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Kategorie: Drama

Episode 39: St. Elmos Fire

Einleitung von Plor:

Es gibt eine extrem gute YouTube-Show, die ich hier erstmal allen Hörer*Innen ans Herz legen möchte: One Hit Wonderland vom Creator Todd in the Shadows. Wie der Name vielleicht erahnen lässt, redet Todd in dieser Show in jeder Episode über ein One Hit Wonder, die Geschichte der Künstler*Innen dahinter, warum der entsprechende Song zum Hit werden konnte, warum es keinen weiteren Erfolg gab und wie es mit der Karriere des entsprechenden One Hit Wonders weiter ging: Scatman John, You get what you give von den New Radicals, Take on me von Aha oder „MMMBop“ von Hanson… um nur ein paar der dort vorgestellten One Hit Wonder zu nennen.

Warum ich damit einsteige. Diese Show ist dafür verantwortlich, dass ich zum ersten Mal vom Film St. Elmos Fire hörte. In der Episode geht es natürlich nicht um den Film aus dem Jahr 1985 sondern um den gleichnamigen Titelsong von John Parr. Zum Film selbst verliert Todd auch ein paar Worte… Harte Worte. Und er ist damit nicht allein. Fast einhellig fällt das Echo der zeitgenössischen und jüngsten Kritik aus. Vernichtend. Das ist merkwürdig, vor allem wenn man Szenen aus dem Film, die ihm Musikvideo von John Parrs Hit zu sehen sind, daneben hält. In denen wirkt der Film nämlich ausgesprochen charmant, schick, eben wie ein typischer witziger und leicht dramatischer Rat Pack Movie. Also wie konnte es dazu kommen, dass dieser Film nicht nur von Todd sondern auch von zahllosen anderen Kritikern komplett zerrissen wurde, teilweise zum schlechtesten Teenie-Film aller Zeiten erklärt werden konnte. Zeit es herauszufinden.

Im Mittelpunkt von Joel Schumachers Tragikomödie steht eine Gruppe von jungen Erwachsenen, allesamt miteinander befreundet, alle mit den großen und kleinen Schwierigkeiten des noch frischen Erwachsenseins konfrontiert. So gibt es den Anwaltsanwärter Kirby, der unsterblich in eine Ärztin verliebt ist, an die er nicht rankommt. Es gibt die obligatorische Dreiecksgeschichte zwischen Leslie, ihrem Freund Alec und dem Schriftsteller Kevin. Es gibt die komplizierte Beziehung zwischen der Sozialarbeiterin Wendy und dem orientierungslosen Lebemann Billy… und zu Guter Letzt gibt es die Geschichte um Jules, der ihr wildes Leben peu à peu entgleitet.

Besetzt u.a. mit Emilio Estevez, Ally Sheedy und Judd Nelson ist St.Elmos Fire neben Breakfast Club aus dem sem selben Jahr der definitive Brat Pack Film. Die Geburtsstunde einer ganzen Schauspielriege, Peak-80s Movie und genau in der richtigen Zeit veröffentlicht als Teenager und Yuppie-Filme eine ungeheure Popularität erlebten. Also was ist auf dem Weg schief gegangen? Oder ist gar nichts schief gegangen und die bornierten und versnobbten Kritiker erzählen mal wieder einfach nur Mist? Was denkst du Johannes?

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Episode 38: Planet der Affen, Die zwei Päpste

Wir reisen durch die Zeit: Ins Jahr 1968, als Science Fiction seine Unschuld noch nicht verloren hatte; ins Jahr 2012 wenn zwei Männer Gottes ein Streitgespräch über Rolle und Verantwortung der Kirche führen. Und schließlich ins Jahr 3978, wenn die Erde sich in eine postapokalyptische, von Affen beherrschte Wüste verwandelt hat. Planet der Affen (1968) und The Two Popes (2019) stehen im Zentrum dieser filmhistorischen, kulturellen und politischen Zeitreise. Es geht um Ethik und Moral, um Schuld und Sühne und um die Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu vernichten.

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Episode 37: Der Clou, Hustlers

Heists, Schemes und Betrugsmaschen stehen im Mittelpunkt unserer aktuellen Podcastepisode. Wir werfen einen Blick auf den Heist-Movie-Klassiker „The Sting“ aus dem Jahre 1973 und wir betrachten einen sehr jungen und frischen Film, der Betrug und Gaunereien in seinem Zentrum hat: Hustlers aus dem Jahr 2019.

In den zugehörigen Bestenlisten sprechen wir über die besten Schlusstwists der Filmgeschichte und alles was „based on a true story“ und dennoch sehenswert ist.

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Episode 36: Blue Movie aka Fuck (Andy Warhol Porno), Only Lovers Left Alive

In dieser Episode wird es romantisch… kind of. Wir sprechen zum ersten Mal in der Geschichte des Podcasts über einen echten Porno. Blue Movie von Andy Warhol aus dem Jahr 1969. Und wir widmen uns einer stylischen Vampirromanze, Jim Jarmuschs Only Lovers Left Alive aus dem Jahr 2013. Es wird also viel geredet, geliebt und über Sex nachgedacht.

Passend dazu gibt es eine Top 3 zum Thema unsimulierter Sex in der Filmgeschichte und zu unsterblichen cineastischen Figuren.

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Episode 35: Doctor Sleeps Erwachen, I’m Thinking of Ending Things

Der Urlaub hat uns gezwungen, für diese Episode einen etwas anderen Weg bei der Filmauswahl zu gehen. Was finden wir denn auf Netflix, was wir auch bequem im Zug / am Strand / im nirgendwo schauen können? war dabei die alles entscheidende Frage. Unsere Wahl fiel auf eine junge Stephen King Verfilmung, Doctor Sleeps Erwachen, die zugleich auch die Fortsetzung von Stanley Kubricks Horrorklassiker Shining ist. Und unsere Wahl fiel auf I’m Thinking of Ending Things, die jüngste Geburt aus Charlie Kaufmans verschrobenem Verstand.

In der Top 3 geht es passend um die coolsten Menschenfresser der Filmgeschichte und die besten Schlussmachfilme.

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Episode 31: Sunset Boulevard, Außer Atem

In dieser Woche haben wir uns zwei echte Klassiker der Filmgeschichte ausgesucht. Sowohl Billy Wilders Sunset Boulevard (1950) als auch Jean-Luc Godards Außer Atem (1960) tauchen regelmäßig in „Filme, die man unbedingt gesehen haben muss“-Listen auf. Und in der Tat handelt es sich auch darüber hinaus um Geschwister im Geiste: Beide Filme sind tief im klassischen amerikanischen Film Noir verwurzelt, beide Filme benutzen als Tableau eine Thrillerhandlung um diese dann – in dem einen Fall inhaltlich, in dem anderen ästhetisch – zu dekonstruieren, und beide Filme schätzen ihr Medium, schrecken aber auch nicht davor zurück, mit diesem hart ins Gericht zu gehen.

In den zugehörigen Toplisten werfen wir einen Blick auf die besten Filme über Schauspieler*Innen und schauen uns die coolsten Typen der Filmgeschichte an.

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Episode 29: Die Frühzeit des Films

A very special episode… Um das Sommerloch zu stopfen haben wir uns ausnahmsweise nicht jeweils einen Film zugeworfen… sondern unzählige. In unserer 29. Episode sprechen wir über die Frühzeit des Films, die Anfangstage des Mediums, als es noch Experimentierkasten und Jahrmarktsattraktion war, lange bevor es Kinos oder das Fernsehen gab. Wir reisen zurück ins 19. Jahrhundert (und noch ein bisschen weiter in die Vergangenheit), wohnen den Präsentationen des Bioskops und Kinematographen im Jahr 1895 bei, streifen die Edison-Filmschmiede und lassen uns von den Skladanowskys, den Lumières und Georges Méliès verzaubern.

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Episode 28: Orlando, The Holy Mountain

Es ist immer ein Erlebnis, wenn Johannes mit einem von Florian vorgeschlagenen Film überhaupt nichts anfangen kann. Bei Alejandro Jodorowskys surrealem Psychedelicfest The Holy Mountain aus dem Jahr 1973 ist das ganz besonders der Fall. Und so diskutieren wir munter über Sinn und Unsinn dieses verworrenen Kunstfilmklassikers, darüber, ob bizarre, abwegige Filme unterhaltsam sein können und wer Johannes die verlorene Lebenszeit zurückgibt. Bei Johannes‘ Vorschlag sind wir uns dagegen ziemlich einig: Sally Potters Literaturverfilmung Orlando aus dem Jahr 1993 ist nicht nur ein faszinierender Ritt durch die Epochen sondern auch heute, fast 100 Jahre nach der literarischen Vorlage und fast 30 Jahre nach ihrer Verfilmung brandaktuell.

Es geht also zu wie immer: Wir lachen miteinander, diskutieren, streiten und versöhnen uns. Und Tee gibt es natürlich auch. Auch zwei Toplisten haben sich im Gespräch verirrt: Wir sammeln die besten Reisefilme und erfreuen uns an den spannendsten übernatürlichen Begebenheiten im Kino.

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Episode 27: Funny Games, In meinem Himmel

Von einer Zuhörerin sind zwei Filmwünsche reingeschneit, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Metafilm/Psychothriller Funny Games von Michael Haneke aus dem Jahr 1997 und das Fantasydrama In meinem Himmel von Peter Jackson aus dem Jahr 2009. Nicht nur genretechnisch sondern auch qualitativ nehmen wir die beiden Filme sehr unterschiedlich wahr. Einer kriegt das volle Lob und die volle Begeisterung ab, der andere sorgt für Stirnrunzeln und so manche Häme. Geschmäcker sind eben einfach verschieden, und das beweist sich in dieser Episode vielleicht mehr denn je.

Natürlich gibt es auch wieder passende Toplisten: Wir sprechen über die Filme und Filmszenen, die wir als Zuschauer am brutalsten und am unangenehmsten fanden, und wir werfen einen Blick auf unsere liebsten Teenagerfilme.

Wollt ihr uns auch einen Film vorschlagen, den wir gnadenlos zerreißen oder in unseren Himmel loben wollen? Dann schreibt uns unter florian@mussmansehen.de oder johannes@mussmansehen.de.

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Episode 26: Tim Burton’s The Nightmare Before Christmas, Duck You, Sucker! / Todesmelodie

Wir erfüllen wieder einmal Publikumswünsche: In diesem Fall wurde uns der Italowestern Duck You, Sucker! aus dem Jahr 1971 ans Herz gelegt; und eine Zuschauerin wollte unbedingt, dass wir ihr an dem Animationsfilm The Nightmare Before Christmas erklären, was denn nun so toll an Tim Burton ist. Ironie der Geschichte, obwohl von Burton produziert und mit allen Trademarks des Gothic-Fantasy-Veteranen ausgestattet, stammt der Film gar nicht von Burton selbst.

Außerdem sprechen wir ausführlich über die Mexikanische Revolution, werfen dabei auch gleich einen Blick auf unsere liebsten Revolutionsfilme und überlegen, welche Feiertagsfilme uns am meisten begeistert haben.

Sollen wir auch mal einen Filmvorschlag von euch besprechen? Dann schreibt uns an johannes@mussmansehen.de oder florian@mussmansehen.de

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