Archive: Episoden

Episode 177: Mamma Mia! – Zwei Dudes im Abba-Musical

Dancing Queen, Money Money Money, Super Trooper, Mamma Mia und natürlich Waterloo… Man muss kein großer Abba-Fan oder 70er Popexperte sein, um beim Hören dieser Songtitel ein paar harte Ohrwürmer verpasst zu bekommen, die nicht so schnell wieder verschwinden. Seitdem ich den heute zu besprechenden Film gesehen habe – was immerhin schon eine Woche her ist – ertappe ich mich auf jeden Fall täglich beim Summen irgendeines Abba Hits. 

Mamma Mia! Aus dem Jahr 2008 ist die Verfilmung des gleichnamigen Musicals aus dem Jahr 1999, eine bunte Romcom, die in Griechenland spielt und musikalisch von zahllosen Abba-Songs weniger begleitet und viel mehr getragen wird.

Im Mittelpunkt stehen Sophie und ihre Mutter Donna. Sophie steht kurz davor zu heiraten, und sehnt sich danach, von ihrem Vater zum Altar geführt zu werden. Leider weiß sie von diesem nur, dass er eine Sommerromanze ihrer Mutter war, und da laut deren Tagebuch aus dieser Zeit gleich drei Typen in Frage kommen, werden diese auch – ohne von der potentiellen Tochter zu ahnen, zur Hochzeit eingeladen. Da Donnas ehemalige Bandkolleginnen auch auf der Gästeliste stehen, ist für eine Menge Tohuwabohu gesorgt, und eine Menge Tanz und Gesang. 

Und damit kommen wir auch schon zur Gretchen oder in diesem Fall Agnetha-Frage: Johannes, wie hältst du es mit Abba. Und wie hältst du es mit diesem späten cineastischen Revival der schwedischen Popikonen?

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Episode 176: Vier Hochzeiten und ein Todesfall

Romcoms sind nicht unser Genre, auf den britischen Kassenschlager Four Weddings and a Funeral aus dem Jahr 1994 können wir uns aber einigen. Und so feiern wir in dieser Episode vor allem gemeinsam ab: Die Romantik, den Humor, die tollen Personen, die diesen Film bevölkern. Wir loten aus, ob wir im Team Fiona oder Team Carrie sind, wir himmeln Hugh Grant an, wir bejubeln Rowan Atkinson als Priester… und haben einfach nur Spaß. So wie es sich für eine ordentliche Rich Kids Hochzeit gehört.

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Episode 175: Adaptation – Postmoderne in der Midlife Crisis

Postmoderne kann sehr sexy sein… oder auch sehr unsexy… und dennoch oder gerade deswegen verflucht unterhaltsam. Adaptation von Charlie Kaufman und Spike Jonze aus dem Jahr 2002 ist so etwas wie die Postmoderne in ihrer Midlife Crisis. Und da die Macher dieses Podcasts sich auch irgendwie in ihrer Midlife Crisis befinden, sieht das doch nach dem perfekten Match aus.

Wir reden über den Journalismus einer Susan Orlean, über selbstverliebte Autoren, die Freude an Selbstreferenzialität und natürlich auch über den fantastischen Nicolas Cage. Wir versuchen, so gut es geht, nicht Meta zu werden, und werden es dann doch irgendwie… und ihr könnt uns dabei zuhören, wie wir versuchen aus dem ganzen Schlamassel wieder rauszukommen.

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Episode 174: Kikujiros Sommer und die wunderbare Welt des Takeshi Kitano

Wir erfüllen immer wieder gerne Publikumswünsche… erst Recht, wenn sie uns in cineastische Diskussionen verstricken. Kikujiros Sommer von Takeshi Kitano aus dem Jahr 1999 ist ein solcher Fall. Takeshi Kitano, in Deutschland vor allem bekannt als Veranstalter der Survival Show Takeshis Castle, ist in seinem Heimatland Japan als wahres Multitalent unterwegs: Comedian, Schauspieler, Regisseur, Künstler und so weiter und so fort. Im Ausland sorgte er vor allem in den 90ern als Regisseur düsterer und bizarrer Yakuza Thriller für Aufsehen. Und Kikujiros Castle ist wiederum was ganz anderes: Road Movie, Tragikomödie, schräger Buddy Movie… irgendwas dazwischen. Und wir können uns nicht so ganz einigen, ob dieses dazwischen nun genial oder doof ist.

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Episode 173: Get Out – Horror, Rassismus und ein fettes Happy Birthday

Unsere Stammhörerin Liz ist dieses Jahr mit einem Horrorfilm-Wunsch vorbeigerauscht, und den wollen wir ihr natürlich erfüllen. Und so reden wir über Jordan Peeles Get Out aus dem Jahr 2017. Themen sind natürlich die Verknüpfung von Horror und Humor, sowie die Verknüpfung von Horror und Gesellschaftskritik. Es geht aber auch um die vorhandene oder vielleicht auch fehlende Subtilität von Jordan Peeles Satire, um Pseudoscience im Genrekino, Hypnose und die alles entscheidende Frage: Wie cool ist Rod?

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Episode 172: Poor Things von Yorgos Lanthimos… und der Kampf um die Deutungshoheit

Heute wird gestritten! Und zwar so richtig. Wir haben uns einen der großen Oscarfilme des Jahres vorgeknöpft: Poor Things von Yorgos Lanthimos. Und, so viel können wir schon mal sagen: Wir haben sehr unterschiedliche und sehr starke Meinungen zu diesem Steampunkmärchen, das Motive von Frankenstein mit einer Menge Sex und einem gewissen Bildungsromanhabitus kreuzt.

Für Plor ein absolut verdienter Academy Awards Kandidat, für Johannes aus diversen Gründen problematisch. Und so sind wir vor allem damit beschäftigt, diesen Film zu zertrümmern bzw. zu verteidigen. Let’s get ready to rumble!

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Episode 171: Zeugin der Anklage – Agatha Christie trifft Billy Wilder

Ja, wir lieben Billy Wilder. Und Johannes „Old School Hollywood“ Franke kann auch nicht anders, als ihn immer wieder hervorzukramen. Diese Woche hat er Plor „Zeugin der Anklage“ aus dem Jahr 1957 mitgebracht: Murder Mystery im Gerichtssaal mit der großartigen Marlene Dietrich.

Und so genießen wir diese etwas atypische Agatha Christie Verfilmung, erfreuen uns an den zahllosen Plottwists, den eigenwilligen Charakteren und turbulenten Dialogen. In der passenden Topliste werfen wir noch mal einen genaueren Blick auf die besten Justizthriller und Gerichtsfilme aller Zeiten.

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Episode 170: Time Bandits – Oder, wie sich Terry Gilliam einen Kinderfilm vorstellt.

Es geht doch nichts über eine zünftige Zeitreise… erst recht wenn diese von Monty Python Genius Terry Gilliam als munterer Familienfilm inszeniert wird. Ob es sich bei dem 1981er Fantasystreifen tatsächlich um seinen besten Film handelt, gilt es herauszufinden. Auch, was es mit dem bizarren, düsteren Ende auf sich hat, warum der Teufel auf Videorekorder und Digitaluhren steht, wie Agamemnon so ein entspannter Dude sein kann, wie der Alltag eines menschenfressenden Ogers aussieht und welche Probleme Michael Palin vom Mittelalter bis zum Untergang der Titanic mit sich rumträgt.

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Episode 169: I’m a Cyborg, But That’s OK – Liebe und andere Verrücktheiten

Nach seinem Mysterythriller-Hit Oldboy legte Park Chan-wook 2006 einen Film nach, mit dem in dieser Form niemand gerechnet hatte: Den bizarren Liebesfilm I’m a Cyborg, But That’s OK. Mal sehen, wie sehr diese Kuriosität heute noch unterhalten und verzaubern kann.

Und so sprechen wir über die Darstellung von psychischen Erkrankungen, die Elektrokonvulsionstherapie, die Vielfalt von Perspektiven und menschlichen Beziehungen, sowie über das wichtigste überhaupt: Die Liebe in all ihren wahnwitzigen Ausprägungen.

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Episode 168: Monster’s Ball – Poverty Porn oder bewegendes Drama?

In unserer aktuellen Episode widmen wir uns (wieder einmal) einem großen Drama um die Jahrtausendwende. Monster’s Ball von Marc Forster aus dem Jahr 2001, mit der Oscar prämierten Halle Berry. Wir feiern aber nicht nur die herausragende Leistung der Hauptdarstellerin, sondern schauen durchaus auch kritisch auf diesen Film, der eine Tragödie vom äußersten Rand der amerikanischen Gesellschaft erzählt und dabei auch vor viel Sentimentalität nicht zurückschreckt.

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