Episode 5: Blazing Saddles, A Ghost Story

Wir reden über die Westernparodie „Blazing Saddles“ aus dem Jahr 1974 und „A Ghost Story“ aus dem Jahre 2017. Dabei diskutieren wir viel über die Frage, wie guter Humor aussieht, und ab welchem Punkt eine humoristische Auseinandersetzung mit Themen wie Sexismus und Rassismus selbst Gefahr läuft, rassistische oder sexistische Stereotype zu reproduzieren. Wie immer gibt es auch wieder passende Top 3 Listen zu den besprochenen Filmen. In diesem Fall ist es die Top 3 der Filmparodien, sowie die Top 3 Geister im Kino, beziehungsweise die besten Filme mit und über Geister.


Blazing Saddles [Mel Brooks]

(USA 1974)

Blazing Saddles ist eine amerikanische Westernparodie von Mel Brooks aus dem Jahre 1974. Der Film arbeitet sich an allen gängigen Westernklischees ab, und ist mit seinem Angriff auf den Rassismus, sehr politisch – wenn er auch in Mel Brooks typischer Manier sehr albern, voller Slapstick und daher doch eher mit dem Holzhammer daher kommt. So hören wir sicher 20.000 mal das N-Wort – was selbst für damalige Verhältnisse sagen wir… drastisch war. Ein Journalist dieser Zeit schrieb im Hollywood Reporter: „Brooks‘ fast-paced direction is a masterpiece of comedy detail, filled with delightful and perfectly timed sight gags.“
Also ein voller Erfolg in seiner Zeit, aber… kann er heute noch mithalten? Was meinst du Plor?


A Ghost Story [Jonny Campbell]

(GB 2010)

A Ghost Story aus dem Jahr 2017 erzählt die Geschichte von C (Casey Affleck) und M (Rooney Mara). Diese leben in einem alten Haus irgendwo in der amerikanischen Einöde. Es kommt zu einem schrecklichen Unfall, bei dem C stirbt. Aber etwas scheint ihn auf dieser Welt zu halten. Denn unmittelbar nach seinem Tod kehrt er als Geist zurück. Ganz traditionell gekleidet in ein weißes Laken muss er ohnmächtig mitansehen, wie sich seine Witwe neu verliebt und ihr gemeinsames Heim schließlich verlässt. C bleibt zurück, mit kaum einer Möglichkeit mit der Umwelt zu interagieren sieht er die Zeit an sich vorbeifließen, sieht er, wie das Haus neue Bewohner gewinnt und wieder verliert und schließlich selbst von den Mühlen der Zeit zermahlen wird. Alles bewegt sich, alles verändert sich, nur C scheint immer zurück zu bleiben, verdammt in alle Ewigkeit.