Episode 1: Borat Subsequent Moviefilm, Jojo Rabbit, 100 Jahre Adolf Hitler
Unsere erste Episode. Wir reden über Borat 2, 100 Jahre Adolf Hitler und JoJo Rabbit.
Borat Subsequent Moviefilm [Sacha Baron Cohen]
(USA 2020)
Rudy Giuliani, republikanischer Politiker, ehemaliger Bürgermeister von New York, Anwalt und Rechtsberater von Donald Trump liegt auf dem Bett eines Hotelzimmers. Über ihn gebeugt ist eine junge Frau, die ihm anscheinend dabei hilft, ein Ansteckmikrofon abzulegen. Und dann passiert es. Entspannt lehnt sich Giuliani zurück und greift tief in seine Hose mit anscheinend ziemlich eindeutiger Absicht. Bevor diese irritierende Szene weitergehen kann, wird sie auch schon gestört. Ein in Reizwäsche gekleideter Borat (Sacha Baron Cohen) stürmt in das Zimmer und schreit Giuliani an, die Frau sei 15, sie sei zu alt für Rudy. Er Borat würde sich an ihrer statt dem mächtigen, alten Mann hingeben. Giuliani ist verwirrt, ruft seine Security-Leute, und Borat und seine Filmtochter fliehen. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Diese kurze Episode ist nicht nur der neue Film Sacha Baron Cohens in a Nutshell, er ist auch sein zentraler Moment, sein größter Aufreger, seine Berechtigung und vermutlich auch sein stärkstes Erbe.
Jojo Rabbit [Taika Waititi]
(USA 2019)
Jojo Rabbit ist eine 2019 bzw. 2020 in D erschienene Satire und Drama von Taika Waititi. Die Adaption von Christine Leunens’ Roman Caging Skies erzählt von einem 10-jährigen Hitlerjungen, der in seinem anerzogenen Fanatismus und Begeisterung zum Faschismus Hitler als seinen imaginären Freund und Berater wählt.
100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker [Christoph Schlingensief]
(Deutschland 1989)
Hitler sieht abgewirtschaftet aus, lethargisch, lebensmüde. Er zieht seine Hose runter, taucht seinen Hintern in braune Farbe und drückt ihn, einen dicken Abdruck hinterlassend, gegen die Wand des Führerbunkers. Keine andere Szene von Christoph Schlingensiefs “100 Jahre Adolf Hitler” fasst besser zusammen, was in diesen wilden 60 Minuten geschieht: Wir sehen Menschen am Rande des Wahnsinns: Goebbels sitzt die ganze Zeit auf der Toilette, Göring wittert überall Verrat und Fegelein läuft mit manischem Blick durch die Bunkergänge, immer mit einem “Ficken!” auf den Lippen. Dazwischen werden Weihnachtslieder gesungen, Nazis werden in den April geschickt, und alles verwandelt sich in einen einzigen Rausch aus Paranoia, Sex, Schmutz und Stumpsinn. Am Ende klebt sich Eva Hermann Hitlers Schnurrbart an und wird damit automatisch selbst zum Führer. Sie heiratet Magda Goebbels, die einen neuen Moses gebärt und dieser wird im Morgengrauen in der Spree ausgesetzt, während wir einer hoffnungsvollen Zukunft entgegenblicken. 100 Jahre Adolf Hitler ist komprimierter Wahnsinn, in dreckigem Schwarzweiß, zwischen Avantgarde und Trash, Improtheater und Slapstick. Ein Film, den man weder schnell wegkonsumiert noch schnell vergisst…
Transkript
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: Podcast: Der mussmansehen Podcast - Filmbesprechungen Episode: Episode 1: Borat Subsequent Moviefilm, Jojo Rabbit, 100 Jahre Adolf Hitler Publishing Date: 2021-01-06T22:00:13+01:00 Podcast URL: https://podcast.mussmansehen.de Episode URL: https://podcast.mussmansehen.de/2021/01/06/episode-1/ Johannes, du glaubst wirklich, die Welt braucht einen weiteren Podcast? Nein, eigentlich nicht, aber ich. Aber wenn wir einen Podcast machen zusammen, dann brauchen wir irgendwas Cooles, worüber wir reden können. Wie wär's mit Filmen? Du liebst Filme, ich liebe Filme, ist doch eine gute Idee. Ja, aber wir lieben überhaupt nicht die gleichen Filme. Ja, das könnte das Geile sein. Ich zeig dir Filme, die ich geil finde und du zeigst mir Filme, die du geil findest. Das heißt so Musicals aus den 50ern? Von mir, für dich, genau. Genau. Und koreanische Filme? Mit russischen Untertiteln, von mir, für dich. Oh Gott, okay. Aber du weißt, dass das für eine Menge Streit sorgen kann. Äh, definitiv. Das wird lustig. So, da sind wir beim Muss-Man-Sehen-Podcast der ersten Ausgabe. Uh, stolz wie Bolle. Yay, Konfetti. Ich bin Johannes Franke, ich bin Schauspieler und Filmliebhaber und vor mir sitzt Florian Ploer-Beyer. Hallo, ich bin Florian Beyer, ich hab Germanistik, Philosophie und Geschichte studiert und arbeite in Berlin als Web-TV-Produzent und blogge nebenbei auf mussmansehen.de über Filme. Das klingt jetzt viel mehr als ich erzählt habe. Ich bin aber schon wieder Schauspieler und Filmliebhaber. Na toll. Du bist vom Fach und ich bin von der Theologie. Oh, das ist gut. Ja, ich bin nämlich vom Fach. Und ich von der Theorie. Dann lass uns mal loslegen. Und wir haben das Thema zwischen Realität und Fiktion. So, Ploer, was hast du denn zu deiner Verteidigung zu sagen zwischen Realität und Funktion? Jeder Film ist zwischen Realität und Funktion. Zwischen Realität und Fiktion gibt es einen ganz kleinen, einen ganz, ganz, ganz schmalen Platz. Und dort sitzt... Trump? Ich hätte jetzt gesagt Sacha Baron Cohen. Ach so, okay. Aber während ich es gesagt habe, hatte ich noch überlegt, ob mir was Witzigeres einfällt. Liebe Zuhörer, wer auch immer dabei ist, gleich beim ersten Mal. Hallo Karin. Werden wir uns also jetzt unserem Filmpodcast, den wir hiermit eröffnen, widmen. Ich starte einfach mal. Starte mal. Ja. Rudi Giuliani. Republikanischer Politiker. Ehemaliger Bürgermeister von New York. Anwalt und Rechtsberater von Donald Trump liegt auf dem Bett eines Hotelzimmers. Über ihn gebeugt ist eine junge Frau, die ihm anscheinend dabei hilft, ein Ansteckmikrofon abzulegen. Und dann passiert es. Entspannt lehnt sich Giuliani zurück und greift tief in seine Hose. Mit anscheinend ziemlich eindeutiger Absicht. Bevor diese irritierende Szene weitergehen kann, wird sie auch schon gestört. Einen reizwäsche gekleideter Borat, gespielt von Sacha Baron Cohen, stürmt in das Zimmer und schreit Giuliani. Die Frau sei 15, sie sei zu alt für Rudi. Er, Borat, würde sich an ihrer Stadt dem mächtigen alten Mann hingeben. Giuliani ist verwirrt, ruft seine Security-Leute und Borat und seine Filmtochter fliehen. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Diese kurze Episode ist nicht nur der neue Film von Sacha Baron Cohen in a nutshell. Er ist auch sein zentraler Moment. Sein größter Aufreger, seine Berechtigung und vermutlich auch sein stärkstes Erbe. Da kann Cohen noch so viel. Insgesamt 90 Minuten drumherum packen. Wer Borat Anschluss-Moviefilm, eine quasi Fortsetzung von, jetzt kommt ein sehr langer Titel, Borat, kulturelle Lernung von Amerika und Benefits für glorreiche Nationen von Kasachstan zu machen, also wer die Fortsetzung von Borat sehen will, tut dies vor allem wegen dieser einen Szene, die schon vor der Premiere der Mockumentary auf Amazon Prime, keine zwei Wochen vor der US-Wahl 2020, für einige mediale Aufregung sorgte. Dementsprechend wird dieser neue Borat-Streich wohl nie ganz die Verknüpfung mit dem kleinen John-Johannis-Skandal loswerden. Selbst wenn er sich bemüht, deutlich mehr zu sein. Und damit zu Johannes. Du hast mich voll in die Falle gelockt. Also ein riesiges literarisches Pamphlet geschrieben, darüber wie dieser Film ist. Und ich habe zu meinem Film nur zwei Sätze, die ich fast aus Wikipedia geklaut habe. Damit musst du dann klarkommen. Damit muss ich klarkommen. Und dieser Charme, das wird sich nächstes Mal rächen. Ich bin sehr gespannt. Ich auch. Oh Gott, ich habe den Mund zu voll genommen. Okay, ja, Borat. Borat 2. Ich habe diesen Film nicht wegen dieser Giuliani-Szene gesehen, weil mir das nicht bewusst genug war, bevor ich auf diesen Film gestoßen bin. Also ich habe tatsächlich, als ich ihn das erste Mal gesehen habe, habe ich einfach gedacht, naja, ich gucke mir jetzt ein paar Rednecks dabei an, wie sie rechnen. Rechte Parolen brüllen. Und das war es. So, ne? Aber ich habe nicht erwartet, dass dieser Film in dieser Ausführlichkeit A, versucht eine Geschichte zu erzählen. B, dass die Schauspieler tatsächlich so gut sind. Das hätte ich echt nicht erwartet. Und dass die Facetten doch sehr breit gefächert sind. Also dass man eben nicht nur irgendwie rechte Parolen hört, sondern dass man auch eine Babysitterin, eine... sieht, die sich versucht zu kümmern und sie versucht, der Hauptfigur irgendwie auf dem Weg zu helfen tatsächlich. Das sind so rührende Momente, die ich nicht erwartet habe. Ja. Wie bist du denn auf den Film gestoßen? Wie bin ich... Oh Gott. War es einfach so Amazon durchgeklickt? Was für einen neuen Film gibt es gerade? Ah, interessant. Borat 2? Ja, es wurde ja Borat 2 durchaus nach vorne gedrängelt von vielen Medien auch. Also es ist nicht so, dass Borat so ganz sang- und klanglos... Wo einfach eingesortiert wurde bei Amazon Prime. Das ist ja groß beworben worden. Und ich dachte immer, oh Gott, und dieser Typ im Monokini, muss ich mir das antun? Und dann habe ich irgendwann in einem Anfall von Masochismus vielleicht gedacht, das muss ich mir antun. Und am Ende war ich sehr froh. Du hattest den ersten Borat-Film auch nicht gesehen vorher, oder? Ich hatte ihn nicht gesehen vorher. Ich habe wirklich den zweiten als erstes gesehen und dann gedacht, okay, jetzt muss ich den ersten auch noch gucken. Das ist ganz spannend, weil das sind wahrscheinlich so, so komplett unterschiedliche Herangehensweisen an den Filmen, weil ich kannte den ersten Borat-Film, ich habe den sehr gemocht. Ah, okay. Also ich finde, das ist ein total fantastischer Film. Ich liebe Sacha Baron Cohen. Ich fand den schon zu seinen früheren Zeiten, als er noch als Ali G. vor allem auf MTV unterwegs war, fand ich ihn schon herausragend. Okay. Und auch immer so wirklich intelligente politische Satire unter der Kamouflage von totalem Blödsinn. Das zieht sich ja so ein bisschen durch seine Karriere, dass er das immer macht, dass man so, wenn man ihn zum ersten Mal sieht, denkt, oh mein Gott. Gott, ist das ein alberner Scheiß. Ja, ja, genau. Und dann sehr schnell feststellt, oh, da steckt ganz schön viel Subtext dahinter und auch tatsächlich bissige politische Satire. Ja, das habe ich halt auch nicht erwartet. Ja. Weil ich wirklich, das Einzige, was mir von Sacha Baron Cohen vorher irgendwie entgegengekommen ist, waren eben diese Monokini-Bilder und dieses leicht peinliche, dieser Pipi-Kaka-Humor, der sich auch durch diese Filme ein bisschen durchzieht. Und ich dachte so, naja, hm. Und Ali G. habe ich einmal gesehen, aber nicht ganz ernst genommen, weil ich, weil dazu meine Englischkenntnisse damals nicht gut genug waren. Weil er ja die englische Sprache auch noch mal verballhornt und man dadurch irgendwie noch einen ganz anderen Zugang zu ihm findet. Und das ist bei mir natürlich popkulturell nicht angekommen dann. Ja. Ich glaube tatsächlich, Borat ist was, genau, ich habe, als ich Ali G. geguckt habe, habe ich das wahrscheinlich auch in der deutschen Synchronisation geguckt. Damals noch. Und also Sacha Baron Cohen, alle Rollen von ihm sind natürlich was, was man im Original gucken muss. Weil es ist einfach, also wenn man das synchronisiert sieht, so die ersten Sätze, da denkt man, oh mein Gott, es funktioniert einfach nicht, weil es doch zu sehr auf seinem Spiel mit der Sprache basiert. Und auch wie er mit Sprache spielt und wie er Sprache zerstört und mit Sprache auch arbeitet. Ja, genau. Ja, ist schwierig. Also gerade die Synchro ist dann schwierig. Ja. Die beste Rolle von Sacha Baron Cohen fand ich diesen, diesen Bruno. Bruno. Weil der wirklich die Modewelt und so, so durcheinandergebracht hat und so, so offenbart hat, welchem Elfenbeinturm die da leben und sich denken, dass sie die großen, weiß ich nicht, die größten Typen sind. Das ist schon krass. Ja, auf jeden Fall. Ich glaube tatsächlich, Borat ist meine Lieblingsfigur von ihm. Was vor allem daran liegt, dass ich einfach den ersten, den ersten Borat-Film unglaublich gut fand. Und das vielleicht, um das gleich mal in den Raum zu werfen. Ich finde, die Fortsetzung ist bei Weitem nicht so gut wie der erste Film. Oh, da haben wir andere Meinungen. Es wäre tatsächlich auch mein Take auf den Film allgemein wäre, dass es kein guter Film ist, aber dennoch ein sehenswerter Film. Okay. Ein Film, der mir auch sehr viel Spaß gemacht hat, aber ein Film, der deutliche Schwächen hat und Schwächen, die auch dazu führen, dass er für mich ein Film, ein Film ist, der in diesem Jahr 2020 wie Arsch auf Eimer passt, kurz vor der US-Wahl. Ja. Aber dass genau das auch dessen größtes Problem ist, dass es ein Film für diese Zeit ist, für diese Zeit vor der Wahl, für dieses letzte Jahr Donald Trump. Und dass er, nachdem jetzt Trump die Wahl verloren hat, auch wenn es wahrscheinlich noch etwas dauern wird, bis er es zugibt, dass der Film damit schon fast seine Berechtigung verloren hat, weil er darüber hinaus eigentlich nicht so viel, nicht so viel zu bieten hat. Ja, die Frage ist dann, was hat der Film denn zu bieten? Also was er definitiv zu bieten hat, ist, dass er einen sehr pointierten Blick liefert auf das Trump-Amerika. Das heißt, das Amerika vor der Wahl 2020 und dass er sehr genau drauf guckt, wie fühlt sich Amerika in diesem Jahr an, kurz bevor die neue Wahl ansteht, kurz bevor Trump abgewählt wird oder Trump doch wieder gewählt wird. Wie ticken die Menschen? Wie funktioniert die Gesellschaft? Und wo gibt es Schwächen in dieser Gesellschaft? Und da ist er auch wirklich ein gutes Zeitstück, das wirklich diesen Moment sehr gut einfängt. Ja, aber glaubst du denn, dass die Welt nach der Trump-Wahl jetzt, wo er abgewählt ist, anders, wirklich so viel anders ist dann? Also die US-Welt? Ich glaube, Amerika wird sich verändern, definitiv. Ich glaube, es sind einfach, es sind ganz, ganz andere neue Bedingungen. Und ich glaube, das unterscheidet auch einen starken, starken politischen Film von einem eher schwächeren politischen Film, dass er es schafft, in diesem Spezifischen das Universelle zu finden. Dass er sagt, okay, wir schauen uns jetzt an, wie tickt dieses Trump-Amerika? Aber wir erzählen damit auch, wie tickt die amerikanische Gesellschaft allgemein? Wie tickt sie im Ganzen? Wie tickt sie darüber hinaus? Und das, finde ich, schafft Borat nicht. Und ich glaube, das ist ein Schicksal, was er auch mit anderen politischen Filmmachern teilt. Also der erste, der mir einfallen würde, wäre Michael Moore, der mit... Bowling for Columbine und Fahrenheit 9-11 zwei wirklich sehr gute Dokumentationen gemacht hat, die auch damals den Zeitgeist eingefangen haben des damaligen Amerikas, die aber auch über diesen Zeitgeist hinaus nicht mehr erzählen konnten. Hm, ich würde vielleicht mit Michael Moore widersprechen wollen, weil der, er wird ja viel immer wieder eingeladen zu irgendwelchen US-Talkshows, und immer wieder zu aktuellen Situationen gefragt, zu politischen Situationen. Und ich habe das Gefühl, dass seine Aussagen sich über die Jahre nicht groß ändern. Er hat immer die gleichen Themen. Ja, ich glaube doch tatsächlich, dass das eine Schwäche von Michael Moore ist. Ah, okay. Ich finde, er hat wirklich einen guten Blick, und er hat ein gutes Gespür dafür, Situationen einzufangen. Und er hat ein gutes Gespür dafür, was schiefläuft. Aber der politische Eifer, und das ist, glaube ich, auch das bei Borat, das Sendungsbewusstsein macht das teilweise ein bisschen kaputt, weil es sich sehr in den Vordergrund drängt. Das hat Borat in seinem ersten Film meiner Meinung nach viel besser geschafft. Ich finde, der erste Borat-Film ist ein Blick auf den amerikanischen Zeitgeist, über die Situation hinaus, einfach weil er nicht so verknüpft ist mit dem Trumpismus, nicht so verknüpft ist mit Covid-19, nicht so verknüpft ist mit den Trump-Rallys und Mike Pence und Giuliani, sondern weil er ... mehr Gesellschaft abbildet und sich weniger auf die Einzelpersonen oder auf die einzelnen Ereignisse stürzt. Also, du beziehst dich dann jetzt auch auf QAnon und diese ganzen Probleme ... Definitiv, ja. Aber ist das ein ... Naja, gut, wenn man jetzt sagt, QAnon ist ein Zeitgeschehen, also ich würde ja eher sagen, das ist nur ein anderes Symptom für das gleiche Problem. Also im Grunde arbeitet man sich ja schon an einem grundsätzlichen Problem ab. Ja. Tatsächlich, bei dem Thema schafft er es auch am ehesten, als er ... Also es gibt diese wirklich tolle Szene, die auch zu meinen Lieblingsszenen des Films gehört, wenn er als jüdisches Stereotyp verkleidet in diese Synagoge geht und wirklich hart sämtliche antisemitischen Klischees vereint mit Hakennase und der raffgierige, mächtige Jude und dort dann auf eine Holocaust-Überlebende trifft und sie dann anfängt zu erzählen, was damals passiert ist. Und um ihn zu überzeugen, dass der Holocaust ... dass der Holocaust stattgefunden hat, weil er natürlich als Holocaust-Leugner auch auftritt in diesem Kostüm. Das finde ich ist ein sehr starker Moment, weil er in diesem Moment diese ... weil er in diesem Moment zeigt, wie es so ein verbindendes Element gibt von Verschwörungstheorien. In diesem Moment schafft er den Wechsel zum Universellen und beleuchtet nicht einfach nur die absurden Trump-Verschwörungstheorien, sondern Verschwörungstheorien allgemein. Aber das ist halt einer von wirklich wenigen Momenten, in denen das passiert. Okay. None|Okay. Ich glaube, unser Gespräch über die beiden Idioten, die QAnon-Verschwörungstheoretiker, sagen wir so, hat der Äther geschluckt. Da konnte auch Audible nicht mehr mitmachen. Audition. Audition, Entschuldigung. Audible ist eine Firma, eine von vielen Firmen, die mit Hörbüchern zu tun hat. Da gibt es auch noch Amazon Prime. Du hast recht. Müssen wir mehrere Firmen nennen, wenn man so eine Firma nennt, oder sind wir privat genug? Ist Audition von Adobe? Ja. Ja. Wer ist nochmal die Freeware-Variante davon? Audacity. Audacity, genau. Oder Audacity? Keine Ahnung. Ja. Nein, ich benutze Audition, um mal ein bisschen die Nase hochzurecken und zu sagen, ich bin ein Adobe-User, ich kann mir das leisten, jeden Monat. Mit dem Kennwort muss man sehen, er erhaltet ja 20% Rabatt auf alle Adobe-Produkte. Oh Gott, schön wär's. So, genau. Also, worüber wir uns um jeden Fall unterhalten müssen, ist diese Idioten, die Borat zu sich einladen und dann zusammen dieses furchtbare Lied auch noch schreiben, dass sie dann auf dieser Rallye singen. Sie sind so stolz. Oh, sie sind so stolz, dass sie dieses schreckliche Lied geschrieben haben und dass er das dann auch noch auf der Bühne singt und so. Oh Gott, ist das gruselig. Aber du meintest vorhin, und das müssen wir einfach nochmal beleuchten, dass diese beiden es nicht schaffen, die Transferleistung, die gedankliche Transferleistung zu leisten, von den Verschwörungstheorien, wie sie selbst sagen, die Borat mitbringt, nämlich, dass Männer, Frauen so völlig überlegen sind und gleich bei der Geburt ganz fröhlich aus der Vagina spazieren und solche Sachen und dass die beiden es schaffen, in dem Moment zu sagen, nee, das geht natürlich so nicht, es funktioniert so nicht. Aber die Transferleistung zu unseren Verschwörungstheorien sind aber ganz normal. Das ist vor allem großartig, weil das auch so ein stolzer Moment von ihnen ist, dass sie die aufgeklärten Weltbürger sind, die hier einen Hinterweltler vor sich haben, dem sie jetzt zeigen können, wie die Welt funktioniert und dem sie einfach mal klar machen können in dem Moment, hey, es gibt sowas wie Wissenschaft und die Welt funktioniert anders als du siehst und sie schaffen, wie du sagst, sie schaffen diesen Transfer nicht zu sehen, dass sie daneben ihr absurdes Gedankengebäude haben. Was mindestens genauso bescheuert ist, mindestens genauso grotesk ist und unwissenschaftlich. Sehr schön illustriert davon, wie Sacha Baron Cohen mit der Pfanne auf die Wände klopft und haut, um die Viren zu erwischen und die beiden das erstmal irgendwie schon seltsam finden, aber irgendwann der eine sich zu dem Satz durchringt, so, jetzt haben wir sie alle. Ja. Super. Das Tolle ist ja, es gibt ein Interview mit Sacha Baron Cohen, wo er davon erzählt, von diesem Dreh. Dreh ging wohl wirklich über drei Tage? Ja, fünf Tage. Fünf Tage sogar. Und die Crew war abends natürlich abwesend, er war dann in seinem Zimmer und er hat Notizen gemacht und sich auf den nächsten Drehtag vorbereitet und hatte seinen Laptop da und alles aufgeschlagen und dann hat irgendjemand an seine Tür geklopft von den beiden und hat gesagt, hey, Borat, was machst du denn gerade da? Und er hat tierisch Panik gekriegt. Oh, scheiße. Er war allein mit diesen Verschwörungstheoretikern, die wahrscheinlich auch Waffen gehortet haben und dann plötzlich... Und plötzlich klopft er an die Tür und es besteht die Gefahr, dass seine Kamouflage auffliegt, dass er enttarnt wird und er packt alles so schnell wie möglich weg und wird sagen, ja, ich komme gleich, ich komme gleich. Oh Gott. None|Fuck. Also das, davor wirklich Respekt. Es zu schaffen, das durchzuziehen und natürlich hat man dann einen fertigen Film vor sich und denkt sich, naja gut, okay, dann ist der da mal reinspaziert, hat ein paar Sachen gesagt und ist wieder rausgegangen. Aber dem ist ja nicht so. Ja. Das ist ja nur ein Ausschnitt von vielleicht ein paar Prozent. Von dem, was die so gedreht haben, was er so machen musste, um die Leute zu den Sachen zu bringen, die sie dann am Ende im Film sagen. Das ist schon echt krass. Das ist ein ungeheuer mutiger Film. Ich finde es auch, also um das nochmal hervorzuheben, Borat kommt ja in dem Film nicht allein, sondern er hat seine Tochter dabei, die wird gespielt von, jetzt darf ich den Namen nicht falsch sagen, einer ukrainischen Schauspielerin, glaube ich, sie heißt Marica Bakalova und die ist unglaublich gut. Also in Interviews sagt sie auch immer, dass sie sich sicher gefühlt hat am Set und man sieht aber im Film, dass Sacha Baron Cohen sie auch, also ihr viele Freiheiten lässt und sie auch viel rumprobieren lässt und auch versucht, die Leine nicht zu kurz zu halten und es gibt einfach Momente, in denen man das Gefühl hat, dass der Schauspieler Sacha Baron Cohen kurz die Fassung verliert, weil er so überrascht ist, was sie da raushaut und ganz kurz aus seiner Rolle fällt, weil er einfach nicht damit gerechnet hätte, dass sie auch so krass improvisiert wird. Dabei hat er wirklich ja so hunderte von Schauspielerinnen durchgesucht, um sie dann irgendwie zu finden und die haben ja vorher Tests und so weiter gemacht, aber ich finde auch, sie ist so unglaublich gut und ich finde, man sieht aber in den Interviews, wie wahnsinnig nervös sie trotzdem war, also wie auch, wie nervenaufreibend dieser Dreh war und ihre Mutter hat sich wohl den Film angeschaut und erstmal eine Stunde geweint. Es ist ja auch krass, also was er sich zumutet und was er seinen Mitschauspielern, Mitschauspielerinnen zumutet. Das ist immer krass und das ist immer extrem. Und er, also ich meine, er riskiert sein Leben, ne? Er steht auf dieser Bühne, als er dieses Lied singt, das er mit den beiden Verschwörungstheoretikern aufgenommen hat und dann wird er offensichtlich enttarnt, irgendjemand aus dem Publikum schreit so, ey, was ist denn das? Lasst euch doch nicht verarschen und dann jagen die ihn. Das ist nicht im Film, aber es gibt einen Outtake, genau. Genau, es gibt einen Outtake davon und offensichtlich hat dann auch jemand nach einer Waffe gegriffen und jemand von den Securities hat gesagt, ey, lasst mal, es ist es nicht wert. Und also es ist, was er macht, ist wirklich riskant. Ja, das ist krass. Nun, das hat er sich ausgesucht, jetzt hat er noch andere Leute mit reingezogen. Ja. Aber sie scheint es ja, sie hat es wirklich mit Bravour gemacht und mit wirklich viel, also auch so angstfrei in so Situationen reinzugehen. Ja. Sehr beeindruckend. Ja. Ich finde tatsächlich, also auch mit so sehr starken Momenten im Film gehört, wenn sie allein mit dieser Babysitterin ist. Das sind sowieso ganz, ganz... Ganz faszinierende Momente, weil ich, also einmal, ich finde es toll, wenn sie ohne ihn zu sehen ist, wenn sie wirklich komplett frei von Borat einfach ihre Rolle spielt und dann auch ihre Rolle weiterentwickelt. Da passieren ganz tolle Sachen, wenn sie mit der Babysitterin redet und dann vermeintlich auch Lügen enttarnt werden, die sie ihr Leben lang gehört hat. Ich finde das, ich würde gerne noch kurz mit dir über diesen Moment mit der Babysitterin reden, weil ich finde, das ist ein Moment, wo der Film ganz spannend wird, weil das ein Moment ist. Das ist ein Moment, wo das Konzept von Cohen so ein bisschen scheitert. Oh, scheitert? Mhm. Da bin ich jetzt gespannt. Wieso scheitert das? Und zwar ist es, also man kann es drehen und wenden, wie man will. Es geht in dem Film immer auch ein bisschen darum, die Leute vorzuführen. Er will den Leuten entlocken. Er will den Leuten Sachen entlocken, wo sie sich lächerlich machen, wo es peinlich wird, wo sie sich dumm verhalten. Und dann schickt er seine vermeintliche Tochter zu dieser sehr gläubigen Babysitterin. Mhm. None|Mhm. Und? Die Tochter redet mit der und es gibt Thema, das weiteste Thema ist irgendwie Sexismus. Es geht darum, wie sie unterdrückt wird in ihrer Heimat und was sie alles nicht kann und alles nicht darf. Und die Babysitterin wird in diesem Moment richtig stark und richtig groß und tritt einfach als eine Frau auf, die wirklich darum bemüht ist, dieser Tochter zu helfen, dass sie sich emanzipiert, dass sie ihren eigenen Weg findet und dass sie sich vor allem nicht losreißt von diesen ganzen Fesseln der patriarchalischen Gesellschaft. Ich glaube nicht, dass das ist, was da geplant war. Ich glaube nicht, dass das ist, was intendiert war. Aber ich glaube, dadurch wird das auch, wird diese Szene so besonders und so besonders stark. Ich glaube, es war beabsichtigt, weil ich gelesen habe, dass sie die Babysitterin engagiert haben mit dem Zusatz, weil Sacha Baron Cohen sagt natürlich nie, wir drehen hier eine Satire und es ist alles Fake, sondern alle sollen glauben. Das ist, das passiert in dem Moment und sie, dieses kasachstanische Filmteam und so. Aber ihr haben sie wohl gesagt, dass sie einen Film über feministische Entwicklung und feministische Ideen haben, sodass sowieso schon klar war für die Babysitterin, es geht darum, dieser Frau wenigstens ein paar rudimentäre Sachen an die Hand zu geben, was ein kleines bisschen für mich entzaubert, dieses Wissen. Ja, ein bisschen schade, aber das ist wohl das, was sie ihr gesagt haben und das macht es aber am Ende dann doch nicht weniger stark. Also es ist wirklich eine ganz großartige Frau, finde ich. Ja, es ist wirklich spannend, weil sie ist eigentlich so ein klassisches Baron Cohen Opfer. Sie ist konservativ, sie ist sehr gläubig. Sie wird wahrscheinlich auch, ich weiß nicht mehr, ob es im Film thematisiert wird, aber ich glaube, sie hängt irgendeiner evangelikalen Kirche an, also wirklich eher so die extreme Seite, so Abtreibungsgegner und Homosexualitätssünde. Und sie wird in diesem Moment ja komplett vermenschlicht. Total. Wir fiebern ja mit ihr mit. Wir wünschen ihr alles Gute. Und dann wird es nachher nochmal aufgegriffen, wenn Sacha Baron Cohen sie besucht und sie macht ihm mit Mundschutz die Tür auf und sagt, ey, du darfst nicht zu nahe kommen. Und sie schimpft auch mit ihm. Und es ist so spannend, weil das, was der Film sonst macht, mit den Leuten nicht passiert, dass sie vorgeführt werden. Sondern sie wird im besten Licht. Sie wird im besten Licht dargestellt. Ja. Und vollkommen zu Recht. Und für alle Seiten. Also es ist in diesem Moment so klar, dass auf der Seite dieser Frau würden alle stehen. Genau. Ich finde aber, das ist wirklich, und da kommen wir dann in die Ecke der Dramaturgie, was vielleicht unser letzter Abschnitt sein sollte für diesen Film. Wir müssen recht lange über diesen Film reden. Gott. Es gibt viel zu sagen. Ja. Ja. Diese Frau macht einen wesentlichen und wichtigen dramaturgischen Kniff für den Film aus. Warum der Film für mich am Ende auch als seltsamerweise fiktionales Werk funktioniert. Weil du diesen klassischen Aufbau von, ne, erst Heldenreise, so der Held soll jetzt bestimmte Aufgaben erfüllen und so weiter und zweifelt daran, ob er das kann und kriegt dann Unterstützung von Mentoren. Klassischer fiktionaler Aufbau eines Films. Und diese Frau macht genau das, was solchen pseudodokumentarischen Sachen eben oft fehlt. Weil, wie willst du das machen? Wie willst du es schaffen, eine Dramaturgie reinzubringen, wenn alles im Moment passiert? Das heißt, du liest gerade den Film als eine Heldengeschichte von Tuta, von der Tochter? Ja, total. Okay. Das ist ganz spannend. Also, dass gar nicht Bora der Mittelpunkt steht, sondern dass es eigentlich um ihre Befreiung geht. Es geht um ihre Selbstbefreiung. Absolut, absolut. Er ist nur Vehikel quasi. Ja, okay. Und das finde ich auch toll, weil er eben, und ich bin mir ganz sicher, dass er das auch beabsichtigt hat, dass das nicht ihm nur einfach so passiert ist, weil sie so gut ist, sondern dass er tatsächlich sie ja auch in diese Situation gebracht hat, damit das dramaturgisch für einen Film funktioniert, damit sie ihre Heldenreise durchgehen kann. Ihre Emanzipation. Finde ich ein interessanter Gedanke. Ich finde tatsächlich die fiktionalen Elemente vom Film am schwächsten. Okay. Also, beziehungsweise, ich finde es, ich finde, man merkt im Film generell an, dass es Cone deutlich schwerer gefallen ist, in seiner Borat-Rolle aufzutreten, aufzutreten, aufzutreten. Ja. Man, das Gute ist, er thematisiert es. Das muss man dem Film zugutehalten. Ganz am Anfang sieht man diese Szenen, wo er in seiner klassischen Borat-Verkleidung durch die Straßen Amerikas geht und ständig von Leuten gejagt wird. Und so, ey, Borat, ich will ein Autogramm haben, Borat, yeah. Und natürlich, er hat diesen Film gemacht. Er ist in Shows aufgetreten. Er ist bekannt. Und dadurch ist es ihm, fällt es ihm deutlich schwerer, inkognito aufzutreten. Ja, klar. Und das ist auch das, bei diesem Festival, bei diesem Verschwörungstheoretiker-Festival auftritt, wird er ja auch enttarnt. Und das ist wirklich ein großes Problem. Und ich glaube, eine Sache, damit umzugehen, ist, dass der Film die fiktionalen Anteile deutlich erhöht hat. Es gibt weniger, es gibt weniger diese, diese, diese Clownerien, in denen er mit realen Menschen zusammentrifft. Und es gibt viel mehr diese Szenen, in denen er versucht, eine runde Geschichte zu erzählen. Und zwar, wie du schon sagst, eigentlich eine Heldengeschichte. Er erzählt von dem Vater, der mit seiner Tochter nach Amerika fährt. Und sie, die Tochter soll eigentlich als Geschenk überreicht werden. Und sie emanzipiert sich dann irgendwann. Und gleichzeitig lernt der Vater aber natürlich auch, dass das falsch war und dass das falsch ist, sie als Geschenk zu überreichen. Und diese Geschichte, ich glaube, das Problem, dass ich mit dem Fiktionalen, Moment habe, ist, dass sie tatsächlich, und es gibt nicht ohne Grund eine Blackfacing-Warnung von Amazon, bevor man den Film anmacht, dass sie sehr viele rassistische Stereotype reproduzieren. Und es funktioniert, also es hat für mich eine Berechtigung, solange diese rassistischen Stereotype benutzt werden, um den Rassismus von den Amerikanern aufzudecken oder von uns. Aber sobald sie einfach nur als Geschichte dienen, ist es plötzlich nichts mehr als rassistische Stereotype über einen Hinterwäldler aus Kasachstan, der sexistisch ist und seine Tochter im Gefängnis im Käfig hält und der keine Ahnung von Kultur und Zivilisation hat und der scheitert, wenn er mit Kultur und Zivilisation konfrontiert ist. Nun. Stell dir diesen Film mal vor mit fiktionalen Momenten, die nicht das Thema Rassismus bedienen. Dann hast du zwei Filme. Also es funktioniert sozusagen nicht, einen fiktionalen Bereich zu haben, wenn der nicht die non-fiktionalen Sachen zusammenhält und dann eben zwangsweise mit diesem Thema. Ich glaube, man sollte auch nicht komplett darauf verzichten. Ich glaube, der fiktionale Bereich ist einfach zu lang. Es ist einfach zu groß geworden. Es ist einfach zu episch. Ich muss sagen. Und deswegen, wegen dieses fiktionalen Teils, hat mir der zweite besser gefallen als der erste. Ah, okay. Also das ist meine Sicht auf die Dinge, weil bei mir das sehr gefällt, dass er es geschafft hat und es ist mir immer noch ein Rätsel, wie er es geschafft hat, wie zur Hölle hat er diesen wirklich runden, fiktionalen Bereich zusammengestrickt aus dem non-fiktionalen. Das finde ich total beeindruckend. Es ist unglaublich. Wie hat er es geschafft, von A nach B zu kommen? Weil er weiß ja nicht, wie die Leute reagieren. Natürlich hat er das viel forciert und viel, aber trotzdem bleibt es für mich ein Zaubertrick. Ich finde es ganz spannend, weil ich finde, man merkt teilweise, dass der Film auch sehr hastig zusammengestellt wurde. Ich habe so das Gefühl, man sieht dem Film an, dass sie den unbedingt noch vor der Wahl raus veröffentlichen wollten. Ja, okay. Und entsprechend gibt es Sachen, die fehlen. Entsprechend gibt es Filmmaterial. Das sind eben diese fiktionalen Szenen, die mich stören. Und dementsprechend wirkt alles. Es ist schon so ein bisschen zusammengeklöppelt und sehr überhastet veröffentlicht. Ich finde, der erste Teil hat deutlich mehr Liebe und man hatte einfach das Gefühl, man hat mehr die Zeit gespürt, die in ihn investiert wurde. Die spürt man in diesem Teil nicht so stark. Nur hat es natürlich auch mit dem Umstand zu tun, dass er zu bekannt geworden ist. Genau, definitiv. Das kann man ihm auch nicht vorwerfen. Das ist halt ein Problem. Und es ist natürlich auch die Frage, wie will man damit umgehen? Ich finde halt, er hätte vielleicht einen besseren Weg finden können. Es gibt auch so einige quasi dokumentarische Stücke, die einfach, die gar keinen Mehrwert beten über die Karikierung der Figur hinaus. Zum Beispiel dieses Ding mit dem Debutantinnenball. Also ziemlich früh im Film sind sie auf einem Debutantinnenball und führen den sogenannten Mondtanz auf. Ich glaube, sie nennt es Mondtanz. Kann sein, ja. Es ist auf jeden Fall ein Periodentanz. Ja. Und am Ende dieses Tanzes spreizt Tuta die Beine und man sieht ihren blutverschmierten Slip. Und das macht nichts anderes, als die Figuren halt nochmal zu karikieren, weil die Anwesenden, es passiert nichts. Es passiert keine Dynamik zwischen Bora, Tuta und den Gästen. Die stehen halt da und gucken geschockt. Ja, genau. Und dann ist es vorbei. Es fehlt diese Ebene, wo sie interagieren, wie es halt mit den Verschwörungstheoretikern ist oder wie es mit der Babysitterin ist. Und diesem Arzt und Abtreibungsberater. Das ist auch einer der schwächeren Momente, weil man im Grunde eigentlich nur damit beschäftigt ist, auszuhalten als Zuschauer. Und das war's. Das ist einfach nur Schockvalue. Ja, Schockvalue. Das ist interessant, weil ich meinen Schwachpunkt an dem Film, um das mal abzurunden, dein Schwachpunkt ist, also die Fiktionalen, für mich ist der Schwachpunkt genau das Gegenteil, nämlich dass es so Varieté-artige Aneinanderhänge gibt. Aneinanderreihung von Sensationssachen ist. Also ich habe mir jetzt überlegt, ich gehe zu der Frau, die das Sugarbaby ist, die dann ihr erzählt, wie man einen reichen Mann angelt, möglichst kurz vorm Herzinfarkt oder danach. Was richtig absurd ist. Natürlich gucke ich mir das gerne an, aber es ist in der Aneinanderreihung, es ist mehr Varieté als alles andere. Ja, definitiv. Und das finde ich ein bisschen schwach am Ende. Ja. Obwohl es natürlich das ist, was der Film will. Das ist, also, ne, ja. Für dich wird er durch die Geschichte gerettet, weil es dadurch mehr ist als nur Varieté und Aneinanderreihung von albernen Szenen. Ja. Verstehe, okay. Okay. Hast du noch was zum Film? Oder wollen wir an der Stelle? Ja, ich würde, glaube ich, noch eine Sache zu dem Überholten sagen. Ja, okay. Weil das war ja das, womit ich eingestiegen bin. Ja, okay. Ich glaube, eine Sache, warum der Film auch überholt ist, ist, und das ist was, was man dem Film auch nicht vorwerfen kann. Aber das ist einfach das Bizarre und Groteske mittlerweile in der Realität stattfindet. None|Oh Gott. Also, Borat ist von 2005 der erste Film. Und damals war noch so eine Kunstfigur wie Borat notwendig, um den Leuten krasse rassistische, sexistische Sachen zu entlocken. Wenn man sich heute anschaut, wie Trump redet, wie Giuliani redet, wie Trump-Anhänger reden, die brauchen keinen Borat mehr. Die sagen das, wozu damals Sacha Baron Cohen hätte zu denen gehen müssen und mit denen zwei Stunden reden. Um ihn, diesen einen Satz zu entlocken, das sagen die mal so en passant in einer Pressekonferenz. Stimmt, ja. Bei offiziellen Reden. Das heißt, dieser ganze Charakter Borat hat sich auch ein bisschen überholt, weil in der Welt Trumps im Jahr 2020 ist das Politische so bizarr geworden. Und die Grenzen haben sich so verschoben, was gesagt werden darf und was bejubelt wird. Naja, das, ja, Borat 2 beinhaltet eigentlich auch so ein bisschen seine eigene Überholung. Ja, weil... Er braucht nicht so viel Zauber, um den Leuten irgendwas zu entlocken. Die machen das reiwillig alles. Das findet statt. Das, was wir vorher in Borat, in dem ersten Borat-Film gesehen haben, dachten, oh krass, boah, das sieht man heute alltäglich in den Nachrichten, wenn eine Pressekonferenz von irgendjemandem vom Trump-Team ist. Wenn Trump twittert, in jedem zweiten Tweet hast du genau das. Weil es, ja, es braucht den Borat einfach nicht mehr. Dann hoffen wir doch, dass wir den Borat bald wieder brauchen. Ja, das ist doch ein schönes Schlusswort. Und beenden dieses Segment an der Stelle und freuen uns auf... Wie machen wir denn weiter? Tja, gute Frage. Wollen wir erst 100 Jahre alter Fittler machen? Sehr gerne 100 Jahre alter Fittler zuerst. Sehr gerne. Oh Gott. Plor. Darf ich... Sagen wir eigentlich Plor oder sagen wir Florian Bayer? Naja, du nennst mich Plor. Ich nenne dich Plor. Also nennst du mich Plor. Gut, okay. Nur zur Aufklärung. Möchtest du kurz... Während ich meinen Zettel durchsuche, erklären, warum du Plor heißt? Ähm, ja. Durchaus, wenn ich das zusammenkriege. Also Plor ist eigentlich eine Kombination aus Bruder und Flo. Die meine Schwester irgendwann mal vor... Mittlerweile wahrscheinlich... 300 Jahren? 20 Jahren. Wirklich vor 20 Jahren. Oh Gott. Bei einem Rollenspielabend, denke ich. Oder bei einer Party gesagt hat. Und sie war wahrscheinlich betrunken oder bekifft. Und hat einfach so... Rausgerufen. Und daraus ist dann Plor geworden. Und seitdem gibt es also Freundeskreise, die irgendwie mit meiner Schwester zu tun haben. Nennen mich ziemlich konsequent Plor. Ja. Du hast irgendwann mal versucht zu etablieren, dass es wieder Florian wird. Das hat nicht geklappt. Ja, ich habe aufgegeben. Okay. Plor ist total okay. Gut. Sehr schön. 100 Jahre Adolf Hitler. Bitte einmal eine Einführung in den Film, Plor. Hitler sieht abgewirtschaftet aus. Lethargisch. Lebensmüde. Er zieht seine Hose runter, taucht seinen Hintern in braune Farbe und drückt ihn, einen dicken Abdruck hinterlassend, gegen die Wand des Führerbunkers. Keine andere Szene von Christoph Schlingensiefs 100 Jahre Adolf Hitler passt besser zusammen, was in diesen wilden 60 Minuten geschieht. Wir sehen Menschen am Rande des Wahnsinns. Goebbels sitzt die ganze Zeit auf der Toilette. Göring wittert überall Verrat. Und Fegelein läuft mit manischem Blick durch die Bunkergänge, immer mit einem Ficken auf den Lippen. Dazwischen werden... Weihnachtslieder gesungen, Nazis werden in den April geschickt und alles verwandelt sich in einen einzigen Rausch aus Paranoia, Sex, Schmutz und Stumpfsinn. Am Ende klebt sich Eva Hermann Hitlers Schnurrbart an und wird damit automatisch selbst zum Führer. Sie heiratet Magda Goebbels, die einen neuen Moses gebärt. Und dieser wird im Morgengrauen in der Spree ausgesetzt, während wir einer hoffnungsvollen Zukunft entgegenblicken. 100 Jahre Adolf Hitler ist komprimierter Wahnsinn. In dreckigem Schwarz-Weiß. Zwischen Amogat und Dresch, Improtheater und Slapstick. Ein Film, den man weder schnell wegkonsumiert... noch schnell vergisst. Also wenn du das so sagst, klingt er ganz gut. Dir hat er nicht gefallen? Oh Gott, wer gibt mir diese Zeit zurück? Nein. Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Aber man möchte von Anfang an... Hier Symbolbild für guten Ton. Hier Symbolbild für gute Kamera. Hier Symbolbild für gutes Spiel. Alles das findet nicht statt. Meiner Meinung nach. Nicht mal das gute Spiel, was das eigentlich Wichtigste an der ganzen Sache wäre, um die schlechte Kamera und das Licht und so auszugleichen. Alles andere... Also ich hätte alles, hab alles verziehen, beziehungsweise auch als Stilmittel durchaus völlig klar wahrgenommen und auch akzeptiert, wenn die Schauspieler gut gewesen wären. Aber die Schauspieler war die Crème de la Crème der Schauspielerschaft. Wir haben Margit Carstensen als Martha Goebbels. Ich weiß, ich weiß. Wir haben Udo Kier als Otto Fittler. Wir haben Alfred Edel als Hermann Göring. Das Spiel ist natürlich sehr stark beeinflusst von dem Postdramatischen. Das ist halt das, was Schlingensief damals gemacht hat. Das war Ende der 80er. Das ist natürlich das, was man damals auch auf den Theaterbühnen gesehen hat und bis heute. Also über die ganzen 90er hinweg. Das ist eigentlich das, was auf der Volksbühne stattgefunden hat. Aber selbst das... Ich mach mich bestimmt unbeliebt. Aber selbst das, was ich akzeptiere... Was ich akzeptieren kann als Stilmittel Ende der 80er oder auch heute auf Theaterbühnen und so weiter. Ich kann damit nicht viel anfangen. Aber ich kann es ja akzeptieren und als Stilmittel wertschätzen. Ja. Aber selbst das gelingt mir nicht, weil das inkonsistent ist. Alles... Ich kann keine Konsistenz im Spiel erkennen. Nee, es will auch, glaube ich, gar keine Konsistenz im Spiel. Nein, aber Konsistenz schlecht oder Konsistenz... Ja, ja, Ja, klar. Expressiv. Expressiv, aber auch naiv. Man soll eine Distanz zu dem bekommen, was gesagt wird, obwohl das, was gesagt wird, eigentlich dafür gedacht ist, jemanden in die Geschichte reinzuholen. Das macht per se für mich sowieso schon mal dieses Konzept schwierig, aber gut, als Konzept will ich es mal wahrnehmen. Ja. Aber dafür waren manche Schauspieler zu überzeugend und manche zu wenig überzeugend. Okay, verstehe. Ja, die Sache mit dem Film ist natürlich, er will ja keine Geschichte erzählen. Er erzählt ja überhaupt keine konsistente Geschichte. Er ist ja, es gibt diesen sehr losen Faden, was passiert. Einfach auch so ein bisschen durch die historischen Begebenheiten. Also wir wissen, an irgendeiner Stelle werden die Kinder von Goebbels sterben. An irgendeiner Stelle wird Hitler sterben. Und an irgendeiner Stelle ist der Krieg vorbei. Und das war's schon. Aber das gibt's ja so als losen Faden. Und dazwischen... Selbst das habe ich nicht erwartet. Selbst das habe ich gedacht, ach, wer weiß, was der draus macht. Hitler hat bestimmt dann irgendwie noch ganz lange Leben. Weiß ich nicht. War sofort völlig an der Realität vorbei alles. Also insofern. Natürlich, es geht nicht um einen realistischen Blick. Also jeder, der diesen Film anfängt, weiß, es geht nicht um einen realistischen Blick auf die letzte Stunde im Führerbunker. Es ist auch, der Film macht, also der macht es ja wirklich sehr aggressiv. Es gibt diese Klappen, die eingeblendet werden. Man hört Christoph Schlingensief rufen. Ey, spiel das mal ein bisschen lauter. Oder spiel das mal ein bisschen dramatischer. Man hat das Gefühl, teilweise springen die Schauspieler komplett aus ihren Rollen raus. Aber das ist natürlich auch sowas, was man vom postdramatischen Theater kennt. Dass ein Schauspieler, wenn er getroffen wird, so sagt, ah, jetzt hast du mir aber voll ins Gesicht gehauen. Oder so. Und plötzlich überhaupt nicht mehr in der Rolle drin ist. Also es hat natürlich so dieses Brecht-Moment dadurch auch so ein bisschen. Es ist einfach, wir wissen, das ist ein Film, das ist eine Inszenierung. Und hier ist alles inszeniert. Zwischendurch, was ich unglaublich lustig finde, Bilder von Wim Wenders eingeblendet. Bei der Ehrung für seinen Himmel über Berlin. Und er sagt, wenn wir die Bilder der Welt verschönern, dann können wir auch die Welt verschönern. Ich glaube, Wim Wenders ist in dem Moment so ein bisschen auch Lieblingsfeind von Christoph Schlingensief. Ja, so der Gegenentwurf. Und so ein bisschen einfach auf Wim Wenders gekackt fast schon. Ja, aber sowas hat Schlingensief ja auch gerne gemacht, dass er auch seine Vorbilder gekackt hat. Ich finde auch, dass das durchaus ein Verdienst von Schlingensief ist. Er schafft es ja, bestimmte Feindbilder aufzumachen für sich, die er sehr stark macht. Aber dadurch eben auch sehr, weiß ich nicht, also er erreicht damit die Leute auch. Ist nicht subtil. Es ist in Ordnung. Ich möchte auch wenigstens einmal kurz sagen, was ich finde, was der Film tut tatsächlich. Was ich gut finde, was er tut. Er schafft es, glaube ich, als einer der ersten Filme der Geschichte nach Hitler, Hitler auf kein Podest zu stellen, sondern Hitler wirklich als armes Würstchen und völlig, also so menschlich, dass er schon wieder fast unmenschlich in die andere Richtung ist. Also dass man schon nicht mehr, also man möchte fast schon Mitleid mit ihm haben, aber auch nur fast. Und der schlurft eigentlich nur noch völlig geistesabwesend in der Gegend rum. Ja, erbärmlich. Völlig erbärmlich. Komplett am Ende. Was ich total schön finde für den Film und total, absolut bemerkenswertes Ziel auch für die Zeit. Und von Udo Kier wirklich hervorragend gespielt, meine ich. Genau. Und das ist halt das Ding. Udo Kier ist gut. Der Rest nicht. Aber Alfred... Nein, nein, es gibt auch noch einen, Moment, wer ist der andere? Es gab noch einen, den ich auch gut fand. Wahrscheinlich Alfred Edel, oder? Weiß ich nicht genau. Als Göring. Aber ich finde, also um vielleicht nochmal aufs Schauspiel zurückzukommen. Ich sehe total, was du meinst. Mhm. Was ich bei dem Schauspiel... Was ich bei dem Schauspiel unglaublich beeindruckend finde, ist dieses radikal-physische. Dass die Schauspieler sich in diesen Höllenkreis begeben und dass sie da rumspringen und übereinander herfallen und sich gegenseitig verprügeln. Und man hat das Gefühl, sie nehmen überhaupt keine Rücksicht, weder auf sich selbst noch auf ihre Mitschauspieler. Es ist einfach, es ist laut, es ist dreckig und es ist improvisiert. Und es ist klar, jederzeit kann einer von den Schauspielern eine Ohrfeige abholen. Oder jederzeit kann einem Schauspieler übers Gesicht geleckt werden oder sowas. Und die Stärke besteht weniger darin, dass sie Figuren verkörpern, sondern vielmehr darin, dass sie, um diese Atmosphäre zu vermitteln, die während dieses dekadenten Untergangs herrscht, dass sie wirklich durch die Hölle gehen und das alles auf sich nehmen. Es ist einfach, es ist vielleicht so, wir haben, wir haben, vor ein paar Wochen haben wir über Wrestling geredet. Wissen, was ich bei Wrestling faszinierend finde, das sind ja auch keine guten Schauspieler. Aber dieses, dieses sich körperlich dermaßen solchen Dingen aussetzen, ist auch eine Art von performanter Leistung. Das stimmt. Das stimmt. Allerdings ist Wrestling, hat diese Körperlichkeit auf eine sehr, auf eine sehr bestimmte und auf diese Funktionen reduzierte. Ähm, Version der Körperlichkeit, ne? Es geht um Wrestling. Ja. Ähm, während es beim, beim Schauspiel darum geht, eine Emotion oder eine, eine Geschichte oder in diesem Fall weniger Geschichte, aber mehr ein Gefühl für eine Sache rüberzubringen. Und was ich dem Film niemals verzeihen werde, ist, dass er, dass ich eine Vergewaltigungsszene sehe, der ich nicht glauben kann. Mhm. Das funktioniert nicht. Mhm. Das finde ich ganz furchtbar. Ja. Ja, das verstehe ich als Argument. Das, das kann ich gut verstehen. Das ist, ähm, das Problem ist halt bei dem Film grundsätzlich, dass es, dass es ihm nie um Glaubwürdigkeit geht. Ich glaube auch, es ist, es ist der Punkt, wo das Spiel, ich glaube auch in diesem Film ist das Spiel reduziert auf eine Sache. Und es geht nicht darum, Gefühle zu übermitteln. Mhm. Und es geht nicht darum, Geschichte zu erzählen oder eine Geschichte zu erzählen oder einen Subtext zu transportieren, sondern es geht einfach darum, ähm, sich körperlich aufzubringen. Um diese Atmosphäre des körperlich aufgezehrt Seins, der Verwahrlosung, um die auf die Leinwand zu bringen. Und ich finde, das gelingt dem Film nicht nur durch die Schauspieler, sondern auch durch das Licht, was ja auch total dreckig gesetzt ist. Definitiv. Durch die verwackelte Kamera, durch dieses, durch dieses heruntergekommene Set, was wirklich einfach nur diese dunklen Gänge sind und keinen Anspruch auf, auf Realismus hat. Und, und, und das ist das, was ich auch glaube, was der Film, also ganz am Ende eben, ich gedacht habe, okay, das ist das Ziel des Films, was er eigentlich wollte und weswegen ich am Ende eben auch sage, nee, klappt nicht für mich, ist, dass er diese, was du sagst, diese aufgezehrte und dieses völlig runtergekommene und so, ne, was er durchs Licht, durch die Kamera und durch die Schauspieler machen will. Licht und Kamera schaffen das. Und die Schauspieler sind streckenlos. Streckenweise eben zu schlecht, als dass ich da reingehen könnte in dieses Gefühl. Ja. Also ich kann sozusagen, da ist eine Mauer. Dadurch, dass ich immer wieder daran erinnert werde, dass es schlechte Schauspieler sind, die da vor mir sind, beziehungsweise die Schauspieler an sich finden es vielleicht nicht schlecht, aber die Inszenierung, ne? Ja. Wie sie sich, wie sie inszeniert haben. Die Schauspielregie ist schlecht. Die Schauspielregie an sich ist schlecht. Man hört, dass sie schlecht ist. Man hört, man hört Schlingensief teilweise dazwischen rufen und jetzt mach noch ein bisschen mehr, jetzt mach noch das. Genau, aber das ist ja auch von ihm inszeniert. Das heißt, es ist keine echte Regieanweisung, die ernst gemeint ist, nehme ich an. Ja, ich glaube bei Schlingensief fällt sowas immer durcheinander. Also ich glaube tatsächlich, also es ist halt irgendwie dazwischen. Also sie setzen es dann ja auch um. Also er hat ja die Autorität des Regisseurs, auch wenn er teilweise zu hören ist. Ja. Das heißt, selbst wenn es gespielt ist, hat es trotzdem Auswirkungen auf das, was passiert. Ja. Aber, ja, also das war... Was vereinbart ist an Schauspielmethodik und an überhöhtem Spiel, setzen nicht alle so konsistent um, dass ich darin verschwinden kann als Zuschauer. Ja. Das funktioniert für mich nicht. Und deswegen ist auch das Ziel verfehlt am Ende, weil ich nicht in diese klostrophobische Energie rein verschwinden kann als Zuschauer. Ah, okay. Das funktioniert dann nicht mehr, weil ich zu oft... Rausgeholt werde. Ja. Ich fand den Film tatsächlich, also es ist definitiv kein einfacher Film. Ich fand den Film unfassbar innovierend. Ich überlege gerade, wie es war, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Ich glaube, als ich ihn das erste Mal gesehen habe, hat er mich total begeistert und weggehauen. Weil das war auch in einer Zeit vor dem Untergang. Ah ja, okay. Und die Deutschen tun sich ja grundsätzlich schwer mit Hitler-Darstellungen im Film. Darauf werden wir bestimmt nachher nochmal zurückkommen, wenn wir über Jojo Rabbit reden. Und ich finde, der Film hat wirklich was geschafft in der Hitler-Darstellung, die vorher und auch danach kein anderer Film geschafft hat. Und zwar weder zur albernen Lachnummer zu machen, noch zum überhöhten Bösen, sondern wirklich ihn bloßzustellen. Und ich glaube, dieser Film ist damit auch ein unfassbar wichtiger Kommentar zur... zur Rezeption des Nationalsozialismus. Weil er einfach so einen anderen Weg zeigt. Okay, wir werfen jetzt einmal mit Kacke auf Hitler und dann können wir vielleicht nochmal über was anderes reden und müssen uns nicht so steif anstellen. Wenn wir den einmal ordentlich durch den Dreck gezogen haben, dann haben wir für uns auch vielleicht selbst geklärt, wie wir die Zeit des Nationalsozialismus rezipieren wollen. Hat allerdings auch nicht, weil Schlingensief danach ja noch ganz viel faschistisches Zeug gemacht hat, also antifaschistisches Zeug gemacht hat. Also natürlich. Also es ist nicht, es war sozusagen nicht, ich setze jetzt einmal ein Statement und damit ist das Thema durch, sondern es war für ihn ja so ein Rundum-Ding, was er immer wieder aufgegriffen hat. Das ist ja auch ein Teil dieser Deutschland-Trilogie. Ja, genau. Die anderen beiden Filme übrigens auch total sehenswert. Muss ich nämlich auch noch gucken dann. Also jetzt, ich habe den Film schon gesehen und gedacht, ich muss mir mal den Rest von... Ja, aber die anderen beiden Filme werden dir dann auch nicht gefallen. Also Terror 2000 vielleicht noch am ehesten. Da habe ich kurz reingeschaut. Ich habe kurz... Ein paar Ausschnitte gesehen von Terror 2000 und da habe ich den Schauspielern geglaubt und habe dann nämlich sofort gedacht, ja, aber geht doch. Der ist auch ein bisschen filmlicher. Der erzählt auch tatsächlich eine Handlung, auch ein toller Film. Und da sind auch viele Schauspieler dabei, die in dem anderen dabei sind, ne? Ja, der Christoph Schlingensief. Der hat er sich gleich wieder benutzt. Ja, Christoph Schlingensief arbeitet immer viel mit den gleichen Schauspielern. Das sind alles Größen des neuen deutschen Films, ne? Also so Margit Carstensen und Alfred Edel, das sind wirklich gestandene Schauspieler, die ich schon seit, als Schlingensief sie für den Film besetzt habe. Das hat schon seit 30 Jahren in wirklich hochwertigen deutschen Produktionen das gemacht haben. Ich kenne mich leider zu wenig mit Schlingensiefs Biografie aus. Ich weiß nicht, wie er das geschafft hat, wie er da reingekommen ist. Aber er hatte ja offensichtlich sehr früh schon mit seinen frühesten Filmen schon Zugang zu so einem Fundus an talentierten Leuten, mit denen er arbeiten konnte. Und mit denen er dann trotzdem dieses radikale Zeug umsetzen konnte. Mein Schlusswort wäre vielleicht noch zu 100 Jahre Adolf Hitler, dass ich den Film auch toll finde. Weil ich finde, es ist ein Unglaubliches. Es ist ein unglaublich, in den letzten Minuten ein unglaublich schöner und optimistischer Film. Es gibt so diesen Moment, wo sie aus dem Bunker rauskommen mit diesem neugeborenen Baby. Und dann hatten wir ja diesen Geschlechtswechsel, der großartig ist. Eva Herrmann, die sich den Hitler-Schnurrbart anzieht und alle sagen direkt, okay, das ist jetzt mein Führer. Und dann geht sie zusammen mit Fegelein, der die ganze Zeit immer nur ficken, ficken, ficken gesagt hat, geht sie raus. Und dann setzen sie sich auf ein Boot zusammen mit diesem Baby. Die Sonne geht auf. Und während des gesamten Films haben wir... Wir haben ja ständig die Schießereien gehört und das Bombenfeuer und so. Und das ist plötzlich alles vorbei. Und wir sind dann ja auch ganz eindeutig in unserer Zeit. Wir hören nochmal Schlingensief. Wir hören nochmal eine Klappe. Und dann fahren sie mit diesem Boot auf die Spree raus und setzen das kleine Kind aus. Und das ist so ein friedlicher Moment. Und es ist Sonnenaufgang. Und es ist so eine optimistische Szene. Und das ist ganz schön, weil der Film ist ja von 88, 89 veröffentlicht worden. Das heißt, es ist auch so kurz vorm Ende. Ende der Teilung Deutschlands. Und es ist so, wo sich dann nochmal ganz neue Probleme ergeben haben. Aber es ist so ein schöner, sarkastischer, natürlich ironischer Blick auf die Zukunft, die aber doch irgendwie auch sagt, alles wird gut. Alles wird gut. Naja, ja. Für mich war es, auch um das verbindende Element zum ersten Mal zu nehmen, ein Varieté-Film. Ja. Was ich wieder akzeptieren kann. Ich finde, Varieté-Filme am Ende vielleicht doch gar nicht so schlecht. Fällt mir dabei auf. Weil auch er hat sich ja gedacht, ich reihe jetzt ein paar Situationen aneinander, die irgendwie Bilder sind, die für sich eine eigene Situation machen. Und ich finde, in solchen Situationen ist er auch stark. Zum Beispiel, wie Hitler seinen Arsch in Farbe taucht und in die... Super Kommentar. Reicht auch mir vollkommen aus als... Also würde ich als GIF auch in der Gegend rumschicken. Also weißt du, was ich meine? Macht ohne Worte sehr viel. Also solche Situationen, da ist der Film auch stark, finde ich. Ja. Okay. None|Gut. Kommen wir zu Jojo Rabbit. Das ist der Film, den ich mir gewünscht habe, zu dem ich zwei Zeilen geschrieben habe. Wie wir vereinbart haben, nur zwei, drei Zeilen. Kein hochkünstlerisches Werk darüber, wie jetzt was wie... Und steigen wir mit einer... Szene ein und schreiben die nochmal und reflektieren darüber. Naja. Tut mir leid. Jojo Rabbit ist eine 2019 bzw. 2020 in Deutschland erschienene Satire und Drama von Taika Waititi. Die Adaption von Christine Leunens Roman Caging Skies erzählt von einem zehnjährigen Hitler-Jungen, der in seinem anerzogenen Fanatismus und Begeisterung zum Faschismus Hitler, als seinen imaginären Freund und Berater wählt. Als er eines Tages eine Jüdin, also das Monster schlechthin, in seinem Elternhaus versteckt entdeckt, wird sein Glaube an die Ideologie auf eine harte Probe gestellt. Dam, dam, dam. Floa, ich übergebe an dich. Ich mochte den Film sehr gerne. Tut mir leid. Ach, verdammt. Du hast einen Film ausgesucht, den ich sehr, sehr toll finde. Ich dachte, wir streiten jetzt. Nein. Ich glaube... Ich weiß nicht, ob es viel zu streiten... Es gibt mit Sicherheit auch Schwachstellen an dem Film. Aber ich finde, alles in allem ist er ein wirklich schöner und auch feinsinniger Kommentar zur Hitler-Rezeption. Und zwar finde ich es immer gut, einen Kommentar nicht zu Hitler, sondern zur Hitler-Rezeption zu machen, weil sich sowohl Historiker als auch Künstler oft an Hitler abarbeiten. Und dass manchmal so das Geschmäckle hat von einem Freispruch für die anderen Beteiligten. Wenn wir diesen einen dämonischen Führer haben, der es geschafft hat, alle zu verführen, dass sie ihm hinterherlaufen, dann werden so Sachen wie der damals virulente Antisemitismus komplett verschwiegen oder wird irgendwie so ein bisschen runtergespielt. Und dadurch, dass sich Jojo Rabbit gerade auf einen Zehnjährigen stürzt und dessen Fanatismus zeigt und dessen Fanatismus sich entwickeln lässt zu etwas anderem, dadurch rückt er den einfachen Menschen in den Mittelpunkt und dessen Fanatismus. Und auch dessen leichte Manipulierbarkeit und dessen Schuld am Nationalsozialismus und am Zweiten Weltkrieg. Und abgesehen davon ist es ein saulustiger Film. Und ein Film, der es endlich mal schafft, nachvollziehbar zu machen, warum der Nationalsozialismus damals so leicht die Leute verführen konnte. Einfach, weil er Nationalsozialismus radikal als Pop erzählt. Also ich meine, es geht schon los mit dem eingedeutschten I wanna hold your hand von den Beatles. Ja, großartig. Also eine der besten Anfangsszenen eines Films schlecht überhaupt, weißt du? Ein Kind, ein zehnjähriger Junge, der begeistert Heil Hitler, allen möglichen Leuten zuruft, auf die Straße tanzt und Heil Hitler ruft und so. Und zu dieser Musik und es schafft, mich dafür zu begeistern. Das ist ein bisschen hart, aber dadurch eben so großartig, so geil. Ja. Ja. Ja. Ja. Das hätte ich nicht gedacht. Man ist sofort, sofort drin im Film und ist sofort begeistert und freut sich sofort, diesem Jungen beim Faschismus zuzugucken. Man drückt ihm die Daumen, dass er es schafft, ein guter SS-Soldat zu werden. Weil das ist doch alles, was er will. None|Unglaublich. Ich dachte, dir wäre der Film vielleicht, deswegen habe ich ihn ausgewählt, vielleicht ein bisschen zu Hollywood-Kitsch für so ein Thema. Ich finde, er kriegt die Kurve, weil er die düsteren Momente drin hat. Also gerade am Schluss. Ich finde, er hat auch eine ganz interessante Entwicklung, die sowohl in dem Film als auch in der Hitler-Figur ist. Was für eine tolle Hitler-Figur, ne? Ja, kurzzeitig. Von Waititi selbst gespielt. Ja. Und dann dieser, am Anfang wirklich so dieser einfache, nette Märchenonkel, was ich auch ein toller Kommentar finde, so Hitler-Rezeption. Jeder interpretiert den Hitler das rein, was er reininterpretieren will. Und natürlich sieht ein Zehnjähriger dann so ein Best Buddy, der ihn auf seinen Abenteuern begleitet und ihm gute Ratschläge gibt und so weiter. Großartig. Und diese Absurdität der Ratschläge ist halt auch so geil. Und die Absurdität der Erzählung, die der Nationalsozialismus aufmacht, von diesem Monster der Juden und was die alles können und wie die leben. Also diese ganzen absurden Sachen sind so auf die Spitze getrieben und so sehr verkindlicht und verniedlicht, dass man ganz anders... Dass man einen anderen Zugang dazu hat, wie man in diese Sache reingerät irgendwie. Man versteht es einfach, weil es so pop ist. Man versteht, warum so ein kleiner Junge verführt wurde. Weil natürlich wünschen sich kleine Jungen eine Art starke Vaterfigur. Dazu kommt auch, dass er doch alleinerzogen ist. Und er wünscht sich jemanden, der mit ihm auf Abenteuerreisen geht. Und ich weiß, wie das ist, wenn ich mit meinem Sohn spiele. Das ist halt genau dasselbe. Der will halt auch Abenteuer erleben. Und der will auch, dass ich so eine Rolle spiele, in der ich sein Freund bin, der ihn auf Abenteuern begleitet und mit ihm fantastische Geschichten erlebt. Und genau das ist Hitler in diesem Film. Ich weiß nicht, ob man dem sozusagen das, was wir jetzt so geil daran finden, irgendwie als Kritikpunkt eigentlich nach vorne stellen kann. Zu sagen, das wird alles bagatellisiert, das wird alles runtergespielt, das wird alles so klein gemacht. Aber der Film macht das ja hinterher. Es geht ja alles auf am Ende. Ich habe den Film zusammen mit meiner Freundin geguckt. Und die war so nach einer halben Stunde meint die so, ich weiß nicht, ob ich das so geil finde. Und das kann ich auch total nachvollziehen. Es ist schwierig. So ein Setting birgt immer die Gefahr der Bagatellisierung. Er bricht es halt komplett auf am Schluss. Wenn wir am Schluss diese Kriegsbilder sehen, wenn die kleinen Kinder als Selbstmordattentäter von den Fanatikern nochmal in die letzte Schlacht geschickt werden, das ist klar, der Krieg ist verloren. Wir wissen alle, wie die Geschichte aussieht. Und dann sehen wir, wie die Letzten verheizt werden und Freude strahlen und in den Tod laufen. Aber selbst dann, muss ich schon sagen, ist die Komik von Rebel Wilson, oder wie sie heißt, die Schauspielerin, die diese Sekretärin oder welche Funktion sie hat, spielt, die dann einem Kind noch eine Bombe in die Hand gibt und sagt, umarmen mal den Mann da drüben. Genau, genau. Also es ist immer noch in der Komödie gespielt. Aber es ist trotzdem ein Schlag in den Magen. Ja, genau. Er schafft das irgendwie trotzdem. Und das finde ich beeindruckend. Auch dieser beste Freund vom Protagonisten von Jojo, der immer mal wieder gezeigt wird, der es im Gegensatz zu Jojo schafft, aufzusteigen zum Soldaten. Und der dann auch in Lebensgefahr gerät dadurch. Das ist halt auch spannend zu sehen. Und das ist halt auch so ein Schlag, wenn man ihn dann plötzlich voll bewaffnet sieht und er sagt, naja, ich glaube, wir verlieren jetzt den Krieg, aber jetzt werden wir nochmal kämpfen. Dann ist das auch traurig. Und eine meiner liebsten Szenen des Films ist, wenn sie am Schluss, wenn der Krieg vorbei ist, da sind, und sie sitzen dann nebeneinander, Jojo und sein bester Freund, der Gott sei Dank überlebt hat. Und er sagt dann, ich will jetzt eigentlich nur noch zu Hause zu meiner Mama. Ich glaube, ich will einfach nur in den Arm genommen werden oder so. Ja, ganz tolle Situation. Also gut gemacht und gut gespielt und gut geschrieben. Können wir noch einmal ein Wort darüber verlieren, wie fantastisch Sam Rockwell in diesem Film ist? Sam Rockwell. Der zynische SS-Oberhauptmann, der degradiert wird, weil Jojo Rabbit sich ganz am Anfang, mit einer Granate zufällig, fast selbst in die Luft sprengt. So großartig, so großartig. Auf welche Art und Weise er das alles, also es wird ja sowieso alles bagatellisiert, aber seine Performance in der Bagatellisierung aller möglichen Requisiten in diesem Camp und in diesem, diese, alles was gemacht wird, ist irgendwie so, also auch die Kinder-Campisierung von Krieg, die er vornimmt, die finde ich so krass. Ja. Und das irgendwie dann doch, auch nicht nur überspitzt dargestellt, sondern eben auch logisch hergeleitet wird von seiner, seiner Trunksucht und seiner Geschichte, die er mitbringt von, wurde irgendwie aus dem Krieg nach Hause geschickt und muss jetzt diese Kinder da bespaßen. Er ist tatsächlich so spannend, weil er so eine, eigentlich findet bei ihm die krasseste Vermenschlichung statt, weil er ist ja der, der nachher, als man jetzt wirklich denkt, okay, jetzt wird sie erwischt, der sie dann deckt. Und er ist der, der am Schluss auch Jojo das Leben rettet. Ja. Und ich finde, er ist eigentlich die spannendste Figur in dem Film, weil er die ganze Zeit so ein zynischer Mistkerl ist, bei dem man nie genau weiß, auf welcher Seite er steht, der wahrscheinlich auch selbst nicht weiß, auf welcher Seite er steht, der aber am Schluss so im radikalsten, im krassesten Maße seine Menschlichkeit, seine Menschlichkeit entdeckt. Naja, das ist die typische Figur, die am Ende, bei der man feststellt, dass sie auf keiner Seite steht, sondern auf seiner eigenen Seite. Also das, was Heldenreisen oft mit sich bringen. Er opfert sich aber auch, ne? Ja, ja. Er ist ja, er geht in, also er rettet Jojo, aber damit es klar wird, dass er getötet wird. Ja. Ja, es war, also ich fand, es war einfach ein schöner, runder Film. Ich finde, er hat, er läuft immer, er ist immer so ein bisschen auf der Kippe zur Bagatellisierung. Und immer auf der, auch immer auf der Kippe zum Kitsch. Ich finde zum Beispiel, also ich finde auch die Mutter von Jojo ist toll gespielt von Scarlett Johansson. Aber da drücken sie sehr krass drauf auf den Kitsch. Also sowohl in der Beziehung von den beiden, als auch in ihrer Geschichte, was mit ihr später passiert. Wir haben uns nicht drauf geeinigt, ob wir spoilern, aber ich glaube, wir spoilern hier. Wir spoilern volle Kanne, ja. Sie wird, sie wird ja am Schluss getötet, weil sie parallel dazu, dass sie die, die Jüdin, dass sie der Jüdenschutz bietet, verteilt sie ja auch diese Flugblätter gegen den Krieg. Und dabei wird sie erwischt und wird erhängt. Aber es ist gar nicht am Schluss. Und das finde ich, darüber müssen wir kurz reden. Ja. Sie wird erhangen in so zwei Drittel des Films, vielleicht sogar noch ein Stückchen früher. Also noch nicht mal an dem Wendemoment, den man im Film sowieso haben will, sondern ich habe das Gefühl, es passiert ein Stückchen zu früh für klassische Erzählweise. Und es gibt keine Nahaufnahme, wenn ich das richtig gesehen habe, von der erhängten Mutter. Man sieht immer nur ihre Füße, wie die da hängt. Und er verzweifelt diese Füße umarmt. Warum macht der Film das so? Das ist ein Bild, das er auch am Anfang hat. Er zeigt am Anfang ja auch erhängte Leute. Er zeigt ja auch nur die Füße. Ja, kann sein. Also entpersonalisiert im Grunde. Ja, ich frage mich gerade, ob das so ein bisschen ein Zugeständnis an Hollywood-Konventionen ist, dass sie diese Grausamkeit, nicht zeigen, weil sie zeigen sowieso, sie thematisieren zwar die Grausamkeit des Krieges, aber sie zeigen überhaupt keine Grausamkeit. Es gibt kein Blutvergießen. Man sieht kaum, man sieht vielleicht ein paar verletzte Soldaten, aber man sieht eigentlich keine toten Soldaten. Das stimmt. Man sieht es, also tatsächlich könnte man dem Film vorwerfen, dass der Krieg generell bagatellisiert wird, weil die Gewalt, die dann stattfindet, dass die immer außerhalb des Bildes stattfindet. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. None|Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Das Gespräch zwischen den beiden ist nicht radikal anders erzählt. Ja, das stimmt. Es bleibt in diesem... Ja. Es könnte auch von ihm beobachtet sein. Theoretisch, ja. Genau. Es bleibt in dem Ton. Ja, das stimmt. Die Frage, die ich auch aufwerfen möchte, ist, warum braucht der Film das? Warum braucht der Film die Perspektive des Zehnjährigen? Also, schlussendlich. Was will der Film uns damit erzählen und nahe bringen? Also, klar hat es den Vorteil, dass... Ein Kind, das entdeckt alles neu. Du kannst mit dem Kind den Film durchlaufen und bekommst immer wieder, weil das Kind sowieso für das Kind alles neu ist, ist es für den Zuschauer auch neu. Es macht es natürlich leicht, mit dem Protagonisten mitzufiebern, weil du hast diese Unschuld mit drin. Sein Blick auf den Nationalsozialismus ist ja ein sehr unschuldiger Blick. Der Adolf Hitler, den er sich vorstellt, das ist ja auch... Auch wenn er teilweise diese nationalsozialistische Propaganda raushaut, ist es relativ eingeschränkt. Und eigentlich ist dieser... Dieser Adolf Hitler in dem Film zumindest in den ersten beiden Tritten ein netter Märschenonkel. Der hat ja nichts mit dem realen Hitler zu tun und auch nichts mit dem Bild, was die Propaganda damals von Hitler vermittelt hat, sondern es ist wirklich einfach einer, der mit ihm Abenteuer erlebt. Ja. Aber auch mal böse wird. Ja, auch mal böse wird. Aber halt auch so sehr eingeschränkt. Ich glaube, dieser Hitler wandelt sich auch ein bisschen während des Films. Also, es gibt... Am Schluss wird der Hitler ja... Wird sein imaginärer Hitler ja zu seinem Gegenspieler auch so ein bisschen. Ja, aber eher so kindlich beleidigt als alles andere. Ja, genau. Ja, ja. Ja, deswegen. Also, der Hitler ist wirklich konsequent aus der Sicht des Kindes, ne? Dass der... Dass... Die Stimme von oben, die immer wieder sagt, nein, aber du darfst ja mit diesem jüdischen Mädchen nichts zu tun haben. Genau. Das geht nicht. Du darfst das nicht. Und fühlst du mich ja davonlaufen oder was? Oder bist du schwach geworden? Ja. Ne, so... Aber das sind so die einzigen Ausbrüche, die dann in diese Richtung der nationalsozialistischen Ideologie gehen. Ansonsten ist es halt irgendwie so eine... Wir haben das Bild von dem Hitler, wie er es natürlich kennt, weil er es in den Wochen schauen und in den Zeitungen gesehen hat. Aber der Rest ist drumherum gesponnen von ihm. Und das ist halt einfach, wie sich ein Zehnjähriger einen imaginären Freund vorstellt. Ja, genau. Der nette Hitler Harvey. Oh, Mann. Übrigens, die Schauspielerin, die die Jüdinnen spielt, ganz großartig, fand ich. Ja. Ja, das ist... Moment, jetzt muss ich auch einmal kurz gucken. Thomasin McKenzie, das ist wirklich eine super Schauspielerin. Und zwar habe ich die vor kurzem in einem Film gesehen. So, jetzt eine kurze Google-Pause. Leave No Trace von 2018, da spielt sie ein Mädchen, das mit seinem Vater unterwegs ist. Okay. Und die führen so ein Leben abseits der Zivilisation. Der Vater versucht mit ihr einfach ein natürliches Leben zu führen. Das heißt, die sind im Wald unterwegs. Sie schlafen in verlassenen Hütten. Sie schlafen teilweise in Zelten und kommen so mit dem Wenigsten klar und brauchen eigentlich nichts zum Überleben. Also die klassische, eigentlich so eine klassische Zivilisationskritik-Farbe. Aber der Film erzählt die Schattenseiten davon. Okay. Und es gibt so ein ganzes Genre an Filmen, die das machen, die so in den letzten zehn Jahren gedreht wurden. Sowas wie Captain Fantastic. Hast du den gesehen? Nee. Gerade was so der bekannt ist. Into the Wild ist, glaube ich, einer der bekanntesten Filme aus der Ecke. Okay. Wo Leute die Zivilisation hinter sich lassen. Und die werden meistens so erzählt, dass das sehr glorifiziert wird, dieses Outsider-Leben. Und dieses Leben abseits von Konsumgesellschaft und so weiter. Und in Leave No Trace wird das eher so inszeniert, dass man die Schattenseiten sieht. Und das ist auch ganz stark der Verdienst von Thomasin McKenzie, weil sie das als 17-Jährige... Ich weiß nicht, ob sie in dem Film 17 ist. Ich glaube, sie spielt eine 17-Jährige. Sie wäre, glaube ich, auch noch relativ jung, als sie das gespielt hat. Von 2018 ist der Film. Da muss sie ziemlich jung gewesen sein. Ja, 18. 2000 ist sie geboren. Ah ja, okay. Und sie spielt das unglaublich stark. So diese Ambivalenz des Charakters und der Blick auf den Vater, der immer von Zweifeln geprägt ist, gleichzeitig aber auch zu ihm hält. Und ich habe sie in dem Film zum ersten Mal bewusst wahrgenommen. Das war auch einer ihrer ersten Filme. Und ich war total froh, als ich sie dann in Jojo Rabbit wiedergesehen habe und dachte, ach die ja. Und das ist so eine tolle Schauspielerin. Okay. Ja, ich finde, sie bringt das wahnsinnig gut rüber. Dieses erste Entdecken und so dieses erste Randtasten und ihre ersten Erzählungen. Also die Juden, wir hängen von der Decke, wenn wir schlafen und wir machen das und wir machen das. Sie sich voll da reinsetzt in das, was sie weiß, was die Nazis über die Juden erzählen. Ganz, ganz großartig gespielt. Das ist auch so toll, dass die Rolle nicht so geschrieben wurde, dass sie in dieser klassischen Opferpose verharrt. Genau. Das wäre so leicht gewesen. Sie zu inszenieren als verschüchterte, hilflose, ängstliche Frau, die Hilfe braucht und die die ganze Zeit versteckt ist. Aber sie ist ja unglaublich stark und sie fordert Jojo heraus und sie führt Psychoduelle mit ihm, die sie gewinnt. Und dadurch ist das einfach ein toller Bruch mit diesem Klischee vom armen, hilflosen Opfer. Ja. Ja. Und auch gegen die Empfehlung der Mutter. Es ist auch nicht umsonst, dass es wirklich eine extra Szene gibt dafür, dass die Mutter sagt, auf gar keinen Fall darfst du dich mit Jojo verheißen. Also verbrüdern oder irgendwie anfreunden oder sonst irgendwas, weil der ist so fanatisch, der wird dich sofort verraten. Und dass sie aber das trotzdem macht und sich eben nicht in diese Opferrolle gibt. Ja. Ganz toll. Und natürlich der Schauspieler von Jojo. Ja. Ganz großartig. Ich hoffe, der macht ganz viel. Ja. Es ist so schwer, gute Kinderdarsteller zu kriegen. Und jeder Film mit einem kindlichen Protagonisten hat das Problem, dass er also an der Klippe steht und steht und fällt mit der Leistung des Darstellers. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Die meistens nicht besonders gut. Tja. Und den haben sie wirklich super rausgefischt. Ja. Unglaublich. Roman Griffin Davis. Geboren 2007. Ah ja. Okay. Elf Jahre alt war er, als der Film gedreht wurde. Ja. Passt. Großartig. Der hat diese, diese. Ich weiß nicht, er greift mich ja von Anfang an mit, ne? Mit seinem Tanz durch die Stadt. Ja, natürlich. Und findet aber auch diese Szenen zwischen den beiden. Wie, wie sie dann voreinanderstehen, abschätzend und er sich überlegt, kann ich jetzt, darf ich jetzt oder darf ich nicht, ah, so, aber diese kindliche Neugier dann irgendwie siegt und so, das ist ganz, ganz, ganz, ganz toll gespielt. Ja, auf jeden Fall. Ein Gewinn für den Film. Ja. Für die Filmwelt. Okay. Hast du einen, oh, eine Sache, eine Sache noch für den Abschluss. Ja. Ist der Film am Ende, auch wenn wir jetzt schon festgestellt haben, dass er das vielleicht nicht ist in unserer Besatzung. In unserer Perspektive. Aber besteht nicht wirklich die Gefahr, dass er zu lieblich ist für das Thema? Ja. Ich würde behaupten, er ist ein bisschen zu lieblich, gerade in seinem Mittelteil. Ich finde, am Anfang funktioniert er sehr gut, weil er so bizarr und grotesk ist, so überzeichnend ist, dass, dass, dass, dass, dass nicht passieren kann, weil es einfach so albern absurd ist, wie dieser Hitler dargestellt wird. Aber in seinem Mittelteil wird er eigentlich zu einer sehr klassischen Hollywood-esken Tragikomödie. Und da ist er sehr lieblich. Und da ist es auch so ein bisschen stationär. Du weißt schon so ein bisschen, was passiert, dass die Mutter irgendwann stirbt, es zu erwarten, dass diese Konfrontation mit Elsa stattfindet und auch da sich eine Freundschaft entwickelt, es irgendwie zu erwarten. Und ich finde, er fängt sich dann am Schluss nochmal, wenn er den, wenn er die Schrecken des Krieges zumindest so in der Peripherie immer wieder andeutet. Und dadurch fängt er sich. Aber im Mittelteil hat er tatsächlich, gibt es Momente, wo er zu lieblich, zu kitschig und zu sentimental ist. Ja. Vor allem, weil auch nie der Umgang der Nazis mit den Juden tatsächlich gezeigt wird. Du hast keine, du hast immer nur so ein paar Erzählungen, wie, wie, welches Schreckensbild von Juden gezeichnet wird durch die Nazis. Aber es gibt keine, kein Anflug von Concentration Camps, kein, nichts, also nichts in der Richtung, wo man denkt, hier sehe ich einmal, welcher Gefahr die Jüdin in diesem Haus eigentlich ausgesetzt ist. Das ist schon ein bisschen. Ja. Aber dadurch wird er auch nicht zum Elends-Porno. Weil was mir jetzt gerade einfällt, ein Film, der was ähnliches versucht und komplett scheitert, meiner Meinung nach, ist der Junge im gestreiften Pyjama. Das, da bin ich auf der Recherche auch drauf gekommen. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber der soll eben auch so in die Richtung gehen, aber schafft er nicht. Schrecklicher Film. Also ich glaube, viele würden mir widersprechen, es ist ein durch und durch ein Elends-Porno. Okay. Es ist, also um es kurz anzureißen, es geht darum, dass ein kleiner Junge mit seiner Familie, sein Vater ist SS-Obersturmbannführer irgendwas und kriegt eine Stelle im Konzentrationslager und er zieht mit seiner Familie dann in ein schönes Landhaus und direkt um die Ecke ist das Konzentrationslager und er geht dann dahin, obwohl er das nicht darf und trifft halt am Zaun einen Jungen in seinem Alter, der gefangen ist. Okay. Und einen gestreiften Pyjama anhat, also die Erftlingskleidung. Und sie freunden sich dann an und spielen dann durch den Zaun und werden sowas wie Freunde. Und es ist ein Drama, es ist keine Komödie. Also es ist komplett anders vom Ton. Und es ist so ein, also für mich ist es so ein wirklich, ja, Elends-Porno. Ich habe es schon gesagt, ein Drama, so ein historisches NS-Drama der schlimmsten, kitschigen, sentimentalen Sorte, auch mit ganz komischem Ende dann. Und es ist ein Film, bei dem ich mich physisch fast schon unwohl gefühlt habe, weil es so draufgedrückt war. Und einfach. Und so übertrieben inszeniert war. Und würdest du, das Leben ist schön, in welche Richtung würdest du den stecken dann? Der funktioniert. Der funktioniert, oder? Das Leben ist schön, aber das Leben ist schön ist auch Bagatellisierung. Das, absolut. Natürlich, aber die Bagatellisierung hat eine Zwischenebene. Ja. Weil du ja, er macht die Bagatellisierung, nicht der Film an sich, sondern er führt das durch, führt das Kind. Deswegen funktioniert es auch noch mal ganz anders, weil du, weil du trotzdem das Drumherum und die Gefahr viel präsenter hast, weil du über ihn siehst, welche Gefahr eigentlich tatsächlich da ist. Das Leben ist schön, es funktioniert auch deswegen so gut, weil er die, die deutschen und die nationalsozialistische Ideologie ziemlich ausblendet und sich einfach mit dem Schicksal der Juden aus dem Blick eines jüdischen Kindes beschäftigt und diesem Kind total viel Raum gibt und auch total viel Respekt. Respekt gibt der Wahrnehmung dieses Kindes. Ja. Okay, dann haben wir also einen guten Film in der Tradition von der große Diktator, To Be or Not To Be und The Producers. Und mal die Vorbilder, also ich finde, das sind die großen Vorbilder für Hitler-Darstellungen in Filmen, also komödiantische Varianten davon. Und ist Hitler, um zu 100 Jahre Adolf Hitler mal zurückzugehen, wird Hitler in diesem Film wiederum auf irgendeine Art von Podest gestellt? Oder ist er die, also weil eine Witzfigur ist was anderes, hat ein anderes Podest als diese Elendsfigur aus 100 Jahre Adolf Hitler, finde ich. Ich glaube, er wird in dem Film nicht auf einen Podest gestellt. Weil die Person Hitlers in dem Film überhaupt keine Rolle spielt, sondern weil es nur die imaginäre Vorstellung von einem, es ist die Fantasie von einem elfjährigen Kind. Es hat nichts mit dem historischen Hitler zu tun, was wir sehen, sondern wir sehen, wie ein fanatisches Kind sich Hitler vorstellt und daraus eben das macht, wie ein Kind seinen Helden sehen will. Okay, ja. Also mit Podest meine ich natürlich nicht positiv, sondern einfach um jemanden auf eine idealisierte, stilisierte Version seiner selbst zu hauen. Aber du hast recht, natürlich bestellt sich das sowieso nur alles auf die Fantasie des Kindes ab und deswegen hat es auch keinen Realitätsbezug in der Form. Und auch der Rest des Films bezieht sich tatsächlich erstaunlich wenig auf Hitler. Ja, das ist einfach nicht, das ist das Gute an dem Film, dass nicht Hitler im Mittelpunkt steht, sondern der einfache Mensch, der fanatisch ist. Ja. Jojo ist der, auf dem der Fokus liegt und Jojo ist in dem Film auch der Schuldige, soweit man als elfjähriges Kind schuldig sein kann. Und das wird, glaube ich, im Kino viel zu selten gemacht, wenn es um das Thema Nationalsozialismus geht, dass die Schuld des Einzelnen, des einfachen Bürgers, der einfachen Bürgerin thematisiert wird. Okay, dann wollen wir das als Schlusswort lassen. Haben unsere drei Filme einmal durchgepeitscht innerhalb von 20 Stunden. Wie lange haben wir gebraucht? Ja, das ist eine gute Frage, ich weiß es nicht. Anderthalb Stunden. Anderthalb Stunden? Ungefähr anderthalb Stunden. Das ist doch gut. Ein bisschen weniger als anderthalb Stunden. Mit Pause? Ja, sehr schön. Ja, hat Spaß gemacht. Vielen Dank, Flor. Vielen Dank, Johannes. Dann sollten wir das öfter tun und vielleicht hören wir uns dann demnächst wieder mit anderen Filmen. Sollten wir. Wir hören uns. Bis dann. Bis dann. Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. None|Tschüss. Ach ja, Flor, bevor wir es vergessen, was willst du denn als nächstes haben? Oh, das nächste Mal habe ich für dich einen großen Film um die Jahrtausendwende. Welche Jahrtausendwende denn? Genau. Das große Werk, die Kreuzzüge. Nein, aus dem Jahr 1999 von Paul Thomas Anderson, Magnolia. Ensemblefilm, Episodenfilm, großes Drama. Oh, sehr schön. Was gibt es von dir? Ja, ich habe für dich etwas aus den Vierzigern, Ende der Vierziger, und zwar einen meiner geliebten, allerzeits geliebten Tanzfilme, Funny Face. Oha. Ja. Du hast Magnolia noch nicht gesehen. Nee, Magnolia habe ich noch nicht gesehen. Ich kenne Funny Face auch noch nicht. Ich bin sehr gespannt. Gute Voraussetzung. Dann bis nächste Woche. Bis dann. Tschüss.
