor, deine Liste ist immer noch im Minusbereich. Du hast dir jetzt einen großen Pluspunkt geholt, aber eigentlich bist du noch fette Minus. Okay, pass auf.
Florian Bayer: Dann gibst du mir was, damit wir Gleichstand haben. Das heißt, du musst mir jetzt was richtig, richtig Hartes reinpfeffern.
Johannes Franke: Okay. Ja, Floor, da muss ich mal überlegen. Lass uns mal kurz Pause machen, ich überlege mir was und dann erzählen wir euch, was wir uns ausgesucht haben. Total Angst. Bis gleich. Bis gleich. So, Floor.
Florian Bayer: Ja. Du willst mir was reinpfeffern, damit wir Equality haben.
Johannes Franke: Ich hau dir richtig was Schlimmes rein. So einen richtigen Minusfilm. Damit wir mal wieder unsere Liste von Null anfangen können und Punkte sammeln. Also folgendes. Ich tu dir richtig was an. Ich hoffe, dass ich mich nicht irre und du sowas magst. Das wäre spannend, wenn du das jetzt mögen würdest. Und zwar würde ich dir gerne die Verfilmung von Cats geben.
Florian Bayer: Cats, mein Lieblingsmusical.
Johannes Franke: Nein. Floor.
Florian Bayer: Floor. Sorry. Aua. Aua, aua, aua. Nein. Okay, ich kenne Cats. Ich kenne den Titelsong von Cats. Und ich weiß, dass das Menschen in Katzenkostümen auf der Bühne sind. Und ich weiß, dass der Film nicht so gut angekommen ist. Oh, fuck. Während ich so drüber nachdenke, denke ich, oh shit. Oh nein. Das Problem ist, es tut mir mehr weh als dir.
Johannes Franke: Hast du ihn schon gesehen? Nein, noch nicht. Aber ich glaube, ich werde so, weil ich bin ja eigentlich Musical ist ja, also zumindest die 40er, 50er, 60er Jahre Musicals liebe ich ja. Ja. Ich bin jetzt nicht der große Fan von Tanz der Vampire und Starlight Express, obwohl ich das alles gesehen habe und auch eigentlich okay fand. Aber ich glaube, bei Cats, die Story lässt sich ja innerhalb von zwei Sätzen zusammenfassen. Das passiert mir nicht viel. Ich habe keine Ahnung. Ich kenne das wirklich. Ich weiß nur, dass es eine riesige Kult-Follower schafft hat. Ja, Kult ist genau das richtige Stichwort. Aber das werden wir nächste Woche feststellen. Du wirst dir diesen Film angucken müssen und ich werde ihn mir leider auch angucken müssen. Aber das nehme ich gerne auf mich, wenn ich weiß, dass du mit heruntergelassener Kinnlade vor diesem Fernseher sitzen wirst. Vielleicht ist er ja viel besser als alle sagen. Ja, vielleicht. Weiß ich nicht. Keine Ahnung.
Florian Bayer: Der Film wurde jetzt mehrmals zu den schlechtesten Filmen der letzten 100 Jahre gezählt. Vielleicht finden wir ja was Schönes an ihm.
Johannes Franke: Weiß ich nicht. Also das Problem ist, wir haben ja den Trailer gesehen. Also ich habe den Trailer.
Florian Bayer: Ja, ich weiß auch. Ich habe Bilder gesehen. Ich weiß, dass die CGI nicht zu seinen Stärken gehört.
Johannes Franke: Genau. Aber wer weiß, vielleicht haben sie eine Inszenierungsform gefunden, die wir ganz grandios finden.
Florian Bayer: Ja.
Johannes Franke: Keine Ahnung. Kann ja sein.
Florian Bayer: Und wir mögen es beide, dass wir sagen, die Kritik hat nicht recht.
Johannes Franke: Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Also insofern vielleicht, wer weiß. Und dann sind wir auf der Liste wieder im Mal Schauen.
Florian Bayer: Ich danke dir auf jeden Fall für diese Episode. Es war schön, mit dir über Checker Tobi zu reden.
Johannes Franke: Ich danke dir wahnsinnig für diese tolle Episode. Checker Tobi hat mir Hoffnung gegeben. Ich fand es ganz toll. Super. Dann zerstören wir die Hoffnung nächste Woche. Ja, genau. Wir hören uns. Bis dann.
Florian Bayer: Bis dann.
Johannes Franke: Ciao. Ciao.
