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Kategorie: Satire

Episode 65: This is Spinal Tap

Spinal Tap, das sind David, Nigel, Derek, Viv und Mick. Bestimmt nicht die beste oder erfolgreiche Hardrock- und Heavy Metal Band der frühen 80er Jahre, aber eine Gruppe, die sich nicht unterkriegen lässt und trotz so mancher Misserfolge weiter Platten aufnimmt, weiter tourt, und weiter um ihren Platz in den Annalen der Musikgeschichte kämpft.

Wir schreiben das Jahr 1984 als der Dokumentarfilmer Marty sie bei ihrer aktuellen Tour und den Aufnahmen zu ihrem neuesten Album begleitet. Mittlerweile wissen wir natürlich, dass der dabei entstandene Film keine Dokumentation ist sondern eine bissige Satire auf Künstlertum und Musikbusiness. Nichts desto trotz hat der Film This is Spinal Tap einen gewaltigen Impact hinterlassen: Von Roger Ebert damals als witzigster Film des Jahre bezeichnet, bis heute Kultfilm vieler 80er Musikliebhaber, natürlich in der Liste der 1000 Filme, die man vor dem Tod gesehen haben sollte… und nicht zuletzt verantwortlich für eine fiktive aber doch ziemlich beständige Band, die bis zum heutigen Tage tourt und Platten veröffentlicht.

Johannes… mir fällt keine gescheite Frage ein. Also diesmal ganz platt und direkt: Hattest du denn Spaß?

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Episode 59: Murder by Death

Murder by Death aus dem Jahr 1976 ist eine Abrechnung: Mit Agatha Christie, mit Dashiell Hammett und mit Earl Derr Biggers – aber auch einfach allgemein mit dem “who done it”-Film, also mit Filmen in denen es darum geht einen Mord zu klären und wir mitraten dürfen wer es war.

Fünf berühmte Detektive treffen in einem alten Herrenhaus aufeinander und sollen einen Mord der erst noch geschehen soll untersuchen und den Mörder finden um ihre Ehre als beste Ermittler der Welt zu verteidigen. Dabei sind die fünf Figuren echten Romanfiguren nachempfunden.

Der Drehbuchautor schaut mit einem bösen aber auch einem liebenden Auge auf seine Detective-Abziehbilder, die alle Klischees bedienen dürfen und leider auch die rassistischen, sexistischen und homophoben Klischees, zwar auf die Schippe nehmen, aber eben auch affirmieren.
Oder was meinst du Plor?

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Episode 57: City Lights – Die Lichter der Großstadt und Charlie Chaplin

Charlie Chaplin darf sich in City Lights aus dem Jahr 1931 als der mittellose Tramp in ein blindes Blumenmädchen aus ärmlichen Verhältnissen verlieben. Dieses hält ihn für einen eleganten reichen Typen, kein Wunder, besucht er sie doch immer wieder, bringt ihr Geldgeschenke und Essen und bezahlt schließlich sogar ihre Augenoperation. Woher der Tramp das Geld hat? Von einem betrunkenen reichen Taugenichts, der ihn nur unter Einfluss von Alkohol als besten Freund erkennt, dann aber für ihn Partys schmeißt und ihn reich beschenkt.

Das beste von Chaplin in einem Film: Slapstick, Romantik und …Ach überhaupt alles was das Genius von Chaplin ausmacht. Plor im Vergleich zu Monsieur Verdoux vom letzten Mal; wieviel Genius siehst du in diesem Film? Bitte beachte, dass die richtige Antwort “100% Genius und kein einziger Punktabzug, weil perfekter Film” ist, und wir uns prügeln müssen wenn du es wagst eine andere Meinung zu haben.

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Episode 46: Blackadder

The Black Adder. Rowan Atkinson, den man hierzulande als Mr. Bean kennt, in seiner anderen Ikonischen Rolle, der des zynischen, machthungrigen, intriganten Typen, der durch die Staffeln durch die verschiedenen Jahrhunderte, die immer gleiche Figur in neuen Inkarnationen spielt.

Von 1485 im endenden Mittelalter, über das 16. und dann das 19. Jahrhundert bis 1917 – mitten im ersten Weltkrieg. Immer mit von der Partie: Baldrick, sein loyaler und intellektuell prekär ausgestatteter Diener, der jedes Mal einen “cunning Plan” hat, die beiden aus der Misere zu holen. Meist versucht Edmund, respektive Black Adder, seine Macht und Reichtum zu mehren, oder diesen überhaupt erst zu erlangen, oder – wie in der letzten Staffel – einfach nur zu überleben.

Vier Staffeln á sechs Folgen. Für heutige Verhältnisse keine riesige Serie, aber für einen Podcast wie unseren schon eine Menge Holz. Schaut sich aber gut durch, ohne dass man Längen zu spüren bekommt, oder wie hast du das nostalgische Gebinge erlebt, Plor?

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Episode 32: Sein oder Nichtsein, Das Cabinet des Dr. Caligari

In dieser Woche haben wir zwei große Klassiker der filmischen Auseinandersetzung mit dem Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts vor uns. Dabei ist zumindest einer davon nicht einmal ein ein deutschsprachiger Film. Das Cabinet des Dr. Caligari von Robert Wiene spiegelt die Auseinandersetzung der Deutschen mit dem beginnenden Autoritarismus nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, und ist zugleich einer der ersten Horrorfilme und formvollendeten expressionistischen Filme überhaupt. Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch setzt sich mit den Schrecken des Nationalsozialismus auf komödiantische Weise auseinander.

In unseren passenden Bestenlisten üben wir uns in Nazi-Bashing und feiern die besten Schurken in der Geschichte des Kinos.

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Episode 13: Much Ado About Nothing, The Fall

Regeln sind da, um gebrochen zu werden. Frei nach diesem Prinzip wenden wir in unserer dreizehnten Episode ein wenig vom klassischen Film ab und wenden uns dessen geistigen Ahnen zu, den Brettern, die die Welt bedeuten. Die Shakespeare-Komödie Much Ado About Nothing erhielt im Jahr 2011 im Wyndham’s Theatre in London von Josie Rourke eine denkwürdige Aufführung, die für die Nachwelt Gott sei Dank auf Film festgehalten wurde. Abgefilmtes Theater, höchst professionell inszeniert, aber dennoch mit spürbaren Unterschieden zu unseren sonstigen cineastischen Erlebnissen. Dass dies keineswegs ein Nachteil sein muss, kommt nicht nur in unserem Gespräch zum Tragen, sondern wird auch in der dazu passenden Top 3 „Film trifft Theater“ mehr als deutlich. Ganz anders dagegen funktioniert das Fantasyepos The Fall von Tarsem Singh aus dem Jahr 2006. Die Ode ans Geschichtenerzählen fährt alles auf, was das Medium Film zu bieten hat, vielleicht sogar zu viel des Guten. In der dazu gehörigen Topliste beschäftigen wir uns mit den spannendsten Kind/Erwachsenen-Duos der Filmgeschichte, bei der wir sogar überraschend konsensuell unterwegs sind.

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