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Kategorie: 1990er

Episode 158: Man on the Moon – Jim Carrey als Andy Kaufman

Nachdem Plor das Jahr mit Wrestling gestartet hat, kontert Johannes mit einem Biopic über einen Entertainer… in dem überraschenderweise auch Wrestling eine Rolle spielt: Man on the Moon aus dem Jahr 1999 mit Jim Carrey.

Wir reden lange und breit über den urkomischen wie bizarren Andy Kaufman, seine Auftritte als Foreign Man, Elvis-Imitator, Frauenbekämpfer und Talkshow-Sprenger. Und wir versuchen zu ergründen ob Miloš Forman und Jim Carrey diesem Comedy-Freigeist ein würdiges Denkmal gesetzt haben.

In unseren Top 3 untersuchen wir die Balance zwischen Genie und Arschloch, gerade aber nicht nur in der Entertainmentbranche.

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Episode 157: Hitman Hart – Wrestling with Shadows – Hinter den Kulissen der Schaukämpfe

Endlich eine ganze Episode, in der sich Plor seinem großen Guilty Pleasure Thema „Wrestling“ widmen darf. Der 1998er Dokumentarfilm wirft einen Blick hinter die Kulissen der WWE und einen besonderen Konflikt zwischen zwei Protagonisten.

Wir nutzen die Gelegenheit für einen großen Rundumschlag über das Wrestling-Business: Wir klären Begriffe wie Kayfabe, Face und Heel, schauen auf die Geschichte der Showkämpfe, von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Und natürlich widmen wir uns besonders der goldenen Ära der WWF, den bunten 80ern, den als gimmickhaft verschrieenen 90ern, den Monday Night Wars und allem was dazu gehört. Kann Plor Johannes von der Faszination an gescripteten Kämpfen in Spandex überzeugen? 

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Episode 153: Kevin – Allein zu Haus – Kindlich brutale Weihnachtsstimmung

Weiter geht es mit unseren Christmas Specials: Dieses Mal nehmen wir uns einen absoluten Klassiker unserer Kindheit – und wahrscheinlich auch der Kindheit vieler unserer Zuhörenden vor: Kevin – Allein zu Haus aus dem Jahr 1990.

Wir beleuchten kritisch, wie gut der Komödienklassiker in den letzten 30 Jahren gealtert ist. Wir reden über die ganzen Running Gags und Memes, die dieser Film in seiner langen Geschichte produziert hat. Wir beschäftigen uns mit Macaulay Culkin, dem schmalen Grat zwischen fantastischem Slapstick und absurder Grausamkeit, zwischen Weihnachtsfreude und Weihnachtskitsch, und beantworten wie immer die essentielle Frage: Wie gut funktioniert das Ganze hier als Weihnachtsfilm?

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Episode 144: Ghost in the Shell mit Yugen vom Indiefilmtalk-Podcast

Wir haben wieder einen Gast: Yugen vom Indiefilmtalk-Podcast ist zu Besuch und hat uns etwas mitgebracht: Den Anime-Klassiker Ghost in the Shell aus dem Jahr 1995. Aber nur über diesen zu reden, wäre ein bisschen zu einfach. Und so knöpfen wir uns auch das Remake aus dem Jahr 2017 mit Scarlett Johansson vor. 

In unserem Gespräch geht es um die vielen verschiedenen Facetten, sowohl des Originals als auch seiner „Amerikanisierung“. Und so reden wir nicht nur über seine beeindruckende Ästhetik sondern auch über die typischen Cyberpunk-Themen wie Künstliche Intelligenz, Mensch-Maschinen und Maschinenmenschen sowie die komplexe Politik dystopischer Zukunftsentwürfe.

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Episode 142: Dead Man – Die längste Sterbeszene der Filmgeschichte

Wir lieben ja alle das amerikanische Indepenpendent Kino der 90er Jahre… okay, zumindest Johannes und Plor lieben es. Und eine seiner größten Ikonen ist Jim Jarmusch mit seinen melancholischen wie trockenen Dramen und Tragikomödien. In Dead Man aus dem Jahr 1995 begleitet er einen sterbenden – besser gesagt, wie der Titel schon verheißt – einen bereits toten Mann.

Wir sprechen über die Atmosphäre dieses düsteren Spiritual Western, über seine kafkaesken Seiten, seine Referenzen an klassische Poesie und darüber wie er seinem Protagonisten im Laufe der Handlung eine Entwicklung gibt.

In unserer Top 3 geht es passenderweise um die besten, oder viel mehr die längsten Sterbeszenen der Filmgeschichte.

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Episode 139: Pretty Woman – Ein Hollywood Sexwork-Märchen… Geht das?

Wenn wir von den besten Liebesfilmen der 90er Jahre, ja selbst wenn wir von den größten Liebesfilmen aller Zeiten reden, kommen wir an Pretty Woman mit Julia Roberts nicht vorbei.

In unserem Gespräch werfen wir einen Blick auf moderne Märchen, auf den Umgang Hollywoods mit Themen wie Sexwork und Prostitution. Wir schwelgen in unseren Erinnerungen an diesen Romantik-Klassiker, versuchen aber auch seine dunklen Seiten zu durchleuchten. Könnte diese Geschichte so heute überhaupt noch erzählt werden? Wie stehen wir zum Thema Sexwork, und funktioniert eine romantisierte Märchenerzählung made in Hollywood dazu überhaupt?

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Episode 128: Scream und das Slasher-Genre

Wir sprechen über Wes Cravens Scream aus dem Jahr 1996, der ein großes Revival des Slashers ausgelöst hat. In unserem Gespräch geht es um die Ursprünge des Genres, seine absurden Tropes und seinen mörderischen Konservatismus. Außerdem reden wir über den Spaß am selbstreferenziellen Kino, Filme, die sich sehr bewusst sind, Filme zu sein, und mit diesem Status spielen. Kann Scream mit diesen Zutaten auch bei einem Horror-Verächter wie Johannes auftrumpfen oder zünden die Inside Jokes nur bei wahren Genreinsidern? Macht in Scream die Gewalt den Spaß kaputt? Oder der Humor den Horror? Und warum muss Drew Barrymore in den ersten Minuten sterben?

In der Top 3 werfen wir einen Blick auf die besten Masken der Filmgeschichte: Ob lustig, ob schräg, ob gruselig, oder einfach nur schön.

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Episode 120: Sneakers – Die Lautlosen

Achja, Sneakers. Mir wird immer ganz warm ums Herz, wenn ich an diese kleine Heist-Perle aus dem Jahr 1992 denke. Um ehrlich zu sein, ich habe den Film ausgewählt, um Johannes mal eine kleine Verschnaufspause zu gönnen, von all dem Arthaus-Kram und weirden Exploitation-Zeug der letzten Monate. Ein Film, der ihm eigentlich gefallen müsste und den auch ich sehr schätze.

Die Sneakers sind eine eingeschworene Gruppe von Hackern und Ex-Ganoven, die sich – angeführt von Martin Bishop – von Unternehmen und Banken dafür bezahlen lässt, bei diesen einzubrechen, um so Schwächen in deren Sicherheitssystemen aufzudecken. Ihr neuester Job ist aber delikater als das, was sie für gewöhnlich tun. Die NSA heuert sie an, von einem Mathematiker eine kleine schwarze Box zu stehlen, die – wie sich schließlich herausstellt -, Hardware und Software erhält, mit der man sich in jedes Computersystem in den USA einhacken kann. Und so stehen die Sneakers plötzlich auf der Abschussliste diverser Geheimdienste sowie einer ominösen Vereinigung im Hintergrund, die mit einem dunklen Geheimnis aus Martins Vergangenheit in Zusammenhang steht.

Sneakers ist ein eleganter kleiner Heist-Movie, irgendwo zwischen Krimi und Ganovenkomödie. In erster Linie unterhaltsam, und doch besitzt dieser Film Zutaten, die ihn – auch ohne meine Nostalgiebrille – zu etwas Besonderem machen. Versuchen wir doch, dem gemeinsam auf die Schliche zu kommen. Und im Gegensatz zu vorangegangenen Episoden starten wir doch einfach mal mit einem kleinen Urteil. Ganz schlicht und einfach, Johannes: Hat dir der Film gefallen? Oder war das wenigstens ein bisschen Erholung von dem Kram, den ich dir sonst so vor den Latz knalle?

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Episode 112: Spice World – Der Spice Girls Film

Wir wandern heute ins United Kingdom des Jahres 1997 und zu dem Hype, der damals die gesamte britische und internationale Musiklandschaft bewegt hat. Nein, ihr kleinen Britpop-Schnösel: Nicht Oasis oder Blur, sondern eine Musikindustriepflanze war es, die das ausgehende britische Musikjahrzehnt definierte.

Und man muss wirklich dabei gewesen sein, um zu verstehen, welche Wellen der Spice Girls Hype damals ausgelöst hat. Über 85 Millionen verkaufte Tonträger, Wannabe war omnipräsent im Radio und auf MTV, nicht nur auf der Insel, sondern in ganz Europa und dem Rest der Welt. Und jeder kannte die einzelnen Girls der Band und ihre Archetypen.

Fünf Mädchen, frisch aus der Casting-Hölle, bereit mit viel Girl Power und unter den Fittichen von Simon Fuller die Welt zu erobern. Nachdem ihr Debüt Spice im Vorjahr 1996 wie eine Bombe eingeschlagen hatte, sollte das zweite Album Spice World endgültig zur World Domination führen. Und dazu gehörte natürlich auch der passende gleichnamige Kinofilm. Ganz in der Tradition von den Beatles “A hard days night” eine Mockumentary, die das Tourleben der Band und die einzelnen Charaktereigenschaften von Ginger, Scary, Sporty, Baby und Posh beleuchtet. Inklusive einer Menge selbstreferenziellem Humor und vielen Musikeinlagen.

Johannes, schlüpf in dein Union Jack Hemd, wirf nen Parka über und zieh die viel zu hohen Plateauschuhe an. Wir reden heute über den Film Spice World.

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Episode 109: The Addams Family – Von den Cartoons über die Sitcom bis Wednesday

Meine Güte was hab ich mir nur dabei gedacht. Die Addams Family. Es gibt Unzählige Episoden von Animated Series, Live Action Series und über 50 Comics des Original Mr. Adams, der die Familie erfunden hat, gibt es zu sehen.

Gestartet hat die Addams Family als makabrer und düsterromantischer Gegenentwurf zur braven amerikanischen Vorstadtfamilie der 30er Jahre – gezeichnet von Charles Addams, der sich in den 60ern hat überzeugen lassen, dass es Bewegtbildpotenzial gibt für die makabre Familie.

1964 bis 1966 lief die erste Serie und ihr sollten viele, viele mehr oder minder gute Versuche folgen, den Spirit des Originals einzufangen.

Plor, natürlich müsste ich dich folgerichtig fragen: welche der Vorliegenden Verfilmungen trifft denn für dich den Geist von Charles Adams am Besten. Aber das sollten wir vielleicht erst am Ende resümieren. Deshalb mal ganz von vorn angefangen: gefällt dir die Idee der Addams Family überhaupt? Kannst du mit dieser Gothic-Overkill-Idee etwas anfangen?

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