Gib uns einen Kaffee aus!

Kategorie: Abenteuer

Episode 170: Time Bandits – Oder, wie sich Terry Gilliam einen Kinderfilm vorstellt.

Es geht doch nichts über eine zünftige Zeitreise… erst recht wenn diese von Monty Python Genius Terry Gilliam als munterer Familienfilm inszeniert wird. Ob es sich bei dem 1981er Fantasystreifen tatsächlich um seinen besten Film handelt, gilt es herauszufinden. Auch, was es mit dem bizarren, düsteren Ende auf sich hat, warum der Teufel auf Videorekorder und Digitaluhren steht, wie Agamemnon so ein entspannter Dude sein kann, wie der Alltag eines menschenfressenden Ogers aussieht und welche Probleme Michael Palin vom Mittelalter bis zum Untergang der Titanic mit sich rumträgt.

Weiterlesen

Episode 140: Big Fish – Wie gut ist der Tim Burton der frühen 2000er Jahre?

Es wurde schon das ein oder andere Mal im Podcast angesprochen: Plor ist nicht der größte Tim Burton Fan. Johannes dagegen liebt den schrulligen Düsterromantiker zwischen Indie- und Popcornkino sehr. Umso spannender die Frage: Wie verhält es sich mit seinem 2003er Film Big Fish, der zu einer Zeit entstand, als Burtons größte Kritikerfolge bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hatten und er mit dem Remake von Planet der Affen einen eher durchwachsen rezipierten Blockbuster gedreht hatte?

Wir sprechen über die Grenzen von Wahrheit und Lüge, Fantasie und Realität, persönliche Verantwortung und Spaß am Geschichtenerzählen… und kommen dabei zu erstaunlichen Urteilen …und sind dabei für unsere Verhältnisse ungewöhnlich salty.

Weiterlesen

Episode 135: Flash Gordon – Big Budget Science Fiction Trash mit sehr viel Liebe

Diese Woche wird es laut, bunt und schillernd. Es geht um Flash Gordon aus dem Jahr 1980, der mit viel Prunk, einem extrem hohen Budget und der Musik von Queen die Science Fiction Herzen der damaligen Zeit eroberte… oder auch nicht. Was schief gelaufen ist, versuchen wir jetzt im Jahr 2023 herauszufinden. Und natürlich wollen wir die ultimative Gretchenfrage dieses Films beantworten: Is it any good?

Weiterlesen

Episode 131: Indiana Jones and the Dial of Destiny

Zum Abschluss unserer Indiana Jones Retrospektive sind wir endlich in der Gegenwart angekommen. Wir diskutieren über den jüngsten Vertreter der Reihe, Indiana Jones und das Rad des Schicksals, der gerade im Kino gestartet ist. Noch einmal freuen wir uns über den Zauber dieser Reihe, streiten uns aber auch ganz schön über die Qualitäten des Abschlusses.

Und am Ende versuchen wir uns auch nochmal daran, James Mangold Film im Gesamtkosmos der Serie einzuordnen. Wie schlägt sich der Senioren-Archäologe gegen seine anderen Inkarnationen? Was kann Mads Mikkelsen als Bösewicht, was andere Indy-Gegenspieler vielleicht nicht konnten? Ist Phoebe Waller-Bridge der beste Sidekick der Reihe oder vielleicht sogar mehr als das? Was unterscheidet  Und was unterscheidet die Antikythera von früheren Artefakten. Und wie gut ist das Rad des Schicksals im Vergleich zu den vorangegangenen Filmen?

Weiterlesen

Episode 129: Indiana Jones I – Raiders of the Lost Ark / The Temple of Doom

Wir haben uns was Großes vorgenommen: Anlässlich des bald im Kino startenden fünften Teils reden wir über alle Indiana Jones Filme, von Raiders bis Crystal Skull. Und bei so viel Masse an Content bleibt uns nichts anderes übrig, als die Filmreihe in zwei Episoden abzuhandeln. 

In dieser ersten Episode geht es um den Klassiker Jäger des verlorenen Schatzes und seinen kontroversen Nachfolger Tempel des Todes.

Weiterlesen

Episode 125: Zazie dans le métro – Die Nouvelle Vague im Slapstickrausch

Wir besuchen mal wieder eine von Plors liebsten Filmepochen: Die Zeit der Nouvelle Vague. Dieses Mal jedoch mit einer Komödie, die durchaus das Zeug hat, auch den Slapstick-Geschmack von Johannes zu treffen: Zazie dans le métro von Louis Malle aus dem Jahr 1960.

Es geht um den Rausch der modernen Großstadt, um den unschuldigen und weniger unschuldigen Blick von Kinderaugen, um Skurrilitäten und  Absurditäten und um die Vermählung von Kunst und infantilem Humor, von Akademikertum und unverblümtem Spaß. 

In unseren zugehörigen Bestenlisten sprechen wir über Filme mit Kindern als Protagonisten, die so gar nicht für Kinder geeignet sind.

Weiterlesen

Episode 116: Mrs Brisby und das Geheimnis von Nimh

Die 70er und 80er Jahre gelten gemeinhin als Dark Age – als dunkles Zeitalter des klassischen Disney-Zeichentrickfilms. Eine Zeit, in der die große Maus Probleme mit dem Kino hatte und maximal zweitklassige – oft zu düstere – Filme auf die Leinwand brachte.

Aber es muss ja nicht immer Disney sein. Aus dem Selbstfindungsprozess der großen Animationsschmiede entstammt Don Bluth, der 1979 mit Weggefährten seine eigene Trickfilmproduktion gründet und mit Secret of Nimh 1982 deren Debüt vorlegt.

Die verwitwete Maus Mrs. Brisby macht sich Sorgen um ihren Sohn Timmy, der unter einer schweren Lungenentzündung leidet, und das ausgerechnet vor dem “Moving Day”, an dem alle Tiere ihren Wohnort verlassen müssen, weil der Bauer mit seinen monströsen Maschinen über das Feld jagt. Hilfe erhofft sie sich von den Ratten, die im Rosenbusch neben dem Bauernhaus leben. Sie ahnt nicht, dass diese ein großes Geheimnis bergen, das direkt mit dem Schicksal ihres toten Mannes und auch ihrem eigenen im Zusammenhang steht.

Secret of Nimh ist – trotz tierischer Held*Innen – keine klassische Fabel, trotz Auseinandersetzung mit den Greuel des menschlichen Fortschritts keine Ökoparabel und trotz einer Menge Sword & Sorcery kein klassischer Fantasyfilm. Zeitgenossen warfen ihm vor, für einen Familienfilm zu düster zu sein, zu spirituell und mysteriös für eine Umweltgeschichte und zu politisch für ein Märchen.

Ja, und irgendwie haben sie ja alle recht. Secret of Nimh bewegt sich zwischen den Genres, Stimmungen und Erzähltechniken. Johannes, welche von diesen hat sich dir denn am stärksten eingeprägt? Das Fantastische, das Ökomoment, das kindlich Naive oder der politische Überbau?

Weiterlesen

Episode 111: Der unsichtbare Dritte – Alfred Hitchcocks James Bond?

Wir schreiben das Jahr 1959 – Hitchcock hat schon eine unglaubliche Karriere hinter sich, während James Bond noch drei Jahre auf sich warten lässt.

Was James Bond damit zu tun hat?

Nunja, wenn man sich “Der unsichtbare Dritte” bzw. North by Northwest anschaut, bekommt man das unbestimmte Gefühl, dass alle nachfolgenden Bond Filme von ihm abgeschrieben haben. Es ist ein Agenten-Thriller – mit einem Agenten wider willen. Roger Thornhill wird von Spionen für “George Kaplan” gehalten, der ganz oben auf ihrer “to kill” Liste steht.
Also muss Thornhill sich etwas einfallen lassen, wie er am Leben bleiben und gleichzeitig beweisen kann, dass er nicht Kaplan ist. Dabei reist er mit einer sehr sexuell interessierten Dame durch Amerika, entgeht einigen Anschlägen und bekommt es mit echten Geheimagenten, Spionen und Gangstern – und mit sexuellen Eskapaden zu tun.

Nachdem der Film rauskommt, erhält Hitchcock ein Telegramm eines gewissen Ian Flemming, ob er nicht seine Geschichten um einen Agenten mit der Nummer 007 verfilmen möchte.

Plor, warum ist North by Northwest der erste James Bond und warum nicht? Und… was soll North by Northwest bitte schön für einen Himmelsrichtung sein?

Weiterlesen

Episode 107: Schultze gets the Blues

„Schultze gets the Blues“ aus dem Jahr 2003 handelt von Schultze.

Schultze hat ein sehr eingetaktetes Leben in einem kleinen anhaltinischen Ort. Sein Leben pendelt zwischen Arbeit im Bergwerk, Kneipenbesuch, Schrebergarten, Musikverein und Angeln. Aber Schultze und seine Kumpels Manfred und Jürgen werden in den Vorruhestand geschickt.

Plötzlich gibt es eine Lücke im Leben zu füllen, die offenbart, dass Schultze vielleicht auch noch andere Ambitionen gehabt hätte. Er hört einen Song im Radio, der ihn erst zu schockieren, dann zu faszinieren scheint: Zydeco, Musik aus Louisiana – die er gleich an seinem Akkordeon ausprobiert. Irgendwie lässt es ihn nicht los, trotz seiner erfolglosen Versuche, die anderen für diese Musik zu begeistern.

Aber sein Musikverein erkennt seine Leidenschaft und schickt ihn zum Kulturaustausch nach Louisiana – wo er zur “Wurstfeier” mit Jodlern und deutscher Nationalhymne, seine Polka spielen soll.

Eine späte Reise zu neuen Leidenschaften.
Plor, welche Leidenschaften könntest du dir vorstellen im alter zu entdecken?

Weiterlesen